Phobien, Ängste und co

      Phobien, Ängste und co

      Hallo zusammen,

      Ich schlage mal ein etwas anderes Thema auf, ziemlich OT, aber es beschäftigt mich in letzter Zeit sehr und ich wüsste nicht wo ich das sonst diskutieren wollen würde. :pardon:

      Bisher war ich immer ziemlich stolz darauf keine größeren Ängste zu haben. Ich habe z.B. keine Angst vor Spinnen, oder sonstigen Tieren, keine vorm Dunkeln, vor Prüfungen, dem Allein sein etc.

      Ich hatte vor kurzem jedoch einen Albtraum, purer Horror um genau zu sein ... und mit ihm kam eine witzige Erkenntnis: ich und angstfrei? Wohl eher nicht :D

      Aus irgendeinem Grund befand ich mich in meinem Traum irgendwo im Dunkeln in einer Höhle. Dort war es so eng, dass ich nur auf allen vieren kriechen konnte und teilweise sogar über den Boden robben musste. Kein Licht am Ende, keine Möglichkeit zu wenden. Dann irgendwann bin ich stecken geblieben. Ich habe das quetschen und den Druck an der Schulter wirklich gespürt, ich konnte kaum atmen. Anders als sonst bin ich nicht aufgewacht, ich kam nicht vorwärts, nicht rückwärts und war eingeschlossen in massivem Fels.

      Tja, mein Hirn hat also meinen wortwörtlich schlimmsten Albtraum produziert :)

      Und nun, da ich immer alles reflektierten muss sind mir Parallelen zu weiteren Dingen aufgefallen:

      - ich fühle mich schnell bedrängt/eingeengt
      - ich hasse Menschenmengen
      - ich hasse Gedränge und versehentliches berühren (selbst in Bus und Bahn)
      - ich fahre ungern Aufzug

      Das passt für mich alles relativ gut zusammen.

      Habt ihr Ängste oder Horrorszenarien? Wie geht ihr damit um? Habt ihr eure Ängste irgendwie überwunden? Denn gerade das bedrängt bzw. eingeengt fühlen schränkt mich zwischenmenschlich oftmals ziemlich ein. Und das Gefühl verwundbar zu sein macht mich verrückt ...

      LG Esmeralda

      Esmeralda schrieb:

      Und das Gefühl verwundbar zu sein macht mich verrückt ...
      nun...verwundbar sind wir wohl alle irgendwo........da bist Du ganz sicher nicht allein.

      Ich mag Menschenansammlungen und Gedränge auch überhaupt nicht.......versehentliches Berühren kann ich ertragen in einem gewissen Maße.

      Aus meiner Erfahrung heraus macht ganz viel die Körperhaltung......
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Spinnen, Platzangst, Höhenangst, Clowns mag ich auch gar nicht.

      Und die von dir genannte Angst oder Unbehagen vor Menschenmengen, das hatte ich auch schon immer. Aber letzte Woche war es das erste Mal, dass ich aus einem Wartezimmer beim Arzt rausgehen musste, weil sich mein Hals zugeschnürt hat..

      Ich brauche auch immer einen Mindestabstand zu Leuten, die ich nicht näher kenne. Freunde oder Bekannte umarme ich gern.

      Wie man die Ängste bekämpfen kann? Keine Ahnung :( Therapie, Hypnose...

      Wenn es eine Vorstellung ist, die in mir ein Grauen auslöst, habe ich es mittlerweile sehr gut drauf, auf einen schönen Gedanken umzulenken und mich ganz stark darauf zu konzentrieren.
      Liebe Grüße,
      Valkyrie

      Ich muss unbedingt noch... Oh toll, ein Schmetterling :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Valkyrie ()

      Jeder Mensch hat bestimmt Ängste, aber jeder geht damit anders um.


      Ich habe wie viele andere auch Angst vor Spinnen. Vor allen auch die ganz Kleinen. :(

      Ich habe auch Ängste die kommen, sind eine Zeit lang da und sind irgendwann dann auch wieder weg. :)

      Bei den Spinnen gibt es ganz, ganz viele liebe Menschen, die mich retten. :D (notfalls hilft auch der Staubsauger. Ich weis ist nicht schön für die Tiere, aber kommt auch nur ganz, ganz, ganz seltend vor.)

      Meine größte Angst ist das MRT.
      Da muss ich ein bis zwei Mal im Jahr rein. ;( ;( ;(

      Wegen des MRT habe ich eine Platzangst entwickelt, die sich jetzt auch auf andere Bereichen ausgeweitet hat.

      Wie ich damit umgehe, beim MRT gar nicht, bekomme da immer Dormicum oder so was ähnliches gespritzt, da bin ich wirklich abgeschossen, merke damit gar nichts. Weder das Reinfahren noch das Rausfahren aus dem MRT.

      Bei den entwickelten Platzängsten, mache ich oder tue ich nur, was ich mir wirklich zutraue.
      Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen. Aristoteles

      Esmeralda schrieb:

      Habt ihr Ängste oder Horrorszenarien?

      Oh, Menschenansammlungen und Gedränge kann ich auch nicht leiden. Da werde ich mitunter sogar ziemlich aggressiv. EIne Phobie ist das aber nicht, sondern ich mag es einfach nicht.

      Ich habe eine Sozialphobie, was auch bedeutet, ich hasse es, an Menschen vorbei zu laufen, die in meine RIchtung schauen.
      Ich habe Angst davor, bei Menschen anzurufen, die ich nicht oder kaum kenne.
      Angst vor diversen Prüfungen und vor allem auch Vorträgen.
      Angst vor Ablehnung, vor dem Verlassenwerden, etc pp.
      Angst vor der Dunkelheit (ist "super", wenn man auf dem Dorf wohnt und abends/nachts noch mal mit de Hund raus muss)
      Und sicher noch einiges andere.

      Esmeralda schrieb:

      Wie geht ihr damit um? Habt ihr eure Ängste irgendwie überwunden?

      Mir hat es geholfen, meine Ängste erst mal zu akpeptieren, sich nicht dafür zu schämen. Und zwar aus ganzem Herzen. Kein Mensch ist "perfekt", jeder hat so seine Fehler und Schwächen. Und Änsgte gehören zum normalen Gefühls-Spektrum und dadurch zum Leben dazu. Sie sind ein Teil von uns und das ist OK. Und ganz ehrlich, so ganz ohne Ängste stell ich mir das Leben auch langweilig vor :D

      Trotzdem sind Ängste und Phobien natürlich etwas, das nicht zur Persönlichkeit gehört. RIchtige Phobien sind Krankheiten, Störungen und die sind behandelbar. Also, auch wenn man sie akzeptiert, heißt das nicht, dass man nicht daran arbeiten kann. Ich möchte mich jedenfalls nicht von meinen Ängsten beherrschen und einengen lassen.

      Inzwischen sehe ich diverse Ängste als Herausforderung, denen ich mich stellen kann. Ich mache eine Art Spiel draus. Ich lebe für starke Emotionen und intensive Erlebnisse. Und Angst ist ein ganz gewaltiges Gefühl. Und ich habe mich selten besser gefühlt als in solchen Momenten, in denen ich Ängste überwunden habe. Inzwischen hab ich teilweise richtig Lust darauf, mich meinen Ängsten zu stellen. Im BDSM gehört es für viele dazu, Grenzen zu erweitern und auch mal zu überschreiten. Wieso also nicht auch in anderen Bereichen?


      Meine Angst vor Dunkelheit habe ich fast von heute auf morgen überwunden. Ich trau dem Braten zwar immer noch nicht ganz, aber ich habe nun schon seit einigen Monaten höchstens ein leicht mulmiges Gefühl, aber keine richtige Angst mehr.

      Und wenn ich mal irgendwo Angst habe, kann ich diese Angst oft (natürlich auch nicht immer) in ein positives Gefühl wandeln, in dem ich es als Teil des Lebens, als intensives Gefühl und als Herausforderung sehe. Andere gehen zum Bungee-Jumping oder in ne Geisterbahn, um nen Adrenalin-Kick zu kriegen. Ich krieg den ganz umsonst und praktischisch jederzeit, indem ich mich "einfach" meinen Ängsten stelle :P
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)
      Phobien: Für mich gibt es eigentlich nur einen richtigen Horror und das sind Spinnen ... ich kann da nicht mit um, ich bekomme eine regelrechte Panikattacke wenn ich eine sehe. Nicht einmal Bilder von Spinnen kann ich mir ansehen. Ist wirklich schlimm

      Ängste: Vor der momentanen weltweiten Entwicklung und dass mein Herr einmal nicht mehr für mich da sein könnnte
      Du siehst die Welt nicht wie sie ist, Du siehst die Welt so wie Du bist
      Ich habe absolute Höhenangst. Dies geht so weit, dass ich nicht mal Flugzeug fliegen kann. Ist verdammt ungünstig, in der Kombination, weil meine Frau Autobahnfahrten hasst. Gemeinsame Reisen bei uns sind sehr schwierig.

      Aber, ich zwinge mich mittlerweile, mich der Angst zu stellen und suche regelmäßig hohe Positionen auf und bleibe dort, bis der Schwindel vergeht. Ob das bei Flugzeugen hilft, weiß ich nicht. Aber lieber einen Schritt nach dem anderen.
      - Rede MIT mir, nicht ÜBER mich -
      Hallo allerseits,

      dann reihe ich mich auch in der Reihe der Phobisten ein :D
      Ich leide an Höhenangst, extreme Höhenangst... :D
      Ich komme zuhause nicht einmal auf einen Hocker hoch, um die Vorhänge abzuhängen, wenn die gewaschen werden müssen.
      Einmal im Urlaub: Da war über einen Teich - vielleicht gerade mal 0,5m tief - eine Hängebrücke gespannt, die am tiefsten Punkt bestimmt so an die 1-1,5m über das Wasser hing. Nun, man hatte die Wahl: Über die Hängebrücke zu laufen oder aber um den Teich herum. Da es doch so ein kitzekleiner Teich und keine Schlucht war, dachte ich, das würde ich doch noch packen, und man lief auch alleine drüber, also keine zusätzliche Schwankungen... Nun, mit Ach und Krach bis zur Mitte geschafft, danach war es aus: Weder zurück noch vor, nichts mehr ging. Knien fingen an zu zittern, ich hielt mich links und rechts an den Seilen krampfhaft fest.. und blockierte die Hängebrücke :pardon:
      Nichts half, kein "Komm, nur einen Schritt.", kein "Das ist nicht hoch, da passiert nichts."... Ich spürte nur, wie meine Beine weicher werden und ich drohte umzukippen :D Und dann setzte sich ein Bekannter, der auch noch wartete, den Teich zu überqueren, in Bewegung um mit mir zusammen die andere Hälfte zu laufen... Ohmeingott... HORROR!! Die ganze Brücke bewegte sich, ich traute mich nicht einmal zu schreien, um nicht "schwerer" zu werden durch das Lufteinantmen :pillepalle: sondern japste nur kleinlaut "Hilfe..." ;( Nun denn, er kam zu mir, legte einen Arm um mich und so langsam, langsam schaffte ich bzw. wir es, am anderen Ende anzukommen.
      Also - nie mehr Hängebrücken! Auch nicht so kleine Dinger!

      Und genauso doof ergeht es mir auf Aussichtsplattformen, die unten ein Gitter haben, durch das man hinunter gucken kann. Da laufe ich in Island beim Skógafoss 432 Treppen hoch um oben angekommen zu merken, da ist eine Gitterplattform, also Aussicht nur aus entsprechenden Abstand zu genießen :pardon: (s. Bild)
      Oder - wer schon da war, weiß wovon ich rede - der Glasboden in der Tower Bridge! Als ob der Glasboden nicht schon horrormäßig genug ist, da hat man die tolle Idee gehabt, die ganze Decke mit Spiegeln zu versehen. Also willst du nicht nach unten schauen, um doch noch durchlaufen zu können, und wendest deine Augen nach oben - erwartet dich dort die Fortsetzung des Horrors :S Was für ein seltsames Gefühl über deinen Kopf zu sehen, wie die Autos unter deinen Füßen fahren... Ich dachte, mein Magen würde gleich rebellieren, habe es aber gut überstanden ;(

      Und was auch immer ich diesbezüglich versucht habe, um es mehr oder weniger in den Griff zu kriegen - es hat nicht geklappt. Das einzige, was ich machen kann, ist eben solche Situationen zu vermeiden - sofern ich darüber im Vorfeld Bescheid weiß. Ansonsten... :rot: :pardon:

      Viele Grüße
      Soultouch
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      "Ich denke an Dich, an meine Markierungen, mein Dienen, mein Ausgeliefertsein - alles geführt von Dir, meiner wundervollen Rubensherrin, die jede Hemmung verliert, sich ausleben kann, es genießt und sich von ihrem Eigentum nimmt, was sie will - und das alles aus einer unendlich großen gemeinsamen Liebe zueinander...in der sich die Grenzen ständig verschieben und Tabus verschwinden..."
      Jetzt wird' s paradox... X/ ich leide ebenfalls unter Höhenangst, fahre aber für mein Leben gern Achterbahn (auch gerne im Dunkeln mit Loopings 8o :D )
      Wobei... mich auf so eine Gitterplattfom oder Glasboden zu stellen, :monster: (@Soultouch :empathy: )
      Große Menschenmassen sind auch nicht so meins :/ wobei mich dabei die Geräuschkulisse nahezu in den Wahnsinn treibt.

      Was noch ganz schlimm ist.... U-Bahn fahren <X eine völlig unbegründete Angst. In 2 Großstätten habe ich mich dieser Angst kurzfristig auch schon stellen können (ganz herzlichen Dank @Emilia und @Cobra13 :love: ) Bei dieser Gelegenheit kam mein Herr auch in den Genuss von Spuren ;) :D (weil ich mich in seinen Arm gekrallt habe 8) )
      In einer deutschen Großstadt werden z. B. U-Bahn-Cabrio-Fahrten angeboten. Bin sehr geneigt, dies zusammen mit meinem Herrn (auch gerne mit Handschuhen :D , um mir ein Festkrallen zu erschweren) zu versuchen.

      Weil es mir ein Bedürfnis ist, gerade diese Angst zu überwinden.
      Das Leben ist ein Abenteuer.
      Lebe, fühle, liebe, spiele.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kat1384 ()

      Ich habe sehr große Angst vor Insekten, am meisten aber vor Spinnen.

      Wissenschaftler behaupten ja, dass unsere Angst aus der Zeit kommt, wo wir alle noch in einen Gebiet gelebt haben wo Spinnen giftig sind. Für mich persönlich liegt der Horror aber darin, dass sie einen so fragilen Körper und lange Beine haben :fie: Weberknechte sind daher mein größter Albtraum.
      (Bin im Moment auch ganz arm, weil sich eine Spinne bei mir vor einer der Fenster sehr wohlfühlt. Sie kommt immer raus wenn es dunkel ist. Die ist auch ziemlich eklig.)

      Ansonsten habe ich vor ziemlich vielen Sachen Angst.
      Meine Ängste sind auch diese ganz "normalen" wie zum Beispiel Spinnenphobie, wobei es mir da genauso ergeht wie @Dalina. Ich kann keine Spinne in meiner Nähe wissen ohne sofort zu zittern und Übelkeit zu bekommen. Genauso sind auch Bilder unmöglich zum anschauen. Diese Viecher hasse ich einfach abnormal und habe Angst vor ihnen. Allein schon der Gedanke, wie ihre langen, dünnen Beine meine Haut berühren, bereitet mit ein Unwohlsein zu.

      Mit der Höhenangst ist es genauso Paradox wie bei @Kat1384 . Achterbahn: Ja gerne! Aber gläserne Fahrstühle oder ähnliches: niemals!
      Ich habe mich versucht der Angst zu stellen, wahrscheinlich habe ich einen zu großen Schritt gewagt, und bin bei einem Kletterpark von einem wackelndem 11m Baumstamm gesprungen. Natürlich war ich gesichert, aber ich brauchte über 30min bis ich mich getraut habe zu springen. Unten angekommen habe ich mir auch gesagt, dass ich so etwas nie wieder machen werde :D

      Weitere Ängste sind tatsächlich auch Menschenmassen. Da bekomme ich sehr schnell Panik. Seltsamerweise aber auch nur in Einkaufsläden oder allgemein kleineren Räumen. Auf Festivals und bei Feiern stört es mich nicht.

      Zu guter letzt (man bin ich Ängstlich): Ich habe verdammt große Angst vor der Zukunft. Was die Erderwärmung noch anstellen wird, wie es mit dem Terror weitergeht, wie lange es noch dauert bis die Roboter zu schlau für uns werden etc. pp. Also die Zukunft ist wirklich eine Sache, über die ich sehr ungerne nachdenke.

      Esmeralda schrieb:

      Also an die Spinnenphobisten hier, ich schaff euch gegen eine Tasse Kaffee alle Tierchen aus dem Haus! :D
      @Esmeralda Dafür hättest du ein Leben lang immer wieder eine Tasse Kaffee bei mir gut :blumen: :D


      Muss noch dazuschreiben, dass ich bei arger Höhe auch Angst habe ... das weiß ich aber erst, seitdem ich in Kambodscha die bröckelnde Treppe eines urlaten Tempels hoch bin und Todesangst hatte, da wieder runterzusteigen ... es war ein Desaster, ich hab sogar geheult dort oben :rot:

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      kleine_sub schrieb:

      Meine Ängste sind auch diese ganz "normalen" wie zum Beispiel Spinnenphobie, wobei es mir da genauso ergeht wie @Dalina. Ich kann keine Spinne in meiner Nähe wissen ohne sofort zu zittern und Übelkeit zu bekommen. Genauso sind auch Bilder unmöglich zum anschauen. Diese Viecher hasse ich einfach abnormal und habe Angst vor ihnen. Allein schon der Gedanke, wie ihre langen, dünnen Beine meine Haut berühren, bereitet mit ein Unwohlsein zu.
      @kleine_sub Wie du mir aus der Seele sprichst ... es ist nicht einmal so sehr die Angst, eher ein unbeschreiblicher Ekel :monster:
      Du siehst die Welt nicht wie sie ist, Du siehst die Welt so wie Du bist

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Dalina ()

      Soultouch schrieb:

      Ich leide an Höhenangst, extreme Höhenangst...
      Ich hab da ein ganz komisches Verhalten. Ich habe eigentlich keine Höhenangst und durchsichtige Plattformen oder soetwas machen mir überhaupt keine Schwierigkeiten. Ich kann mich an einen Abgrund stellen und runtergucken, macht mir garnichts. Was dann aber garnicht geht: Mich rumdrehen, so dass ich nicht mehr sehen kann, WO es runtergeht, obwohl ich weiss, DAS es runtergeht oder auch nur die Augen zumachen. In dem Moment krieg ich urplötzlich reine Panik. Keine Ahnung, woher das kommt :pardon:

      NoPain_NoGain schrieb:

      Ich würde sagen, dass ich eine ganz leichte Form der Emetophobie habe (Angst vor dem Erbrechen).
      :yes: Hab ich auch, aber ne schwere und nur, wenn ich Rosenkohl rieche ;)
      Seitdem ich perfekt bin, hält sich meine Arroganz in Grenzen!

