Was ist das mit der Demut?

      @June das ist mal ein guter Ansatz.
      Siehste, mit Gott und Co habe ich genauso wenig am Hut. Wahrscheinlich bin ich zu sehr Rationalist und neige absolut nicht dazu etwas oder jemanden zu stilisieren.

      @Jescha stimmt, viele sagen das bei Geburten. Dazu fällt mir nur eins ein.
      Hab ja auch tapfer neun Monate durchgehalten und gepresst wie ne Irre... :D

      Bei Wundern der Natur oder Naturgewalten bleib ich meist ganz verträumt stehen und denke mir nur woooooow.... Krass... Schön... Und freue mich über das was ich sehe.
      Kann auch stundenlang nem Käfer zugucken. Genauso toll.

      Nee, ich fühle das einfach nicht. Ist ja nicht schlimm.
      Aber sehr gute Beiträge von euch :thumbup:

      Vielen Dank

      Fehlen nur noch die Doms
      @bastet
      Ich denke nicht, dass sich meine Aussagen und Gefühle widersprechen.

      Ich diene ohne Gegenleistung zu erwarten.
      Dass ich dann stolz war, das habe ich nicht erwartet, sondern es ist einfach so passiert.

      Und dass ich mich befriedigt fühle, wenn mein Herr glücklich ist, ist eine Folge daraus, dass ich es war, die ihn glücklich gemacht hat. Das erwarte ich nicht, sondern es stellt sich ein ud das genügt mir einfach. Ich erwarte nicht noch zusätzlich von ihm, dass er etwas tut, um mich zu befriedigen.

      Für mich ist das alles nicht widersprüchlich, aber jedem seine Ansicht. :)

      Frl. Naseweis schrieb:

      Für mich ist das alles nicht widersprüchlich, aber jedem seine Ansicht.
      so soll es auch sein

      es ist ne Disskussion, ein Gedankenaustausch
      Mir ist bewusst dass ich mich schwer in die Gefühle andere hineiversetzen kann.
      Für mich halt teilweise nicht nachvllziehbar da ich anders empfine.

      Deswegen schrieb ich auch für mich wiedersprüchlich
      natürlich ist es für dich nicht so, es sind ja deine Empfindungen , dein Fühlen
      Hallo Ihr Lieben,

      melde mich auch mal wieder zu Wort :rolleyes:

      Schönes Thema!
      Trotzdem muß ich zugeben daß mich da einiges verwirrt, bzw sich so ein Knoten mit Worten bildet, weiß nicht wie ich das sagen soll...
      Z.B. empfinde ich klar etwas zu "gedemütigt werden", also das Gefühl kenne ich und kann es beschreiben.
      Darum verwirrt mich etwas, daß ich "Demut empfinden" da nicht mit unter einen Hut bekomme.

      Wenn ich an den Begiff denke, fällt mir dazu ein, daß ich zu jemandem aufsehe der etwas (in meinen Augen) Großartiges vollbracht hat. Das geht für mich aber damit einher, daß man dazu unglaublich viel Mut gebraucht haben muß, oder einen riesen Einsatz oder Risiko dafür gebracht hat. Also etwas, was ich mich nicht so einfach trauen würde, was mich in Erstaunen und Erfurcht versetzt.
      Damit sind wir dann wieder bei Respekt und zu jemandem aufsehen (für etwas Bestimmtes), und daß man sich Respekt verdienen muß.
      Ein Opfer zu bringen, oder sehr viel Einsatz für ein Ziel zu investieren, ohne zu wissen ob man es erreichen wird, das imponiert mir, sowas läßt mich aufsehen und schafft damit den Boden für die Möglichkeit von Demut würde ich sagen.

      Dann fällt mir dazu diese Szene ein aus dem Film "Der Bär".
      Der ganze Film dreht sich eigentlich um diese Szene, bzw er lebt davon und sie erklärt alles.
      Ein Typ jagt einen Grizzley. Der Bär lockt ihn in eine Falle und KÖNNTE ihn töten.
      Er tut es aber nicht, es reicht ihm deutlich klar zu machen wer der Unterlegene ist.
      Ich glaube das, was der Jäger da empfindet ist wahre Demut.
      Zumindest würde es mir so gehen, denn der Bär hat ihm "verziehen" und ihm sein erbärmliches Leben gelassen.

      Wenn also genug auf dem Spiel steht (in letzter Instanz unser eigenes Leben), dann ist glaube ich jeder in der Lage wahre Demut zu empfinden. (Womit wir wieder bei "im Angesicht Gottes" sind...)
      Hört sich jetzt sehr dramatisch an, aber nur so kann ich es wohl deutlich machen.
      Sagt man darum nicht auch "Ich lege mein Leben in Deine Hände", ist das nicht wahre "Hingabe" ???

      Versucht mich jemand zu demütigen ohne daß ich mich hingegeben habe, wird er diesen Kampf schändlich verlieren, denn diese Macht schenke ich, die kann sich keiner nehmen!
      Gebe ich mich aber hin, gebe ich meinem Auserwählten auch das Recht mich zu demütigen, das ist für mich "im Paket mit drin" :rot:
      Durch den Respekt den ich ihm zolle (allein durch meine Erlaubnis) und das Vertrauen, das ich ihm damit schnenke, schaue ich automatisch zu ihm auf, und ich finde da schwingt immer etwas Demut mit, oder zumindest die Möglichkeit daß er mich dies fühlen laßen könnte wenn er es wirklich will.



      Ließt sich für mich schon wieder reichlich geistesgestört und extrem, aber so empfinde ich es, bzw anders kann ich es nicht ausdrücken.
      Hoffe Ihr könnt was damit anfangen :pillepalle:

      Ciao Braveheart
      Immerse into the darkness and develop yourself ....
      @bastet
      Jeder Mensch handelt so, wie es sich für ihn gut und richtig anfühlt. Jeder tut, was er tut, aus einer bestimmten Motivation heraus.

      @Frl. Naseweis dient ihrem Herren aus einer rein intrinsischen Motivation heraus. Sie dient um des Dienens Willen (um es mal simpel zu formulieren).
      Eine Gegenleistung, wie z.B. Lob oder eine Belohnung, wäre eine extrinsische Motivation.
      Wahre Demut setzt voraus, dass man aus intrinsischer Motivation heraus handelt.

      Natürlich dient längst nicht jeder aus intrinsischer Motivation heraus. Und es ist meist sicher eine Art Mischform. @Frl. Naseweis möchte als "Gegenleistung" sicher auch Respekt von ihrem Herrn. Aber das ist eben nicht die Kern-Motivation.

      Ist diese Erklärung für dich etwas weniger wiedersprüchlich?
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)
      Je mehr ich darüber nachdenke, glaube ich man kann es "lernen" Demut zu empfinden!

      Sicher hat jeder einen anderen "Schlüßel" dafür, also bei jedem ist der Weg oder der Auslöser um es empfinden zu können ein anderer. Wie ein Knopf der es aktivieren kann.

      Ich lese hier immer wieder, daß viele das Wort Demut mit Gott und Religion verbinden... aber was ist es denn da ???
      Es ist nur die Ehrfurcht vor der Macht, also Angst das Leben zu verlieren oder halt dann Demut wenn man es behalten darf, unendliche Dankbarkeit.
      Es werden Opfer gebracht um die Gottheit zu besänftigen und anderes wird vermieden um den Gott nicht zu erzürnen....
      Vlt fließt das Wort Demut darum mit ein bei BDSM !?
      Denn das ist ja auch ein Spiel ... Macht, Erfurcht, Gnade, Regeln / Gebote, Konsequenzen, Bestrafung, Reue... usw.

      Ganz dramatisch ausgedrückt:
      Wer in die Situation kommt zu spüren daß er sterblich ist, und jemand (Dom), oder etwas (Gott) ist so gnädig ihm sein Leben zu laßen, der WIRD Demut empfinden!
      Diese Demut entsteht dann wohl aus Angst, Erfurcht und schlußendlich der Dankbarkeit weiter leben zu dürfen, so daß das eigene Leben das Geschenk ist was man bekommt und wofür man halt einfach dankbar ist.
      ( Auch hier wieder die Geburt = Leben wird geschenkt, das versetzt viele in Demut... das Wunder des Lebens!)

      Hängt man hingegen nicht an seinem Leben, kann man halt auch nicht dafür dankbar sein und realisieren was man da eigentlich hat, sprich ohne dieses Empfinden kann man sicher auch keine Demut empfinden ( es "lernen"), aber das wird wohl eher die Ausnahme darstellen nehme ich an :D


      Irgendwie bringe ich das Wort / Gefühl auch mit Erstaunen und halt immer wie der mit Erfurcht in Verbindung.
      In Naturgewalt steckt ja auch "Gewalt"... sie macht uns hilflos und klein, doch wenn sie uns überleben läßt sind wir dankbar und wortlos vor Erstaunen über sie :rot:
      Immerse into the darkness and develop yourself ....
      Der Text ist mir dazu noch eingefallen:

      Als ich mich selbst zu lieben begann,
      habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
      zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist –
      von da an konnte ich ruhig sein.
      Heute weiß ich: Das nennt man Vertrauen.
      Als ich mich selbst zu lieben begann,
      konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
      nur Warnungen für mich sind, nicht gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
      Heute weiß ich: Das nennt man Authentisch-sein.
      Als ich mich selbst zu lieben begann,
      habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
      so habe ich mich weniger geirrt.
      Heute habe ich erkannt: Das nennt man Demut.
      - Charlie Chaplin -
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Ich gehöre auch nicht zu den Geschöpfen, die Demut im Kontext BDSM fühlen. Bei mir ist das stark sexuell geprägt und auch wirklich "nur" ein Spiel, wenn auch mit sehr tiefen Gefühlen.

      Zu diesen Gefühlen würde ich definitiv Leidenschaft, Hingabe, Lust an der Unterwerfung und am Schmerz, das Prickeln der Erniedrigung, am Verbotenen zählen und schlicht und einfach Liebe. Aber Demut definitiv nicht.
      Das liegt hauptsächlich daran, dass dies Machtgefälle eben ein Spiel, wenn auch ein ernstgemeintes und manchmal gefährliches, aber "nur" ein Spiel für mich ist. Im Prinzip führe ich eine sehr erwachsene Beziehung, oder falsch eine Ehe (das ist für mich wesentlich mehr, da bin ich konservativ), auf Augenhöhe.
      Deshalb kann und will ich ein Gefühl wie Demut meinem Mann nicht entgegenbringen - und das würde ihn auch eher unangenehm überraschen.

      Kennen tue ich das Gefühl aber, allerdings in völlig anderen Zusammenhängen. Tatsächlich auch angesichts des unfassbaren Geschenks von drei Wunschkindern ohne Probleme, aber zum Beispiel auch als ich Depp mich einmal beim Bergsteigen massiv überschätzt habe und mich die westliche Karwendelspitze fast kleingekriegt hätte. Oder beim Besuch des antiken Tempels in Luxor - das Gefühl damals kann man nur als Demut bezeichnen, auf so uraltem, heiligen Boden gehen zu dürfen und das sehen zu können.
      Naja wenn man mal in den Duden sieht bekommt man da als Bedeutungsübersicht von Demut folgendes: "in der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit".

      Also ist Demut eine Ergebenheit die durch zwei Dinge begründet wird: 1. Die Einsicht, dass das was passiert Notwendig ist und 2. der Wille das was passiert hinzunehmen.
      Demut hat also weniger mit äußeren Umständen zu tun, als mit der inneren Einstellung mit der wir äußeren Umständen begegnen.

      Ich kann z.B. sehr gut vor meinem Herrn knien ohne dabei demütig zu sein, im Gegenteil ich kann auch von da unten aus mit ihm diskutieren und bocken, wenn mir danach ist.
      Andererseits kann ich aber auch bei völlig alltäglichen Dingen Demut empfinden. Und Demut ist mMn definitiv erlernbar, es gibt ja nicht umsonst die Sprichart "sich in Demut üben".

      Demut ist eine innere Einstellung und zwar eine, die mir sehr gut tut und einer der Hauptgründe warum ich eine TPE-Beziehung führe ist es mich in Demut zu üben. Mein Herr sagt immer "Glücklichsein ist eine Entscheidung und unabhängig von äußeren Umständen." Das ist Demut, Dinge die notwendig sind annehmen, als gegeben hinnehmen und sie nicht zu bewerten. Durch dieses nicht bewerten stellt sich automatisch Dankbarkeit ein, man wird optimistischer.
      Ich empfinde Demut besonders dann sehr intensiv, wenn äußere Umstände, völlig egal ob jetzt durch meinen Herrn oder durch das Leben, sehr hart für mich sind, ich lange mit mir kämpfen muss, um sie für mich annehmen zu können und dann an den Punkt komme wo ich loslassen kann, den Punkt wo ich denke "ok, ich werte jetzt nicht. Das was passiert, passiert und es ist ok so.". An diesem Punkt ergebe ich mich in eine Situation und plötzlich stellt sich dann auch Dankbarkeit ein, man stellt fest was man alles hat und das viele Dinge nicht selbstverständlich sind.

      Ich übe Demut im BDSM-Kontext um das dann auf den Rest des Lebens übertragen zu können, weil es für mich eine sehr schöne Grundhaltung gegenüber dem Leben ist.
      Demut ist also für mich eine innere Einstellung gegenüber äußeren Umständen. Wenn ich meinem Herrn gegenüber demütig bin, heißt das konkret, dass ich einsehe, dass das was er tut oder von mir fordert notwendig ist und ich bereit bin es anzunehmen. Das hat absolut nichts damit zu tun, dass ich ihn für einen besseren Menschen, Gott gleich, mehr Wert als mich selbst o.Ä. sehe, sondern damit, dass ich unser Machtgefälle frei gewählt habe, weil ich ihn für geeignet halte mich bestimmte Dinge zu lehren, die ich lernen will.
      Heißt im im Umkehrschluss, ich kann auch nicht wirklich Demut empfinden, wenn ich in seinem Handeln weder Notwendigkeit noch Sinn sehe. In solchen Situationen doch demütig zu sein setzt voraus, dass man darauf vertrauen kann, dass es doch notwendig (im Sinne des gemeinsamen Ziels) ist, auch wenn an selbst das (noch) nicht sieht.

      Ich hoffe das war jetzt nicht all zu wirr und ihr versteht was ich meine.
      "Demut - die Bereitschaft, etwas als Gegebenheit hinzunehmen, nicht darüber zu klagen und sich selbst als eher unwichtig zu betrachten."
      "Unwichtig" sehe ich, als falsch in diese Definition. Selbstlos, Egolos wurde mMn mehr passen.
      Persönlich würde ich Demut nie von jemandem Verlangen, ausser als klar definiertes gemeinsames Ziel, auf bestimmte Zeit. Demut wäre für mich als Dom, die höchste Stufe an Anerkennung, Vertrauen und Respekt. Hat nichts mit Körperhaltung zu tun. Demut bedeutet nicht hinterfragen (die Antwort auf die Frage, wie erkennt man es) , da würde mir die Reflexion meine Partnerin fehlen. Durch ausüben der Demut entsteht enorme Verbindung und Abhängigkeit seitens der Subs gegenüber dem Dom, nicht aber umgekehrt. Dom ist bei weitem kein Guru oder was ähnliches. :) Trotzdem will ich erwähnen, das Demut zu einem sehr schönem Zustand des Wohlbefinden führt. :old: Gedanken Hygiene.
      Demut ist nur erlernbar. Die Übung macht den Meister.
      Durch das Lesen, vom Komentaren hier im Forum, wie sich Sub gegenüber Dom benimmt, habe mir des öfteren schon gedacht, das ist schon Demut.

      ichmeinedich schrieb:

      Vielleicht ist die Dankbarkeit für etwas, das einem geschenkt wird, ein Hauptbestandteil der Demut.
      Das ist meiner Ansicht nach einer der schönsten Sätze, die bisher geschrieben wurden! :blumen:

      Ich habe mal versucht, herauszufinden, ob ich mich demütig verhalte / fühle - im BDSM-Kontext.
      Ich fürchte, ich muss es verneinen.

      Demut empfinde ich vor allem gegenüber der Natur. Nichts kann mich so winzig klein und unwichtig werden lassen wie die Natur, ein Sturm, Sonnenschein... :love:
      Tut mir leid, aber da kann der dollste Dom nicht mithalten. ^^

      Das macht Demut für mich aus: ich werde winzig, unwichtig, nur ein Puzzleteil im großen Ganzen. Aber auch, wie oben zitiert, die Dankbarkeit. Soviel Dankbarkeit habe ich aber bisher keinem Menschen gegenüber gefühlt, und das meine ich keineswegs respektlos.
      Wir haben alle irgendeinen Knacks - der Unterschied ist: bei manchen ist er diagnostiziert... :monster:
      Wenn man Wikipedia fragt kommt Demut von der 'Gesinnung eines Dienenden'. Also ist jeder Moment in dem ich meinem Meister diene automatisch demütig. Allerdings muss ich auch Wikipedia widersprechen, da dort auch eine 'falsche Demut im sklavischen Sinn' beschrieben wird. Meine Demut als Sklavin möchte ich nicht als falsche Demut bezeichnen. Dafür gibt es dann wieder eine psychologische Erklärung die die Mut in der Demut aufgreift, Demut als 'Mut zum Dienen'. Das finde ich dann wieder sehr schön. :love:

      Die viel Zitierte Demut vor der Natur würde ich für mich eher als Ergriffenheit bezeichnen. Mit der Demut vor einem Gott habe ich nicht so viel Erfahrung. Aber auch da kann man sich ja als Diener Gottes verstehen.
      Die Natur erzwingt im Prinzip die Ergriffenheit, sie ist größer als ich, ich könnte mich nicht erwehren. Die Demut kommt aus mir selbst. Ich müsste nicht demütig sein, aber ich bin es doch.

      Aiyana schrieb:

      Ich empfinde Demut besonders dann sehr intensiv, wenn äußere Umstände, völlig egal ob jetzt durch meinen Herrn oder durch das Leben, sehr hart für mich sind, ich lange mit mir kämpfen muss, um sie für mich annehmen zu können und dann an den Punkt komme wo ich loslassen kann, den Punkt wo ich denke "ok, ich werte jetzt nicht. Das was passiert, passiert und es ist ok so.". An diesem Punkt ergebe ich mich in eine Situation und plötzlich stellt sich dann auch Dankbarkeit ein, man stellt fest was man alles hat und das viele Dinge nicht selbstverständlich sind.
      Jep, das trifft es mMn sehr gut gut. Genauso wie "Demut bedeutet Mut zu dienen"

      Es ist eine innere Einstellung, die im BDSM Kontext weit über einen reinen Spielbetrieb hinaus geht. Ausserdem bringt sie eine ständige Selbstreflektion nach sich. Wenn man wirklich dienen will, stellt man ganz gewusst seine eigenen Bedürfnisse hinter die des Doms und nimmt an was immer er fordert und gibt. Ohne zu hinterfragen, quasi ohne Netz und doppelten Boden. Das heisst nicht, dass man aufhört zu denken, sondern dass man sich bewusst immer wieder dafür entscheidet folgen und gehorchen zu wollen. Loslass, Kontrolle abgeben, der Kampf mit sich selbst - eine Übung, die in einer Zeit, in der so viel Wert gelegt wird auf Freiheit, auf persönliches Glück, auf Unabhängigkeit ziemlich schwierig ist. Aber wenn es gelingt, kann ich das was ich dann bekomme als echtes Geschenk und etwas ganz Besonderes annehmen.

      Ich darf Demut erfahren und sie meinem Herrn zum Geschenk machen. *lächel
      Eine Sub kann himmlisch lachen, göttlich verwöhnen und Paradiese schenken dem, den sie liebt :saint:
      So jetzt gebe ich auch mal mein Senf dazu.

      Stolz und Demut sind für mich ein Paar, warum?

      Demut ja ich schenke mich ihr habe größten Respekt vor ihr und bin dankbar dienen zu dürfen, Nähe erleben zu dürfen. Stolz zugleich sie zufrieden zu sehen, zu sehen wie sie das Geschenk der Hingabe genießt.

      Es ist immer wieder überwältigend wie sehr dieses gegenseitige geben ein berührt.
      Träume sind da um gelebt zu werden, also stürze dich ins Leben und träume nicht nur davon ! :dance:
      Möchte gerne einige Gedanken teilen:

      Für mich sollte der Mensch allgemein mehr demütig sein. Zum Beispiel gegenüber der Natur, der Mutter Erde und natürlich gegenüber Mitmenschen. Dann gäbe es weniger Kriege.

      Demut ist für mich definitiv etwas auf das man stolz sein kann.

      Ich bin nicht mehr und sicher nicht weniger Wert wenn ich mich meinem Gegenüber demütig zeige.

      Ich kann dennoch meine Eigene Meinung haben die von allem anderen abweicht.

      Demut ist für mich eine Frage des Respektes.

      Demut führt zu mehr Toleranz und an der mangelt es in der heutigen Zeit so mancherorts


      Real submission is about being naked for her, not just in the physical sense, but also in the spiritual one