Vereinbarung zwischen Dom & Sub (oder Partnern) bezüglich Mitteilungspflicht - deren Grenzbereiche und Konsequenzen

      Hallo und guten morgen,
      es dreht sich hier um mich und meine Sub, da ich berufliche sehr eingespannt bin derzeit , komme ich nicht immer dazu die aufgetragene Arbeiten zu kontrollieren. Das gebe ich derzeit auch zu. Dieses jedoch berechtigt NICHT eine , naja ich weiß nicht recht Domse/Sub oder was sie auch sein will ; da ich sie auch euch als eine Lady kenne, über mich den Ausspruch zu tätigen ich sei ein fauler S....

      Dieses wurde mir von meiner Sub berichtet, was dann dazu geführt habe das wir den Kontakt zu dieser doch so perfekten Doms/Sub oder was auch immer abgebrochen haben, denn das muss sich wohl keiner unterstellen lassen denn damit wird auch gleichzeitig die Sub /Sklavin abgewertet.

      Ja meine Sub/Sklavin berichtet mir vieles , ich verlange nicht alles sondern nur beleidigende Unterstellungen zu erfahren.
      Dann wird in einem kaum bekannten Forum eine Frage diskutiert die mich betrifft, nennt ihr das Fair?

      und nun viel Spaß
      Meines Erachtens ging es hier um Mitteilungspflicht und nicht um die Kontrolle von Aufgaben ect.

      Die Kontrolle über die Einhaltung und Erfüllung derer hat nach meiner Auffassung nichts mit Mitteilungspflicht zu schaffen. Und um diese ANDERE Mitteilungspflicht ging' s hier.
      Welche Sprache sprichst du? :whistling: (Zitat Sohnemann)
      wenn das für Sub in Ordnung ist, daß Dom Kontrolle über die sozialen Kontakte möchte ist das völlig in Ordnung für mich.

      Jedoch bin ich eine Verfächterin dessen, daß man durchaus zufrieden damit sein sollte was Sub freiwillig zulässt. Dieses kann manchmal mehr sein als man sich jemals erträumt hat.

      Und ich bin der Meinung , daß man auch weiter denken sollte. Denn was daraus entstehen KANN , was passiert wenn alles berichtet werden soll / muss, oder was auch immer, haben "wir" in dem anderen Thread hier lesen dürfen. Denn es kann letztlich zum Bruch und Misstrauen führen und deswegen bin ich der Meinung dieses gut zu überlegen.

      Jedes Paar oder jeder Mensch soll so wie er oder sie will...
      Welche Sprache sprichst du? :whistling: (Zitat Sohnemann)
      Ich versuch mich mal :D


      Hattet ihr solche Vereinbarungen?

      Wie soll ich sagen teils /teils damals ist es einfach so gewachsen. Wobei ihn die Personen von denen ich berichtete völlig wurscht waren, sondern er es einfach mochte jeden Schritt von mir zu kennen..Wo hin ich ging was Ich tat , warum ich es tat und und und . Er wusste mit wem ich Schicht habe was ich von Person x halte und wie es mir in der jeweiligen Situation geht.

      Daraus konnte er schon erahnen wie ich nach einer Schicht gelaunt war.
      (Keine Sorge war vor der GD Zeit)



      Warum?

      Schwierig, warum nicht? Wir haben alles besprochen, warum hätte ich ihn es nicht erzählen sollen? Er hatte und hat immer noch mein volles Vertrauen, auch wenn unsere Beziehung endete. ALLERDINGS ist dieses Vertrauen in der Schulzeit zusammen gewachsen über Jahre.
      Und dieses Vertrauen hat bis jetzt so auch nur einer bekommen, weil ich bei ihm.das Gefühl hatte es sei ok.

      Verschwiegenheit am Arbeitsplatz...
      Mein damaliger Partner wusste sehr viel über Uvv und geltendes Recht, Ich informierte mich über Gegebenheiten und machte dadurch einige Verbesserungsvorschläge zu Gunsten und zur Sicherheit aller. Technische Baudetails und so waren nie Bestand.


      Ich kann die Grenzen nachvollziehen soweit sie dem persönlichen Intresse an mir und meiner Sicherheit dienen. Tatsächlich mag ich diese Art, wenn aber Kontrolle von persönlichen Nachrichten dazu käme...Kontrolle im Sinne zeig her ob das da so steht und nicht Hey mit wem schreibst du gerade? Das ist für mich ok.
      Der Grad ist sehr schmal wo Intresse aus Freude kontrolliert und gegeben wird oder eben aus einem ZWang heraus stattfindet.

      Positives alles wissen wollen, dem gebe ich gerne nach.

      Negatives Intresse, aus Unsicherheit entstande Kontrolle bring mich auf alle Barrikaden und lässt Beziehungen sehr schnell enden.

      Aber zu guter Letzt suche ich einen Partner mit ja bitte nicht lachen mit ,,moralisch kompatiblen" Einstellungen. Der mich erst gar nicht in solche Bedrängnis bringen wollen würde... :S .

      Es klingt vielleicht etwas widersprüchlich, aber super Wortgewand bin ich wohl nicht.
      Hoffe du konntest etwas daraus gewinnen :blumen:

      schaetzchen schrieb:

      Wenn jemand so sehr Kontrolle über einen Menschen ausüben will, daß er alles wissen muss worüber der Andere mit Anderen spricht zeugt das für mich für Unsicherheit. Tut mir leid
      Danke, dieser Ansatz gibt mir die Möglichkeit, hier vielleicht doch auch noch etwas Sinnvolles beizutragen (hatte schon befürchtet, dass ich mich mangels irgendetwas Neuem, was ich hier beitragen könnte, an diesem interessanten Thread nicht mehr sinnvoll beteiligen könnte ... :whistling: ).

      Ich möchte, was ich mir dazu denke, verbinden mit der Beantwortung dieser Frage:


      BlackWings schrieb:

      Wenn ja/ nein, warum/ warum nicht? (Dom/ Subseite)
      und da gleichzeitig ein bisschen rügen (und auch selbst reflektieren), dass bei allen hitzigen Diskussionen über dieses Thema die Frage nach dem "warum" bis auf die letzten Beiträge hier völlig außen vor geblieben ist, was ich sowohl für schade, als auch für seltsam halte.

      Denn grundsätzlich ist es bei mir so, dass mir (für mich selbst) viel wichtiger ist, warum ich etwas tue, als was ich da eigentlich tue. Und so ist es auch hier.

      Vorab nochmal zur Klarstellung zur ersten Frage:

      BlackWings schrieb:

      Habt Ihr solche Vereinbarungen? (Domseite/ Subseite)

      Ja, wir haben eine "solche" Vereinbarung. Aber die muss wohl, auch zur Beantwortung der anderen Fragen, wesentlich genauer definiert werden als als "solche".