      Annimax schrieb:

      Hab ich auch, aber ne schwere und nur, wenn ich Rosenkohl rieche
      Mein Leidensdruck ist zwar nicht so hoch wie bei vielen anderen, dennoch finde ich es nicht angebracht sich über die Ängste anderer lustig zu machen. Kann sein, dass ich es in den falschen Hals bekommen hab, aber ich fand den Kommentar unangebracht.
      Now I'm free, free falling

      NoPain_NoGain schrieb:

      Annimax schrieb:

      Hab ich auch, aber ne schwere und nur, wenn ich Rosenkohl rieche
      Mein Leidensdruck ist zwar nicht so hoch wie bei vielen anderen, dennoch finde ich es nicht angebracht sich über die Ängste anderer lustig zu machen. Kann sein, dass ich es in den falschen Hals bekommen hab, aber ich fand den Kommentar unangebracht.
      Dann entschuldige ich mich :yes:
      Seitdem ich perfekt bin, hält sich meine Arroganz in Grenzen!
      Ich reihe mich bei den Flugängsten ( Angst ist noch human ausgedrückt ) ein. Ich steige in keinen Flieger, keinen Fahrstuhl, keinen Lift, Tunnel und Metro. <X
      Immer wieder versuch ich meine Ängste weg zu bekommen und mache solch Dinge, während ich es tue könnt ich mich verschlagen für meine Dummheit...aber danach ist es wow...geschafft. :monster:
      Letzte Woche hab ich mir selbst ein Ei gelegt, in dem ich unter Alkohleinfluss zu meinem Schatz sagte : klar in den nächsten Urlaub fliegen wir. Ich komm aus der Sache nicht mehr raus. Letzte Woche Eiffelturm war das grauen pur.Dazu kommt noch dass ich lange Tunnel absolut nicht mag und Panik habe , dass sie einstürzen.Macht sich mega gut hier in der Schweiz, wo es gefühlte Millionen Tunnel gibt.

      Ich glaube es ist die Angst aus den 5 Dingen nicht weg zu kommen, wenn was ist. :pillepalle:
      Schau mich doch in diesem Ton an........ :love:
      Phobien habe ich keine, aber vor Wespen schon ziemlich Schiss.
      Zukunftsängste sind in gewissem Maß glaube ich normal, sobald man Kinder hat. Unglaublich, vor was man dann erst mal alles Angst hat.
      Das hat sich zum Glück bei mir recht schnell wieder auf Normalmaß runtergeregelt.

      Ansonsten kann ich keine Thriller gucken, weil ich mich danach im Dunkeln grusel, und allein über nacht bin ich auch nicht mehr gerne. Ist aber beides keine Phobie.

      Spinnen finde ich toll (außer wenn sie über mir hängen), die entferne ich auch gerne ohne Kaffee :)
      "Frauen haben auch ihr Gutes"
      Das Thema Ängste begleitet mich auch schon so lange ich denken kann, ja.

      Als Kind hatte ich z.b. Angst wenn ein Flugzeug tiefer geflogen ist und laut war...dann dachte ich, das wirft jetzt gleich Bomben ab und hab mich irgendwo in eine Ecke gekauert.
      Allgemein hatte ich schon immer große Angst vor Krieg...seit Kindheit an.
      Richtige Angst stellt sich bei dem Gedanken an den Tod bei mir ein. Wenn ich wirklich anfange darüber nachzudenken, gerate ich sogar innerlich in leichte Panik und muss mich bewusst wieder vom Thema ablenken.

