Brauche ich einen Partner an meiner Seite, um glücklicher zu sein?

      Brauche ich einen Partner an meiner Seite, um glücklicher zu sein?

      Ich habe mich vor 5 Jahren von meinem damaligen Lebensgefährten getrennt. Seitdem bin ich solo.
      Bewusst und gewollt.
      Ich habe einen Partner an meiner Seite! Das ist meine Hündin!
      Sie kritisiert nicht, meckert nicht rum, stellt nichts von dem, was ich tue, in Frage!
      Wenn es mir nicht gut geht, kann ich sie zutexten, mich ausheulen und mich an sie kuscheln.
      Sie nimmt das alles mit stoischer Ruhe hin, nur manchmal schaut sie mich mit ihren „wissenden“ Augen an.
      Sie darf bei mir im Bett schlafen. Manchmal kuschen wir, manchmal sucht sich jeder von uns seine Schlafposition und schläft dabei ein.
      Das mag für manche „schräg“ klingen. Letztendlich leben wir aber einfach in einem kleinen „Rudel“, wo es darum geht, füreinander da zu sein, sich gegenseitig Halt zu geben, sich zu trösten…
      Würde mich ein Lebenspartner an meiner Seite kompletter machen? Habe ich das Gefühl, das mir etwas fehlt?
      Ich genieße es, mein Leben so zu leben, wie es mir gefällt. Nach vielen Jahren als alleinerziehende Mutter, wo es letztendlich immer darum ging, persönliche Wünsche zurückzustellen und nach Jahren mit Partnern, die mir nicht gutgetan haben, bedeutet mein momentanes Leben ein Stück Freiheit!
      Wäre ich glücklicher, wenn permanent ein Mann an meiner Seite wäre? Würde ich mich „kompletter“ fühlen? Nein!!!
      Allein zu sein ist keine negative Empfindung. Es bedeutet für mich einfach nur, dass ich mit mir allein klarkommen kann.
      Ich habe viele Freunde und Bekannte. Geht es mir mal nicht so gut, habe ich jederzeit die Möglichkeit, mich auszutauschen.
      Ich darf und kann meine Neigung ausleben und habe gleichzeitig ein sehr intensives Verhältnis zu meinem Sadisten.
      Wenn ich manche Threads hier lese, setze ich mich durchaus hin und hinterfrage die Gedanken.
      Und ich frage mich, inwieweit sich mein Leben verändern würde, wenn jemand permanent an meiner Seite wäre.
      Ich komme immer wieder zu dem gleichen Ergebnis:
      Für mich würde sich nichts ändern!
      Warum? Oder warum nicht?
      Ich ruhe in mir selbst. Sehe alles erst einmal positiv. Erwarte nichts. Fordere nichts.
      Bin einfach gerade bei mir.
      Mut ist nur die Abwesenheit von Angst.
      Es ist nicht schlimm alleine zu sein. Ich bin auch unglaublich gerne der Einzelgänger den ich im Moment verkörpere. Obwohl ich auch gerne eine Dame an meiner Seite hätte.

      Frage: Du begründest das positive an deiner Hündin wiefolgt:

      topaz schrieb:

      Sie kritisiert nicht, meckert nicht rum, stellt nichts von dem, was ich tue, in Frage!
      Wenn es mir nicht gut geht, kann ich sie zutexten, mich ausheulen und mich an sie kuscheln.
      Sie nimmt das alles mit stoischer Ruhe hin, nur manchmal schaut sie mich mit ihren „wissenden“ Augen an.
      Sie darf bei mir im Bett schlafen. Manchmal kuschen wir, manchmal sucht sich jeder von uns seine Schlafposition und schläft dabei ein.
      Das mag für manche „schräg“ klingen. Letztendlich leben wir aber einfach in einem kleinen „Rudel“, wo es darum geht, füreinander da zu sein, sich gegenseitig Halt zu geben, sich zu trösten…

      Was wäre, würdest du einen Mann haben, der genauso ist? Rein charakeristisch betrachtet, immerhin wäre er ja dann ein Mensch mit dem du dich unterhalten kannst und so.
      Schön geschrieben und ich freue mich immer, wenn ich so etwas lese. Ich habe mir die Frage auch schon gestellt...

      Brauche ich? Nein!

      Und dass man sich diese Antwort geben kann ist beruhigend.

      Möchte ich? Ja.

      Und mit diesem Wissen kann ich mir sicher sein, dass ich meinen Partner um seinetwegen an meiner Seite haben möchte und nicht, weil ich unbedingt „irgendjemanden“ brauche. Denn wenn es so wäre, würde ich vielleicht Kompromisse eingehen, nur damit ich nicht alleine sein muss.
      Warte nicht auf den perfekten Moment
      sondern nimm den Moment und mach ihn perfekt.
      Danke für diesen Beitrag, liebe @topaz!

      Genau die Frage habe ich mir vor kurzem auch gestellt und ich bin zu dem selben Schluss gekommen. Nein!

      Vor kurzem hätte ich eine Beziehung mit einem tollen Mann eingehen können. Aber ich habe mich sehr bewusst dagegen entschieden. Weil ich gerade glücklich bin und meine Freiheit geniesse.

      Ich habe meinen Bär, meine Familie und meine Freunde und Bekannte.
      Und das wichtigste von allen: Ich habe mich! Meinen Weg, mein Leben, meine Träume. Mehr brauche ich gerade nicht.
      Na ja. Den Umzug damit alles noch besser wird ^^

      Noch vor drei Jahren war ich ohne festen Partner total unglücklich. Ich habe mich verbogen, verleugnet und selbst belogen um nicht alleine sein zu müssen.
      Heute weiss ich das das falsch war. Ich brauche keinen Partner um glücklich zu sein und gerade möchte ich auch keinen.

      Wenn mich Armor mal wieder mit seinem Pfeil mitten ins Herz trifft, habe ich die Ruhe mir den Mann erstmal anzusehen und kennenzulernen. Überstürzen werde ich nichts mehr.
      Frauen sind die einzige Beute, die sich ihren Jäger selbst aussuchen.
      Klingt doch alles :pump: , ist Deine Frage dann eher rhetorisch?? Eigentlich lieferst Du die Antwort doch direkt mit.

      topaz schrieb:


      Ich ruhe in mir selbst. Sehe alles erst einmal positiv. Erwarte nichts. Fordere nichts.
      Bin einfach gerade bei mir.
      Das einzige ist, nichts zu erwarten, finde ich nicht positiv. Selbst Enttäuschungen sind doch als Gegenpol der Maßstab für erfreuliche Dinge. Ist aber wohl eher Wortklauberei :pardon:
      Seitdem ich perfekt bin, hält sich meine Arroganz in Grenzen!
      @topaz Ich wünschte ich könnte die Frage genauso eindeutig beantworten wie du.

      Wobei ich denke dass es in einigen Fällen auch stark vom restlichen sozialen Umfeld abhängt wie stark man sich an den Partner bindet.

      Da ich in den letzten Jahren oft umgezogen bin (Studium, Partner, Arbeit) muss ich mir meinen Freundeskreis erst wieder aufbauen. Vor allem auch deshalb weil für mich das regelmäßige sich Treffen dazugehört und nur schreiben/telefonieren irgendwie immer im Sand verläuft. Leider lebt auch die Familie in anderen Bundesländern.

      Sprich bis auf meinen Partner gibt es derzeit keine tiefergehenden Freundschaften - und ich rede jetzt nicht von Kollegen oder Personen die man regelmäßig über Sportkurse etc. sieht.

      Also wenn es ein paar richtige Freunde gäbe, wäre der Fokus nicht ganz so stark auf dem Partner (was IMHO einer Partnerschaft eher zuträglich ist) und somit die Zeit ohne Partner auch glücklicher.
      Now I'm free, free falling
      @Zimtmilchreis, so einen Mann zu finden, hört sich eher nach:"Ich backe mir einen" an! :)
      Nein, ernsthaft, ich denke schon, das ich noch ein paar andere Ansprüche an einen Mann stellen würde.

      @Annimax, der Ausspruch: "Ich erwarte nichts" sollte nicht negativ klingen. Ich denke, ich wollte damit nur sagen, das ich bereit bin, mich ohne bestimmte Erwartungshaltung auf Neues einzulassen.
      Mut ist nur die Abwesenheit von Angst.
      Ich finde es toll, dass Du so empfindest.
      Du scheinst mit Dir und Deinem Leben im Reinen und hast genau die richtige Dosis sozialen Kontakt.
      Dazu noch einen Hund, der Dir viel Freude macht.
      Das hört sich nach einem erfüllten und bereichernden Leben an. Warum dann ständig einen Mann an Deiner Seite, wenn Du nichts vermisst?

      Ich persönlich bin (leider?) anders gestrickt.
      Ja, ich kann auch allein sein und ich hätte keinen Zweifel daran, dass ich auch allein zurechtkommen würde.
      (Während meiner Studentenzeit war ich das auch über mehrere Jahre)
      Wohler fühle ich mich aber, jedenfalls ist das meine bisherige Erfahrung, mit Partner, :rot: .
      Der ist für mich auch nicht mit einem Hund vergleichbar, denn mit einem Hund kann ich nicht so reden wie mit einem Partner. Mich nicht so austauschen wie mit einem Partner.
      Mir reichen Bekannnte und Freunde dafür langfristig gesehen nicht, denn die Verbundenheit mit einem Partner geht für mich weiter.
      Zudem: Ich mag nicht gern allein im Bett liegen. Für mich gibt es fast nichts Schöneres, als mit einem geliebten Menschen in einem Bett zu liegen und dessen Nähe zu spüren.
      Das war schon als ganz kleines Kind so und hat sich seitdem nicht groß geändert.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Ja! Ja! Ja!

      Ich bin da völlig anders gestrickt.
      Ich bin devot. Ich will dienen. Ich will meinen Partner auf einen Sockel stellen. Ich will leben was ich fühle. Ich will (zu) jemandem gehören.

      Deshalb bin ich nicht als single sooo totunglücklich. Ich beschreibe ja immer gerne das Bild von der Frau mit der Katze - die den Partner ersetzen muss. Genau diese Frau will ich nicht werden. Das Bild hat für mich eine sehr einsame, unerfüllte Aussage. Einsam und unerfüllt ist keine Option auf Dauer - alleine bin ich nicht.

      Es ist meine Bestimmug meine Devotion zu leben - das geht nicht ohne Partner.

      Deshalb ja - ich brauche einen Partner an meiner Seite, um glücklich zu sein.
      Pu. Ich wär gern einmal allein. Aber mein Mann arbeitet von daheim- er ist immer da.

      dazu habe ich 2 wunderbare Subs- und bin deren Ehefrauen unendlich dankbar, dass sie
      mir die beiden nur ausborgen. Zusammen leben möchte ich mit keinen von beiden.

      Falls mein Mann vor mir geht- träume ich davon Kräuter zu züchten, Tee zu kochen,
      Leute zu mir zu bitten...also allein zu bleiben. Mit Katzen allerdings.

      Ob es das wird? Keine Ahnung. Männer haben bei mir die Eigenschaft,
      immer dann in mein Leben zu kommen, wenn ich es am wenigsten erwarte.
      Ich KANN ohne Partner leben (tue ich ja schon eine Zeitlang jetzt), möchte es aber eigentlich nicht.

      Zum Kuscheln, Reden, Quälen ;) und seine Nähe zu spüren.

      Macht mich nicht zu Tode betrübt, aber schöner wäre für mich mit.
      Wenn es stimmt, dass die Evolution zu immer höherer Perfektion strebt, welchen Sinn haben dann die Generationen nach mir? :gruebel:
      Eines vorneweg: Das soll keine Kritik sein, nur meine Gedanken dazu. Ich finde es super, dass du mit dir selber glücklich bist und keinen Mann an deiner Seite brauchst. Ich finde das sogar sehr bewundernswert!
      Ich habe das Gefühl, dass dein Hund einen Partner oder eine Bezugsperson ersetzt. Dies ist ja auch nicht weiter verwerflich, falls man das Tier nicht zu sehr vermenschlicht. Ein Hund lebt leider für gewöhnlich nicht so lange wie ein Mensch. Ich hätte Angst, dass ich mich zu sehr auf das Tier fixiere und dann mit der Realität nicht klarkomme...
      @Alona, ich verstehe deine Aussage auch nicht als Kritik.
      Meine Hündin hat schon bei mir gelebt, als ich noch mit meinem LP zusammen war und ihr Stellenwert hat sich nicht verändert.

      Sie ist für mich Teil meines Lebens wie Freunde oder Familie auch. Und zwar immer mit dem Wissen, das für jeden der Zeitpunkt kommt, wo er gehen muss.
      Mut ist nur die Abwesenheit von Angst.
      Ich glaube, das mit dem Hund kann man nur dann richtig wirklich nachvollziehen, wenn man mal intensiv mit Tieren gelebt hat, und auch darin die Tiere "Tier" sein durften.

      Ich lebe schon sehr lange allein und habe meinen Frieden damit. Ja, mit einem Partner wäre es deutlich schöner, aber ich manche meinen Seelenfrieden nicht mehr davon abhängig.
      Mein Leben bevölkern viele Tiere (Hunde, Katzen, Pferde, ja, alles in der Mehrzahl ^^ ), als Weggefährten, keinesfalls als Lebensinhalt oder gar Partnerersatz. Mein Leben ist lebendig, weil ich es bin, und nicht durch sie, sondern mit ihnen.

      Ein Mann ist in meinem Leben herzlich willkommen. Aber ich lasse nur zu mir herein, wer wirklich auch zu mir passt. Ich bin nur bedingt kompromissbereit, denn es geht mir gut, so, wie es ist. Ich werde weder mich noch mein Leben für einen Mann völlig umkrempeln. Und wenn ich weiter als Single lebe, und es bei meiner Spielbeziehung bleibt, dann ist das völlig in Ordnung für mich. Ich bin offen für eine Partnerschaft, brauche sie aber nicht zwangsläufig für ein erfülltes glückliches Leben, denn das habe ich bereits. ^^
      Die ketzerische Frage "ich oder der Hund" werde ich immer zu Gunsten des Hundes beantworten. :D

      @topaz , alles Liebe und Gute weiterhin für dein Rude.

      Wir haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.
      ~ Mario de Andrade :coffee:

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