      Wir haben die Vereinbarung, dass @rubbi mir offen alles erzählen soll, was sie beschäftigt. Nur das, aber da ausnahmslos alles. Und dass sie sich dabei selbst keine Grenzen auferlegen soll oder darf in eben der Art, dass sie sich überlegen würde, was das jetzt für sie, mich oder irgendeinen Dritten bedeuten würde.

      Diese Vereinbarung schließt also aus das sie mir irgendetwas erzählen müßte, was sie nicht beschäftigt, aber sie schließt ein, mir auch irgendwelche "Geheimnisse" zu erzählen, wenn sie die denn beschäftigen. Sie schließt aus, dass sie dazu Personen benennen müßte, aber ein, dass sie die Dinge in einem Kontext erzählt, die sie mir verständlich machen.


      Beispiel: Wenn sie nicht beschäftigt, dass etwas passiert ist, sondern dass es einer Freundin passiert ist, schließt die Erzählung ein, dass es einer Freundin passiert ist, nicht dass es "irgendwem" passiert ist (denn das würde sie ja nicht beschäftigen ...).


      Diese Vereinbarung, die wir da haben, ist weder ein "schriftlicher Vertrag", noch ein "Befehl" oder sonst was. Aber sie weiß schon sehr unmißverständlich (aus vielen, vielen Gesprächen), was ich da von ihr hören will. Also ist es eine Vereinbarung, wenn auch vielleicht keine "ausdrückliche" ...

      Jetzt zur wichtigen Frage: WARUM haben wir diese "Vereinbarung":


      Wir haben diese Vereinbarung genau aus einem einzigen, definierten Grund. @rubbi war, auch direkt, als wir uns kennengelernt haben, mir gegenüber nicht "schüchtern" oder "zurückhaltend", aber sie war ganz offenbar spürbar aus verschiedensten Gründen immer unsicher, was sie mir erzählen sollte und was nicht. Diese Gründe waren verschiedenster Natur und verschiedenster Ursache. Sie konnten einerseits in "Scham" darüber, was sie da gerade an sich entdeckte begründet sein, andererseits an einer Unsicherheit, mich nicht mit vermeintlich "kleinen" Sorgen belasten zu wollen.


      Daher wurde "gefiltert", was das Zeug hält. Nun kann man jemanden nicht wirklich kennen lernen, nämlich wirklich tiefgehend kennen lernen, verstehen lernen, lesen lernen - wie auch immer man das nennen will - wenn der einem nur erzählt, was er glaubt, dass man hören möchte, was einen nicht belastet, was einem nicht peinlich ist, etc ... Gerade diese Dinge, die hier "ausgefiltert" werden sind es, die zumindest ich hören muss, um das Gefühl zu haben, mein Gegenüber wirklich zu kennen.


      Was sollte oder konnte ich also tun? Mich mit den "Filtern" beschäftigen? Versuchen, die "umzujustieren"? Und das alles ohne zu wissen, was da eigentlich gefiltert wurde?


      Deshalb hatte ich diese - wie auch immer ihr das nennen wollt - Bitte, Anweisung, Wunsch (das hat bei uns eigentlich alles das gleiche Ergebnis - nämlich dass sie ALLES, was in ihrer Macht steht, daran setzt, dem nachzukommen) - an Sie, dass sie mir alles erzählt, und zwar völlig ungefiltert.


      Damit sie das konnte, habe ich ihr die Sicherheit gegeben, dass

      *) sie mich mit dem, was sie erzählt, nicht belasten würde (das war wohl der wichtigste und schwierigste - das geht nur durch Aufbau von Vertrauen in mich, dass ich mit allem, was sie mir erzählt, auch umgehen kann, und hat wohl auch am Längsten gedauert),

      *) ich das, was sie erzählt, nie nach außen tragen würde, oder in welcher Weise auch immer "gegen sie" oder "gegen einen Dritten" verwenden würde (das ist eigentlich einfach, es braucht "nur" Selbstdisziplin und Vertrauenswürdigkeit meinerseits)

      *) ich an ihrer Stelle diese "Filter" setze (also das, was für das Verständnis irrelevant ist, zwar höre, aber für mich nicht verarbeite, mir "merke" oder was auch immer)
      *) ich, was ihr "peinlich" scheinen mag, nie als peinlich empfinde (sondern als Teil ihrer selbst, als Teil dessen, was ich liebe)
      *) ich, was ihr "lächerlich" scheinen mag, nie als lächerlich empfinde (sondern als Teil ihrer Gedankenwelt, die mir helfen kann, sie zu verstehen).

      Jetzt den Bogen zurück zum eingangs angeführten Zitat:

      Ja, wenn jemand "Kontrolle" ausüben will, kann das für Unsicherheit sprechen. Das ist mMn nicht mal so unwahrscheinlich. Die Frage muss aber wohl präzisiert werden: Aus welchem Motiv, in welcher Weise will er Kontrolle ausüben?

      Will er sich sicher sein, dass er nicht "hintergangen" wird? Will er sein "Eigentum" vor dem potenziellen Zugriff anderer verstecken, also quasi "in den Tresor sperren" oder permanent überwachen? Das halte ich auch für "schwach". Denn jemand, der nicht vertrauen kann, ist schwach (oder hat furchtbare Erfahrungen gemacht, die er noch nicht verarbeitet hat und auch das kann, zumindest für einen "Dom" wohl in gewisser Weise als "Schwäche" gesehen werden).

      Will er hingegen sicherstellen, dass er Anteil an den Gedanken dessen hat, den er liebt und beschützen will, sehe ich es nicht als "Schwäche" sondern als Fürsorge.
      Wer lächelt, statt zu toben, ist immer der Stärkere. Laotse
      Uuuui, hey, was ist hier denn los :golly: ;)


      Jetzt muss ich erstmal sortieren...


      Zunächst Danke an @Schwarze Rose für Deine ausführlichen Schilderungen/ Erklärungen. Für mich nimmst Du damit die Gelegenheit sehr schön wahr, darzulegen, wie es sein KANN, was dahinter steht etc.
      Und darum geht es mir ja unter anderem... Ich muss nicht alles toll finden oder als für mich stimmig ansehen, was andere tun oder lassen. Aber akzeptieren und im besten Falle bitte respektieren können. Ich finde, das fällt umso leichter, umso mehr man es versteht. Und ich MÖCHTE andere Menschen gerne verstehen :) Soweit eben möglich, also soweit man mich lässt und halt Lust auf Erklärungen hat.

      Wenn jetzt also wer sagen würde: "hey, du lebst anders, du verstehst das eh nicht" dann macht er mich auch chancenlos, es zu verstehen, mich seiner Sicht anzunähernd und ggf sogar selbst etwas daraus zu lernen. Genau das aber wünsche ich mir ja :) Insofern Danke :blumen: ohne jetzt zu kommentieren, was ich davon für mich selbst als lebbar oder nicht empfände. Tut hier keine Geige ;)

      Schwarze Rose schrieb:

      Jetzt nehme ich den Satz von oben noch mal auf.
      MMn. Muss Sub sich bewusst sein, welche Rechte sie abgibt, welche Konsequenzen das hast.
      Und auch Dom muss sich da sicher sein können,dass Sub es weiß und das er auch bereit ist dies Verantwortung zu übernehmen.

      Sollte es an diesem Punkt, zu irgendwelchen Zweifeln kommen, das Sub nicht genau weiß was sie abgibt oder Dom nicht genau weiß, welche Verantwortung er übernimmt, ist es einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt.
      Diese Sätze hier finde ich auch toll von Dir, weil sie irgendwie zeigen, wo das eine vom anderen unterschieden wird, wie es wachsen muss oder dass es eben auch dafür bestimmte Rahmenbedingungen geben muss.


      Deshalb finde ich auch @Chardonnay s Fragen gut. Denn sie gehen ja genauso einher mit "etwas verstehen wollen".

      Chardonnay schrieb:

      Warum will ich nach und nach meine Rechte und Freiheiten abgeben, was hat man, hast Du davon? Außer das Gefühl, etwas Wertvolles schenken zu können oder das Gefühl von Schutz und Entlastung. Und reicht das aus für so eine weitreichende "Entmündigung"? Was ist das für ein Bedürfnis?
      Ich für mich würde da evtl nur den Begriff "Entmüdigung" ausklammern, denn "Entmündigung" hat für mich so etwas Unfreiwilliges. Aber ich hinterfrage ja hier durchaus "Freiwilliges" ;) Wobei klar, mich auch Erfahrungswerte jener interessieren, die da evtl einfach "reinrutschten" und sich dann nicht so sehr darin wiederfanden...
      Ist halt insgesamt ein interessantes Thema...


      Schwarze Rose schrieb:

      Für mich ist Ds (so wie ich es lebe, mit intensivem Machtgefälle) das SM für die Psyche.
      Ein schöner Satz :)


      Schwarze Rose schrieb:

      bei mir ist halt Submissivität im Vordergrund.
      ...und die mag eben jeder auch für sich an anderen "Eckpfeilern" festmachen und jeweils unterschiedlich ausgeprägt sein. Das macht es ja scheinbar "so bunt und breit gefächert"


      Cat_on_the_Moon schrieb:

      Mich hat das jetzt auch nicht überrumpelt, da ich dem tatsächlich zugestimmt hatte. Zumindest dachte ich, dass wir eine BDSM Beziehung führen können, da ich meine Neigungen und Gefühle kommuniziert hatte. Ich denke auch da muss in einer BDSM Beziehung die Dynamik stimmig sein.

      Der Grund für meine Zustimmung war, dass ich (wenigstens anfangs) genossen habe, dass er auf mich aufpasst, nach mir sieht und ihn interessiert was ich so mache/mich bewegt. Ich wollte offen kommunizieren können, was so passiert. Mich eben nicht verschließen und habe darin eine gewisse Möglichkeit gesehen. Jetzt weiß ich eben, dass mir das zu viel ist und ich einen Raum nur für mich brauche. Zwar auch gerne mal sage was mich so bewegt und ich denke, aber nicht "erzwungen" dauerhaft und ständig Erlaubnis einholen will, falls ich irgendwo hin gehe/mich mit jemandem treffe, was auch immer. Ich mag es auch wenn er erkennt wie ich mich fühle. Aber wie gesagt will ich auch etwas Privatsphäre in meinem Kopf.

      Der Ausgang war von uns beiden so nicht geplant gewesen. Mitlerweile ist mir eben auch klar, dass er meine Gefühle da nicht versteht und es logisch ist, wenn sowas dann schief geht.
      Schön beschrieben, Danke :)
      Ja, manchemal ist der Weg eben auch das Ziel. Man muss sich finden, Manches ausprobieren, um zu wissen, ob man genau das will. Ich kann Vieles ja im Vorfeld gar nicht beurteilen, ob ich das toll fände oder nicht, wenn ich es nicht kenne. Und manchmal erfüllt sich die Vorstellung, manchmal nicht, dann halt Kurskorrektur... "Privatsphäre im Kopf", das ist auch eine schöne Formulierung, die ich mir mal merke ;)

      Danke auch an @schaetzchen


      schaetzchen schrieb:

      So wie ich mich kenne würde es das zu führen, daß ich mich eher verschließe, denn öffne.
      Wie erklärst Du Dir das zB?
      Könnte von mir sein... Liegt aber daran, dass ich eine gewisse "Muss Allergie" ;) habe und hin und wieder zum Trotz neige :)
      Da kann ich mir durchaus vorstellen, dass solche Vereinbarungen für mich in einem gewissen Rahmen sogar hilfreich wären. Aber ich regel das eben auch lieber selbst :) Wobei .... :gruebel: ;)

      schaetzchen schrieb:

      Wenn jemand so sehr Kontrolle über einen Menschen ausüben will, daß er alles wissen muss worüber der Andere mit Anderen spricht zeugt das für mich für Unsicherheit. Tut mir leid
      Warum?

      Klar, erstmal kommt mir auch das von meinem eigenen Denken bekannt vor. Also umso mehr ein Mensch versucht, etwas zu kontrollieren, umso mehr verbinde ich das auch mit Verlustangst. Aber das halt so mehr aufs normale Leben bezogen und immer richtig ist das sicher auch nicht.

      Bezogen auf BDSM Beziehungen kann ich mir das durchaus vorstellen, dass das auch ganz andere Hintergründe hat- eben auch danach frage ich ja. Zumal ich ja in Dom eigentlich auch alles andere als Unsicherheit sehen will ;) Wenn diese ihm natürlich auch zugestanden sei. Wir sind Menschen. Und Unsicherheit eingestehen zu können, kommt bei mir zB wieder als Stärke an. Davor habe ich unglaubliche Achtung.

      Vielleicht mag ja hier mal wer sagen, der Kontrolle ausübt oder die Verpflichtungen vorgibt, was es ihm/ ihr gibt, die Motivation dahinter :)
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:

      Schwarze Rose schrieb:

      Aber wenn Dom alles mitgeteilt bekommen möchte, ist es doch Kontrolle, oder nicht?
      Und die Mitteilungspflicht wird ja auch vereinbart.
      MMn. fällt es unter Kontrolle sozialer Kontakte
      stüüümmt, haste Recht irgendwie :gruebel:


      So..., @samurai Danke auch Dir. Deinen Beitrag verstand ich jetzt nicht so auf Anhieb ;) Aber ich versuch's mal.


      samurai schrieb:

      es dreht sich hier um mich und meine Sub
      Na das mag ich hoffen, dass Du nur von Dir und Deiner Sub berichtest ;) , oder was meinst Du? Dass ihr eine Differenz habt, die genau diese Thematik betrifft? Oder Ihr eine solche Vereinbarung habt?


      samurai schrieb:

      da ich berufliche sehr eingespannt bin derzeit , komme ich nicht immer dazu die aufgetragene Arbeiten zu kontrollieren. Das gebe ich derzeit auch zu
      Bedauerlich, kommt aber vor. Ist ja halt das Leben. Oft hat man für viele Dinge leider zu wenig Zeit. Für den Partner, die Kinder, die Tiere, das Hobby. Super, wenn man es erkennt :)

      Allerdings fällt mir da @Schwarze Rose s Satz ein, dass Aufgaben, die man nicht auch kontrolliert, keinen Sinn machen. Das heißt in dem Bereich, mag es dann gleich nochmal hinderlicher sein. Aber hey... wir leben ja nunmal alle.


      samurai schrieb:

      Dieses jedoch berechtigt NICHT eine , naja ich weiß nicht recht Domse/Sub oder was sie auch sein will ; da ich sie auch euch als eine Lady kenne, über mich den Ausspruch zu tätigen ich sei ein fauler S....
      Ja und nein. Denn erstmal hat ein jeder Mensch das Recht, zu sagen, was er will, sich eine Meinung zu bilden oder zu haben.
      Die viel spannendere Frage ist ja, wie ich persönlich finde, wie man damit umgeht.


      samurai schrieb:

      Dieses wurde mir von meiner Sub berichtet, was dann dazu geführt habe das wir den Kontakt zu dieser doch so perfekten Doms/Sub oder was auch immer abgebrochen haben, denn das muss sich wohl keiner unterstellen lassen denn damit wird auch gleichzeitig die Sub /Sklavin abgewertet.
      Korrekt, keiner muss sich irgendwas unterstellen lassen. Und wenn das Eure Entscheidung war, dann ist das so. Ich persönlich hätte es anders gemacht, den oder diejenige bei der Gelegenheit gefragt, warum er/ sie das so äußert, ob er /sie dabei xy bedacht hat etc und evtl hätte man sich ja einigen können. Es gibt immer mehrere Wahrheiten und Wahrnehmungen und wenn man sich damit dann mal auseinandersetzt, stellt man evtl fest, dass es in der Mitte doch einen gemeinsamen Nenner gibt.

      Klar hängt das natürlich davon ab, wie wichtig einem dieser Kontakt ist.
      Also Beispiel: Eine Freundin betitelt mich als blöde Kuh. Dann werde ich sie damit bei nächster Gelegenheit konfrontieren.
      Meine Nachbarin von 3 Häusern weiter betitelt mich als blöde Kuh, dann ist mir das so ziemlich egal. Wer es glaubt, ist selbst schuld und die Nachbarin ist mir auch piepswurst- rede ich mit der eben nicht.



      samurai schrieb:

      ich verlange nicht alles sondern nur beleidigende Unterstellungen zu erfahren.
      Warum? Das finde ich jetzt komisch, sorry :gruebel: Ist das für Eure Beziehung wichtig? Hat das so viel Gewicht für Dich, wer was über Dich sagt? Das Wichtigste ist doch, was sie über Dich denkt, oder nicht?
      Also wenn ich mich um alles kümmern wollen würde, wo irgendwer Blödes in meinem Leben über mich sagt... halleluja, dann hätte ich aber viel zu tun ;)
      Und jetzt versteh mich bitte nicht falsch... ich MÖCHTE das gerne verstehen, warum zB solche Infos für Dich so wichtig/ wertvoll sind... Deshalb frage ich :)

      Mal abgesehen davon, dass, jetzt mal weg von Dom/ Sub und Vereinbarung, wir wohl alle gerne wissen, was wann und wo über uns geredet wird. Das halte ich für menschlich. Nur welches Gewicht man dem gibt, das scheint sehr unterschiedlich zu sein. Immerhin kommt es auch sehr darauf an, WER da was sagt. Ich entscheide zu einem großen Teil selbst, WER mich denn überhaupt beleidigen kann ;)

      samurai schrieb:

      Dann wird in einem kaum bekannten Forum eine Frage diskutiert die mich betrifft, nennt ihr das Fair?
      Ebenfalls ja und nein.
      Du kannst niemandem verbieten, Dinge zu diskutieren, die ihn beschäftigen. Das kann Erlebtes, Gehörtes, Gesehenes, Erdachtes sein. Das Recht hat erstmal jeder und das ist auch gut so.
      Schau, wenn man etwas diskutiert ist das ja primär mal Zeichen dessen, dass es einen beschäftigt. Wäre es einem egal, braucht man weder reden noch schreiben.

      Ich persönlich finde jede Form der Auseinandersetzung erstmal gut. Desinteresse hingegen ist für mich (wenn es mir selbst wichtig ist) eine der schlimmsten Strafen.

      Unfair ist es natürlich, wenn man zB Deinen Namen nennt oder alle Welt weiß, um wen es geht. Das ist nicht nur unfair sondern auch äußerst unSCHÖN.

      Ich persönlich halte es so, Menschen mit meiner Kritik zunächst persönlich zu konfrontieren oder ganz ganz zeitnah, nachdem ich sie wem anders, mitteilte.
      Vielleciht hat mancher aber auch erstmal Probleme, sich selbst eine Meinung zu bilden, ist unsicher, möchte einen Blick über den Tellerrand. Dann finde ich es wieder in Ordnung.

      Wie gesagt unfair DANN, wenn da einfach mal eine Diskretion nicht eingehalten wird oder Menschen bloß gestellt werden.


      Aber um mal auf den Kern der Frage zurück zu kommen. Wenn Du so eine Vereinbarung hast, also zB solche Beleidigenden Dinge, die Du als solche empfindest, verlangst zu erfahren, magst Du mir erklären, was da für Dich dahinter steht? Das ist ja unter anderem das, was mich auch interessiert und da Du mir hier dieses Beispiel gegeben hast, packe ich Dich natürlich gleich beim Schopf ;)

      Danke Dir.
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:

      BlackWings schrieb:

      kara schrieb:

      1. Habt Ihr solche Vereinbarungen?
      Nein. Er liest mich allerdings sehr zuverlässig . Das ist beinahe wirkungsvoller als wenn ich verpflichtet wäre, ihm etwas/alles mitzuteilen.
      Danke @kara Und ja, das ist in der Tat ein Argument :) Das kenne ich von irgendwoher. Und daran ist ja auch das "Fiese", dass man dem gar nichts zustimmen kann, sich dem gar nicht entziehen kann, das IST einfach so :/ Aber genießen wir nicht eben auch genau DAS und wissen es zu schätzen? ^^ Auch wenn es manchmal lästig ist ;) :whistling: :D
      Ja, da stimme ich Dir zu :thumbup: .
      Vor allem ist es eine unverzichtbare Quelle im Spiel :saint: .
      „Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst.
      So tiefen Grund hat sie.“

      Heraklit
      Danke @Sonnenkind :)

      Sonnenkind schrieb:

      Ich kann die Grenzen nachvollziehen soweit sie dem persönlichen Intresse an mir und meiner Sicherheit dienen. Tatsächlich mag ich diese Art, wenn aber Kontrolle von persönlichen Nachrichten dazu käme...Kontrolle im Sinne zeig her ob das da so steht und nicht Hey mit wem schreibst du gerade? Das ist für mich ok.
      Der Grad ist sehr schmal wo Intresse aus Freude kontrolliert und gegeben wird oder eben aus einem ZWang heraus stattfindet.

      Positives alles wissen wollen, dem gebe ich gerne nach.

      Negatives Intresse, aus Unsicherheit entstande Kontrolle bring mich auf alle Barrikaden und lässt Beziehungen sehr schnell enden.

      Aber zu guter Letzt suche ich einen Partner mit ja bitte nicht lachen mit ,,moralisch kompatiblen" Einstellungen. Der mich erst gar nicht in solche Bedrängnis bringen wollen würde... .

      Es klingt vielleicht etwas widersprüchlich, aber super Wortgewand bin ich wohl nicht.
      Ja, kann ich nachvollziehen. (Also alles, aber das Zitat hier fasst es so schön zusammen ;) )

      Auch dass das WIE eine große Rolle zu spielen scheint.

      So lese hier bei vielen heraus, dass das auch ganz viel mit Vertrauen zu tun hat. Also Vetrauen schenken, sich offenbaren etc, aber eben auch sich dieses Vertrauens als würdig zu erweisen etc, weswegen manche Grenzen scheinbar automatisch nicht überschritten werden, wenn das eben auf dieser vertrauensvollen und wertschätzenden Basis steht.

      Dass das ein schmaler Ast sein kann, der sicher nicht ganz abhängig ist von der Motivation dahinter, das ist klar.

      Ganz viele der hier genannten Dinge kommen mir auch gar nicht so BDSM emmig ;) vor. Der eine braucht in seiner beziehung mehr Nähe/ Dichte/ Eifersucht/ Kontrolle/ was auch immer... andere mehr Freiraum und Distanz...

      Deshalb grübele ich :gruebel: gerade nach, was verlässt den normalen "Beziehungsrahmen" (also auch BDSM Beziehungen sind ja normale Beziehungen :engel: ), also wo hört der Vanillarahmen quasi auf, und wo, mit welcher Motivation und welchem Hintergrund, fängt es quasi an, dass eine Vereinbarung daraus wird, die im klaren BDSM Kontext steht?


      Kann wer meinen wüsten Gedanken folgen :whistling: :saint: :gruebel: ?
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:

      BlackWings schrieb:

      Deshalb grübele ich gerade nach, was verlässt den normalen "Beziehungsrahmen" (also auch BDSM Beziehungen sind ja normale Beziehungen ), also wo hört der Vanillarahmen quasi auf, und wo, mit welcher Motivation und welchem Hintergrund, fängt es quasi an, dass eine Vereinbarung daraus wird, die im klaren BDSM Kontext steht?
      Das eine hast du schon selber geschrieben, auch eine BDSM Beziehung ist eine normale Beziehung.
      Aus meiner Sicht kann ich sagen das, dass was hier als Ds geschildert wird, in vielen "Vanilla- Beziehungen" so ja auch geführt wird.
      Da entwickelt es sich ja auch ganz normal, aus einer eigenen Dynamik heraus.Gerad auch Dinge wie Vertrauen Offenheit, kann man wunderbar in einer Vanilla Beziehung leben.
      Ich glaube man kann eine Beziehung auch nicht so ganz zerlegen in "Normal, DS, SM ect..
      Es ist in einander übergreifend.
      Auch bei den "normalen Vanilla" Beziehungen gleicht ja nicht eine der anderen.

      Für mich kann ich sagen, dass ich seid ich mich mit BDSM beschäftige, es bewusster wahr nehme.
      Anmerkung:
      Dies ist lediglich meine Meinung und nicht für die Allgemeinheit gültig.
      Ach @Phylax wie herrlich.... :) und hier "scheiden sich eben die Geister", und weißte auch warum?

      Weil ich mich gerade tierisch frage....

      Phylax schrieb:

      Will er hingegen sicherstellen, dass er Anteil an den Gedanken dessen hat, den er liebt und beschützen will, sehe ich es nicht als "Schwäche" sondern als Fürsorge.
      Bitte WAS zur Hölle, hat DAS denn mit BDSM zu tun? ;)
      Damit meine ich natürlich NICHT, dass das nicht Bestandteil des BDSM sein sollte. Ich meine nur, dass ich nicht mal auf den Gedanken BDSM käme, wenn DAS, also wenn es diese Fürsorge nicht gäbe.
      Bitte sollte diese nicht Bestandteil einer jeden Beziehung sein?


      Phylax schrieb:

      Wir haben die Vereinbarung, dass @rubbi mir offen alles erzählen soll, was sie beschäftigt. Nur das, aber da ausnahmslos alles. Und dass sie sich dabei selbst keine Grenzen auferlegen soll oder darf in eben der Art, dass sie sich überlegen würde, was das jetzt für sie, mich oder irgendeinen Dritten bedeuten würde.

      Diese Vereinbarung schließt also aus das sie mir irgendetwas erzählen müßte, was sie nicht beschäftigt, aber sie schließt ein, mir auch irgendwelche "Geheimnisse" zu erzählen, wenn sie die denn beschäftigen. Sie schließt aus, dass sie dazu Personen benennen müßte, aber ein, dass sie die Dinge in einem Kontext erzählt, die sie mir verständlich machen.


      Beispiel: Wenn sie nicht beschäftigt, dass etwas passiert ist, sondern dass es einer Freundin passiert ist, schließt die Erzählung ein, dass es einer Freundin passiert ist, nicht dass es "irgendwem" passiert ist (denn das würde sie ja nicht beschäftigen ...).


      Diese Vereinbarung, die wir da haben, ist weder ein "schriftlicher Vertrag", noch ein "Befehl" oder sonst was. Aber sie weiß schon sehr unmißverständlich (aus vielen, vielen Gesprächen), was ich da von ihr hören will. Also ist es eine Vereinbarung, wenn auch vielleicht keine "ausdrückliche" ...
      So eine "Vereinbarung" habe ich dann nämlich durchaus auch. Eine stillschweigende quasi...
      Ich "fordere" dies, aber ich "gewähre" es auch. Frei nach dem Motto: "Sprich, damit ich Dich sehe".

      Ich möchte meinen Partner verstehen, ich möchte ihn kennenlernen, ich möchte, dass er mich versteht, dass er mich kennt. Also muss ich mich zeigen.

      Das es so eine "stillschweigende Vereinbarung" oder auch "Forderung/ Erwartung" gibt, merkt man ja zB, wenn Partner xy nach xy Tagen damit um die Ecke kommt, was ihn vor yx Tagen geärgert hat. Man selbst machte sich schon unzählige Gedanken, fragte aber nicht, aus Mangel an Gelegenheit oder weil man respektiert, dass derjenige selbst erstmal keine Anstalten macht und offensichtlich momentan nicht möchte... Dann aber fragt man: "mensch, warum hast Du mir das denn nicht vorher gesagt????"
      Ja, das Leben meines Partners, seine Befindlichkeiten, Gefühle und Gedanken gehen mich etwas an! Wenn das nicht so wäre, was unterscheidet meine Beziehung zu ihm dann von einer Freundschaft. Dass ich Sex mit ihm habe??? Nee, das wäre mir zu wenig ;)
      Ich möchte Nähe, Intimität..., mich fallen lassen können. Dazu muss und will ich wissen "wer bist Du".


      Phylax schrieb:

      Wir haben diese Vereinbarung genau aus einem einzigen, definierten Grund. @rubbi war, auch direkt, als wir uns kennengelernt haben, mir gegenüber nicht "schüchtern" oder "zurückhaltend", aber sie war ganz offenbar spürbar aus verschiedensten Gründen immer unsicher, was sie mir erzählen sollte und was nicht. Diese Gründe waren verschiedenster Natur und verschiedenster Ursache. Sie konnten einerseits in "Scham" darüber, was sie da gerade an sich entdeckte begründet sein, andererseits an einer Unsicherheit, mich nicht mit vermeintlich "kleinen" Sorgen belasten zu wollen.
      Das kann ich nachvollziehen. Also sowohl Ihre als auch Deine Seite. Und auch ich möchte selbst entscheiden dürfen, ob mich jemand "belastet oder nicht". Natürlich müsste er dann zur Not damit leben, dass ich auch mal sagen könnte "Du, das ist mir jetzt gerade zu viel". Auch hier kommt es ja dann auch darauf an, WIE man das mitteilt. Aber jeder sollte die Wahl haben dürfen, mit was er sich auseinandersetzen möchte und ich möchte zB nicht, dass man sich MEINEN Kopf zerbricht, also mir Entscheidungen vorwegnimmt, zuvor für mich "filtert" wie Du sagst. Das möchte ich alleine tun dürfen. Und dieses Recht, räume ich auch meinem Partner ein. Also für sich selbst "zu filtern, was er wissen möchte und was nicht".
      Davor aber setze ich MEINE Filter, inwieweit sie ihn betreffen. Alles, was aber unsere Paarbeziehung und unser Miteinander, unser Verständnis füreinander angeht, das gehört in meinen Augen mitgeteilt.

      Klar, manchen Menschen muss man das "beibringen", sie sind es nicht gewohnt, haben Ängste, Hemmungen, was auch immer. Man muss Ihnen helfen, dieses Vertrauen fassen zu können und sich dessen natürlich würdig erweisen.


      Phylax schrieb:

      Daher wurde "gefiltert", was das Zeug hält. Nun kann man jemanden nicht wirklich kennen lernen, nämlich wirklich tiefgehend kennen lernen, verstehen lernen, lesen lernen - wie auch immer man das nennen will - wenn der einem nur erzählt, was er glaubt, dass man hören möchte, was einen nicht belastet
      Das ist es was ich meine... Ich mache mir nicht den Kopf meines Partners und er sich nicht meinen... Ich filtere nicht, was ich meine was ER hören will, verkraften kann oder oder oder. WENN ich etwas filtere, dann was ICH sagen will, denke, meine... nach MEINEN Maßstäben. Und ich möchte nicht, dass er zuvor "Filtert" mit was man mich jetzt belasten würde oder nicht. Das möchte ich selbst entscheiden dürfen.


      Phylax schrieb:

      Deshalb hatte ich diese - wie auch immer ihr das nennen wollt - Bitte, Anweisung, Wunsch (das hat bei uns eigentlich alles das gleiche Ergebnis - nämlich dass sie ALLES, was in ihrer Macht steht, daran setzt, dem nachzukommen) - an Sie, dass sie mir alles erzählt, und zwar völlig ungefiltert.
      Okay, das haben wir dann auch- völlig normal wie ich finde...
      Mein ganz normaler Anspruch an eine Paarbeziehung und ich meine in meinem Fall sogar, an eine Freundschaft.
      Aber das geschieht eben auch alles auf einer freiwilligen Basis.

      Das verstehe ich bei Dir auch so. Oder gibt es bei Euch ein "wenn/ DANN"?

      Ich kann halt hier gar nicht sehen, was das mit BDSM zu tun hat ;) Weißt Du was ich meine?

      In einer meiner Beziehungen zB habe ich niemals eine gewisse Art der Nähe erreichen können, eben weil MAN nicht, miteinander geredet hat, viel zu viel für den anderen gefiltert hat, worüberhinaus es eben auch zu Fehleinschätzungen kommt. Irgendwie lernt man sich nie richtig kennen und leidet auf der anderen Seite darunter, dass man sich nie wirklich nah fühlt. Wie denn aber auch, wenn man sich den Blick ins Herz, in die Seele oder die Gedankenwelt gegenseitig nicht schenkt oder nur anteilig...



      Jetzt lieben sich ja aber nicht alle BDSMler, nicht alle leben zusammen, nicht alle führen auch gleich Paarbeziehungen. Trotzdem gibt es bestimmt auch dort "Vereinbarungen" der von mir angesprochenen Art?
      Welche Motivation, welche Beweggründe stehen also dahinter?

      Oder KANN man das so gar nicht voneinander trennen, weil es IMMER um Fürsorge geht?
      Das widerum kann ich mir auch nicht vorstellen...
      Oder unterscheidet sich eine BDSM Vereinbarung womöglich eben durch ein mögliches "Wenn/ DANN"?
      Also wenn Du mir das und das nicht erzählst, die und die Vereinbarung nicht einhälst, dann hat das Konsequenz xy?
      Oder dass evtl nochmal ein anderer Rahmen dran hängt, wie zB also Du hast mir einmal täglich schriftlich darzulegen dass..."?


      Hilfe wirr, wirr und wirrer...........
      :D Kommt Ihr noch mit?


      Wobei ich auch gestehe, gerade leicht konfus zu sein, weil ja doch viele verschiedene jetzt geantwortet haben mit ganz unterschiedlichen Eindrücken etc.

      Ich glaub, ich muss erstmal sacken lassen :)


      Danke Euch :blumen: auf jeden Fall :)
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:

      Schwarze Rose schrieb:

      Für mich kann ich sagen, dass ich seid ich mich mit BDSM beschäftige, es bewusster wahr nehme.
      Ja vielleicht ist es DAS...
      eine Bewusstseinssache :)

      Deinen Satz bestätige ich nämlich gerne auch aus meiner Sicht.
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint:
      @BlackWings
      Ein entscheidender Unterschied, ist meiner Meinung nach und das gilt jetzt für meine Beziehung, wenn ich eine solche Vereinbarung eingegangen bin muss ich mich daran halten.

      Als Beispiel:
      Gibt es diese Vereinbarung nicht, kann ich nach einem anstrengenden Tag nach Hause kommen, die Schuhe in die Ecke kicken und sagen, ich mag jetzt nicht reden.

      Mein Herr würde allerdings, je nach dem wie wichtig es ihm ist, dass Gespräch einfordern.

      Ohne diese Vereinbarung, kann es mir schon mal passieren, wichtige Informationen zu vergessen, ohne böse Absicht.
      Innerhalb meiner Ds Beziehung, hätte ein Vergessen wichtiger Informationen Konsequenzen.

      Es gibt ihn also doch, zu mindest bei mir... den Unterschied ;)
      Anmerkung:
      Dies ist lediglich meine Meinung und nicht für die Allgemeinheit gültig.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schwarze Rose ()

      Ha, guter Einwand :D
      Wir BDSMler scheinen manchmal zu vergessen, dass wir absolut nicht die Exklusivrechte auf Konzepte wie Vertrauen und Fürsorge haben. Das haben die "Vanillas" nämlich schon gemacht bevor es cool war :thumbup: zumindest einige von ihnen.

      Es geht also um eine Regel, dass Sub alles was über Dom gesagt wird, auch an Dom weitergeben muss (nur zur Klarstellung). Ich nehme an, dass sich "alles" nur auf Dinge bezieht, die über Dom gesagt werden und nicht tatsächlich jedes einzelne Wort.

      Habt Ihr solche Vereinbarungen? (Domseite/ Subseite)

      Nö. Ich erwarte Ehrlichkeit, aber wenn ich nicht explizit nach etwas frage, kann sie selbst entscheiden, was sie mir erzählt.
      Ich ermutige sie mir gegenüber möglichst transparent zu sein, aber eine feste Vereinbarung/Regel im DS-Sinne gibt's nicht.

      Wenn ja/ nein, warum/ warum nicht? (Dom/ Subseite)

      Kein Bedarf bisher.

      Wenn ja (oder wenn ihr sie treffen würdet) wie weit reichen sie/ was inkludiert ihr da oder wo ist Eure Grenze (Dom/Subseite)

      Sollte ich so etwas einführen wollen gäbe es vermutlich eine Ausnahme für den Fall, dass sie mich mit etwas schönem überraschen möchte :D Ansonsten bedeutet alles erstmal auch wirklich alles.

      Haltet Ihr diesbezügliche Vereinbarungen für sinnvoll, wenn sie tatsächlich "grenzenlos" sind? Könnt Ihr sie nachvollziehen?

      Könnte unter Umständen sinnvoll sein. Wenn das soziale Umfeld zB so ist, dass Sub ständig in Kleinkriege und Anfeindungen (gegen Dom) mit reingezogen wird, könnte so eine Regel Sub davor bewahren in einen Loyalitätskonflikt zu geraten, wenn die Gesprächspartner von der Regel wissen. Könnte aber auch nach hinten los gehen.
      Dass das Einhalten einer Regel nur schwer kontrolliert werden kann, wäre für mich nicht zwangsweise ein Ausschlusskriterium. Manchmal reicht auch eine Frage als Kontrolle aus, wenn man weiß, dass Sub nicht lügen würde.

      WENN es solche Vereinbarungen gibt, wie geht Ihr dann mit ggf davor geschalteten Rechten um (also zB Verschwiegenheitserklärung der Sub am Arbeitsplatz)? Werden diese Bereiche ignoriert oder klammert ihr sie aus. Wenn ja, warum?

      Ich kann mir gerade kein Szenario vorstellen, bei dem im Rahmen einer (beruflichen) Verschwiegenheitserklärung mit anderen Personen vertraulich über Dom gesprochen werden könnte :pardon: und es geht ja nur um den Fall, dass andere in Gegenwart von Sub über Dom sprechen. Geht's um so etwas wie den Subbereich hier im Forum, bedeutet das dann natürlich, dass Sub nicht in den Subbereich darf.

      Wenn Ihr Menschen kennt, von denen Ihr wisst, dass sie solche Vereinbarungen haben, wie beeinflusst Euch das im Umgang mit diesen Menschen, was erwartet Ihr oder wie verhaltet Ihr Euch?

      Ich glaube kaum, dass das etwas ändern würde. Würde ich mit jemandes Sub über seinen/ihren Dom ablästern wollen, wäre ich mit denen gar nicht erst befreundet, glaube ich :D ansonsten sage ich nichts über meine Freunde, was ich denen nicht auch in's Gesicht sagen würde.

      Was geben Euch diese Vereinbarungen/ wie fühlt Ihr Euch dabei? Oder warum sind sie Euch wichtig? (natürlich ebenfalls Domseite/ Subseite)

      Wie gesagt haben wir so eine Vereinbarung nicht. Ich vertraue einfach darauf, dass meine Sub mir die Dinge, die mich etwas angehen, auch mitteilt.

      @Phylax Ich glaube, du hast da etwas missverstanden... Es geht ja bei einer solchen Regel nicht um Sub, sondern um einen Wunsch von Dom. Dom möchte diese Dinge (aus welchen Gründen auch immer) erfahren und/oder hält eine entsprechende Regelung für sinnvoll.
      Was du beschreibst, würde ich als Transparenz bezeichnen, aber die kann man ja kaum in einer konkreten Absprache festhalten.
      EDIT: Oder ich habe was falsch verstanden
      "Du gibst Widerworte X( " – "Nein :miffy: "
      So ich oute mich jetzt hier mal als jemand der für so einer Vereinbarung noch nicht bereit wäre... :rot:
      Nein nicht, weil ich die Idee falsch oder abwegig finde alles mitzuteilen! Auch nicht weil ich meinem Partner nicht genug vertraue...
      Ich bin impulsiv, stur und manchmal auch viel zu aufbrausend... In meinem Kopf schwirren oft genug 1000 Sachen gleichzeitig rum und ich bin durchaus in der Lage zu einer Sache gut drei verschiedene "Meinungen" /Gedankenansätze zu haben. Ganz oft brauche ich nur ein wenig Zeit um nochmal mit etwas Abstand über ein "Problem" nach zu denken und schon verschwindet es von ganz allein, obwohl ich nur Minuten zuvor deswegen am liebsten an die Decke gegangen wäre. Ich kann im erstem Moment äußerst engstirnig sein und würde im schlimmsten Fall nur auf stur schalten... Von daher versuche ich meine "Meinung" zu überdenken, mir erst klar zu werden was ich wirklich "will", ob es überhaupt ein Problem gibt oder ich mir nur mal wieder selbst im Weg stand, und erst wenn ich fertig aufgeräumt habe teile ich meine vorsortierten Gedanken mit.
      Zum Glück kennt mein Partner mich inzwischen auch gut genug um zu sehen/merken wenn ich mal "wieder" in meinem Gedankenkarusell "festhänge" und mittlerweile kann ich es meistens zulassen das er mich dann da raus holt und mir beim sortieren hilft.

      Von einem >ich teile ihm alles mit< sind wir noch meilenweit entfernt und bei meinem Hitzkopf würde das derzeit unnötig viel Konfliktpotenzial erzeugen, aber ich arbeite an mir :sofa:

      BlackWings schrieb:

      Deshalb grübele ich :gruebel: gerade nach, was verlässt den normalen "Beziehungsrahmen" (also auch BDSM Beziehungen sind ja normale Beziehungen :engel: ), also wo hört der Vanillarahmen quasi auf, und wo, mit welcher Motivation und welchem Hintergrund, fängt es quasi an, dass eine Vereinbarung daraus wird, die im klaren BDSM Kontext steht?
      Also ich hatte zwar noch nicht viele Beziehungen, aber die Frage ist wirklich spannend. Ich bin mir jetzt ehrlich gesagt gar nicht mal sicher ob es da für mich einen echten Unterschied gibt. Ob das für mich nicht eine Grundhaltung ist, die ich einfach habe und damit gut in den BDSM Kontext passe. Wenn ich da wirklich einen Unterschied aufmachen würde dann auch wie @Schwarze Rose in der Bewusstseins Ecke. Also eine höhere gefühlte Intensivität.
      Nicht unbedingt wegen der Konsequenzen für unerwünschtes Verhalten sondern, weil (jetzt wird es schwierig) das so viel tiefer geht für mich, emotionaler ist, mehr Achtsamkeit von beiden verlangt, auch mehr Kommunikation. Klar kann man hier sagen, das braucht man auch in einer Vanilla Beziehung, ist auch so. Blöd gesagt, ich darf alle Gefühle haben die ich nun mal als Sub habe ohne doof angeschaut oder nicht verstanden zu werden. Ich darf zulassen, dass ich mir ein Machtgefälle wünsche das auf respekt basiert und nicht mein Leben beeinträchtigt, sondern verbessert. Also einfach eine weitere Ebene, die in einer Vanilla Beziehung für mich nicht möglich ist. Vielleicht auch so eine Art Vanilla Beziehung + Bewusstsein.
      Danke @Schwarze Rose

      Das kann ich nachvollziehen.

      Schwarze Rose schrieb:

      Gibt es diese Vereinbarung nicht, kann ich nach einem anstrengenden Tag nach Hause kommen, die Schuhe in die Ecke kicken und sagen, ich mag jetzt nicht reden.

      Mein Herr würde allerdings, je nach dem wie wichtig es ihm ist, dass Gespräch einfordern.
      Ohne diese Vereinbarung wäre Dein stillschweigendes Schuhe in die Ecke werfen Dein Recht und Dein Bier.
      MIT dieser Vereinbarung wird es durch Dom einforderbar und Du hast zu erfüllen.
      Fordert er es NICHT ein, lässt ER Dich nur gewähren.

      Und auch das erscheint mir logisch...

      Schwarze Rose schrieb:

      Innerhalb meiner Ds Beziehung, hätte ein Vergessen wichtiger Informationen Konsequenzen.
      Jetzt will ich nicht indiskret nach möglichen Kosequenzen fragen :engel: , nein, das will ich nicht! (Okay, klar würde es mich interessieren- aber NEIN, ich frage nicht!).
      Auf jeden Fall unterstreichst Du den Eindruck, der sich bei mir gerade herauskristallisiert,
      dass die Unterscheidung zum BDSM Kontext scheinbar einfach in der Konsequenz, also dem vorhandenen "wenn oder wenn nicht > DANN" liegt.

      In einer Vanilla Beziehung wäre das irgendwie doofe Erpressung so nach dem Motto: Wenn Du jetzt nicht mit mir redest, dann gehe ich :P
      Im BDSM ist es eine bewusste Entscheidung für beide/ von beiden, an die sie sich beide gebunden fühlen und für sich daraus etwas haben.


      :thumbsup: Cool Danke. Ich glaube, ich hab's für mich bald raus in meiner Wissbegierde.



      Allgemein, jetzt nicht im Speziellen an Dich, da Du ja hier schon sehr auskunftsfreudig warst und bist:


      Dann bleibt halt tatsächlich noch die Frage nach dem Warum?
      Was gibt es denjenigen?

      Das soll KEIN Anzweifeln sein!!!

      Ich kann mir nur vorstellen, dass das auch ganz unterschiedlich sein wird, so unterschiedlich, wie wir Menschen sind. Interessiert mich einfach... die Vielschichtigkeit darin und von Mensch zu Mensch.
      Jaaaaa, Ihr dürft ruhig sagen, wenn ich Euch stresse :D :whistling: :saint:
      MUSS ja keener antworten...
      KANN aber ;)
      ...zwischen Schwarz und Weiß liegen 254 Graustufen - und wenn nicht, noch mehr :saint: