Die Reise geht weiter...

      Kleines Update:

      Der Countdown läuft.

      Die ersten Kisten sind gepackt, bis zum 30.09. muss die Wohnung leer sein.

      Tränen, Kampf, Selbstzweifel haben mich begleitet.
      Abschiede auf Raten begleiten zur Zeit mein Leben.

      Mein Sadist ist sich nicht sicher. Denkt und sagt , das ein klares Ende vielleicht besser ist.
      Wenn das der Fall sein sollte, werde ich mein SM auf jeden Fall sehr vermissen.

      Mein kleiner Herzensmann überrascht mich jeden Tag aufs Neue. Ich habe Angst, das er mich nicht mehr erkennt, wenn wir uns länger nicht sehen.

      Mein Ex lässt nicht zu, das ich beide Hunde mit nach Griechenland nehme. Er macht mir gerade das Leben zur Hölle. Genau wie vor 4 Jahren, als ich ausgezogen bin.

      Ich gehe gerade also mal wieder den schweren Weg.
      Hilfreich und schön ist es, das es hier Menschen gibt, denen ich mein Leid klagen kann, die mich auch weiter begleiten werden, auch wenn ich über 2000km entfernt bin.
      Mein Herz bleibt auf unabsehbare Zeit verschlossen,. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten werden lange Zeit brauchen. :(
      Ich kann Dich so gut verstehen und freue mich für Dich, dass Du Dein Vorhaben trotz Ängsten durchziehst.

      Gerade heute habe ich ein Urteil zum Thema Hunde bei Trennung gelesen, also hoffe ich, dass Du diesen Stress zumindest abschütteln kannst. Fühl Dich unbekannterweise gedrückt und: Chakka!!! Möge die Macht mit Dir sein ;o)
      Jeder Tag ohne ein Lächeln, ist ein verlorener Tag
      - Charles Chaplin -
      Wow Topaz ich bin gerade echt beeindruckt und bewegt von deinem Thread.
      Ich kann diese zwiespältigen Gefühle so verstehen, die Ängste, Unsicherheiten... oh mann dann Musst du dich auch noch mit deinem Ex rumärgern...
      Abschied auf raten ist furchtbar... Mag ich auch nicht, ist nur manchmal unumgänglich.

      Ich möchte dich auch gerne ermutigen, deinen Weg weiterzugehen , nicht stehenbleiben, es wird alles gut werden. Und wie du sagst, wenn du erkennst dass du dich dort nicht wohl fühlst, kannst du jederzeit zurückkommen. Oder woanders hingehen. :)

      Dein Enkel wird dich nicht vergessen, hey du bist seine Oma, es gibt Skype und Griechenlandist nicht aus der Welt! Ihr seid im Herzen miteinander verbunden, das kann keiner Trennen.

      Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht weiterhin, du bist schon so weit gekommen, du packst das jetzt auch noch! :thumbup: :thumbup: :thumbup:
      Ich sitze auf der Dachterrasse der Pension, in der ich für diese Woche ein Zimmer gemietet habe.
      Lese die Beiträge hier und merke, wie weit weg alles erscheint.

      Meine Angst und Sorge, mein SM hier nicht mehr ausleben zu können, weil mein Sadist so unsicher geworden ist, was eine Beziehung auf Distanz angeht, hat sich verflüchtigt.

      Ich bin einfach gerade ganz bei mir, alles fühlt sich richtig an. Keine Zweifel, keine unnötigen Gedanken. Alles sollte so sein.
      Schon als ich am Flughafen ankam und die fremde und doch so vertraute Sprache hörte, hatte ich das Gefühl, angekommen zu sein.
      Die Vermieterin meines zukünftigen Zuhauses ( sie ist Deutsche und nutzte das Haus bisher als Ferienhaus) ist meine Seelenverwandte.
      Ich kann es nicht anders beschreiben. Wir haben uns im Mai, als ich auf der Suche nach einer Wohnung hier war, kennengelernt.
      Eher zufällig. Aber wir sagen beide, das es einfach Schicksal gewesen sein muss!

      Sie ist zur Zeit auch hier und wir verbringen jeden Abend zusammen und reden stundenlang, als würden wir uns schon ewig kennen.
      Das ist normalerweise weder meine noch ihre Art. Manchmal können wir es beide nicht fassen, welche Wege das Leben manchmal geht.

      Langfristig betrachtet werde ich meine, vor knapp 2 Jahren akzeptierte Neigung nicht mehr ausleben können, aber damit kann ich gerade gut umgehen.
      Mein Herz bleibt auf unabsehbare Zeit verschlossen,. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten werden lange Zeit brauchen. :(
      Hi Topas,

      Es ist so schön davon zu lesen, dass deine Seele gerade soviel positive Erfüllung erfährt und dass du dich in deiner neuen Heimat so wohl fühlst. Eine Seelenfreundin ist schon was besonderes.

      Ich drück dich ...und wünsche dir weiterhin das allerbeste.

      Viele Grüsse
      Euanthe
      Omnis habet sua dona dies

      (Auf Nachfrage: Jeder Tag hat seine Gaben. Aus den Eppigrammen des röm. Dichters Marcus Valerius Martialis)

      topaz schrieb:



      Ich bin einfach gerade ganz bei mir, alles fühlt sich richtig an. Keine Zweifel, keine unnötigen Gedanken. Alles sollte so sein.
      Ich freue mich so für dich. Das du für dich weißt, die Entscheidung war und ist richtig. Das die Zweifel wie weggeblasen sind. In jeder Zeile kann man lesen wie gut es dir gerade geht. Das ist so schön :)
      Wenn mein Kopf meinem Gefühl folgt...wird aus zwei EINS... wenn sich dann auch mein Verstand auf den Weg macht, wird es komplett...

      Katzen haben Bedienstete und ich bin die Dienerin meiner beiden :love:
      Angekommen!

      Zumindest physisch...

      Nach unerwartet anstrengenden und stressigen Wochen habe ich mich letzten Dienstag auf den Weg gemacht.
      Die letzten Tage vor der Abreise waren die Hölle.
      Ich musste feststellen, das die Sachen, die ich mitnehmen wollte, nicht in mein Auto passen. Also neu sortieren, aussortieren.
      Was in Deutschland bleiben sollte, musste auf 6qm Lagerraum untergebracht werden. Einpacken, neu packen...
      Viele Abschiede, das Gefühl von heimatlos sein...

      Abschied von einem meiner Hunde. Es hat mir fast das Herz zerbrochen...

      Zusätzlich kam der endgültige Break mit meinem Sadisten hinzu. Er konnte und wollte sich letztendlich nicht für eine Fernbeziehung erwärmen, auch wenn am Anfang noch alles positiv erschien.

      Die Fahrt hat mich sehr angestrengt. Als ich Donnerstagabend auf der Fähre saß, wusste ich, das es fast geschafft ist.
      Freitagmorgen war es endlich soweit, zumindest fürs Erste.

      Die letzten Tage liessen keine Zeit zum Nachdenken. Auto ausladen, sich einrichten...
      Schwerer als gedacht, dies in einem möblierten Haus zu tun.

      So langsam komme ich runter, komme an. Der Blick von meiner Terrasse aufs Meer erdet mich immer wieder.
      Letzte Nacht kam der erste Tiefpunkt. Da war auf einmal diese Sehnsucht da und das Wissen, das ich mit meiner Entscheidung, hierhin zu gehen, meine Neigung auf Eis gelegt habe.

      Aber alles hat sinen Preis. Was ist wichtig? Wo liegen die Prioritäten im Leben?
      Es geht doch letztendlich immer darum, Entscheidungen für sein Leben zu treffen.

      Im Hier und Jetzt. Nur das zählt.
      Mein Herz bleibt auf unabsehbare Zeit verschlossen,. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten werden lange Zeit brauchen. :(
      Liebe Topaz,
      erst mal freut es mich, dass du heil und unbeschadet in deiner neuen alten Heimat angekommen bist!
      Das klingt echt nach Stress vorher... aber nun ist es geschafft, du bist angekommen!

      Ich weiß, nach dem ersten kleinen Hoch kommt oft erst mal ein Fall, die Einsamkeit, das bewusstwerden, nun hat man "es" wirklich getan...
      aber ich bin überzeugt, dass auch das vorüber geht, dass du dich mit jedem Tag "zuhauser" fühlst, immer mehr ankommst und wer weiß... nur weil du ausgewandert bist, heißt es nicht, dass du deine Neigung tatsächlich auf Eis gelegt hast. Vielleicht vorerst. Aber es muss nicht heißen, für immer.

      Lass es auf dich zukommen.

      Du hast deine Entscheidung getroffen und ich bin mir sicher, dass du mit dieser glücklich werden wisst - wie auch immer sich dein weiterer Weg entwickelt!

      Grüß mir das Meer.... :)
      @topaz...

      Nach dem physischen Ankommen wird auch das seelische Ankommen geschehen. Da bin ich mir sicher. Es dauert einfach länger.
      @Lovelace hat es sehr schön und treffend beschrieben, dieses Tief, dass kommt, wenn einem bewusst wird, dass man es wirklich getan hat. Seine Sachen gepackt und sich auf die Reise begeben hat.
      Das man jetzt seinen Traum lebt. Und es bedeutet nicht, dass man sich damit gegen seine Neigung entschieden hat. In der warmen Sonne dort schmilzt doch jedes Eis und wer weiß was die Zukunft noch für dich bereit hält...

      Komme weiterhin gut an...
      Wenn mein Kopf meinem Gefühl folgt...wird aus zwei EINS... wenn sich dann auch mein Verstand auf den Weg macht, wird es komplett...

      Katzen haben Bedienstete und ich bin die Dienerin meiner beiden :love:
      Liebe Topaz,
      ich freue mich das Du heile dort bist. Da stecken noch alle die Abschiede in Dir, der Preis den Du für Dein neues Leben zahlen musst.
      Aber jetzt kommt das Abenteuer...ganz viel Neues, Schönes.....und wer sagt denn das es da nicht auch einen netten griechischen Sadisten geben kann.
      Allrs wird gut u findet sich.
      ....zum durchdringen einer Dornenhecke braucht man(n) ein scharfes Schwert, glaubte Dornröschen.
      @topaz - Wir (Mylene und ich), können Dir gut nachempfinden, sind wir doch vor 4 Jahren über den Teich gehüpft.

      Du hast grad wahnsinnig viel Abschied hinter Dir, bzw bist mental noch daran, diese erst zu verarbeiten. Es wird weiterhin viel auf Dich einprasseln, Schwieriges, aber ganz sicher auch sehr viel Schönes, Neues, Anderes.

      Eines ist aber ganz sicher, Du bist aktiv, gestaltest, lebst Dein Leben, und zwar sehr intensiv, gerade in solchen Abschnitten. Und Du sammelst gerade unglaublich viel Erfahrung.

      Das Leben an sich ist eine Reise, sie geht immer weiter. Nichts ist definitiv, alles kann geschehen. Ich wünsche Dir dass Du Dein Boot so lenken kannst dass Du ein Puzzlestein nach dem anderen in die für Dich richtige Position bringst.


      J'ai rêvé que l'on pouvait s'aimer
      ... au souffle du vent [M. Farmer]
      Liebe Topaz,

      ich denk an dich und drück dich ganz fest. Ich bewundere dich und deinen Mut.
      Ich hoffe deine Erwartungen und dein Hoffnungen erfüllen sich noch.

      Vielleicht hilft dir das über das erste Tief hinweg:

      τὸ εὔδαιμον τὸ ἐλεύθερον, τὸ δ' ἐλεύθερον τὸ εὔψυχον
      Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, und das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.
      (Perikles)





      Omnis habet sua dona dies

      (Auf Nachfrage: Jeder Tag hat seine Gaben. Aus den Eppigrammen des röm. Dichters Marcus Valerius Martialis)
      Ist es wirklich erst 3 Monate her, das ich her angekommen bin?
      Aufgrund der vielen Erfahrungen, Erkenntnisse, Gedanken und Erlebnisse kommt es mir vor, wie 3 Jahre!

      Auch hier ist nicht alles eitel Sonnenschein, auch das Wetter nicht. Ich habe Unwetter erlebt, Kältephasen, während derer es bei mir im Haus nicht mehr warm wurde.
      Am liebsten hätte ich den ganzen Tag im Bett verbracht.

      2 Tage kein Strom, 1 Woche kein Wasser im Haus. Keine Toilettenspülung, keine Dusche, kein Wasser zum Kochen oder Spülen.

      Ich habe eine Ölheizung, die das Haus nur unzureichend heizt.
      Ich musste lernen, das man hier nicht einfach anrufen kann und noch am gleichen Tag Heizöl geliefert bekommt.

      Mein Auto war kaputt. Es dauerte 1 Woche, bis das Ersatzteil da war und dann noch mal 2 Tage bis die Reparatur beendet war.
      Eigentlich nicht schlimm, wenn man zu Fuß zum Einkaufen gehen kann oder es öffentliche Verkehrsmittel gibt. Aber hier kann ich nicht zu Fuß losgehen und Busse gibt es auch nicht.

      Ich habe auch in Deutschland sehr ländlich gelebt, musste mich ins Auto setzen, um irgendwo hinzukommen oder um Freunde zu besuchen.

      Doch hier werde ich viel stärker damit konfrontiert, wie ich meine Zeit verbringe.
      Am Anfang war ich ständig beschäftigt, ohne wirklich etwas zu tun.
      Vielleicht aus Angst, meiner inneren Einsamkeit und Leere zu begegnen.
      Ich kam mir und meinen Schatten näher bzw. wieder näher.

      Denn ich musste auch in dieser Situation erkennen, wer wahre Freunde sind.
      Aber es gab auch gute Momente. Z.B. als eine vorsichtige Anfrage meines Sadisten per Whatsapp kam, ob er mir schreiben dürfe.
      Dann kam sein spontaner Besuch bei mir und diese Tage waren so intensiv! Und haben uns wieder gezeigt, wie wichtig uns unsere Freundschaft ist.
      Es folgte ein Treffen Ende Dezember, als ich für ein paar Tage in Deutschland war.
      Wieder sehr intensiv und persönlich...

      Auch hier im Forum durfte ich neue und "alte" Foris besser kennen lernen, weil ich wieder angefangen habe, mich hier mehr einzubringen.
      Ganz Besonders möchte ich hier @Jennifer erwähnen, mit der ich einen regen Whatsapp-Kontakt habe und die sich sogar traut, mich im Frühjahr besuchen zu kommen!

      Auch hier bin ich schon einigen tollen Menschen begegnet, die mich mögen und so nehmen, wie ich bin.
      Das ist für mich unglaublich wichtig, weil ich mich und meine Vergangenheit nicht erklären muss.

      Ab und zu kommen meine Ängste und Unsicherheiten wieder hoch, z.B. als ich spontan letzten Monat nach Deutschland gefahren bin.
      Ich musste meine gewohnte Umgebung verlassen.
      Schaffe ich das? Finde ich die richtige Fähre? Was? Wie? Wo?....

      ich habe schöne Tage in Deutschland verbracht. Natürlich ganz viel Zeit mit meinem kleinen Herzensmann.
      Der Abschied fiel mir schon schwer, aber gleichzeitig habe ich mich auf Zuhause gefreut.

      Nun, ich könnte noch ganz viel schreiben, aber ich denke, es reicht für heute.
      Mein Herz bleibt auf unabsehbare Zeit verschlossen,. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten werden lange Zeit brauchen. :(
      ...und zwar im wörtlichen Sinn.

      Nach einigen Diskrepanzen mit meiner Vermieterin habe ich die Konsequenzen gezogen und ziehe aus.
      Ich bin ihre erste Mieterin und sie hat es wohl nicht verstanden, was es ausmacht, Gast oder Mieter zu sein.

      Es hat mich ungemein belastet, das gute Gefühl war weg.
      Jetzt habe ich eine Zwischenlösung gefunden. Leider nur für 2 1/2 Monate, aber ich denke, das ich in der Zeit etwas anderes finden werde.

      Ich werde den Blick aufs Meer vom Bett aus vermissen, aber es gibt Schlimmeres.

      Mein Sadist hat seine "Aussetzer". Der Begriff stammt von @M.Pandora, aber ich finde, er trifft es ganz gut!
      Ich gebe alles, was möglich ist, aber es reicht eben nicht immer.
      Für mich ja, für ihn nicht.

      Und dann ist er wieder ganz bei mir, wir reden, lachen, haben unsere Sessions und er spürt selbst, das alles gut so ist, wie es ist.
      Wenn er allein zu Hause sitzt, kommen die Zweifel. Ich mache ihm keinen Vorwurf daraus, kenne ich dieses Gefühl aus anderen Situationen heraus doch selbst.
      Mein Herz bleibt auf unabsehbare Zeit verschlossen,. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten werden lange Zeit brauchen. :(