Beziehungsprobleme oder Machtmissbrauch? (Anonyme Frage)

      Ich hab selber Erfahrung mit häuslicher Gewalt machen müssen, da gehen meine Glocken ggf ein bisschen früher an, als nötig.

      Was für mich aber den Ausschlag gegeben hat, ist die Kombination aus Gewaltandrohung (die gedrohte Ohrfeige) außerhalb des "Spiels", dem Druckmittel der Trennung, die er ja in den Raum geschmissen hatte und der Tatsache, dass du jetzt schon mehrfach schriebst, dass immer alles deine Schuld ist.
      Diese drei Sachen kenne ich persönlich einfach zu gut, gerade in Kombination, als dass ich da keine Sorge hätte.

      Dazu kommt dann noch, dass du meinst euer ganzes Sozialleben ist sehr einseitig und alles irgendwie in Schieflage.
      Soweit ist es bei mir nicht gekommen, aber das liegt nicht daran, dass er das nicht versucht hätte.

      Es ist das Zusammenspiel aus diesen ganzen einzelnen Dingen, die jedes für sich allein garnicht so unglaublich dramatisch wären, das gefährlich werden kann.
      Cunning. Ambitious. Resourceful. Determined. Shrewd.

      Anonym schrieb:

      Emotionale Ebene bedeutet, dass es ausartet und ich schlicht und ergreifend nur noch flüchten kann. Das steht mir nicht, ist aus meiner Sicht aber das einzig mögliche und nötige.
      Ich bin mir meiner körperlichen Unterlegenheit nämlich immer bewusst und sehe, wenn in einem Konflikt das Schiff gesunken ist.
      Ein Zurückfinden auf die Sachebene wäre schön, da ich dort die Chance sehe, lösungsorientiert zu sein und handeln zu können.

      Ich frage mich ehrlich gesagt schon, warum eine "starke" Sub ein Fallstrick sein kann.
      Ich frage mich nämlich, was sich dann daraus ergibt. Hätte ich in meiner Einführung in "diese Welt" irgendwas anders machen können? Oder sollen?
      Erklärt habe ich ihm vieles. Ob er es verstanden hat, müsste ich erfragen. Ein wenig habe ich das schon.
      Ihm ist völlig klar, dass ich kein DS im Alltag will. Er spricht selbst von Beziehung auf Augenhöhe (, die ich aber schmerzlich vermisse).

      Von meiner Seite ist das Zurückfinden auf die Sachebene absolut gewollt.
      Ich weiß nicht, ob er das auch will oder es derzeit einfach nicht so einfach möglich ist. Für uns oder ihn.

      Die Schieflage ist unbewusst passiert. Mich hat es lange nicht gestört, dass ich mein Leben einfach allein weiterlebe.

      Ein Konflikt lässt sich nicht von heute auf morgen lösen. Ich bleibe dran.
      Zitat :
      > Emotionale Ebene bedeutet, dass es ausartet und ich schlicht und ergreifend nur noch flüchten kann.<

      Kannst Du das "es ausartet" mal anhand eines Beispiels konkretisieren?

      Was tut er? Ausrasten? Dich bedrohen? Laut werden?
      Oder sind das einfach "nur" aufreibende und nicht zielführende Gespräche, durchzogen von unverständlichen Äußerungen, quälendem und sinnlos erscheinendem verbalem Hin- und Her zB?

      Zitat:
      > Ich frage mich ehrlich gesagt schon, warum eine "starke" Sub ein Fallstrick sein kann.<

      KANN, KANN,...bei entsprechender Unsicherheit und Unklarheit auf der anderen Seite. Aber keineswegs doch MUSS.
      Im Gegenteil, bei passendem Entwicklungsstand KANN das auch absolut bereichernd sein, gewollt..., wie auch immer. Und auch "stark" ist ja relativ. Kommt eben immer auf die "Paarchemie" an und es ist eine Möglichkeit.

      Übertrag das mal auf das normale Leben, wo es Beziehungen gibt, wo einer sich ständig unterlegen fühlt, weil der andere zB erfolgreicher ist im Job oder allgemein.
      Der Erfolgreiche lässt das gar nicht raushängen evtl, ist sogar bemüht, das eher herunter zu spielen oder es ist ihm gar nicht bewusst, weil ER selbst sich gar nicht überlegen fühlt oder das so sieht.

      Trotzdem gibt es Gegenüber, die sich dann einfach unterlegen fühlen, ob sie wollen oder nicht. Und wenn sie sich das selbst nicht eingestehen, dann wird das über irgendein anderes Ventil rausgehauen. Nicht alle Menschen schaffen das, es sich selbst einzugestehen und zu sagen: Du, ich fühle mich Dir irgendwie unterlegen und mit dem Gefühl komme ich nicht zurecht.
      Aber erst dann hätte der andere die Möglichkeit, darauf einzugehen, vielleciht würde er es auch dann erst merken.

      Das KANN manchmal so sein, MUSS NICHT. Im Freundeskreis gab es sowas. Für andere wiederum wäre sowas nie ein Problem.

      Und dann EVTL eben auf den anderen Bereich übertragen ungleich schwerer, weil ER soll und will ja Dom sein...

