Mal wieder ein Polizeieinsatz durch BDSMler

      Mal wieder ein Polizeieinsatz durch BDSMler

      Wer sollte die Kosten des Polizeieinsatzes tragen? 104
      1.  
        Die Allgemeinheit, es ist Aufgabe der Polizei zu ermitteln (50) 48%
      2.  
        Die Verursacher in voller Höhe der Einsatzkosten, also Fessler und Gefesselte (32) 31%
      3.  
        Die Verursacher mit einem Teil der Einsatzkosten, also Fessler und Gefesselte (17) 16%
      4.  
        Nur der Fessler, er aber in voller Höhe, denn nur wegen ihm (Öffnen des Kofferraums) kam es zur Fahndung (5) 5%
      5.  
        Nur der Fessler und auch nur bezüglich eines Teils der Kosten, denn nur wegen ihm (Öffnen des Kofferraums) kam es zur Fahndung (0) 0%
      esslinger-zeitung.de/polizeibe…tz-aus-_arid,2129242.html

      Lustig ja, aber für mich stellt sich die Frage, wäre es nicht fair, wenn die Kosten dieses doch größeren Einsatzes nicht von der Allgemeinheit sondern von dem Paar zu zahlen wären? Immerhin haben sie aktiv eine Anscheinsgefahr gesetzt, denn objektiv sah es eben wie eine Entführung aus.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Abgesehen davon, dass mich das fehlende Hintergrundwissen seitens der Journalisten mal wieder ärgert (eine gefesselte Domina im Kofferraum??) denke ich durchaus, dass in solchen Fällen zumindest geprüft werden sollte, ob man den Einsatz hätte vermeiden können, wenn die handelnden Personen etwas umsichtiger verfahren wären und in diesem Fall zumindest einen Teil der entstandenen Kosten einzufordern.
      Sag mir, was du von mir hältst und ich sage dir, was du mich kannst.
      mich wundert eher die Berichterstattung, warum liegt eine Domina :pillepalle: gefesselt im Kofferraum? Das passt auf den ersten Blick doch :pardon: garnicht.....

      Und insgesamt würde ich sagen "Nein nicht zahlungspflichtig" weder derjenige der die Polizei informiert noch das Pärchen. Denn dem Informanten ist es nicht zuzumuten selbst nachzuhaken ob es "keine Entführung" ist, noch kann eine "sich nicht Strafbar gemachte" Person belangt werden.

      Aber insgesamt ist es ja eine Frage der Beamten/Richter/Anwälte.... :thumbsup:

      MfG Talon
      :dance:
      Ich bin nicht dafür, dass die beiden die Kosten für den Polizeieinsatz zahlen müssen. Ich bin mir sicher, sie waren bemüht ihr Spiel nicht zu öffentlich zu gestalten und doch sind sie entdeckt worden. Die Befragung durch die Polizei dürfte als Lektion genügen, das war bestimmt ein großer Schreck.

      Gut, dass die Zeugen so aufmerksam waren und ihre Beobachtung der Polizei gemeldet haben, das beruhigt mich ungemein.
      Lernen durch Schmerz ist nicht angenehm. Aber unglaublich effektiv.
      Ich habe dafür gestimmt das die Allgemeinheit für den Einsatz aufkommen muss.

      Inwiefern eine Strafe wegen "Anscheinsgefahr" (Was ist das überhaupt?) auf beide zukommen soll oder kann obliegt auch nicht mir zu entscheiden. Da hätte ich aber nichts dagegen. Sofern es keinen guten Grund gab (Probleme mit der Fesselung, etc.) die ein öffnen des Kofferraums zwingend nötig gemacht haben.

      Da es sich in dem speziellen Fall, wohl um eine Domina handelt. Ist vielleicht auch die Frage zu stellen, inwiefern der Fesselnde eine Strafe oder Beteiligung an den Kosten des Einsatzes zu erhalten hat. Da es hier ein "gewerbliches" Spiel war.
      Ich würde sagen " Dumm gelaufen und beim nächsten mal aufpassen beim Kofferraum öffnen!"

      Da die Polizei täglich zu unzähligen unnötigen Einsätzen alarmiert wird, kann diese Diskussionen interessant sein, aber am Ende wird sie wie das Hornberger Schießen ausgehen.

      In diesem konkreten Fall bin ich der Meinung, gut, dass ein Zeuge die Polizei alarmiert hat. Es ist ihm nicht zuzumuten, eine Gefahrenprognose zu erstellen. Also alles richtig gemacht und auch gut, dass es sich " nur" um ein Rollenspiel gehandelt hat.

      Wenn es sich um eine reale Entführung gehandelt hätte, würde sich niemand um die entstandenen Kosten Gedanken machen!

      Talon schrieb:

      Denn dem Informanten ist es nicht zuzumuten selbst nachzuhaken ob es "keine Entführung" ist, noch kann eine "sich nicht Strafbar gemachte" Person belangt werden.
      So vorhin falsch gelesen :)

      Also natürlich ist es erlaubt (und sogar gesetzlich vorgesehen) dass jemand der einen Polizeieinsatz auslöst weil sein Verhalten objektiv nach einer Straftat aussieht dafür zahlen muss:

      juristischer Kommentar zum Polizei- und Ordnungsrecht schrieb:

      Auf Erstattung der Kosten kann die Polizei den Störer in Anspruch nehmen, wenn dieser die Anscheinsgefahr veranlasst und zu verantworten hatte.
      Bei einer juristischen Prüfung würde das so aussehen:

      Anscheinsgefahr veranlasst: Person gefesselt im Kofferraum, sieht für Dritte nach einer Straftat aus

      Anscheinsgefahr zu verantworten: Beide wollten es so, sie sind für ihr Handeln verantwortlich, zumal es nicht mal unvorhersehbar war.

      OK ich bin kein Ö-Rechtler, die können das sicher besser erklären und prüfen :)
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      1. Ich finde es vorbildlich, dass die Zeugen nicht einfach darüber weg gesehen haben, sondern darin ihre Pflicht sahen, es zu melden. Es hätte ja auch wirklich eine Entführung sein können. Denen kann man meiner Meinung nach überhaupt keine Kosten in Rechnung stellen. Das würde sich nur kontraproduktiv bei einem eventuell weiteren und wirklich ernsten Zwischenfall auswirken, in dem sie einfach wegschauen und nicht die Polizei rufen.

      2. Die Kosten sollten dementsprechend auf beide Verursacher des Einsatzes aufgeteilt werden. Es war einvernehmlich und auch wenn es vielleicht nicht beabsichtigt war, unbeteiligte Dritte damit in Verbindung zu bringen, war es leichtsinnig. Wir wissen ja noch gar nicht mal, ob es nur ein Versehen war. Es hätte ebenso auch ein Kick von ihnen sein können, den Kofferraum vor Unbeteiligten kurz zu öffnen, um deren Reaktion zu sehen. Zumal es ja wohl auch noch am helllichten Tag stattgefunden hat. Wie gesagt, ich finde, da ist es nur gerechtfertigt, dass sie für ihren Kick auch die Kosten für den Einsatz übernehmen. Ein teurer Spaß, den sie sich bestimmt beim nächsten Mal besser zweimal überlegen.
      ~Es ist das Unbekannte was so reizt. Reizt es immer noch, wenn es bekannt ist, dann ist es das Besondere~ Author: Unbekannt

      initium novum schrieb:

      Aber so ein Aufriss darum zu machen....
      als Aufriss empfinde ich es nicht, wenn sich jemand sorgt
      und lieber einmal zu viel falschen Alarm , als einmal zu wenig

      ich gehe jetzt sogar noch weiter, es müsste sogar geklärt werden ob die gefesselte person im Kofferraum auch transportiert wurde, und zusätzlich dafür ein busgeld erhoben werden, da es schlichtweg verboten ist, und nicht ohne Grund

      stell dir mal vor es kommt zu einem Auffahrunfall und da liegt jemand im Kofferraum

      ich bin dafür das das paar die kosten des einsatzes tragen muss

      Vinaya schrieb:

      Bei uns in der Zeitung stand, dass der Mann im Kofferraum gefesselt lag
      So isses mir auch reingeflogen :yes:

      Mein Rechtsverständnis ist so, dass natürlich die Zeugen absolut moralisch und wahrscheinlich auch dem Gesetz nach verpflichtet gewesen sind, die Polizei zu rufen. Ich würds auch tun, wenn nicht aus irgendeinem Grund deutlich erkennbar wäre, das es ein Spiel ist.

      Dann sind die Polizisten also gekommen, haben die Angelegenheit überprüft und es hat sich erledigt. Punkt. Sollte im Rahmen der Aufgaben liegen, die ein Polizist während seines Dienstes erfüllt. Alle haben was lustiges zu erzählen und der Tag ist gerettet.

      bastet schrieb:

      ich gehe jetzt sogar noch weiter, es müsste sogar geklärt werden ob die gefesselte person im Kofferraum auch transportiert wurde, und zusätzlich dafür ein busgeld erhoben werden, da es schlichtweg verboten ist, und nicht ohne Grund
      Nachvollziehbar, wenn auch ärgerlich für die Beteiligten :D
      Du, Du und Du - mitkommen, unanständige Sachen machen!! ::drool::

      initium novum schrieb:

      Klar es gibt besorgte Bürger die es gut meinen. Aber so ein Aufriss darum zu machen....
      Da ist wer gefesselt in einem Kofferraum. Wenn ich das sehe, würde ich auch die Polizei rufen. Wenn die Polizei dann mit massivem Personaleinsatz fast sechs Stunden nach dem Fahrzeug/den Personen fahndet, bindet das ne Menge Ressourcen, die woanders fehlen.

      Ich sehe dabei aber keinen Aufriss, hier konnte man mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Freiheit und womöglich sogar das Leben eines Menschen in Gefahr ist. Dafür eine Fahnung zu machen ist kein Aufriss sondern Aufgabe des Staates die Freiheit, Gesundheit und Leben seiner Bürger zu schützen. Ich bin froh, dass nach mir mit großem Einsatz gesucht wird, sollte ich mal in einem Kofferraum liegen.

      Wenn die Polizei dadurch einen größeren Teil der vorhandenen Kräfte bindet, können die Beamten nicht Verbrechen verhindern oder aufklären, beides nicht gut. Außer man kompensiert es durch bezahlte Überstunden.

      Daher ist es in meinen Augen richtig, wenn, wie gesetzlich vorgesehen, die Verursacher in Regress genommen werden.

      initium novum schrieb:

      Der Einsatz sollte vom Staat getragen werden, der das so oder so auf die Allgemeinheit abwalzt
      Aus obigen Gründen sehe ich das anders. Ich sehe keinen Unterschied darin, dass ich zahlen müsste wenn ich einen unnützen Polizeiansatz verursache weil ich Spaß will oder ich zahlen muss, wenn ich aus Versehen ein Verkehrsschild umniete und für die Neuaufstellung zur Kasse gebeten werde. Die staatlichen Strukturen (Justiz, Infrastruktur, usw) sind Allgemeingut, dies bedeutet nicht, dass man sie überstrapazieren oder gar zerstören darf.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      So ohne weiteres würde ich das Paar nicht "freisprechen" von der Kostenübernahme. Vor allem weil es sich hierbei um eine professionelle Domina ja anscheinend handelt, die solche Gefahren des entdeckt werden mit einplanen muss. Ntürlich kann man das auch von Amateuren erwarten aber im Zweifel gehen die naiver an solche Sachen ran.

      Es ist nun mal ein nicht kostnegünstiger Einsatz ausgelöst worden, ist nachweisbar, dass das Öffnen nicht geplant war oder ähnlches , dann könnte man es evtl bei einer Verwarnung belassen oder einer kleineren Strafe . Aber stellen wir uns mal den ganz extremen anderen Fall vor. Da werden zu einem ähnlches Szenario Einsatzkräfte gerufen ,die deshalb nicht an anderer Stelle zur Verfügung stehen wo es wirklich wichtig wäre, wäre es dann immer noch ok?
      Aufriss im Sinne von dem gemache der Medien

      Glaube ich sollte mich präzise ausdrücken :facepalm:

      Sicher sollte man nicht das System überstrapazieren, aber ich denke das war auch nicht die Absicht der beiden die jetzt wohl bekannt sind wie ein bunter Hund.

      Zur Kasse beten sollte nur wenn eine Absicht vorliegen sollte.

      Ich weiß Dummheit schützt vor Strafe nicht, aber ich denke wenn es schon bekannt ist das es sich um ein "Spiel" handelt sollte die Presse da nicht noch alles zu ner riesen Sache machen. Ne Ermahnung an die beiden und fertig.
      Träume sind da um gelebt zu werden, also stürze dich ins Leben und träume nicht nur davon ! :dance:
      Bisschen schwierig. Zunächst mal ist es toll, dass die Polizei gerufen wurde, vorbildlich, finde ich unterstützenswert...

      Kosten den beiden aufzubürden finde ich... komplex. Einerseits ist die Tat an sich ja moralisch nicht verwerflich (wenn es beiden Spaß macht...), andererseits doch, weil sie ja bei unbeteiligten dritten ziemliche Aufregung verursacht haben. Ich bin da hin- und hergerissen, anfangs dachte ich, wäre easy, ist ja nicht schlimm, aber inzwischen tendiere ich auch fast dazu, dass die beiden zahlen müssen, weil das halt deren Risiko ist und wenn man ein Risiko auf sich nimmt, muß man halt für die Folgen gerade stehen. Wenn man schon so gefährlich lebt, darf man den Schwanz halt bei den Folgen nicht einziehen...
      Na ja, wenn die Täuschung der Öffentlichkeit Teil des Spiels war, dann würde ich sagen, sollte man schon ein Du-Du kriegen, ähnlich als wenn man grundlos "Hilfe!" ruft. Es ist an sich doch wichtig, dass die gegenseitige Hilfsbereitschaft erhalten bleibt. Aber wenn's bloß ein Versehen war, dass man sie gesehen hat ... Himmel, war's eben Pech. Ein wenig Spaß am Leben gehört halt zum Leben.

      Manche Sachen wären auch schwierig zu organisieren. Stellt euch mal vor, eine Frau mit einer guten Portion Exhibitionismus will gefesselt durch den Wald gepeitscht werden und ihr kündigt das vorher per Aushang an, damit es nicht zu Missverständnissen kommt ;)

      OK OK, manche Sachen kann man eben auch gar nicht machen. Aber es würde mich schon reizen, meine sub nackt durch den Wald zu peitschen. :saint: