Weibliche Subs und deren Betonung, wie taff, selbstbewusst, selbstständig, usw sie im Alltag doch sind

      Vielleicht hängt es damit zusammen, dass man zumindest am Beginn des Weges noch nicht weiß, dass Subsein nicht bedeutet, schwach und unterlegen zu sein? Zumindest bei mir war das so. Je mehr ich für mich annehme, das zu sein, mich gerne zu unterwerfen, desto weniger muß ich betonen, eine starke Frau zu sein. Mein Gegenüber erkennt das (hoffentlich) auch so.
      Und vielleicht hängt es auch mit Idioten zusammenkommen, die meinen eine(e) Sub ist schwach und unterlegen? Gibt auch s ja auch...
      Ich habe das nie betont.
      Für mich ist es wichtig mich darzustellen. So wie ich bin mit meinen Ecken und Kanten. Ich gehe ehrlich mit meinen Krankheiten um damit 'Mann' weiss worauf er sich einlässt.
      Ja, ich bin vielleicht taff. Aber Alltagsdominant bin ich nicht. Ich muss mich um mich alleine kümmern. Lebe für mich und schaue das es mir gut geht. Da ändert ein dominanter Mann nichts dran.
      Ich habe nichts davon mich als besonders stark darzustellen. Natürlich habe ich als Frau in einem so genannten Männerberuf mit Vorurteilen zu kämpfen. Sogar Berufskollegen haben mich schon diskriminiert. Was juckt mich das? Nichts. Weil ich weiss das ich meinen Job gut mache. Das muss ich auch nicht betonen.
      So sehr ich das auch mit meinem Alltag.
      Frauen sind die einzige Beute, die sich ihren Jäger selbst aussuchen.

      Feuerpferd schrieb:

      Um anerkannt zu werden, ist es daher notwendig, herauszustellen, dass Frau gleichwertig ist.
      Hmpf. Wer bezweifelt das noch außer religiösen Randgruppen? Das ist es ja gerade, warum man dann schnell zur Person wird, die man besser nicht anfasst. Ich würde das so handhaben wie jedes andere, was einem wichig ist: Das Gegenüber vorsichtig abklopfen, dabei etwas in der Deckung bleiben und wenn der Kerl nicht passt, dann ein Höflichkeitstanz und weg. Aber bloß nicht gleich die Emanze raushängen lassen - zumal es für einen Mann auch eine Beleidigung ist, als Frauenunterdrücker hingestellt zu werden. Du glaubst gar nicht, bei wie vielen Männern dieses Thema (deshalb) Oberkante Unterlippe ist.

      Gentledom schrieb:

      Meine persönliche Meinung ist, dass Frauen es in unserer Gesellschaft immer noch schwerer haben als gleichwertig angesehen zu werden und es ihnen daher wichtig ist, dies zu betonen. Vielleicht hat auch die Emanzipation dazu beigetragen und die Äußerungen rühren dorther oder aber Frauen befinden sich öfters als Männer in einem Zwiespalt zwischen Alltags- und BDSM-Rolle oder meinen zumindest sich rechtfertigen zu müssen
      Ich denke, es steht ausser Frage, das wir es immer noch schwerer haben, als Männer, was unser Ansehen in der Öffentlichkeit angeht.
      Egal, ob es um Karriere, höhere Löhne für gleiche Arbeit, Ausleben sexueller Wünsche als Single, Vergewaltigung in Beziehungen usw. geht.
      Und ja, ich gehöre zu den Frauen, die trotz der o.g. Fakten, alleinerziehend, Karriere machend und das Recht, Sex haben zu dürfen, auch ohne Beziehung, gelebt haben.

      Und dann habe ich meine Neigung akzeptiert und angefangen, sie auszuleben.
      Welchen Zwiespalt, welche Gedanken und Gefühle das in einer Frau auslöst, kann man, glaube ich, nur verstehen, wenn man es selbst erlebt und gelebt hat.
      Mut ist nur die Abwesenheit von Angst.

      Atum schrieb:

      Feuerpferd schrieb:

      Um anerkannt zu werden, ist es daher notwendig, herauszustellen, dass Frau gleichwertig ist.
      Hmpf. Wer bezweifelt das noch außer religiösen Randgruppen? Das ist es ja gerade, warum man dann schnell zur Person wird, die man besser nicht anfasst. Ich würde das so handhaben wie jedes andere, was einem wichig ist: Das Gegenüber vorsichtig abklopfen, dabei etwas in der Deckung bleiben und wenn der Kerl nicht passt, dann ein Höflichkeitstanz und weg. Aber bloß nicht gleich die Emanze raushängen lassen - zumal es für einen Mann auch eine Beleidigung ist, als Frauenunterdrücker hingestellt zu werden. Du glaubst gar nicht, bei wie vielen Männern dieses Thema (deshalb) Oberkante Unterlippe ist.
      "The problem is not I see sexism everywhere. The problem is you don't!" Wer mir tatsächlich einreden will, ich soll mich mal nicht so anstellen, weil hier bereits Gleichberechtigung herrscht... wer mir einreden will, ich würde mir Ungerechtigkeit nur einbilden... und mir ernsthaft rät, ich soll zu dem Thema still schweigen, weil ich sonst unattraktiv für ihn werde... der ist schneller genextet, als er "du blöde Emanze" sagen kann :D so einem ignoranten Typen könnt ich mich sicher nie hingeben und anvertrauen... Und auch darum thematisiere ich meinen Charakter außerhalb des Schlafzimmers, damit DIESE Fronten geklärt sind und ich eben nicht an solche Typen gerate.
      Ich denke es hat etwas mit dem Wörtchen unterwürfig zu tun, welches in vielen Definitionen des "Begriffes" Sub zu finden ist. Das Wort unterwürfig ist sehr negativ angehaftet. Aus vielen Gesprächen habe ich die Erfahrung gemacht, daß es gleichgesetzt wird : mit schwach sein, unselbstständig sein, nichts 'können können, eine schlimme Kindheit erlebt zu haben, Opfer sexueller Gewalt zu sein, mangelnder Intelligenz, ohne Bildung, allein Lebensunfähig, . und und und.
      Für mich ist es eine Klarstellung, daß dem nicht so ist - ich hatte eine schöne Kindheit (usw)


      Ich denke auch, und die Erfahrung habe ich gemacht, es wird von der Umwelt nicht akzeptiert.
      Welche Sprache sprichst du? :whistling: (Zitat Sohnemann)
      Ja stimmt. Ich erwähne das auch wenn ich auf meine devote Seite angesprochen werde.

      Zum einen sehe ich das als etwas besonderes an wenn ich "nur" der einen Person (meinem Herrn gegenüber devot bin).
      Das zeichnet dann doch die grosse Gabe aus das er etwas schafft was andere nicht können.

      Zum anderen ist die Gesellschaft heute so das man sehen will das die Frau selbständig ist, taff ist, sich durchsetzen kann.
      Und man das ständig unter Beweis stellen muss.
      Ich persönlich will das gar nicht aber ich muss es.

      Und gerade deshalb zeige ich es glaub ich gerade Doms. Damit sie auch sehen da ist ne Frau. Die ist stark. Sie bricht nicht gleich zusammen. Wenn sie etwas "härter" angepackt wird.
      Und ich persönlich bin stolz es zeigen zu können und zu dürfen.

      Und freue mich wenn ich meine devote Seite wieder leben darf.

      Ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken.

      Lg kleine Maus
      Ich gehöre auch zu denen die es ab und an mal mit einfliessen lässt
      Ja warum, weil es eben so ist, und wenn mich jemand im virtuellen Kontakt bittet etwas über mich zu erzählen dann gehört es halt auch dazu, zu meiner Gesamtheit.

      Ich betone es nichht expliziet, ich sag nicht , guck mal so taff bin ich
      Nur wenn ich über mich ein Bild zeichnen will, welches ganzheitlich ist, so würde man es wohl zwischen den Zeilen rauslesen.

      Ich habe festgestellt das einige , natürlich auch nicht alle, meinen eine devote Frau wäre dies im Alltag nicht unbedingt, und betonen dann sogar in ihrem Profil dass sie sich eine Partnerin wünschen die lebensfähig ist.

      Warum es es wirklich so betont wird, hmmmm hab ich so jetzt noch nicht feststellen können, nun habe ich aber auch virtuell ausser hier weniger mit subs zu tun

      Als FemSub muss man sich doch schon öfter mal anhören, wenn man nicht vor jedem der Dom im Profil stehen hat auf die Knie fällt , man wäre wohl nicht wirklich devot
      Ich habe in der Kennenlernphase tatsächlich immer recht schnell deutlich gemacht, dass ich "alltagsdominant" bin, gerne Entscheidungen treffe, diskutiere und mir nicht die Butter vom Brot nehmen lasse, weil ich keine Lust auf die Sorte Mann hatte, die das auf dem Papier zwar nett findet und sich eine starke, selbstbewusste Partnerin "wünscht", in der Praxis aber dann leider doch sehr schnell beleidigt reagiert, wenn mit der Realität (=mir) konfrontiert. Frontenklärung sozusagen.
      Den Eindruck, dass ich als Frau betonen müsse, dass ich lebensfähig und belastbar sei, hatte ich nicht.

      In den letzten Jahren habe ich bei Online-Kontakten vermehrt festgestellt, dass eher "anpassungsfähige" und "pflegeleichte" Partnerinnen gewünscht waren und ich sehr schnell mit dem Emanzenstempel bedacht wurde, wenn ich andere Ansichen hatte als mein Gesprächspartner oder Dinge hinterfragt habe, was für mich teilweise ziemlich ermüdend war, denn meine Profile waren eigentlich immer recht deutlich und hätten diesen Typen als Vorwarnung dienen können...
      Wenn etwas nicht so läuft wie du es dir vorstellst, stell dir einfach etwas anderes vor.
      Was mich selbst angeht, so habe ich soetwas nie von mir behauptet und vorgegeben.
      Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich es auch nicht bin.
      Ich bin keine selbstbewusste, emanzipierte, taffe oder gar alltags-dominante Frau. Bei mir scheint die Devotion auch in meiner Persönlichkeit zu liegen. (wobei ich hier jetzt natürlich nicht behaupten will, dass selbstbewusste, emanzipierte Frauen nicht devot sein könnten...das hier gilt nur für mich)
      Ich bleibe allgemein gerne im Hintergrund, lasse Anderen den Vortritt, gebe nach und beobachte lieber in Ruhe.

      Und so wie ich bin, so versuche ich mich auch meinem jeweiligen Gesprächspartner zu beschreiben wenn das Thema darauf kommt.
      Ich hab noch nie was davon gehalten sich zu verstellen und ich gestehe z.b.auch Schwächen ziemlich offen ein.

      Ich lese aber andersrum des Öfteren in Profilen von Maledoms, dass sie eine selbstbewusste, mit beiden Beinen im Leben stehende und selbständige Frau als Sub suchen.
      Vielleicht spielt hier die Sorge mit rein, zuviel der Verantwortung aufgebürdet zu kriegen...nach dem Motto: die kriegt sonst ihr Leben nicht alleine auf die Reihe.
      Weiterhin finde ich, dass das hauptsächlich die Maledoms betrifft, die nichts in Richtung 24/7 oder komplettes Machtgefälle leben wollen, sondern hauptsächlich eine im sexuellen Kontext devote Frau suchen.
      Sei immer Du selbst.
      Außer Du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!
      Ich schätze mich folgendermaßen ein, Beruflich dominant, je nach Umfeld im Privatleben weniger, kommt bei mir auf den Gegenüber an, bei manchen Menschen muss ich mich auch mal zurück nehmen .Anfangs bin ich nur schwer mit meiner devoten Seite zurecht gekommen . Ich war in Beziehungen diejenige die sagte wo es lang geht . Bisher habe ich noch nicht betont das ich alltagsdominant bin . Bin auch noch nicht in der Situation gewesen wo das erforderlich gewesen wäre .
      Wenn es Dich nicht mit Begeisterung füllt, ist es nicht der richtige Weg :P :engel:
      Nein, von mir kenne ich das persönlich nicht.
      Es existiert eh keine Vorstellung von mir und im Kontakt hüte ich mich aus unterschiedlichen Gründen davor, zu viel von mir preiszugeben.
      Ich denke, dass Ausdruck und Umgang beim aufmerksamen Gegenüber auch die richtigen Interpretationsanätze zulassen, ohne dass ich darauf aufmerksam machen muss.

      Es ist mir jedoch ein Mal passiert, dass ich alles, was ich so vorzuweisen habe, verzweifelt in die Waagschale warf, um gefühlt meine nackte Haut zu retten und einem extremen Machtgefälle zu entkommen.
      Es blieb beim Versuch, da ich an ein Gegenüber geraten bin, das konsequent die Oberhand behält :pardon: .
      „Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst.
      So tiefen Grund hat sie.“

      Heraklit
      Ich könnte nicht ankreuzen, ob mein Alltagsselbst "stark", "schwach" oder "genau dazwischen" ist. Es ist situationsabhängig. Außerdem fallen mir viele Verhaltensweisen ein, die man sowohl als Stärke, als auch als Schwäche auslegen kann. Wenn einer im Streit nachgibt: Zeugt das von Stärke oder Schwäche? Ich glaube, beides ist möglich (sogar gleichzeitig). Es ist komplex, und so sehe ich mich auch. Deswegen habe ich immer bald von meiner Lebensgeschichte und Lebenssituation erzählt. So konnten sich die Kontakte selber ein Bild machen und entscheiden, wie sie mich wahrnehmen. Da hatte ich nie das Gefühl, dass man mir Eigenschaften zuschreibt, die ich nicht habe.
      Es gibt Hunderte von Arten, niederzuknien und den Boden zu küssen. (Rumi)
      Ich bin mir nicht sicher, ob ich es ausdrücklich betont habe, aber wenn...

      Ich habe schon die Erfahrung machen müssen, dass es Doms gibt, die der Meinung sind dass Subs nicht nur im sexuellen Bereich devot sind, sondern gefälligst auch in jedem anderen Lebensbereich. Da habe ich das Bedürfnis dieses Denken zu "korrigieren", bzw. auf die Diskrepanz zur Realität hinzuweisen.
      Im Berufsleben brauche ich diese Eigenschaften (taff und dominant) nicht aussprechen, dort äußern sie sich durch Kompetenz und Auftreten. Wenn ich beides nicht habe, nützt es auch nichts, wenn ich darauf hinweise, dass ich zB taff bin... es entsteht dadurch eher der gegenteilige Eindruck.
      Warte nicht auf den perfekten Moment
      sondern nimm den Moment und mach ihn perfekt.

      Gentledom schrieb:

      Meine persönliche Meinung ist, dass Frauen es in unserer Gesellschaft immer noch schwerer haben als gleichwertig angesehen zu werden und es ihnen daher wichtig ist, dies zu betonen. Vielleicht hat auch die Emanzipation dazu beigetragen und die Äußerungen rühren dorther oder aber Frauen befinden sich öfters als Männer in einem Zwiespalt zwischen Alltags- und BDSM-Rolle oder meinen zumindest sich rechtfertigen zu müssen (was sie natürlich gar nicht müssen) oder wollen eben nicht als schwach und unselbstständig angesehen werden, ein Vorurteil mit dem gerade Subs aber eben auch Frauen immer wieder zu kämpfen haben
      Diese Argumentation baut darauf, dass Männer gesellschaftlich von vornherein nicht mit der Thematik "Gleichwertigkeit" ringen müssen und von daher auch keinen Zwiespalt empfinden, weil die Gleichstellung "eh klar" ist... das jedoch halte ich weder für wahr noch erklärt es für mich das durchaus oft beobachtete Verhalten vieler weiblicher Subs.

      Daher werfe ich mal ein paar andere Gesichtspunkte in die Runde:

      Bei der Geburtenrate gibt es nahezu eine Gleichverteilung männlicher zu weiblichen Säuglingen (wenn ich mich recht entsinne ca. 103:100).
      Wenn ich also keine geschlechterspezifische Ausprägung von "sub" zu "dom" unterstelle, müsste es ungefähr auch gleich viele Malesubs wie FemaleSubs geben bzw. MaleDoms zu FemaleDoms.
      Schaut man sich in einschlägigen Portalen um ergibt sich jedoch ein ganz anderes Bild:
      Eine gefühlte Ratio von 10:1 (vorsichtig geschätzt) von suchenden MaleDoms zu vorhandenen FemaleDoms.
      Und eine noch weit schlechtere Ratio von 100:1 zwischen suchenden MaleSubs zu vorhandenen FemaleDoms.
      Erste Erkenntnis: Eine unglaubliche Anzahl an Frauen scheint sich sehr "bedeckt" zu halten...
      Zweite Erkenntnis: Der Konkurrenzdruck bei suchenden Männern ist massiv ausgeprägter, insbesondere jedoch bei MaleSubs.

      Ist es bei solchen "Marktverhältnissen" also schlau, auf den eigenen Ansprüchen zu beharren?
      Ein Blick in die Nicknames kann da eine Antwort liefern... "Wurm" wurde ja schon angesprochen. "Zahlschwein" sieht man auch recht oft. Auf der anderen Seite gibt es dafür "Göttinnen".
      Schaue ich mir dagegen die Nicknames in der Kombination MaleDom/FemaleSub an, sehe ich eine solch krasse Spreizung keineswegs. Da gibt es den ein oder anderen "Lord Sowieso", "Herr MüllerMeyerSchulze" oder auch mal "Chef" - aber auch der größte Egomane scheint davor zurück zu schrecken, sich gleich als Gottgleich zu bezeichnen...
      Ergo ist die Bandbreite in der Selbstdarstellung insgesamt deutlich moderater.

      Der zweite Punkt: Was wird denn gesucht?
      Da wird uns Männern ganz gerne unterstellt: Sex.
      Mal in der Variante: Nur Sex. Oder Sex mit Hauen. Oder Sex mit Hauen und Fesseln. Nur die Allerwenigsten MaleDoms suchen etwas "völlig ohne Sex"(dann meist Fetishbezogen). Bei gerne leidenden MaleSubs kann das Suchprofil zwar sagen "ich bin schon glücklich, nur den verkackten Absatz Ihrer lieblichen Heels zu lecken", aber ob der jetzt schreiend davon laufen würde, gäbe es zusätzlich noch Sex?
      All diese Varianten gibt es in den Formen "Sextreffen", "Spielbeziehung" und "Beziehung" - doch für eine Beziehung muss schon verdammt viel passen. Bei einer Ratio von 10:1 oder gar 100:1 dann zu sagen "Nee, drunter mach ich´s nicht!"? Oder sagt man dann als Mann: "Ok, dann eben Spielbeziehung. Oder Sextreffen. Immerhin: Sex!"

      Egal ob Sub oder Dom: Frauen haben eine üppige Auswahl. Sie können (erfolgreich) Ansprüche stellen - und tun es auch. Männer können ebenfalls Ansprüche stellen - nur eben bei weitem weniger erfolgreich.

      Damit verbunden ist dann auch das Thema "Stolz und Selbstwahrnehmung":
      Wie sehe ich mich?
      Wie sieht der dominante Part mich?
      Wie sehen Geschlechtsgenossen mich?

      Gibt es nicht auch einen Peer-Druck? Viele Frauen gehen ja noch nicht mal allein auf´s WC in der Öffentlichkeit. Die Wahrnehmung des sozialen (auch weiblichen) Umfeldes ist weit stärker relevant. "Was denken denn die anderen, wenn sie DAS lesen?! Das muss man doch von vornherein klar stellen!"
      Der MaleSub dagegen, der sich gerne runter macht? Der bekommt seinen "ich bin ein Nichts" Kick womöglich schon beim Veröffentlichen, ganz unabhängig davon ob er jemals erhört wird. Somit ist ein gewisser "Erfolg" selbst herbeiführbar...
      We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed, by their Creator, with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty, and the pursuit of Happiness.
      <Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika>

      unicorn80 schrieb:

      Ich hab noch nie was davon gehalten sich zu verstellen und ich gestehe z.b.auch Schwächen ziemlich offen ein.
      Was sind Schwächen denn überhaupt? bzw was sind Stärken?
      jede meine Charaktereigenschaften kann jeder zu dem machen was er draus machen will
      ja ich habe Schwächen, und zwar die, die jemand auch als dieses sehen will, und genauso viele Stärken hab ich auch, nämlich die die jemand anderes in mir sehen kann , in meiner Art zu sein.

      Jetzt noch mal zu Ausgangsfrage warum betonen weibliche Subs

      wie taff, selbstbewusst, selbstständig, usw sie im Alltag doch sind


      Schon alleine die Frage finde ich irgendwie komisch gestellt
      Warum fragt man überhaupt , warum weibliche Subs das doch so betonen


      Aus dieser Fragestellung lese ich ein wenig ins lächerliche ziehen heraus, mit Sicherheit nicht bewusst, aber dieses Wörtchen doch
      ist es was mich diesen Eindruck gewinnen lässt.

      so, jetzt frag ich andersherum warum sollte eine selbstbewusste ,selbständige , von mir aus auch taffe Frau, die nun rein zufällig devot ist das nicht sagen dürfen?

      Klarzustellen, das Unselbstständigkeit, mangelndes Selbstbewusstsein, nicht taff zu sein, nicht gleichzusetzen sind mit devot

      dann das wäre ja der Umkehrschluss, das Frauen die diese attribute nicht bewitzen automatisch devot sind, was aber mit Sicherheit nicht so ist

      nicht jede Frau die nich taff ist , ist auch devot, sondern vileicht nur schüchtern

      dass man diese Frage überhaupt stellt, ist für mich die Antwort auf die Frage










      ich verstehe was Du meinst bastet und es stimmt im Grunde auch, aber es ist halt schon manches Mal so, dass, quasi in einem Atemzug auf die Frage welche Neigung eine Sub hat mit extra betont wird ,dass man ansonsten aber absolut taff etc ist. Obwohl es im Zweifel in dem Moment gar nciht darum ging. Und die Grundannahme war im Vergleich, dass Malesubs, switcher oder auch Femdoms nicht eine Diskrepanz zum Alltag aufzeigen müssen....Soweit die subjektive Beobachtung
      Wenn ich mich nciht irre gibt oder gab es zB zwei Femdoms hier im Forum, die zB abseits ihrer Neigung eher schüchtern zurückhaltend sind, würden die dies extra betonen? Wäre das von Vorteil? usw....
      Catch me if you can...
      Beim Überfliegen der Antworten vermisse ich einen wichtigen Punkt, der auch erklären könnte, warum MaleSubs sich weniger dazu genötigt fühlen, ihre Alltagsstärke zu betonen.

      Jede Frau lernt nämlich bereits sehr früh eine wichtige Lektion:

      Mach Dich nicht zum Opfer!

      Spätestens wenn wir in die Pubertät kommen und beginnen, unsere weiblichen Reize zu betonen, wenn wir damit anfangs möglicherweise sogar ein bisschen übertreiben, weil uns gar nicht bewusst ist, wie "sexy" wir in superknappen Hotpants und Wonderbras wirken, mit denen wir stolz unsere neuen körperlichen Entwicklungen betonen, wenn wir dann sogar noch nachts in Clubs unterwegs sind - spätestens dann beginnen auch unsere Erfahrungen mit sexueller Belästigung oder sogar sexueller Gewalt.

      Ich zum Beispiel war eine recht abenteuerlustige junge Frau und kann mich noch gut daran erinnern, wie geschockt ich von den ersten (versuchten) Übergriffen war.
      Weil ich aber auch nicht darauf verzichten wollte, nachts alleine unterwegs zu sein, besuchte ich Selbstverteidigungkurse. Dort lernte ich das, was sich in der praktischen Anwendung auf der Straße bestätigte:

      Mach Dich als Frau nie selbst zum Opfer!

      Denn sexuelle Gewalt ist ja doppelt fatal: Opfer eines Gewaltverbrechens zu sein ist immer mehr oder weniger traumatisch, egal, welcher Art und wen es trifft, ob Frau oder Mann.
      Wenn Du aber als Frau vergewaltigt wirst, kommt noch die anschliessende Stigmatisierung dazu. Nicht umsonst gibt es den Begrif "Schändung". Durch den Akt einer Vergewaltigung verliert eine Frau in den Augen der Gesellschaft ihre Ehre. (Ja, bestimmt nicht mehr so dramatisch wie vor 100 Jahren, aber dieser Zusammenhang sitzt schon noch in unserem Bewusstsein.) Von einem ansonsten durchaus vernünftigen Freund hörte ich sogar einmal, dass eine Vergewaltigung schlimmer als der Tod sei...

      Wenn Dir aber jeder körperlich überlegene Idiot mit einem Penis so einfach Deine Würde rauben kann, dann lässt Du es besser erst gar nicht dazu kommen. Und unter keinen Umständen darfst Du auch noch eine Mitschuld daran tragen, indem Du Dich zum Beispiel nicht wehrst oder nicht deutlich genug "Nein" sagst.

      Jetzt präsentiere ich mich aber hier, auf ähnlichen Plattformen, in der Szene allgemein, aber gefühlt als genau das, was mich zum Opfer macht:
      Als schwach. Als unterwürfig. Als gehorsam. Als Erfüllerin männlicher Lust. Mit dem Wunsch sogar, benutzt zu werden.

      Das widerspricht so sehr den Mechansimen, die wir gelernt haben, dass ich sehr gut nachvollziehen kann, warum viele FemSubs zusätzlich betonen, dass sie durchaus eine taffe, starke Persönlichkeit besitzen und hier keine Einladung zum sexuellen Missbrauch aussprechen.

      Auch wenn das wahrscheinlich eher unbewusst abläuft. Mir zum Beispiel war überhaupt nicht so exakt klar, woher dieses Unbehagen bei mir rührt, mich als submissive Frau darzustellen. Erst als ich aufgrund der Fragestellung dieses Threads darüber nachdachte, machte das für mich Sinn.

      (Und, liebe Männer, ich unterstelle euch natürlich nicht, alle potentielle Vergewaltiger zu sein. Wenn dieses Thema aufkommt, fühlen sich Männer nach meiner Erfahrung oft im Verteidigungszwang. Völlig unnötig. Das ist kein Angriff gegen Männer. Unter Frauen gibt es genau so viele Arschlöcher. Und nicht nur einmal ging für mich eine kritische Situation nur deswegen gut aus, weil ein Mann als Rettung herbeieilte. Aber Sexualstraftäter sind halt vorwiegend Männer. Und die Opfer vorwiegend Frauen.)
      From what I’ve tasted of desire, I hold with those who favor fire. (Robert Frost, 1920)