submissive Männer und ihr Image

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Soultouch schrieb:

      Scheinbar fühlen sich die Männer doch sehr "angegriffen
      Der erste Gedanke, der mir dabei aufkam war, es scheint so zu sein, dass so wie es viele homophobe Männer
      gibt es eben auch "Subphobe" gibt. Und wieder ist das Thema "das ist kein Mann"...

      Männer scheinen sehr viel als Angriff auf ihre Männlichkeit zu sehen :gruebel: (die weibl. Emanzipation gehörte ja
      auch dazu). Entsprechend heftig fallen die Reaktionen aus.

      Ist es möglich, dass latent auch diese - anscheinend biologisch bedingten - männlichen Emotionen dazu
      beitragen, dass submissive Männer ein schlechtes Image haben?
      Zwischen dem, was ich denke, dem, was ich sagen will, dem, was ich zu sagen glaube und dem, was ich wirklich sage und

      dem,

      was Du hören willst, dem, was du wirklich hörst, dem was du zu verstehen glaubst, dem, was Du verstehen willst und dem, was Du wirklich verstehst, gibt es 9 Möglichkeiten, sich nicht zu verstehen.

      Passagno

      Soultouch schrieb:

      cheinbar fühlen sich die Männer doch sehr "angegriffen", wenn es um submissive Geschlechtsgenossen geht, was nicht der üblichen Rollenverteilung entspricht. Offensichtlich scheint es - auf die Denkweise dieses Users bezogen - wohl so zu sein, als ob die gesamte Männerwelt durch devote Männer in Gefahr ist. Aus welchem Grund auch immer, sieht er die Neigung des einzelnen auch auf sich übertragen und muss wohl "klarstellen", dass er nicht zu dieser Gruppe der "Schlapp***nze" gehört, dass diese Menschen gestört und krank sind.
      EIn typisches Argument der selbsternannten Männlichkeitsbewahrer. Das spielt in der gleichen Liga wie das Argument "Lesben haben nur noch nicht den richtigen Kerl gefunen. oder "Feministinen sind alle fregide." Das ist Chauvinismus in Reinform. Ich muss mich selber über andere stellen, um die Deutungshohheit über das, was Männlich ist und was nicht, behalten zu können. Aber wir können ja gerne mal seinen "philosphischen" Weitblick erweitern: :D

      Wir haben ja weiter oben schon herausgearbeitet, dass die übersteigerte Submissivtät von Malesubs ihren typisch männlichen Attributen geschuldet ist - Begeisterungsfähigkeit, Erfolgshunger, Leistungsbereitsschaft und vor allem Pragmatismus und die typischerweise weiblichen Eigenschaften wie Emotionalität, Geduld und Empahtie etwas weniger ausgeprägt sind und es so oft zu besagten Missverständnissen kommt. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Submissivität oder Dominanz in keinster Weise vom Geschlecht abhängig sind, sondern nur geschlechtsspezifisch anders ausgelebt werden. Diese typisch männlichen Attribute, haben historisch betrachtet immer dafür gesorgt, das die Menschheit bis heute einen enormen technischen Sprung gemacht hat. Kurz gesagt: Es waren Männer die Raketen gebaut haben und zum Mond geflogen sind. Anderseits betrachtet war es aber auch der Mangel an weiblichen Attributen, der dafür gesorgt hat, dass die Menschheit immer wieder in kriegerische Auseinandersetzungen gefallen ist. Kurz gesagt: Frauen haben keinen Weltkrieg vom Zaun gebrochen.

      Aber wir als Menschen und auch im besonderen wir als Männer wollen uns ja immer weiterentwicken. Die Frage ist also: Wie schaffen wir es weiterhin Raketen zu bauen OHNE dabei einen Krieg zu beginnen? Selbstrefklektiv betrachtet bietet das typsich Männliche also Vor- und Nachteile. Die Vorteile sollte man bewahren und nutzen, die Nachteile sollte man ausgleichen. Da können die o.g. weiblichen Atrribute bestimmt von Vorteil sein. Jemand der aber nur über die männlichen Attribute verfügt, wird sich durch das einschleichen dieser "weiblichen" Eigenschaften bedroht sehen, auch wenn es ihm objektiv und auch evolutionär betrachtet überhaupten keinen Vorteil bringt. Deswegen entlarvt sich diese Argumentation auch schlicht und ergreifend als ignorant und idiotisch, son banal es auch klingen mag.

      Aber zurück zum Thema: Es gibt bestimmt auch dominante Männer mit kleinen Schwänzen oder Erektionstörungen. Es gibt auch genügend schwule Männer, die eine extrem männliche Ausstrahlung haben. Also gibt bestimmt auch submissive Männer, die Frauen glücklich machen und trotzdem in der Lage sind Raketen zu bauen. Das was die menschliche Evolution bisher leider vernachlässigt hat, ist die Entwicklung einer möglichst objektiven und kritischen Selbstreflektion. Hinzu kommt ein Mangel an klarer und ehrlicher Kommunikation. Wenn wir darüber schon verfügen würden, würde es diesen Thread hier z.B auch gar nicht geben. Jeder würde einfach sein BDSM leben und den anderen mit Respekt behandeln. :pardon:
      "Glaube denen, die nach der Wahrheit suchen und zweifle an denen, die sie gefunden haben."

