Was ist eine Spielbeziehung?

      Was ist eine Spielbeziehung?

      Eine Spielbeziehung kann fast jede Form von Beziehung sein, die nicht darauf ausgelegt ist einen gemeinsamen Alltag zu leben.
      Demzufolge kann es von einer von "Fuckbuddy" ähnlichem Freundschaft bis Langzeitliebschaft, von monogam bis polyamor, von einmalig bis langjährig alles sein. Natürlich alles im BDSM Kontext.
      Es sagt weder etwas über die Qualität noch über die Tiefe der Beziehung aus.

      Neugierig auf weitere Begriffe, dann zurück zur Übersichtsseite: Das BDSM Lexikon - Praktiken und Begriffe, alles auf einen Blick
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff

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      Eine Spielbeziehung kann für mich fast jede Form von Beziehung sein, die nicht darauf ausgelegt ist einen gemeinsamen Alltag zu leben.
      Demzufolge kann es von einer von "Fuckbuddy" ähnlichem Freundschaft bis Langzeitliebschaft, von monogam bis polyamor, von einmalig bis langjährig alles sein. Natürlich alles im BDSM Kontext.
      Es sagt weder etwas über die Qualität noch über die Tiefe der Beziehung aus.



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      Eine Spielbeziehung kann genauso Intensiv gelebt werden wie eine Normale BDSM -Vanilla Beziehung.

      Der Schwerpunkt hierbei liegt auf das Gemeinsame Spielen bzw. Ausleben der Neigungen, das kann von einzelnen Sessions bis hinein in den Alltag gehen:
      sprich
      "man Trifft sich zum Spielen das war's"

      Bis

      "Man spielt auch im Alltag miteinander z.b. über Telefon oder Messenger Kontakt"

      Bei Spielbeziehungen ist das alltägliche Leben Privatsache und jedem einzelnen selbst überlassen.
      :dance:
      Treffen sich zwei (evtl. auch mehr) BDSMler, die weder Ehe- noch Lebenspartner sind, also nicht ihren Alltag miteinander verbringen / teilen, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen, um gemeinsam ihre Neigungen auszuleben, spricht man von einer Spielbeziehung. Wie der Name schon sagt, wird bei den Treffen in erster Linie "gespielt", je nach Neigung der Spielpartner (Top/Bottom, Dom/Sub, Owner/Pet, Rigger/Bunny usw.) z.B. in Form von SM-Sessions, PetPlay, Bondage, D/s-lastigen Praktiken und Rollenspielen usw. Im Grunde kann jeder BDSM-Bereich in Spielbeziehungen ausgelebt werden, der kein dauerhaftes Zusammensein bzw. kein festes, verbindliches Beziehungsmodell (wie TPE) voraussetzt.

      Seltener findet das gemeinsame Spielen auch ganz ohne reale Treffen statt und beschränkt sich auf Telefonate, Chatgespräche (BDSM-Chats, What'sApp, sonstige Instant Messanger) sowie Sprachnachrichten und Videochats (z.B. Skype). Häufiger Bestandteil von Online-Spielbeziehungen ist das Erteilen von Aufgaben seitens des dominanten Parts und deren Umsetzung / Erfüllung durch den submissiven Part, welcher dies schriftlich dokumentieren oder fotografisch festhalten soll.

      Spielbeziehungen werden nicht selten neben einer bereits bestehenden (Vanilla-)Beziehung oder Ehe geführt, z.B. wenn die Neigungen / sexuellen Vorlieben nicht kompatibel sind bzw. einer der beiden Beziehungspartner kein Interesse an BDSM hat, der andere aber großen Wert auf die Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse und Sehnsüchte legt, also nicht auf BDSM verzichten möchte oder kann.
      Die primäre Intention bei einer Spielbeziehung ist das gemeinsame Ausleben der Neigung in einer dauerhaften Konstellation bei der für die Bindung eben keine Liebe eine Rolle spielt. Dennoch kann es dazu kommen, dass Liebe hinzukommt, in diesem Fall kann aus einer Spielbeziehung eine Liebesbeziehung werden in der BDSM eine Rolle spielt. Verliebt sich nur einer von beiden oder will jemand seinen eigentlichen Lebenspartner nicht verlassen, bleibt es eine Spielbeziehung. Je nach Art dieser BDSM Beziehung zum Ausleben der jeweiligen Triebe könnte man es mit einer Affäre oder auch FreundschaftPlus vergleichen, nur eben im Bereich BDSM. Über die Intensität mit der BDSM ausgelebt wird sagt diese Bezeichnung hingegen nichts aus, nur dass es eine gewisse Dauerhaftigkeit und eben auch Regelmäßigkeit gibt.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff