Verbale Demütigung/Erniedrigung

      Als ich das erste mal irgendwo einen Thread über verbale Erniedrigung gelesen habe, dass meine Definition davon irgendwie eine ganz andere ist, als von den meisten Menschen. Für mich waren Ausdrücke wie "F***stück" oder "Schlampe" einfach unter ganz banales Dirty Talk :rot:

      Für mich gehört das absolut dazu. Wpbei ich leider zugeben muss, dass mein Selbstbewusstsein nicht stark genug ist, um es voll und ganz auszuleben. Sobald ich das Gefühl habe, dass etwas allgemeingültig gemeint ist, ist der Abend gelaufen. Dazu würden dann auch Sachen wie "fetter Arsch" o.ä. fallen. (Den fetten Arsch hätte ich dann ja immer).

      Inzwischen habe ich festgestellt, dass ich viel mehr auf nonverbale Demütigung abfahre. Wenn mich mein Herr einfach nur durch seinen Tonfall dazu bringt, unangenehme Dinge zu tun. Sachen, die ich eigentlich nie freiwillig tun würde. Und trotzdem tue ich sie, ohne zu zögern. Und ich mach es gerne, es kickt mich extrem
      Wörter sind dann eigentlich "nur" dafür da, meine Position noch mal deutlich(er) zu machen ;)
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)
      Verbale Demütigung find ich toll, Kränkung hingegen ein absolutes no go.
      Die Grenzen und genauen Vorlieben sind da glaub für jeden individuell.

      Für mich kann alleine der Ton, wie die Herrin zu mir spricht, sehr erregend sein.
      Worte, die meine Position gegenüber der Herrin aufzeigen, kicken.

      Umschreibt sie mir wie sehr ich ihr Eigentum bin, was sie von mir verlangt,
      was mich demnächst erwartet, wie sie mich korrigiert, wie sie mich dressiert,
      schweb ich schon fast auf Wolke 7 - aber das ist vielleich auch eher dirty talk...


      Real submission is about being naked for her, not just in the physical sense, but also in the spiritual one
      also beschmipft werde ich weniger, wenn ich mal was nicht so gut gemacht habe und meine typische "irgendwie bekomm ich es hin alles ungeschickt zu machen" seite zeige, sagt er vllt etwas wie "was hat mein kleines dummes fickstück da denn wieder gemacht" oder sooo ääähnlich und straft mich dann.
      wörter wie hure oder schlampe fallen bei uns nicht. auch körperteile hat er nie als anlass genommen sich erniedrigend zu äußern - eher das gegenteil wenn er sich damit "beschäftigte" und sich freute wenn sie die farbe in ein rot, blau, grünes spektrum änderten. auch wenn ich dann meist am weinen bin, bekomme ich da lob für wie gut es ihm nun so gefällt.
      Freut sich immer über liebe PM.s... :)
      Verbale Erniedrigung? Klares Ja! Gefällt mir sehr! Mit Beschimpfungen oder Beleidigungen hat das bei uns rein gar nichts zu tun. Wie viele andere hier bereits geschrieben haben, ist auch für mich die Situation dafür entscheidend, was angebracht ist und was nicht so gut kommt... Was und wie viel ich vertrage, hängt außerdem sehr stark von meiner Stimmung ab.

      Ich habe in der Hinsicht wohl großes Glück, denn ich habe bisher kein einziges Wort, das erniedrigend gemeint war, als unpassend oder "zu viel" empfunden, persönlich genommen (oder persönlich nehmen "müssen") oder auf mich als Mensch bezogen. Es kommt eher mal vor, dass ich denke "Mehr... Mehr davon!", wenn er sich ganz offensichtlich zurückhält (wohl aus Angst, mich eben doch zu verletzen – denn das liegt im fern – oder weil er seine eigenen Hemmungen manchmal nicht ablegen kann)... ;) Aber nein, weh getan haben mir erniedrigende Worte nie. Das liegt zum einen daran, dass er sehr feinfühlig ist und ein gutes Gespür dafür hat, wie weit er gerade gehen kann, ohne mich zu verletzen. Wir ähneln uns im Denken und Fühlen teilweise sehr; vor allem aber sind wir uns seelisch extrem nah, spüren da eine ganz enge Verbindung. Fühle ich mich psychisch schlecht und bin dadurch verletzlicher, brauche ich das nicht extra zu kommunizieren. Er merkt es sofort und würde es nie ausnutzen. Das hat er nie getan und ich weiß, dass er es auch nie tun wird. Und genau das ist das "Andererseits", weshalb es mich nicht verletzt, von ihm erniedrigt zu werden: Dass ich mich darauf verlassen kann, dass er dabei immer auf meine Seele aufpasst und mich nicht als Mensch am Boden sehen will. Ich fühle mich sehr geliebt von ihm (ein Gefühl, das mir nie zuvor ein Mensch geben konnte – niemand, im ganzen Leben nicht!), weiß, dass ich ihm wichtig bin und wie viel er von mir hält. Was auch immer er zu mir sagt oder mit mir anstellt: Es lässt mich an seiner Liebe und Wertschätzung nicht zweifeln! "Wir verlieren deshalb nicht den Respekt voreinander"seine Worte... Wir sind beide in der Lage, "Spiel" und "Ernst" zu unterscheiden und voneinander zu trennen. Klar, je nach Stimmung verschwimmt die Grenze auch mal für eine Weile, aber das ist weder für ihn noch für mich unangenehm oder verunsichernd. Es ist eher ein Zeichen dafür, dass wir einfach nicht von unserer Wolke runterkommen... :love:

