Umgang mit (einmaligem bzw. wiederholtem) Tabubruch?

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      Liebe @felis88kein Vorwurf an Dich.... Du hattest mit Sicherheit viele Gefühle für Ihn sonst hättest Du längst vorher die Flucht ergriffen.In meinen Augen gibt es Tabus und es gibt Tabus. Einige entstehen aus Unwissenheit etwas bestimmtes weder ausprobiert noch erlebt zu haben die anderen sind Tabus über die man nicht diskutieren braucht weil Sie fest verankert sind...Punkt.
      Welche was ist eine Sache der gemeinsamen Ansprache...und die fehlte deffinitiv bei Euch.
      ER hat sein Ding durch gezogen und das geht gar nicht!! Der Fehler ist nicht bei Dir zu suchen.
      Im BDSM gibt es eine Begriff den jeder Dom in sich tragen sollte... VERANTWORTUNG
      Dafür schenkst Du Ihn Dein Vertrauen. .. wenn seine Verantwortung aber nicht umgesetzt wird warum solltest Du diesen Menschen weiter vertrauen?
      Man kann im Nachhinein vieles sagen hättest Du mal usw.... zu Spät!
      Anzeigen hätte man es umgehend, und da gibt es auch wieder Schwierigkeiten wie so oft von gentledom erwähnt. ..der BDSM Kontext.
      Die Narben bleiben. .. jeder Mensch trägt im Leben seine Narben...aus Erinnerungen und Erlebnissen, Du wirst auch mit diesen Leben und klar kommen müssen (viele sagen jetzt einfach gesagt...)
      Aber DU hast daraus etwas gelernt. .. die Notbremse schneller zu ziehen... damit Du nicht wieder an jemandem geraten wirst der nur sich selber sieht!
      BDSM lebt man zu zweit aus Nie alleine.... sonst hat eine Beziehung NIE eine Zukunft.
      Gefühle hin oder her....
      Dir wünsche ich auf jeden Fall alles Gute und einen schnellen Griff in Zukunft zur Handbremse weil Du bist auch ein Mensch und keine Marionette.
      Wenn Menschen mehr miteinander reden würden, würde es einige Probleme nicht geben.. :huggy:
      Hallo Fellis88,

      ich finde auch, du solltest dich Mal mit einer psychologisch geschulten Person unterhalten. Muss ja keine Therapie draus werden. In welcher Region wohnst du? Ich weiß, dass die AWO in Essen ( Lore-Agnes-Haus) eine sehr gute Anlaufstelle für solche Fragen ist. Vielleicht hast du auch sowas in der Nähe? Oder ich frage nach, ob du dich per Mail melden kannst? Denke Mal drüber nach, würde dich da gerne unterstützen.
      Wenn ja,bitte PN.

      Und ansonsten fühl dich unbekannterweise gedrückt. So darf niemand mit dir umgehen. Punkt.
      Seit wann sind wir denn eigentlich wieder so vorschnell mit dem Urteilen? Hatten wir nicht erst gerade vor ca. einem Jahr die Diskussion, dass man sich erst ein detailliertes Bild von der Situation machen können müsste, um so selbstbewußt zu beurteilen, was "geht" und was "gar nicht geht".

      Ich bin mit Sicherheit der Letzte, der einen Tabubruch verteidigt, aber ich denke, so wie viele Antworten mit dem Thema umgehen, hilft es der TE wenig.

      Es ist ja hier, ausgehend vom EP, nicht die Frage, ob sie die Beziehung beenden soll. Das ist ja nun schon längst erledigt. Auch die Frage, ob man da in der Vergangenheit was besser machen könnte, stellt sich nicht.

      Die Frage, so wie ich sie verstehe, zielt eher darauf ab, wie sich die TE vor Ähnlichem künftig schützen kann. Und die ist so einfach nicht zu beantworten. Denn man weiß aus den bisherigen Schilderungen weder, was für eine konkrete Art der Spielbeziehung das war, noch wie die TE in so einer Situation "natürlich" reagiert.

      Es wird sicher viele Menschen geben, für die es einen besonderen Reiz darstellt, an Tabus zu "arbeiten", da schließe ich mich selbst absolut ein. Dass gerade in diesem Bereich besondere Vorsicht geboten ist, ist klar. Ebenso aber auch, dass gerade nach einem Beziehungsende gerade diese "Arbeiten" in der Emotion nachträglich als ein Tabubruch wahrgenommen werden, obwohl sich das währenddessen nicht so angefühlt hat. Und das kann ein Grund und eine gute Erklärung dafür sein, warum die Beziehung eben nicht sofort beendet wurde.

      Wir kennen die Sicht von damals nicht, wir kennen nur die Sicht von danach!

      Damit die TE diese Erfahrungen für sich in einer neuen Beziehung nutzbar machen kann, müsste sie sich wohl fragen: wie war das damals? Wie hat sich das damals angefühlt, VOR dem Beziehungsende?

      Wenn die TE da jemand ist (was ja grundsätzlich nicht schlecht ist), der sich von der Situation mitreißen läßt, aber sicherstellen will, dass genau das künftig nicht passiert, müsste sie wohl genau das bei einem zukünftigen Partner ansprechen und sicherstellen, dass er dafür ein Konzept hat. Und sei es notfalls nur, dieses Arbeiten an Tabus zu lassen. Wobei ich mir das im DS-Bereich viel schwieriger vorstelle, als im reinen SM-Bereich...
      Wer lächelt, statt zu toben, ist immer der Stärkere. Laotse
      Tabus werden ganz zum Anfang einer Beziehung festgelegt, dann haben beide Partner die Möglichkeit diese zu akzeptieren oder zu sagen das sind mir zu viele oder es grenzt mich zu sehr ein. Werden die Tabus allerdings akzeptiert, dann stehen sie!
      Gerade als passiver Part muss ich mich darauf verlassen können, dass sich mein Gegenüber daran hält.
      Da habe ich die Erwartung das ihm meine Tabus so wichtig sind das er sie nicht vergisst oder versehentlich übertritt.
      Sicher hat der dominante Part auch die Möglichkeit daran zu arbeiten das Tabus fallen, wie @Phylax schreibt, aber nicht einfach in dem er einfach macht. Passiert das dann wie hier, noch in einem Zusammenhang mit einer Strafe, ist es imho im Bereich von Beherrschung verloren.

      Wobei natürlich auch immer "Unfälle" passieren können.
      Eine andere Sache ist, das Tabus auch klar als solche definiert werden müssen. Es muss dem dominanten Part klar sein das es nicht nur eine Grenze ist. Da hilft wie immer Kommunikation.
      Wenn dann wirklich etwas nicht richtig läuft, kann, wenn vorhanden, das Safeword verwendet werden. Im Nachhinein hilft dann reden reden reden...

      Sich kommt es dann darauf an, warum und aus welchen Gründen es zum Tabubruch kam.
      Wenn du jemanden verstehen möchtest,
      höre nicht auf seine Worte
      sondern beobachte sein Verhalten.
      Klar kennen wir die Sichtweise des Doms nicht. Und neutrale Ansichten sind sicherlich von Vorteil. Aber es war Feli88 die sich hilfesuchend an dieses Forum gewandt hat. Das ist für mich der wichtigste Aspekt bei meinen Äußerungen. Und deshalb gilt ihr mein Zuspruch.
      @Mathilda71, alles gut. :blumen: . Zuspruch ist sowieso nie verkehrt. Aber:

      Mathilda71 schrieb:


      Aber es war Feli88 die sich hilfesuchend an dieses Forum gewandt hat.

      Genau das ist der Punkt, auf den ich hinweisen wollte.

      Lies mal den EP genau durch. Danach hat sich die TE eben nicht "hilfesuchend" an das Forum gewandt!

      Konkret wollte sie Meinungen hören zu dem, was sie beschäftigt. Und das finde ich einen extrem guten und vernünftigen Zugang. Schon aus dem EP ist klar zu erkennen, dass die Sache schon eine Weile her ist und sie aktuell nicht im Gefahr ist und nicht in irgendeiner Weise gerettet werden muss.

      Deshalb zeigen die vielen "wie kann man nur..." Beiträge hier zwar jenes riesige Level von Empathie, dass ich an diesem Forum hier und vielen seiner Mitglieder so unglaublich schätze, aber - wir ich im vorigen Post schon sagte: ich glaube, dass das der TE nicht weiter hilft.

      Deswegen wollte ich den Fokus ein wenig darauf lenken, dass sie (kann nur sie für sich selbst und niemand von außen) sich überlegt, wie sie es damals empfunden hat und ob da nach dem Beziehungsende ein Wahrnehmungswechsel eingetreten ist. Und das halte ich tatsächlich für sehr wichtig, weil ich so etwas selbst schon unzählige Male erlebt habe, dass jemand etwas in der Situation anders sieht als danach.
      Und deswegen nochmal der Hinweis, den ich für unglaublich wichtig halte: wirklich für die Zukunft lernen kann die TE aus der Sache nur dann, wenn sie ihre DAMALIGEN Gefühle reflektiert, ohne die Sicht, quasi wie "von außen", die sie jetzt hat.

      Denn um zu vermeiden, dass ihr Ähnliches nochmal passiert (und darum geht es, denke ich, ja), muss sie IN der Beziehung darauf reagieren können und nicht erst wieder rückwirkend danach.

      Deshalb ist die Fragestellung, ob sie nach dem ersten Tabubruch gehen hätte sollen, eben so schwierig zu beantworten. Denn die Frage ist ja, wann ihr überhaupt klar geworden ist, dass es für sie einer war...

      Wir dürfen uns ja nicht der Illusion hingeben, dass in solchen Beziehungen sich ein wenig empathiebegabter Dom mir Worten vorstellt wie: "Hallo, ich bin ein Arsch, der nicht das Geringste auf Deine Gefühle oder Tabus gibt, komm lass uns spielen!".

      Wenngleich diese Ansprache sicher mal einen lustigen Versuch wert wäre, sollten wir nicht vergessen, dass auch die meisten Ärsche da draußen anfangs charmant sein können und die Warnung vor fehlender Empathie nicht wie ein grosses Warnschild um den Hals tragen.

      Und dann kann es eben schon mal passieren, dass man gar nicht so mitbekommt, wie Tabus "schmelzen" und sich dann erst im Nachhinein fragt: wie konnte ich das mit mir machen lassen.

      Das ist ja eben die ganz grosse Kunst (die wirklich viel Empathie braucht), an Tabus so zu arbeiten, dass der Partner/die Partnerin nicht "überrumpelt" wird. Den sanften Druck, den es braucht, auszuüben, ohne zu manipulieren. Sicherzustellen, dass der notwendige Gleichklang vorhanden ist, auch wenn man Zwang anwendet...

      Und genau das stelle ich mir von Subseite noch viel schwieriger vor. Ich kann als Dom ja in mich hineinhören, kann versuchen, mit allen erdenklichen Mitteln sicherzustellen, dass ich das oben Gesagte berücksichtige. Aber wie soll das jemand "von außen", auch gerade die eigene Partnerin sehen?

      Da braucht es extrem viel Vertrauen. Und so verstehe ich eben die Frage im EP. Ist der Umstand, dass ein Tabu gebrochen wird, ein geeignetes Kriterium, um festzumachen, dass man es hier mit einem oben dargestellten empathielosen Arsch zu tun hat? Und da ist meine subjektive Meinung ein ganz klares Nein. Und da kam mir eben von zu vielen hier ein etwas zu vorschnelles ja, als dass ich dazu hier hätte schweigen wollen.
      Wer lächelt, statt zu toben, ist immer der Stärkere. Laotse
      @LiebeAlle,
      ich hätte nicht mit dieser Resonanz auf meinen Thread gerechnet und möchte mich an dieser Stelle doch nochmal einklinken.

      Ich habe den Beitrag von @Phylax gelikt, viele andere hingegen nicht. Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin dankbar für jede Meinungsäußerung und das viele Mitgefühl, das Ihr mir entgegengebracht habt.

      Phylax hat für mich aber den Nagel auf den Kopf getroffen, als er mein Anliegen nochmal deutlicher dargestellt hat. Wenn ich es mal salopp ausdrücken darf: Den Thread habe ich nicht in der Absicht erstellt, hier den Ar... gepudert zu bekommen. Sondern ich hoffte (und das ist auch eingetreten), Einblick in die Meinungen/Haltungen verschiedener User/innen zu bekommen, um mit Hilfe dieser Ansätze meinen eigenen Weg zu finden und in Zukunft vergleichbaren Herausforderungen weniger hilflos begegnen zu müssen.

      Ein dickes Dankeschön :)
      @felis88 auf die Gefahr hin jemand anderen zu wiederholen aber mir blieb deine Frage im Kopf hängen.
      Siehst du das zu eng?
      Nein. Wenn für dich etwas nicht geht dann geht es nicht und dahinter sollte man einfach nur nen Punkt setzen. Ich habe mich aus solchen Gründen von meiner ersten Spielbeziehung getrennt. Er mag ein netter Kerl sein, aber er hat nun mal Dinge getan die für mich ganz subjektiv nicht ok waren. Ich werfe ihm das nicht mal vor und er kann es gerne weiterhin tun, nur eben nicht mit mir sondern mit jemandem, der damit einverstanden ist.
      Was ich damit sagen will: In der Gesellschaft wird einem häufig gesagt man soll nicht überreagieren und sich "endlich mal entspannen". Aber ob du überreagierst entscheidest du allein, vielleicht ist auch einfach deine Frustrationstoleranz nicht so groß wie bei anderen und das ist dann auch ok so. Kein Grund für andere sowas nicht zu akzeptieren nur weil sie selbst mehr aushalten.
      Wer mit mir friedlich diskutieren will, kann sich ab sofort die Gebrauchsanweisung in meinem Profil durchlesen.