Sport als Unterstützung zum BDSM?

      Sport als Unterstützung zum BDSM?

      Gibt es Sportarten die helfen können, BDSM besser auszuleben, das war eine Frage die ich gestern per Mail erhielt und gerne ans Forum weiterleite.

      Ich denke Sport führt häufig zu einem guten Körpergefühl und erhöht die Fitness, darüber hinaus gibt es aber sicher Sportarten die auch direkten Einfluss auf BDSM haben.

      Beim Bondage ist es für die Person in den Seilen oft von Vorteil gelenkig zu sein, da bietet sich sicher Yoga, Ballett, etc an.

      Beim SM aktiv dürfte es, wenn man es sehr hart mag, eine gute Schlagtechnik von Vorteil sein, Badminton, Tennis und Squash haben Bewegungsabläufe ähnlich wie beim Schlag mit Peitsche, Rohrstock und Co.

      Wer gerne den anderen überwältigt, der kann sicher etwas mit Kraft- und auch Kampfsport anfangen.

      Grundsätzlich dürfte eine gewisse Grundkondition nie verkehrt sein und die erhält man bei den meisten Sportarten.

      Also ich vermute es gibt viele Sportarten die guten Sex und auch gutes BDSM unterstützen können. Dann mal raus damit, was meint ihr, welche Sportart ist für welchen BDSM Bereich förderlich?
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      alle Kontaktsportarten, wenn es um Rough body play geht, hierbei meine ich nicht Kampfsportarten, sondern einfach auch Sportarten wie Rugby, Football, Eishockey , weil man einen speziellen Umgang mit härterem Körperkontakt bekommt.
      Ich kann mir auch Klettern und ähnliches vorteilhaft für SM vorstellen, wegen der Kraft in den Fingern.
      Wie du schon sagst @Gentledom ist es sicher gut eine Sportart zu wählen die die eigenen BDSM Vorlieben unterstützt .
      Kondition ist wichtig - ich trainiere sie zB mit Skaten . Habe auch eine Zeitlamg Yoga gemacht um mich selbst zu Erden u d die Gelenkigkeit und statische Kraft zu unterstützen . Auch Tanzen war eine Sportart die in diese beiden Richtungen ging und mich begeisterte .
      Unbedingt sollte man jedoch eine Sportart wählen die Spaß macht und die zum eigenen Körper passt - Ballett wäre jetzt nicht meins - ich bin keine Elfe .
      Wir leben alle unter dem selben Himmel , aber nicht mit dem gleichen Horizont

      gentleFrederick schrieb:

      ich glaube das macht man besser ohne Tennistechnik und ohne Tenniskraft
      Natürlich kann es durch bessere Technik und Training zu stärkeren Schlägen kommen. Wobei ich Technik eher gut finde, man kann es dosieren und wenn man selbst in Bewegung ist und einen sich ebenfalls bewegenden Ball so sauber trifft, dass er in über 20 Metern Entfernung in einem Bereich von 50x50 Zentimetern aufkommt, dann dürfte man auch Sub an den richtigen Stelle treffen die steht meist still, man hechtet selten hinter ihr her und ist kaum so weit entfernt wenn man schlägt :)

      Funfact am Rande: Man lernt richtig um Griffe zu wickeln, das hilft beim Peitschenbau ungemein :D
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff

      Gentledom schrieb:

      Beim Bondage ist es für die Person in den Seilen oft von Vorteil gelenkig zu sein, da bietet sich sicher Yoga, Ballett, etc an.
      Ich habe schon oft gehört, man sei als "Ballettmaus" gelenkig. Das ist nur eines der vielen Vorurteile.
      Nun habe ich über 10 Jahre Ballett gemacht und bin kein bisschen gelenkig und in dieser Hinsicht auch kein Einzelfall. Beim Ballett wird (sofern man es nicht als Profi macht) nicht aktiv Gelenkigkeit oder ähnliches trainiert, es geht viel eher um Haltung und Taktgefühl. Beispielsweise dehnen, um gelenkiger zu werden ist da eher ein Extra und gehört nicht grundsätzlich dazu. (Allerdings gibt es für Prüfungen bestimmte Mindestmaße an Gelenkigkeit, die aber für die meisten Menschen eher leicht zu erreichen sind.)

