Hilfe: Trennung Alltag - BDSM?

      Hilfe: Trennung Alltag - BDSM?

      Hey an alle,

      mein Freund und ich sind noch relativ neu beim BDSM angekommen und probieren grade so aus. Wir haben Probleme damit, diese Grenzziehung zwischen Alltag und BDSM elegant hinzubekommen... also den Punkt klarzumachen, an dem der Alltag zurückbleibt und halt quasi das Spiel beginnt. Und einfach zu sagen "jetzt gelten BDSM-Regeln" ist ja iwie nicht so geil ?( Wie macht ihr das so? Habt ihr ein bestimmtes Kleidungsstück oder einen Satz oder so, der das signalisiert, dass es jetzt losgeht? Oder wie könnte man das sonst hinbekommen, ohne dass da die ganze Spannung rausgeht... Danke schonmal für Antworten und Tipps:)

      LG Saphirchen
      Hallo @saphirchen

      Herzlich Willkommen im Forum :blumen:

      Vielleicht versucht ihr es mit Rituale, die euch signalisieren, dass ihr euch im "BDSM Modus" befindet. Diese können z.B. sein

      - Anlegen des Halsband zu Beginn und Abnahme am Ende

      - dass er dich erstmal knien lässt zu Beginn, dass du Ruhe in deinen Körper bekommst und im sub Modus ankommst
      Du kannst nur vertrauen, wenn du spürst, dass du geliebt wirst <3
      Mit der Trennung von Altag und BDSM hatten wir ganz schnell Probleme.
      Inzwischen ist die Trennung viel weicher geworden.
      Eigentlich sind wir jetzt immer im BDSM Modus.Da wir uns im Laufe der Zeit gut kennengelernt haben und gut einschätzen können, wo was geht, haben wir kein Problem damit.
      Auch wenn wir mit Leuten in Situationen sind, die nichts von unserer Leidenschaft ahnen, reicht inzwischen ein Blick....
      Wenn es- wie du sagst- losgehen soll, macht ein Ritual.
      Halsband umlegen, Utensilien raus legen sie.
      Es gibt so viele Möglichkeiten, aber nehmt eigene. Sonst wirkt es irgendwie nicht echt!
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      Es kommt immer ein wenig drauf an ob man diese Abgrenzung möchte oder nicht.
      Wenn Sub mit einem ständigen Machtgefälle leben kann, braucht es nur einen Dom der auf die Realität Rücksicht nimmt und Empathie beweist.
      Also das er nicht dazwischen grätscht wenn gerade was wichtiges ansteht, man am Telefon hängt, usw..
      Wenn es der Partner ist, weiß dieser mit der Zeit ja auch wie sein Gegenüber tickt und wie man nicht über dessen Gefühle planiert.
      So können sich dann beide auch anspielen, ohne das man vorher erst irgend welche Fragen einwerfen muss ob es jetzt ok ist.
      Nonstop spielt man ja auch nicht im anhaltenden Machtgefälle. :)

      Möchte man natürlich eine richtige Abgrenzung, würde ich auch zu Ritualen tendieren die signalisieren das man genau jetzt Lust hat oder dem klassischen Gespräch. :yes:

      Saphirchen schrieb:

      Habt ihr ein bestimmtes Kleidungsstück oder einen Satz oder so, der das signalisiert, dass es jetzt losgeht?
      Bei mir ist es der Griff in den Nacken der mich von jetzt auf gleich in den Submodus bringt :love:

      Auf der aktiven Seite reicht bei meinem derzeitigen Sub oft ein Blick um ihn auf seinen Platz zu verweisen.
      Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen. Astrid Lindgren
      Bei mir ist es auch der Nackengriff :rolleyes: :love: der sofortige Wirkung hat.
      Auch eine Kombination von bestimmten Blicken und Handzeichen verfehlen nicht ihre Wirkung ^^ 8)

      Mit der Zeit, sprich je vertrauter man sich wird, können diese Übergänge von Alltag und BDSM auch fließend sein.
      Im schönsten Fall ganz ohne Worte, weil man immer mehr spürt, was dem Partner gut tut.
      Du kannst mich sehen.
      Mein Lachen und meine Tränen gehören dir.
      Hallo @saphirchen und herzlich Willkommen im Forum! :blumen:

      Die Frage ist ja, wie ihr euer BDSM lebt.
      Geht es nur um reine Sessions? Dann kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen: Halsband, Knien, usw. können wunderbar eine Session einläuten.

      Wollt ihr ein permanentes Machtgefälle aufbauen? Dann sollte zu Anfang ein Wort oder ein Blick von ihm genügen, um dich auf deinen Platz zu verweisen.

      Du wirst beim Stöbern hier feststellen, wie vielfältig unser BDSM ist. Es gibt keine "Pauschallösung".
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Hallo Saphirchen...

      genau über dieses Thema habe ich mir auch viele Gedanken gemacht. Und vor einigen Monaten etwas dazu geschrieben. Du findest den Thread unter: Wann sind wir Dom/Sub? (nur leider habe ich keine Ahnung, wie man das verlinkt)

      Die Übergänge waren sehr schwierig und es gab auch Missverständnisse, die nicht besonders schön waren.
      Mittlerweile gelingt uns das besser...da haben mir die Erfahrungen hier aus dem Forum auch geholfen. Nach und nach finde ich immer mehr zu mir selbst und kann die Idee leben, dass es keinen harten Cut mehr geben muss.
      Zuvor haben wir einfach ein kleines Zeichen vereinbart, dass für uns beide innig war, so dass ich wusste, was er von mir erwartet. Tatsächlich haben wir das nur für ca. eine Woche gebraucht...dann war es für uns beide einfacher.

      Wie schon beschrieben, so wird jeder seinen eigenen Weg finden müssen. Mir hat es geholfen mich nicht mehr in Spiel und "Alltag" zu unterteilen, sondern einfach nur mich zu leben. Und dazu gehört das Subsein wie auch der ganze Rest von mir.
      So richtig klar ist mir nicht, wie ich damit umgehe, aber ich merke, dass es mich befreit hat, keine harten Grenzen mehr zu ziehen, die ich zuvor so wie Du ganz bitter nötig hatte.

      Ich wünsche Dir und Deinem Partner viel Erfolg!
      Also bei uns ist es so das ständig daa machtgefälle hercht. Es reicht ein blickt von ihm und ich bin direkt im submodus. Es klappt ganz gut anfangs hat er aber immer gesagt wenn wir im AlltagsModus waren so subbie lis geht.

      Ich denke ihr müsst für euch das richtige finden
      Eine Frau die sich selbst unterwirft kann nicht gedemütigt werden. Sie hat den absoluten Vorteil sich in selbstgewählter Weise einem selbstgewählten Menschen unterworfen zu haben und wird dadurch unverletzlich.
      • Simone de Beauvoir
      Anredetechnisch gibt es keine Trennung. Es wird IMMER vereinbarungsgeäß angeredet. (Ausnahmen sind nur bei wenigen gesellschaftlich unpassenden Situationen.)
      Ansonsten merke ich am Tonfall des Tops, daß jetzt keine Vannille-Zeit ist.

      Doch selbst, wenn man grade weit weit weg von einer Session ist, ist das Machtgefälle ganz klar da! Ich hab sogar mal völlig ausserhalb jeder Spiel-Stimmung voll eine Reingehauen bekommen.
      Es kommt natürlich darauf an, ob man BDSM-Leben und "normales" Leben trennt oder nicht. Falls man es trennt und es sich eben "nur" um relativ klar abgegrenzte Sessions handelt, finde ich Rituale sehr hilfreich.

      Mir hilft es allein zu sein um umzuschalten. Z.B. mag ich mich für die Session umziehen und dann da wo wir spielen werden auf IHN zu warten. Warten nicht im Sinne von gelangweilt rumlümmeln, sondern schön brav und diszipliniert in angemessener Position. Währenddessen gewinne ich Distanz zum Alltag und kann mich voll auf das einlassen was nun gleich passieren wird. :love: :love:
      a b s o l u t e l y n o r e g r e t s