Machen mich Tabus zur Wunschlistensub ?

      Bei mir ist es anders.
      Wenn sub sagt, sie möchte das und das nicht (zB Verleihen), dann wird das nicht stattfinden. Natürlich auch nicht, weil ich ungern teile ;) .
      Meiner Meinung nach soll BDSM allen Beteiligten "Spaß" machen, Dom und auch sub.
      Ich weiß, dass einige mich jetzt als "Wunscherfüller" abstempeln, und das ja gar kein BDSM wäre.
      MIR ist das herzlich egal, was es dann ist, solange es die Partner (und zwar beide) glücklich macht :P .
      Gib Deinem Leben einen Gin. Oder zwei. :yes:
      ich möchte mal gerne auf den Post von dir etwas näher eingehen @Nero-D/s
      aus verschieden Gründen
      weil ich in einigen Dingen einfach ne ganz andere Meinung habe, wobei ich deine nicht als falsch hinstellen möchte , sondern deine Aussagen einfach als Grundlage nehmen möchte um meine Denkweise einzubringen

      ich setze jetzt bei dir so viel Empathie voraus das du mit dem was du schreibst auch wirklich umgehen kannst, und wenn deine Partnerin /Sub damit gut klar kmmt ist alles gut und für euch richtig

      du schriebst von dir und nicht es muss so sein, daher sehe bitte meine Einwände nicht als Maasregelung sondern nur als das was sie für mich sind, ein Nachfragen um zu diskutieren, und nicht als eine allgemeingültige Weisheit

      das was du schreibst


      Nero-D/s schrieb:

      Als Tabu akzeptiere ich nur Dinge, die für meine Sklavin auf Grund von psychischen oder körperlichen Gegebenheiten, nicht möglich sind, alles andere sind weiche Grenzen.
      woran erkennst du was seelisch, psychisch nicht möglich ist?
      ist Ekel z.B ein Grund den du ausschliesst, Angt?
      dazu meine Stellungnahme

      ich akzeptiere nur einen Dom der mich Ernst nimmt als meinen Dom, und deswegen sind meine Tabus nicht verhandelbar
      Ich nenne sie, und ob ein Dom sie berechtigt findet, ist mir egal

      Nero-D/s schrieb:

      Grundsätzlich verleihe ich meine Sklavin nicht.
      Da hat aber nichts damit zu tun, seelischen Schaden von ihr fern zu halten, sondern weil ich das nicht will.
      das, finde ich bedenklich

      Nero-D/s schrieb:

      Als meine Aufgabe, sehe ich es an, generell mich um ihr seelisches Wohlergehen zu kümmern.
      wobei du deine eigene Aussage ja hier wiederum etwas abschwächst, gut

      Nero-D/s schrieb:

      Wie beschrieben reizt mich das Spiel, an diesen Grenzen, von daher käme eine ellenlange Tabusliste nicht in Frage.
      Von Ellenlanger Tabuliste war hier glaub ich auch gar nicht die Rede

      und es ist auch völlig okay wenn du sagst das kommt für dich nicht in Frage
      du bist vergeben, somit scheinst du jemanden zu haben der für dich in Frage kommt und du für sie

      aber als Sub kommt für mich eben auch nicht jeder der Dom im Profil stehen hat in Frage
      weil ich genauso meine Grundsätze habe, und jemand der z.b meint meine Tabus, wären nicht wichtig der ist schon mal raus


      Wie schon geschrieben,Grenzen und Tabus dürfen in meinem Denken, in meiner Denkweise nicht verhandelbar sein
      ich finde es gerade für neusubs wichtig.
      überfordert euch nicht selbst
      jede Sub muss für sich herausfinden was sie will und zulassen kann
      ich entscheide wann und ob eine Grenze überschritten wird , ich bestehe auf deren Einhaltung
      und ich entscheide ob ein Tabu tatsächlich gebrochen werden kann.


      ich werde immer Respekt einfordern, ich bin kein Stück Fleisch ohne eigene Gedanken und Gefühle
      ich bin stolz und ich mache von Anfang an klar ich werde nicht benutzt sondern lasse mich benutzen


      und deswegen passe ich auf mich auf, denn ich bleibe immer ich selbst, weil ich es will
      als Sub läuft man Gefahr ein echtes Opfer zu werden
      dewegen lasse ich mich niemals zu etwas überreden wovor ich berechtigt Angst habe, denn dann fehlt mir der Respekt, den ein Dom berechtigterweise auch fordert, aber er muss ihn immer zureckgeben ,

      wenn ich merke es würde in die Richtung laufen, dass er nicht mehr respektiert dann gehe ich wieder meiner eigenen Wege und sage adios

      ich schreibe aus meiner sicht der Femsub, ist aber natürlich umzukehren

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bastet ()

      Ich habe zwar keine wirklichen Tabus (bis auf die üblichen "Verdächtigen" - Kinder und Tiere, illegales, Blut und bleibende Schäden), aber mein Herr und ich haben uns eindringlich über Goes und NoGoes unterhalten (denn auch ein Dom hat Tabus)...und ich vertraue meinem Herrn so sehr, dass er verstanden hat, was für mich etwas ist, dass ich nicht tun möchte oder oder kann, auch wenn ich es nicht direkt zum Tabu erklärt habe. (Ist einfach meine Einstellung, ich möchte keine Tabus haben, weil ich mich nur dann wirklich als Sklavin ud sein Eigentum fühle - aber das ist eine rein persönliche Sache)
      Etwas zu tun, was mich wirklich verletzt (egal ob körperlich oder seelisch) ist für meinen Herrn tabu. Er will, dass ich in meiner Submissivität glücklich bin, genau wie er in seiner Dominanz.

      Dazu gehört absolutes Vertrauen und eine Fähigkeit des Dom seine Sub wirklich zu lesen und meiner Meinung nach auch, sie zu lieben. Denn wen ich liebe, den will ich nicht verletzen - auf keine Art.
      Und wenn ich höre, dass Tabus nicht gewollt werden vom Dom oder nicht akzeptiert, dann würde ich jeder Sub raten, Fersengeld zu geben. Den so ein Mensch ist für mich unverantwortlich.

      bastet schrieb:

      woran erkennst du was seelisch, psychisch nicht möglich ist?
      ist Ekel z.B ein Grund den du ausschliesst, Angt?
      dazu meine Stellungnahme
      Dazu muss ich ich herausfinden, wo der "Knackpunkt" ist, das kann ich nur über Gespräche erfahren.
      Wenn mir ein Tabu entgegengebracht wird, möchte ich es erklärt bekommen.
      Ist es schlüssig dann ist es Ok.
      Liegt die Begründung in einem traumatischen Erlebnis z.B. Unfall, Phobien ect. ist es für mich nachvollziehbar.
      Damit bleibt es ein Tabu!!!

      Ansonsten wenn es um Angst, Ekel ect. geht, versuche ich zu sortieren, ob es wirklich ein Tabu oder eine Grenze ist.

      Nehmen wir mal mein Beispiel mit dem Strom.
      Am Anfang unserer Beziehung war es für meine Sklavin nicht denkbar mit Stromspielzeugen zu spielen.
      Für mich hatte es allerdings einen enormen Reiz.
      ich erkannte sehr schnell, das es lediglich eine diffuse Angst war, da sie keinerlei Erfahrungen mit dieser Spielart hatte.
      Das Horrorszenario in ihrem Kopf war eher aus, falschen Recherchen entstanden.

      Das Gerät lag dann einige Tage "zufällig"für sie in Sichtweite.
      Beim ersten Versuch, habe ich den Reizstrom bei uns beiden angelegt, um ihr auch die erste Angst zu nehmen.
      So konnte sie feststellen das Strom bei leicht kribbelnd anfängt.
      Als das Vertrauen dann da war, habe ich im laufe der Zeit die Intensität gesteigert.

      Also kein von jetzt auf gleich, sondern ein Entwicklungsprozess, der für beide positiv ist.

      Nicht nur beim Strom sondern auch bei anderen Spielarten, habe ich sie entsprechend geführt.

      bastet schrieb:

      ich akzeptiere nur einen Dom der mich Ernst nimmt als meinen Dom, und deswegen sind meine Tabus nicht verhandelbar
      Ich nenne sie, und ob ein Dom sie berechtigt findet, ist mir egal
      Über einmal fest gelegte Tabus, verhandeln wir auch nicht mehr.
      Selbstverständlich kannst du das so handhaben.
      Mir persönlich reicht ein einfaches Nennen wie oben beschrieben eben nicht.
      Mir ist es wichtig das ich führen kann, das mein Gegenüber sich führen lässt, dazu gehört für mich auch die Bereitschaft zur offenen Kommunikation.


      bastet schrieb:

      das, finde ich bedenklich
      wobei du deine eigene Aussage ja hier wiederum etwas abschwächst, gut
      Ich habe dort nichts abgeschwächt. ich habe eine Aussage gemacht die hieß:
      Als meine Aufgabe, sehe ich es an, generell mich um ihr seelisches Wohlergehen zu kümmern.

      Das was du vorher als bedenklich sahst, war lediglich eine Stellungnahme dazu das Verleih für mich nicht in Frage kommt.
      Dieses allerdings, weil ich mein Eigentum nicht Teile!
      Ich hoffe es ist so verständlicher.



      bastet schrieb:

      aber als Sub kommt für mich eben auch nicht jeder der Dom im Profil stehen hat in Frage
      weil ich genauso meine Grundsätze habe, und jemand der z.b meint meine Tabus, wären nicht wichtig der ist schon mal raus
      Ich denke das sind jetzt nur deine Sichtweisen und das interpretierst du nicht irgendwo aus meinem Text.



      bastet schrieb:

      Wie schon geschrieben,Grenzen und Tabus dürfen in meinem Denken, in meiner Denkweise nicht verhandelbar sein
      ich finde es gerade für neusubs wichtig.
      überfordert euch nicht selbst
      jede Sub muss für sich herausfinden was sie will und zulassen kann
      ich entscheide wann und ob eine Grenze überschritten wird , ich bestehe auf deren Einhaltung
      und ich entscheide ob ein Tabu tatsächlich gebrochen werden kann.
      Grenzen und Tabus sind allerdings zwei verschiedene Dinge.
      Das hatte ich oben schon versucht zu erklären.
      Was ist ein wirkliches Tabu und was ist ein variable Grenze.

      Eins Beziehung ohne Grenzerweiterungen wäre für mich nicht reizvoll und hieße Stillstand.





      bastet schrieb:

      ich werde immer Respekt einfordern, ich bin kein Stück Fleisch ohne eigene Gedanken und Gefühle
      ich bin stolz und ich mache von Anfang an klar ich werde nicht benutzt sondern lasse mich benutzen
      Eine Beziehung ohne Respekt dem anderen Gegenüber halte ich für fatal.




      bastet schrieb:

      dewegen lasse ich mich niemals zu etwas überreden wovor ich berechtigt Angst habe, denn dann fehlt mir der Respekt, den ein Dom berechtigterweise auch fordert, aber er muss ihn immer zureckgeben ,
      Ich hoffe an Hand meiner geschilderten Vorgehensweise, kannst du erkennen, das Angst nicht gleich Angst ist und das mehr als nur überreden dazu gehört.

      Für mich ist Respekt auch, dass ich mich mit den Ängsten meiner Sklavin auseinandersetze.
      Für mich ist es eine Lebensweise, in der ich ihr auch die Türen öffnen möchte, die sie noch geschlossen hat.




      Allerdings hatte ich in meinem ersten Beitrag schon geschrieben, dass es auch darauf ankommt, in welche Richtung man möchte, wo man steht.
      Am Anfang sind "Sondierungsgespräche" notwendig, mit welcher Offenheit, soll dann bitte jeder für sich selber entscheiden.

      Es ist mit Sicherheit auch noch mal ein Unterschied, ob ich eine Spielbeziehung in Form eines Rollenspiels, eine intensive Affäre mit Aussicht auf mehr oder aber eine langfristig bestenfalls lebenslange Beziehung ins Auge fasse.

      Ich habe extra 3 Beziehungsarten gewählt und meinte diese nicht wertend!
      Die im Dunkeln sieht man nicht.
      Bertolt Brecht
      Sind wir nicht alle irgendwo Wunschzettelsubs und Doms?
      Wir wissen alle mehr oder weniger was wir wollen, was wir suchen... Sub, Dom, mit Augenhöhe, ohne Augenhöhe, EPE, TPE, 24/7, monogam, polygam... jeder wie er möchte! <3
      Und ist es nicht mindestens genauso wichtig zu wissen was man nicht will?
      Ja ist es (mMn.), es geht dabei nicht darum wie kurz oder lang deine Tabuliste ist, es geht darum das du dich damit wohl fühlst.



      Mary schrieb:

      dazu kam die Antwort "ich halte nichts von diesen festen Regeln und Tabus".
      Und es geht ja auch nicht darum das ein Dom, der eben nicht von festen Tabus hält, losgeht und die Tabus "armer kleiner" Subs bricht, nein! (Ja es gibt auch schwarze Schafe , aber die wird es leider immer geben)
      So ein Dom sucht sich dann einfach eine Partnerin die es genauso sieht und somit zu ihm passt.
      Und selbst für die wunschzetteligste Wunschzettelsub gibt es bestimmt jemanden der eben zu ihr passt ;)



      Zu dem konkretem Beispiel Verleih und die damit einhergehende Verletzung von Sub...

      Mary schrieb:

      Es ging um Verleih, und mein/e Gesprächspartner / in sagte dazu " mich reizt wie es sie verletzt dass ich sie überlasse".

      Kann es sein das Sub einen Verleih als verletzend empfindet, ja! Muss es deswegen Tabu sein, nein!
      Für mich zum Beispiel wäre es sehr verletzend verliehen zu werden...
      "Er verleiht mich an jemand Anderen, er will mich nicht für sich allein, er ist gar nicht eifersüchtig... er liebt mich gar nicht soooo sehr wenn er mich einfach so verleiht ;( ;( " (Das ich Monogamie bevorzuge brauche ich wohl an dieser Stelle nicht zu erwähnen :rot: )

      Aber... ein vernünftiger Dom wird seine Sub ja nicht einfach an den Nächstbesten verleihen, er wird sich vorher Gedanken darüber machen ob seine Sub dafür bereit ist, an Wen er seine Sub verleiht, was beim Verleih passieren darf/soll.. heißt auch wenn Dom seine Sub verleiht, zeigt das nicht das er sie weniger liebt, weniger beschützt oder sie ihm weniger wichtig ist...
      Insofern komme ich zu dem Schluss, ja es kann verletzend sein (ist in diesem Fall ja auch absolut so gewünscht) aber Doms Fürsorge kann diese Verletzung durchaus abfangen/ aufwiegen.
      Selbstverständlich setzt diese Konstellation ein sehr gutes Vertrauensverhältnis voraus, und auch eine entsprechende Nachsorge durch Dom.

      Nero-D/s schrieb:

      Dazu muss ich ich herausfinden, wo der "Knackpunkt" ist, das kann ich nur über Gespräche erfahren.
      Wenn mir ein Tabu entgegengebracht wird, möchte ich es erklärt bekommen.
      Ist es schlüssig dann ist es Ok.
      ich habe nie gesagt , dass ich nicht auch meine Tabus erklären kann, aber auch wenn sie meinem Dom nicht schlüssig sind, heisst es nicht, dass sie es nicht für mich sind

      Sie müssen ihn nicht schlüssig sein
      was ist wenn sie es ihm nicht sind, sind sie dann hinfällig?
      das ist eben dieses für mich nicht verhandelbar

      die Rede ist von Tabus, nicht von Grenzen

      ich muss sie nicht erklären, klar kann ich machen, mache ich auch, weil ich genau wie du der Meinung bin nur über Gespräche erfährt man etwas über den anderen, ich auch offen sein möchte, und es bin

      dennoch das ist der Knackpunkt der mein Denken von dem deinen unterscheidet, verhandelt ob sie berechtigt sind oder nicht wird nicht. Punkt.


      bastet schrieb:

      ich werde immer Respekt einfordern, ich bin kein Stück Fleisch ohne eigene Gedanken und Gefühle
      ich bin stolz und ich mache von Anfang an klar ich werde nicht benutzt sondern lasse mich benutzen

      Nero-D/s schrieb:

      Ich denke das sind jetzt nur deine Sichtweisen und das interpretierst du nicht irgendwo aus meinem Text.
      Richtig das schrieb ich auch,


      Nero-D/s schrieb:

      Grenzen und Tabus sind allerdings zwei verschiedene Dinge.


      ja, und Grenzen sind variabel

      Nero-D/s schrieb:

      Eins Beziehung ohne Grenzerweiterungen wäre für mich nicht reizvoll und hieße Stillstand.
      wenn ich sage, ich entscheide ob ich eine Grenze überschreiten werde, so heisst es ja nicht dass ich es nicht tue
      an die Grenzen gebracht werden, und den Wunsch in mir auslösen ja, jetzt will ich drüber gehen, als bewusste Entscheidung, die ich treffe wenn der Zeitpunkt da ist, und nicht ein, jetzt mach mal hast lange genug gewartet.

      darin sehe ich ein führen, schubsen kann jeder, dafür braucht es nicht viel.

      wobei bitte bitte, ich sage nicht das du schubst.

      Nero-D/s schrieb:

      Das was du vorher als bedenklich sahst, war lediglich eine Stellungnahme dazu das Verleih für mich nicht in Frage kommt.
      Dieses allerdings, weil ich mein Eigentum nicht Teile!
      Ich hoffe es ist so verständlicher.
      okay, also dein Tabu?
      verhandelbar? weil eigentlich ja nicht schlüsseig?
      wenn es jetzt ihr senlichster Wunsch wäre , ihr enorner Kick?

      kannst du es wirklich schlüssig begründen, durch ein traumatiesierendes Erlebnis, eine gemachte Erfahrung die dich so sehr triggert das du schaden nehmen könntest, eine Phobie?
      oder eben ganz einfach dein festgelegtes Tabu, was einfach sagt ich teile nicht .
      Muss nicht schlüssig sein, für viele ist es das nicht und dennoch ist es eben deins

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bastet ()

      Man kann nicht einfach sagen a, b und c sind meine Tabus. Aus. Ende. Darüber diskutier ich nicht, dann bist du einfach der falsche Dom.

      Ich gebe jedem Dom Recht der sagt, das muß du mir stichhaltig erklären und dann kann ich deine Tabus auch respektieren. Umgedreht gehe ich mit Tabus meines Doms genauso um. Diese Art der Auseinandersetzung ist sehr wichtig und bedeutet für mich auch gegenseitiges respektieren, ernst nehmen, wichtig sein.
      Denn nur wenn ich bereit bin mich mit meinen Tabus und denen meines Doms auseinander zu setzen, dann bin ich auch bereit mich mit dem Menschen auseinander zu setzen.
      Das bedarf vieler Gespräche, lange anstrengende Gespräch, nicht nur am Anfang, es kommt von Zeit zu Zeit immer wieder dazu. Denn was heute ein Tabu ist, kann zu einem späteren Zeitpunkt nur noch eine Grenze sein.
      An Grenzen kann man arbeiten, das bringt die Beziehung weiter.

      Ich finde das Strombeispiel von @Nero-D/s sehr schön. Es ze7gt den Entwicklungsprozess von Tabu, über Grenzen gehen bis hin zur erfüllenden Spielart für beide.

      Ich gebe @Azrael Recht. Es müssen beide Spaß dran haben, aber um an den Spaß zu kommen, bedarf es Auseinandersetzungen und damit meine ich keinen Streit, sondern Beschäftigung mit der Sache, aufdecken von Ursachen.
      Das ist Arbeit, Beziehungsarbeit.

      Das hat nicht mit Wunschzettelsub oder Wunscherfüllerdom zu tun.
      Klar sag ich schon mal zu @Gabyel...ach könnten wir nicht. Er antwortet dann....ach ist heute Wunschkonzert und grins....
      Das darf sein und muss auch sein....schließlich muß Dom wissen was Sub sich wünscht, obs erfüllt wird steht dann auf einem anderen Blatt.
      @againstallodds
      ich gehe da völlg mit dir, diskutieren ja sehr gerne

      aber für mich sind eben diskutiren und verhandeln zweierlei

      über meine Ängste, Beweggründe offen zu reden, genauso wichtig wie zuhören, ja ein auseinandersetzen mit dem anderen

      und dennoch wünsche ich mir das es halt respektiert wir egal ob ich in dieser Diskussion, in diesem öffnen dem andern schlüssig machen kann warum

      in einer Verhandlung geht es doch darum dem andern etwas verkaufen zu wollen, in einer Diskussion darum sich einfach die Meinung des anderen anzuhören, und eine Diskussion kann auch so enden das jeder zwar bei seiner Meinung bleibt, den andern nicht überzeugen kann und dennch die andere Meinung nicht abwertet als eine falsche

      bastet schrieb:

      ich habe nie gesagt , dass ich nicht auch meine Tabus erklären kann, aber auch wenn sie meinem Dom nicht schlüssig sind, heisst es nicht, dass sie es nicht für mich sind




      Da bin ich etwas hartnäckig und möchte es dann auch verstehen können.


      Sie müssen ihn nicht schlüssig sein
      was ist wenn sie es nichr sind, sind sie dann hinfällig?
      das ist eben dieses für mich nicht verhandelbar


      Da unterscheiden sich unsere Sichtweisen, mir ist es wichtig zu wissen warum dieses Tabu existiert.
      Alleine schon aus dem Grund, weil ich mich nicht unvorbereitet in ein evtl. Mienenfeld begeben möchte, von dem Sub/ Sklavin selber nichts wusste.
      Mitunter zieht ein Problem ja auch andere Probleme mit sich, die Sub/ Sklavin ggf. gar nicht überblickt hat.


      Allerdings frage ich mich, warum sollte Sub/ Sklavin mir ein Tabu nicht so erklären können, das es mir schlüssig ist und ich verstehe warum sie es absolut nicht kann?
      An dem Punkt würde ich mir ernsthafte Gedanken machen.



      die Rede ist von Tabus, nicht von Grenzen

      ich muss sie nicht erklären, klar kann ich machen, mache ich auch, weil ich genau wie du der meinung bin nur über Gespräche erfährt man etwas über den anderen, ich auch offen sein möchte, und es bin

      dennoch das ist der knackpunkt der mein Denken von dem deinen unterscheidet, verhandelt ob sie berechtigt sind oder nicht wird nicht. Punkt.
      Die Gespräche finden doch im Vorfeld statt.
      Klar kann Sub/ Sklavin Tabus aufstellen so viele sie möchte, und wenn sie dann nicht drüber reden will auch Ok.
      Nur hat Dom dann auch die Möglichkeit zu sagen "Das passt nicht."


      Sind die Tabus einmal aufgestellt bleiben sie natürlich unberührt, werden auch nicht weiter diskutiert.


      bastet schrieb:

      wenn ich sage, ich entscheide ob ich eine Grenze überschreiten werde, so heisst es ja nicht dass ich es nicht tue
      an die Grenzen gebracht werden, und den Wunsch in mir auslösen ja, jetzt will ich drüber gehen, als bewusste Entscheidung, die ich treffe wenn der Zeitpunkt da ist, und nicht ein, jetzt mach mal hast lange genug gewartet.

      darin sehe ich ein führen, schubsen kann jeder, dafür braucht es nicht viel.

      wobei bitte bitte, ich sage nicht das du schubst.
      Da fühle ich mich auch nicht angesprochen, da es nicht meine Vorgehensweise ist.

      Dennoch ist es bei uns so das ich bestimme, wann, wo, wie, und in wieweit an die Grenzen herangespielt wird.
      Allerdings ist das bei uns auch so vereinbart.
      Wobei dieses natürlich auch ein Entwicklungsprozess über einen längeren Zeitraum ist.
      Dazu braucht es viel Vertrauen und auch Hingabe Seitens der Sklavin.
      Das ist nichts was man mit schubsen oder Zwang hin bekommt.

      bastet schrieb:

      okay, also dein Tabu?
      verhandelbar? weil eigentlich ja nicht schlüsseig?
      wenn es jetzt ihr senlichster Wunsch wäre , ihr enorner kickt

      kannst du es wirklich schlüssig begründen, durch ein traumatiesierendes erlebnis, eine gemachte Erfahrung die dich so sehr triggert das du schaden nehmen könntest, eine Phobie?
      oder eben ganz einfach dein festgelegtes Tabu, was einfach sagt ich teile nicht .
      Ich bin monogam veranlagt, also habe ich mir eine dementsprechende Partnerin gesucht, von daher gehe ich nicht davon aus, dass dies ihr sehnlichster Wunsch wird.
      Genau so gut könnte sie von heute auf morgen auf die Idee kommen, kein Machtgefälle mehr haben zu wollen, und lieber nur noch "Blümchensex".
      Das sind dann allerdings, so gravierende Veränderungen innerhalb einer Beziehung, da müssen dann neue, andere Wege gefunden werden.

      Selbstverständlich sind wir mit meinen Tabus genau so umgegangen wie mit ihren.
      Die im Dunkeln sieht man nicht.
      Bertolt Brecht
      @bastet
      Für mich ist die Diskussion nur die Vorstufe einer Verhandlung. Jeder legt seine Gründe dar versucht es mit Argumenten zu untermauern, zu überzeugen....
      Dann wird das Ganze zu einer Verhandlung, ein Abwägen, Gewichten werden die Agumente angenommen, akzeptiert oder nicht.
      Das sollte zu einem Ergebnis führen.
      Ist es ein Tabu ja/nein?

      Uneinigkeit ist beziehungskontraproduktiv, für mich ganz klar.
      Da spielt auch rein. Sub steckt den Rahmen ab, in dem Dom sich bewegen darf. Nur ist das auch nicht einseitig. Dom kann ganz klar sagen ja passt oder nein ist mir zu eng.

      Der Schlüssel ist immer es müssen beide Spaß dran haben.

      Aber letztendlich darf man nicht vergessen....Dom führt und zum führen braucht er Platz und Kooperation.
      Ich kann nicht wirklich sinnvoll darüber schreiben wie ich das mit den Tabus sehe. Es hat sich mehrfach sehr geändert. Ehrlich gesagt habe ich große Schwierigkeiten "Tabu" für mich zu definieren.
      Ich habe Dinge die ich nicht tun oder erleben möchte oder mir einfach nicht vorstellen kann, weil ich sie nicht einschätzen kann. Vielleicht würden manche sie als Tabus definieren.
      Gleichzeitig hat mein Meister im Prinzip das Recht meine "Tabus" zu brechen. Welche, wann und wie ist seine Entscheidung. Dann müssen wir beide mit den Konsequenzen leben. Ich gehe davon aus, dass er meine Kraft kennt. Ich weiß auch nicht, ob das überhaupt schon mal vorgekommen ist. In dem Moment in dem es geschieht ist es immer vorstellbar gewesen. Vielleicht nennt man das gute Vorbereitung.
      Ich kommuniziere, wenn ich etwas absolut nicht möchte. Aber stichhaltig erklären kann ich gerade die größten... nennen wir sie mal Hürden... nicht.

      againstallodds schrieb:

      Ich gebe jedem Dom Recht der sagt, das muß du mir stichhaltig erklären und dann kann ich deine Tabus auch respektieren.

      Ist "Ich habe ein ganz beschissenes Gefühl dabei und ich glaube wirklich nicht dass ich das verarbeiten könnte" eine stichhaltige Erklärung?
      Denn wenn wirklich stichhaltige Fakten dagegen sprechen, dann ist das ja auch wieder kein Tabu in dem Sinne. Dann ist das eine rationale Aussage von "das ist mir anatomisch nicht möglich, würde mich zu sehr verletzen, triggert eine psychische Problematik und führt dann zu nicht händelbaren Konsequenzen". Oder wie auch immer.

      Eigentlich sind meine echten Grenzen eher gerade die, die ich nicht "wissenschaftlich außeinandernehmen" kann. Wenn ich das könnte könnte ich mich damit befassen was mich zurück hält und was ich tun kann um das zu ändern (falls das erwünscht ist). Aber in dem Moment in dem der Grund nicht greifbar ist bin ich dem "Tabu" hilflos ausgeliefert. Da gibt es nichts zu rütteln, der Gedanke führt eben einfach zu Panik.
      Wenn ich klar, reflektiert und vielleicht sogar begründet meine Tabus (und meistens kann man die ja mehr oder weniger gut begründen, weil sie ja als No-Go irgendwie bei uns manifestiert sind) aufliste, empfinde ich mich nicht als Wunschzettel-Sub.
      Mit reflektiert meine ich: Was sind Grenzen, was sind Tabus. Grenzen können sich verschieben, Tabus zu Grenzen werden.
      Deshalb finde ich es sollte wirklich gut überlegt sein, gegenüber mir und gegenüber dem Dom. Als ich dann mal eine Liste für mich erstellen wollte, war das gar nicht so einfach, wohin mit was.

      Aber wenn jetzt eine/ein Sub einfach sagt, ich mach das nicht und das nicht und sowas nicht, weil sie/er es nicht mag und das in einer Häufigkeit, wenn man nachfragt, man keine Erklärung bekommt.... ja das hat dann sogar für mich ein Flair von Wunschzettel-Sub.

      Und wie immer mag ich dieses Wort nicht, weil es zu viele Definitionsvariationen gibt^^ ich meine, manch einer hält einen ja schon für eine „Wunschzettel-Sub“ wenn man Ansprüche bei der Partnersuche stellt ;)

      Fazit: reflektierte, durchdachte Tabus und Grenzen = keine Wunschzettel-Sub
      Übermässige, undurchdachte Nein-ich-will-nicht und Darauf-habe-ich-keine-Lust-Listen als Tabu/Grenzen deklariert = Wunschzettel-Sub
      BDSM ist etwas, bei dem beide Partner ihre Vorstellungen in das Spiel mit einbringen.

      Dazu gehört auch eine Tabuliste. Gleichgültig, was draufsteht.

      Eine Tabuliste hinterfrage ich nicht, sondern respektiere sie, so wie ich Subbie Wünsche versuche umzusetzen (es sei denn, die stehen auf meiner Tabuliste) :)

      Für mich gibt es keine "Wunschzettel-Sub", denn es soll beiden gefallen. Darauf kommt es für mich an.

      Liebe Grüße

      verbero
      Tabus sind für mich Dinge, die mir (hauptsächlich psychisch) schaden oder aber sind etwas, dass ich unter keinen Umständen umsetzen will. Dementsprechend werden sie auch begründet, @LezardRoyal zum Beispiel, kennt für jedes Tabu den Grund und das ist gut so, denke ich.
      Sie sind keine Dinge, die auf der Liste stehen, weil ich da keine Lust drauf habe, sondern um mich selbst zu schützen und mit mir selbst im reinen zu bleiben.

      Demnach nein, Tabus haben ihren Sinn und sind definitiv von Unlust zu differenzieren.
      Bei mir geht es mit Tabus darum mich selber zu schützen und stellt keine Wunschliste dar.
      Ich habe meine Gründe Dinge zu Tabus zu ernennen und Dom hat das zu respektieren. Würde es ja auch respektieren, wenn er an dem einen oder anderen arbeiten möchte und es mit genug Vertrauen zumindest versuchen.
      Ich will ja nicht behaupten, dass es zu viel regnet, aber vor meinem Vogelhäuschen steht eine Forelle und knabbert am Meisenknödel! :popcorn:
      Tabulisten und Wunschzettel sind doch zwei ganz verschiedene Dinge.
      Tabus müssen respektiert werden und sind (meist) unveränderlich. Wünsche können erfüllt werden (oder auch nicht) und können sich ändern.

      Wenn Subbie ein Tabu hat, dann passiert das nicht. Selbst wenn es mein Wunsch wäre.
      Als Dom habe ich übrigens auch Tabus. Und da würde auch ein Wunsch von Subbie nichts nützen.

      Ich finde Subbies Wunschzettel ganz prima. Da sind manchmal gute Ideen drauf.