Neigung BDSM und Reaktionen im Umfeld / Familie und deren Reaktionen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Neigung BDSM und Reaktionen im Umfeld / Familie und deren Reaktionen

      BDSM ... wir leben es aus, als Teil oder als 24/7 unsere Partner wissen von den gegenseitigen Neigungen die in uns schlummert.

      Aber was ist mit den Freundeskreis, mit der eigenen Familie.. (Eltern , Verwandte ,eigene Kinder) wissen die davon und wie gehen Sie damit um? Viele tragen zb Halsband und deren Bedeutung wird immer öffentlicher durch Medien, Filme und Mundpropaganda. :whistling:

      Mich würde es mal interessieren wie es bei Euch ist, wissen Eure Familien, Freunde von Eurem Ausleben im BDSM und wie gehen sie damit um? Verständnis oder belächeln ? Die Reaktionen.... ?(

      Selber habe ich in meinen Freudeskreis wenig die über meine Vorlieben und Neigungen Bescheid wissen und sie kommen mir doch teils gespalten entgegen, viele stellen auch Fragen weil die den tollen Film gesehen haben und mehr darüber wissen wollen. Einige sagen auch ich hätte einen an der Waffel, wie kann man so was nur praktizieren das wäre Körperverletzung.


      Über outing usw gibt es schon einige Threads , aber mich würde mal die Reaktionen aus euren Umfeld interessieren auf Euer BDSM Leben.
      Wenn Menschen mehr miteinander reden würden, würde es einige Probleme nicht geben.. :huggy:
      Meine Tochter weiß von meiner Beziehung als Sub, und sie findet es ziemlich cool, dass ihre Mama dies in ihrem reiferen Alter auslebt. :D

      Im Freundeskreis wissen es wenige, und sie akzeptieren es, verstehen aber nicht, dass ich mich freiwillig züchtigen lasse und mich auch noch über die Striemen freue.Für jemanden, der damit so gar nichts zu tun hat, ist das vermutlich auch nicht einfach zu verstehen.

      Ein Freund hat allerdings immer wieder versucht, mich davon zu überzeugen, dass "normaler Sex" doch viel schöner ist, dass BDSM krank und pervers ist und hat sich auch völlig selbstlos ( :P ) bereit erklärt, mich auf "den richtigen sexuellen Weg" (seine Worte!) zurück zu führen. Diese Freundschaft habe ich inzwischen beendet......
      Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt. Franz Kafka
      Zwar habe ich mich bei niemandem außer meinem Partner geoutet, aber ich kann es nicht ungesagt lassen:
      Wer mich wegen meiner Neigung belächelt oder ähnliches, der ist kein Freund, keine Familie oder sonstwer der mir nahe stehen könnte. :pardon: Das schließt einander grundsätzlich aus. Nur jemand, der mich akzeptiert wie ich bin kann überhaupt ein Freund sein.
      Man muss es nicht verstehen, man muss nur leben und leben lassen. Schließlich geht die Neigung ja eigentlich nur die Sexualpartner etwas an.
      There will be a time when we must choose between what is easy and what is right.
      Bei mir weiß es mein Bruder, meine Kusinen und drei Freundinnen.
      Alle nahmen es zwar zur Kenntnis, sind aber ansonsten völlig desinteressiert.
      Nur mein Bruder musste mich noch warnen, dass ich ja vorsichtig sein soll und auf mich aufpassen.
      Tja... im Grunde hat es niemanden interessiert, :pardon: .
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Bei mir weiss es bis jetzt eine Freundin und ein Arbeitskollege.
      Am Anfang war es merkwürdig mit vanillas darüber zu reden. Beide waren am anfang auch sehr wortkarg.
      Mittlerweile stellen beide auch viele Fragen sind viel offener geworden. Sind interressiert.

      Das hat mich natürlich sehr gefreut.

      Kann mir aber auch vorstellen, das ich auch noch negative Erfahrungen damit mache, weil nicht jeder so gut damit umgehen kann.



      Ich dränge es anderen Personen nicht auf.

      Trotzdem habe ich mich dazu entschieden den 'Ring der O.' als Fingerring zu tragen.
      Als dezenter Hinweis auf das was ich bin.
      (Sozusagen als kleines Outing).
      Bei mir wissen es nur zwei Menschen im Detail, meine Schwester und meine beste Freundin!

      Ich hab einmal versucht anderen Freunden/Bekannten in gemütlicher Runde davon zu erzählen. Das artete aber in einer eher negativen Diskussion aus und ich hab es dann gelassen. 1-2 Freunde fragen mich zwar ab und zu noch was aber meistens nur dann wenn sie irgendwo was BDSM mäßiges aufgeschnappt haben X/ !

      Meine Schwester und Freundin gehen ziemlich cool damit um und wollen immer Erlebnisberichte von mir, das schaffe ich aber wiederum nicht :/ .
      Ich kann da vieles was ich erlebt habe nicht benennen wahrscheinlich weil es in meinem Kopf noch immer nicht als wirklich richtig angekommen ist!
      Kommt vielleicht noch, ich bin ja quasi noch Anfängerin :saint:
      LG Eis

      Ichwilleineis schrieb:



      Ich kann da vieles was ich erlebt habe nicht benennen wahrscheinlich weil es in meinem Kopf noch immer nicht als wirklich richtig angekommen ist!
      Kommt vielleicht noch, ich bin ja quasi noch Anfängerin :saint:
      Es wird ankommen wenn es für Dich der richtige Weg ist und Du dafür auch den richtigen Partner hast.... da mache Dir nicht zu viele Gedanken.
      Wenn Menschen mehr miteinander reden würden, würde es einige Probleme nicht geben.. :huggy:
      Bei mir weiß es - unfreiwillig- die gesamte Familie. Anfang der 2000er hatte ich selbst eine BDSM-Seite, und meine kleine Schwester kam auf die Idee, meinen Namen zu googlen. Und der damalige ISP hatte die "glorreiche" Idee. meine URL in Verbindung mit meinem Klarnamen für Werbung zu benutzen. :dash:
      Seitdem bin ich der "Familienperverse", und es gab an die 5 Jahre unfreiwillige Sendepause zu meiner Familie :pardon: .
      Gib Deinem Leben einen Gin. Oder zwei. :yes:

      Azrael schrieb:

      Bei mir weiß es - unfreiwillig- die gesamte Familie.
      Seitdem bin ich der "Familienperverse", und es gab an die 5 Jahre unfreiwillige Sendepause zu meiner Familie :pardon: .
      Oh das ist natürlich nicht gerade schön, und Du konntest nicht mit Ihnen reden ... so auf vernünftiger Weise?
      Wenn Menschen mehr miteinander reden würden, würde es einige Probleme nicht geben.. :huggy:
      ohje. @Azrael das ist ganzschön hart.
      Hoffe du hattest in der zeit und auch jetzt Freunde die dir da sehr gut durchgeholfen haben. Und dir Kraft gaben du selbst zu sein.

      Bei mir ist es so. Und ich mache immer mehr Schritte nach vorne. Mein ICH zu finden und rauszulassen.
      Ich gehe mit dem Thema sehr offen und entspannt um.
      Wer näheren Kontakt mit mir hat, der weiß meist um meinen Alltag und das ich manchmal einen Partner an meiner Seite habe, der doch nicht ganz mein "Partner" im herkömmlichen Sinne ist.
      Der Grund ist einfach: ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft leichter wird, je natürlicher und authentischer man mit der eigenen Neigung umgeht.
      Meine Freunde wissen es, einige Kommilitonen, mit denen ich gern Zeit verbringe, mein Bruder und seine Frau und auch meine Eltern.
      Ich möchte mir keine Ausreden ausdenken müssen, ich will nicht die Angst in den Augen meiner Freunde und Familie sehen, wenn ich mit blauen Flecken nach Hause komme und im Sommer ein Shirt nicht alles verdeckt.
      Ich war immer eine schlechte Lügnerin...

      Natürlich geht man nicht damit hausieren, aber fragt mich ein befreundeter Kommilitone, warum ich nicht zur Party gehe, dann bin ich ehrlich.
      Besuche ich (m)einen Spielpartner, dann sage ich das.
      "Oh du hast einen Freund?!"
      "Nein, das ist etwas anderes."
      Und erkläre es in einigen Sätzen, beantworte die Fragen.
      Auch jetzt bin ich ehrlich, ich hatte (nur) ein einziges Mal ein negatives Gespräch, das meine Neigung als Kernthema hatte.
      Solche Dinge passieren, wenn man zwangsgeoutet wird, weil jemand ablenken und seinen Kopf aus der Schlinge ziehen möchte.
      Ein Preis, den ich für die Ehrlichkeit zahle und ein Risiko, dass es mir wert ist.
      Selbst dieses Gespräch ging vorbei, als ich versichern konnte, dass nichts gegen meinen Willen geschieht.

      Meine Erklärungen passe ich immer der Person an. Ich erkläre mich niemandem grundlos, erst ab einem gewissen Alter und auch nur, wenn ich fest überzeugt bin, dass dieses Thema und meine Worte keine Belastung darstellen oder Schäden für die Person oder mein Umfeld nach sich ziehen.
      Ich lasse jedem Gesprächspartner die Wahl, wie viel man wissen will. Jeder, der mir nah genug ist, dass dieser Bereich zur Sprache kommen kann kennt meine Regel. Stelle mir keine Fragen, die du nicht beantwortet haben möchtest.

      Die Reaktionen sind völlig unterschiedlich, aber bewegen sich grundsätzlich zwischen neugierig - interessiert bis zur einfachen Akzeptanz ohne weitere Nachfrage.
      Der größte Teil der Menschen ist überrascht, dass jemand darüber offen spricht und stellt viele Fragen.
      Ist das nicht nur Sex? Stehst du auf Schmerz? Wie läuft das ab?
      Nein, nicht für mich. Jaein. Ich bin Switcher, da müssen wir erst würfeln wer an welchem Ende der Leine steht. - Scherz beiseite. ;)

      Ich schäme mich nicht, ich habe keine Angst verurteilt zu werden und das strahle ich auch aus denke ich. Es gibt nichts zu verurteilen und meine Umwelt akzeptiert das.
      Die einzige Folge ist, dass bei passender Gelegenheit ein wenig gescherzt wird, was ich mit Humor und Gelassenheit nehme oder man einige Zeit benötigt, um die Fragen zu beantworten.
      Mehr passiert nicht - seit 3 Jahren in den ich offen damit umgehe und geoutet bin. ^^
      Ne ich erzähle das nicht.

      Das Thema BDSM ist für mich schlicht zu komplex, braucht viel Lebenserfahrung und/oder Akzeptanz, als das ich es nicht Eingeweihten einfach so zumuten möchte. Viele Menschen sind dazu leider nicht in der Lage. Und das meine ich nicht mal böse, viel mehr bedauernswert. Meine Eltern würden nicht damit umgehen können. Sie verdrängen 'sowas' schon im Ansatz.

      Bei mir wissen es ausser Mylène nur meine Ex-Freundinnen. Wir vermuten dass es auch die Kinder von Mylène (sind beide schon Erwachsen) wissen. Sie können gut damit umgehen, akzeptieren mich, dies obwohl sie denken dass ich der Dom ihrer Mami bin 8) .

      Nun, wenn mich dereinst jemand ganz konkret danach frägt und ich die Seriosität des Fragestellers spüre so würde ich mich mittlerweile outen. Aber das ist bis anhin noch nicht vorgekommen.


      Real submission is about being naked for her, not just in the physical sense, but also in the spiritual one
      Meine Mutter weiss lediglich, dass ich eine offene Beziehung mit einem Partner führe, der eine offene Beziehung lebt und Familie hat, seine Frau aber ebenfalls offen lebt und es allen gut geht. Ich wollte da nicht lügen, denn sie merkte im Frühling natürlich, dass ich einfach sehr froh war und a bisserl verknallt. Mehr Details müssen aber auch nicht sein. Meine Familie hat noch nie so viel über mein Leben erfahren. Zu meiner großen Überraschung fing meine Mutter (79) am Telefon herzhaft an zu lachen und meinte schließlich prustend: "Also von MIR hast Du das nicht geerbt, das hast Du von Deinem Vater."

      Ahaaaaa :))))

      Mein Sohn (fast 14) weiss um diese Konstellation, weil ich mit ihm ganz ehrlich geredet habe, bevor uns jemand besuchen darf, damit er einschätzen kann, dass bei uns niemand einziehen und unser Leben normal weitergehen wird und er weiss zumindesst, dass Fesselspiele ein Teil sein könnten, einfach, weil ich ihn neulich durch die Badtür falsch verstanden habe. Er sagte wohl so etwas "keine Sorge, ich schau mir schon keine Metzelspiele an." und da das Badewasser einlief, fragte ich entgeistert "Wie bitte? Fesselspiele? Wie kommst Du darauf?" Er lachte und meinte, "aha, jetzt kann ich mir denken, was Du und ... so alles machen" und neckt mich seitdem mit "und? heute schon gefesselt worden?" oder grinst mich zärtlich an und sagt "meine wilde Mama"... Wir stehen uns sehr nah und sind recht offen, dennoch braucht es jetzt nicht mehr Details für ihn. Seitdem traut er sich aber mit sehr persönlichen Fragen zu mir, für die er sich vorher wohl geniert hätte. Das passt.

      Ansonsten noch mein bester Freund, der zwar weit weg wohnt, mich aber seit ca. 9 Jahren durch so manchen Kummer begleitet und immer zum Lachen gebracht hat. Er ist vermutlich der einzige Mensch, der so ziemlich alles über mich und von mir weiss, aber grundsätzlich immer hinter mir steht und mir den Rücken stärkt. Er findet es toll, dass ich mich jetzt auslebe und mal nach meinen Bedürfnissen sehe, freut sich, dass es mir gut geht und neckt mich auch sehr liebevoll, wenn er weiss, dass ich wieder Besuch hatte.

      Tja, mehr brauchen es nicht wissen. Geheimnisse sind auch etwas Schönes...
      Erzählen muss ich es wirklich niemand, der sich naserümpfend über diese Neigung äußert. Verzeihung, ich möchte niemand zu nahe treten :yes: Aber Schwule und Lesben sind heute gesellschaftlich anerkannt. Irgendwann wird es das auch bei Bdsmlern so sein.Alles braucht eben seine Zeit :pardon: Mehr Mut zum Bekenntnis wäre angebracht. Ich stehe zu meiner dunklen Seite. Um mich zu wiederholen: Mittlerweile akzeptieren meine engsten Freunde, dass ich so bin, wie ich eben bin. Und daran wird sich, so lange ich lebe nichts ändern
      Teufelchen im Blut, Engelchen im Herzen
      und ein bisschen Wahnsinn im Kopf 8)
      Meine und die Eltern meines Ehedom leben nicht mehr.
      Meine ehemals beste Freundin weiß davon, und verwendete es mal gegen mich.
      Lange Geschichte... gehört nicht hier hin.
      Meine Schwester weiß, wie wir leben. Sie sieht das ganze mit einer Mischung aus Interesse und Neugierde.. :D 8)
      Unser Sohn weiß es, aber es ist kein Thema, das besonders besprochen wird (Eltern haben keinen Sex ;) 8) )
      Life's what you make it

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kat1384 ()