Griff an die Kehle! Machtdemonstration oder der ultimative Kick?

      Griff an die Kehle! Machtdemonstration oder der ultimative Kick?

      Liebe Foris,

      als Mitglied des Goldgräber-Teams habe ich mich mal wieder auf die Suche gemacht und den Thread mit dem Ursprungstitel

      Die Hand an der Kehle

      ausgegraben.

      Die Beiträge zeigen deutlich, das es vielen nicht speziell um breath control geht, sondern viel mehr um das Gefühl, das entsteht, wenn diese empfindliche Körperregion ins Spiel kommt.

      An die Doms unter euch:
      Benutzt ihr diesen Griff und wenn ja, in welchen Situationen?
      Erregt euch die Reaktion eurer Subs oder benutzt ihr den Griff, um Sub in "die Schranken zu verweisen"?

      An die Subs:
      Wie viel Vertrauen braucht ihr, um diesen Griff zuzulassen?
      Oder ist es vielleicht ein Punkt auf eurer Tabuliste?
      Kickt euch der Griff sexuell oder ist es ein Zeichen der Maßregelung?

      Nach der tollen Resonanz auf meinen letzten "Goldgräber-Thread" erhoffe ich mir auch diesmal wieder eine rege Beteiligung und viele persönliche Einblicke in eure Welt des BDSM. [IMG:http://www.wuerziworld.de/Smilies/les/les22.gif]

      lg

      topaz

      PS: Da ich dieses Thema bewusst im öffentlichen Bereich eingestellt habe, damit auch Nicht-Verifizierte mitlesen und -schreiben können, bitte ich, darauf zu achten, das es hier nicht um Atemreduktion gehen soll.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.

      topaz schrieb:

      Benutzt ihr diesen Griff und wenn ja, in welchen Situationen?
      Meist beim oder kurz vor dem Sex, ab und an auch danach beim kuscheln.

      topaz schrieb:

      Erregt euch die Reaktion eurer Subs oder benutzt ihr den Griff, um Sub in "die Schranken zu verweisen"?
      Es ist eine machtvolle Geste, es ist etwas was mich ab und an vom Kopf her etwas kickt aber für mich ist es mehr Ausdruck eines Gefühls (meins) das ich damit vermittel. Ich vermute meine Sub erregt ein solcher Griff weitaus mehr als er mich erregt. Ich würde ihn nicht nutzen um meine Sub in die Schranken zu weisen, da finde ich andere Mittel effektiver und sicherer (sicher weil ich den Kehlkopf umschließe und leicht packe, bei einer Rangellei wäre das nicht ungefährlich).
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Hach @topaz du bist einfach die KillerBiene :D schlechthin.

      Also, ja, ja, ja! Hier! :P
      Gefällt mir außerordentlich gut.
      Vertrauen braucht es auf jeden Fall und das darf auch nur mein Liebster.

      1. Ich drifte schon beim Zupacken leicht weg.
      2. Er kann mich so dirigieren wie er möchte. Richtung, Geschwindigkeit, Winkel des Kopfes.
      3. Machtdemonstration
      4. Nur ein paar Zentimeter weiter links oder rechts und dann ist Ende.

      Beides. Es kickt mich und es kickt mich auch bei einer Maßregelung. Die Blicke zwischen uns sind dann anders und deshalb ist auch der Kick ein anderer.

      topaz schrieb:

      An die Doms unter euch:
      Benutzt ihr diesen Griff und wenn ja, in welchen Situationen?
      Erregt euch die Reaktion eurer Subs oder benutzt ihr den Griff, um Sub in "die Schranken zu verweisen"?

      Es gibt nicht wirklich viel was so extrem im Kontext das Machtgefälle zeigt wie der Griff an die Kehle oder auch in den Nacken.

      Bis auf sehr wenige Ausnahmen macht es jede/n Sub tierisch an. Es zeigt deutlich wer das Sagen hat.

      Ich liebe es, die Macht dich ich dabei verspüre, der Blick in die Augen der/des Sub die von Geilheit über Hingabe und Angst viele Emotionen zeigen können.

      Ich nutze es auch als Zurechtweisung, je nachdem wo man sich gerade befindet (zb in der Öffentlichkeit) ist es vor allem etwas das Aussenstehenden nicht wirklich auffällt oder irritiert.




      :coffee:
      Komm zu mir in die Hölle :evilfire: und ich zeige dir das Paradies... :domina:


      Nosce te ipsum!
      (Erkenne dich selbst)

      Ooooh jaaaa.... *tief seufzend* (und meinen schmachtenden Blick dürft ihr euch gern dazu vorstellen). ;)

      Dieser Griff. Wow. Und seine Wirkung. Durchdringend und augenblicklich.

      Vom zappelnden, wehrenden Etwas zur Marionette. Stillhaltend und abwartend was passiert. Während dessen in meinen körperlichen Untiefen das Feuerwerk bereits gärt.

      Von daher unbedingt beides: seine Position und mein Kick. :whistling:

      Träumende Grüße :love:

      K.
      Hey,

      danke fürs ausgraben dieses Threads, ich hab den anderen irgendwie nicht mehr gefunden. (Bin ein entwas verplanter Mensch)

      Ich liebe es, wenn mein Herr mich an der Kehle oder auch im Nacken packt. Es gibt mir einen unglaublichen Kick und ich werde ruhiger, viel ruhiger, das allerdings nur äußerlich, denn innerlich geht ein wahnsinniges Gefühlsfeuerwerk los. Ich bin noch dabei die ganzen Gefühle auseinander zu pfrimeln, die ich dabei empfinde.

      Für mich ist es zum einen extrem erregend, aber zum anderen auch eine absolute Demonstration der Macht, die mein Dom/Freund über mich hat.

      Ich krieg das irgendwie gerade nicht hin, das richtig in Worte zu fassen... Seit bitte nicht böse, aber vll versteht ihr ja doch was ich damit sagen will.

      Liebe Grüße und schönen Tag noch,

      ajnos
      Ich kann mich daran erinnern, dass ich in alltäglichen Situationen sehr gerne ihren Hals umfasst habe, ohne dass ich mir Gedanken darüber gemacht hätte. Oft war es, wenn ich hinter ihr stand, irgendwo an einer Reling oder vor einem Geländer und wir in die Ferne gesehen haben. Manchmal habe ich ihr so auch meinen Arm um den Hals geschlungen und sie ganz sanft in den "Schwitzkasten" genommen. Es waren oft nur kurze Momente, in denen wir uns ganz nahe waren.

      Wir hatten keine Dom/Sub Beziehung. Hätte ich diesen Beitrag hier nicht zufällig gelesen, hätte ich vermutlich nie wieder daran gedacht, bis ich es eines Tages in einer ähnlichen Situation vielleicht wieder genau so machen würde...
      Ja, ja, ja und nochmal ja! Ich liebe den Griff an die Kehle! :love:

      Für mich ist das sexuell absolut erregend - mehr, als alles andere. Wobei das gar nicht mal viel mit dem Machtgefälle zu tun hat. Bei mir ist das wohl einfach DIE erogene Zone schlechthin. Meine submissive Ader bleibt davon aber ziemlich unberührt. Da gibt es andere Praktiken, die da mehr in die Richtung auslösen. Der Griff in den Nacken zum Beispiel.

      Ich kann gerade auch nicht genau beschreiben, was das alles in mir auslöst. Es ist einfach ein wahnsinniges, überwältigened Gefühl. Es ist eine sicherere Methode, mich willig und gefügig zu machen. Es ist etwas, das mich ganz direkt kickt, unabhängig von sonstigen BDSM-Komponenten. Es ist etwas, womit ICH verwöhnt werde.

      So ganz viel Vertrauen brauche ich dafür nicht. Klar muss ein gewissen Grundvertrauen da sein, wie für jede BDSM-Praktik. Aber mehr eben nicht. Dafür steh' ich viel zu sehr darauf :rot:
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)
      Der Griff an ihre Kehle bedeutet "meins", ihr Anbieten ihrer Kehle durch Zurückbeugen des Kopfes bedeutet "deins". Soweit sich diese Situation in Worte fassen lässt. Es ist gleichzeitig ein Vertrauensbeweis, eine Bestätigung des Verhältnisses.

      Aber, um vom Kopf wegzukommen, vor allem ein starkes Gefühl an sich. Deswegen geht es wie so oft nicht um die Griffstärke sondern um gemeinsames Empfinden und Lust.
      In der Natur gibt es keine Gerade; Friedensreich Hundertwasser.
      Die Kehle ist bei mir sehr empfindlich und ich bekomme sehr schnell das Gefühl, dass ich keine Luft mehr bekomme. Ich kann auch keine Rollkragenpullover oder ähnliches tragen, allein dieser leichte Druck über einen gewissen Zeitraum löst bei mir schon Unwohlsein aus. Es ist kein Tabu, jedoch muss ich meinem Partner so sehr vertrauen und das Wissen haben, dass er damit umgehen kann und die richtige Dosierung und Intensität einzuschätzen weiß.
      Ich liebe seinen Griff an meinen Hals. Je nach dem "Stadium", in dem ich mich befinde, drifte ich dabei einfach nur für einen Moment weg oder es kickt mich.

      Ich empfinde es von seiner Seite als Machtdemonstration und Besitzanspruch, während ich mich von meiner Seite mit dem Zulassen unterordne und ganz "in seine Hände begebe". Ich fühle mich dabei aber jederzeit sicher, gehalten und aufgehoben, und mein Vertrauen wächst mit jedem Mal.
      Er ist der erste Mann überhaupt, den ich freiwillig an meine Kehle lasse.

      Als Maßregelung käme es für mich jedoch nicht in Frage.

      Wir haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.
      ~ Mario de Andrade :coffee:
      Ich schließe mich den Griff-Liebhabern an, eindeutig! :love:

      Während einer Affäre habe ich diesen Griff zum ersten Mal erlebt und war zugegebenermaßen zuerst schockiert. Da er aber nicht lockerließ, sondern den Druck noch leicht erhöhte, musste ich stillhalten und bin dann später in einem fast besiinungslosen Taumel gekommen.
      Seitdem mag ich es sehr.
      Mein Ex hat ihn sehr oft angewendet, aber immer nur beim Sex. Das Gefühl der Machtlosigkeit reizt mich, außerdem mag ich es, wenn mir auf diese Weise die Luft wegbleibt.
      Wenn ich oben war, habe ich mich manchmal mit meinem vollen Gewicht auf bzw in seine ausgestreckte Hand gelegt und konnte den Druck selbst regulieren. Blaue Flecken an der Kinn-Unterseite gab es auch mal... :rot:

      @MrTom traut sich noch nicht so recht ran, und wenn es zu vorsichtig gemacht wird, ist der Effekt bei mir dahin.
      Selber bei einem Anderen angewendet habe ich mal versucht, bringt mir aber eigentlich nichts. Ist ja sowieso nichtmeine Position. :engel:

      Der Kehlengriff heizt mich an, macht mich schwindelig und ich fühle mich sehr begehrenswert.
      Der Griff in den Nacken ist das ganz anders, dabei werde ich sofort ruhig, folgsam und evtl verschmust, je nach Situation.

      Vertrauen? Sicher, aber "nur" ein Grundvertrauen, wie @WaterLily auch schrieb.

      Sollte jemand mal den Griff außerhalb einer sexuellen Handlung bzw. mit bösen Absichten benutzen, würde es bei mir sofort in Panik umschlagen, vermischt mit dem unbedingten Willen, mich loszureißen und zurückzuschlagen.
      Wir haben alle irgendeinen Knacks - der Unterschied ist: bei manchen ist er diagnostiziert... :monster:
      Danke für diesen Thread!
      Dieser Griff ist etwas ungemein machtvolles. Ich liebe das damit verbundene Gefühl der Hingabe, des Vertrauens und natürlich der Macht.

      Meine Erfahrungen damit sind unterschiedlicher Natur. Sowohl als Ergänzung beim Sex, aber auch als "genug jetzt, halt/sei still!" Und es wirkt unmittelbar.

      Welche körperlichen Auswirkungen es bei ihr ausserdem noch hat, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. War aber meist in meinem Sinne. :D
      Existence could not resist the temptation of creating me
      Ich finde das Gefühl auch einfach nur toll! Es ist ein bei mir extrem empfindlicher Bereich und ensprechend durchfährt mich dann fast eine Art Stromstoß, wenn ich dort fest angepackt werde. Und es ist extremst ein Gefühl des Ausgeliefertseins.
      Was mich aber interessieren würde, bei denen, die ein Halsband tragen dürfen: Sind Eure Empfindungen da anders? Stärker? Weniger stark? Oder einfach nur anders?
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud

      topaz schrieb:

      Benutzt ihr diesen Griff und wenn ja, in welchen Situationen?
      Erregt euch die Reaktion eurer Subs oder benutzt ihr den Griff, um Sub in "die Schranken zu verweisen"?
      Nein, ich benutze ihn nicht diesen Griff.
      Warum? Ich habe Angst ihn zu benutzen. Das letzte Mal das ich jemanden an den Hals bewusst gefasst habe, hätte auch ganz böse ausgehen können (mehr kann ich wegen FSK leider nicht schreiben).
      Würde ich diesen Griff gerne benutzen und die schon so oft beschriebenen Reaktionen meiner Sub sehen wollen? Ja, unheimlich gerne, nur krieg ich diese verdammte Sperre da nicht aus meinem Kopf :dash:
      Um in die Schranken zu verweisen, würde ich ihn wahrscheinlich trotzdem in nicht benutzen, dafür ist eher der Nackengriff "reserviert".

      LG
      McG
      Der Griff an die Kehle ist eine meiner liebsten Gesten, eine Erinnerung die mich von früher verfolgt nach einem prägenden Erlebnis.
      Ich habe sie instinktiv schon immer bei Männern angewandt, wenn ich die Kontrolle übernommen habe. Kurz vor einem Kuss, einer Berührung, der Effekt ist immer gleich...
      Der Puls unter meinen Händen ging schneller, der Blick ruht wie gebannt auf mir. Jeder Gedanke sich zu bewegen ist augenblicklich dahin.
      "Meins" :love:
      Für mich ist es Macht, wenn ich sehe, wie die Person alles andere in dem Augenblick vergisst.

      Diesen empfindlichen Bereich berühren zu dürfen zeugt von dem Vertrauen mir gegenüber, die Nähe und der Puls unter meiner Haut tun ihr übriges.
      Klare Situationen, in denen ich diese Berührung nutze, gibt es wohl nicht.
      Oder doch? Vermutlich am ehesten kurz bevor ich Sub in die Schulter beiße, manchmal wenn mir etwas zu weit geht oder vor einer zärtlichen Berührung um diesen süßen Zwiespalt zu untermalen. :whistling:
      Früher auch in Momenten, in denen ich jemanden einfach fixieren wollte, denn dieser Griff hat meistens eine ähnliche Wirkung wie das Scheinwerferlicht auf ein Reh. Völliger Stillstand, weil gerade außerhalb der BDSM Welt es recht selten ist, dass jemand so "übergriffig" wird.
      Der Vorteil wurde gern genutzt. :D

      Als Sub?
      In meinem Fall wohl eine Art Konditionierung. Es gibt bestimmte Gesten, welche fast immer mit einer speziellen Folgehandlung verknüpft sind.
      Sobald er meinen Hals in irgendeiner Weise berührt werde ich ruhig, entspanne mich auf die ein oder andere Art.
      Es hat allerdings rein gar nichts mit "Platzverweisen" zu tun, sondern entsteht aus der Nähe und der Sicherheit die sie mir vermittelt. ^^
      Eine Reaktion, die bisher personengebunden ist, da ich sonst sehr empfindlich bin bei solch (für mich) intimen Berührungen.
      Ob es was mit Vertrauen zu tun hat, ich denke schon.
      Beim ersten Treffen berührte er mich an der Schulter und dem Halsansatz nahe der Kehle, das hat schon gereicht um kurzfristig mit dem bösen Blick gestraft zu werden a la "geht's noch? :huh: ". aber es hat sich recht schnell beruhigt. :rot:
      Ich konnte mir das bis vor einem halben Jahr überhaupt nicht vorstellen.
      Mein Dom hat den Griff das erste mal angewendet in einer Situation in der mein inneres Miststück (so nennen wir ein gewisses Level bei mir) sehr präsent war.
      Im ersten Moment war es ein ?( :huh: 8| und wurde dann aber sehr schnell zu :rolleyes: denn der Griff, sein Blick, die Situation, es war Wahnsinn.
      Diese pure Dominanz kickt mich auch heute noch jedes mal :love:
      Ich lehne den Kopf zurück, kann mich in dieser Situation total fallen lassen und lässt mich teilweise bis in den Subspace gleiten.
      Er wendet es nur in Kombination mit sexuellen Handlungen an.
      Ob ich es in anderen Situationen kickend finden würde glaube ich nicht.