Muss ein (Male)Dom körperlich überlegen sein?

      Jede sub darf natürlich ihre Wünsche und Vorstellungen haben, das ist völlig legitim.
      Dumm nur für Menschen wie mich, die mit einer unheilbaren Krankheit geschlagen sind (Morbus Bechterew, Gelenkversteifung), die mich etwa schrumpfen lässt (war mal 1,71, ist 1,55) :pardon: .
      Die Krankheit verhindert zuverlässig, dass ich zum Frauenmagneten mutiere :D , aber für mich reicht ja die eine, passende sub :pardon: . Was passieren soll, passiert.
      Und gerade sieht es so aus, als hätte ich die eine passende gefunden ^^ . Drückt mir die Daumen für das reale Treffen ^^ .
      Wenn es stimmt, dass die Evolution zu immer höherer Perfektion strebt, welchen Sinn haben dann die Generationen nach mir? :gruebel:
      Drücke dir die Daumen @Azrael :abi:

      Also ich bin froh das mein Herr über 20cm größer ist, wenn er direkt vor mir steht und ich zu ihm hochschaue bin ich schon fast immer getriggert :whistling: :whistling:

      Mag es auch körperlich keine Chance zu haben.

      Da ich sonst noch keinen Herrn hatte kann ich nicht erzählen ob ich das immer bräuchte.
      In der Vorstellung ja. Aber vermutlich kann es auch anders kommen.

      Meiner wird wohl nicht mehr kleiner und ich bin nicht die Stärkste, daher kann ich mir nicht vorstellen das er mir einmal unterlegen sein würde.
      Fände die Vorstellung gerade aber weniger sexy. Sorry.
      :rot:
      In 20 Jahren wirst Du dich mehr ärgern über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast. Also wirf die Leinen und segle fort aus deinem sicheren Hafen. Fange den Wind in deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke. Mark Twain
      @Azrael, ich drücke dir die Daumen!!


      Für mich persönlich ist beides wichtig: sowohl die körperliche Überlegenheit als auch die "angeborene" Dominanz.
      Ich liebe es, dass er deutlich stärker ist als ich und mich im wörtlichen Sinn so fest im Griff hat, wie er es gerade möchte.
      Das verstärkt das Gefühl, ihm ausgeliefert zu sein , und das kickt mich ungemein.

      Das würde aber nicht reichen, wenn da nicht diese ganz allgemeine, immer vorhandene Dominanz wäre, die er einfach ausstrahlt, egal, ob wir in einer Session sind oder uns einfach nur unterhalten. Seine Stärke besteht für mich auch darin, dass er mir mit einem einzigen Blick oder einem Wort meine Grenzen aufzeigen kann.

      Für mich würde das eine ohne das andere nicht funktionieren; ich brauche einen Herrn, der mich diese Überlegenheit sowohl körperlich als auch mental spüren lässt.
      Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt. Franz Kafka
      Früher hätte ich diese Frage auch mit einem klaren Ja beantwortet.

      Aber zum Glück lassen Erlebnisse Raum zur persönlichen Entwicklung und so durfte ich mittlerweile die Erfahrung machen, dass das Spiel mit einem körperlich deutlich unterlegenen Dom seinen ganz eigenen und sehr besonderen Reiz haben kann. Und zwar gerade dann, wenn er es schafft durch gekonntes Spiel Überlegenheit auszustrahlen obwohl ich ihn mir theoretisch jederzeit problemlos über die Schulter werfen könnte.

      Reine körperliche Überlegenheit (auch wenn sie in meinem Fall nur sehr selten vorkommt) finde ich mittlerweile ziemlich langweilig.
      Fall seven times, stand up eight

      Spätzle schrieb:

      Ich finde die Diskussion nicht befremdlich. Man hätte sie vielleicht auch anders formulieren können, z.B. so: Muss dein (Male)Dom körperlich überlegen sein?
      Das wäre tatsächlich eine andere Fragestellung. Persönliche Vorlieben sind legitim und die will ich niemandem absprechen. Mich hat vor allem die verallgemeinernde Fragestellung gestört ("ein" Dom) die für mich etwas Suggestives hatte im Sinne von: Ein Dom muss seinem submissiven Partner prinzipiell körperlich überlegen sein, was eben nicht zwangsläufig so ist.

      Auch mich reizt die Vorstellung, von einer kräftigen 1,95-Frau körperlich überwältigt zu werden. Ich würde aber niemals soweit gehen, eine Frau, die kleiner ist als ich selbst, von vornherein abblitzen zu lassen. Dominanz und Sadismus sind für mich in erster Line eine Frage des Charakters und nicht der körperlichen Konstitution. In der Realität muss man sowieso immer Kompromisse eingehen.

      Ich selbst hätte jedenfalls kein Problem damit, mich auch von einer kleineren und schwächeren Frau disziplinieren zu lassen, sofern sie ihre dominante Rolle authentisch und leidenschaftlich lebt. Ein solche Frau kann vielleicht nicht so kräftig zupacken, aber der Rohrstock in der Hand einer zierlichen 1,60m-Frau tut auch ausreichend weh, davon bin ich überzeugt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Adrian_2015 ()

      Spätzle schrieb:

      Wie würdest Du es sehen, wenn ein normal großer Dom gerne kräftiger wäre um seiner Partnerin körperlich überlegen zu sein, aber es einfach nicht auf die Reihe kriegt, regelmäßig im Fitnessstudio zu trainieren? Er schämt sich dafür, dass er so körperlich schwach ist, aber er kann sich einfach nicht überwinden. Unter anderem auch, weil er den Vergleich zu den anderen fitten, kräftigen Männern im Fitnessstudio scheut? Fändest Du es zu viel verlangt, dass er sich endlich aufrappelt und trainieren geht, um Kraft aufzubauen anstatt rumzujammern?

      Nein, das finde ich nicht zu viel verlangt, sondern würde ihm Mut machen, tatsächlich ins Fitnessstudio zu gehen. Aber in erster Linie dem eigenen Selbstwertgefühl und der Gesundheit zuliebe. Nicht, um irgendeinem Idealbild von "Dom" zu entsprechen.

      Spätzle schrieb:

      Wie würdest Du es sehen, wenn ein normal großer Dom gerne kräftiger wäre um seiner Partnerin körperlich überlegen zu sein, aber es aus gesundheitlichen Gründen nicht schafft, Muskeln aufzubauen? Er schämt sich sehr für seine körperliche Schwäche, kann aber nichts daran ändern. Das sieht man ihm aber nicht an. Wie siehst Du es in seinem Fall?

      Das ist in gewisser Weise tragisch, aber ich würde diesem Mann niemals das Recht absprechen, sich als "Dom" bezeichnen, wenn er sich so fühlt und gerne einer sein möchte. Und ich wünsche mir auch für so einen Mann, dass er eine Partnerin findet, die sich vorstellen kann, ihn als ihren "Dom" zu lieben und zu respektieren.
      Müssen muss man(n) gar nichts...
      Mein Spiel ist jedoch sehr intuitiv und körperlich. Mich reizt es, dass ich mich darin fallen lassen kann. Keine Masken, keine Hemmung - nur ich.
      Wütend zu sein und zu kämpfen, weil es mich befreit. Klein zu sein und zu wissen, dass ich in dem Moment unter dem Schutz eines anderen stehe, der für mich stark ist.
      Dies sind Gefühle, welche ursprünglich und ungefiltert sind. Sie basieren auch auf der (un-)bewussten Überzeugung seiner körperlichen Übermacht im Vergleich zu mir.
      Ich muss nicht zahm sein, weil er immer die Fähigkeit besitzt mir im Zweifelsfall auf diesem Weg Grenzen zu setzen. Ein wenig animalisch, aber was soll's. :D

      Persönlich genieße ich das im Stillen doch sehr. :whistling:
      Ehrlich gesagt, ich bevorzuge es schon einen Partner zu haben, der mir körperlich überlegen ist. Zwar entsteht die Dominanz eines Mannes für mich hauptsächlich aus seinem Verhalten und seiner Ausstrahlung. Doch mich erregt es sehr, zu wissen, dass ich keine Chance habe, wenn ich es drauf anlege böse zu sein... Dass er ganz einfach mit mir machen kann, was er will... :love:

      Glücklicherweise ist es nicht schwer mir körperlich überlegen zu sein. :D
      a b s o l u t e l y n o r e g r e t s

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von a_girl_wants_to_play ()

      Da ich selbst auch schon zweimal auf der aktiven Seite gespielt habe (mit einer ungefähr gleichstarken Partnerin), möchte hierzu noch etwas schreiben:

      Spätzle schrieb:

      Manche (Male)Doms mögen es, dass sie ihrem Sub-Gegenpart körperlich überlegen sind.

      Mir ist es tatsächlich egal, ob eine Frau körperlich starker oder schwächer ist als ich. Ich würde es genießen, eine zierliche Frau mit Leichtigkeit übers Knie zu legen und festzuhalten. Ich stelle es mir aber auch reizvoll vor, eine 1,95m-Bodybuilderin (reines Wunschdenken, ich weiß) allein durch mein persönliches Auftreten dazu zu bringen, freiwillig die Hose runterzulassen und reumütig ihre Strafe entgegenzunehmen.

      Ich kann wirklich nicht sagen, dass das eine für mich mehr wert ist als das andere. Selbstverständlich respektiere ich es aber, wenn andere Menschen dazu andere Vorstellungen haben.
      @Azrael Ich wünsche Dir viel Glück und das Du von der richtigen Frau gefunden wirst.

      Mein Mann ist gesundheitlich auch sehr stark eingeschränkt und von daher fällt vieles flach was mich ... und ihn triggern würde.
      Ist eben so - müssen wir mit zurecht kommen.
      Körperlich ist und war er mir immer überlegen, was doch einen gewissen Kick in sich birgt. Er hat es aber fast nie aus genutzt - ich kann mich nur an einen Vorfall erinnern, in dem er diese Überlegenheit bewusst genutzt hat, um mich wieder in die Realität zurück zuholen.
      Das war jedoch lange bevor mir mein Interesse/ meine Neigung bewusst geworden ist.
      Würde für mich jetzt ein bisschen von abhängen was man genau machen will. Ich meine für Bondage, oder für eine Rohrstock Session, oder für "vanilla" Sex und 1000 andere Sachen würde das jetzt für mich keine Rolle spielen.

      Will man jetzt aber irgend was in die Richtung von rough-Sex, rough-body-play, rape-play, etc. machen würde es sich schon anbieten, wenn man keine Lust hat das dann zu schauspielern.
      Vergiss was du vergessen kannst, das was übrig bleibt ist wirklich von Bedeutung.
      Ich hab ja den Post aus dem Keller gefischt, weil ich auf die Antworten neugierig war und nachdem ich die Antworten gelesen habe, muß ich jetzt doch nochmal meinen Senf dazu geben.

      Ich bin da ganz bei @Dominantseptakkord und sehe das nicht so, das kleine Menschen oder Rolli Fahrer gernerell körperlich unterlegen sind.
      Man muß nur wissen wie und Ausdauer siegt manchmal auch über Kraft.

      An dem Wort "muss" im EP würd ich mich jetzt nicht so fest beissen, wir sind alle hier um uns auszutauschen und neugierig wie unsere Mituser ticken, wenn wir jedes mal überkritisch sind ist das nicht möglich.

      @Spätzle ich würde meinen Partner nicht deswegen verlassen.

      Jetzt mal ehrlich beim Kennenlernen weiß man doch auch nicht ob der Partner einem körperlich überlegen is oder nich oder?
      Nur die Größe allein machts ja nich. :whistling:
      Und zum anderen ich steh theoretisch auf südländische Typen, hab aber praktisch immer blonde blauäugige Männer.
      Was sagt uns das? ;)

      Im übrigen hat er nur mehr Ausdauer als ich ob er unbedingt stärker is :pardon: hab noch nie Armdrücken mit ihm gemacht aber vielleicht sollte ich ja mal :D
      Ich bin nich frech nur verbal überlegen! :D
      @Again

      Was überlegen überhaupt bedeutet ist ja an sich schon eine schwere Frage. Ich sehe da mehrere Möglichkeiten.

      1. Technisch

      Damit meine ich, überlegen in dem Sinne das man z.B. in einem Wrestling, rangeln, etc. Szenario zuverlässig gewinnt.

      2. Optisch

      Also z.B. das es Leute geben wird die bei Männern eine optische Erscheinung im Sinne von groß, breit, etc. vielleicht auch in Kombination mit Ausstrahlung, attraktiv finden.

      3. Kraft

      Wie in deinem Beispiel mit dem Armdrücken gemeint.

      Und vielleicht noch ein paar andere Möglichkeiten die ich jetzt vergesse.

      Außer meine Perspektive sehe ich es so, 1. wäre mir eigentlich sehr recht wenn ich da ein wenig vorne liegen würde. Liegt einfach daran das ich die ganze Richtung von Rangelei sehr mag. Ich war da auch mal deutlich besser, aber nach einer Weile der (Kampf-)sportlichen Inaktivität wegen gesundheitlichen Problemen sieht es da zur Zeit (noch) sehr problematisch für mich aus.

      Zu 2., mich reizt es nicht wirklich besonders breit, "männlich", what ever, aus zu sehen.
      Vergiss was du vergessen kannst, das was übrig bleibt ist wirklich von Bedeutung.

      LordMarlboro schrieb:

      Will man jetzt aber irgend was in die Richtung von rough-Sex, rough-body-play, rape-play, etc. machen würde es sich schon anbieten, wenn man keine Lust hat das dann zu schauspielern.
      Das sind spezielle Fälle, das gebe ich zu.

      Ich habe mit einer Domina auch schon mal ein Rape-Play inszeniert. Obwohl sie körperlich ungefähr gleich stark war wie ich, kann ich sagen: Ganz ohne Schauspielerei ging es nicht, denn in er Realität hätte ich mich vermutlich ganz anders gewehrt.

      Bei einem kräftig gebauten Mann und einer körperlich deutlich schwächere Frau werden solche Spiele schon viel näher an der Realität sein. Ich vermute aber, auch dort wird es immer eine gestellte Situation bleiben, die einer echten Vergewaltigung zwar nahe kommt, aber nie zu 100% nachempfunden werden kann.

      Man darf auch nicht vergessen, das Machtgefälle im BDSM ist ja grundsätzlich immer nur gespielt und gestellt, ansonsten wäre ja der Faktor der Einvernehmlichkeit nicht mehr gegeben, der das Ganze erst legitimiert.
      Körperlich überlegen? Kommt sicher ein bisschen auf das an, was man ausleben möchte.

      Für mich stellt sich die Frage was körperliche Überlegenheit denn beinhaltet, ist das wirklich die reine Kraft?
      Fü rmich persönlich wäre das alleine nicht ausreichend um eine körperliche Überlegenheit beim Gegenüber zu empfinden, mal abgesehen davon, dass mir andere Aspekte der Dominanz deutlich wichtiger sind.
      Worst case ein Dom ist mir körperlich (in Form von Kraft) überlegen aber geistig total unterlegen, da könnte ich die körperliche Überlegenheit dann auch nicht wirkich wahrnehmen.



      The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.
      William Shakespeare

      Adrian_2015 schrieb:

      Man darf auch nicht vergessen, das Machtgefälle im BDSM ist ja grundsätzlich immer nur gespielt und gestellt, ansonsten wäre ja der Faktor der Einvernehmlichkeit nicht mehr gegeben, der das Ganze erst legitimiert.

      Nein. Definitiv und ganz und gar nicht: Nein. ^^

      Was ist mit (festen) D/s- und TPE-Beziehungen? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich Paare, die in einer solchen Konstellation leben, von morgens bis abends etwas vorspielen. Genauso gilt das aber auch z. B. für Spielbeziehungen, denn BDSM ist ja bei Weitem nicht für jeden ein Rollenspiel, sondern kann viel, viel weiter gehen! Egal ob man sich alle paar Wochen für ein paar Stunden für eine Session trifft oder auch den Alltag miteinander teilt. Gespielt muss da gar nichts sein.

      Ich spreche jetzt nur für mich, aber bei uns ist es so: Ich habe mich meinem Partner schon immer in mancher (nicht jeder) Hinsicht unterlegen gefühlt (auch bevor wir unsere Neigungen kannten und begonnen haben, sie auszuleben). Meine Unterwerfung war von Anfang an einfach da - zwar nicht in jedem Bereich, aber doch in vielen 'kleinen' Dingen. Das fing schon damit an, dass ich mich in unserer Anfangszeit grundsätzlich nach ihm und seinem Zeitplan gerichtet habe, wenn wir uns treffen oder miteinander telefonieren wollten. Nicht weil er das so wollte, sondern weil es sich für mich richtig angefühlt hat. Da musste ich nicht mal drüber nachdenken... Ich war und bin ihm einfach irgendwie ergeben - und ich liebe es, dass es so ist! Ich fühle mich sehr wohl damit - geborgen und sicher. Es ist wie ein Schutzmantel (keine Ahnung, ob das jemand versteht...). Es war damals nie so abgesprochen/vereinbart. Nein, es war (und ist) einfach so. Also war und ist es 'echt' und keineswegs gespielt. Er triggert meine Devotion an und kann mich lenken - ob ich will oder nicht. ^^ (Und ja, ich will es! ;) )

      Seit wir BDSM ausleben, hat sich das ganze intensiviert. Und auch das finde ich wunderschön, weil es sich gut und absolut richtig für uns anfühlt. Ganz ohne Schauspielerei. Warum sollte deshalb nun keine Einvernehmlichkeit mehr gegeben sein? Das verstehe ich nicht so ganz. Oder habe ich vielleicht komplett missverstanden, was du mit obenstehendem Zitat sagen wolltest?