      Um gelenkig zu werden, sollte man also eher speziell darauf ausgelegte Übungen als Ballett machen (auch wenn es natürlich ein ganz toller Sport ist, den ich nur empfehlen kann ^^ ). Das man davon ein gutes Körpergefühl gerade bezüglich Eleganz bekommt, kann ich aber bestätigen.
      There will be a time when we must choose between what is easy and what is right.
      Ich sehe es ganz wie Chloe , Sport soll schon Spass machen und keine mit Unlust ausgeführte Aktion sein !
      Ein paar Jahre Kiesertraining haben bei mir zu der Erkenntnis geführt , es ist wieder nur drinnen und wird irgendwann sehr langweilig .
      Da bringt es mir viel mehr Freude Tagesritte und Reiturlaube zu machen , das bringt Kondition, ,verteilt " Muckis" ( manchmal auch Muskelkaterchen ) und nebenbei fällt noch wunderbare Landschaft und Abhärtung an .
      Ok, zwar ist Beckenbodentraining kein Sport im klassischen Sinne, kann aber als gezieltes körperliches Training angesehen werden.

      Ich bin ein Fan davon! Ein gut trainierter Beckenboden ist nicht nur ein Lustgewinn für sich selbst und den/die Partner/in, sondern ist eine wertvolle Hilfe bei vielen BDSM-Praktiken. Ganz besonders das Fisten sei hier erwähnt. Wer seinen Beckenboden gut trainiert, kann ihn auch besser beherrschen und kontrollierter an- und entspannen! Das Entspannen des Beckenbodens ist eine der wichtigsten physischen Voraussetzungen fürs Fisten. Orgasmen können bei entsprechendem Tonus anders gesteuert werden. Zwar habe ich keine Erfahrung mit Harnröhrendilitation, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass ein bewusstes Entspannen der Muskulatur das Legen wesentlich erleichtert.

      Das Schöne an dem Beckenbodentraining ist, dass man es fast immer und überall, zudem auch noch unbemerkt, trainieren kann. :fitness:
      Ausreden finden sich daher auch schlecht. ;)
      Für mich ist als "Nehmende" eine gewisse Fitness unabdingbar.

      Gelenkigkeit, Kondition usw.

      Ich mache Yoga, weil es gleichzeitig neben dem psychischen Aspekt auch große Auswirkungen auf die körperliche Fitness hat.
      Heisst im Klartext: egal, wie ich fixiert werde oder wie lange ich bestimmte Positionen einnehmen soll, ich habe keine Probleme damit.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Als Seilliebhaberin kann ich @Gentledom darin nur beipflichten, dass Ballett ein sehr geeigneter Sport ist, um sich für Bondage, insbesondere für Suspensions beim Seilbondage, fit zu halten!

      Gentledom schrieb:

      Beim Bondage ist es für die Person in den Seilen oft von Vorteil gelenkig zu sein, da bietet sich sicher Yoga, Ballett, etc an.
      Allerdings würde ich die Betonung hier eher auf Beweglichkeit setzen, was als Oberbegriff für Dehnfähigkeit und Gelenkigkeit gilt. Das Zusammenspiel beider ergibt als Summe die Beweglichkeit. Bei Gelenkigkeit ist die anatomische Struktur der Gelenke eine entscheidende Einflussgröße und daher kann durch Training fast ausschließlich die tendomuskuläre Dehnfähigkeit beeinflusst werden und nicht die anatomische Gelenkstruktur.

      LittleSub schrieb:

      Ich habe schon oft gehört, man sei als "Ballettmaus" gelenkig. Das ist nur eines der vielen Vorurteile.
      Nun habe ich über 10 Jahre Ballett gemacht und bin kein bisschen gelenkig
      Siehe Erklärung oben. Du kannst aber durch das Trainieren der Dehnfähigkeit die Bewegungsfähigkeit insgesamt steigern, indem Du Bewegungen mit der optimalen Amplitude ausführst, welche durch das Gelenksystem ermöglicht wird. Jedem sind also individuelle Grenzen gesetzt.

      Und um wieder direkt zur Eingangsfrage zu kommen, wird meiner Meinung nach gerade beim Ballett die Beweglichkeit trainiert, was insbesondere für das Seilbondage hilfreich ist!

      Oft sieht das Gefesseltsein von außen betrachtet ganz einfach aus. Wer jedoch schon mal längere Zeit in einer selbst einfachen Position verharrt hat, weiß, wie sehr der Körper arbeitet und wie anstrengend es vom Muskeltonus her sein kann. Und so manch einer bekommt auch nicht die Arme, Beine oder den Rumpf in die Richtung, in die der Rigger sie gerne hätte. Natürlich sollte der Rigger sich den physischen Einschränkungen hinsichtlich der Beweglichkeit anpassen, wer jedoch beweglicher ist, hat gerade beim Seilbondage wesentlich mehr Möglichkeiten, was das Physische angeht. Bei einer Suspension kommt noch die Kraft des Gewichtes hinzu. Zwar wird diese möglichst verteilt, erfordert aber eine wesentlich höhere passive Beweglichkeit, also die Fähigkeit bei Einwirken von äußeren Kräften, einen möglichst großen Gelenkwinkel einzunehmen.

      Gerade Dehnungsübungen werden ständig beim Ballett ausgeführt und trainieren die Beweglichkeit!

      Daher Daumen hoch für Ballett als geeignete Sportart im Hinblick auf Seilbondage. :thumbup:

      Ach ja - wer sich sportlich betätigt (es muss durchaus kein Leistungssport sein), wagt sich aller Wahrscheinlichkeit nach öfters an seine Grenzen heran, was ich persönlich im Hinblick auf BDSM sehr reizvoll finde! ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von anima ()

      Es gibt eine sanfte Ganzkörpertrainingsmethode namens Pilates unter anderem zur Stärkung der Beckenboden-, Bauch-und Rückenmuskulatur dient. Es fördert durch gezielte Trainingsmethoden die Beweglichkeit und hilft neben sanften Dehnen der einzelnen Muskelpartien auch den Geist und Körper zu entspannen Durch die Konzentration auf die Körpermitte wird zudem die Atmung koordiniert. Ich fühlte mich nach dem Training immer entspannt und zufrieden.
      ~Es ist das Unbekannte was so reizt. Reizt es immer noch, wenn es bekannt ist, dann ist es das Besondere~ Author: Unbekannt
      Also um mal das Ballett vom Betreiber aufzugreifen.

      Würde ich mich mit Ballett versuchen, würden sie mich vermutlich in ne Klinik einweisen wegen Verdacht auf Schlaganfall (gleiches gilt für Flirtversuche) :rofl:
      Zumal ich von Ballettmaßen weit entfernt bin. Da zählt man doch mit 50kg schon quasi als fett.

      Also ich glaub, Bauch-Beine-Po und Ausdauertraining könnten von Vorteil sein, um manche unbequeme Pose länger halten zu können.

      Und irgendwas zum gelenkig werden.
      Da dürfte dann wohl Yoga helfen.
      Wenn man manchmal vor Schmerz nicht mehr weiß, seine Beine zu schließen, weil die so weit gedehnt wurden als wär man beim chinesischen Staatszirkus, dann wäre ein Dehnungssport sicher von Vorteil. :D
      Obwohl den Herrn das Leiden immer sehr amüsiert ^^

      LittleFlower schrieb:

      Zumal ich von Ballettmaßen weit entfernt bin. Da zählt man doch mit 50kg schon quasi als fett.
      "Ballettmaße"? 8| Fett mit 50kg? 8| Ich bin doch immer wieder verwundert, wie Ballett auf andere wirkt! Dafür gibt es doch kein Höchstgewicht! Natürlich sind die Profis, die man z B im Fernsehn sieht alle muskulös und schlank - aber das sind professionelle Sportler! Kann man etwa auch nur Laufen gehen, wenn man aussieht wie ein Marathonläufer? Gerade als Sportler, der sich häufig körperlich extrem anstrengt, wäre es doch schlecht nur 30kg zu wiegen.
      Man kann auch als "dicker" Mensch Ballett machen, das sollte einen sicher nicht abhalten - und das sieht dann auch nicht "plump" aus oder so, wenn man es denn richtig macht. Nur leider trauen sich das die wenigsten Menschen, was den Glauben an Ballettmaße verstärkt.

      @anima
      Ich bezog mich dabei sowohl auf die Gelenkigkeit, als auch auf die Dehnfähigkeit.

      anima schrieb:

      Gerade Dehnungsübungen werden ständig beim Ballett ausgeführt und trainieren die Beweglichkeit!
      Das kann ich so nicht unterschreiben, da es so wirkt als sei das ein Hauptelement des Ballett, dabei wird es wenn dann passiv trainiert. In einem so weiten Feld wird das aber wenig direkt trainiert, da fiele mir als Beispiel wenig ein. Die richtigen Dehnungsübungen finden getrennt vom eigentlichen Tanzen statt, eher optional - dafür muss man nun wirklich kein Ballett machen.

      Aber es kommt - wie bei den meisten Sportarten - auch sehr darauf an, wie oft und wie intensiv man sich damit beschäftigt. Ich kann nur von meiner Erfahrung als lockeres Hobby über einen langen Zeitraum sprechen und da hat es leider keinen Vorteil in der Hinsicht.
      There will be a time when we must choose between what is easy and what is right.
      Neben den bereits genannten Sportarten fallen mir noch folgende ein:

      Also wenn es um das Abhärten der Handfläche für ausdauerndes Hintern versohlen geht, kann ich Reckturnen wärmstes empfehlen. Wenn man die Phase mit den blutigen Blasen überstanden hat bildet sich sehr schnell eine Hornhaut.

      Für die Koordination ist Jonglieren ein ideales Training. Gerade beim Spielen mit zwei Subs ist es von Vorteil wenn man die Bewegung jeder Hand einzeln gut koordinieren kann :yes:
      Now I'm free, free falling