Maintanance Spanking

      Ich lese jetzt schon eine Weile den Thread mit. Interessantes Thema, das mich auch interessieren würde, da ich immer mal Schwierigkeiten habe vom normalen Alltag in die Sub-Ebene zu kommen. Ich kann mir vorstellen, dass mir so ein Ritual es einfacher macht ... neben anderen geplanten ... :rot:
      Zunächst einmal möchte ich meinen Dank und mein Kompliment an die Threadstarterin aussprechen. Liebe Shayleigh, ich finde es sehr interessant was du geschrieben hast, und bin froh darünber, dass ihr diese Erfahrungen mit uns teilt. :blumen:

      Shayleigh schrieb:

      Aber es hat mich verändert. Das merkt mein Mann auch. Er sagt, ich sei danach immer total tiefenentspannt. Und ja, das bin ich wirklich. Ich kann besser einschlafen, ich kann besser durchschlafen und auch wenn ich nachts geweckt werde weil er nach Hause kommt, kann ich jetzt viel besser wieder einschlafen. Sonst lag ich teilweise noch stundenlang wach, jetzt schlafe ich innerhalb von ein paar Minuten wieder ein.
      Also das freut mich wirklich sehr, denn ich habe schon öfter gelesen, dass genau das die Folge eines Spankings sein kann auch wenn (oder gerade wenn?) das nicht als Lust-Session angelegt wurde. ^^

      Shayleigh schrieb:

      [...]
      Es hat sich mittlerweile zu einem festen Ritual gemausert. Es findet immer statt, auch wenn mein Mann erst nachts um 2 von der Spätschicht nach Hause kommt. Dann weckt er mich, wir gehen zusammen ins Wohnzimmer und dann gibt's was hinten drauf ^^


      Ich dachte, daß es vielleicht mit der Zeit langweilig werden könnte - aber das Gegenteil ist der Fall. Es ist eine Spannung, die immer in der Luft liegt ^^
      [...]
      Führst du das darauf zurück, dass das Einvernehmen so gut ist,oder schwingt die masochistische Ader dabei stark mit? Du hattest ja schon angedeutet, dass das etwas anderes sei, als eine masochistische Angelegenheit... Aber nur das devote Element ist es auch nicht, oder?

      Shayleigh schrieb:

      [...]
      Dann hatte ich die Befürchtung, daß der Po mit der Zeit unempfindlicher werden könnte - aber auch hier ist das Gegenteil der Fall. Ich spüre Sein Wirken viel intensiver als vorher
      Die Befürchtung hätte ich auch, deswegen, würde ich es so nicht machen - aber jeder wie er will. :rolleyes: Bist du denn sicher, dass du objektiv noch genau so empfindlich bist, und dass nicht etwa 'nur' das subjektive Empfinden dein Erleben intensiver macht? :gruebel:
      Und wie haltet ihr es da mit 'Aftercare'/'Nachpflege'? (Wie heißt das noch auf Deutsch? ;) )
      Ich bin jedenfalls etwas überrascht, dass ihr es jeden Tag macht, und nicht 1-2-mal pro Woche - denn so kenne ich das Konzept aus der Theorie.

      Aber wie dem auch sei: Ich bin begeistert von eurem 'Experiment', und von deinem Bericht. ^^
      Genug von meinen Fragen... Jetzt ein paar Antworten auf die zu Anfang gestellten Fragen.
      Was ist der Zweck und die Art und Weise von Maintenance-Spanking, und wie haltet ihr es damit?

      Shayleigh schrieb:

      - Sub auf dem richtigen Weg halten und sie daran zu erinnern, daß sie den Regeln zugestimmt hat

      - die emotionale Bindung zwischen den Partnern zu vertiefen

      - Sub Gelegenheit zu geben, aufgestaute Gefühle loszuwerden

      - das Ganze soll losgelöst von Sessions stattfinden


      Wichtig bei all dem soll die Regelmäßigkeit sein.
      So kenne ich es auch - wie gesagt, bisher aus der Theorie. Gerade die Aspekte "auf dem richtigen Weg halten" und "emotionale Bindung" gehören ja in den Bereich D/S. V. A. ersteres schien ja im Thread überwiegend ähnlich gesehen zu werden...
      Wofern es um den Bereich 'Domestic Discipline' geht - wo es ja nicht zwingend (u.U. gar keine) 'Lust-Sessions' gibt, ist es eben losgelöst von der 'Strafe' - was dann auch die Frage nach dem Sinn von Strafen aufwirft.
      Ich habe mal davon gehört, bzw. gelesen, dass es DD-Beziehungen gibt, in denen die nicht nur Möglichkeit des 'Regelverstoßes' sondern auch dessen Vollzug als gesetzt angenommen wird, sodass ohnehin eine Strafe fällig wird, aber ohne dass zwingend darüber gesprochen wird. Und dann legt Sub (egal ob Mann oder Frau) das Instrument und das Ausmaß fest (wobei Dom das noch steigern kann) und dann muss Sub da durch... Aber ist es dann nicht doch eine Strafe?

      Aber da es ja auch Endorphine freisetzt, ist es auch bei nicht-sadomasochistischen Bindungen für beide erfrischend und irgendwie so, als ob sie ihren 'Sport' gehabt hätten. Oder eine Massage... ;)

      Was die Regelmäßigkeit betrifft...

      Viva schrieb:

      @ceerny ich würde eher einen längeren Zeitraum wählen, vor allem, wenn Du es so noch nicht kennst, muss man es für dich auch erst einmal sortieren gefühlsmäßig.
      Ja, unbedingt, aber ich kenne es so, dass es nur einen, maximal zwei Tage in der Woche gibt, zu denen dann ein Maintenance-Spanking stattfindet - das dann eventuell härter ausfallen kann, wenn sich noch was anderes aufgestaut hat, und andernfalls deutlich 'milder' ausfällt. Und da Sub das nicht unbedingt will, hält so ein M.-Spanking eine Weile vor... Nach euren Berichten über die veränderte 'Distanz' bzw. 'Abgrenzung' ergibt dieser Gedanke für mich endlich auch Sinn. :D

      Shayleigh schrieb:

      [...]
      Jetzt kommen meine Frage:
      Wer von euch macht oder hat maintanance spanking gemacht?

      Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

      Falls ihr es (noch) nicht macht: Könntet ihr euch so etwas auch für eure Beziehung vorstellen?
      Kurz: Gemacht habe ich es noch nicht.
      Erfahrungen demnach keine.

      Müsste ich noch ausprobieren: Ich könnte es mir vorstellen, und da Switch, sowohl aktiv als auch passiv. Bloß bin ich eben nicht so für D/S, zumindest bin ich nicht devot. Für den Fall dass das dann trotzdem funktionieren kann, würde ich das gerne beidseitig ausprobieren. Oder, wenn ich mit einer reinen Sub zusammen wäre, die auch masochistisch wäre, dann auch gerne um sie ein bisschen zu 'erden'. Aber eben in größeren Abständen.
      Wie schön das es dieses Forum gibt. Dieses Thema beschäftigt uns nun seit einigen Tagen.
      Da wir die Ebenen festigen wollen, werden wir dieses Ritual beginnen und eine Weile beibehalten. Was wir noch nicht wissen ist, wann haben wir regelmäßig Ruhe um das Ritual zu vollziehen.

      Vielen Dank an Alle, die uns in das Thema haben reingucken lassen.
      Mit Leidenschaft - Leiden schafft :popo_versohlen:

      RitterSchlag schrieb:

      Führst du das darauf zurück, dass das Einvernehmen so gut ist,oder schwingt die masochistische Ader dabei stark mit? Du hattest ja schon angedeutet, dass das etwas anderes sei, als eine masochistische Angelegenheit... Aber nur das devote Element ist es auch nicht, oder?
      Nein, meine masochistische Seite wird hierbei gar nicht bedient.

      Ob es jetzt nur meine devote Seite ist, die damit bedient wird, oder noch etwas anderes? Ich weiß es nicht.

      Ich denke mal, es hängt mit dem Grund zusammen, warum er mich schlägt. Sonst schlägt er mich, weil es uns beiden Spaß macht. In diesem Fall schlägt er mich aber einfach nur, weil er es kann, er mein Herr ist, ich mich ihm unterworfen habe und es sein Recht ist. Er schlägt mich dabei nicht, weil ihm jetzt gerade danach ist und er da Spaß dran hat, sondern, weil wir gleich ins Bett gehen und es dazu gehört.

      Es ist für uns ein sehr inniger Moment, in dem wir ganz bei uns sind. Alles, was der Tag so gebracht hat, wird ausgeblendet, wir leben im Augenblick und lassen alles andere unwichtig werden, all der Stress, alles negative, was wir den Tag über erlebt haben, wird unwichtig. Ich spüre nur noch ihn, seine Nähe und seine Schläge auf meinem Po.


      RitterSchlag schrieb:

      Die Befürchtung hätte ich auch, deswegen, würde ich es so nicht machen - aber jeder wie er will. Bist du denn sicher, dass du objektiv noch genau so empfindlich bist, und dass nicht etwa 'nur' das subjektive Empfinden dein Erleben intensiver macht?

      Mein Po wird definitiv empfindlicher. :/

      Ich spüre meinen Po jedenfalls ständig, wenn ich drauf sitze. Zwar nur ganz leicht und unterschwellig, aber es ist da :love:



      RitterSchlag schrieb:

      Und wie haltet ihr es da mit 'Aftercare'/'Nachpflege'? (Wie heißt das noch auf Deutsch? )
      Er nimmt mich in den Arm, streicht mir über den Kopf, den er an seine Brust legt. Meistens kullern dann auch ein oder zwei Tränchen, er hält mich fest und ist für mich da. <3 Anschließend gehen wir zusammen ins Bett, er deckt mich zu, gibt mir noch einen Gute-Nacht-Kuss und 2 Minuten später bin ich eingeschlafen ^^


      RitterSchlag schrieb:

      Ich bin jedenfalls etwas überrascht, dass ihr es jeden Tag macht, und nicht 1-2-mal pro Woche - denn so kenne ich das Konzept aus der Theorie.

      Jeden Tag oder 1-2 Mal pro Woche oder einfach nur bei jedem Treffen... es sollte einfach eine Regelmäßigkeit drin sein und das Ganze soll losgelöst von normalen (Lust- oder Straf-) Sessions sein.

      Wir haben uns dann halt für täglich entschieden und diese Entscheidung bisher nicht bereut. ^^



      RitterSchlag schrieb:

      Aber wie dem auch sei: Ich bin begeistert von eurem 'Experiment', und von deinem Bericht.

      Danke :rot:
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -

      FieserBoesewicht schrieb:

      Wie schön das es dieses Forum gibt. Dieses Thema beschäftigt uns nun seit einigen Tagen.
      Da wir die Ebenen festigen wollen, werden wir dieses Ritual beginnen und eine Weile beibehalten. Was wir noch nicht wissen ist, wann haben wir regelmäßig Ruhe um das Ritual zu vollziehen.

      Vielen Dank an Alle, die uns in das Thema haben reingucken lassen.
      Nachtrag...
      Wir haben damit begonnen. Das Ritual unterscheidet sich klar von dem was wir sonst so machen :yes:
      Dadurch ist es klar abgegrenzt von Straf- und Lustschlägen. Es entstand auch keinerlei vordergründiges Lustgefühl bei uns. Mehr kann ich noch nicht an Erfahrung beisteuern.
      Mit Leidenschaft - Leiden schafft :popo_versohlen:

      RitterSchlag schrieb:



      Wofern es um den Bereich 'Domestic Discipline' geht - wo es ja nicht zwingend (u.U. gar keine) 'Lust-Sessions' gibt, ist es eben losgelöst von der 'Strafe' - was dann auch die Frage nach dem Sinn von Strafen aufwirft.
      Ich habe mal davon gehört, bzw. gelesen, dass es DD-Beziehungen gibt, in denen die nicht nur Möglichkeit des 'Regelverstoßes' sondern auch dessen Vollzug als gesetzt angenommen wird, sodass ohnehin eine Strafe fällig wird, aber ohne dass zwingend darüber gesprochen wird. Und dann legt Sub (egal ob Mann oder Frau) das Instrument und das Ausmaß fest (wobei Dom das noch steigern kann) und dann muss Sub da durch... Aber ist es dann nicht doch eine Strafe?
      Kannst Du das noch einmal genauer erläutern, bitte . Ist dsa quasi eine Strafe,die es gibt ohne das es ein Vergehen geben muss? Nach dem Motto irgendetwas ist bestimmt passiert was betraft werden muss?

      RitterSchlag schrieb:



      Was die Regelmäßigkeit betrifft...

      Viva schrieb:

      @ceerny ich würde eher einen längeren Zeitraum wählen, vor allem, wenn Du es so noch nicht kennst, muss man es für dich auch erst einmal sortieren gefühlsmäßig.
      Ja, unbedingt, aber ich kenne es so, dass es nur einen, maximal zwei Tage in der Woche gibt, zu denen dann ein Maintenance-Spanking stattfindet - das dann eventuell härter ausfallen kann, wenn sich noch was anderes aufgestaut hat, und andernfalls deutlich 'milder' ausfällt. Und da Sub das nicht unbedingt will, hält so ein M.-Spanking eine Weile vor...
      ich denke gerad für den Anfang ist es sinnvoll,dass sehr regelmässig,standardisiert und häufig zu machen (insofern möglich), damit man sich an das Ritual gewöhnt und es verinnerlicht (ganz stupides emotionales Training im Grunde)

      Interessant finde ich Deinen Aspekt des Switchers. Mich würde interessieren inwiefern das auch für Switcher (im D/s) möglich ist. Also die die mit ihrem Partner oft switchen.

      Viva schrieb:

      RitterSchlag schrieb:

      [...]
      Ich habe mal davon gehört, bzw. gelesen, dass es DD-Beziehungen gibt, in denen die nicht nur Möglichkeit des 'Regelverstoßes' sondern auch dessen Vollzug als gesetzt angenommen wird, sodass ohnehin eine Strafe fällig wird, aber ohne dass zwingend darüber gesprochen wird. Und dann legt Sub (egal ob Mann oder Frau) das Instrument und das Ausmaß fest (wobei Dom das noch steigern kann) und dann muss Sub da durch... Aber ist es dann nicht doch eine Strafe?
      Kannst Du das noch einmal genauer erläutern, bitte . Ist dsa quasi eine Strafe,die es gibt ohne das es ein Vergehen geben muss? Nach dem Motto irgendetwas ist bestimmt passiert was betraft werden muss?
      [...]
      Das ist etwas kompliziert, denn da gibt es mehrere Ansätze.

      Zum einen den, dass es neben dem 'in der Spur halten' mit m.o.w. 'präventivem' Charakter einen Tag der 'Abrechnung' gibt (Klingt das jetzt zu sehr nach Weltuntergang? :D ) dessen 'Ergebnis' auf das Maintenance-Spanking - pardon - 'aufgeschlagen' wird. So hatte ich es ja schon angedeutet - keine Ahnung ob das schon klar wurde.
      Zum anderen... nicht ganz. Nicht dass 'irgendwas bestimmt passiert' sei, und nicht als Glaubenssatz, sondern aus der Erfahrung heraus, dass Fehler gemacht werden, eventuell auch Regelverstöße begangen werden,auch Dinge die Sub tut die ihm/ihr nicht gut tun, und die dann abgegolten werden. Im Vertrauen darauf, dass die Angaben über das Fehlverhalten zutreffend und vollständig sind.
      Und da gibt es dann eben auch zwei Varianten:

      1) Diejenige, bei der Fehlverhalten konkret benannt, und die Bestrafung darauf abgestimmt wird, und die v.A. wegen ihrer Regelmäßigkeit in die Kategorie Maintenance-Sp. fällt. Begründet wird das dann oft mit der hohen Anzahl an Regelverstößen. Zum Teil ging es dabei aber 'nur' um vorübergehende Umgewöhnungsphasen, z.B. mit dem Rauchen aufhören, lebenspraktische Dinge wie Ernährungsumstellungen, Lernen für Prüfungen usw. - aber dennoch regelmäßig.

      2) Die andere Variante, bzw. das konkrete Beispiel von dem oben die Rede war, habe ich einem Blogeintrag entnommen, der allerdings nicht ausdrücklich das Wort 'Maintenance-Spanking' benutzte, sondern nur die Vorgehensweise beschrieb, bei der ein Male-Sub seiner Fem-Dom am Ende eines Tages das Strafinstrument hinlegt wenn er davon ausgeht [im Laufe der Woche] einen Fehler gemacht zu haben (dieses Vergehen aber nicht benennen muss) und sie dann die Bestrafung nach ihrem Ermessen durchführt. In dem besagten Eintrag stand auch, dass dieses 'Ritual' inzwischen regelmäßig (1-mal pro Woche?) stattfinde, also eher zufällig Maintenace-Spanking (oder etwas ähnliches) ist.

      Ich weiß nicht, ob das jetzt klarer geworden ist, oder ob solch eine Aufteilung überhaupt sinnvoll ist. Ich beschreibe ja nur, das was ich ungefähr vorgefunden habe.
      @RitterSchlag danke für Deine Erklärungen! Das sind ja nun Beispiele, wo ein regelmässiges Strafspanking durchgeführt wird, das ist für mich (also meine Definition ;) ) aber kein Maintenance Spanking.

      Das was Du beschreibst mit dem Strafspanking beschreibst hab ich so schon mal in den ultraorthodoxen christlichen DD Kreisen gelesen,das trenne ich aber schon vom Maintenance Spankin im BDSM DD Kontext und hat für mich eher einen religioesen Hintergrund (wobei Du da mit Sicherheit 1000mal besser die Thematik durchdringst ^^)

      Bei dem zweiten Beispiel handelt es sich zwar auch um eine ritualisierte klar definierte Handlung die vom Sub ausgeht, aber auch wieder um Strafe.

      Ich für meine Teil finde gerade die Abgrenzung von einer Strafe extrem wichtig beim maintenance Spanking.

      Viva schrieb:

      [...]
      Das was Du beschreibst mit dem Strafspanking beschreibst hab ich so schon mal in den ultraorthodoxen christlichen DD Kreisen gelesen,das trenne ich aber schon vom Maintenance Spankin im BDSM DD Kontext und hat für mich eher einen religioesen Hintergrund (wobei Du da mit Sicherheit 1000mal besser die Thematik durchdringst ^^)
      [...]
      Danke für die Blumen, aber da bin ich mir nicht ganz sicher. Soweit ich weiß, gibt es in der sog. 'Christian Domestic Discipline' keine Maintenance Spankings, weil es dabei nur um Strafe geht; und es ist dann auch kein BDSM.
      Aber die Theorie dazu steht ohnehin auf wackeligen Füßen...

      Viva schrieb:

      @RitterSchlag danke für Deine Erklärungen! Das sind ja nun Beispiele, wo ein regelmässiges Strafspanking durchgeführt wird, das ist für mich (also meine Definition ) aber kein Maintenance Spanking.


      [...]

      Bei dem zweiten Beispiel handelt es sich zwar auch um eine ritualisierte klar definierte Handlung die vom Sub ausgeht, aber auch wieder um Strafe.

      Ich für meine Teil finde gerade die Abgrenzung von einer Strafe extrem wichtig beim maintenance Spanking.
      1) Wahrscheinlich hast du Recht, zumindest überwiegend. Im Grunde hast du es gut zusammengefasst. So habe ich es vorher noch nicht gesehen. Aber in den o.g. Beispielen geht es ja auch irgendwie darum, dass entweder beides zusammen (bzw. parallel) vorkommt ("erster Ansatz"), oder dass das eine soviele Merkmale des anderen auf sich vereint, dass die Definition schwierig wird ("zweiter Ansatz", beide 'Varianten').

      2) Dann stellt sich natürlich die Frage, was der konkrete Zweck und die Ausführung von Maintenance Spanking ist. Bisher schien es ja konsensfähig zu sein, dass es um das Machtgefälle, bzw. um dessen Festigung und Einübung geht.

      3) Du bringst mich mit der unterschwelligen Kritik an der o.g. Praxis - die ich für berechtigt halte - zu der Frage, ob es sinnvoll, bzw. überhaupt möglich ist, Maintenance-Spanking und Strafspankings
      (a) am selben Tage, oder (b) überhaupt in der selben Beziehung auszuüben, (c) oder auch ob beides in Verbindung mit 'Lust-Sessions' (innerhalb derselben Beziehung) möglich ist. Und wenn ja, wie.

      Odin0815 schrieb:

      Ich finde, man muss sich einmal völlig von Spanking als Strafe oder in Sessions losmachen.

      Für mich ist es schlicht eine besondere Form von, sogar sehr inniger, Zuwendung !
      Du meinst, damit es als 'Maintenance-Spanking' gelten kann!? Ja, so ähnlich, habe ich es schon öfter mal gehört oder gelesen - nicht nur hier.
      Auch hier stellt sich für mich dann eine Frage: Nämlich die, wie sehr ein Spanking in dem Falle weh tun darf, wenn es nicht um eine SM-haltige Beziehung und eben auch nicht um eine Strafe (z.B. bei DS) geht. Anders herum gefragt: Kann ein Maintenance-Spanking auch etwas für 'Vanillas' sein? Denn man kann ja auch recht lange Sessions veranstalten die eher wenig wehtun. ^^
      Und gerade in der Spanking-Fraktion gibt es ja viele die sich selbst nicht als BDSM-ler sehen (aber auch nicht als 'Vanillas'). Ob zu Recht oder zu Unrecht, sei hier offen gelassen.
      @RitterSchlag man kann definitiv ein Maintenance Spanking am gleichen Tag mit einer Strafe oder einer Lustsession abhalten. es sind ja alles drei Prozesse, die nur "funktionieren", wenn der Kopf mitspielt, also sind wir wieder bei der inneren Haltung.
      mit Sicherheit ist es sinnvoll eine deutliche zeitliche Trennung zwischen den verschiedenen Arten des Spankings zu haben.
      Bezüglich der Härte des Spankings habe ich zurück gespielt bekommen, dass es tatsächlich nicht annähernd so hart sein sollte, wie bei einer Lustsession, da es zumindest meinen Partner "rausbringt" . Der Prozess des dich fallen lassen ist meines Erachtens ein anderer.
      Die Fragestellung ob das Vanillas machen können ist glaube ich falsch gestellt, denn sind sie dann noch Vanillas?? aber die Frage ist eher muss man dafür SMler sein? und das würde ich klar verneinen.
      Moin zusammen :)

      Gestern gab es das erste Mal (abgesehen von einer Dienstreise) seit wir/ich mit dem Maintenance Spanking angefangen haben, nichts hinten drauf.
      Wir waren völlig fertig und sind nach einem sehr langen Tag und einem Abendessen to go, aus einem unserer Lieblingsrestaurants, todmüde ins Bett gefallen.

      Ich habe gefragt, "meinst Du, du kannst heute mal ohne Arschvoll ins Bett?"
      Sie hat gesagt, "ja, und ich war doch auch den ganzen Tag lieb" - ok, nicht ganz die richtige Antwort, aber wir waren ja beide müde...

      Ergebnis: Beide sehr schlecht geschlafen ! Gespräch heutemorgen im Auto, es hat ihr gefehlt ! Und mir auch !

      Bei dem Gespräch gleich nochmal etwas nachgehakt. Sie empfindet Maintenance Spanking als nicht so hart, wie bei einer Strafe (obwohl sie gern versucht es damit zu erklären). Ich würde es meinerseits aber auch nicht als Streichelei abtun, da ich schon möchte, dass sie am nächsten Tag noch etwas davon hat und sich erinnert :yes:

      @RitterSchlag Ja es tut weh und das soll es auch

      Mit der ganzen Vanilla - nicht - Vanilla Geschichte bin ich selbst, zumindest noch, überfordert als relativer Neuling. Ich bezeichne mich auch selbst gern als Vanilladom (und ich liebe das Wort Vanilla :yes: )

      LG
      Schlagt mich tod ! Erst dann könnt Ihr Euch sicher sein, dass ich's nicht wieder versuch und wirklich liegen bleib...

      RitterSchlag schrieb:

      Soweit ich weiß, gibt es in der sog. 'Christian Domestic Discipline' keine Maintenance Spankings, weil es dabei nur um Strafe geht
      Falsch, es geht beim Christian Domestic Discipline keineswegs nur um Strafe. Das Maintenance Spanking hat sogar seinen Ursprung in dieser Beziehungsform. Maintenance Spanking und Strafe werden hier klar getrennt.

      RitterSchlag schrieb:

      und es ist dann auch kein BDSM.
      In der ursprünglichen Form des Christian Domestic Discipline nicht. Inzwischen gibt es auch die
      "Progressive Domestic Discipline", die sehr wohl BDSM-Elemente beinhaltet.
      @Odin0815 das kenne ich auch. Selbst wenn wir todmüde sind oder von einem Clubbesuch kommen und mir sowieso alles weh tut, es muß trotzdem sein. Es sind einfach diese 10 Minuten nur für uns. Und die nehmen wir uns, egal wie müde oder kaputt wir ohnehin sind. Es fällt dann halt etwas sanfter aus.



      Von der Intensität her ist es bei uns nicht so hefig, wie eine SM-Session, es ist aber auch kein sanftes Streicheln. Es tut schon weh, manchmal kullert auch ein Tränchen.

      Da es bei uns keine Strafen gibt, ist es bei uns auch völlig losgelöst davon. Und mit einer SM-Session hat es auch sehr wenig zu tun, da es eine völlig andere Grundeinstellung voraussetzt. Der Lust-Faktor, der bei einer SM-Session im Vordergrund steht, fällt hier (fast) völlig aus.


      Ich denke, die innere Einstellung macht den Unterschied aus.
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -

      Shayleigh schrieb:


      Von der Intensität her ist es bei uns nicht so hefig, wie eine SM-Session, es ist aber auch kein sanftes Streicheln. Es tut schon weh, manchmal kullert auch ein Tränchen
      @Shayleigh das mit der kullernden Träne habe ich, glaub ich, schon vorher hier gelesen und es beschäftigt mich sehr.

      Schreibst Du die Träne dem Schmerz zu, oder ist es auch - oder eher das, was es bei Dir auslöst ?

      LG
      Schlagt mich tod ! Erst dann könnt Ihr Euch sicher sein, dass ich's nicht wieder versuch und wirklich liegen bleib...

      Odin0815 schrieb:

      @Shayleigh das mit der kullernden Träne habe ich, glaub ich, schon vorher hier gelesen und es beschäftigt mich sehr.

      Schreibst Du die Träne dem Schmerz zu, oder ist es auch - oder eher das, was es bei Dir auslöst ?
      Es ist, glaube ich, eine Kombination aus beidem.

      Zum einen, schmerzt es manchmal ziemlich. Aber das ist nicht so wirklich der Grund, warum die Träne kullert. In einer SM-Session steck ich in dieser Hinsicht ja viel mehr weg.


      Ich glaube, es ist eher das, was da bei mir im Kopf ausgelöst wird. Es ist seine Entscheidung, mir weh zu tun. Er entscheidet wie weit es geht, wie lange es dauert und wie heftig es wird. Ich habe mich ihm freiwillig unterworfen und er kann und darf mich schlagen, wie es ihm beliebt.


      Und wenn mir während des spankings diese Gedanken in den Kopf kommen, dann kullert schon mal ein Tränchen. Das hat dann weniger mit dem Schmerz zu tun, wobei der Schmerz dabei wahrscheinlich schon der Auslöser sein wird. Es ist aber auf keinen Fall eine negative Träne, sondern eher eine Freudenträne. Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl der Geborgenheit, der Zusammengehörigkeit, der Nähe und der Liebe.


      Wenn ich das jetzt so lese, dann klingt das ziemlich paradox. Er versohlt mir gerade nach allen Regeln der Kunst den Hintern und ich vergieße dabei Freudentränen :pillepalle: Aber genau so fühlt es sich an :pardon:


      Keine Ahnung, ob ich das jetzt halbwegs nachvollziehbar erklärt habe. Es fällt mir ist unheimlich schwer, meine Gefühle dabei in Worte zu kleiden. Ich glaube, so wirklich verstehen kann man das ohnehin erst, wenn man es am eigenen Leib erfährt.
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -