Verhütung - Männer oder Frauensache?

      Als Mann bleiben mir eigentlich nur zwei Optionen zum verhüten, das Kondom oder die Vasektomie, da ich (vielleicht) nochmal Kinder haben möchte fällt zweiteres erstmal aus.

      Will ich nun auch auf die Lümmeltüten verzichten, dann muss ich das vorher mit meiner Partnerin absprechen. Ob Sie in irgendeinerweise die Verhütung übernehmen will. Will Sie das nicht, dann hab ich halt Pech gehabt und muss weiter Kondome in der Nachttischschublade haben.
      Ich schliesse mich @McGalagher an,

      Grundsätzlich benutze ich Kondome aus allerlei verschiedenen Gründen.
      Und ja das Kondom ist auch nicht sicher... mir ist es schon 3 mal passiert das ein Kondom kaputt gegangen ist, dann bleibt nurnoch die "Pille danach" oder Verantwortung zeigen. :pardon: denn eine echte Abtreibung ist ein Schwerwiegender Eingriff in Körper und Geist der wirklich wohl durchdacht sein muss.

      Das Samenleiter Gel oder eine Vasektomie ist beides keine Alternative.

      MfG Talon
      :dance:
      Wir haben es gemeinsam besprochen und letztlich auch gemeinsam entschieden. Ich weiß, dass viele Frauen Probleme mit der Wirkung von Hormonen haben, bei mir ist das genaue Gegenteil der Fall.
      Mit anderen Worten, wie bei vielen Dingen ist Verhütung etwas individuelles und muss immer auf die jeweilige Person angepasst sein; da kann sich keiner aus der Verantwortung stehlen, weder sie noch er. :old:
      Natürlich ist es mein Körper, aber dennoch denke ich, dass beide Partner wissen sollten, woran sie in diesem Punkt sind. Denn wenn einer sich auf den anderen verlässt... :gruebel:
      @Talon was meinst du mit Verantwortung zeigen? Etwa das Frau eine Schwangerschaft durch macht und sich womöglich in die Rolle der Mutter fügt obwohl sie das womöglich gar nicht möchte? Vielleicht Depressionen bekommt oder ihr Kind nicht lieben kann? Wäre das Verantwortung? Nicht jede Frau kann sich damit anfreunden und nicht bei jeder Frau ist es gut wenn sie in das Gesicht ihrer Leibesfrucht blickt.
      Verantwortung zeigen ist, sich bei einem Unfall bewusst machen wo man steht und was man will und demnach handeln egal ob für oder gegen.
      Für mich wäre es nur ein Zellklumpen den ich abtreiben würde, eine medizinische Lästigkeit. Ja, dass sehen einige anders ist mir aber egal mein Körper meine Wahl.
      Bin immer pro Choice.
      Es ist mittlerweile bewiesen, dass die wenigsten Frauen Probleme psychischer Natur haben wenn sie den Abbruch wirklich wollten.
      Btw die Pille danach sorgt nur dafür das kein Eisprung stattfinden kann, falls er noch nicht passiert ist, hat also so viel mit Abtreibung zu tun wie die normale Pille.
      Es liegt mir fern Männer über einen Kamm zu scheren! Sicherlich gibt es viele die, wenn es außer Kondomen auch andere sinnvolle und nichtinvasive Möglichkeiten der Verhütung männlicherseits gäbe, bereit wären für die Empfängnisverhütung die Verantwortung zu übernehmen.
      Zumindest in der Theorie und wenn diese nicht mit irgendwelchen Nebenwirkungen verbunden ist...
      Faktisch sind die Möglichkeiten für den Mann jedoch gerade eher beschränkt und wir diskutieren hier im Konjunktiv.

      Ich denke dass die Gleichberechtigung bei der Kontrazeption noch lange keinen Einzug gehalten hat und Frauen sich eher in die Verantwortung nehmen lassen wenn es um die Verhütung geht (möglicherweise auch, weil im Zweifelsfall die Folgen einer ungeplanten Schwangerschaft für sie weitreichender sind?)

      Ein Beispiel: Für beide Geschlechter besteht die Möglichkeit der Sterilisation (es geht jetzt nicht darum, dass diese invasive Methode nicht für alle geeignet ist!).
      Für den Mann bedeutet das einen operativen Eingriff von ca 30-45min. mit lokaler Betäubung und eher überschaubaren postoperativen Beschwerden.
      Wenn eine Frau sich sterilisieren lässt, bedeutet dies ein deutlich höheres Operationsrisiko (die Risiken eines laparoskopischen Eingriffs sind nun mal gegeben) mit Vollnarkose und mit deutlich weitreichenderen postoperativen Beschwerden.
      Sollte nach erfolgter Sterilisation od. Vasektomie doch nochmal ein Kinderwunsch bestehen ist auch dieser Eingriff für den Mann deutlich weniger komplex.
      Ergo: Eigentlich würde ja alles dafür sprechen, dass Mann den Eingriff durchführen lässt und nicht die Frau.
      Warum ist es dann aber so, dass von den durchgeführten Empfängnisverhütenden Operationen weltweit 19% auf Frauen und 3% auf Männer entfallen und in Deutschland ebenso die Zahl der durchgeführten Eingriffe bei Frauen höher liegt?
      @Talon "oder Verantwortung zeigen"
      Ich habe doch explizit gefragt was dieses ominöse Verantwortung zeigen bedeuten soll.
      Deine Antwort impliziert nämlich das wenn man sich nicht dafür entscheidet abzuwarten ob Frau denn nun schwanger ist und das Kind dann zu bekommen SONDERN man sich dafür entscheidet etwas dagegen zu unternehmen ob Pille danach oder ggf Abbruch, man nicht Verantwortung zeigen würde. Ergo es impliziert das nur(!) Verantwortung zeigt wenn man Mutter Natur machen lässt .
      Da hilft auch dein "oder" im Beitrag nicht.
      Ist das unglücklich formuliert oder deine Meinung mehr wollte ich eigentlich gar nicht wissen?
      Bzw was dieses Verantwortung zeigen genau bedeuten soll.
      Bei uns war es lange Zeit Manus "Sache". Pille und dann so ein Stäbchen im Oberarm. Nach Valentins Geburt war klar das er noch ein Geschwisterchen bekommen soll und so haben wir Kondome benützt. Fanden es witzig was es da alles gibt und haben rumprobiert.
      Nach Simons Geburt dann die Frage wie weiter tun. Wieder Hormone für Manu oder das Gummithema. Da wir uns einig waren zwei Kids reichen uns haben wir nach 5-6 Monate nachdenken entschieden das ich die Verhütung übernehme. Ein Besuch beim Arzt - Schnipp - und nun ficken ohne Sorgen
      Ich kann es nur empfehlen. Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist.....
      Grüße
      Martin
      ....du bist was du ißt! Deswegen vermeide Nüsse und Pflaumen (Garfield) :D
      In meinen Augen ist Verhütung eine Sache desjenigen, der seinen Körper schützen will und noch nicht mit Kindern plant.

      Da ich noch ziemlich jung bin und mir Kinder aktuell gar nicht in den Sinn kommen kümmere ich mich selbst darum. Zum einen mit der Pille und zum anderen mit Kondomen, da ich beim Thema Schwangerschaft etwas paranoid bin und die Sicherheit der Pille doch nicht ganz 100% ist :pardon: .

      Von daher hat das Thema für mich nichts mit Emanzipation oder anderen Dingen zu tun, sondern mit Verantwortung und Prioritäten.
      Bei uns ist es eher meine Angelegenheit.
      Er möchte nicht, dass ich Hormone einnehme - neben der Vermeidung gesundheitlicher Risiken ist es ihm wichtig, mich zu riechen :rot: . Hormonelle Verhütung verhindert das (bei mir).
      Da ich keine Kondome mag, habe ich mich neben NFP für einen Verhütungscomputer entschieden und bin bis dato ganz zufrieden.
      „Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst.
      So tiefen Grund hat sie.“

      Heraklit

      moischdermaddin schrieb:

      Ein Besuch beim Arzt - Schnipp - und nun ficken ohne Sorgen

      Hach, Martin, du bist echt immer so herzerfrischend offen ;)

      Aber genau so halten wir es mittlerweile auch. Das ist wirklich einfach nur schön. Sollte sich mal noch etwas anderes ergeben, muss dann halt ein Gummi her 8)


      Früher habe ich immer die Pille genommen, die Kerlz haben sich i.d.R. nie groß interessiert.
      Auch bei ONS hab ich die Erfahrung gemacht leider, dass dann ICH das Gummi zücken musste.
      Vielleicht hatte ich auch immer nur Pech, keine Ahnung.
      Oder die Zeit vor fast 20 Jahren war noch eine andere, dass es da noch relativ egal war - also ob Gummi oder nicht.

      Kinder kriegen: keinesfalls. Geschlechtskrankheiten? Och egal. - so mein Eindruck der damaligen Männerwelt im Alter von um die 20.
      Das war so meine Sturm- und Drangzeit :D

      Ich bin also eigentlich schon der Meinung, es sollten sich beide kümmern, wenigstens vorher darüber reden.
      Aber hätt´ ich mich da damals mit drauf verlassen, hätt´ ich vielleicht einiges verpasst ^^
      I´m not perfect - but atleast i´m yours.

      Shambhala schrieb:

      ......
      Oder die Zeit vor fast 20 Jahren war noch eine andere, dass es da noch relativ egal war - also ob Gummi oder nicht.
      .....,,
      jaja - die Zeit von Rolf der Telekomhand und den unendlichen "Gib AIDS keine Chance" Kampagnen.
      Dazu noch die Werbung wo der pickelige Jugendliche an der Supermarktkasse steht und die Kassiererin brüllt: "ERNAAAA - was kosten die Kondome" - da is man jedes mal zusammengezuckt hat hat gehofft das es einem nicht mal genau so geht....
      ....du bist was du ißt! Deswegen vermeide Nüsse und Pflaumen (Garfield) :D
      Für ONS sind mMn Kondome absolut Pflicht.

      In Beziehungen kann man darüber reden und entscheiden, welche Verhütung am besten passt. Mir ging es dabei primär nie darum, wer die "Hauptrolle" dabei spielt. Faktoren wie Sicherheit oder auch wie leicht es vergessen werden kann und wie hoch das Risiko für Pannen damit ist, waren mir sehr viel wichtiger.
      Hätte es etwas vergleichbar sicheres, pannen- und latexarmes und unvergessbares wie die Spirale auch für Männer gegeben, wäre die Diskussion damals vielleicht anders verlaufen :P

      Ich hab für mich kein Problem damit, die Trägerin zu sein. Ein anderer Aspekt, der bei mir noch mitrein gespielt hat, war allerdings die Finanzierung. Auch mit Pille und Ring hat sich mein damaliger Partner beteiligt. Und auch bei der Spirale. Das fand ich fair.
      Ich klinke mich auch mal ein. Verhütung ist und bleibt immer in der Verantwortung von beiden Seiten. Hier geht's im Grunde ja auch nicht nur um Verhütung, wie schon von einigen beschrieben. Und mal ganz frech angemerkt, wer seinen Freudenspender irgendwo reinstecken will, soll auch Verantwortung übernehmen. Wer schwänzelt soll auch mit den Konsequenzen leben. Sorry für die Ausdrucksweise. :gruebel:
      Mein Mann und ich haben besprochen, dass er die Verhütung übernimmt.

      Hormonelle Verhütungsmethoden sind für mich kein Thema mehr. Ich habe alles durch und als Nebenwirkung immer Migräne gehabt. Das tue ich meinem Körper nicht mehr an.

      Also muss mein Mann ran. Bei uns funktionieren Kondome seit 10 Jahren hervorragend.

      Schön War die Zeit des Nachwuchs-produzieren, da konnte man auf alles verzichten.

      Da unsere Familienplanung aber noch nicht abgeschlossen ist, müssen jetzt wieder die Kondome her.

      Wenn sie abgeschlossen ist, hat mein Mann kein Problem mit einer Vasektomie.
      es ist toll dass so viele Männer Verantwortung übernehmen und auch bereit sind, selbst etwas für die Verhütung zu tun!
      ich bin oft mit der Einstellung "du musst eben die Pille nehmen" konfrontiert worden. habe ich auch brav 10 Jahre lang getan. Trotz jahrelangen Nebenwirkungen- für die mich dann auch der Partner angeklagt hat. ( meine Partnerfehlentscheidungen stehen hier nicht zur Debatte, aber es gibt durchaus einige die das so vertreten) .

      Zuletzt hatte ich zwar eine Pille mit der ich eigentlich wenig Probleme hatte, aber ich konnte sie irgendwann nicht mehr nehmen. irgendwas in mir hat sich dagegen gesträubt das meinem Körper auch nur einen Tag länger zuzumuten.
      Bei der Entscheidung mir eine Kupferkette legen zu lassen war mein Partner zwar unterstützend, aber es war nicht seine Entscheidung. Ich habe das für mich als die beste Option betrachtet, und dann auch so umgesetzt.
      In der Situation zeigte sich leider dass die Gespräche die wir vorher geführt haben ( zum Thema ich möchte die Pille möglichst bald absetzen, wir müssten also ein paar Wochen bis die Kette sicher wirkt überbrücken) wenig Eindruck bei ihm hinterlassen haben, sodass ich im Endeffekt noch vier wochen weiter nehmen "musste" , da ich mich noch nicht ganz auf die Kette verlassen wollte.
      Wenn man die Verantwortung der Verhütung an den Partner abgibt, sollte man nciht jammern wenns dann doch mal passiert, und es vergessen wurde, oder sonstwas.

      Denn schließlich hat man selber garnicht verhütet.

      Ich benutz eig. immer Kondom, bin gegen die Pille, wenn dann lieber Spirale, da es bei manchen Frauen sogar die Persönlichkeit verändert, Stimmungsschwankungen und co., von den sonstigen Gesundheitlichenrisiken fang ich garnich erst an.
      verhüten ist in unserer Gesellschaft ganz klar Frauensache und soll es auch bleiben.
      die Pille für den Mann gibt es schon lange, doch werden die Nebenwirkungen (welche ähnliche wie bei der Pille für die Frau sind) als nicht zumutbar befunden :evil_icon: großer bullshit!
      Politik und Wirtschaft sind ja doch noch extrem christlich, altmodisch geprägt und wo soll das hinführen wenn homosexuelle heiraten oder Männer ihren Hormonhaushalt manipulieren müssen und davon vielleicht mal Kopfschmerzen bekommen X(
      entschuldigt ich raste bei dem Thema immer etwas aus :pardon:

      klar gibts da noch das gute alte Kondom aber das ist doch zumindest Sache von beiden (ich beispielsweise vertrage keine 0-8-15 Kondome und von daher muss ich mich automatisch mit im das Thema kümmern)

      im Moment verhüte ich noch mit Kupferspirale, weil ein zweites Kind geplant ist, danach will mein Mann den entscheidenden Schnitt wagen ;)