Vereinbarung zwischen Dom & Sub (oder Partnern) bezüglich Mitteilungspflicht - deren Grenzbereiche und Konsequenzen

      Vereinbarung zwischen Dom & Sub (oder Partnern) bezüglich Mitteilungspflicht - deren Grenzbereiche und Konsequenzen

      Ihr Lieben.

      NEIN- es gibt KEIN Problem. Es gibt in meinen Augen Interessantes und Hinterfragenswertes. Ganz BEWUSST werde ich das ein wenig mit Humor darstellen, denn mein Interesse gilt bitte keiner Schlammschlacht, sondern der Horizonterweiterung...

      Alsoooo:

      Es war einmal ein kleiner Thread, dessen Bestandteil am Rande der Darstellung, wenn auch nicht das dargestellte Kernproblem (!), war, es gäbe da einen Dom, der mit seiner Sub die Vereinbarung hätte, dass sie ihm ALLES, und insbesondere Gesagtes und Geschriebenes über ihn, mitzuteilen habe. Sub stimmte dem wohl zu und so fühlten sich Dritte durchaus mal verraten- oder es kam zu Problemen, wie auch immer...
      Dann melden sich plötzlich Doms zu Wort, die eben jene Regelung dort oder jene Forderung des Doms selbst kritisch beäugten, äußerten, dass sie eine solche Vereinbarung als kritisch sehen würden, denn für sie wäre es nur relevant, wie es IHRER Sub ginge, und ihre Gedankenwelt. Was ginge sie denn das Leben anderer an, davon würden sie gar nichts wissen wollen und auch nicht danach fragen...
      Ein Wort das andere und aufgeworfene Fragen, wie es halt manchmal so ist und so bekam der kleine Thread Kinder ;)

      So viel zur Entstehung der Fragen :) und vorsichtshalber der Hinweis, dass es sich NICHT um irgendwelche Forenvorgänge oder Mitglieder dreht. Einfach um ein Zitat aus der Schilderung einer externen Situation, die Bestandteil des Themas war.
      Der Vollständigkeit halber hier der Link zum Thema, auch wenn es mir HIER nur um diesen einen Satz geht bitte, der oben fett markiert ist :) Danke. (Leider weiß ich blöderweise nicht, wie ich das konkrete Zitat hier reinbringe ?( :pardon: )
      Loyalität und Umgang mit Informationsweitergaben


      Meine Frage(n) nun dazu:

      Habt Ihr solche Vereinbarungen? (Domseite/ Subseite)
      Wenn ja/ nein, warum/ warum nicht? (Dom/ Subseite)
      Wenn ja (oder wenn ihr sie treffen würdet) wie weit reichen sie/ was inkludiert ihr da oder wo ist Eure Grenze? (Dom/Subseite)
      Haltet Ihr diesbezügliche Vereinbarungen für sinnvoll, wenn sie tatsächlich "grenzenlos" sind? Könnt Ihr sie nachvollziehen?
      WENN es solche Vereinbarungen gibt, wie geht Ihr dann mit ggf davor geschalteten Rechten um (also zB Verschwiegenheitserklärung der Sub am Arbeitsplatz)? Werden diese Bereiche ignoriert oder klammert ihr sie aus. Wenn ja, warum?
      Wenn Ihr Menschen kennt, von denen Ihr wisst, dass sie solche Vereinbarungen haben, wie beeinflusst Euch das im Umgang mit diesen Menschen, was erwartet Ihr oder wie verhaltet Ihr Euch?
      Was geben Euch diese Vereinbarungen/ wie fühlt Ihr Euch dabei? Oder warum sind sie Euch wichtig? (natürlich ebenfalls Domseite/ Subseite)

      Nun erwarte ich NICHT, dass Ihr jede dieser Fragen beantwortet! Fühlt Euch frei! Erstmal erwarte ich gar nichts ;)
      Mich interessieren einfach Meinungen, Erfahrungswerte, Gedanken, sowohl von der einen, als auch von der anderen Seite.

      Gibt es Vereinbarungen, über die ihr gerne berichten wollt, warum ihr sie wie habt und wie ihr sie erlebt/ was es Euch gibt? Etc etc etc.


      So, nun Ihr :) Ich hoffe, mit meinen eigenen Antworten, die ich gleich geben werde, wird unterstrichen, dass es mir NICHT um Kritik geht, sondern um Erfahrungsaustausch, Interesse, Toleranz und Akzeptanz, möge jeder jeden ein wenig mehr verstehen, jeder für sich evtl etwas Neues mitnehmen.

      Wollt Ihr etwas dazu schreiben, über Eure Sichtweise, Eure Arten der Vereinbarungen, interessiert Euch, wie es andere handhaben oder darüber denken?
      Dann fühlt Euch eingeladen und herzlich willkommen :sekt: :blumen:


      Meine eigenen Antworten hier vorweg:

      Habt Ihr solche Vereinbarungen? (Domseite/ Subseite)
      Nein. Unabhängig meiner ganz persönlichen Nähe zu meinem Partner, also dass sich das Reden über meine und seine persönlichen Belange von selbst versteht, wie in jeder anderen Beziehung wahrscheinlich. Eine verpflichtende Vereinbarung gibt es bei uns nicht.


      Wenn ja/ nein, warum/ warum nicht? (Dom/ Subseite)
      Hat sich bisher nicht ergeben, dass einer von uns da einen Mehrwert für sich drin sehen würde, etwas zu einem "Muss zu erklären" und damit verpflichtend abrufbar zu machen.
      Hingegen verstehe ich aber, dass andere Menschen durchaus solche Vereinbarungen für erstrebenswert halten und sich darin aus den wahrscheinlich verschiedensten Gründen aufgehoben fühlen.

      Wenn ja (oder wenn ihr sie treffen würdet) wie weit reichen sie/ was inkludiert ihr da oder wo ist Eure Grenze? (Dom/Subseite)

      Ich würde über eine Zusage zu einer solchen Vereinbarung nachdenken, da mir die Wünsche meines Partners ja wichtig sind, wenn er sowas an mich heranträgt.
      Mein persönlicher Rahmen wäre alles, was nur meine Person betrifft, meine persönlichen Befindlichkeiten und meine Gedankenwelt unter Berücksichtigung bestehender Vereinbarungen und solange es Rechte Dritter nicht berührt.