      André Gide

      Sin schrieb:

      Aber reduziert euch ruhig selbst und gegenseitig, als Malesub hat man es ja nicht schwer genug . Zurück zum ersten Beispiel, mutmaße ich nun dass ich mit meinem Verdacht recht habe, dann ist es schon was her aber da hat eine Femsub über ganz ähnliches Verhalten aus ihrer Sicht berichtet - Reaktion komplett anders um nicht zu sagen die Menge hat der Individualität der Berichteten applaudiert! Komisch oder?
      Hey @Sin

      eine sehr erhellende Sichtweise, die jedem hier auch noch mal klar macht, dass man Menschen völlig unabhängig von ihrer Neigung zunächst mal immer den gleichen Respekt entgegenbringen sollte und auch den hedonistischen Ansatz finde ich sehr interessant.

      Aber bei dem oben im ersten Satz zitierten Punkt möchte ich doch noch mal einhaken, weil ich mich da irgendwie doch angesprochen gefühlt habe:

      Ich sehe das nicht so, dass ich mich in meiner Rolle reduziere, sondern eher so, dass ich mich in meiner Rolle selbst verwirkliche. Grundsätzlich bin ich auch eher der Typ, der auf sein Image und seine Leistungen bedacht ist. Das hat aber auch negative Konsequenzen, die mich selber an mir stören. Ich bin z.B. manchmal ein ziemlicher Klugscheisser und ich kann sehr schlecht mit Niederlagen umgehen. Also habe ich in meinem persönlichen Entwicklungsprozess ein Interesse daran, diese Schwächen zu beseitigen und genau da kann mir meine Neigung helfen, in dem ich mich von meiner Partnerin leiten lasse und so einen neuen Weg erlerne, den Weg der Demut. Das hilft mir wiederum im wahren Leben, Dinge die nicht ändern kann zu akzeptieren und dort weniger Energie hinein zu stecken. Ich schaffe es also durchs Dienen einen inneren Ausgleich zu erzielen. Das ist ein sehr pragmatischer Ansatz, hat für mich aber nichts mit Reduktion zu tun, sondern mit Weiterentwicklung.

      Im Allgemeinen gebe ich dir aber völlig recht - wir Malesubs sollten vielleicht auch innerhalb der Szene mal etwas selbstbewusster auftreten und uns nicht immer so unterbuttern lassen. :)
      "Glaube denen, die nach der Wahrheit suchen und zweifle an denen, die sie gefunden haben."

      André Gide

      Sin schrieb:

      Hey @Spawn du hast in dem Zitat leider wichtige vorgelagerte Sätze ausgelassen. Das verzerrt die Kernaussage die ich treffen wollte. Nicht die Neigung reduziert jemanden sondern die Innerhaltung zu dieser und das projizieren und standardisieren dieser Haltung auf andere.
      Ah okay, dir ging es also mehr um die Bildung von Stereotypen und die Akzeptanz dieser durch das freiwillige Unterordnen der Malesubs und nicht um die Unterordnung innerhalb der Neigung durch eine Femdom. Das ist natürlich ein Unterschied :)
      "Glaube denen, die nach der Wahrheit suchen und zweifle an denen, die sie gefunden haben."

      André Gide

      Spawn schrieb:

      Sin schrieb:

      Hey @Spawn du hast in dem Zitat leider wichtige vorgelagerte Sätze ausgelassen. Das verzerrt die Kernaussage die ich treffen wollte. Nicht die Neigung reduziert jemanden sondern die Innerhaltung zu dieser und das projizieren und standardisieren dieser Haltung auf andere.
      Ah okay, dir ging es also mehr um die Bildung von Stereotypen und die Akzeptanz dieser durch das freiwillige Unterordnen der Malesubs und nicht um die Unterordnung innerhalb der Neigung durch eine Femdom. Das ist natürlich ein Unterschied :)
      Ich weiß immer noch nicht ob wir über das selbe sprechen :D . Ich kann aber gerade leider keine lang Antwort dazu schreiben (bin auf der Arbeit) ;) . Die Unterordnung gegenüber deiner Femdom will ich gar nicht in Frage stellen. Wäre ja irgendwie sinnfrei, sonst bräuchtest du ja keine Femdom :D . Zum Rest schreibe ich dir nochmal eine Antwort sobald ich Zeit habe, da es vielleicht etwas länger wird. :D
      Don't tell me what I can and can not do.
      I'd hate to have to make a fool out of you.

      Sin schrieb:

      ch weiß immer noch nicht ob wir über das selbe sprechen . Ich kann aber gerade leider keine lang Antwort dazu schreiben (bin auf der Arbeit) . Die Unterordnung gegenüber deiner Femdom will ich gar nicht in Frage stellen. Wäre ja irgendwie sinnfrei, sonst bräuchtest du ja keine Femdom . Zum Rest schreibe ich dir nochmal eine Antwort sobald ich Zeit habe, da es vielleicht etwas länger wird.
      Ich glaube ich hatte das auch so verstanden. Ich hab mich nur an diesem Satz etwas gestört:

      Sin schrieb:

      Aber reduziert euch ruhig selbst und gegenseitig, als Malesub hat man es ja nicht schwer genug
      Du hast von EUCH gesprochen und ich bin davon ausgegangen, dass du das auf die Äußerungen aller Malesubs innerhalb dieses Threads bezogen hast. Da hab ich mich natürlich auch angesprochen gefühlt. Aber meine Äußerungen hier im Thread stellen diese Stereotype ja auch in Frage, deswegen hatte mich dieser Satz auch etwas irritiert. Ich denke wir haben einfach aneinander vorbei geredet :)
      "Glaube denen, die nach der Wahrheit suchen und zweifle an denen, die sie gefunden haben."

