Was sind eure schönsten Rituale?

      Das mir liebste Ritual ist schon beim ersten Telefonat quasi erwachsen...
      Wir hatten Freitags geschrieben (ja, haben uns online kennengelernt) und auch abends direkt noch telefoniert. Als wir müde waren, war ich etwas traurig, dass ich auflegen musste, da meinte er: kannst ja morgen früh anrufen, sobald du wach bist.
      Nach meiner Warnung, dass ich Frühaufsteher sei, meinte er nur lachend:egal

      Also hab ich ihn am Samstag früh um 6 angerufen und das erste was er sagte war:es ist schön, deine Stimme zu hören.

      Bei diesem morgendlichen Anruf ist es seither geblieben. Ich wecke meinen Herrn telefonisch jeden Morgen um 6, wenn er nicht bei mir ist, auch wenn ich länger schlafen könnte (und ab und zu gern würde)... Er verlangt es dann nicht, aber ich möchte keinen Tag beginnen, ohne ihn morgens als erstes zu hören... :love:
      Hallo,
      bei uns sind es die Übergänge ins und aus dem Bdsm.
      Wenn ich als Sub ihr Kniend die Schmerzhafteste Peitsche übergebe und somit die Kontrolle auch über mich. Meinem Körper und meinem Geist.
      Am Ende wenn ihre Harte und schmerzbringende Hand wieder zu einem Sanftem Sinnlichem Streicheln wird.

      Wenn Sie als Sub mir Kniend die Handschellen übergibt, als Zeichen nicht fliehen zu können, egal was ich mache. Und am Ende, wenn ich sie ins Bett trage. Ins Ehegemach, wo Sie wieder meine Gleichberechtigte Frau auf Augenhöhe wird. Ich ihr trinken bringe, weil ihre Beine zu weich sind. Und sie sich wieder umsorgt fühlt.
      Lieben Gruß vom Switcher
      Bei uns hat sich ein kleines Ritual "eingeschlichen", das wir gar nicht explizit benannt oder besprochen haben: ich nehme immer erst dann das Besteck zur Hand und beginne zu essen, wenn mein Herr bereits damit angefangen hat.
      Das ist so wunderbar unauffällig, kein Außenstehender merkt etwas oder bringt es gar mit BDSM in Verbindung. Und ich schwelge diese zwei Sekunden im Submodus, wenn ich die Hände noch im Schoß liegen lasse, einen schnellen Blick auf meinen Herrn richte und er auch kurz zu mir her schaut. So innig und vertraut, ich fühle mich sehr artig und wohlerzogen, und liebe das sehr <3
      Oft sehe ich sogar dieses erste Lächeln, wenn er sich einen Bissen zum Mund führt, und ihm meine Kochkünste zusagen ^^
      - unter Männern eine Kriegerin -
      - unter Frauen eine Dame -
      - sie steht aufrecht vor all den Anderen -
      - und kniet nur vor dem Einen -
      - weil sie es will -
      - weil sie ihm gehört -
      Das Ritual ist eines, das wir auch hatten und das, von dem ich mich am schwersten trennen konnte. Ich warte eigentlich immer noch, bis mein Partner angefangen hat , zu essen. Das und das Küssen seiner Hand zum Abschied oder als Zeichen der Liebe und Wertschätzung zwischendurch.

      Aber er muss seinen eigenen Weg und hoffentlich sein D/s finden... deshalb aktuell keine Rituale, auch, wenn es schwerfällt (übrigens uns beiden).
      „Jetzt ist einfach nicht die Zeit für Partys“
      D. Kalayci, Gesundheitssenatorin Berlin

      "Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht".
      ~ Jean-Paul Sartre -
      Ein schöner Thread :love:

      Wenn wir zu Bett gehen liege ich in seinen Armen und ich lege meine Handgelenke in seine offenen Handflächen. Auch wenn er seine Hand nicht fest darum schließt fühlt es sich trotzdem ein bisschen gefesselt/gebunden an. Mehr Geborgenheit geht kaum ...

      ... Morgens muss er immer ein ordentliches Stück vor mir aus dem Haus. Wenn er fertig angezogen ist, setzt er sich immer nochmal ein paar Minuten zu mir ans Bett, zieht meinen Kopf in seinen Schoß und streichelt mich, bevor es einen Abschiedskuss gibt und er das Haus verlässt. <3
      Jeden Samstag Vormittag zwischen 10 und 11 Uhr meinen Kaffee vor seinem Trainung mit ihm am Telefon zu trinken und dabei über Gott und die Welt klönen ... das machen wir seit Jahren so :love:

      Dass ich nachdem ich mit ihm zusammen war nach 24 Stunden erst wieder duschen darf ^^
      Du siehst die Welt nicht wie sie ist, Du siehst die Welt so wie Du bist
      Na, zu diesem Beitrag wurde schon länger nichts mehr geschrieben.
      An ein Ritual in meiner zweiten partnerschaftlichen BDSM-Beziehung erinnere ich mich immer gerne:

      Durch meine Arbeit hatten wir nur alle vier Wochen das komplette Wochenende für uns alleine. Diese besonderen Wochenenden leitete ich am Freitag Abend mit einer wertschätzenden Geste, meiner Sub gegenüber, ein. Während ich das Badewasser einlafen lies, entkleidete ich meine Sub und rasierte sie meist noch einmal glatt. Dann mußte sie sich auf allen Vieren in die Badewanne knien und ich wusch und schrubbte intensiv ihren ganzen Körper. Danach trocknete ich sie ab und cremte sie mit Bodylotion ein, bevor sie von mir die Hand- und Fußmanschetten, sowie das Halsband angelegt bekam und ins Wohnzimmer geführt wurde. Danach ging es dann immer unterschiedlich weiter.

      Bei einer reinen Spielbeziehung, es war eine Ausbildung/Erziehung, begann jede Session mit folgendem Ritual:
      Wenn ich die Wohnung der Debütantin betrat, stand sie nackt (mit gespreizten Beinen und hinterm Kopf verschränkten Händen) vor mir und mußte erst einmal eine Musterung und Untersuchung ihres Körpers und sämtlicher Körperöffnungen über sich ergehen lassen.
      Je nach dem wie zufrieden ich dann war ging es weiter.
      Ok, das ist jetzt bestimmt nicht die originellste Behandlung, aber sie war immer recht angespannt und ängstlich dabei. Sie war auch eine sehr schüchterne, unerfahrene und relativ junge Sub.

      Es gibt auch noch andere Rituale welche ich gerne habe. Diese hingen immer von der Sub und oft von bestimmten Situationen ab.
      Ich habe seine Begrüßung/Verabschiedung geliebt. Vom ersten bis zum letzten Tag. Er hat meinen Zopf gehalten, mein Gesicht an seine Brust gehalten und ich konnte seinen Herzschlag spüren/hören. Und an ihm schnuppern.

      Und die Art wie er mich, fast immer, zum Lächeln brachte. Eine ganz bestimmte Berührung.

      Neue Rituale haben sich bisher noch nicht verfestigt. Aber leiden wohnen mein Spielpartner und ich auch weit auseinander.
      Jeden Abend, sobald die Kinder im Bett liegen und die Zeit für uns zu zweit anfängt, frage ich meinen Ehedom was er gerne trinken möchte. Hole und serviere ihm das gewünschte Getränk und massiere ihm danach seine Füße. So kann er sich von seinem oft stressigen Arbeitstag ein wenig erholen und anschließend entspannt in den, wie auch immer gearteten, Abend starten.
      Wir haben einige Rituale. Ein Ritual mag ich besonders gerne - vielleicht, weil es nichtsexueller Natur ist.

      Abends vor dem Schlafen ‚malt er mein Gesicht‘ ( so nennt er das) :) .

      Dazu schiebt er die Leine an seinem Arm hoch, sodass er beide Hände frei hat, öffnet eine Hand und ich darf mein Gesicht in diese Hand legen. Habe ich meinen Platz gefunden, fährt er mit der freien Hand vorsichtig, fast andächtig meine Gesichtszüge nach. Zum Schluss küsst er meine Augen und mein Gesicht.
      Das ist so innig, dass es mich sogar berührt, wenn ich jetzt darüber schreibe :love: .

      Bis dahin war es aber ein weiter Weg. Ich konnte diese Nähe anfangs gar nicht gut zulassen - ich hatte immer das Gefühl, rückwärts ausbrechen oder vorwärts angreifen zu müssen; am liebsten hätte ich ihn gebissen und das habe ich auch ein paar Mal versucht ^^ (was nicht so gut für mich gelaufen ist X/ ).

      Aber er verhinderte das stets und legte mich wortwörtlich an die kurze Leine. Während ich dabei zunächst innerlich das Gefühl hatte zu explodieren, war er immer sehr liebevoll und ruhig, manchmal summte er dabei sogar - so glücklich machte ihn das :D . Und sein Glücksgefühl schwappte immer stärker auf mich über.
      Mit der Zeit wurde es immer schöner für mich - heute kann ich es sehr genießen und freue mich auf seine Aufmerksamkeit mir gegenüber.

      Dieses Ritual hat die Zeit bisher überdauert und erinnert mich immer daran, dass er mir tiefes Fühlen gezeigt und innige Liebe gelehrt hat <3 .
      „Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst.
      So tiefen Grund hat sie.“

      Heraklit