Was gefällt euch am Sub / Bottom sein am besten?

      Hmm, was gefällt mir am besten daran Sub zu sein?
      Bei mir gibt es dazu kein Ranking, sondern es ist die Summe vieler Aspekte und ich entwickel mich stets weiter, so dass auch immer wieder etwas Neues dazukommt. Diese Entwicklung alleine ist schon sooo viel wert.

      Der innere Frieden zum Beispiel ist etwas, was mich total fasziniert und ich bin unendlich dankbar dafür, dieses Gefühl in mir zu haben und es leben/erleben zu dürfen.
      Außerdem fühle ich mich wie auf einer Welle getragen und diese bleibt stetig gleich, was zur Folge hat, dass ich mich absolut sicher fühle und loslassen kann. Dieses loslassen, ist in meinen Augen so wertvoll für mich, es fühlt sich ein bisschen an, wie meditieren.

      Das tiefe Vertrauen zu meinem Herrn und die Gewissheit, dass er dieses Vertrauen nicht missbraucht, auch das ist ein Gefühl, welches unendlich wertvoll ist und mich in meinem Handeln und Tun stärkt/bestärkt.

      Es gibt so vieles und manches kann man einfach nicht in Worte fassen, sondern einfach nur fühlen :love:
      Die Tatsache, dass MEINe devotion /submission allein durch die Kraft,Stärke und Präsenz seiner Dominanz und seiner sadistischen Neigungen bestimmt ist,finde ich sehr spannend .
      Der gemeinsame Horizont scheint unendlich erweiterbar zu sein ... :yes: .

      Ich mich nicht als "passiv" sub erlebe ,sondern meine dienenden ,aktiven Impulse deutlich auch Einfluss nehmen können auf das gemeinsame Teilen und Erleben von Zeit.
      Das Gefühl des "Gebraucht -seins/Benutzt und auch genutzt -werdens" ,bestimmt da wohl meine Motivationen und mein Sein und Handeln ,sowie die Haltung.

      Die Faszination die eigene Körperwahrnehmung über die Sinne und den Geist beeinflussen zu können und das Gefühl genießen zu können,dass man mit dem Aktiven verschmilzt oder im flow♾️ ist ,sind wunderbare Begleiterscheinungen .

      fantasmes schrieb:

      Ich sehe es auch so das es in der Natur der Frau liegt devot zu sein. Im Zuge der Emanzipation haben wir aber lernen müssen mehr männlich und stark zu sein ...
      Als die Menschen begannen, sesshaft zu werden und Landwirtschaft zu betreiben, entwickelte sich nach und nach die gesellschaftliche Unterdrückung der Frauen. Bis dahin gingen Männer und Frauen nach heutigen Erkenntnissen gemeinsam jagen und sammeln.
      Die großen, männlich geprägten, monotheistischen Weltreligionen zementierten die ungleiche Stellung der Frau.
      Heute leben wir in einer Welt, die sich über Jahrtausende nach dem Männlichen ausgerichtet hat. Deshalb müssen wir Frauen auch typisch männlich agieren, um erfolgreich in diesem System zu sein (was wirklich schade ist, da stimme ich dir zu).
      Dass Frauen sich eher unterwerfen als Männer, liegt meiner Meinung nach also an der Entwicklung der Gesellschaft und damit an der sozialen Prägung, nicht aber in ihrer Natur. Die Ansicht, Frauen sind von Natur aus devot, empfinde ich sogar als misogyn.

      Am Sub/Bottom-Sein gefällt mir am besten, dass ich meine sexuelle Prägung ausleben und genießen kann (Verknüpfung von Erniedrigung, Schmerz und Zwang mit sexueller Erregung). Und, dass ich den Spieß umdrehen und oben spielen kann, wann immer ich will ^^
      Spannend wie sich die Diskussion entwickelt. Aus Sicht der Evolution betrachtet ist ja bereits erklärt worden, dass das Frauen sind von Natur aus devot sachlich nicht richtig ist ( bleibt natürlich unbenommen, das persönlich anders zu sehen).

      Mindestens genauso spannend finde ich den Ansatz Frauen müssen maskulin reagieren um etwas gleichermaßen zu erreichen. Die Damen, nutzt doch die weiblichen Vorteile. Es ist das Ziel am Ende die gleiche Wertigkeit zu haben, das Ziel kann nicht sein gleich zu sein.

      Ich kann die Ausgangsfrage eigentlich nur wie @newbarbie beantworten, ich bin dann einfach ich, der Rest ergibt sich. Ich kann da gar keine einzelnen Punkte benennen weil die sich ja auch wandeln, mit jeder neuen Erfahrung. Devotion ist ja auch nur ein Teil von mir und stark abhängig von meinem Gegenüber. Das Miteinander, die Interaktion mit diesem Menschen ist da für mich das was mich berührt.
      I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it


      Evelyn Beatrice Hall

      fantasmes schrieb:

      Ich sehe es auch so das es in der Natur der Frau liegt devot zu sein


      Als ich jünger war, dachte ich genau umgekehrt: Nur dominante Frauen sind wirkliche und selbstbewusste Frauen, alle anderen sind vom Patriarchat domestiziert (und deshalb so langweilig). Das ist natürlich Unsinn, aber der BDSM-ler schließt halt gern von sich auf andere.

      Was gefällt mir am Sub-Sein am besten? Was fasziniert mich daran? Die Tiefe und die Intensität der Empfindung. Der Magnetismus weiblicher Macht, dieser Sog, das Nachgeben, das Hinabgleiten, die Bejahung...
      Ich glaube, dass sich viele auch in einer anderen Rolle wohl fühlen könnten, also Dom zu Sub und umgekehrt.

      Was gefällt mir am besten? Mir gefällt es die dominanz und die innige Verbindung zu spüren, mich voll hinzugeben und fallen lassen, Vertrauen zuzulassen, ausgeliefert zu sein und so vieles mehr.
      Vieles lässt sich hier wirklich nicht in Worte fassen das muss man selbst erlebt haben.
      Mir gefällt an meinem Sub und Little-Sein, dass ich mich beim ausleben können einfach so "ganz" fühle. Ich habe diese Gefühle immer, unabhängig von einer Session, und muss diese Seite von mir oft unter Verschluss halten. Wenn ich so sein darf wie ich bin und angenommen werde, dann macht mich das glücklich. Es berührt mich.
      Schöner Thread und gut, dass er wieder entstaubt worden ist :fegen:

      Mir gefällt schon mal allgemein die 'Entdeckung' und das Wissen darum, da ich mich noch an damals erinnern kann, als er mir klar geworden ist... Es hat sich einfach so logisch angefühlt und wie das fehlende Puzzleteil und hat mir auch einiges aus der Vergangenheit klargemacht. Das alleine war schon mal eine schöne Erkenntnis.

      Nun ja, und dann fühlt es sich immer besser mit dem passenden Gegenstück an und nach einigen Irrungen & Wirrungen habe ich jetzt einen guten und lieben Herrn. Es ist schön, das Gefühl zu haben, dass da noch jemand ist, der 'aufpasst'.

      Huntres schrieb:

      Das tiefe Vertrauen zu meinem Herrn und die Gewissheit, dass er dieses Vertrauen nicht missbraucht, auch das ist ein Gefühl, welches unendlich wertvoll ist und mich in meinem Handeln und Tun stärkt/bestärkt
      Das finde ich total schön beschrieben und trifft auch auf mich zu :rolleyes:
      Es gefällt mir, zu sehen, wie viel gehen kann, wenn das entsprechende Vertrauen gegeben ist.

      Und schlussendlich gefällt mir natürlich auch das Aftercare :yes:
      Not all those who wander are lost <3
      Nun muss ich auch endlich mal auf die Frage des Themas antworten. Ich schleiche schon eine Weile um den Thread herum und habe nachgedacht. Was gefällt mir eigentlich am Sub-Sein.

      Also als ich mit BDSM anfing - oder eher wir, sprich meine Frau und ich - waren wir eher Switcher. Wobei bei mir eher die Dom-Seite klar im Vordergrund war. Wieso? Vermutlich, weil das oftmals so "vorgelebt" wurde, also dass es sehr viel weiter verbreitet scheint als eben der submissive Mann und die dominante Frau.
      Zumindest war das unser Eindruck damals und auch noch heute, wenn wir z.B. auf Partys oder Messen sind.

      Nachdem wir aber einige Monate später bei unserem Switchen doch zunehmend mehr in den dann gegensätzlichen Rollen - ergo sie Dom und ich Sub - landeten, kam ich sehr ins Nachdenken. Es war nicht bewusst, es hatte sich ergeben. Und ich für mich ertappte mich dabei, dass ich mich als Sub sehr sehr viel wohler und "richtiger" fühlte.

      Das Abschalten als Sub, das Gefühl ihr dienen zu können und dürfen (!), die Verantwortung abzugeben und mich all dem hinzugeben, was sie für uns tut, das gefällt mir so sehr daran.
      Ich bediene sie sehr gerne (Service-Sub oder so?) und ich liebe es, wenn sie über mich verfügt und ich mir Erlaubnisse einholen muss (das bezieht sich überwiegend auf den sexuellen Teil).
      Im regulären Alltag habe ich gewisse Aufgaben, die wir aber zusammen "erarbeitet" haben, wie z.B. dass ich ihr täglich morgens einen Tee mache, bevor ich zur Arbeit gehe. Oder ich für das Öffnen der Haustür zuständig bin, wenn es klingelt. Oder ich ihr eben alles bringe, was sie möchte, das gehört für mich vollends dazu.

      Und zu guter Letzt macht es uns natürlich unwahrscheinlich an, wenn sie mit mir anstellt, was sie möchte. ;) :popo_versohlen:

      Für mich ist das alles dann ein Gefühl des Angekommen-Sein, meine Devotion dieser einen Person komplett entgegen zu bringen.
      Sie vertraut mir blindlings und ich ihr ebenso.

      Alles in Allem ist es für mich gänzlich die reine Erfüllung.
      LG

      JL
      Hallo zusammen,
      spannend was hier so geschrieben wird. :)

      zunächst muss ich sagen, BDSM ist für mich ganz persönlich nicht im 24/7 Modus denkbar. Wenn man so will, bin ich also eher in der Rubrik „Spielbeziehung“ zuhause.

      In der Phase, ist es für mich absolut befreiend. Es fühlt sich gut und richtig an, wenn die Partnerin auf ihre Art alles lenkt und man selbst keinen Einfluss mehr hat. Es ist dieses loslassen und sich einfach fügen. Schwer in Worte zu fassen.
      Irgendwie spielt auch mit rein, aus der Alltagsrolle ausbrechen zu können. Nicht mehr die Erwartungen einer ganzen Gesellschaft erfüllen zu müssen, sondern nur die einer ausgewählten Person. Genau in dem Moment bin ich zufrieden, bin ich sorgenfrei, fühle ich mich in gewisser Weise sowas wie erfüllt.

      Wie gesagt, ich kann das nur aus dem Kontext einer nicht 24/7 Konstellation heraus wiedergeben.

      Mit den Wortlauten bin ich noch nicht zufrieden. Vielleicht fallen mir noch bessere oder treffendere Formulierungen ein.
      Es ist bei mir die Mischung ganz verschiedene Emotionen, die geweckt werden und die ich unten erleben darf.


      Die ersten Schlagworte wären
      Macht, Lenken, Formen, Kontrollverlust, Stolz......


      Mal an einem Beispiel festgemacht
      Das 24/7 (für das 365 fehlen noch ca. 5 Monate :rolleyes: ) öffentliche Tragen meines Halsreifes.

      Es schenkt mir sofort den Gedanken an meinen Herrn, wenn ich es gerade spüre.
      Es schenkt mir Stolz, gegenüber Erkennenden, Eigentum zu sein.
      Es schenkt mir Demütigung, wenn ich konkret darauf angesprochen werde.
      Es schenkt mir Kontrollabgabe, denn ich habe keinen Schlüssel dazu, um es eigenständig ablegen zu können.
      Es schenkt mir Selbstoffenbarung, mich als das anzuerkennen, was und wer ich bin.
      Es schenkt mir Selbstvertrauen, mich auch z.B. gegenüber meiner Frau, Familie und Freunde zu vertreten.
      Es schenkt mir die Kraft zu akzeptieren, dass ich jemanden anderem gehöre und daher von Ihm, nach seinen Belangen genutzt werde.

      Ich liebe und genieße es, genau zu wissen, dass ich Unten richtig bin.

      Habt eine schöne Zeit.

      Neu

      Die Dinge sein zu lassen, wie sie sind. Bedingungsloses Annehmen zu üben und zu merken: ich kann das.

      Intensität verknüpft mit einem tiefen Gefühl von Sicherheit und Vertrauen (das ist Voraussetzung, wird aber mit jeder gemeinsamen Erfahrung vertieft).

      Die Nähe und Verbindung, die dabei entsteht (aber das gilt auf beiden Seiten).

      Neu

      Salt&Pepper schrieb:


      Am Sub/Bottom-Sein gefällt mir am besten, dass ich meine sexuelle Prägung ausleben und genießen kann (Verknüpfung von Erniedrigung, Schmerz und Zwang mit sexueller Erregung). Und, dass ich den Spieß umdrehen und oben spielen kann, wann immer ich will ^^

      Da muss ich noch was hinzufügen: das Ausleben meiner Lust an der Angst mag ich sehr am Bottom-Sein ^^