      André Gide
      Wieso explodiert das Thema jetzt wieder, wo ich gerade eigentlich keine zeit habe, Romane dazu zu schreiben?
      Murphy ist und bleibt eben ein Ars****** . :D

      Ich würde den Punkt mit der typisch männlichen Begeisterung noch um die tendenziell wohl doch recht unterschiedliche Kommunikationsform der Geschlechter, speziell bezüglich der Artikulation der eigenen Bedürfnisse, ergänzen. In dem Thread zu den Unterschieden von Femsubs und Maelsubs gab es da einige interessante Gedanken

      Dazu kommt die These, dass wohl Malesubs aufgrund der hohen Diskrepanz von Neigung und gesellschaftlichem Rollenbild (das nicht eine rein subjektive Meinungsangelegenheit ist, sondern in Form von sozialen Situationen und Be-Handlungen durch Mitmenschen und auch kolportierten Medieninhalten dem Einzelnen durchaus als objektiver Wirkzusammenhang gegenübertritt) häufig(er) versuchen, die Neigung zu verdrängen, sodass ihre "BDSM-Sozialisation" quasi online geschieht. Nur eben weniger durch Foren wie dieses, sondern eher durch Pornographie – wozu auch zahlreiche vermeintlich rein informative Blogs und Seiten gehören (man denke an die ganzen FLR-Blogs).

      Und solch eine Sozialisation prägt natürlich und malesub gerät in einen Teufelskreis, sodass das dort vermittelte (Selbst)Bild im Grunde nur die eigenen Schwierigkeiten mit der Neigung verstärkt und eine echte Auseinandersetzung mit ihr massiv erschwert. Ich glaube, dass dieser Erklärungsansatz bei sehr vielen greift.


      Sin schrieb:

      Zurück zum ersten Beispiel, mutmaße ich nun dass ich mit meinem Verdacht recht habe, dann ist es schon was her aber da hat eine Femsub über ganz ähnliches Verhalten aus ihrer Sicht berichtet - Reaktion komplett anders um nicht zu sagen die Menge hat der Individualität der Berichteten applaudiert! Komisch oder? ;)

      Ein unterschiedlicher Maßstab wird hier leider tatsächlich immer wieder angelegt, Malesubs sind quasi Subs zweiter Klasse. Ich denke mir auch immer wieder: Hätte das jetzt ein Maledom geschrieben, der wäre verbal gesteinigt, gevierteilt, gerädert, ertränkt und verbannt worden.
      Aber gut – ich glaube, das liegt eher allgemein an den Geschlechterrollenbildern, zu denen eben auch gehört, dass die Frau mehr Schutz und Rücksicht braucht, als der Mann. Das ist ja auch eher ein gesamtgesellschaftlich weit verbreitetes Phänomen und ich könnte mir gut vorstellen, dass es da bezüglich der Maledoms Ähnliches gibt (dass denen z. B. die Legitimität von bestimmten Gefühlen und Unsicherheiten einfach abgesprochen wird).


      Ebenfalls eine weit verbreitetes Phänomen ist das:

      Saubi 63 schrieb:

      Soultouch schrieb:

      Scheinbar fühlen sich die Männer doch sehr "angegriffen
      Der erste Gedanke, der mir dabei aufkam war, es scheint so zu sein, dass so wie es viele homophobe Männergibt es eben auch "Subphobe" gibt. Und wieder ist das Thema "das ist kein Mann"...

      Männer scheinen sehr viel als Angriff auf ihre Männlichkeit zu sehen :gruebel: (die weibl. Emanzipation gehörte ja
      auch dazu). Entsprechend heftig fallen die Reaktionen aus.

      Ist es möglich, dass latent auch diese - anscheinend biologisch bedingten - männlichen Emotionen dazu
      beitragen, dass submissive Männer ein schlechtes Image haben?


      Wie @Spawn schon richtig sagt: Das ist Chauvinismus in Reinform. Und zwar buchstäblich.
      Das lässt sich ebenfalls in sämtlichen Bereichen beobachten und zwar auch durch sämtliche Bevölkerungs- und auch Bildungsschichten. Es ist schlicht und ergreifend die Verteidigung der eigenen, patriarchalischen Vorrechte, deren Gefährdung in einem als schwach oder unsouverän bewerteten Verhalten von anderen Männern erblickt wird. Dazu kann schon die physische Statur zählen, ob nun Größe oder eben Muskeln. Verächtliche Bemerkungen und auch ein spezifische Behandlung von auffällig kleinen oder schwächeren Männern ist zu einem guten Teil genau das. Es ist nach wie vor noch weit verbreitet, dass gerade Durchsetzungsfähigkeit und Stärke zu den typisch männlichen Attributen gehört und auch gerade von Männern hochgehalten wird (aber auch nicht nur von denen!).

      Also ja, der devote Mann ist da natürlich eine Total-Katastrophe für den durchschnittlichen Chauvinisten, im Grunde noch schlimmer, als ein Homosexueller...deswegen sollte man als Malesub schon aufpassen, wer von der Neigung erfährt.

      Denn "der Chauvinist" ist hier eigentlich sachlich schon wieder nicht ganz richtig, weil dieses "Verteidigungsverhalten der Männlichkeit" keineswegs nur bei den extremeren Chauvinisten anzutreffen ist, sondern eben eher ein sich durch die komplette Gesellschaft ziehendes, unbewusstes Muster ist. Verschärfend wird dabei wohl dazu kommen, dass ein anderes, typisches (a)soziales Phänomen damit verschwimmt: Das Abwerten Anderer zwecks Selbsterhöhung, meist (aber auch nicht immer) aus eigener Unsicherheit und Komplexen heraus. Da bietet sich der Unmännlich-Zug ja gut an, zumal er generell eben auch eher auf Zustimmung trifft.
      Only truth will help to set me free; my every weakness I must turn into strength

      Machine Head- Imperium

      Spawn schrieb:

      Sin schrieb:

      ch weiß immer noch nicht ob wir über das selbe sprechen . Ich kann aber gerade leider keine lang Antwort dazu schreiben (bin auf der Arbeit) . Die Unterordnung gegenüber deiner Femdom will ich gar nicht in Frage stellen. Wäre ja irgendwie sinnfrei, sonst bräuchtest du ja keine Femdom . Zum Rest schreibe ich dir nochmal eine Antwort sobald ich Zeit habe, da es vielleicht etwas länger wird.
      Ich glaube ich hatte das auch so verstanden. Ich hab mich nur an diesem Satz etwas gestört:

      Sin schrieb:

      Aber reduziert euch ruhig selbst und gegenseitig, als Malesub hat man es ja nicht schwer genug
      Du hast von EUCH gesprochen und ich bin davon ausgegangen, dass du das auf die Äußerungen aller Malesubs innerhalb dieses Threads bezogen hast. Da hab ich mich natürlich auch angesprochen gefühlt. Aber meine Äußerungen hier im Thread stellen diese Stereotype ja auch in Frage, deswegen hatte mich dieser Satz auch etwas irritiert. Ich denke wir haben einfach aneinander vorbei geredet :)
      Ich versuche es erstmal mit einer mittel langen Antwort in meiner Pause ^^ . Ich möchte vielleicht mal kurz weg von den beschreibenden Phrasen. Nehmen wir nochmal das Beispiel welches ich zu Beginn genutzt habe. Mir ist oft aufgefallen im Malesub Kontext gibt es genau 3 allgemein anerkannte Stereotypen. Ich will die hier nun nicht ausführen, weil ich niemanden an die Wand nageln will und keine Lust habe auf Grundsatzdiskussionen die pseudoliberalisiert sind, weil sich sonst jemand angegriffen fühlt. Darüber tausche ich mich aber gerne per PN mit jedem aus der Interesse hat. Du kannst wenn du Lust und Zeit hast aber mal folgende Übung machen. Lese dir mal Posts hier oder in anderen Communities oder beides in einem bestimmten Zeitraum durch. Sagen wir die letzten 6 Wochen. Alles was sich um Malesubs dreht schreibst du dir auf und versuchst dann diese Schnipsel logisch nach Zusammenhängen zu sortieren und nach Profilen zu clustern. Mir ist vollkommen bewusst, dass diese Übung meiner Kernaussage widerspricht, aber mach es trotzdem mal, denn darum geht es gerade nicht. Du wirst zu einem ähnlichen Ergebnis kommen. Vielleicht findest du nur 2 Stereotypen oder 4, bei mehr als 5 würde ich mich aber wundern. Du wirst auch feststellen, dass nicht alle zu 100% passen, dass ist aber die Unschärfe von Modellen und bestätigt die Regel. Wie gesagt ist mir klar, dass die Übung zunächst im Bezug meiner Aussage kontraproduktiv erscheint. Wenn du diese Übung gemacht hast gehst du hin und liest dir die Postings nochmal durch. Dir wird nun ein Licht aufgehen. Niemand hier würde es zugeben, dass er es macht, sicher unbewusst und ohne böse Absicht, aber es herrscht eine Meinung über Malesubs, nach meiner Ansicht eben 3 Stereotypen die allgemeinen anerkannt sind. Die Allgemeineheit versucht dich als Malesub bewusst oder unbewusst in diese Stereotypen so pressen. Denn so sind ja die Malesubs ist ja klar die Würmer und Ritter ;) ! Das passiert ohne böse Absicht. Zurück zum erwähnten Beispiel, der Dame wird nun empfohlen den Sub am besten direkt fallen zu lassen, weil er entweder in keinen der Stereotypen passt - folglich ist der gar kein Sub, oder er wird einem negativ Stereotyp zugeordnet und ist damit in Ungnade gefallen. Als zweites wird gesagt als Femdom hat die Dame ja sowieso die riesige Auswahl und kann sich nicht nur an einem Pool sondern einem ganzen Meer an Malesubs bedienen. Ja richtig die Aussagen kamen unteranderem von anderen Malesubs.

      Es ist aber echt traurig, dass und wenn Malesubs sich...
      ... 1. in Stereotypen pressen lassen...
      ... 2. sich selbst und andere Malesubs in diese pressen...
      ... 3. und sich in einer Maße anonymisieren lassen.

      Und jetzt bin ich bei der Innerenhaltung angekommen. Was ich jetzt sage wird auch niemand öffentlich zugeben...
      ...weil es unbewusst passiert...
      ...weil es niemand von sich selbst denkt...
      ...weil niemand eine böse Absicht verfolgt...
      ...weil niemand dem es bewusst ist öffentlich doof da stehen möchte.
      aber mach mal die besagte Übung. ;)

      Es ist ein Unterschied ob ich sage:
      Ich bin ein Malesub unter vielen anderen und bin ein devoter Diener so wie es sein muss (einer der Stereotypen). Die Partnersuche ist so schwer, weil es so viele Malesubs gibt und so wenig Femdoms und ich mir das dann noch von der Allgemeineheit bestätigen lasse.