      Meine persönliche Grenze wäre dort, wo es Informationen Dritter betrifft, Vereinbarungen des alltäglichen Lebens, die unter den Datenschutz fallen, wie eben zB Verschwiegenheitserklärungen beruflicher Natur, Zugangsdaten zu Portalen, Banken etc.
      Da es bereits bindende Vereinbarungen/ Verträge etc mit Dritten in meinem Leben gibt, kann ich keine Vereinbarung mit einer weiteren Person treffen, die diese außer Kraft setzt. Weder möchte ich das, noch will ich das. Würde ich es wollen, müsste ich zunächst die bestehenden Vereinbarungen lösen.

      Haltet Ihr diesbezügliche Vereinbarungen für sinnvoll, wenn sie tatsächlich "grenzenlos" sind? Könnt Ihr sie nachvollziehen?
      Grundsätzlich halte ich erstmal jede Vereinbarung zwischen zwei Menschen für sinnvoll, die ihrer beider Willen entspricht und zu Ihrer gemeinsamen Zufriedenheit führt, auch wenn das für mich persönlich evtl in der Art nicht in Frage käme.
      Als selbstverständlich betrachte ich persönlich das Bedürfnis eines jeden, so viel über den anderen wissen zu wollen, dass er stets weiß, wie es ihm geht, wie er sich fühlt und alles, was mir eben hilft, mein Gegenüber zu verstehen.

      Nachvollziehen kann ich selbst diese "grenzenlosen" Vereinbarungen, zB dass Dom es einfach kickt, wenn er zB ein absoluter Kontrollfreak oder Datenjunkie ist. Das Wissen verschafft ihm Befriedigung, das Gefühl von Macht, oder was auch immer (Bitte meine Wortwahl nicht als abwertend sehen) . Keine Ahnung. Da sind wir ja alle anders gestrickt. Dass es Subs gibt, die sich darauf einlassen, kann ich auch nachvollziehen, wenn sie zB damit etwas unter Beweis stellen wollen oder sich damit einfach in einem sicheren Rahmen fühlen oder oder oder. Das als richtig oder falsch zu bewerten, steht mir nicht zu.

      WENN es solche Vereinbarungen gibt, wie geht Ihr dann mit ggf davor geschalteten Rechten um (also zB Verschwiegenheitserklärung der Sub am Arbeitsplatz)? Werden diese Bereiche ignoriert oder oder klammert ihr sie aus. Wenn ja, warum?
      Nicht zutreffend. Siehe Antworten zuvor.

      Wenn ich selbst solche Vereinbarungen HÄTTE, müsste ich, wie schon genannt, zuvor bestehende Vereinbarungen lösen oder anpassen. Zusagen bezüglich Verschwiegenheit etc dürfte ich nicht mehr geben und sähe mich verpflichtet, meine Gesprächspartner rechtzeitig über meine bestehende Mitteilungspflicht in Kenntnis zu setzen, damit sie selbst entscheiden können auf dieser Basis, was sie mir noch wie mitteilen wollen. So meine persönliche "Messlatte".
      Genau jenes Verhalten würde ich mir auch wünschen und voraussetzen von Menschen, die solche Vereinbarungen getroffen haben.
      Also am konkreten Beispiel: Ich möchte einem Menschen, der diese Mitteilungspflicht hat/ eingegangen ist, im persönlichen Vertrauen etwas erzählen. Dann würde ich mir von ihr/ihm den Hinweis wünschen: "Du, ich erzähle es sicher niemandem weiter, Person yx muss ich es aber sagen. Wenn Du das nicht möchtest, dann erzähl es mir bitte nicht".
      Damit wäre ja auch die vorletze Frage beantwortet.

      Was geben Euch diese Vereinbarungen/ wie fühlt Ihr Euch dabei? Oder warum sind sie Euch wichtig? (natürlich ebenfalls Domseite/ Subseite)

      Nicht zutreffend.
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:
      Spannendes Thema :)

      Habt Ihr solche Vereinbarungen? (Domseite/ Subseite)
      Ja, solche Vereinbarungen sind vorhanden. Wobei ich es so empfinde das es etwas war, dass sich entwickelt hat.
      Und nicht ein ab Tag X treffen wir diese Vereinbarung.
      Es hat sich ergeben.


      Wenn ja/ nein, warum/ warum nicht? (Dom/ Subseite)
      Weil ich meinem Herrn vertraue. Weil es mir gut tut das er sich um mich sorgt.


      Wenn ja (oder wenn ihr sie treffen würdet) wie weit reichen sie/ was inkludiert ihr da oder wo ist Eure Grenze? (Dom/Subseite)
      Ich teile mit was mich persönlich oder unsere Beziehung bzw. ihn betrifft.
      Jetzt wird es schon wieder schwierig zu formulieren, so dass es nicht zu Missverständnissen kommt, ich versuche es mal.
      Aus persönlichen Gesprächen gebe ich in der Regel nichts weiter, würde es in dem Gespräch mit dritten zu einem Punkt kommen wo ich in einen Loyalitätskonflikt käme, würde ich dieses auch direkt ansprechen. Dann kann die 3. Person überlegen ob sie sich darauf einlässt, dass ich es weiter gebe oder eben nicht.
      Mein privates Umfeld weiß allerdings auch Bescheid, so dass sich da diese Probleme gar nicht erst ergeben.
      Vertrauliche Gespräche kann man mit natürlich dennoch führen, da gebe ich nichts weiter.

      Da es meinem Herrn sehr wichtig ist, das ich soziale Kontakte pflege, ergibt es sich in dem Mass auch daraus.

      Verschwiegenheitserklärungen beruflicher Natur, sind bei mir kein Thema, würde ich aber ohne Probleme von einer solchen Vereinbarungen ausnehmen können.
      Ansonsten Zugang zu Portalen: Hat er nicht, allerdings weiß er wo ich bin, im groben auch was ich dort tue.



      Haltet Ihr diesbezügliche Vereinbarungen für sinnvoll, wenn sie tatsächlich "grenzenlos" sind? Könnt Ihr sie nachvollziehen?

      Ich kann Grenzenlos nachvollziehen, wenn es beide wollen.
      Sinnvoll muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.



      Was geben Euch diese Vereinbarungen/ wie fühlt Ihr Euch dabei? (natürlich ebenfalsl Domseite/ Subseite)

      Es gibt mir Sicherheit, ich mag enge vereinbarte Kontrolle.Es ist für mich auch ein Zeichen von tiefem Vertrauen.
      Anmerkung:
      Dies ist lediglich meine Meinung und nicht für die Allgemeinheit gültig.

      BlackWings schrieb:

      es gäbe da einen Dom, der mit seiner Sub die Vereinbarung hätte, dass sie ihm ALLES, und insbesondere Gesagtes und Geschriebenes über ihn, mitzuteilen habe.
      Ich bin froh, keinen solchen Dom zu haben, denn er wäre mir zu unsicher und zu wenig selbstbewusst.

      Habt Ihr solche Vereinbarungen?
      Nein, keine ausgesprochene Vereinbarung. Allerdings, so wie bei Dir, ergibt es sich einfach durch die Nähe, dass er genau merkt, wann ich irgendwelche Sorgen habe und dann will er natürlich schon wissen, was los ist.

      Wenn ja/ nein, warum/ warum nicht?
      Weil wir eigentlich gar keine ausgesprochenen Vereinbarungen haben. Alles, was wir miteinander tun ist gewachsen. Es hat sich ganz natürlich ergeben, weil wir miteinander reden.

      WENN es solche Vereinbarungen gibt, wie geht Ihr dann mit ggf davor geschalteten Rechten um (also zB Verschwiegenheitserklärung der Sub am Arbeitsplatz)? Werden diese Bereiche ignoriert oder oder klammert ihr sie aus. Wenn ja, warum?
      Als Betreuerin musste ich auch eine solche Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Diese ist natürlich bindend für mich. Genau so wie hier in diesem Forum z.B. der Sub-Bereich.
      Wie in jeder guten Beziehung rede ich aber mit meinem Partner über Dinge, die mich beschäftigen. Dazu ist es aber nicht erforderlich Namen oder andere sensible Daten weiterzugeben, sondern lediglich über das Problem/die Sorgen, das/die ich habe zu sprechen.

      Haltet Ihr diesbezügliche Vereinbarungen für sinnvoll, wenn sie tatsächlich "grenzenlos" sind? Könnt Ihr sie nachvollziehen?
      Na, prinzipiell denke ich, dass jedes Paar(+) das so halten sollte, wie es für sie passt.
      Allerdings wäre es mir auch lieb, wenn ich im Vorhinein wüsste, mit wem alla ich da jetzt rede. Ich erwarte von meiner Freundin ja auch, wenn ich ihr was im Vertrauen erzähle, dass es unter uns bleibt. Dieses Vertrauen sollte man haben dürfen.
      Lieben Dank Euch beiden @rubbi und @Schwarze Rose :blumen:

      Ich lese bei Euch beiden heraus, dass es keine "konkrete" Vereinbarung gibt in dem Sinne "ab heute gilt xy" , sondern dass diese bei Euch eher einfach aus der Beziehung heraus ganz normal erwachsen sind/ sich entwickelt haben-

      Gerne würde ich ja mal jemanden lesen, der tatsächlich irgendsowas in der Art im Kontext BDSM ganz klar vereinbart hat, würde gerne eine Vorstellung davon bekommen.


      Damit das halt hier auch nicht wie so ein Fragenkatalog wirkt, immerhin denke ich ja tatsächlich drüber nach, frage ich mich, ob es da nicht auch zu Missverständnissen kommen kann?

      Also zB dass der betreffende Dom evtl gesagt hat "ALLES" (es sich aber evtl für ihn von selbst versteht, dass sich das nur auf alles bis zur gewissen Grenze xy bezieht, was er, weil er es für selbstverständlich hielt, als nicht erwähnenswert betrachtete ) und Sub nimmt es aber wörtlich (weil alles ja nunmal alles heißt ;) ). Oder auch umgekehrt.

      Oder das:

      rubbi schrieb:

      Ich erwarte von meiner Freundin ja auch, wenn ich ihr was im Vertrauen erzähle, dass es unter uns bleibt. Dieses Vertrauen sollte man haben dürfen.
      Erwartest Du das? Also automatisch?
      Erwartest Du von Deiner Freundin, dass sie selbst die Unterscheidung macht oder weiß, wann Du ihr was im Vertrauen erzählst und wann es einfach eine normales "Geplänkel ist"?
      Oder ist automatisch "alles" was Du Deiner Freundin erzählst "im Vertrauen"?
      Oder kommunizierst Du ihr das klar und kannst dann auch zu Recht erwarten?

      Weißt Du, was ich meine?

      Ich frage mich manchmal, wie bewusst wir tatsächlich damit umgehen und wie weit ich tatsächlich etwas "erwarten kann" oder von etwas ausgehen kann.

      Daher interessiert mich einfach, wie konkret solche Vereinbarungen tatsächlich sind, oder wie unmissverständlich/ oder evtl missverständlich für beide Seiten.
      Welchen Sinn sie haben für die Vereinbarenden und so...

      Womit wir natürlich auch wieder beim Thema Kommunikation wären ;)
      Mir wird ganz oft bewusst, wie unterschiedlich Menschen mit solchen Dingen umgehen, wie sie sich unterscheiden in Ihrer Wahrnehmung oder dem, was sie voraussetzen.
      Daher interessiert mich das auch so- im Ganzen finde ich es spannend :)
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:
      Erwartest Du von Deiner Freundin, dass sie selbst die Unterscheidung macht oder weiß, wann Du hier was im Vertrauen erzählst und wann es einfach eine normales "Geplänkel ist"?
      Oder ist automatisch "alles" was Du Deiner Freundin erzählst "im Vertrauen"?
      Oder kommunizierst Du ihr das klar und kannst dann auch zu Recht erwarten?

      Hm, gute Fragen. Wir kennen uns schon Jahrzehnte und wissen so viel über einander...
      Eigentlich funktioniert das automatisch. Manchmal wird schon darauf hingewiesen, Dieses oder Jenes nicht weiterzusagen oder es anzusprechen, wenn der Partner dabei ist.
      Aber, wie gesagt, es ergibt sich meistens aus dem Zusammenhang und dem Thema.


      Und p.s. EDIT , Memo an mich selbst:

      Manchmal bin ich ja auch ein Trottel und seh den Wald vor lauter Bäumen nicht... :facepalm: :gruebel:
      Wenn jemand so gaaaaaaaanz weitreichende Vereinbarungen trifft, dann wird er es sicher nicht an die große Glocke hängen :dash: Was frage ich also danach? Ich wollte auch nicht indiskret in dem Sinne sein - sorry :pardon:
      Jenen, die sie eher nicht haben, dürfte das wohl leichter fallen... soll es ja aber gar nicht.

      Dann weiche ich das mal auf:
      hinsichtlich einfach "konkreter Vereinbarungen, ab jetzt gilt yx" und auch gerne in anderen Bereichen.
      Eben wie konkret trefft ihr die, was gibt es euch oder warum lehnt ihr sie ab?
      Geht auch so ein bißchen in die Richtung, wie durch solche Vereinbarungen die Wahrnehmung geschärft wird etc.
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:
      @BlackWings



      BlackWings schrieb:

      Also zB dass der betreffende Dom evtl gesagt hat "ALLES" (es sich aber evtl für ihn von selbst versteht, dass sich das nur auf alles bis zur gewissen Grenze xy bezieht, was er, weil er es für selbstverständlich hielt, als nicht erwähnenswert betrachtete ) und Sub nimmt es aber wörtlich (weil alles ja nunmal alles heißt )
      Es wird wohl beides geben zum einen das Sub etwas falsch verstanden hat, dass sollte Dom dann aber auch merken ;)

      Zum anderen, gibt es auch dieses "Alles".

      In der Regel findest du es, dann in TPE Beziehungen.
      Will Dom das, ist es natürlich auch ein (in meinen Augen) sehr hoher Aufwand, im Sinne der Kontrolle.
      Denn eine Regel die nicht kontrolliert werden kann, macht wenig Sinn.
      Ich kenne es von 2 Paaren, da sind dann allerdings auch die sozialen Kontakte generell begrenzt.
      Ob es mit einer kontaktfreudigen Sub Sinn macht, ohne diese zu begrenzen....keine Ahnung.
      Aber vielleicht bekommst du ja noch einen Bericht dazu.
      Anmerkung:
      Dies ist lediglich meine Meinung und nicht für die Allgemeinheit gültig.
      Ich frage mich, ob man als Sub auch mal einfach den Menschenverstand eingeschaltet lassen soll.

      Ich sage meinem Mann nicht immer alles. Wenn mir meine Schwester oder womöglich sogar meine Mutter etwas sagt, dass ihr an meinem Mann nicht gefällt, worüber sie sich Sorgen macht, etc.
      Damit würde ich den ganzen Familienfrieden zerstören.

      Kriegt ihr als Subs den Auftrag, alles und wirklich alles weiterzusagen?
      Ich habe diese ewig langen Diskussionen in den letzten Tagen nicht komplett erfasst und nicht alles verstanden. Sorry daher für meine Frage
      BlackWings schrieb:

      BlackWings schrieb:



      Meine Frage(n) nun dazu:

      Habt Ihr solche Vereinbarungen? (Domseite/ Subseite)
      Wenn ja/ nein, warum/ warum nicht? (Dom/ Subseite)
      Wenn ja (oder wenn ihr sie treffen würdet) wie weit reichen sie/ was inkludiert ihr da oder wo ist Eure Grenze? (Dom/Subseite)
      Haltet Ihr diesbezügliche Vereinbarungen für sinnvoll, wenn sie tatsächlich "grenzenlos" sind? Könnt Ihr sie nachvollziehen?
      WENN es solche Vereinbarungen gibt, wie geht Ihr dann mit ggf davor geschalteten Rechten um (also zB Verschwiegenheitserklärung der Sub am Arbeitsplatz)? Werden diese Bereiche ignoriert oder klammert ihr sie aus. Wenn ja, warum?
      Wenn Ihr Menschen kennt, von denen Ihr wisst, dass sie solche Vereinbarungen haben, wie beeinflusst Euch das im Umgang mit diesen Menschen, was erwartet Ihr oder wie verhaltet Ihr Euch?
      Was geben Euch diese Vereinbarungen/ wie fühlt Ihr Euch dabei? Oder warum sind sie Euch wichtig? (natürlich ebenfalls Domseite/ Subseite)

      Nun erwarte ich NICHT, dass Ihr jede dieser Fragen beantwortet! Fühlt Euch frei! Erstmal erwarte ich gar nichts ;)
      Mich interessieren einfach Meinungen, Erfahrungswerte, Gedanken, sowohl von der einen, als auch von der anderen Seite.

      Gibt es Vereinbarungen, über die ihr gerne berichten wollt, warum ihr sie wie habt und wie ihr sie erlebt/ was es Euch gibt? Etc etc etc.

      Es gab tatsächlich mal so eine Idee seitens meines Dom. Er wollte einfach wissen, was mich so beschäftigt hält im Kopf, gerade weil ich Anfängerin bin. Zu Beginn unserer Beziehung waren wir beide in einem anderen Forum/Singlebörse angemeldet und dort gab es Bereiche für Dom/Sub, wo der Gegenpart dann keinen Zugang hatte, ähnlich wie hier.
      Er hatte dann die Idee, dass ich ihm dazu dann Bericht erstatten sollte und ich ging auf alle Barrikaden zugleich. Für mich hatte das den Geschmack von Spionage und Missbrauch :thumbdown: etwas, was für mich nicht vereinbar ist. Das wäre wie Verrat an meiner besten Freundin und nö, einfach nö.

      Allerdings war das ein Missverständnis. Mein Dom bat mich lediglich darum, sollte dort etwas sein, wo ich ein Problem mit kriege, wo ich nicht verstehe, was ich ablehne für uns als mögliche Spielvariante, das möge ich bitte sagen. Und mit dieser Vereinbarung kann ich sehr gut leben.

      Grenze ist da, wo Rechte anderer betroffen sind: Freundin, Worte aus Bereichen, wo er keinen Zugang hat. Was auch meinen Job betrifft. Oder mein Konto :D Geht ihn nichts an, ihn betrifft es nicht, was soll er mit den Informationen tun?!

      Ja, es gibt Dinge, die ich ihm freiwillig erzähle. Aber aufgrund einer Regel würde ich mich nicht dazu zwingen lassen, Dinge zu erzählen, die ich nicht sagen darf. Das geht so extrem gegen mein Empfinden, ich wäre wirklich unglücklich, weil ich lügen müsste.
      Menschen dürfen darauf vertrauen, dass ich etwas nicht sage, was sie mir anvertrauen.

      Wir haben also eine Vereinbarung, irgendwie. Ich muss und soll alles erzählen, solange es uns betrifft, mich beschäftigt. Aber es liegt an mir, zu entscheiden, wie ich was sage, worüber ich rede. Und wenn es tatsächlich noch wen betrifft, wie ich damit umgehe, dass er das mit mir bereden kann, ohne dass Dritte zu Schaden kommen.
      Bsp. Ich hab mich im Job mit einem Pilz infiziert. Das passierte schon und kann immer passieren. Ich weiss auch meist, woher genau bzw von wem, gemeinsam genutzte Sanitäranlagen etc... Jetzt muss ich, um ihn nicht zu gefährden, natürlich was sagen. Schon allein um ihn zu schützen. Das passiert in anonymisierter Form, so dass er zumindest weiss, was los ist. "Hab ich mir im Job gefangen" reicht da doch. Somit hab ich ihn informiert, zugleich den Pilzträger geschützt.

      Schwarze Rose schrieb:

      Denn eine Regel die nicht kontrolliert werden kann, macht wenig Sinn.
      Das hört sich schlüssig an ;)


      Bärbel schrieb:

      Ich frage mich, ob man als Sub auch mal einfach den Menschenverstand eingeschaltet lassen soll.
      Davon gehe ich aus :D


      Bärbel schrieb:

      Kriegt ihr als Subs den Auftrag, alles und wirklich alles weiterzusagen?
      Na ja, geben wird es das sicherlich, also nicht nur in BDSM Beziehungen. Aber mir ging ja inzwischen schon selbst die Laterne auf, dass das hier sicher so auch keiner schreiben würde. :facepalm:

      Daher frage ich ja einfach interessiert danach, was es da so wie gibt und wie konkret das halt ist oder das warum. Ich verstehe Dinge halt gerne und manchmal lerne ich ja auch dabei.

      ...und die Diskussionen der letzten Tage haben da nur recht wenig mit zu tun. Sind halt wirklich Fragen, die sich ergaben aus dem von mir genannten Thema ;)
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:
      Vielleicht nicht ganz so konkret...
      In einer guten Beziehung möchte ich mit meinem Partner über Dinge sprechen die mich eben so bewegen. Ich will ihn nicht anlügen. Wenn er mich konkret nach etwas fragt, würde ich ihm das entweder sagen oder sagen ich kann das nicht beantworten. Aber lügen mag ich nicht. Es wäre sehr anstrengend sämtliche Gespräche wieder zu geben die ich so führe und mir auch etwas zu blöde. Da muss einfach genug vertrauen da sein, dass ich erzähle was mich beschäftigt. Oder man kommt so einfach ins Gespräch. Manche Dinge behalte ich auch für mich und sage sie absolut niemandem, weil ich das als richtig empfinde. Wenn die Person dann selbst damit kommt, ist das in Ordnung, aber erst dann.

      Nun oute ich mich mal so halb @BlackWings. In meiner Vanilla Beziehung hatten wir schon durchaus die Situation, dass er alles wissen wollte. Sogar in mein Handy gucken, meine Mails lesen... Zugegeben es lief nicht so gut und das Vertrauen war nicht mehr so wirklich gegeben. Ich wollte das allerdings nicht, weil ich meine Privatsphäre schätze und mich auch etwas über ihn ausgekotzt hatte. Auch war er halb sauer, weil ich etwas sehr intimes über ein Familienmitglied für mich behalten habe, bis es sich selbst dazu geäußert hat. Wenn ich alleine wo hin gehe muss er auch wissen was ich mache und mit wem, am besten im Detail. Das empfinde ich stellenweise als sehr anstrengend. Eine Zeitlang durfte ich auch nirgendwo alleine hin oder mit ihm unbekannten Personen Sachen unternehmen, was Freizeitaktivitäten anging. Das ging mir echt auf den Keks. Als würde ich irgendwas anstellen oder entführt werden. :S Na ja, die Konsequenz war, dass ich kaum noch raus gegangen bin und Dinge die ich gerne gemacht habe eben viel seltener gemacht habe. Jedes mal dann zu fragen ob das in Ordnung geht fand ich seltsam. Oder ihm dann die Leute erstmal vorzustellen, bevor ich was mit ihnen mache. Zumal er ja nicht mal mein Herr ist. Ich schätze ihm war die Situation so an sich nicht mal wirklich bewusst. Irgendwann habe ich dann hauptsächlich mit seinen Freunden was unternommen, die kennt er ja.

      Für mich sind das schon heftige Auswirkungen. Irgendwann war ich an dem Punkt an dem ich mich gefragt habe, warum ich eigentlich niemanden mehr kenne, mit dem ich mal weg gehen will oder mich mal auf nen Tee treffen mag. Das war so schleichend, dass ich das selbst nicht so bewusst wahrgenommen hatte. Da ich eh nicht so super kommunikativ bin, wahrscheinlich umso weniger. Ich habe mich dann in mein Studium gestürzt und ihn da ausgerenzt, was Entscheidungen angeht. Zusätzlich habe ich festgestellt, dass ich angefangen habe Dinge vor ihm zu verheimlichen, weil ich das nicht verboten bekommen wollte oder eben keine negartive Reaktion darauf wollte. Das äußerte sich dann in Bereichen in denen er mich nicht versteht. Sicher nicht die feine Art, aber auch eine Schutzreaktion.

      Gerade arbeite ich das auf. Knurre ihn mal an wenn mir was nicht passt und zwinge mich dazu Dinge anzusprechen, bei denen ich total nervös werde, weil ich weiß, dass es nicht so ist wie er sich das vorgestellt hatte. Ich gehe einfach mit Leuten wohin wenn ich Lust dazu habe und höre nicht auf sein gewinsel, ob das wirklich sein muss. Allerdings sage ich bei weitem auch nicht alles, gerade wenn ich weiß, dass er damit nicht umgehen kann. Dann versuche ich das Thema langsam anzugehen.
      Klar ist das nicht die ideale Situation... aber das Leben.

      Warum ich das schreibe ist einfach um darauf aufmerksam zu machen, wie sehr das nach hinten losgehen kann. Sicher gibt es Menschen die sich da finden und damit umgehen können und das wollen. In meiner Situation, unter meinen Umständen ist das Verhalten eben fehlgeschlagen.
      Liebe @Cat_on_the_Moon vielen Dank für Deine ausführlichen und offenen Worte :blumen:

      ...und wow... Du erinnerst mich. An wen? Woran?
      An mich :saint:

      Tatsächlich dieser ganze Teil:

      Cat_on_the_Moon schrieb:

      In meiner Vanilla Beziehung hatten wir schon durchaus die Situation, dass er alles wissen wollte. Sogar in mein Handy gucken, meine Mails lesen... Zugegeben es lief nicht so gut und das Vertrauen war nicht mehr so wirklich gegeben. Ich wollte das allerdings nicht, weil ich meine Privatsphäre schätze und mich auch etwas über ihn ausgekotzt hatte. Auch war er halb sauer, weil ich etwas sehr intimes über ein Familienmitglied für mich behalten habe, bis es sich selbst dazu geäußert hat. Wenn ich alleine wo hin gehe muss er auch wissen was ich mache und mit wem, am besten im Detail. Das empfinde ich stellenweise als sehr anstrengend. Eine Zeitlang durfte ich auch nirgendwo alleine hin oder mit ihm unbekannten Personen Sachen unternehmen, was Freizeitaktivitäten anging. Das ging mir echt auf den Keks. Als würde ich irgendwas anstellen oder entführt werden. Na ja, die Konsequenz war, dass ich kaum noch raus gegangen bin und Dinge die ich gerne gemacht habe eben viel seltener gemacht habe. Jedes mal dann zu fragen ob das in Ordnung geht fand ich seltsam. Oder ihm dann die Leute erstmal vorzustellen, bevor ich was mit ihnen mache. Zumal er ja nicht mal mein Herr ist. Ich schätze ihm war die Situation so an sich nicht mal wirklich bewusst.
      und der

      Cat_on_the_Moon schrieb:

      Für mich sind das schon heftige Auswirkungen. Irgendwann war ich an dem Punkt an dem ich mich gefragt habe, warum ich eigentlich niemanden mehr kenne, mit dem ich mal weg gehen will oder mich mal auf nen Tee treffen mag. Das war so schleichend, dass ich das selbst nicht so bewusst wahrgenommen hatte.

      Und ja, na klar, absolut...


      Cat_on_the_Moon schrieb:

      wie sehr das nach hinten losgehen kann

      Tatsächlich betraf das aber auch eine laaaange in der Ferne liegende Vanillabeziehung. Da sage ich auch für mich persönlich: Mensch, da lief doch mal was falsch :gruebel: Evtl ist DAS mit ein Grund, dass mich das interessiert.
      Denn, und Achtung, hier meine ich nur MICH natürlich und nicht Dich, denn Deine Beziehung besteht ja scheinbar und Ihr habt Euren Weg gefunden, bei uns sah ich das ja nicht als "Vereinbarung". Vielmehr als ganz fiesen, schleichenden Prozess, wo einer sich plötzlich in einer Situation wiederfindet, die er so nie anstrebte und dem auch nie direkt zustimmte. Also ich. Teils wurde ich überrumpelt, teils fügte ich mich.

      Mag alles ein Grund sein, warum ich selbst heute sehr sensibilisiert bin für solche Grenzen, wenn auch Gott sei Dank nicht übersensibsilisiert.
      Fakt ist aber eben ja auch, dass es hier eben um eine Vanilla Beziehung ging.

      Im BDSM Kontext gehe ich ja davon aus, dass da niemand überrumpelt wird, sondern dass sich BEIDE darin wohl fühlen, es Ihnen etwas gibt. Das ist ja dann ganz etwas Anderes, meine ich, hoffe ich, denke ich.
      Auch der Part, der dem Wunsch des anderen zustimmt, zieht ja irgend etwas daraus, also irgendein Bedürfnis wird ja gestillt.

      Welches ist das zB?
      Ich kann mir halt vorstellen, dass das auch irgendwie der immerwährende Beweis ist, dass der andere sich für einen interessiert zB. Man muss sich darum nicht sorgen, man hat es quasi garantiert. Das kann ja dann ein schönes Gefühl der Sicherheit geben zB. Ich weiß es nicht... Von mir ja nur theoretisches Denken.

      Deshalb interessieren mich ja Erfahrungswerte dazu :)
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:
      Ich kann für mich nur 3 von 6 Überlegungen beantworten...trotzdem versuche ich es mal:
      1. Habt Ihr solche Vereinbarungen?
      Nein. Er liest mich allerdings sehr zuverlässig :S . Das ist beinahe wirkungsvoller als wenn ich verpflichtet wäre, ihm etwas/alles mitzuteilen.
      2. Warum nicht?
      Ich bin ein extrem freiheitsliebender und alltags unabhängiger Mensch. Das ist ein elementarer Bereich meiner Persönlichkeit. Eine Mitteilungspflicht würde für mich eine Einschränkung darstellen. Mir reicht es schon, wenn er das ausspricht, was ich gerade gedacht habe.
      3. /
      4. Könnt Ihr sie nachvollziehen?
      Ich persönlich nicht. Sie passt einfach nicht zu mir und meinem Lebensentwurf. Die bloße Vorstellung verursacht bei mir Fluchtphantasien :D . Das wäre mir alles "zu eng".
      5. /
      6. /
      „Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst.
      So tiefen Grund hat sie.“

      Heraklit

      kara schrieb:

      1. Habt Ihr solche Vereinbarungen?
      Nein. Er liest mich allerdings sehr zuverlässig . Das ist beinahe wirkungsvoller als wenn ich verpflichtet wäre, ihm etwas/alles mitzuteilen.
      Danke @kara Und ja, das ist in der Tat ein Argument :) Das kenne ich von irgendwoher. Und daran ist ja auch das "Fiese", dass man dem gar nichts zustimmen kann, sich dem gar nicht entziehen kann, das IST einfach so :/
      Aber genießen wir nicht eben auch genau DAS und wissen es zu schätzen? ^^ Auch wenn es manchmal lästig ist ;) :whistling: :D
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:
      Ich möchte jetzt hier nicht groß zitieren, denn auf Grund der letzten Beiträge hmmm... wie soll ich sagen, kamen mir mehrer Gedanken, die einfach nicht irgendwo dazu passen, sondern eher so das Gesamte ins Auge fassen.
      Ich versuche mal das einigermaßen wiederzugeben.
      Eine D/s Beziehung mit Machtübergabe im Sinne von 24/7 oder TPE ist immer ein Entwicklungsprozess, wenn man eine gesunde Beziehung möchte. Sicher gibt es die eine oder andere Regel die dann an Punkt X eingeführt wird.Doch alles hatte erst mal einen Prozesse bis es dahin kam. Das sind auch Prozesse die ihre Zeit brauchen, eine Tpe Beziehung, und das ist ja der Hintergrund der Fragestellung hier, die entsteht nicht, von Heute auf Morgen und auch nicht in 2 oder 3 Jahren. Der Weg dahin evtl. aber nicht das "Total" was es aus macht.

      Jetzt mal zu den "Vorbelastungen".
      Wir sind ja nun alle keine Neugeborene mehr.
      Das heißt wir haben alle mehr oder weniger, bestimmte Dinge mitbekommen.
      Dabei ist es egal ob in einer vorherigen Beziehung, in der Kindheit oder sonst irgendwann.
      Denn selbst wenn ich total behütet aufgewachsen bin, noch keine Beziehung hatte, kann es sein das es mich beschäftigt das mir von irgendwem, irgendwann das Schüppchen im Sandkasten geklaut wurde

      Wenn mich das immer noch beschäftigt, sollte ich meinem Partner das sagen.
      Weder Sub noch Dom, bekommt einen Partner ohne irgendwelche "Vorbelastungen".
      Solange es sich um einem "relativ normalen" Rahmen" handelt, denke ich ist das auch kein Problem.

      Das was du @BlackWings hinterfragst hat ja auch mit "Abgeben" zu tun.
      Verantwortung abgeben hört sich erst mal toll an.

      Bei einer Ds-Beziehung, wo das wohlergehen von Sub an erster Stelle steht, so habe ich es zumindest kennen gelernt" nimmt Dom nur die Verantwortung entgegen, von der Sub weiß was sie da auch abgibt.
      Hört sich kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht.
      Was will Dom mit einem "Geschenk" das Sub nichts Wert ist ;)
      Da lernt Sub erst mal was Eigenverantwortung ist, bevor sie diese abgeben darf.
      Da lernt Sub erst mal was es heißt sich um sich selbst zu kümmern, bevor es jemand anderes (Dom) tut.
      Die List könnte ich endlos weiter führen.
      in einem Satz, Dom führt Sub erst mal dahin, sich selbst besser kennen zu lernen bevor er irgendetwas fordert.
      Denn auch erst dann kann Dom sich sicher sein, dass Sub weiß was sie da abgibt, welchen Wert es hat.

      Als Sub kann ich dieses dann stolz Dom übergeben, mit der Gewissheit, dass wir beide wissen das ich da etwas abgebe, was mir etwas Wert ist. Ich "entbehre" etwas.

      Jetzt nehme ich den Satz von oben noch mal auf.
      MMn. Muss Sub sich bewusst sein, welche Rechte sie abgibt, welche Konsequenzen das hast.
      Und auch Dom muss sich da sicher sein können,dass Sub es weiß und das er auch bereit ist dies Verantwortung zu übernehmen.

      Sollte es an diesem Punkt, zu irgendwelchen Zweifeln kommen, das Sub nicht genau weiß was sie abgibt oder Dom nicht genau weiß, welche Verantwortung er übernimmt, ist es einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt.
      Anmerkung:
      Dies ist lediglich meine Meinung und nicht für die Allgemeinheit gültig.

      Schwarze Rose schrieb:

      Ich möchte jetzt hier nicht groß zitieren, denn auf Grund der letzten Beiträge hmmm... wie soll ich sagen, kamen mir mehrer Gedanken, die einfach nicht irgendwo dazu passen, sondern eher so das Gesamte ins Auge fassen.
      Ich versuche mal das einigermaßen wiederzugeben.
      Eine D/s Beziehung mit Machtübergabe im Sinne von 24/7 oder TPE ist immer ein Entwicklungsprozess, wenn man eine gesunde Beziehung möchte. Sicher gibt es die eine oder andere Regel die dann an Punkt X eingeführt wird.Doch alles hatte erst mal einen Prozesse bis es dahin kam. Das sind auch Prozesse die ihre Zeit brauchen, eine Tpe Beziehung, und das ist ja der Hintergrund der Fragestellung hier, die entsteht nicht, von Heute auf Morgen und auch nicht in 2 oder 3 Jahren. Der Weg dahin evtl. aber nicht das "Total" was es aus macht.

      Jetzt mal zu den "Vorbelastungen".
      Wir sind ja nun alle keine Neugeborene mehr.
      Das heißt wir haben alle mehr oder weniger, bestimmte Dinge mitbekommen.
      Dabei ist es egal ob in einer vorherigen Beziehung, in der Kindheit oder sonst irgendwann.
      Denn selbst wenn ich total behütet aufgewachsen bin, noch keine Beziehung hatte, kann es sein das es mich beschäftigt das mir von irgendwem, irgendwann das Schüppchen im Sandkasten geklaut wurde

      Wenn mich das immer noch beschäftigt, sollte ich meinem Partner das sagen.
      Weder Sub noch Dom, bekommt einen Partner ohne irgendwelche "Vorbelastungen".
      Solange es sich um einem "relativ normalen" Rahmen" handelt, denke ich ist das auch kein Problem.

      Das was du @BlackWings hinterfragst hat ja auch mit "Abgeben" zu tun.
      Verantwortung abgeben hört sich erst mal toll an.

      Bei einer Ds-Beziehung, wo das wohlergehen von Sub an erster Stelle steht, so habe ich es zumindest kennen gelernt" nimmt Dom nur die Verantwortung entgegen, von der Sub weiß was sie da auch abgibt.
      Hört sich kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht.
      Was will Dom mit einem "Geschenk" das Sub nichts Wert ist ;)
      Da lernt Sub erst mal was Eigenverantwortung ist, bevor sie diese abgeben darf.
      Da lernt Sub erst mal was es heißt sich um sich selbst zu kümmern, bevor es jemand anderes (Dom) tut.
      Die List könnte ich endlos weiter führen.
      in einem Satz, Dom führt Sub erst mal dahin, sich selbst besser kennen zu lernen bevor er irgendetwas fordert.
      Denn auch erst dann kann Dom sich sicher sein, dass Sub weiß was sie da abgibt, welchen Wert es hat.

      Als Sub kann ich dieses dann stolz Dom übergeben, mit der Gewissheit, dass wir beide wissen das ich da etwas abgebe, was mir etwas Wert ist. Ich "entbehre" etwas.

      Jetzt nehme ich den Satz von oben noch mal auf.
      MMn. Muss Sub sich bewusst sein, welche Rechte sie abgibt, welche Konsequenzen das hast.
      Und auch Dom muss sich da sicher sein können,dass Sub es weiß und das er auch bereit ist dies Verantwortung zu übernehmen.

      Sollte es an diesem Punkt, zu irgendwelchen Zweifeln kommen, das Sub nicht genau weiß was sie abgibt oder Dom nicht genau weiß, welche Verantwortung er übernimmt, ist es einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt.
      liebe @Schwarze Rose jetzt muss ich mal ganz ketzerisch nachfragen (und ich meine es wirklich nicht böse oder kleingeistig, nur neugierig): Warum?

      Warum will ich nach und nach meine Rechte und Freiheiten abgeben, was hat man, hast Du davon? Außer das Gefühl, etwas Wertvolles schenken zu können oder das Gefühl von Schutz und Entlastung. Und reicht das aus für so eine weitreichende "Entmündigung"? Was ist das für ein Bedürfnis?

      Ehrlich, ich verstehe es nicht. Und nein, ich will Dir nicht an den Karren fahren und entschuldige mich schonmal, falls das hier jetzt zu OT oder zu doof, zu indiskret war.

      BlackWings schrieb:

      Im BDSM Kontext gehe ich ja davon aus, dass da niemand überrumpelt wird, sondern dass sich BEIDE darin wohl fühlen, es Ihnen etwas gibt. Das ist ja dann ganz etwas Anderes, meine ich, hoffe ich, denke ich.Auch der Part, der dem Wunsch des anderen zustimmt, zieht ja irgend etwas daraus, also irgendein Bedürfnis wird ja gestillt.

      Welches ist das zB?
      Ich kann mir halt vorstellen, dass das auch irgendwie der immerwährende Beweis ist, dass der andere sich für einen interessiert zB. Man muss sich darum nicht sorgen, man hat es quasi garantiert. Das kann ja dann ein schönes Gefühl der Sicherheit geben zB. Ich weiß es nicht... Von mir ja nur theoretisches Denken.
      Mich hat das jetzt auch nicht überrumpelt, da ich dem tatsächlich zugestimmt hatte. Zumindest dachte ich, dass wir eine BDSM Beziehung führen können, da ich meine Neigungen und Gefühle kommuniziert hatte. ;) Ich denke auch da muss in einer BDSM Beziehung die Dynamik stimmig sein.

      Der Grund für meine Zustimmung war, dass ich (wenigstens anfangs) genossen habe, dass er auf mich aufpasst, nach mir sieht und ihn interessiert was ich so mache/mich bewegt. Ich wollte offen kommunizieren können, was so passiert. Mich eben nicht verschließen und habe darin eine gewisse Möglichkeit gesehen. Jetzt weiß ich eben, dass mir das zu viel ist und ich einen Raum nur für mich brauche. Zwar auch gerne mal sage was mich so bewegt und ich denke, aber nicht "erzwungen" dauerhaft und ständig Erlaubnis einholen will, falls ich irgendwo hin gehe/mich mit jemandem treffe, was auch immer. Ich mag es auch wenn er erkennt wie ich mich fühle. Aber wie gesagt will ich auch etwas Privatsphäre in meinem Kopf.

      Der Ausgang war von uns beiden so nicht geplant gewesen. Mitlerweile ist mir eben auch klar, dass er meine Gefühle da nicht versteht und es logisch ist, wenn sowas dann schief geht.

      Und wie @kara das beschreibt, habe ich gewisse Fluchtphantasien entwickelt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cat_on_the_Moon ()

      Vereinbarung was Mitteilungspflicht anbelangt hatte ich noch nie. Gab auch noch nie die Situation, daß dieses an mich heran getragen wurde oder verlangt. So wie ich mich kenne würde es das zu führen, daß ich mich eher verschließe, denn öffne. Das "einzige" worum gebeten wurde sind meine Wünsche und Fantasien mitzuteilen.... was sicherlich mit Vertrauen in den Partner einhergeht.

      Wenn jetzt verlangt werden würde ich soll mitteilen, was ich mit vertrauten Personen spreche würde ich mich fragen : Warum. :gruebel: denn ich teile ja freiwillig mit. ... dieses Vorgehen würde auf jeden Fall ins Gegenteil umschlagen.
      Was ich mitteile sortiert mein Hirn automatisch. Was mit Freunden oder auch den Eltern besprochen wurde sowieso. Es sei denn Dom fragt bspw wie's meiner Mutter geht oder einer Freundin.

      Dinge oder Sachen welche mich beschäftigen oder auch ärgern sprudeln eh aus mir heraus. Allerdings finde ich es dann wichtig, daß dieses auch beim Partner bleibt und nicht hingerannt wird und Brimborium veranstaltet.

      Wenn jemand so sehr Kontrolle über einen Menschen ausüben will, daß er alles wissen muss worüber der Andere mit Anderen spricht zeugt das für mich für Unsicherheit. Tut mir leid :pardon:
      Welche Sprache sprichst du? :whistling: (Zitat Sohnemann)
      Warum wird etwas kontrollieren wollen, was von beiden gewünscht wird, als Unsicherheit angesehen ?(
      Das könnte man dann, wenn man so will doch auf jeden Bereich der Kontrolle übertragen.

      Ist es nicht einfach so, dass einige es als Möglichkeit in ihrem BDSM ausleben wollen, man sich gemeinsam darüber Gedanken macht, und es beiden dann auch etwas gibt.
      Ich glaube, dass wird manches mal, mit ungewollter Kontrolle verwechselt.
      Anmerkung:
      Dies ist lediglich meine Meinung und nicht für die Allgemeinheit gültig.