Meine Freundin (Top) hat ein Problem damit, dass ich Tabus habe

      Meine Freundin (Top) hat ein Problem damit, dass ich Tabus habe

      Ich (männlich) bin seit Kurzem in einer Beziehung mit einer dominanten Frau. Es ist meine erste SM-Beziehung und eigentlich läuft das alles ziemlich gut. Wir lieben uns und haben jede Menge Spaß. Sie hat es wirklich raus und ist ein echtes Naturtalent in Sachen Dominierung. Wir waren uns von Anfang an darin einig, dass wir keine 24/7-SM-Beziehung wollen und unsere Neigungen nicht öffentlich, also für andere sichtbar ausleben möchten. Für uns beide ist SM nicht das Leben, sondern nur ein Teil davon, den wir hin und wieder zusammen ausleben möchten. Ab dem Moment, in dem ich mein Halsband angelegt bekomme, bin ich der Sub, ansonsten bin ich gleichberechtigter Partner, darauf haben wir uns geeinigt. Wir lachen während einer Session gemeinsam, kuscheln dabei auch mal oder reden während der Session "normal" miteinander. Wir haben beide auch noch nicht so viel Erfahrungen im SM und probieren halt diverse Sachen aus. Ich vertraue der Dame und weiß, dass sie mir nur Gutes will. Eigentlich also alles ganz prima. Was mich allerdings etwas belastet, ist, dass sie es nicht so richtig verstehen kann, dass ich auf bestimmte Praktiken einfach keine Lust habe (weil sie mich einfach überhaupt nicht antörnen oder gar abstoßen) und diese dann auch mal kategorisch ablehne. Sie ist dann immer etwas enttäuscht und sagt, ich solle mich doch auch mal auf neue Dinge einlassen und Sachen nicht von vornherein komplett ausschließen. Ihr würde diese Einstellung von mir die Motivation nehmen. Ich muss zugeben, dass sie bisher tatsächlich auf alle meine Wünsche eingegangen ist und diese zu meiner großen Freude gern und richtig gut mit mir macht. Ich bin ihr dafür unglaublich dankbar, teile ihr das regelmäßig mit und bin im siebten Himmel, wenn ich merke, mit welcher Freude und Kreativität sie mich benutzt und erniedrigt. Sie hat mir eigentlich noch nie einen Wunsch abgeschlagen, sondern ist bei allem sofort dabei und hat auch wirklich Spaß dabei. Im Gegenzug verlangt sie dasselbe aber auch von mir. Sie erzählte mir auch, dass sie das von anderen Subs nur so kenne und dass diese grundsätzlich erst mal zu allem ja sagen würden. Schön für diese Leute, können sie gern so handhaben, wenn das für sie okay ist, aber für mich ist das eben nicht okay. Ich habe nun mal bestimmte Tabus und habe das auch von Anfang an deutlich gemacht. Ich bin gern bereit, das ein oder andere Neue auszuprobieren, aber gewisse Dinge möchte ich eben gar nicht. Heute erzählte mir die Lady nun, dass sie mir demnächst gern einen Keuschheitsgürtel anlegen würde. Ich habe ihr daraufhin mitgeteilt, dass ich darauf überhaupt keine Lust habe und mich die Vorstellung, so ein Ding über einen längeren Zeitraum zu tragen, wirklich abstößt. Das Problem, was ich damit habe, ist nicht, dass ich das Gefühl nicht mag, so ein Ding zu tragen (im Rahmen einer temporären Session wäre ein Keuchheitsgürtel für mich durchaus akzeptabel), sondern es ist ein grundsätzliches: ich bin ein freier Mensch und will dies bleiben, auch im Rahmen von SM. Im Rahmen einer Session gebe ich gern die Kontrolle ab und auch im Alltag mag ich es, wenn ich von meiner Top hin und wieder etwas gedemütig oder geärgert werde. Aber ich möchte nicht, dass ich im Alltag über mehrere Stunden oder Tage von einem Stück Metall eingeengt werde, ohne dass die Lady mit dem Schlüssel in der Nähe ist (wir wohnen in getrennten Wohnungen). Genau wie ich in der Session durch das Codewort jederzeit die Möglichkeit habe, das Spiel zu unterbrechen oder zu beenden (Mit einem Codewort hat sie kein Problem, das hat sie mir von vornherein zugestanden und reagiert in der Session darauf auch prompt. (Alles andere wäre für mich ja auch überhaupt nicht akzeptabel.)) möchte ich jederzeit die Möglichkeit haben, um Entfernung des Keuschheitsgürtels zu bitten. Ich muss dazu anmerken, dass meine Herrin den Keuchheitsgürtel sicher verantwortungsvoll und vorsichtig einsetzen würde, ihn mir also bestimmt nicht gleich mal für eine ganze Woche anlegen würde, sondern erst mal für ein paar Stunden oder so. Es geht mir aber um das Grundsätzliche an der Sache, nämlich dass sie es nicht so richtig akzeptiert, dass ich Tabus habe.

      Ich weiß jetzt nicht so richtig, wie ich mich verhalten soll bzw. wie ich meiner Top das noch erklären soll. Ich habe ihr erklärt, wie ich bei dieser Sache empfinde und dass ich doch nur ehrlich sein will (und auch muss, wie ich finde. Sie sollte doch über meine Empfindungen im Bilde sein.) und ihr doch nicht irgendwelche Dinge versprechen kann, die ich dann nicht halten kann, weil sie mich einfach überhaupt nicht antörnen. Ist ja in einer Nicht-SM-Beziehung genauso: wenn eine Frau keinen Bock auf Analverkehr hat, dann hat der Mann das zu akzeptieren. Und auch im nichtsexuellen ist es selbstverständlich, dass man auf Wünsche des anderen so weit einem das möglich ist versucht einzugehen und Abneigungen akzeptiert, Kompromisse aushandelt und sich einander annähert. Ich kann es ja gut nachvollziehen, dass die Vorstellung für meine Herrin reizvoll ist, dass ich über einen längeren Zeitraum mit diesem Ding bestückt bin und meistens macht es mich auch ziemlich geil, zu merken, wenn meine Herrin an einer Praktik so richtig Spaß hat, selbst wenn die Praktik an sich für mich gar nicht so reizvoll ist (Bsp.: Spanking. Da stehe ich selbst nicht unbedingt drauf, da ich eher devot bin und weniger maso, aber wenn ich merke, wie viel Spaß die Lady dabei hat, mir den Arsch zu versohlen, finde ich das dann auch ziemlich geil und lasse das gern mit mir machen.) Aber in diesem Fall ist das halt anders. Ich will das nun mal nicht. Ich lasse diverse Gemeinheiten mit mir machen, weil sie mir Spaß machen. Dabei kann ich von meiner Herrin nicht verlangen, Dinge mit mir zu machen, die ihr nicht gefallen. Ich kann sie darum bitten und vielleicht erfüllt sie mir meine Wünsche, selbst wenn diese für sie jetzt nicht so antörnend sind, aber wenn sie nicht will, muss und werde ich das akzeptieren. Umgedreht sollte das gleiche gelten. Man redet außerhalb der Session auf Augenhöhe miteinander, beide sind gleichberechtigte Partner, man steckt Rahmenbedingungen ab, die für beide akzeptabel sind. Etwas anderes kommt für mich nicht in Frage. Ich bin kein 24/7-Sklave und möchte auch keine 24/7-Mistress, sondern eine Frau, die in erster Linie Mensch ist. Und eigentlich will mich auch meine Top in erster Linie als Mensch haben und nicht als allzeit unterwürfiges Objekt.

      Kann mir jemand helfen, wie ich mich verhalten soll? Die Beziehung zu dieser Frau ist alles in allem großartig, ich bin happy wie seit langem nicht mehr und möchte meiner Freundin wirklich gern ihre Wünsche erfüllen und ihre Fantasien befriedigen, gleichzeitig aber auch meine Tabus von ihr respektiert wissen. Ich glaube nicht, dass unsere Beziehung an dieser Sache zerbrechen wird, möchte den Konflikt aber irgendwie klären und wünsche mir wirklich, dass die Dame meine Einstellung respektiert. Es geht mir auch gar nicht unbedingt um das konkrete Ding mit dem Keuschheitsgürtel, sondern um das grundsätzliche Problem, welches sich hier offenbart.

      Wart ihr schon in ähnliche Situationen? Ist eine Einstellung, wie sie meine Freundin hat, bei Tops üblich? Sollte ich ihr mehr entgegenkommen und meine Tabus nicht so ernst nehmen oder sollte ich darauf beharren?
      Herzlich willkommen bei uns! :blumen:

      Vorweg: Ich werde dir nicht sagen, was du tun sollst. Das ist allein deine Entscheidung. Im BDSM gibt es kein richtig und kein falsch. Es gibt nur Dinge, die sich richtig oder falsch anfühlen. Und genau das gilt für dich. Ich kenne dich nicht, ich weiß nicht, wie du tickst. Ich kann dir höchstens Gedankenanstöße aus meiner Sicht der Dinge geben. Wenn sie dir widersteben, ticke ich eben anders als du, und das ist OK. Höre immer auf deinen Bauch! Also...

      Habe ich es richtig verstanden, dass sie schon Erfahrung mitbringt? Und wie lange lebt ihr SM schon zusammen aus?

      Natürlich hast du ein Recht auf deine Tabus. Und was du wirklich nicht machen möchtest, dazu solltest du dich auch nicht drängen lassen!

      Aber ich muss sagen, dass ich deine Freundin durchaus verstehen kann. Du schreibst ja auch selber, dass es normal ist, auf die Wünsche des anderen einzugehen. Die Sache ist eben die, dass du nicht wissen kannst, wie etwas für dich ist, wenn du es nicht ausprobierst. Manchmal kommt der Kick auch erst durch den/die Dom - wenn man merkt, wie viel Freude man als Sub bereitet.

      Du schreibst von Tabus. Ich selbst gehe mit dem Wort sehr vorsichtig um. Was du beschreibst, wären für mich Grenzen. Grenzen kann man erweitern, wenn die Zeit dafür reif ist. Das heißt, sobald du dich darauf einlassen möchtest. Das geht nicht von jetzt auf gleich. Manchmal muss man sich erst an eine Idee gewöhnen, bis man sich mit ihr anfreunden kann.

      Für den Keuschheitsgürtel könntet ihr auch einen Kompromiss schließen. Sie legt einen Schlüssel in einen Umschlag und verschließt ihn (ggf. sogar versiegeln), den du im Notfall öffnen darfst. Wenn du merkst, dass du es wirklich blöd findest, kannst du dich jeder Zeit von dem Ding befreien. Der Umschlag mit dem Schlüssel ist dein Safeword. Ist sowieso vernünftiger, da du das lange Tragen ja noch gar nicht gewöhnt bist.Vielleicht findet ihr für andere Ideen ja ähnliche Kompromisse.

      Vielleicht magst du dir noch mal überlegen, welcher deiner Tabus wirklich ein Tabu sind, was wirklich unumstößlich ist. Und was davon du vielleicht zumindest mal ausprobieren oder dich vosichtig rantasten würdest. Wenn es dich einfach nur nicht an macht, spricht doch eigentlich nichts sagegen, es mal zu probieren. Wenn dich der Gedanke regelrecht abstößt, bleibst du eben erst mal bei einem Nein. Vielleicht brauchst du auch einfach ein bisschen mehr Zeit, um noch mehr Vertrauen zu deiner Dom aufzubauen, damit du bereit für mehr Dinge bist. Das wäre übrigend auch etwas, was du deiner Dom sagen kannst. Grade am Anfang traut man sich vieles nicht. Deine Freundin sollte vor allem auch darauf achten, dich nicht zu überfordern.

      Deine Ablehnung, dass es bei der Sache mit dem Keuschheitsgürtel zu sehr in den Alltag eingreift, ist aber ein ganz eigener Punkt. Da geht es nicht einfach um eine Praktik, sondern um die ganze Beziehungsdynamik. Da kann ich dir nur empfehlen, weiter mit deiner Freundin darüber zu sprechen. Mach ihr klar, wieso SM für dich im Alltag nichts verloren hat, welche Ängste und Sorgen du hast. Aber hör dir auch an, was sie dazu zu sagen hast. Versuche mal, ihre Position einzunehmen. Wenn du aber kein Machtgefälle im Alltag willst, muss sie das durchaus akpetieren. Ein Kompromiss könnte sein, dass ich mal eine "Session" über ein ganzes Wochenende zieht oder einige Tage im Urlaub. Oder dass das Tragen über mehrere Tage eine einmalige Sache bleibt. Dann könnt ihr so längerfristige Dinge (wie mehrere Tage einen KG) machen, ohne dass es wirklich Folgen für eure Beziehungsdynamik hat. Aber auch hier: Nur, wenn du das möchtest.


      In einer ähnlichen Situation in dem Sinn war ich nicht. Wir haben am Anfang nur wenig besprochen; mein Dom macht vieles ohne vorher zu fragen. Ich fand zB Ballknebel sehr abstoßend. Einfach, weil sie so extrem Klischee sind und ich mir nicht vorstellen konnte, was daran toll sein soll. Er hat mich nie gefragt, sondern kam irgendwann mit so einem Teil an und hat es mir in den Mund gesteckt. Und was soll ich sagen? Seit diesem Moment liebe ich dieses Teil :love: Seit ich ein paar wolcher Erfahrungen gemacht habe, schließe ich nichts mehr pauschal aus. Allerdings ist diese Vorgehensweise nichts, die ich Einsteigern raten würde, weil das natürlich auch nach hinten losgehen kann. Da muss jeder seinen eigenen Weg fidnen.
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)
      Für mich ist nicht ersichtlich ob es denn wirklich Tabus sind oder ob es einfach was ist auf das du keine Lust hast. Das sind nämlich ganz einfach verschiedene Paar Schuhe.

      Keine Lust haben setze ich für mich gleich mit "ich habe keine Lust aufzuräumen". Ein Tabu kann aber etwas zum Eigenschutz sein, weil man vor etwas starke Angst hat, es zu gefährlich erachtet, unglaublichen Ekel hat usw. usf..
      Meine Tabus musste ich zum Beispiel auch erklären, hätte ich dann gesagt "Ich habe keine Lust darauf, dass du meine Ohren anfässt", hätte er dieses Tabu nicht akzeptiert. Stattdessen also brav erklärt und das Tabu wurde akzeptiert. Auch Tops können nur vor den Kopf gucken.
      Von daher kann ich die Frustration verstehen, vermutlich versteht sie nicht mal warum du so viel ablehnst.

      Neues auszuprobieren kann übrigens sehr spannend sein. Vielleicht dies auch erstmal nur für eine Session und danach könnt ihr dann bereden wie es für dich war.
      @hawkwind
      Danke für deine ausführliche Beschreibung!
      Was mir auffällt, ist das dir deine Domse deine Wünsche erfüllt, dich zufrieden stellt und du im siebten Himmel bist.
      Du hingegen hast Gründe, dies oder jenes nicht auszuprobieren.
      Will du ein Wunschzettelsub sein?
      Ist deine Domse langfristig damit zufrieden?
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      also nur einen kurze Antwort ganz speziell auf den Keuschheitsgürtel bezogen. Gerade wenn Du noch gar nicht daran gewöhnt bist einen zu tragen, solltest Du immer die Notfallmöglichkeit diesen öffnen zu koennen. Nicht ohne Grund trainiert man langsam das Tragen desselben. Das andere ist der psychische Faktor und ich denke,dass ein KG für einen Mann schon ein nicht unerheblicher Eingriff ist vor allem wenn es nicht von Dir aus gewollt ist.

      Ich finde schon im übrigen ,dass Du deine No Gos haben solltest gerade, weil Du Anfänger bist. Hinerfrage dich immer sehr genau warum Du sie hast und vielleicht kommt es auch zu den Punkten an denen Du welche aufhebst aber lass Dich nicht unter Druck setzen. Ihr habt anscheinend eine Abmachung die den Alltag ausschliesst und dann ist das so. Startet mit dem Kg dann halt in einer Session. Wie es sich später dann noch entwickelt wird man sehen.
      Hallo @hawkwind

      zunächst einmal willkommen hier im Forum :blumen: und vielen Dank für die ausführliche Beschreibung deiner Situation.

      Was mir an deiner Schilderung allerdings immer wieder auffällt sind die Worte "keine Lust".

      "Keine Lust" ist für mich kein Grund für ein Tabu im eigentlichen Sinne.

      Ein Tabu ist in meinen Augen etwas was ich nie und nimmer unter keinen Umständen machen werde, weil (und jetzt kommt es) ich damit ein riesiges, ernsthaftes und unüberwindbares Problem habe. Die wären für uns Probleme aus der Vergangenheit, Ekel, Horror oder Panik. (Aber selbst an meiner Panik und meinem riesigen Problem aus der Vergangenheit arbeiten wir ziemlich erfolgreich.... ^^ )

      Diese Tabus müssen begründet werden. Und nur, wenn ich plausibel erklären kann, warum ich diese Sache nicht machen will, ist es in meinen Augen ein Tabu.

      "Keine Lust" ist für mich keine Begründung für ein Tabu.



      Ist ja in einer Nicht-SM-Beziehung genauso: wenn eine Frau keinen Bock auf Analverkehr hat, dann hat der Mann das zu akzeptieren. Und auch im nichtsexuellen ist es selbstverständlich, dass man auf Wünsche des anderen so weit einem das möglich ist versucht einzugehen und Abneigungen akzeptiert, Kompromisse aushandelt und sich einander annähert.

      (irgendwie klappt das mit dem zitieren nicht so wie es sollte.....)


      In einer Nicht-SM-Beziegung gebe ich dir vollkommen Recht. Du strebst aber eine BDSM-Beziehung an. Hier liegt in meinen Augen nämlich der große Unterschied. Nämlich daß ich als Sub Dinge mache, die meinem Herrn gefallen, mir aber nicht unbedingt. Solange das für mich kein Tabu ist, mache ich das dann auch. Egal ob ich da gerade "Bock" drauf habe oder nicht. Ich trete ja im BDSM in gewisser Weise und bis zu einem gewissen Punkt das Recht, über meinen Körper frei zu verfügen, an meinen Herrn ab. Somit kann er auch bestimmen, was er wie mit mir anstellt.


      Um bei deinem Beispiel mit dem Analverkehr zu bleiben: Wenn Analverkehr für mich also kein Taub ist, mache ich das. Egal, ob ich da gerade Lust drauf habe oder nicht.



      hawkwind schrieb:

      Dabei kann ich von meiner Herrin nicht verlangen, Dinge mit mir zu machen, die ihr nicht gefallen. [...] Umgedreht sollte das gleiche gelten.

      Hier muss ich dir leider widersprechen. Denn genau hier liegt in meinen Augen der Unterschied zu einer "normalen" Beziehung. Mein Herr kann selbstverständlich Dinge von mir verlangen, die mir nicht gefallen, die ich aber mache, weil er es von mir möchte.


      Ich denke nicht, daß der Keuschheitsgürtel bei dir / euch das eigentliche Problem ist. Ich habe eher den Eindruck, daß ihr unterschiedliche Vorstellungen von eurer Beziehung habt. Du scheinst eher eine Beziehung auf Augenhöhe mit kleinem SM-Anteil zu suchen, während sie eher eine BDSM-Beziehung mit kleinen Auswirkungen auf den Alltag zu suchen scheint. Von daher denke ich, du solltest mir deiner Lady das offene und ehrliche Gespräch suchen. Ihr solltet euch gegenseitig erklären, was ihr von eurer Beziehung erwartet, was ihr euch vorstellt und was eben auch nicht, denn ich werde den Eindruck nicht los, daß ihr ganz unterschiedliche Dinge wollt.



      Vielleicht hilft dir auch das Lesen und Stöbern hier im Forum, um zu verstehen, was ich dir damit sagen möchte. :gruebel:


      In diesem Sinne wünsche ich dir viel Spaß bei uns. ^^
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -
      Vielen Dank für Eure Antworten, die mir schon mal ein ganzes Stück weiter geholfen haben. Ja, vielleicht sollte ich offener sein und meiner Freundin mehr entgegenkommen. Den Unterschied zwischen Tabus und Grenzen habe ich bisher noch gar nicht gemacht. Wie ich ja schon erwähnte, ist das gerade meine erste SM-Beziehung. Es ist also für mich gerade alles unglaublich neu und aufregend, aber ich verspüre auch verschiedene Unsicherheiten. Dinge, die ich bisher immer herbeigesehnt habe, sind nun auf einmal da und so stehe ich manchmal vor der Frage: "Jetzt wo ich das lang herbeigesehnte urplötzlich haben kann: Will ich das eigentlich wirklich? Und wie weit bin ich im dafür im Gegenzugi bereit, mich selbst aufzuopfern, Verzicht zu üben, Freiheit und Kontrolle auch über den Zeitraum einer Session hinaus abzugeben?" In der Phantasie oder bei meinen Sessions mit professionelle Dominas musste ich nie Entscheidungen von Tragweite treffen und Verantwortung übernehmen. In der Phantasie lief alles so ab, wie ich mir das wünschte und im Studio eigentlich ebenfalls. Ich musste der Herrin nicht wirklich gefallen, konnte meine Wünsche äußern, wurde bedient und musste nicht darauf achten, auf lanfristige Bedürfnisse der Herrin einzugehen (von den konkreten Forderungen innerhalb der Session natürlich abgesehen). Wenn ich mich irgendwie komisch verhielt, Fehler machte, dann hatte das alles keine Auswirkungen über den Zeitraum der Session hinaus. Ich war ja nicht gezwungen, die Dame erneut zu besuchen und ihr deswegen einigermaßen sympathisch sein zu müssen. Gleichzeitig war mir auch nie bewusst, dass die Situation einer Hobbydomse auch eine sehr komplizierte ist. Ich sah mich eigentlich immer als den Bedürftigen, den Bittsteller, das bemitleidenswerte Opfer seiner nicht ganz so leicht zu befriedigenden Triebe, die Herrin hingegen als eine grundsätzlich über den Dingen stehende souveräne Lady, die für mich allein aufgrund ihrer dominanten Position eigentlich gar keine Zweifel, Unsicherheiten und Probleme mit ihrer Rolle haben kann. Schließlich ist sie ja diejenige, die sagt, wo es lang geht und somit kann das ja für sie eigentlich alles nur total easy sein. Dass das eine Fehleinschätzung war, ist mir erst in den letzten zwei Monaten nach und nach bewusst geworden. Dass eine dominante Dame natürlich auch Bedürfnisse hat, dabei aber möglicherweise unsicher ist, nicht weiß, wie weit sie gehen kann, Angst hat, Fehler zu begehen, ihren Sub ungewollt (psychisch) zu verletzen oder ihm nicht gerecht zu werden, mit der Verantwortung vielleicht überfordert ist und dabei immer noch den Anspruch hat, für ihren Sub da zu sein und ihn bestmöglich und mit aufrichtigem Willen zu fordern und voranzubringen, all diese Sachen waren mir eigentlich gar nicht bewusst. Ich weiß, dass meine Freundin sich unglaublich viel Mühe gibt, eine gute Herrin für mich zu sein und ihr das auch fast immer aufs vorzüglichste gelingt. Ich weiß auch, dass sie einen Sub haben möchte, der durchaus seinen eigenen Kopf hat und auch mal Widerworte wagt, schon allein aus dem Grund, weil es die Session so ja spannender macht. Vielleicht sollte ich ihr aber tatsächlich mehr entgegen kommen und ihr mehr Macht über mich auch außerhalb der Session zugestehen. Ich möchte ja auch wirklich ein guter Sub sein, will dass sie Freude an mir hat und zufrieden mit mir ist. Dazu gehört vielleicht auch, öfter über meine eigenen Grenzen hinauszugehen, eigene Bedürfnisse hinten anzustellen und mich ihr selbstsloser als bislang hinzugeben. Ich muss mich vielleicht wirklich erst mal an die neue Situation gewöhnen und begreifen, dass ich jetzt nicht bei einer professionellen Domina bin, sondern bei einer natürlich veranlagten Frau, die für mich da ist, und der gegenüber ich auch echte Pflichten habe, der ich mich auf eine ganz andere Art als im Dominatsuido und vor allem aus echter Leidenschaft und Überzeugung fügen muss. Wir haben vereinbart, die Problematik in den nächsten Tagen noch mal zu besprechen und ich möchte ihr dann mitteilen, dass ich bereit bin, mich auf den Keuchheitsgürtel bzw. Peniskäfig einzulassen. Die Idee von WaterLily mit dem im Brief versiegelten Notfallschlüssel finde ich gut. Wenn ich eine solche Sicherheit hätte, würde ich mich sicher wesentlich wohler fühlen. Und Ich vermute stark, dass eine solche Lösung auch für meine Freundin akzeptabel ist.
      @hawkwind das erklärt natürlich einiges, wenn du bisher nur professionelle Dominas kennengelert hast.

      Eine professionelle Domina ist natürlich in erster Linie deine Wunscherfüllerin. Du bezahlst sie ja schließlich dafür, daß sie deine Bedürfnisse befriedigt. Sie selbst hat da ziemlich wenig davon, für sie ist es in erster Linie ein Beruf, eine Dienstleistung, für die sie bezahlt wird. (Spaß an der Arbeit kann natürlich nicht schaden ;) )

      Eine private BDSM-Beziehung ist in dieser Hinsicht etwas anders.

      Im besten Fall ergänzen sich die Wünsche von Dom und Sub und passen entsprechend zueinander. Natürlich sollst du als Sub nicht komplett zurückstecken. Deine Bedürfnisse sollten auch nicht zu kurz kommen. Aber im Gegensatz zu einer professionellen Domina ist die private nicht in erster Linie dazu da, um deine Wünsche zu erfüllen, sondern ihre. Im Besten Fall ist das natürlich deckungsgleich.


      Ansonsten hilft nur, wie ich oben schon sagte, Reden. Sprechenden Menschen kann geholfen werden. ;)
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -
      Hallo Hawkwind,

      Du schreibst in deinem ersten Beitrag: "Im Gegenzug verlangt sie dasselbe aber auch von mir. Sie erzählte mir auch, dass sie das von anderen Subs nur so kenne und dass diese grundsätzlich erst mal zu allem ja sagen würden. Schön für diese Leute, können sie gern so handhaben, wenn das für sie okay ist, aber für mich ist das eben nicht okay. Ich habe nun mal bestimmte Tabus und habe das auch von Anfang an deutlich gemacht. Ich bin gern bereit, das ein oder andere Neue auszuprobieren, aber gewisse Dinge möchte ich eben gar nicht."

      Und du bittest um Rat. Eigentlich kann ich dir nur raten: Bleibe bei dieser Einstellung die du oben beschrieben hast und stehe zu deinen Grenzen. Man muss nicht alles ausprobieren, um zu erfahren, dass es einem nicht gefällt. Vielleicht irrt man sich auch mal, und man verpasst etwas richtig tolles, aber vielleicht entgeht man glücklicherweise auch einer Situation, die sich überhaupt nicht mehr gut anfühlen würde. Warum etwas ausprobieren, wenn man keine Neugier darauf spürt?!

      In deinem zweiten Beitrag schreibst du: "[...] dass ich jetzt nicht bei einer professionellen Domina bin, sondern bei einer natürlich veranlagten Frau, die für mich da ist, und der gegenüber ich auch echte Pflichten habe, der ich mich auf eine ganz andere Art als im Dominatsuido und vor allem aus echter Leidenschaft und Überzeugung fügen muss."

      Du hattest geschrieben, dass ihr im Alltag kein BDSM lebt, sondern klar vom Alltag abgegrenzte Sessions habt. Damit ist das Thema Keuschheitsgürtel im Alltag doch eigentlich schon durch - oder ihr entscheidet euch, BDSM auch zeitweise in den Alltag zu übernehmen. Aber da du das nicht möchtest, ist das Thema durch (und das meine ich völlig wertfrei!).
      Bei mir leuten immer ein wenig die Alarmglocken, wenn es um das Erfüllen von Pflichten geht. Sowas fühlt sich nicht gut an, zumindest nicht, wenn dieses Pflicht erfüllen nicht aus der -in dem Moment vorhandenen- Lust am Dienen resultiert. Die Zeiten, in denen eheliche Pflichten im Bett erfüllt werden mussten, sollten endlich vorbei sein. Es ist ein Unterschied ob dir deine Herrin innerhalb einer Session "Pflichten" auferlegt, die sich dann aber im vorher abgesprochenen Rahmen bewegen, oder ob du vermeintliche Pflichten erfüllen möchtest, weil das im BDSM wohl so dazugehöre.


      Es macht mich fassungslos, wie einige Leute auf den Beitrag von Hawkwind geantwortet haben. Er macht deutlich, wo seine Grenzen sind, was führ ihn geht und was nicht. Klare Ansage. Und hier im Forum wird ihm dazu geraten, ja teilweise wird sogar gefordert, dass er sich kompromissbereit zeigt und über diese Grenzen hinausgeht.
      Wir diskutieren ein paar Threads weiter über den #metoo, wir reden über sexuelle Gewalt wir sind uns hier mehr oder weniger einig, dass BDSM einvernehmlich stattzufinden hat. Und dann wird jemandem, der klare -nicht verhandelbare- Grenzen äußert geraten, sich über diese Grenzen mal eben hinwegzusetzen? Leute, da passt was nicht zusammen. Es macht mich fassungslos, dass ich einige Leute hier anmaßen diese Grenzen infragezustellen und das ganze mit Suggestivfragen wie "Willst du ein Wunschzettelsub sein?" auf den Punkt bringen.
      Hier fragt jemand, der noch kaum Erfahrung im BDSM-Bereich hat, aber das große Glück hat, sich seiner Grenzen ziemlich bewusst zu sein. Was soll das, jemandem dann nahezulegen, diese Grenzen doch mal zu überschreiten?
      Grenzen müssen nicht für die Ewigkeit gesetzt sein (können es aber). Wenn man Grenzen verschiebt, sollte es aber aus den Bedürfnissen der betroffenen Person heraus geschehen und nicht aus einer Forderung unbekannter Forumsschreiber heraus.
      Ich möchte mich @Tringa sehr gerne anschliessen, ich kann viele der Ansichten in den ersten Augenblicken nachvollziehen.

      Doch dann erinnere ich mich daran, das auch ich noch ein Anfänger (unter vielen) hier bei GD bin.
      In einem Forum das für Anfänger (z.b. 16 Jährige)(z.b. personen dessen erste bdsm-beziehung zur debatte steht) konzipiert ist.
      Niemand ist Perfekt in seinem handeln, wir sind alles nur Menschen, ich mag Unterschiedliche Ansichten und den Fachlichen Austausch dazu.

      @WaterLily hat sehr viele interessante Fragen gestellt. Und Insgesammt schon das wichtigste Umrissen.
      Anfänger sollten die eigenen Grenzen kennen, benennen & ansprechen können.
      (Danke waterlilly)

      @Snowflake könnte recht haben und es ist eine Sache der
      "wirkliche Tabu's oder keine Lust".
      Eine Frage die nur Hawkwind sicher beantworten kann wenn man es ausführlich mit ihm bespricht und er es mit seiner Partnerin bespricht.
      (Danke snowflake)

      @Shayleigh hat recht mit der Unterscheidung zwischen einer normalen Beziehung und einer BDSM Beziehung.
      Gerade wenn es Unterschiedliche erfahrungsstände gibt ist es doch wichtig das Rücksicht genommen wird.
      (Danke Shayleigh)

      @Tringa ist mit ihrer Interpretation von @hawkwind 's antworten meiner Einstellung und ansicht am nächsten.
      mich machen die anderen Beiträge jedoch nicht fassungslos, spiegeln sie doch einen Teil der üblichen Meinung wieder.
      Es liegt an uns diese Meinung mit Argumenten zu widerlegen.
      (Danke Tringa)

      Und nun zu meiner kurzanalyse (da ich ja schon so viel geschrieben habe)

      Du hast ein gutes Selbstreflektionsvermögen @hawkwind. Nimm sinnvolle Ratschläge an und sortiere andere Ratschläge Weise aus.
      Freue dich das du so viel Glück hast mit deiner Partnerin. Zeige ihr wie wertvoll du eure Beziehung betrachtest. Rede wirklich offen ehrlich und ausführlich mit ihr, auch wenn es mal schwieriger wird. Trau dich zu deinen Werten zu stehen und trau dich weiterhin neues zu Probieren.

      MfG Talon
      :dance:

      Tringa schrieb:

      Warum etwas ausprobieren, wenn man keine Neugier darauf spürt?!
      Finde so eine BDSM Beziehung ist keine Einbahnstraße. Es ist ein Geben und Nehmen. Aktive haben auch Bedürfnisse und ein gewisses Interesse daran, dass auch mal etwas eben nicht mit Neugier oder der Mega-Lust probiert wird. Dass durch Überwindung das ein oder andere wenigstens einmal versucht wird.
      Der Stolz auf Sub es versucht zu haben, Sub dazu gebracht zu haben obwohl man weiß er/sie macht es nicht so gern, ist vielleicht auch eine Art Bestätigung des erwünschten Machtgefälles? Als Sub muss mir doch nicht alles gefallen, was Dom anstellt. Ich zum Beispiel bin wenig maso, aber ich möchte, dass auch mein Herr auf seine Kosten kommt und schenke ihm im Rahmen meines Aushaltenkönnens, die Möglichkeit seinen Sadismus ausleben zu können. Da stelle ich mich auch nicht einfach hin und sage nö Schmerz will ich grundsätzlich nicht. Wenn ich nur an mich denken würde und nur das gemacht wird was ich will, wozu dann einen dominanten Part? Wo ist da noch Dominanz? Entreiße ich dem Aktiven damit nicht die Macht und den Handlungsspielraum? Bei reinen Sadisten/Masochisten ist dies vielleicht noch egal, aber in einem dominanten Gefüge ist das vermutlich der langsam qualvoll nahende Tod.


      Snowflake schrieb:

      Keine Lust haben setze ich für mich gleich mit "ich habe keine Lust aufzuräumen". Ein Tabu kann aber etwas zum Eigenschutz sein, weil man vor etwas starke Angst hat, es zu gefährlich erachtet, unglaublichen Ekel hat usw. usf..
      Dem kann ich mich so voll umfänglich anschließen. Auch ich unterscheide in Tabus und Grenzen. Snowflake hat dies sehr gut rüber gebracht.

      Klar sollte das alles keine ernsthaften Tabus betreffen. Und es macht auch wenig Sinn über "ernsthafte Tabus" zu diskutieren.
      Hier jedoch geht schon eine andere Tendenz hervor, nämlich dass er selbst noch sehr unerfahren ist und
      vieles noch gar nicht richtig einordnen kann. Die Gefühle am Anfang überrennen ihn gerade.

      Wäre ich dominant, hätte er von mir schon seine Hausaufgabe fürs Wochenende: :D
      Was ist der Unterschied zwischen Grenzen und Tabus? "
      Was erkläre ich vorerst/derzeit zu welcher Kategorie und warum? ( Eventuell weiteres Besprechen/Erklären)
      Welche Ängste bewegen mich derzeit etc...

      Die meisten von uns wissen, dass sich mit der Zeit die Dinge auf den Listen ändern können.

      Und wichtig finde ich halt auch gerade am Anfang das immer wieder miteinander reden, kaum einer verfügt über hellseherische Fähigkeiten.

      Nach dem Motto: Nicht verbiegen, sondern miteinander wachsen :)

      Talon schrieb:

      Anfänger sollten die eigenen Grenzen kennen, benennen & ansprechen können.
      Wie sieht da die Realität tatsächlich zu aus?
      Meine Erfahrungen hierzu ist genau das Gegenteil. Die meisten Anfänger können es eben noch nicht richtig einordnen und benennen. Die Gründe dafür sind so vielseitig so wie die Menschen auch. Ich konnte es damals ebenfalls nicht und habe auch erst nach Jahren des Herantastens, Ausprobierens, Verwerfens usw. erlernt.

      hawkwind schrieb:

      Und wie weit bin ich im dafür im Gegenzugi bereit, mich selbst aufzuopfern, Verzicht zu üben
      Ich hoffe doch mal, dass du dich NICHT aufopferst. Aufopferung macht dich kaputt. Denn was du opferst, bist du selbst. Verzicht ist in Maßen OK. Kompromisse sind in jeder Beziehung nötig. Aber bitte weit weg von Aufopferung bleiben. ;)

      Tringa schrieb:

      Man muss nicht alles ausprobieren, um zu erfahren, dass es einem nicht gefällt. [...] Warum etwas ausprobieren, wenn man keine Neugier darauf spürt?!
      Nicht alles, auf das man direkt Neugierig ist oder von dem man keinen direkten sexuellen Kick erwartet, schadet einem. Eine Beziehung besteht nunmal aus Geben und Nehmen. Ich finde es grundsätzlich gut und richtig, auch mal etwas "nur" für den Partner zu tun, auch mal über den eigenen Schatten zu springen. Alles andere fände ich doch arg egoistisch. Das hat auch nichts damit zu tun, dass er Sub ist. Das gilt auch für Doms, Vanillas etc pp.

      Außerdem, wenn man ganz drastisch darauf beharrt, dass man nichts tun muss, was einen nicht kickt, ist doch die Gefahr groß, dass man bei seiner Ansicht bleibt. Man denkt womöglich gar nicht darüber nach, ob es einem nicht vielleicht doch gefallen könnte. Man blockt gedanklich ab und verhindert damit, dass überhaupt eine Neugierde entstehen kann.

      Sicher muss man nicht ALLES ausprobieren. Es gibt Dinge, die widersteben einem nunmal absolut. Die sollte man auch nicht einfach so mal ausprobieren. Muss muss auch nicht alles, das einem widerstebt, überdenken! Wenn das Bauchgefühl nein schreit, sollte man da auch drauf hören. Man kann doch aber über Dinge reden. Über Zweifel und Ängste, die man hat.

      Wie immer ist der beste Weg wohl irgendwo in der Mitte: Nicht nichts ausprobieren, aber auch nicht alles, sondern manches. Nicht ausschließlich auf das eigene Kopfkino beharren (wie bei einer Domina), sich aber auch nicht aufopfern, sondern geben und nehmen.

      Talon schrieb:

      Du hast ein gutes Selbstreflektionsvermögen @hawkwind. Nimm sinnvolle Ratschläge an und sortiere andere Ratschläge Weise aus.
      Freue dich das du so viel Glück hast mit deiner Partnerin. Zeige ihr wie wertvoll du eure Beziehung betrachtest. Rede wirklich offen ehrlich und ausführlich mit ihr, auch wenn es mal schwieriger wird. Trau dich zu deinen Werten zu stehen und trau dich weiterhin neues zu Probieren.
      Schön geschrieben. Dem kann ich mich nur anschließen, und möchte es nur um einen Satz ergänzen:
      Nur du kannst am Ende wissen, was für dich gut und richtig ist - also höre immer auf deinen Bauch.
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)

      romanico schrieb:

      Talon schrieb:

      Anfänger sollten die eigenen Grenzen kennen, benennen & ansprechen können.
      Wie sieht da die Realität tatsächlich zu aus?Meine Erfahrungen hierzu ist genau das Gegenteil.
      Weil Talons Aussage sich ja auf meinen Post bezieht, antworte ich auch mal darauf:
      So habe ich das meines Wissens auch nicht geschrieben. Woher soll man seine Grenzen auch kennen, wenn man es nicht ausprobiert hat. Man sollte sich aber überlegen, zu was man bereit ist. Dein kleiner Fragebogen (die Hausaufgabe übers Wochenende :D ) ist da ein ganz toller Ansatz. Man ergründet seine eigenen Gefühle, hinterfragt sich, reflektiert. Und damit bekommt man zumindest eine Idee davon, wo im Moment die Grenzen liegen. Wenn man so will: die derzeitigen Grenzen dafür, was man in welcher Intensität ausprobieren möchte/könnte.
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)

      Tringa schrieb:

      Du hattest geschrieben, dass ihr im Alltag kein BDSM lebt, sondern klar vom Alltag abgegrenzte Sessions habt. Damit ist das Thema Keuschheitsgürtel im Alltag doch eigentlich schon durch - oder ihr entscheidet euch, BDSM auch zeitweise in den Alltag zu übernehmen. Aber da du das nicht möchtest, ist das Thema durch (und das meine ich völlig wertfrei!).
      Bei mir leuten immer ein wenig die Alarmglocken, wenn es um das Erfüllen von Pflichten geht. Sowas fühlt sich nicht gut an, zumindest nicht, wenn dieses Pflicht erfüllen nicht aus der -in dem Moment vorhandenen- Lust am Dienen resultiert. Die Zeiten, in denen eheliche Pflichten im Bett erfüllt werden mussten, sollten endlich vorbei sein. Es ist ein Unterschied ob dir deine Herrin innerhalb einer Session "Pflichten" auferlegt, die sich dann aber im vorher abgesprochenen Rahmen bewegen, oder ob du vermeintliche Pflichten erfüllen möchtest, weil das im BDSM wohl so dazugehöre.


      Es macht mich fassungslos, wie einige Leute auf den Beitrag von Hawkwind geantwortet haben. Er macht deutlich, wo seine Grenzen sind, was führ ihn geht und was nicht. Klare Ansage. Und hier im Forum wird ihm dazu geraten, ja teilweise wird sogar gefordert, dass er sich kompromissbereit zeigt und über diese Grenzen hinausgeht.
      Wir diskutieren ein paar Threads weiter über den #metoo, wir reden über sexuelle Gewalt wir sind uns hier mehr oder weniger einig, dass BDSM einvernehmlich stattzufinden hat. Und dann wird jemandem, der klare -nicht verhandelbare- Grenzen äußert geraten, sich über diese Grenzen mal eben hinwegzusetzen? Leute, da passt was nicht zusammen. Es macht mich fassungslos, dass ich einige Leute hier anmaßen diese Grenzen infragezustellen und das ganze mit Suggestivfragen wie "Willst du ein Wunschzettelsub sein?" auf den Punkt bringen.
      Hier fragt jemand, der noch kaum Erfahrung im BDSM-Bereich hat, aber das große Glück hat, sich seiner Grenzen ziemlich bewusst zu sein. Was soll das, jemandem dann nahezulegen, diese Grenzen doch mal zu überschreiten?
      Grenzen müssen nicht für die Ewigkeit gesetzt sein (können es aber). Wenn man Grenzen verschiebt, sollte es aber aus den Bedürfnissen der betroffenen Person heraus geschehen und nicht aus einer Forderung unbekannter Forumsschreiber heraus.
      Schöne interessante Worte und ich muss da mit einem deutlichen Nicken zustimmen, danke @Tringa !
      Das schöne Wort "Pflicht" kann einen positiven aber auch einen negativen Eindruck verschaffen. Der negative ist so wie es @hawkwind in seinen Text beschreibt, also setzt Er seine Grenzen vielleicht aus Angst oder aus Unwissheit , wer weiß das schon. Vielleicht überschreitet @hawkwind seine gesteckten Grenzen doch eines Tages selber wenn das Vertrauen in seiner Beziehzng gewachsen ist. Wenn ich richtig gelesen habe stand da "seit kurzen in einer Beziehung" da wächst das Zusammengehörigkeitsgefühl noch und auch das Vertrauen wächst auch durch Zeit. Aber man sollte sich nicht unter Druck setzen... wenn Ihr Euch beide liebt werdet Ihr Euren Weg machen dessen bin ich mir sicher!

      Und zum Thema KG , klar wenn es Dich neugierig macht gab es hier irgendwo schon mal einen Ratschlag in einem anderen Thread den ich hier mal einfach aufgreife:
      Wenn Du Ihn tragen solltest mal aus Neugierde oder weil es Dich doch reizt wie ich gelesen habe und auch wenn Deine Partnerin nicht vor Ort sein sollte, es gibt zwei Schlüssel! Einen behält sie, der andere in einem versiegelten Umschlag bei Dir für den Notfall- ich nenne so was ran tasten aber das müßt IHR SELBST entscheiden. Das kann kein anderer für Euch!
      Wichtig immer nur: beide müßen sich wohl fühlen und nicht nur einer !


      @Tringa schrieb: Es macht mich fassungslos, wie einige Leute auf den Beitrag von Hawkwind geantwortet haben...

      Oh JA da gebe ich total Recht, wir können nicht in Ihn rein sehen ! Und es ist mir auch selber schon oft aufgefallen das unterschiedliche Meinungen oder Wiedersprüche von Personen geschrieben werden zu einem einzigen Thema- aber der Mensch ist ein Rudeltier, hat Er Langeweile schwimmen viele einfach nur mit den Strom und schliessen sich irgendwelchen Äusserungen oder Gedanken an... an diesem Beispiel ist es Verständnis für @hawkwind , entweder sagt man, hey ich verstehe Dich Du musst Dich wohl fühlen und Du hast halt Deine Tabus, oder aber andere Seite (jetzt etwas folgende übertriebene folgenden Worte)

      @hawkwind "Wunschzettel- stell Dich nicht so an- bist ja Lustlos" weil viele sich wahrscheinlich zu wenig Gedanken machen wie es im Kopf des anderen aussieht, weil die eigene Beziehung ja bombig funktioniert.

      Ich selber stelle mich mal in die Mitte jetzt weil ich zwischen @hawkwind Aussagen "TABU / keine Lust" hin und her hüpfe, und da einfach nur sagen kann ist das eine oder andere ein begründbares Tabu oder ist es wirklich nur "ich habe da jetzt keinen Bock drauf weil habe mir noch keine Gedanken groß darüber gemacht habe"

      Du stehst mit Deiner Partnerin noch am Anfang, findest Eure Session schön, gehst drin auf bis auf Kleinigkeiten ! Mein Tipp: setzt Euch nicht unter Druck gegenseitig redet !!! über eure Wünsche sowie Eure Gefühle und lasst es langsam angehen (Deine erste SM Beziehung !)

      Lass die Sicherung in Deinen Kopf... weil was viele nicht verstehen nicht der Top ist das führende Glied in der Beziehung sondern seine Sub (egal ob W oder M ) weil die Sub setzt die Grenzen fest bis wie weit und wie doll usw... und nicht der Top !

      An dieser Stelle.... alles Gute für Eure Beziehung, Daumen drücke für eine lange erfüllende Beziehung bei Euch beiden :yes:
      Wenn Menschen mehr miteinander reden würden, würde es einige Probleme nicht geben.. :huggy:

      Tringa schrieb:

      Und du bittest um Rat. Eigentlich kann ich dir nur raten: Bleibe bei dieser Einstellung die du oben beschrieben hast und stehe zu deinen Grenzen. Man muss nicht alles ausprobieren, um zu erfahren, dass es einem nicht gefällt. Vielleicht irrt man sich auch mal, und man verpasst etwas richtig tolles, aber vielleicht entgeht man glücklicherweise auch einer Situation, die sich überhaupt nicht mehr gut anfühlen würde. Warum etwas ausprobieren, wenn man keine Neugier darauf spürt?!


      [...]



      Bei mir leuten immer ein wenig die Alarmglocken, wenn es um das Erfüllen von Pflichten geht. Sowas fühlt sich nicht gut an, zumindest nicht, wenn dieses Pflicht erfüllen nicht aus der -in dem Moment vorhandenen- Lust am Dienen resultiert. Die Zeiten, in denen eheliche Pflichten im Bett erfüllt werden mussten, sollten endlich vorbei sein. Es ist ein Unterschied ob dir deine Herrin innerhalb einer Session "Pflichten" auferlegt, die sich dann aber im vorher abgesprochenen Rahmen bewegen, oder ob du vermeintliche Pflichten erfüllen möchtest, weil das im BDSM wohl so dazugehöre.


      Es macht mich fassungslos, wie einige Leute auf den Beitrag von Hawkwind geantwortet haben. Er macht deutlich, wo seine Grenzen sind, was führ ihn geht und was nicht. Klare Ansage. Und hier im Forum wird ihm dazu geraten, ja teilweise wird sogar gefordert, dass er sich kompromissbereit zeigt und über diese Grenzen hinausgeht.
      Wir diskutieren ein paar Threads weiter über den #metoo, wir reden über sexuelle Gewalt wir sind uns hier mehr oder weniger einig, dass BDSM einvernehmlich stattzufinden hat. Und dann wird jemandem, der klare -nicht verhandelbare- Grenzen äußert geraten, sich über diese Grenzen mal eben hinwegzusetzen? Leute, da passt was nicht zusammen. Es macht mich fassungslos, dass ich einige Leute hier anmaßen diese Grenzen infragezustellen und das ganze mit Suggestivfragen wie "Willst du ein Wunschzettelsub sein?" auf den Punkt bringen.
      Hier fragt jemand, der noch kaum Erfahrung im BDSM-Bereich hat, aber das große Glück hat, sich seiner Grenzen ziemlich bewusst zu sein. Was soll das, jemandem dann nahezulegen, diese Grenzen doch mal zu überschreiten?
      Grenzen müssen nicht für die Ewigkeit gesetzt sein (können es aber). Wenn man Grenzen verschiebt, sollte es aber aus den Bedürfnissen der betroffenen Person heraus geschehen und nicht aus einer Forderung unbekannter Forumsschreiber heraus.

      Eine Grenze ist etwas anderes als ein Tabu. Das ist am Anfang relativ schwer für einen Neusub zu erkennen, aber da helfen eben die Gespräche mit dem Top.
      Ich finde es eher bedenklich, wenn man jemanden klarmacht "Hey die Antwort keine Lust ist okay". Nein ist sie nicht. Und da greife ich ganz einfach nochmal mein Tabu mit den Ohren auf. Da hab ich verschiedene Herangehensweisen als Begründung:

      • keine Lust, das jemand meine Ohren anfässt
      • Ich mag das nicht
      • Finde ich nicht erregend
      • Ich neige zu Schmerzen und möchte es nicht jedes Mal erwähnen oder diese Schmerzen beim Spielen spüren
      Welche der Antworten am Schlüssigsten ist, mag jeder selbst entscheiden, auch was er/sie akzeptieren würde.
      Jedoch meinen Partner jedes Mal mit " keine Lust " abzuschmettern ist ein schleichender Tod. Es nimmt die Fahrt aus jeder Beziehung - egal ob Spiel-, Liebes- oder Vanillabeziehung oder Freundschaft. Irgendwann hat nämlich der Gegenüber wirklich "keine Lust" mehr zu fragen oder darauf einzugehen. Warum auch, Sub hat eh keine Lust. Mit dem Ergebnis: beide sind unzufrieden.

      Ganz sachlich betrachtet hat jeder in einer Beziehung Rechte und Pflichten.
      Auf Subseite:
      • Das Recht auf ordentliche Behandlung durch Dom.
      • Die Pflicht Dom ordnungsgemäß zu dienen.
      Auf Domseite:
      • Das Recht Sub im abgesteckten Rahmen zu nutzen
      • Die Pflicht auf Subs Wohl zu achten.
      Das habe ich nun mal ganz allgemein gehalten. ;)


      Ganz ehrlich: Ich sehe hier keinen erkennbaren Zusammenhang mit #metoo. So langsam habe ich das Gefühl, dass alles #metoo wird. Vielleicht lasse ich mir einen Stempel herstellen und Stempel damit wild durch meine Umgebung. Sexuelle Gewalt ist scheiße, aber nicht alles ist sexuelle Gewalt. Hier hat niemand dazu aufgerufen im Stil von "Ach mach mal, ist doch nicht so schlimm". Es geht darum ein Bewusstsein zu schaffen, dass eine Beziehung Arbeit bedeutet (bei der Domina war er ein Wunschzettelsub - jetzt ist es ein geben und nehmen), er manche Dinge seiner Lady erklären sollte (Doms sind zu meinem Leidwesen noch immer keine Hellseher) und "keine Lust" eine der schlimmsten Begründungen der Welt ist. Sie ist dicht gefolgt von "weil Baum" (ja das war als ich Teenie war eine ernsthafte Begründung).

      Eine Beziehung bedeutet nunmal Kompromisse. Für jeden.

      Ragnaros schrieb:



      @Tringa schrieb: Es macht mich fassungslos, wie einige Leute auf den Beitrag von Hawkwind geantwortet haben...

      Oh JA da gebe ich total Recht, wir können nicht in Ihn rein sehen ! Und es ist mir auch selber schon oft aufgefallen das unterschiedliche Meinungen oder Wiedersprüche von Personen geschrieben werden zu einem einzigen Thema- aber der Mensch ist ein Rudeltier, hat Er Langeweile schwimmen viele einfach nur mit den Strom und schliessen sich irgendwelchen Äusserungen oder Gedanken an... an diesem Beispiel ist es Verständnis für @hawkwind , entweder sagt man, hey ich verstehe Dich Du musst Dich wohl fühlen und Du hast halt Deine Tabus, oder aber andere Seite (jetzt etwas folgende übertriebene folgenden Worte)

      @hawkwind "Wunschzettel- stell Dich nicht so an- bist ja Lustlos" weil viele sich wahrscheinlich zu wenig Gedanken machen wie es im Kopf des anderen aussieht, weil die eigene Beziehung ja bombig funktioniert.

      Ich selber stelle mich mal in die Mitte jetzt weil ich zwischen @hawkwind Aussagen "TABU / keine Lust" hin und her hüpfe, und da einfach nur sagen kann ist das eine oder andere ein begründbares Tabu oder ist es wirklich nur "ich habe da jetzt keinen Bock drauf weil habe mir noch keine Gedanken groß darüber gemacht habe"

      Du stehst mit Deiner Partnerin noch am Anfang, findest Eure Session schön, gehst drin auf bis auf Kleinigkeiten ! Mein Tipp: setzt Euch nicht unter Druck gegenseitig redet !!! über eure Wünsche sowie Eure Gefühle und lasst es langsam angehen (Deine erste SM Beziehung !)

      Lass die Sicherung in Deinen Kopf... weil was viele nicht verstehen nicht der Top ist das führende Glied in der Beziehung sondern seine Sub (egal ob W oder M ) weil die Sub setzt die Grenzen fest bis wie weit und wie doll usw... und nicht der Top !

      An dieser Stelle.... alles Gute für Eure Beziehung, Daumen drücke für eine lange erfüllende Beziehung bei Euch beiden :yes:

      Ja und nein Ragna, natürlich kann niemand in seinen Kopf gucken. (Immer noch enttäuschend, dass Doms das noch nicht können. Strengt euch mal an :miffy: ) Nur nimmt auch jeder Situationen anders wahr. Man denke da zurück an die Schulzeit: Deutschstunde Interpretation. Im Groben sahen alle das gleiche, doch bei den Feinheiten war es stellenweise komplett anders. Von daher ist es ganz gut so wie es ist: verschiedene Kommentare machen das Leben bunt. Ob die Menschen immer zu ihrer Ansicht stehen, ist aber eine andere Frage ;)

      Aber in einem Punkt Stimme ich dir voll und ganz zu (in anderen auch, aber die sind eher unwichtig): Sub steckt den Rahmen fürs Spielfeld ab und darauf wird dann gespielt. Dazu kommt noch, dass es beiden Parts auf diesem Spielfeld gut gehen sollte. Mal wird in der Mitte, mal an der Eckfahne, mal im 10-Meter-Raum gespielt. An ganz verrückten Tagen gibt es auch ein Eigentor.
      Mit dem Beitrag von Snow ist eigenlich alles gesagt. Keine Lust ist eine Ausrede. Gestehe ich meinem Dom das Benutzungsrecht zu, ist es egal ob ich immer grad Lust habe. Will ich das nicht, muß ich das vorher erklären. Das gilt meine ich für jede Spielart.
      Das ist aber nur meine Meinung, jeder kann gern eine andere haben.









      :secret: :secret: Einer Löwin ist es egal, was Antilopen hinter ihrem Rücken reden. :secret: :secret:
      Vom Prinzip her, kann jeder so viele Tabus benennen wie er mag. Sinnvoll ist es allerdings imho dises von Anfang an zu tun so hat auch jeder die Möglichkeit, zu entscheiden ob es der geeignete Partner ist und ob man mit diesen Tabus eine zufriedene Beziehung führen kann.
      Bei mir stand von Anfang an fest, das ich ein Tabu erklären muss. Keine Lust, Habe ich Angst, oder gefällt mir nicht, hätte ich nicht durchbekommen, allerdings auch nicht versucht, da es mir auch wichtig ist, dass Spielfeld so geräumig zu halten, dass beide etwas davon haben.

      dornenspiel schrieb:

      Vom Prinzip her, kann jeder so viele Tabus benennen wie er mag. Sinnvoll ist es allerdings imho dises von Anfang an zu tun so hat auch jeder die Möglichkeit, zu entscheiden ob es der geeignete Partner ist und ob man mit diesen Tabus eine zufriedene Beziehung führen kann.
      Bei mir stand von Anfang an fest, das ich ein Tabu erklären muss. Keine Lust, Habe ich Angst, oder gefällt mir nicht, hätte ich nicht durchbekommen, allerdings auch nicht versucht, da es mir auch wichtig ist, dass Spielfeld so geräumig zu halten, dass beide etwas davon haben.
      "Habe ich Angst" ist vielleicht keine Begründung, aber ein sehr wichtiger Indikator. Eine Angst ist oft aus verschiedenen Gründen da und sollte ernstgenommen werden. Sollte ein Tabu also aus Angst aufgestellt sein, sollte man gemeinsam schauen was genau Angst macht und auch warum. Dann kann man dort auch super ansetzen. Ein geübter Top kann auch Ängste nehmen und dies kann beide mit Stolz erfüllen. Die Führung macht da den Unterschied.
      Da dies immer noch ein Thread von einem Neuling mit vielen Unsicherheiten, Irrungen und Wirrungen sowie Ängsten ist, ist es doch hilfreich, ein paar Erläuterungen mitzugeben.

      Snowflake schrieb:

      dornenspiel schrieb:

      Vom Prinzip her, kann jeder so viele Tabus benennen wie er mag. Sinnvoll ist es allerdings imho dises von Anfang an zu tun so hat auch jeder die Möglichkeit, zu entscheiden ob es der geeignete Partner ist und ob man mit diesen Tabus eine zufriedene Beziehung führen kann.
      Bei mir stand von Anfang an fest, das ich ein Tabu erklären muss. Keine Lust, Habe ich Angst, oder gefällt mir nicht, hätte ich nicht durchbekommen, allerdings auch nicht versucht, da es mir auch wichtig ist, dass Spielfeld so geräumig zu halten, dass beide etwas davon haben.
      "Habe ich Angst" ist vielleicht keine Begründung, aber ein sehr wichtiger Indikator. Eine Angst ist oft aus verschiedenen Gründen da und sollte ernstgenommen werden. Sollte ein Tabu also aus Angst aufgestellt sein, sollte man gemeinsam schauen was genau Angst macht und auch warum. Dann kann man dort auch super ansetzen. Ein geübter Top kann auch Ängste nehmen und dies kann beide mit Stolz erfüllen. Die Führung macht da den Unterschied.Da dies immer noch ein Thread von einem Neuling mit vielen Unsicherheiten, Irrungen und Wirrungen sowie Ängsten ist, ist es doch hilfreich, ein paar Erläuterungen mitzugeben.
      Ich hatte ja auch geschrieben, dass ich meine Tabus erklärt habe, somit auch erklären könnte. Auch Asngst ist,etwas das man konkretisieren kann. Dann kann der dominante Part auch etwas damit anfangen.