      Außerhalb des Spiels gibt es sowas bei uns jedenfalls nicht und es hätte auch überhaupt keine Wirkung auf mich, zumindest keine positive... Im ganz normalen Alltag bekomme ich eher das krasse Gegenteil zu hören. So sagte er kürzlich z.B. "Ich verehre dich! Aber nicht weil du so einen schönen Körper hast. Dich!" und legte seine Hand auf mein Herz... Spätestens mit solchen Worten und Gesten stellt er nach Erniedrigungen und Demütigungen mein inneres Gleichgewicht wieder her, denn die sagt er mir nicht als mein Herr, nein, da lässt er sein Herz sprechen – ehrlich, echt und aufrichtig. Ich fühle mich sehr wohl mit diesem Wechselspiel, denn u.a. dadurch kann ich mir sicher sein, dass er mich jederzeit auffangen wird, wenn ich zu fallen drohe.


      Unterm Strich kann ich also sagen: Wenn die "Rahmenbedingungen" stimmen, mag – nein, liebe ich es, wenn mein Herr "so" mit mir spricht... Da tut sich sofort was in mir und mein Körper reagiert auch umgehend darauf... Und wenn ich dann noch sehe, wie sehr es ihm gefällt, wie er gerade mit mir umgeht... Und wie viel Lust es ihm bereitet, wie ich darauf reagiere... Hach... :rot:

      Abgesehen von Stimme, Tonfall und Wortwahl, die beim Demütigen / Erniedrigen ja eine ganz zentrale Funktion einnehmen, finde ich es sehr aufregend, wenn wir dabei intensiv Blickkontakt halten. Seine Augen sprechen mich oft nochmal zusätzlich auf eine ganz andere Art und Weise an... Manch einen Blick von ihm habe ich schon weitaus erniedrigender empfunden als jedes noch so gekonnt eingesetzte Wort! Ich kann diesen Blicken nicht immer besonders lange standhalten... Er sagt dann in ruhigem, aber sehr bestimmten Ton "Schau mich an." und wenn ich es dann tue, verschärft er seinen Blick noch ein bisschen – minimal, aber mit heftiger Wirkung...

      "Du gehörst mir." u.ä. höre ich auch ausgesprochen gern, empfinde es aber nicht als erniedrigend. Im Gegenteil, es gibt mir ein sehr starkes Gefühl von Sicherheit und Schutz! Denn was einem gehört, behandelt und behütet man in der Regel ja möglichst gut ;) Zudem verstärkt es das Gefühl und das Bewusstsein, dass ich ihm untergeben bin und er derjenige ist, der sagt, wo es langgeht und was passiert oder auch nicht passiert. Ein wunderbares, warmes Gefühl für mich. Er ist mein Herr und ich bin seine "kleine" Zofe, die sich ihm voll und ganz hingeben kann und darf und sich seinen Wünschen zu fügen hat. Und ja, das macht die Zofe doch nur allzu gern! :yes:
      Ich liebe es, wenn im Alltag der Tonfall meines HoH streng wird.
      Wenn er ganz ruhig und leise wird, sollte ich in Hab-acht-Stellung gehen.

      Im Bdsm kann er mich mit verbalen Erniedrigungen, Beschimpfungen und eindeutigen Titulierungen regelrecht geil machen.
      Ich liebe es.... :love:
      Ich finde das sehr zweischneidig. Mein Problem ist, dass mein Kopf in einer Session eben nicht zwischen Spiel und Realität unterscheidet. Ich bin drin. Ich unterwerfe mich real und ich leide real. Deshalb gab es da schon ein paar Probleme mit Dingen die mir sehr nah gehen.

      Andererseits begreife ich direkt nach dem "aufwachen", das das alles nur Erniedrigung war. Und bekomme dann auch ganz andere, schöne Dinge zu hören. Denn mein Meister kann deutlich besser zwischen Session und normalem Leben unterscheiden oder wechseln als ich. Was aber vielleicht auch daran liegt, dass er ja entscheidet was wann ist.

      Mich kann das auch mal unvorbereitet treffen. Oder an einem schlechten Tag. Ich bin eh so ein Selbstzweifler.

      Das klang jetzt ein bisschen negativ. Obwohl es mir weh tut will ich es ja doch. Gerade deshalb. Ich will ja für ihn leiden.
      Verbale Erniedrigung? Jaaaaaa, bitte :yes: .
      Die Reduzierung auf den Trieb, die Herabsetzung auf die bloße Existenz; davon kann ich schwer genug bekommen. Das geht direkt vom Kopf nach unten - besonders in Verbindung mit Ohrfeigen und anderen Dingen, die ihm da so einfallen :whistling: .
      Warum das so ist...einerseits sicherlich mein Fall von der durch ihn erhöhten Alltagsstellung runter zu seinen Titulierungen. Andererseits empfinde ich mich dadurch sehr 'nackt' und ungeschützt. Es gelingt ihm, sämtliche Mauern einzureißen. Dies hat ein sehr starkes Ausgeliefertsein-Gefühl zur Folge. Er beherrscht in diesen Momenten nicht nur meinen Körper, sondern hält auch meine Seele in seinen Händen.
      „Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst.
      So tiefen Grund hat sie.“

      Heraklit
      hm. Ich wünschte mir verbale Erniedrigung (Demütigung überhaupt)
      die wohl wirksamste ist für mich , wenn ich denke; so, nun müsste er eigentlich stinksauer reagieren. Weit gefehlt. Was kommt? Egal , ob geschrieben, oder gesprochen.. "du hast ja so recht" :cursing: ich "sehe" ihn aber dennoch grinsen und stelle mir Fragen, warum er nach all meinen Kanonaden so gelassen bleibt, als hätte ich nichts gesagt
      Teufelchen im Blut, Engelchen im Herzen
      und ein bisschen Wahnsinn im Kopf 8)
      Also das ist für mich - wie so vieles - ein sensibles Zusammenspiel vieler Dinge.
      Meine Sub ist gleichzeitig meine Frau, Partnerin, Geliebte, Freundin. Das blende ich nicht aus, nur, weil sie auch meine Sub ist.
      Hinzu kommt, dass die Demütigung - die menschenunwürdige wohlgemerkt - jedem gegenüber, aber gerade auch gegenüber Frauen, etwas ist, das mich gerade zu rasend macht; und zwar nicht, weil es mich aufreizt oder erfreut. :thumbdown: :dash:

      Bei allem, was ich als Dom tue, gehört ein gewisser Grundrespekt dazu, auch, wenn das Machtgefälle zwischen mir und meiner Sub klar ist.
      Sie ist meine Sub, es ist eine tiefe Verbindung, Liebe, Respekt... und einen Menschen, der meinen Respekt genießt, demütige ich nicht bis zur Entmenschlichung. Das ist eine Grenze für mich, bei der alle roten Lichter angehen, und das Spannende ist, dass meine Sub das auch genau so empfindet.

      Die Positionen sind sehr klar; aber es genügt vollauf, wenn ich ihr "meine Sklavin, Du gehörst mir und dienst mir, wenn ich es will!" ins Ohr hauche... da spüre ich schon, wie sie zu Wachs wird.
      Käme ich mit Dingen die "F***stute" oder "Schlampe" daher, wäre nicht nur die Session vorbei, sondern ich habe sie ein Stück weit zerbrochen. Und das ist das letzte worum es mir geht und auch - im absoluten Ernstfall - das letzte, was in einer DS Beziehung das Ziel sein sollte - in meinen Augen, wohlgemerkt.

      Meine Partnerin, Liebe, Sub soll in der Beziehung wachsen und strahlen, sich befreien, ganz mein sein und mir vertrauen können und nicht wie ein Häufchen Elend vor mir wimmern und mein Fußabtreter sein.
      Es ist eine große Gradwanderung, die man um Himmelswillen beherrschen sollte, bevor man sie wagt.
      "Das Dunkel der Nacht tröstet den vergangenen Tag mit Stern-Stunden."
      Ein für mich aktuell sehr passendes Thema und da klinke ich mich mal ein.

      Ich erreiche meinen Partner am besten, wenn ich ihn demütige, ihn auslache oder ähnliches. Er sagte erst kürzlich zu mir "du willst mich erziehen? Dafür musst du mir zeigen wie klein ich bin und was ich für dich sein kann". Aktuell tue ich mich damit sehr schwer. Wir stehen gerade noch am Anfang unser "Abenteuer Herrin / Sklave" zu leben und es ist unser gemeinsamer Wunsch, dass ich ihn erziehe. Allerdings habe ich da momentan noch so meine Schwierigkeiten mit. Es ist einerseits so, dass er den Wunsch erzogen zu werden tief in sich trägt - andererseits braucht er dafür dass Gefühl, dazu gezwungen zu sein, von mir erzogen zu werden. Nach vielen Gesprächen sind wir schon mal soweit gekommen, dass eine Erziehung in seinem Fall am besten funktioniert, wenn man ihn unter Druck setzt. Und da fängt genau das Problem an. Wie setzt man so jemanden unter Druck? Irgendwie blockiert mich das aktuell total
      Ich (Dom) mag verbales spielen sehr. Ich sehe allerdings meistens von vulgären Ausdrücken ab. Ich mag es wenn ich Sub erzähle was mit ihr passieren wird/könnte/momentan passiert. Aber auch abwertende Sprache im Sinne von "du kannst es ja nicht lassen, wirst es nicht anders wollen".
      Heraklit: "Der Krieg (Schmerz/Leid) ist der Vater aller Dinge."
      So lebe ich Beziehungen.