      Oder ob ich sage:
      Hey ich bin der @Spawn, der @Sin - wer auch immer, ich stehe auf XY, bin eine coole Sau und nicht so wie mich die Allgemeineheit gerne hätte. Nerv mich nicht mit deinen Ansichten wie du mich gerne hättest. Subpool? Was für ein Pool, es gibt mich nur einmal! Du willst meine Femdom werden? Zeig du mir doch erstmal ob du es verdienst!

      Wahrscheinlich wird nun jeder sagen natürlich bin ich so wie das zweite Beispiel oder wird jetzt irgendwas anderes erfinden. Ist OK wir wollen ja weg von den Kategorien. Aber mach halt mal die Übung ;) :P
      !
      Wie gesagt die Übung widerspricht meiner Kernaussage aber mach sie mal, nur aus Spaß und lest dir danach die Beiträge nochmal durch die du zuvor gelesen hast.

      Die Sache ist auch um die zweite Ansicht zu vertreten brauchst du auch keinen provokativen, eingebildeten oder polarisierenden Charakter. Schau dir die Femsubs an die handeln genauso! Das ist auch gesund! Die behalten sich viel mehr Individualität! Versuch mal die Übung mit den Femsubs zu machen! Schwierig oder?! Du findest keine 2, 3 oder 4 Femsub Stereotypen finden und die Allgemeineheit sieht sie so auch nicht! Es ist nun keine große Leistung festzustellen, dass das Problem vor allem eins ist - hausgemacht! Wie soll die Allgemeinheit Malesubs den sehen, wenn ihr euch selbst und Gegenseitig reduziert? Hört doch mal auf Stereotypen auf andere zu projizieren. Wenn ihr der devote Diener oder der Ritter sein wollt ist das OK! Dann seit stolz drauf. Aber sortiert doch nicht alles aus was nicht in die Stereotypen passt aus und verbreitet die Meinung Malesubs sind eine anonymisierte Masse - zur Selbstbedienung freigegeben. Nur weil eine Frau sich Femdom nennt müsst ihr euch nicht vor ihr klein machen. Solange ihr der Dame keine Macht über euch gibt ist sie irgend eine Frau - mehr nicht! Lasst sie doch mal abliefern bevor ihr euch auf den Boden werft. Wenn die Dame euch irgendwo rein pressen will, dann ist sie es nicht Wert eure Femdom zu sein. Das ist nicht anmaßend so zu handeln, dass machen die Femsubs die ganze Zeit! Ihr seit nicht unwürdiges Stück Fleisch was aus der Masse von einer X beliebigen Dame erwählt werden muss. Ihr wählt wem ihr Macht über euch gebt, niemand sonst.

      So Brandrede beendet! :D
      Don't tell me what I can and can not do.
      I'd hate to have to make a fool out of you.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sin ()

      Kataleya schrieb:

      Also, wie habt ihr das Image eines submissiven Mannes kennengelernt oder seht es selbst?
      Warum ist das Image eines devoten Mannes so von Vorurteilen durchzogen im Vergleich zu dem einer submissiven Frau?
      Welches Image sich etabliert, hängt doch davon ab, wen du in welchem Umfeld fragst... ;)
      In einer matriarchalischen Gesellschaft würden die "Stinos" entsprechende Klischees für dominante Männer finden.

      In islamischen, jüdischen oder auch stark religiös geprägten christlichen Gesellschaften hält sich aber nach wie vor hartnäckig der Glaubenssatz, dass die Frau sich dem Mann unterzuordnen hat.

      Epheser 5. In der Lutherübersetzung von 1964 heißt es da: „Die Frauen seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde.“

      In der Regel werden die Grundsteine des Rollenverständnisses durch die Erziehung der Eltern weitergegeben und deren Kinder werden in ihrem Weltbild und ihren Glaubensätzen entsprechend vorgeprägt.
      Erst durch eigene Lebenserfahrung und die damit verbundenen zwangsläufig auftretenden Konflikte zu der bisher als gültig angenommenen "Regel-Normalität", kommt es zum Hinterfragen und zur Bildung "eigener" Glaubensätze.

      Bedenkt man, das Frauen in Deutschland erst 1919 zum ersten Mal das Wahlrecht ausüben durften, wird vielleicht deutlich warum sich das geschlechterspezifische Rollenbild im Mainstream zumindest unterbewusst so hatnäckig hält. Sowas schleicht sich erst über Generationen aus.

      Es gäbe auch noch den evolutionärtheoretischen Ansatz, aber ich glaube, es wurde schon klar, das wir die Toleranz, mit der wir geboren werden zumindest temporär verlieren.

      Ich denke mal, dass in einer Gesellschaft, in der durch Emanzipation die "starke" Rolle des Mannes zur Existentsicherung der Familie immer nachrangiger wird, auch das Rollenverständnis und die damit verbundene Intoleranz lanfristig einen Wandel erfährt. Bei real vollständiger Emanzipation gäbe es ja auch keine Unterschiede mehr im Rollenverständnis. Man sähe den Menschen und nicht das Geschlecht.

      Dann dürfte Mann sicher auch ganz öffentlich, ohne Naserümpfen anderer devot und/oder dominant sein.... :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Viva ()

      sehr sehr gut @Sin ! und jetzt raus mit euch ihr Malesubs mit Eiern und steht selbstbewusst zu euch, damit sich das Bild ändert und auch nicht jede ( nicht dominante) Frau meint euch zum Spass unterwerfen zu können ( was ich so oft höre und so respektlos gegenüber Malesubs und Femdoms finde).

      Sin schrieb:

      Nur weil eine Frau sich Femdom nennt müsst ihr euch nicht vor ihr klein machen. Solange ihr der Dame keine Macht über euch gibt ist sie irgend eine Frau - mehr nicht! Lasst sie doch mal abliefern bevor ihr euch auf den Boden werft.
      Ich wollte eigentlich in diesem Thread nichts posten. Weil ich in wirklich jedem Post etwas von mir selbst wieder erkenne und auch so unterschreiben würde. Also, was würde es bringen, alles nochmal zu wiederholen?

      Diese Sätze u.A. von @Sin und den obigen Beitrag von @Viva nutze ich jetzt aber, um mich zu outen:

      Ich liebe es, wenn ein Mann dazu steht, ein Sub zu sein und sich gerne unterordnet, auf welche Art und Weise auch immer - es ist immer Beziehungsabhängig und keine Verbindung ist identisch. Darin sehe ich enorme Stärke und es zieht enorm an.
      Und ja, ich möchte mir jeden cm Land bei ihm erkämpfen und verdienen, denn ich bin ehrlich: wenn der Mann selbst seinen Wert nicht sieht und sogar ablehnt - ja, alles schon erlebt, und zwar sehr oft - wenn er sich klein macht, wenn er nicht in der Lage ist, zu sich selbst und seinen Fähigkeiten zu stehen - ganz egal, wie er ist und was er kann, ob nun CEO oder Fensterputzer - dann ist das für mich persönlich nicht anziehend.
      Damit sage ich nicht, dass ich auf Machtkämpfe stehe. Damit sage ich, wenn sich ein Mann in der Form mir schenken möchte, dass ich es nicht als selbstverständlich ansehe und es mir per se zusteht, "nur" weil ich eine Frau bin. Alles, was ich mir erarbeiten und verdienen muss, schätze ich einfach umso mehr.
      Und auch hiermit möchte ich nicht sagen, dass alles andere weniger wert ist und nicht zu respektieren. Es wäre nur nicht "meins".

      Noch eine Anmerkung am Rande...in keinem der Länder, in denen ich bisher gewesen bin und teilweise gelebt habe, ist es so verpönt über die eigene Leistung und Errungenschaften auch nur einen Satz zu verlieren, wie in Deutschland. Stellenweise ist es auch auch in diesem Thread zu lesen.
      Und ich frage mich, warum Leistung als etwas Negatives angesehen wird? Wenn man - ganz unabhängig vom Geschlecht - sich etwas erarbeitet, warum darf man es nicht sagen? Warum wird Leistung in der Gesellschaft als Arroganz bestraft? Man könnte dem Gegenüber doch auch auf die Schulter klopfen und sagen: "Ok, ist mir für mich selbst nicht so wichtig, aber geil, dass du das auf die Beine stellen kannst."

      Und ganz ehrlich? Je nach Auslegung von männlichen und weiblichen Attributen in diesem Thread stelle ich fest, dass ich anscheinend ein "ganzer, knallharter Kerl" bin. :pardon:

      Sin schrieb:

      Hey ich bin der @Spawn, der @Sin - wer auch immer, ich stehe auf XY, bin eine coole Sau und nicht so wie mich die Allgemeineheit gerne hätte. Nerv mich nicht mit deinen Ansichten wie du mich gerne hättest. Subpool? Was für ein Pool, es gibt mich nur einmal! Du willst meine Femdom werden? Zeig du mir doch erstmal ob du es verdienst!
      So, nach unserem PN Austausch ist auch das Kommunikationsproblem behoben. :D

      Also bei dieser Aussage oben, gebe ich dir vollkommen und uneingeschränkt recht! Ich bin nie in die Situation gekommen, mir eine Femdom suchen zu müssen und bei allem was man zu diesem Thema hier liest, kann ich auch froh sein es nicht mehr zu müssen.

      Sin schrieb:

      Die Allgemeineheit versucht dich als Malesub bewusst oder unbewusst in diese Stereotypen so pressen. Denn so sind ja die Malesubs ist ja klar die Würmer und Ritter
      Die unbewusste Reduktion auf die Neigung und damit auf Stereotypen, egal von welcher Seite sie kommt, geht im Falle der Indiviualtät stets am Kern vorbei. Vorurteile sind auch nur Vereinfachungen. Schubladen, die es deinem Gegenüber erlauben, dich schneller einzuschätzen. Richtig ist, wie du schon schreibst, sich selber nicht darauf reduzieren zu lassen. Mit persönlich ist jetzt nicht bewusst, dass ich das mal getan hätte, denn normalerweise geht mir sofort die Hutschnur hoch, soblad mich jemand in eine bestimmte Schublade stecken will. Es kann aber natürlich sein, dass in einer solchen Diskussion wie dieser hier, die Aspekte des "Spiels" bei manchen Äußerungen von Malesubs unbewusst mit einfliessen, obwohl sie ja eigentlich vollkommen auf Augenhöhe stattfinden sollte. Das ist sehr subtil, aber es kommt vor. Ich denke es wird bei Maledoms oder Femsubs nicht anders sein. Hier gibt es links ein Kästchen da steht bei z.B. bei mir Neigung: Sub. Und jeder sieht es sofort und bildet sich auch direkt ein Urteil darüber. Bewusst oder Unbewusst und er würde anders antworten, wenn er die Neigung nicht kennen würde. Ein Maledom wird mit einer Femdom anders umgehen, als mit einer Femsub z.B. Wie gesagt, das ist sehr subtil. Aber ich sehe da erstmal kein großes Problem, denn das ist nichts anderes als das was tagtäglich um uns herum geschieht. Problematisch ist es auch nicht, wenn man sich selber in dieser Rolle definiert und entsprechend des Klischees handelt, wie es eben hin und wieder passiert. Problematisch ist es erst, wenn jemand für diese Rolle verurteilt wird. Und das ist das eigentliche Problem. Und da sollten auch alle Alarmglocken angehen, so wie in dem Fall den @Soultouch beschrieben hat.
      "Glaube denen, die nach der Wahrheit suchen und zweifle an denen, die sie gefunden haben."

      André Gide
      Ich kann deiner Brandrede nur Beifall spenden @Sin , möchte aber in einem Punkt widersprechen.
      Es gibt sehr wohl Stereotypen bei den Femsubs und auch bei den Femdoms und auch bei den Maledoms.
      Sogar völlig unabhängig der Präferierten Sparte oder Fetische.
      Nur sind die Damen geschickter darin das zu verbergen und scheinen sich weniger in einen Stereotyp hinein pressen lassen zu wollen.
      Aber Folge ich deinem oben beschriebenen Vorgehen, Lande ich bei Männlein und Weiblein gleichermaßen bei Stereotypen.

      Unabhängig davon muss ich aber auch sagen, es wird immer Stereotypen geben. Weil jeder sich erstmals daran orientiert bis er seinen Weg gefunden hat und sich traut aus der Schublade hinaus zu hüpfen.
      Mag sein das die Damen darin mehr Übung haben, weil sie schon länger im Prozess des Lernens sind.
      Nie gezählte Tage liegen hinter dir,
      in denen der Moment, so oft,
      so wichtig für dich war.
      Es ist doch dein Traum,
      mit dem du diesen Weg gegangen bist,
      deine Gefühle, die dich haben glauben lassen
      und deine Sehnsucht, die dich noch immer
      nicht zu Ruhe kommen lässt.
      Es ist noch immer dein Weg,
      der zu dir gehört.
      Fang dir deine Träume - Staubkind.
      Ich glaube C.G. Jung hätte Freude an dem Tread.
      Das was hier über Stereotypen geschrieben wird, hat wohl einiges mit seinen Archetypen zu tun. Der „Ritter“ der „Wurm“ mit ihren Eigenschaften, die gibt es schon seit der Antike mit dem was man Ihnen an Charaktereigenschaften andichtet in der Literatur und sind jetzt nicht neu in einem Internetforum. Deswegen kommen diese Assoziationen auch schon in vielen hoch wenn man von einem völlig Fremden nur drei Zeilen liest.
      Interessant hierzu ist auch der Entwicklungsweg von unreifen zu reifen Persönlichkeitsanteilen.
      Vielleicht gibt es auch unreife und reife Submissivität, unreife und reife Dominanz (geschlechtsneutral).
      Sich dabei Zeit zu lassen und diesen Entwicklungsweg auch zu genießen ist etwas was man sicher jedem nur empfehlen kann.

      Zu der Aggressivität mit der v.a. manche Männer auf männliche Submissivität reagieren kommt bei mir stark das Gefühl hoch, dass man häufig am stärksten auf die Dinge anschlägt oder sie als Bedrohung wahrnimmt, die einen Punkt in einem selbst in Resonanz bringen oder überhaupt selbst in einem schlummern - klassisches Beispiel sind sicher Männer die besonders aggressiv auf Homosexualität reagieren.

      Sin schrieb:

      [...]es gibt mich nur einmal! Du willst meine Femdom werden? Zeig du mir doch erstmal ob du es verdienst![...]



      Ja, das war gut gebrüllt – allerdings muss man sich das auch leisten können, zu brüllen. Und obgleich permanenter Hunger einen sicherlich gerne brüllen lassen würde, verschreckt man damit ja doch so einige Löwinnen, von denen jede nun einmal eine ganze Horde von williger Löwen zur Auswahl hat und von denen nun einmal lange nicht jede diese Rede goutieren würde...

      Das Zahlenverhältnis kann man dabei nicht einfach unterm Tisch fallen lassen. Wer als Löwe teilweise jahrelang Pudding zu fressen bekommt, wird angesichts auch nur eines kleinen Stückes saftiger Antilope sicher ein bisschen pragmatisch werden...

      Es ist zwar schade um das Bild, das dadurch gezeichnet wird (zumal ich selbst negativ von dieser Zeichnung betroffen war und bin) und im Grunde kann ich dir ja nur beipflichten, wünschen würde ich mir das ja auch, aber es ist eben leider doch leichter gesagt, als getan. Denn das Fressen kommt nun einmal vor der Moral.


      Für mich persönlich stellt sich die Problematik aber dennoch eher weniger, weil ich eh ein gewisses Maß an Vertrautheit und natürlich an beidseitiger Sympathie, Vertrauen und auch Respekt (!) benötige, um das real überhaupt ins Auge zu fassen. Das ist aber auch unabhängig von BDSM: Ich täte mich auch schwer mit einem One-Night-Stand und hätte da wahrscheinlich kaum Vergnügen dran, da ich mich nicht so einfach mal eben ausreichend fallen lassen kann, um das zu genießen. Und dazu würde sicherlich auch ein neigungsoptimierter "BDSM-One-Night-Stand" gehören.

      Wäre ich anders und würde meine sexuellen Bedürfnisse mit der Intensität und auf die Art und Weise zu befriedigen verfolgen, wie es eher die Regel zu sein scheint – wer weiß?

      Ich kann hier ja viel schreiben, aber ich fürchte, ich würde dann auch dazu neigen, zu nehmen, was ich kriegen kann.
      Und wenn man die stolze, reflektiert-empathische Löwin, die vielleicht alle drei Jahre mal in die Steppe kommt, eher mit einem stolzen Gebrüll auf sich aufmerksam machen würde, so würde ich in der Zwischenzeit wohl das Brüllen doch ein bisschen lassen, denn immer nur Pudding ist für einen Löwen nun wirklich so schön nicht.
      Wenn eine weniger charakterlich reife Löwendame statt Gebrüll ein kleinlautes Miau verlangt, um mir wenigstens mal ein kleines, kleines bisschen Antilope zu geben, dann fürchte ich, ich würde miauen. :pardon:

      Nun aber genug von Löwen. :D

      (Aber immerhin: Besser, ein miauender Löwe sein, als ein Wurm! :icon_lol: )

      Wie gesagt, ich selbst ticke da zwar etwas anders, ich komme wohl besser mit Pudding klar und im Grunde bin ich von diesem negativen Image tatsächlich insofern betroffen, als dass es meine Neigungsakzeptanz ganz erheblich erschwert (hat) und ja, manchmal, da packt es mich auch, wenn ich das "Herumgewurme" lese und ich würde ihn gerne schütteln und ihm ins Gesicht schreien: "Zügle deine Notgeilheit doch mal etwas, wirf dich doch nicht so hin! Sei stolz!" – aber ich habe auch einiges an Verständnis und Mitgefühl für sie. Gerade für die, deren Neigung auch derart ist, dass ihre eigene Unterwerfung (und Unterwürfigkeit!) als solche sie erregt und die damit prädestiniert dafür sind, als Kriecher und Würmer verachtet zu werden.

      Und außerdem kenne ich ja den Hunger...und weiß, dass ich es eher meiner etwas seltsamen Wesensart verdanke, dass ich nicht schon längst Etliches mitgemacht habe, was ich nicht will, mich nicht real dermaßen hingeworfen habe...gut, vielleicht mag man sagen, genau das ist der Punkt, sich nicht von der eigenen Notgeilheit (oder, euphemistisch: der Sehnsucht) übermannen zu lassen. Aber das ist wiederum eine Frage, wie man gestrickt ist und ich fürchte viele Männer sind da etwas anders gestrickt.
      Only truth will help to set me free; my every weakness I must turn into strength

      Machine Head- Imperium

      Dreaming Chimp schrieb:

      Wenn eine weniger charakterlich reife Löwendame statt Gebrüll ein kleinlautes Miau verlangt, um mir wenigstens mal ein kleines, kleines bisschen Antilope zu geben, dann fürchte ich, ich würde miauen.
      Völlig "undommig": ich vielleicht nicht normal, weil ich echtes, ehrliches Gebrüll mehr schätze als unterwürfiges Mauzen? Das erklärt wohl einige meiner Herausforderungen >:-/

      @Dreaming Chimp: Ob ich einem mauzenden Katerchen überhaupt Antilope geben würde? Vielleicht mal dran riechen lassen, und dann Katzenmilch aus der Babyflasche füttern ...
      Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt. (Mark Twain)
      Das ist ja auch gut, das freut mich, denn dann förderst du ja quasi das ehrliche Gebrüll. Dann bist du eben eine der zuvor erwähnten stolzen Löwinnen. Ist doch wunderbar. :)

      Und ich schätze, damit wirst du hier im Forum sogar zur Mehrzahl gehören. Das Problem ist halt, dass es auch noch eine Welt außerhalb dieses Forums gibt. :D

      Wie gesagt, ich persönlich muss brüllen können, um mich real unterwerfen zu können, anders kann ich mir das nicht ernsthaft vorstellen, von daher ist das Mauzen für mich keine Option. Aber offenbar handhaben das ja viele anders – und leider eben auch auf beiden Seiten. Das katerliche Mauzen wird schon nicht so selten gefordert und damit eben als Verhaltensweise leider gefördert...die dann wiederum auch Femdoms, die das Gebrüll bevorzugen, negativ betrifft, weil die dann so viele Katerchen finden, die nicht brüllen mögen, weil sie meinen, sie müssen mauzen...schon verrückt.
      Only truth will help to set me free; my every weakness I must turn into strength

      Machine Head- Imperium

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Viva () aus folgendem Grund: unnötiges Zitat entfernt

      Lieber @Dreaming Chimp, warum geht denn nicht beides? Das katerlichen Mauzen, aber auch der brüllende Löwe, wenn es darauf ankommt? Der dennoch immer weiss, wo sein Platz ist? Warum muss sich das denn widersprechen oder immer etweder/oder sein?

      Verdammt, ich bin wohl keine brüllende Löwin, sondern einfach nur eine Switcherin. :pardon: