Darf Dom ne zweite "heimliche" Sub haben?

      Mit einem Partner, dem ich nicht vertrauen kann, kann ich keine Beziehung führen, egal welcher Art.
      Für mich also ein klares nein.

      hummelchen schrieb:

      auch schwierig, wenn ich ständig frage ob es eine weitere Sub gibt dann zeige ich deutliches Misstrauen und bin nervig.
      Ich würde schon zu Beginn der Beziehung klar kommunizieren, dass eine Zweit-Sub für mich gar nicht geht.
      Sollte sich später herausstellen, dass ich in diesem Punkt belogen wurde, wäre das für mich das Ende der
      Beziehung.
      Als ich den Titel des Threads las, war ich gespannt auf die Antworten.
      Doch der Eingangspost verhindert in meinen Augen neutrale Antworten.
      Für mich vermittelt er die Intention jemanden anzuprangern, der es vlt hier liest, oder sich zumindest die Bestätigung zu holen, wie böse der andere war.
      Er gibt die Art der Antwort schon vor.
      Solche Sachen sollen meiner Meinung nach privat ausgetragen werden.

      Nun zu der eigentlichen Threadfrage, ob Dom in einer Spielbeziehung mehrere Subs haben kann.
      Grundsätzlich Stimme ich da @Moon-Beast zu.
      Wer will es ihm verbieten?
      Es kommt da sehr auf die Art der Beziehung an.
      Wenn ich aus persönlichen Gründen nur einmal im Monat Zeit habe mich zum spielen zu treffen, wie kann ich dann erwarten, dass er die restliche Zeit auf alles verzichtet?
      Ich finde, da muss man fair bleiben.
      Selbst in einer festen 24/7 Beziehung ist es möglich, allerdings gehe ich da davon aus, dass bereits eine grundlegende Kommunikation diesbezüglich stattgefunden hat und sich der Herr um beide gleich gut kümmern kann.
      Erfahrungen zeigen hierbei aber, dass es den meisten zu viel Aufwand ist und sie sich lieber jemanden für ab und zu dazuholen :pardon: .

      Grundsätzlich ist es für die meisten Beziehungen eine Bereicherung, wenn man miteinander kommuniziert.
      Eine offene Lüge/ verleugnen auf Nachfrage würde ich auch negativ sehen. Ansonsten kommt es bei einer Spielbeziehung auch darauf an was, bzw. ob etwas diesbezüglich vereinbart wurde, auch eine Unverbindlichkeit "so lange ich es nicht weiß, interessiert es mich auch nicht" kann funktionieren.
      Ob eine "heimliche" Zweitsub nun eine Vertrauensproblem innerhalb der Spielbeziehung darstellt, kommt eben darauf an ob Exklusivität vereinbart wurde, Vertrauen darauf ob jemand "treu" ist hat mMn. nicht unbedingt etwas damit zutun ob ich meinem Partner genug vertraue um mit ihm zu spielen, dafür reicht es völlig aus wenn ich ihm soweit vertraue das er in Allem was "uns" betrifft ehrlich ist und ich ihm bedenkenlos meine Sicherheit anvertrauen kann.
      Natürlich darf Dom heimlich eine zweite Sub haben. Er darf aber auch so ehrlich sein, und es von Anfang sagen.
      Weil... warum verheimlichen, wenn er meint, es stehe ihm zu, er braucht das... was auch immer.
      Sprechenden Menschen kann geholfen werden. :D
      Weil.. Heimlichkeiten führen zu Missverständnissen, mangelnde Kommunikation bereichert eine Beziehung nicht.
      Life's what you make it

      LittleFlower schrieb:

      ob ein Dom in einer Spielbeziehung eine zweite Sub haben kann/darf und es verleugnen darf, wenn man ihn z.B. darauf anspricht.
      Dass ein Mensch mehrer Spiel- oder was auch immer für Partner haben darf, da sind wir uns wohl alle einig.