      Ansonsten finde ich alles was krabbelt extrem eklig (also alles mit 6 oder mehr Beinen).
      Wenn davon irgendwas in meinem Auto ist wenn ich fahre, muss ich zusehen dass ich sehr schnell rechts ranfahren kann, sonst wirds gefährlich.
      Ich hatte mal so ne richtig dicke, grüne Heuschrecke in der Küche sitzen. Da bin ich dann am Boden entlang-gerobbt bis zum Fenster und hab die Küche erst wieder betreten, als das Vieh zum Fenster rausgehüpft war. (hab das von der anderen Terrassen-seite aus beobachtet.)

      Leichte Angst im Dunkeln...wenn ich draußen alleine unterwegs sein muss im Dunkeln, habe ich zumindest ein sehr ungutes Gefühl.

      Höhenangst. Die fängt bei mir schon an, wenn ich mich auf einen Stuhl stelle.

      Tja und dann hab ich eine kleine Sozialphobie. Alleine in die Stadt zu gehen, fällt mir sehr schwer. An schlechten Tagen stresst mich auch der Einkauf im Supermarkt schon ungemein und ich muss mich sozusagen erst innerlich darauf vorbereiten.
      Ich habe vor Kurzem den simplen Rat bekommen..."Augen nach oben, nicht auf den Boden." So einfach es ist, ich bin nicht alleine drauf gekommen und es hilft schon während man es macht...alleine durch die Körperhaltung. Ausserdem sieht man dann, dass einen gar nicht alle Leute anschauen. ;)

      Früher in der Schule habe ich lieber die 6 in Kauf genommen, anstatt vor der Klasse ein Referat zu halten.
      Allgemein würde ich mich als eloquent bezeichnen...solange ich in einem 4-Augen-Gespräch bin. Mit mehreren Gesprächspartnern wird es für mich schwieriger und vor Gruppen kann ich gar nicht sprechen.

      Hab ich jetzt alles? Hm..wahrscheinlich nicht. ^^

      Was ich auch schon gelernt habe:
      Es ist nicht so, dass Ängste einfach mit der Zeit verschwinden wenn man sich ihnen stellt.
      Meist ist es so, dass Menschen die Angst haben, sich selbst innerlich schlecht machen.
      Angenommen Jemand hat Angst über eine Brücke zu gehen.
      Er nimmt sich aber vor, sich dieser Angst zu stellen und geht los...motiviert und mit der Absicht drüberzukommen. (Alleine das wäre schon viel zu viel.)
      Dann kommt er vielleicht sogar bis zum ersten Brückenpfeiler und dann schlägt die Angst richtig zu und geht in körperliche Symptome über...Schwitzen, Herzrasen, Schwindel...usw.
      Dann geht er wieder zurück und ärgert sich, dass er es nicht geschafft hat. Sagt sich selbst, was für ein Schwächling er ist...wieder hat die Angst gesiegt.
      Das ist wesentlich häufiger der Fall, als dass Jemand dann zurückgeht und sich selbst für seine Tapferkeit lobt und sich freut, dass er bis zum ersten Brückenpfeiler gekommen ist.
      Und auf diese Art und Weise kann man die blöde Brücke dann 20 mal angehen und wundert sich, warum die Angst nicht aufhört...wo man sich der Situation doch ständig und immer wieder stellt. Aber es wird nichts Positives damit verknüpft.

      Naja, so wurde mir das erst vor Kurzem erklärt und ich fand es für mich sehr einleuchtend, da ich mich in anderen Beispielen in diesem Verhalten absolut wiederfinden konnte.


      Wie gehe ich also mit meinen Ängsten um?
      Naja, wenn ich mich dem gewachsen fühle, dann versuche ich mich der Angst zu stellen und es anzugehen. Gerade beim Thema Sozialphobie ist das einfach immer wieder notwendig und wichtig.

      Von anderen Ängsten, wie z.b. der Höhenangst oder dem extremen Ekel vor Insekten, fühle ich mich nicht so arg eingeschränkt und daher verwende ich meine Kraft lieber für wichtigere Punkte.
      Sei immer Du selbst.
      Außer Du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!