      Find's halt raus, ob es für EUCH relevant ist.

      Zitat:
      >Die Schieflage ist unbewusst passiert. Mich hat es lange nicht gestört, dass ich mein Leben einfach allein weiterlebe.<

      Ist doch menschlich und dann störte es Dich eben zu der Zeit und wie es da war auch nicht. Und wenn es Dich heute noch immer nicht stört- auch gut. Wenn es Dich stört, dann halt umdenken... updaten.
      Mich haben auch viele Sachen früher nicht gestört und heute stören sie mich. Und dann störten mich sachen, die stören mich heute gar nicht mehr. Entwicklung... Leben ist ja nicht Stillstand und in Stein gehauen ;)


      Zitat:
      >Ein Konflikt lässt sich nicht von heute auf morgen lösen. Ich bleibe dran.<
      Genau... Und danke für's Update :blumen:
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:
      Mir ist es auch schon passiert in einer früheren Beziehung das ich handgreiflich geworden bin was ich sehr bereue weil ich das nicht von mir kenne haben dann auch drüber geredet und es in griff bekommen bis zu einer gewissen Zeitpunkt hab das immer gemacht wenn wir uns gestritten haben das ich ganz cool geblieben bin und versucht habe ihr aus dem weg zu gehen zb in ein anderes zimmer oder kurz mal spazieren bis sie sich abreagiert hatte aber mit der zeit wurde sie dann verbal sehr unfair was ich zum teil nich ignorieren konnte und das ich so ruhig geblieben bin hab ich das gefühl gehabt das sie das nur mehr auf die Palme bringt und auch das ich ihr aus dem weg ging und kurz mal ruhe haben wollte ging irgendwann auch nicht mehr weil sie mir dann überall hin gefolgt ist und nicht aufgehört hat mich zu reizen bis hin zu kneifen und piecken und so also mich gereizt hat bis aufs Blut und dann auch immer sachen von mir zerstören wollte zb meine Kopfhörer Kabel durchschneiden wollte und wenn sie mir weh getan hab hab ich mich dann auch gewehrt hab sie auch schon vor die Tür gesetzt aber dann hat sie richtig terror gemacht was meine Nachbarn nicht so cool fanden und hab sie dann auch mal wegeschubst was ich garnicht wollte so das sie fiel und sich weh tat hab mich immer gefragt was ich hätte anders machen können hab in meinen vergangenen Beziehungen oder sonst jemals gewalt jmd gegen über gezeigt und sie sagt auch immer ich habe sie dann verprügelt was mir echt mega weh tat und auch krass bereut habe und beim nächsten mal wurden die persönlichen beleidigungen dann noch heftiger von ihr worauf ich auch Sachen gesagt habe die garnicht nett waren und das Sticheln und pisaken bish in zu heftigen kneifen und Sachen werfen auch das zurück ziehen und sogar im Bad hab ich mich eingeschlossen um die Situation zu beruhigen aber da hat sie dann die ganze Zeit von draußen rumgebrüllt und so heftig gegen die Tür geschlagen das ich dachte die geht kaputt und irgendwann konnte ich nicht mehr ruhig bleiben und hab versucht sie vor die Tür zu setzen wobei ich sie rausgedrangt und geschubst habe wo bei sie sich a finger verletzte was ich sehr bereue was hätte ich den sonst noch machen sollen um die situation zu entschärfen bin absolut noch nie ein gewalttätiger mensch gewesen und leide auch sehr darunter es getan zu haben verstehe echt nicht warum man jmd so reizt obwohl ich versucht habe die ganze zeit die situation zu entschärfen was hätte ich denn anders machen können?

      Anonym schrieb:

      Liebe Forengemeinde,

      ich sehe gerade, dass hier aktuell sogar noch etwas gepostet worden ist.
      Unbeachtet und unkommentiert möchte ich den Beitrag von Xell85 nicht lassen.

      Daher wende ich mich erstmal persönlich an dich:
      Ich kann dir sagen, dass es immer eine Handlungsmöglichkeit gibt, auch wenn uns diese nicht bewusst ist.
      Ich lese heraus, dass es dich quält, was du da getan hast.
      Dafür kann man Verantwortung übernehmen und an seinen eigenen
      Kompetenzen arbeiten, sodass ein friedliches Auflösen solcher
      Situationen möglich ist.
      Ich wünsche dir viel Erfolg dafür, solltest du das hier lesen.
      Und danke für deinen Mut auch die "andere Seite der Medaille" zu beleuchten.

      Nun zu euch allen anderen, die ihr hier geantwortet habt:
      Ich möchte mich bei euch allen bedanken! Danke für eure Zeilen und euren Input. Ihr habt mir sehr geholfen!
      Ich habe diesen Thread noch oft gelesen oder mich an ihn zurück erinnert.

      Zusammenfassend kann ich für mich sagen:
      Sollten sich DS-Elemente auch auf Bereiche ausstrecken, die nicht abgesprochen sind, kann man reden.
      Und dann sollte man eventuell besser gehen (mit den Beinen in der Hand), wenn es nicht anders wird.

      Liebe Grüße!
      Anonym
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff