Ist es normal dass Herrn/Herrinnen Zugriff auf die Konversation ihrer Sub haben?

      Nach so vielen, das hier geschrieben wurde, drängt sich mir ja fast die Frage auf, warum, wenn ich für mich so hochsensibele Nachrichten bzw. äußerst intime, private Infos habe oder diese mit jemanden austausche, mache ich dies nicht dann im privaten?

      Wenn ich mich mit jemanden wirklich intim, oder mit sensibelen Inhalt, unterhalte, habe ich in der Regel eine private Nummer oder Adresse über denen dann das ganze Gespräch abläuft. Und sollte der oder die jenige noch in einer Beziehung sein, bin ich mir darüber bewußt, das der Partner, in den meisten Fällen der dominante Part, dies auch erfahren kann oder könnte.

      Was ich jedoch noch nie gemacht habe, da es für mich im Netz keine ausreichende Sicherheit gibt, ist solche Themen dort mit eventuell für mich peinlichen Aussagen zu führen. Und für das was ich aussage stehe ich auch.

      Es ist durchaus wünschenswert, einen Raum für "geschloßene Gespräche" zu haben. Aber aus meiner Sicht auch ein wenig "Blauäugig" diesen dann als absolut hermetisch zu betrachten.
      Mißbrauch von Zugangsdaten, ob nun aus krimineller Energie, aus Verlustängsten, Kontrollzwang oder einfach nur pure Neugierde, wird es immer geben.
      Keine Stimme in der Umfrage abgegeben weil:

      [X] Der PC ist in erster Linie ein Arbeitsgerät, ebenso das Smartphone. Ich lege Wert darauf dass meine Festplatten verschlüsselt sind, ebenso Mails und Messenger.
      Für privaten unverschlüsselten Spaß wie z.B. dieses Forum, das https nicht unterstützt, gibt es VPN und eine “Wegwerf Email“ ohne Registrierung, keine Chronik, kein gespeichertes Passwort.

      Wer wissen möchte, mit wem ich mich über was unterhalte, muss mich fragen. Wenn mich etwas beschäftigt werde ich das Gespräch mit der passenden Person suchen. Ob ich dann den Originaltext wiedergebe obliegt meiner Entscheidung. Wenn ich etwas wissen möchte, muss ich fragen.



      Komplexe Charaktere
      Komplexer Geschmack
      Danke @Rudolf für deine Erläuterung aus Domseite!

      Im Allgemeinen finde ich diese Diskussion hier gerade so mühselig wie die Fahrt auf der Autobahn. Es geht voran, aber schleppen. *seufz* es wäre leichter, wenn bei dieser Thematik nicht immer auf Vertrauen oder gar auf "wer diese Art von mindgame nutzt, sollte aus dem Subbereich raus" hinauslaufen würde. Denn am Ende bleibt es nur ein Mindgame. Weder Dom noch Sub ist daran gelegen, dass auf den Account wirklich zugegriffen wird. Die würden auch nichts Interessantes entdecken. Klar, im Subbereich haben wir einige sensible Themen, ist vermutlich nicht anders als bei den Doms und Switchern.
      Nur.... Was hätte Dom von X davon Informationen über andere zu erfahren? Absolut nichts. Andere gehören nicht zu diesem Mindgame und ich muss dreister Weise sagen, andere sind für das eigene Ausleben von Bdsm meist ziemliche Nebensache. Was kickt es Dom oder Sub andere hier einzuschüchtern oder zu verängstigen? Irgendwie nichts.

      Was an einem reinen Mindgame verwerflich sein soll, verstehe ich nicht. Denn wie so viele schon schrieben, die meisten Partner haben aus rein praktischen Gründen Zugangsdaten zu einigen Konten/Plattformen/Schubladen. Nur diese Existenz bedeutet nicht, dass man es macht. Da könnte ich mir auch die Post vom Partner schnappen und die Lesen. Mache ich aber nicht ;)

      Wer Missbrauch betreiben will, braucht dafür keine Gründe. Krass gesagt könnte auch mein Nochlebensgefährte mich zu der Herausgabe nötigen, wenn er es wollte.
      Aber warum Dom das tun sollte? Keine Ahnung. Trotz Mindgame vertraut Sub am Ende darauf, dass er es nicht tut. Immerhin will Dom Sub vermutlich nicht schaden.

      Das war damit mein Senf für heute. Wasserflasche ist leer und weiter geht es auf die Autobahn... Wetter genießen :')
      Nachdem ich hier schon einige Zeit mitlese, will ich mich nun auch mal zu Wort melden.


      Ich persönlich kann beide Seiten verstehen.
      Für viele ist es normal, dass der Partner die Zugänge hat, weil sie wissen, dass er es nie missbrauchen würde. Selbst in stinknormalen Vanilla-Beziehungen hätte er ohne Probleme an mein Handy gehen oder meinen Laptop nutzen können.
      Wir haben miteinander über Kontakte oder Themen die uns beschäftigen gesprochen, einfach weil das ganz normal ist.
      Dennoch wusste ich, dass er weder Grund noch Intention hätte auf diverse Kontakte zuzugreifen. Das hat einfach etwas mit Vertrauen zu tun.


      Natürlich hat der Herr in einer TPE Beziehung das Recht, sich Zugang zu dem Account zu schaffen. Alles Andere würde das Beziehungsmodell ad absurdum schaffen.
      Dies bedeutet jedoch nicht, dass er dies deshalb macht.
      Ich verstehe die Angst von den anderen, dass private Dinge jemandem zu Augen kommen, den es nichts angeht, doch dies ist übertrieben.
      Es rührt in meinen Augen daher, dass die meisten, die Bedenken äußern noch nie eine TPE Beziehung erlebt haben und es deshalb für sie unverständlich ist.
      Ich selbst hätte damals die Möglichkeit eine TPE Beziehung miterleben zu dürfen und es hat mir alle Vorurteile genommen.
      Diese Beziehungen entwickeln sich über Jahre in denen das Vertrauen immer mehr gefestigt wird. Auch wenn das Machtgefälle am oberster Stelle steht, so ist der Respekt gegenüber des anderen auch ein essentieller Bestandteil. Ein solcher Vertrauensmissbrauch wie der Zugriff auf geschützte Bereiche in Foren hätte dazu geführt, dass die Beziehung nicht weiter bestanden hätte, denn dies ist respektlos und wer vertraut jemandem sein Leben und Glück an, der einen selbst nicht respektiert.
      Dahingehend wäre es eher so gelöst worden, dass sie nur noch öffentlich schreiben durfte, wenn es denn ein Thema gewesen wäre. Es ist ein Zugeständnis den Beitritt in einen geschützten Bereich zu erlauben, aber wenn er erlaubt wird, so ist sich der Herr bewusst, dass er darauf nicht zugreifen wird.
      Er kann das Recht entziehen, aber nicht seine Macht missbrauchen, denn diese Beziehung lebt von Ehrlichkeit und Vertrauen gegenüber des anderen.
      Zumeist steht es bei diesen Paaren auch bereits im Profil, dass beide Zugriff auf die Konversationen haben und ehrlich gesagt habe ich damit auch gerechnet, wenn ich die Personen anschreibe und finde es auch nicht schlimm.

      Ich bin mir bewusst, dass meine Themen zum nachdenken anregen können und auch außerhalb diskutiert werden, aber ich vertraue darauf, dass es neutral und nicht mit Namen getan wird.

      Dahingehend sehe ich deshalb keine Bedrohung durch die Lebensweisen von manchen BDSMlern, die den Zugriff einschließen können, sondern eher durch andere, wesentlich verantwortungslosere Menschen.
      Diese kann man nämlich meist erst erkennen, wenn es zu spät ist.

      Generell Stimme ich aber auch Moon Beast zu, dass man sich nie 100% sicher sein kann, wer unsere Beiträge liest, wenn wir sie im Internet veröffentlichen. Es gibt hier keinen 100% Schutz, auch nicht mit Verschlüsselungen. Da kann man nur hoffen, dass wir zu uninteressant für solche Menschen sind, die sich Zugriff verschaffen könnten.

      Generell finde ich es daher übertrieben, dass jetzt die Schuld bei TPElern gesucht wird oder ähnlichen Beziehungsstrukturen.
      Diese gehen nämlich verantwortungsbewusst damit um.
      Und solange sich jeder an die eigene Nase fast sollte es hier keinen Grund zur Besorgnis geben.

      Die Auslegung der Umfrage hingt allerdings.
      Nur 63% der Mitglieder schließen es,ja stimmt.
      Dagegen steht aber das lediglich 2 Doms und 4 Subs abgestimmt haben, dass Dom die Zugangsdaten hat.
      Wobei diese auch im Thread teilweise Stellung dazu genommen haben und es sich relativiert.

      Dsa man es tun würde, ist eine ganz andere Sache.
      Wenn dann entsprechende Vereinbarungen da sind oder aber Konsequenzen gezogen werden, gibt es doch gar kein Problem.

      Wäre die Frage etwas neutraler gestellt worden, wäre das Ergebnis mit Sicherheit noch einmal anders ausgefallen.
      Schön finde ich von daher, dass jetzt nicht ein, "es ist NICHT NORMAL" durch die Abstimmung raus gekommen ist.
      Anmerkung:
      Dies ist lediglich meine Meinung und nicht für die Allgemeinheit gültig.
      Mein Dom hat Zugangsdaten für meine Mailpostfächer, aus dem einfachen Grund, dass ich in China wegen der schönen Zensur dort nicht selbst darauf zugreifen konnte. Nutzen tut er sie nicht ohne meinen ausdrücklichen Wunsch und selbst wenn, wäre mir das ganze reichlich egal.

      Dinge, die mich sehr beschäftigen, teile ich mit ihm. Das ist in einer intensiven Beziehung meiner Meinung nach völlig normal. Die Leute, die recht häufig persönliche Dinge mit mir besprechen, wissen das. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich gebeten wurde, bestimmte Informationen niemandem weiterzutragen. Daran halte ich mich dann selbstverständlich auch.

      Andersrum ist es bei uns ähnlich. Wenn ich ein Problem mit meinem Herrn habe oder etwas aus unserer Beziehung mich sehr beschäftigt, dann trage ich das auch nach außen an andere nahestehende Personen. Dafür zitiere ich auch schonmal wörtlich aus unserem Chat.

      Das ist für mich völlig normal. Ich habe auch kein Problem damit, wenn andere Leute genauso mit Informationen von mir umgehen.

      Wenn mein Herr weitere Zugangsdaten verlangen würde, würde ich sie ihm geben. Sollte ich das für ein Portal wie dieses hier nicht verantworten wollen, kann ich immer noch meinen Account dort löschen.

      Kataleya schrieb:

      Generell finde ich es daher übertrieben, dass jetzt die Schuld bei TPElern gesucht wird oder ähnlichen Beziehungsstrukturen.
      Ich kann nicht erkennen, dass hier Schuld hier bei einer Gruppe abgeladen wird.

      Ich kann aber sehr wohl verstehen, dass eine Gruppe nicht ungefragt, Teil dessen sein wollen, was andere als ihr BDSM ansehen und betreiben.

      Dennoch kann ich beide Seiten verstehe, sowohl jene die die Möglichkeit haben wollen, ihr BDSM hier zu leben (Weitergabe der Passwörter), wie auch jene die eben nicht Teil deren Spiels werden wollen und eben nicht glauben, dass jeder damit korrekt umgeht. Dem eigenen Partner vertrauen, ist eben die eine Sache. Einer mit unbekannten Person zu vertrauen, das ist eine ganz andere :)

      Kataleya schrieb:

      Diese gehen nämlich verantwortungsbewusst damit um.
      Das finde ich durchaus problematisch. Ich kann von mir selbst behaupten, dass ich recht verantwortlich agiere als Dom oder Sub, dies aber auf eine ganze Gruppe zu erweitern, das ist falsch. Nur weil ich es korrekt mache, bedeutet es nicht, alle TPEler machen es korrekt.

      Ich kenne viele Fälle in denen TPEler durchaus sehr großen Mist gebaut haben, ebenso wie ich TPEler kenne bei denen ich mir recht sicher bin, dass sie es niemals tun werden (aber selbst da kann ich nur recht sicher sein).

      Nach Rücksprache mit einer Person aus der Com, darf ich ihre Nachricht hier einstellen. Zum Hintergrund, in der Com wurden ein paar Profile angeschrieben, bei denen offensichtlich ist, dass noch wer anders Zugriff hat. Diese Leute wurden dazu aufgefordert, die Personen im Profil zu benennen, das Profil zu löschen oder das Passwort zu ändern und das neue nicht weiterzugeben. Wegen dieser Maßnahme habe ich eine Nachricht bekommen, die ich gerne gekürzt einstelle: "... mein Herr hatte bisher immer Zugang zu meinem Profil, für diesen Verstoß muss ich mich in aller Form entschuldigen. Ich habe darauf bestanden, dass ich die von euch vorgeschlagene Formulierung in meinem Profil übernehme und ihn dort als meinen Herrn benenne. Er lehnte dies ab und meinte, das geht niemand etwas an. Gerade habe ich entdeckt, dass er inzwischen auf einem anderen Profil als Zugangsbesitzer eingetragen ist. Diese Dame hatte er mir gegenüber immer nur als eine gute Freundin bezeichnet...."

      Womit ich heute bereits ein Beispiel habe, wo ein Dom nicht verantwortungsbewusst mit seiner Macht umgeht, denn dazu gehört es für mich eben auch, dass man keinen Primärpartner verschweigt und jemand anderem das Gefühl gibt der Primärpartner zu sein.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff

      Snowflake schrieb:

      Da könnte ich mir auch die Post vom Partner schnappen und die Lesen.
      Das ist aber sicher nicht nur in Österreich strafbar!

      Es liegt mir fern, irgendjemanden irgendetwas vorzuschreiben, was er/sie in IHRER Beziehung machen. Es gibt hier genug Leute, die Dinge tun, die ich mir nicht vorstellen kann. Und es ist ok, denn sie tun es im (hoffentlich) gegenseitigen Einvernehmen.

      Wenn X jetzt aber ihre Zugangsdaten ihrem Dom gibt (warum auch immer) KANN er auch lesen, was zB. ich im Sub-Bereich geschrieben habe.
      Ich schäme mich nicht für meine Meinung und stehe auch dazu. Aber ich schreibe in geschützten Bereichen, weil ich eben NICHT will, dass Hinz und Kunz und Doms das lesen. Warum auch immer.

      Natürlich ist im Netz nie was 100% sicher. Aber es bedarf doch einiger krimineller Energie oder zumindestens einigen Aufwands, anders als als sub dort hineinzukommen.

      Mir ist völlig egal, wie X von ihren Dom dominiert, kontrolliert und/oder bemindgamet wird.
      ICH habe damit nichts zu tun, ICH habe keine vertrauensvolle Basis mit diesem Dom und ICH weiß nicht, dass er "da eh nicht reinschauen wird".

      Wie gesagt, es gibt viele Dinge, die ich mir nicht vorstellen kann. Strafen zB. oder verliehen werden, oder Unterwäsche schnüffeln.
      Warum soll es nicht auch Menschen geben, die in Bereichen, wo sie nichts verloren haben herumgeistern?
      Man sollte es solchen Menschen nicht auch noch leicht machen.

      Ergänzung: Ich führe auch eine TPE Beziehung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von rubbi () aus folgendem Grund: Ergänzung: Ich führe auch eine TPE Beziehung.

      “Dennoch kann ich beide Seiten verstehe, sowohl jene die die Möglichkeit haben wollen, ihr BDSM hier zu leben (Weitergabe der Passwörter), wie auch jene die eben nicht Teil deren Spiels werden wollen und eben nicht glauben, dass jeder damit korrekt umgeht. Dem eigenen Partner vertrauen, ist eben die eine Sache. Einer mit unbekannten Person zu vertrauen, das ist eine ganz andere “

      Da kann ich dir nur Zustimmen.
      Für mich jedoch hatte der Thread hier teils einen negativen Nachgeschmack, so als wären die einzige Risikoquelle, die Menschen, die in solchen Beziehungsformen leben.
      Dies ist definitiv nicht der Fall.

      Natürlich kann man nicht verallgemeinern und das zeigt dein Beispiel sicher auch.
      Dennoch empfinde ich die Gefahr durch die Möglichkeit der Abgabe der Rechte nicht höher als bei anderen Personen, die es genauso weitergeben können.
      Wenn man an die Informationen will, so schafft man dies und das ist leider ein Fakt, dessen man sich bewusst sein sollte.

      Kataleya schrieb:

      Für mich jedoch hatte der Thread hier teils einen negativen Nachgeschmack, so als wären die einzige Risikoquelle, die Menschen, die in solchen Beziehungsformen leben.
      Früher war ich Unternehmensberater und in der Funktion habe ich auch an Risikoanalysen mitgewirkt. Das es keine 100% Sicherheit an dem Punkt gibt ist klar.

      Um ein einfaches, wenn auch stark vereinfachsten, Beispiel zu benennen.

      Je schneller ich mit einem Auto fahre, umso mehr steigt statistisch gesehen das Unfallrisiko. Noch stärker steigt das Risiko tödlich zu verunglücken.

      Wenn Sub nun ihrem Dom das Passwort gibt, ist das wie eine Beschleunigung zu sehen und diese Beschleunigung steigert das Unfallrisiko. Das bedeutet nicht, dass es zu einem Unfall kommt, nicht, dass andere Teilnehmer einen Unfall bauen in dem man selbst verwickelt ist. Nur, dass der eigene Beitrag das Risiko ansteigen lässt, dass es eben zu einem Unfall kommt. Daher gibt es auf deutschen Straßen eine Fahrprüfung, einen TÜV und eben auch ein jeweils zu beachtendes Tempolimit. Im öffentlichen Bereich gilt eben 130 km/h, im internen Bereich nur noch 100 und im Subbereich nur noch 30 km/h, warum das so ist, weil es dort mehr zu beachten gibt und die Umgebung mehr Aufmerksamkeit benötigt, damit es halbwegs unfallfrei bleibt :)
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Jede(r), der / die sich in diesem Thread äußert, hat seine persönlichen Gründe und seine eigene Meinung zu dem Thema und ich habe den Eindruck, dass sich auch alle sehr viele ernsthafte Gedanken zu dem Thema machen. Und gleichgültig, welcher Meinung man / frau ist, oder welches Label die Beziehung trägt, es geht hier nicht um Schuld oder Schuldzuweisungen. Für mich ist das Thema eine Frage der persönlichen Ethik und die kann ich nicht an einen anderen Menschen abtreten oder delegieren.

      Eine Herausgabe meiner Daten könnte die Privatsphäre von anderen Menschen empfindlich verletzten. Und das ist für mich eine Grenze, die ich nicht überschreiten möchte, denn dort endet meine Freiheit bzw. die "Freiheit meiner Beziehung" in Abgrenzung zu anderen Lebensentwürfen.
      Es gibt zwei Tragödien im Leben eines Menschen: Wünsche, die sich nicht erfüllen ... und Wünsche, die sich erfüllen!
      (frei nach Oscar Wilde)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mirage () aus folgendem Grund: Grammatik

      Mirage schrieb:

      Zurecht weist Du darauf hin, dass es Deine persönliche Freiheit ist, Deine Beziehung so zu gestalten, wie Du es für richtig hältst, wirfst aber gleichzeitig Nick Burton - und letztlich auch denen, die so denken wie er - vor, dass ihre Beziehungen von Gleichgültigkeit geprägt und damit sind.
      Nun zunächst mal habe ich lediglich geschrieben das es sich für mich wie Gleichgültigkeit anfühlen würde, und zu sagen ja ein Partner darf auch Fehler machen, ein Partner muss nicht perfekt sein ist auch in meinen Augen absolut legitim.
      Aber zu sagen wenn sie mich hintergehen/ fremdgehen will soll sie das halt tun, ist aus meiner Sicht einfach etwas Anderes, denn wenn es meinem Partner völlig egal wäre wenn die Beziehung so im argen liegt das ich zu solchen Mitteln greifen würde, dann ja dann wäre das für mich tatsächlich Gleichgültigkeit. Wem es egal ist wenn in der Beziehung anscheinend grundsätzlich was schief läuft, bitte wenn der/ diejenige damit glücklich ist, für mich wäre das nicht der richtige Weg.

      Mirage schrieb:

      Durch die Möglichkeit, dass Dein Partner Deine Kommunkation jederzeit einsehen könnte, würden aber meine Rechte verletzt, wenn ich Dir eine PN (persönliche Nachricht) schreibe in dem guten Glauben, dass Du und auch nur Du sie dann liest ...
      Und ich kann nur nochmal darauf hinweisen, wenn ich mit meinem Partner eine solche Vereinbarung hätte, würde ich auch die notwendigen Konsequenzen ziehen, sprich meine Sozialkontakte darüber informieren, in Foren im Profil darauf hinweisen oder wenn dies dort nicht gewünscht ist das entsprechende Forum ab dem Zeitpunkt der in Kraft treten einer solchen Vereinbarung verlassen.
      LG Kitten
      Solange diese Fahrprüfung und die Blitzer zur Tempolimitkontrolle für alle gelten und nicht nur für gewisse Personen ist für mich dahingehend alles in Ordnung :pardon: .

      Es gibt Regeln und die gibt es nicht ohne Grund. Dass diese keinen 100%igen Schutz bieten hast du bereits verdeutlicht und dies sollte jedem bewusst sein.

      Ich persönlich habe auch abgestimmt:
      Für mich ist es normal, dass die Herrschaft meine Zugangsdaten herausverlangen kann, dieser Schritt obliegt Dom.

      Ich glaube einfach, dass es wichtigere Regeln gibt und andere Möglichkeiten das Machtgefälle zu stärken und die Kontrolle zu gewährleisten.
      Sollte es mal irgendwann dazu kommen sehe ich mich in der Lage abzuschätzen, ob ich ihm vertrauen kann und im Notfall wenn es keine andere Lösung gibt auch aus dem Sub Bereich auszutreten.
      Wobei ich bezweifle, dass ich jemandem vertraue, der explizit Zugriff auf geschützte Bereiche fordert.

      Für mich gehört es jedoch dazu, dass ich mit Freunden oder auch Partnern über Dinge spreche, die mich beschäftigen. Dabei bleibe ich jedoch allgemein und sehe kein Problem dabei, denn wenn man nichts allgemeines aus dem internen oder Sub Bereich ansprechen dürfte, dann dürfte niemand mehr über BDSM reden.
      Diese Diskussion ist doch wieder einmal ein Sturm im Wasserglas.
      Wie der Herr, Hundeführer, Daddy, ... (nachfolgend Dom genannt) und seine Sub, Hündin, Baby,… (nachfolgend Dev genannt) (Die Begriffe sollen hier geschlechtsneutral verwendet werden) dies handhaben muss in einer (SM) Beziehung diesen überlassen bleiben, da nur diese wissen, was für sie das angemessene Mittel in der Beziehung ist. Wie in jeder(SM) Beziehung sind die Grenzen und Tabus sehr unterschiedlich.
      Es ist die ureigenste Sache der Beziehung, die Definitionen und Grenzen zu setzen, wobei, und das ist zu berücksichtigen, gerade die SM Szene extrem intolerant gegenüber anderen Meinungen ist.
      Wenn nun Passwörter dem Partner weitergegeben werden, der vielleicht auch die PIN des Kontos hat, der Kreditkarte, des Tresors, der die Betreuungsvollmacht hat, die Vollmacht über den Tod hinaus, mit dem man vielleicht sogar gemeinsame Kinder hat, je nach Stufe der Partnerschaft, so ist dies ein übliches der Partnerschaft, und in SM Beziehungen erst recht ein stets verwendetes Mittel der Kontrolle des Untergeordneten. Teilweise sogar vom Dev sehr gewünscht!
      Ob dies praktiziert wird oder nicht, ist Sache der Partnerschaft. Vorgaben und Reglementierungen sind hier auch unsinnig und kontaproduktiv. Auch ist dies nicht kontrollierbar.
      Argumente wie Vertraulichkeit oder dergleichen sind hier meines Erachtens nicht durchgreifend, da der (übergeordnete) Partner jederzeit zum Beispiel an den laufenden PC gehen könnte oder verlangen könnte, dass Einträge und Posts weitergeleitet würden.
      Eine Verschwiegenheitspflicht sehe ich nicht, darf keine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, sofern nicht zwischen den Parteien ausdrücklich eine solche vereinbart wurde. Insofern ist dies meines Erachtens eine Diskussion um Kaisers Bart.
      Gleichzeitig halte ich es jedoch für sinnvoll, dass Doms, wie auch Subs, einen geschützten Bereich zum Austausch haben.
      Ich sehe dies, ähnlich wie ein persönliches Telefongespräch - einen Austausch der Gedanken. Hier sollte es eine freiwillige Selbstverpflichtung der Doms, aber auch Subs geben, diese PWs nicht weiterzugeben, oder dann dem Bereich nicht beizutreten. Grundsätzlich ist jedoch meines Erachtens der Eigentümer für sein Eigentum verantwortlich und hat insoweit auch diesbezüglich nicht nur über den Körper, sondern auch nachgeordnete Dinge im Rahmen der Vereinbarung der Partnerschaft Rechte, aber auch Pflichten, d. h. Verantwortung und Schutz. Dies gilt auch in den Bereich der Überwachung und Kontrolle der Sub.
      Ich habe jetzt lange überlegt und bin zu folgendem Schluss gekommen,

      Wenn ich jemanden eine PN/eMail/Brief/WhatsApp schicke dann gehe ich davon aus das nur diese Person diese liest. Jetzt ist es natürlich so das ich wenn diese Person in einer Beziehung ist, oder ich mit ihr anbändele etc. auch davon ausgehen muss das diese PN/eMail/Brief/WhatsApp ganz oder in Teilen auch von der angeschriebenen Person an den Partner, beste Freund/in oder einfach gesagt jemand Drittes weitergegeben wird, sofern ich nicht vorher ausdrücklich darum gebeten habe das dies nicht passiert.
      Das stört mich nicht. weil ich davon ausgehe das trotzdem verantwortungsvoll mit dem geschriebenen umgegangen wird.

      Was mich dagegen stört und dabei ist egal wie genau die Beziehung von Angeschriebenen zum Dritten beschaffen ist, ob Vanilla, DSler, SMler, TPE, 24/7, Spielbeziehung, Freundschaft, Freundschaft Plus, Partnerschaft, etc.
      Ist das durch die wissentliche und bewusste Weitergabe der Logindaten der Dritte nicht nur jederzeit die volle Kommunikation, also auch die Dinge die ich dem Angeschriebenen bewusst als vertraulich mitgeteilt habe, sondern auch noch an Stelle des Angeschriebenen antworten kann demzufolge kann ich nicht von der Vertraulichkeit meiner Infos, ausgehen noch davon das ich auch wirklich mit dem Angeschriebenen kommuniziere.

      Dies stellt sofern dies nicht vorher kommuniziert worden ist, z.B. in Form des Hinweises im Profil das der Partner den Zugriff hat oder sonst in einer Form, FÜR MICH (<<ganz wichtig gilt nur für mich) einen Vertrauensmissbrauch dar.

      Was die geschützten Bereiche angeht. Ein geschützter Bereich ist meiner Meinung nach NUR von den dafür freigegebenen Person einzusehen.
      Wenn ich in einer Firma arbeite in der nur bestimmte Personen sensible Bereiche betreten dürfen, dann darf mein Partner auch nicht einfach mit meinem Ausweis einen solchen Bereich betreten, egal ob ich das mit dem Abgesprochen habe und er das von mir aus darf. Ist es nicht gestattet und der Partner macht es trotzdem, fliegt Er/Sie raus und ich gleich mit.
      Ich selber habe keine Stimme abgegeben, weil mir die für mich passende Antwort irgendwie fehlt.

      Generell würde ich jederzeit meinem Herrn Zugang gewähren, weil ich einfach nichts tun würde, was dem entgegenspricht.

      Nur wenn denn mein Herr der Meinung wäre, es tun zu müssen, weil er kein Vertrauen zu mir hat, ist doch generell in der Beziehung zu meinem Herrn der Wurm drin.

      Allerdings gibt es Kommunikationen, bei denen ich eben erst einmal die Drittperson fragen und in Kenntnis setzen müsste, dass mein Herr eventuell mitlesen könnte.

      Das im Vorfeld zu sagen auch meinem Herrn ist meine Aufgabe.
      Ich kehre nun mal zur Ausgangsfrage zurück, alles weitere lasse ich hier unkommentiert, dazu habe ich nämlich schon ziemlich viel in diesem Forum geschrieben ;)

      Ich lebe in einer offenen Ehe mit Minimum einem dominanten / sadistischen/ bondagebegeistertem Spielpartner.

      Keiner würde jemals, egal wie groß das Machtgefälle sein möge, Zugriff auf mein Postfach / Forum oder sonstiges bekommen.

      Wenn ich der Meinung bin, dass es einen der Beteiligten etwas angehen würde, Dann entscheide ich selbst was zu ihm gelangt und ob es anonymisiert wird oder nicht.

      Für mich hat es auch nichts mit Vertrauen zu tun, denn Vertauen ist gegenseitig (gerade in meiner Beziehungskiste :icon_lol: ) und ich könnte genau so gut behaupten, dass Dom (etc etc) mir nicht vertraut, wenn er darauf beharren würde, dass er meine Zugangsdaten haben wollte.

      Generell ist es mMn tatsächlich jedem selbst überlassen, einen kleinen Hinweis im Profil oder zu Anfang eines Gesprächs setze ich allerdings tatsächlich voraus.
      "Es ist besser, gelegentlich betrogen zu werden, als niemandem mehr zu vertrauen.“ (Astrid Lindgren)

      gentlemen4u schrieb:

      Argumente wie Vertraulichkeit oder dergleichen sind hier meines Erachtens nicht durchgreifend, da der (übergeordnete) Partner jederzeit zum Beispiel an den laufenden PC gehen könnte oder verlangen könnte, dass Einträge und Posts weitergeleitet würden.
      In 100% der Beziehungen kann der "übergeordnete" Partner dies verlangen, aber nicht in 100% der Beziehungen wird dem Verlangen, teilweise aus sehr guten Gründen, nachgegeben.

      gentlemen4u schrieb:

      Eine Verschwiegenheitspflicht sehe ich nicht, darf keine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, sofern nicht zwischen den Parteien ausdrücklich eine solche vereinbart wurde. Insofern ist dies meines Erachtens eine Diskussion um Kaisers Bart.
      Hmmm, doch das lässt sich ganz problemlos aus den Nutzungsbedingungen ableiten und jeder der hier ein Konto hat und es nutzt hat darin eingewilligt :) Mir ging es mit dieser Diskussion darum zu sehen, wie denn die Realität aussieht und darauf aufbauend zu schauen, ob wir intern Lösungen finden, für jene die mit den aktuellen Nutzungsbedingungen ein Problem haben müssten (in welche dennoch jedes Mitglied hier eingewilligt hat). In den geschlossenen Bereiche wie Sub, Veri, usw finden sich, weil es dort besonders wichtig ist, nochmals konkret formulierte Verschwiegenheitsverpflichtungen.

      gentlemen4u schrieb:

      Grundsätzlich ist jedoch meines Erachtens der Eigentümer für sein Eigentum verantwortlich und hat insoweit auch diesbezüglich nicht nur über den Körper, sondern auch nachgeordnete Dinge im Rahmen der Vereinbarung der Partnerschaft Rechte, aber auch Pflichten, d. h. Verantwortung und Schutz. Dies gilt auch in den Bereich der Überwachung und Kontrolle der Sub.
      Puh, das würde also bedeuten, dass falls eine Sub hier Mist baut und diese in einem DS Verhältnis lebt, der Dom auch in Haftung genommen werden soll. Das finde ich einen spannenden Ansatz und an der Stelle ein :thumbup: ich finde es super, wenn man nicht nur die Rechte sondern auch Pflichten im Visier hat und großartig, wenn man als Dom der seine Sub als Eigentum ansieht auch vollumfänglich sanktioniert werden kann. Ein mutiger und spannender Gedanke, an dieser Stelle schon mal meinen Dank und vielleicht machen wir daraus ein eigenes Thema :)

      Wobei es ja nicht nur an Subs "Eigentum" gibt sondern auch am Forum. Demnach ist es meine Pflicht als Eigentümer des Forums darauf zu achten, dass die Mitglieder hier die Regeln einhalten, ich würde an dieser Stelle zwar nicht von Überwachung und Kontrolle reden und es als Moderation ansehen, aber klar, gibt es auch dort Pflichten.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Also auf das Forum bezogen...
      NEIN...Dom darf kein Zugriff auf den internen Sub Bereich haben...denn das Betrifft dann nicht nur das Recht für Einblicke auf seine Sub sondern auch auf uns andere die genau deshalb diesen internen Bereich nutzen weil jeder sich so nennender Dom da eben nix zu suchen hat...sollte vermehrt etwas darauf hinweisen zb das Doms da Zugriff drauf haben kann man das gleich vergessen weil eh nicht mehr geschrieben wird..und warum müssen andere (Mehrheit) darunter leiden nur weil Dom seiner Sub solch Auflagen gibt...wenn ihm seine Sub wichtig und sie gerne weiterhin diese Seite nutzen möchte sollte er diese Kleinigkeit (nicht in den Sub Bereich zu gehen (können/dürfen) evtl mal überlegen zu akzeptieren..
      Ansonsten...nun..ich geb doch meine eigene Privatsphäre nicht her nur weil irgendein Dom der nicht meiner ist der Meinung ist er hat Anrecht in besagtem Bereich rum zu lesen...*Dampf abgelassen* :pardon:
      - Ich kann jetzt auch nur vermuten was ich meine... -