      So ganz verstehe ich den Aufschrei aber nicht, also wenn man nicht selbst betroffen ist. Wie oft haben wir hier Menschen die davon erzählen, dass sie mit einem NichtBDSMler zusammen sind und weil sie es nicht ausleben können ja jemanden dafür suchen müssen. Wer also hier aufschreit sollte später dort noch klarer Stellung beziehen denn hier geht es lediglich um Unehrlichkeit in einer Spielbeziehung, dort um den Betrug an einem Lebenspartner. Damit will ich sicher nicht jenen zur Seite stehen die ihre Spielbeziehung betrügen/hintergehen/whatever aber ein wenig sensibilisieren, dass man dann auch jene Maßstäbe auf andere Bereiche konsequent übertragen sollte.

      Also ich darf jederzeit eine Spielbeziehung verleugnen, wenn eine Person fragt die keinen Anspruch auf diese Auskunft hat. Jemand der mit mir eine Spielbeziehung führt (oder auch nur führen will, wenn beide Interesse haben), hat in meinen Augen einen Anspruch auf diese Information, also ob sie die einzige BDSM Partnerin ist oder obs eben noch weitere gibt.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff

      hummelchen schrieb:

      Naja , auch schwierig, wenn ich ständig frage ob es eine weitere Sub gibt dann zeige ich deutliches Misstrauen und bin nervig.
      Warum ständig fragen? Man fragt es einmal und wenn man die einzige Person sein will dann sagt man schlicht: Ich akzeptiere keine weitere Sub neben mir, wenn du damit nicht einverstanden bist, dann wird es nichts mit uns beiden. Kommt dann von Dom kein klares Ja, dann lässt man es eben wenn einem das wichtig ist. Kommt ein Ja, dann ist der Dom in der Bringschuld zu sagen, dass da noch wer ist, wenn es denn doch dazu kommen sollte, entgegen der Absprache (was ich schwach fände, ich fände es konsequent die Sub dann zu verlassen, bevor man die neue Sub als die seine annimmt).
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Ich gebe zu das sich mir als sehr unerfahrene gerade die Frage aufdrängt ob es sich dann schon um eine zweite Sub handelt wenn es nur eine Spielbeziehung war ohne sexuelle Handlungen?

      Wo legt man die Meßlatte an jemanden als Sub zu sehen?

      hummelchen schrieb:

      Ich gebe zu das sich mir als sehr unerfahrene gerade die Frage aufdrängt ob es sich dann schon um eine zweite Sub handelt wenn es nur eine Spielbeziehung war ohne sexuelle Handlungen?

      Wo legt man die Meßlatte an jemanden als Sub zu sehen?
      @hummelchen
      wieso ohne sexuelle Handlung?
      Wie kommst du darauf? Das hab ich nicht gesagt.

      LG
      LittleFlower
      Mädels, das definiert doch jeder anders...

      Es ist völlig in Ordnung, wenn IHR sagt: ich möchte die Einzige sein, mit der Du Sex hast/und/oder die Du schlägst oder mit der Du Kaffee trinkst.

      Man darf das sagen und für sich festlegen.

      Und das Gegenüber darf sagen: passt nicht für mich.

      Dann kann man klären, ob man Kompromisse findet oder getrennte Wege geht...
      Stark genug, um schwach zu sein.
      Ich frage mich gerade, warum im BDSM zwingend Sex dabei sein muss ... ?(

      Zur Ausgangsfrage: Soweit ich weiß, gibt es keine gesetzliche Vorschrift, die (heimliche) Zweitpartner egal welcher Intensität verbietet. Insofern ja, formal "darf" Dom das. Sub übrigens auch. :P

      Etwas anderes ist, ob die eigenen moralischen Ansprüche ein solches Vorgehen erlauben. Das ist eine individuelle Entscheidung und bedarf nicht der Erlaubnis der interessierten Öffentlichkeit.

      Der dritte Punkt ist, was in der Partnerschaft abgesprochen wurde. Hält einer der Partner sich nicht daran, muss er mit den Konsequenzen leben. Aber auch hier: verbieten kann man es nicht. Nur konsequent handeln.
      Abgesehen davon geht es imho auch nur die direkt Beteiligten etwas an ...

      Bleibt meine persönliche Einstellung zum Thema, die ziemlich strikt ist. Aber was sollte die bringen, wenn es gar nicht um meine Konstellation geht? Was nützt es zu sagen: "Ich finde das sch ..." oder "Ist doch okay", wenn ich nicht der-/diejenige bin, die damit leben muss? :gruebel:

      Geht es den Beteiligten gut damit, wunderbar. Ist das nicht der Fall, dann muss man halt was ändern.

      Kataleya schrieb:

      Als ich den Titel des Threads las, war ich gespannt auf die Antworten.
      Doch der Eingangspost verhindert in meinen Augen neutrale Antworten.
      Für mich vermittelt er die Intention jemanden anzuprangern, der es vlt hier liest, oder sich zumindest die Bestätigung zu holen, wie böse der andere war.
      Er gibt die Art der Antwort schon vor.
      Solche Sachen sollen meiner Meinung nach privat ausgetragen werden.

      Nun zu der eigentlichen Threadfrage, ob Dom in einer Spielbeziehung mehrere Subs haben kann.
      Grundsätzlich Stimme ich da @Moon-Beast zu.
      Wer will es ihm verbieten?
      Es kommt da sehr auf die Art der Beziehung an.
      Wenn ich aus persönlichen Gründen nur einmal im Monat Zeit habe mich zum spielen zu treffen, wie kann ich dann erwarten, dass er die restliche Zeit auf alles verzichtet?
      Ich finde, da muss man fair bleiben.
      Selbst in einer festen 24/7 Beziehung ist es möglich, allerdings gehe ich da davon aus, dass bereits eine grundlegende Kommunikation diesbezüglich stattgefunden hat und sich der Herr um beide gleich gut kümmern kann.
      Erfahrungen zeigen hierbei aber, dass es den meisten zu viel Aufwand ist und sie sich lieber jemanden für ab und zu dazuholen :pardon: .

      Grundsätzlich ist es für die meisten Beziehungen eine Bereicherung, wenn man miteinander kommuniziert.

      Also gleich vorweg:
      alle handelnden Personen (hab mal rtl zitiert ^^)
      haben in diesem Fall keinerlei Bezug zu irgendwem hier ausm Forum, oder werden das hier jemals lesen.

      Die Frage zielt dahingehend, ob die Definition einer "guten Sub" in Richtung "Akzeptieren", oder "Beenden" gehen sollte, wenn eine reine Zweierspielbeziehung vereinbart wurde.
      Ist man eine schlechte Sub, wenn man bei einem, für einen persönlich, Regelbruch des Dom, Konsequenzen ziehen und das ganze beenden würde?
      Oder wäre das ein pubertär unüberlegtes Handeln?
      Gute Sub, schlechte Sub....klingt auch iwie nach RTL...sorry, aber diese Kategorien sind doch wohl ...pf... mit fehlt das Adjektiv, das hier keinen Ärger verursacht.

      Menschen lügen, Menschen sind ehrlich...,mal so mal so. Sie werden nicht schlecht oder gut dadurch: es sind deren Handlungen, die fragwürdig oder heldenhaft sind.
      Stark genug, um schwach zu sein.
      Man kann alles definieren und dem anderen mitteilen.

      Bedeutet, da wo deine Grenze ist, da sagst du eben, nö das geht nicht mit einer anderen da will ich dich nicht teilen.

      Eine sexuelle Handlung ist ganz sicher keine Voraussetzung für ein Subdasein :) Sub steht nicht für ein-/zwei-/dreilochbeghbar sondern für wen der BDSM auf der passiven Seite betreibt.

      Für mich käme zwar keine Spielbeziehung infrage, die solche Ansprüche an mich in Bezug auf Monogamie stellt (würde ich mir nur von einer Liebesbeziehung vorschreiben lassen), aber dann fehlt es eben an der passenden Basis auf beiden Seiten und man lässt es.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff

      LittleFlower schrieb:

      Die Frage zielt dahingehend, ob die Definition einer "guten Sub" in Richtung "Akzeptieren", oder "Beenden" gehen sollte, wenn eine reine Zweierspielbeziehung vereinbart wurde.
      Ist man eine schlechte Sub, wenn man bei einem, für einen persönlich, Regelbruch des Dom, Konsequenzen ziehen und das ganze beenden würde?
      Oder wäre das ein pubertär unüberlegtes Handeln?
      Gute Sub, schlechte Sub, guter Dom, schlechter Dom - was heißt das schon? Menschen sind nicht nur schwarz oder weiß und nur weil man eine "gute Sub" sein möchte, etwas zu akzeptieren, das einen unglücklich macht (aufgrund von Angst um die eigene Gesundheit, Eifersucht usw.) ist... Warum sollte man das tun? ?( Wenn man etwas nicht möchte, möchte man das nicht und dann muss man die entsprechenden Konsequenzen (Beenden) ziehen. Was wäre daran pubertär oder unüberlegt? Eine Trennung aufgrund der Tatsache der Unehrlichkeit bezüglich der / dem Zweitsub setzt doch vorraus, dass man sich vorher mit seinen Erwartungen an die Beziehung und den Möglichkeiten, die man hat auseinandergesetzt hat, also gut überlegt hat.

      Für mich hieße "Ich bleibe bei ihm, obwohl er mich betrügt und belügt, weil ich eine 'gute Sub' sein will", das eine gute Sub sich alles gefallen zu lassen hat, jeden Regelbruch Doms zu akzeptieren hat, ganz gleich ob ihre Gefühle dabei verletzt werden und das stimmt überhaupt nicht mit meinem allgemeinen Bild von Subs überein.
      There will be a time when we must choose between what is easy and what is right.
      Wenn ich einen Dom kennenlernen möchte, dann kläre ich vor einem realen Date, solche Sachen schon im Vornherein ab,
      das lässt sich alles beim Schreiben und telefonieren schon erörtern.
      Dazu gehört nicht nur die Neigung, Wünsche und Tabus, sondern auch ob ich eine andere Sub (mit oder ohne GV)
      neben mir dulde und ich ihn teilen möchte.
      Auch kläre ich die späteren Wünsche ab, die auftreten können, unter anderem ob ich verliehen werde,
      mit wem und wie gegenseitig gespielt wird usw.
      Selbiges gilt auch in einem Club, wo ja auch mit mehreren gespielt werden kann.

      Aus allem ziehe ich dann meine Konsequenzen und entscheide ob ich diese Beziehung beende
      oder unter bestimmten Voraussetzungen, weiterführen möchte.

      Man kann über alles reden und Ehrlichkeit, Vertrauen sind dabei enorm wichtig.

      Wenn mir aber von Anfang an ein Dom verspricht, er wird nur mich als einzige Sub haben,
      dann erwarte ich auch, dass es ehrlich gemeint ist.

      Gute oder schlechte Sub/Doms gibt es so für mich nicht, jeder hat seine eigene Auffassung/Vorstellung von Bdsm..
      Wer soll denn definieren, was eine "gute Sub" ist?

      MatKon schrieb:

      Hinter jeder Beziehung stehen Menschen. Die sind die relevante Instanz, nicht die Schwarmintelligenz des Forums. Wenn Du damit nicht leben kannst oder willst, dann lass es. Das hat nix mit "Güteklasse A" der Subs zu tun ;)


      Ich mag deinen ersten Satz und denke, ich werde ihn mal als Antwort weitergeben. :)
      Auch den anderen Danke für eure Aussagen. :) <3

      Ich stelle es mir auch mega komisch vor, wenn man dem eigenen Dom eine andere zutraut, obwohl es ne Abmachung gibt;
      ^^ Ja, das sage sogar ich, nachdem ich ja selber schon ne schlechte Erfahrung gemacht hab wie vielleicht der ein oder andere weiß.
      Da unterscheide ich aber auch nicht zwischen (Spiel-)Beziehung, Ehe, Freundschaft: Wenn Regeln aufgestellt wurden, hält man sich dran.