Was ist Domestic Discipline? - Ein Versuch meine Lebensart zu erklären

      Na klar, das wollte ich damit auch nicht ausschließen. <3


      Die restlichen Ideen decken sich Großteils auch mit meinen Vorstellungen von Caregiver/little, aber die (fast) alleinigen Haushaltsführung wäre für mich persönlich ein No-Go. Mit Beruf sogar noch viel mehr als ohne. :huntsman:
      Da ich es aber bisher eben als essentiellen Bestandteil von Domestic Discipline heraus gelesen habe, wollt ich eben nochmal deine Einschätzung hören. :yes:
      Es war schon vor meiner Zeit als bdsm-ler immer mein Wunsch, eine große Familie zu haben, mich um den Haushalt und die Kids zu kümmern, während der Mann arbeiten geht, die Brötchen verdient und eben das Sagen hat.
      Naja, das mit der Familie und dem Haushalt hat ja auch funktioniert, nur leider hat der Mann einfach nicht die ihm zugedachte Rolle übernehmen können und ich hatte die gesamte Verantwortung auch noch an der Backe.
      Das war dann fast so, als wenn ich allein mit einem Kind mehr leben würde.

      Von daher ist es mein Traum jetzt so zu leben. Ich arbeite auch nur auf 450,- Euro, weil alleine mit Kindern und Vollzeitjob, das wäre mir dann auch zu viel . Naja und da mein Schatz und ich nicht wirklich zusammen leben (können), muss ich ja auch in der Zeit, in der er nicht anwesend ist, den Haushalt neben dem Job und den Kindern alleine bewältigen.

      Für mich ist das völlig in Ordnung. Es erhöht sogar das devote Gefühl, wenn er hinter mir steht, und mir über die Schulter sieht, wenn ich spüle oder sonstwas tu und ich so dann noch gründlcher werde, weil ich mir keinen Fehler erlauben mag.
      ...danke für diesen super Thread.
      Ich würde auch gerne meine 5 Cent dazu geben.

      Ich lebe auch diese Form von Beziehung...nur ist es mir völlig egal, ob es nun D/s oder DD heißt.

      Ich lebe es 24/7 an 365 Tagen im Jahr.
      Das Machtgefälle ist wie eine Glocke und umfaßt alle Lebensbereiche permanent, selbst bei einem auf
      Augenhöhe geführten Gespräche tritt es nur in den Hintergrund....ist aber immer da.

      Ergänzend zum D/s oder DD leben wir auch unseren SM-Anteil aus. Es ist für mich klar abgrenzbar.
      Eine Vermischung, durch z.B. körperliche Strafen, findet für mich nicht statt.
      Es ist für mich eine reine Kopfsache, ob ich den gleichartigen Hieb, als Strafe anehmen oder ihn im "Liebespiel" als lustfördernd empfinde.
      Ich lese oft die Meinung...man darf einen Masochisten nicht mit Schlägen strafen...für mich völliger Quatsch.
      Strafen müssen nicht immer körperlich sein. Es können durchaus auch Strafen, wie z.B. Eckestehen oder Hausarrest sein.
      Bei den körperlichen Strafen ist für mich eine Abgrenzung zu unserem SM-Anteil sehr wichtig. Das geschieht aber allein schon durch die
      Atmospähre und die Ausstrahlung meines Herrn...ich weiß sehr genau, wann es eine Strafe ist....denn sie schmerzt nicht nur auf der
      Haut, sondern auch in der Seele und hat für mich den Effekt einer Leuterung.

      Mein Regelwerk gibt mir den Rahmen in dem ich mich frei bewegen darf.
      Es beinhaltet Regeln, die ich mir gewünscht habe und mir helfen z.B. meine Selbstdisziplin zu unterstützen.
      Aber es gibt auch Regeln, die mein Herr impliziert hat und nicht immer bequem für mich sind, trotzdem immer mir oder
      der Beziehung dienen.
      Die Einhaltung der Regeln wird kontrolliert und im Falle eines Regelverstoßes gibt es Konsequenzen.
      Dinge die über das Regelwerk hinausgehen, muß ich bei meinem Herrn erfragen. Ja, ich frage, ob ich zum Mädelsabend
      darf - mein Herr entscheidet und gibt mir gegebenenfalls Verhaltensmaßnahmen mit auf den Weg.
      So ergibt sich für mich ein klar strukturiertes Leben, das meine Bedürfnisse als Devote abdecktn.

      Wir leben nicht zusammen, das wirft vielleicht die Frage auf, wie kann es dann funktionieren? Nun, dank moderner
      Kommunikationsmittel ist das mühelos möglich.

      Getragen wird unsere Beziehung durch...einen beiderseitigen starken Willen, diese Lebensform zu wollen und umzusetzen. Sowie
      ein tiefes Vertrauen und ein starkes Gefühl auf beiden Seiten. Ohne diese Aspekte ist es in meinen Augen nicht möglich und für mich auch nur in einer festen Partnerschaft realisierbar.

      PS: Wir sind noch lange nicht da, wo wir hin wollen...es ist ein Entwicklungsprozess, vielleicht über Jahre - nur meine Welt ist runder geworden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von againstallodds ()

      againstallodds schrieb:



      Ich lese oft die Meinung...man darf einen Masochisten nicht mit Schlägen strafen...für mich völliger Quatsch.
      Strafen müssen nicht immer körperlich sein. Es können durchaus auch Strafen, wie z.B. Eckestehen oder Hausarrest sein.
      Bei den körperlichen Strafen ist für mich eine Abgrenzung zu unserem SM-Anteil sehr wichtig. Das geschieht aber allein schon durch die
      Atmospähre und die Ausstrahlung meines Herrn...ich weiß sehr genau, wann es eine Strafe ist....denn sie schmerzt nicht nur auf der
      Haut, sondern auch in der Seele und hat für mich den Effekt einer Leuterung.
      das sehe ich auch genauso. danke @againstallodds und euch noch alles Gute für euren Weg :)
      Catch me if you can...
      Ein unwahrscheinlich fesselndes und spannendes Thema.
      Lieben Dank für das Berichten @Frl. Naseweis :blumen:

      Bei mir hat es gerade wirklich Gefühle und eine Art Sehnsucht geweckt... Ein Gefühl das ich kenne aber das nie einen Namen hatte... :gruebel: :golly:
      Eine Beziehung(sform) - für mich wie im Bilderbuch - voll Liebe und Vertrauen - mit Werten die man heute durchaus auch vermissen kann.
      Das heißt nun nicht das andere Beziehungen besser oder schlechter sind!

      Aber bei mir weckt es ein... Bedüfniss und ich bin sehr sprachlos gerade...

      Ob ich nun am Ende DD/Little, Sub, ... Bin ... Ich freu mich auf das entdecken und lernen.


      Danke nochmal für das tolle Thema :yes:
      „Der leere Wunsch, die Zeit zwischen dem Begehren und dem Erwerben des Begehrten vernichten zu können, ist Sehnsucht.“

      Immanuel Kant

      @Myshanah
      Freut mich, dass mein Bericht dir (und auch einigen anderen) gefallen hat.
      Für mich war genau diese Art der Beziehung schon immer das Nonplusultra. Nur konnte ich es vor meiner Zeit als Sub gar nicht richtig definieren und mit den Männern, mit mit denen ich zusammen war, war es unmöglich das so zu leben.
      Diese Sehnsucht, die du da gespürt hast, ist mir mehr als wohlbekannt.

      Ich wünsche dir und allen anderen, die ihren Weg suchen, schon gefunden haben oder auch noch gar nicht wissen, ob sie überhaupt diese Art zu leben für sich als richtig empfinden könnten, dass sie egal wie auch immer, genauso glücklich werden wie ich mich fühle.
      @Frl. Naseweis ich finde eure Art von Beziehung sehr interessant. Es hat mich ebenfalls sehr angesprochen. Kannst du mir eine Seite empfehlen auf der ich mich zu diesem Thema weiter informieren kann? Ich habe selbst schon Google gefragt und habe einige interessante Seiten gefunden, aber vielleicht kennst du eine Seite die es besser erklärt.

      Liebe Grüße
      Ich freue mich für Dich, das Du eine solche Beziehung gefunden hast in der eine solche Lebensform für Dich möglich geworden ist.
      Es gibt leider nur sehr wenige die damit was anfangen können und die eine solche Lebensform auch anstreben wollen.

      Ich habe leider nur viel zu kurz eine solche Form der Beziehung erleben dürfen. Sehne mich aber sehr danach, hoffentlich irgendwann wieder eine Herrn zu finden, mit dem ich in einer Beziehung eine solche Harmonie im Miteinander wieder erleben zu dürfen.

      Mir hat es Freude gemacht für meinen Herrn da zu sein, ihm zu dienen und ihm entsprechend auch seine Wünsche zu erfüllen.

      Die sexuelle Komponente ist für mich in diesem Bereich auch eher zweitrangig, denn das Gefühl welches sich im "alltäglichen" Umgang miteinander einstellt, ist für mich viel erstrebenswerter, als der kurzfristige sexuelle Kick.
      Love is constant devotion, not a passing emotion.
      Devotion: The best way to establish your way of being.
      Danke @Frl. Naseweis für diesen Thread. Ganz großartig und mutig so zu leben. :thumbup:

      Ich bin christlich geprägt und sehe diese Art des partnerschaftlichen Zusammenlebens als eine sehr natürliche an. (Nur als Anmerkung woher meine Akzeptanz herrührt, nicht zur Diskussion.)
      Es erleichtert in einer Partnerschaft ganz vieles und der Rahmen der dadurch entsteht gibt Sicherheit und Verlässlichkeit.
      Allerdings erfordert das in meinen Augen von dem HoH ebenfalls eine hohe Disziplin, nämlich immer das Wohl seiner TiH im Auge zu haben und niemals willkürlich oder ausschließlich zu seinem eigenen Vorteil zu handeln.
      Es bedeutet für mich auch, die Bedürfnisse der Frau im Blick zu haben und diese nicht zu übergehen oder ihr sowas wie "Fesseln" anzulegen - nicht im Sinne des BDSM - sondern was z.B. die eigene Entfaltung von Interessen und sozialen Kontakten angeht, sofern es der TiH nicht schadet.
      Denn ich glaube nur dann kann TiH sich dem HoH auch wirklich anvertrauen.

      Ich könnte mir für mich eine solche Art der Beziehung durchaus vorstellen. :yes:

      Aber die sexuelle Komponente des BDSM dürfte dabei natürlich nicht fehlen. ;)
      Was du suchst,
      ist nicht auf den Gipfeln der Berge, nicht in den Tiefen der Meere,
      nicht in den Straßen der Städte;
      es ist in deinem Herzen.

      <3

      @Frl. Naseweis Ich habe den Bericht und alle Antworten gelesen.... Und muss sagen, dass du mir eine Thematik so schön und erklärend aufzeigen konntest, die mir eigentlich fremd ist, meinem Wesen fremd ist .
      Aber ich kann es durch deine Beschreibung gedanklich sehr gut nachvollziehen
      :yes: . Danke dafür :blumen:
      "Ich denke, also bin ich. Denk ich positiv- gewinn ich." (Die Fantastischen Vier)
      Bin noch eine Antwort schuldig....

      @JB90: Also ich habe keine guten Seiten gefunden ausser vielleicht dieser auf Englisch:

      adomesticdisciplinesociety.blogspot.de

      Möglicherweise kannst Du mir ja noch ein paar nennen. :)


      Ich freue mich über so viel positive Resonanz, und dass der eine oder andere etwas für sich aus meinem Bericht mitnehmen kann.

      Ich möchte nie wieder anders leben und mit niemand anderem als meinem HoH, Partner und Herrn. <3
      @Frl. Naseweis vielen Dank für deine Antwort. Das war die Seite die mir auch schon sehr viel weiter geholfen hat. Als ich hier nochmal nachgefragt habe hatte mich mein Mann gefragt ob ich ihm noch die eine oder andere Seite finden könnte in der die Nachsorge noch etwas besser erklärt wird da er verunsichert war. Er hat angst unsere Beziehung zu zerstören wenn die Strafe härter ausfällt und die Nachsorge nicht gut genug ist.
      Also, überichtet Nachsagen kann ich nicht viel sagen.
      Bei uns sind die Strafen nicht körperlich (kein Spanking), und wir sind der Meinung, dass eine Konsequenz, die nötig ist für die Erziehung, nicht anschließend "abgemildert" wird.

      Will heißen: Wenn ich Mist gebaut habe und er mir dafür eine Konsequenz aufdrücken muss, kann ich hinterher kein "Mitleid" erwarten.
      Wenn ich meine Schuld gesühnt habe, bedanke ich mich für die Hilfe mich zu bessern, er gibt mir einen Kuss oder nimmt mich kurz in den Arm und alles ist vergessen.
      Mehr "Nachsorge" gibt es nicht und brauchen wir auch nicht.