Wie kann domlose SingleFrau - Domaufgaben übernehmen?

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      Zum EP:
      Ich bin da Jahre danach noch nicht “so frei“, mich als Herrin zu fühlen.
      Von daher laufen für mich 99% der Empfehlungen ins Leere.

      Tatsächlich brauche ich also das Gefühl, meine Existenz bedeutet jemand etwas und habe deswegen Mentoren bzw. Schutzherrschaften.
      Die natürlich nie sagen, du musst.
      Wo aber durch ein Beispiel Impulse kommen.
      Wird z.B. vom Essen geredet. Kann ich dadurch leichter fühlen, hab ich vielleicht Hunger und was könnte gut sein.

      Das beantwortet natürlich deine Frage nach dem “wie kann ich anders sein, als ich bin“ nicht. Ich glaube aber auch nicht, dass das funktioniert.
      Möglicherweise gibt es ja Menschen in deinem Umfeld, die du als Notbehelfs-Herrschaften sehen und in Teilbereichen als Autorität ansehen und darüber etwas mehr Struktur in dein Leben bringen kannst. So mach ich das.
      Und falls da ein Aufschrei kommt - das ist ganz normal, sind eben sonst Freunde, der Chef, Ärzte, Psychologen. Also gar kein Grund, sich zu verbiegen.
      Versuchen den Blickwinkel zu erweitern, sich erlauben, Führung anzunehmen, auch wenn die Angst zittern lässt.
      Auch das ist ja normal.
      Jeder Submissive mit der Erfahrung, ins Nichts gefallen zu sein, weil (Grund egal) die Führung sich aus dem Leben verabschiedet hat, hat ja Angst vor noch so einem “große Teile aus der Seele gerissen“. Kämpft nun, versucht alleine klar zu kommen, muss ja auch. Vertraut in Wahrheit gar niemandem mehr, versucht sich in dem so klarkommen müssen, zu zerspalten. Findet sich Scheiße, versucht normal zu sein. Isoliert sich noch mehr in sich.

      Für mich funktioniert das also so nicht.
      Da ist nichts toll dran, alleine klar kommen zu müssen und nicht aus dem Gefängnis raus zu finden.
      Wenn mir etwas hilft, dann kleine Schritte, mein zerstörtes Vertrauen in andere Menschen aufzubauen, indem ich Hilfe annehme. Wo ich auch klar sagen muss, in der Komplexität meiner Traumatisierung können das zu 99% nur ausgebildete Fachleute.
      Von daher muss meine Erfahrung nicht übertragbar sein.
      Doch da manchmal in einem anderen Weg als dem “ich beisse ganz fest die Zähne zusammen, kämpfe noch härter (gegen mich)“ etwas sein kann, hinterlasse ich dir hier meine Erfahrung. Vielleicht ist ja ein Fünkchen gutes dran, und wenn's nur ist “geht mir nicht alleine so“.

      Und da das alles so wischiwaschi sein könnte, noch konkretes Beispiel.
      Da sass letzens mein Psychologe vor mir, seine Not war schon auch heftig. Und sagte “Ja was muss ich denn noch machen, damit sie sich erlauben, sich etwas zu entspannen?!? Verordnen?“ - wo ich nicht abgewiegelt hab sondern den Versuch angenommen. Ist ja auch eine klare Beziehung, in der er die Führung hat. Hab das also angenommen, ist für mich jetzt ein Befehl von Herrn R., mich nachmittags jeden Tag hin zu legen und PMR zu machen und wenn ich müde bin, auch zu schlafen.
      Voll komisch. Und auch wie Wasser in der Wüste, überhaupt ein ganz ganz ganz klein wenig von dem zu bekommen, was ich brauche.
      Nämlich Führung, die mir nicht in den Rücken fällt. Mich sieht. Nicht mich (aus)nutzt. Eben konstruktiv.