Minimalismus im BDSM - wieviel Kleidung, Spielzeug habt Ihr?

      Minimalismus im BDSM - wieviel Kleidung, Spielzeug habt Ihr?

      1. Hallo Ihr Lieben.
      Heut hab ich öfter nachgedacht über Minimalismus im BDSM. Ich bin selber Minimalist, hab also eine besondere Einstellung zum Konsum. Ich hab nicht viel Zeugs zu Hause, ich versuche mit dem auszukommen was ich hab und kaufe nur was ich wirklich brauch und versuch dabei nachhaltig zu sein. Dabei bin ich aber entspannt, also kein krasser Fall.
      Ich hab gemerkt dass ich bei Spielzeug für den BDSM wirklich gerne mehr haben möchte, die Auswahl vergrössern möchte. Damit die Spannung erhalten bleibt. Ich hab zum Beispiel nur 2 Dessous, und bin damit zufrieden.

      Jetzt meine Fragen:
      Gibt es Jemanden unter Euch der sich zurück hält und mit wenig auskommt im BDSM? Oder sagt Ihr dass es gut ist mehr Spielzeug zu haben?
      Sind die Partner zufrieden wenn man als Frau nur wenig Auswahl hat und findet Ihr das immer noch sexy?
      Kommt man leicht in den 'ShoppingWahn'?

      Wenn man sich mal umschaut, die Angebote für Vibratoren, Handschellen, Peitschen, Kleisung, ... sind unglaublich vielfälltig.

      Ich meine diese Frage nur im materiellen Sinne. Auch möchte ich hier keine Wertung abgeben und möchte Keinen verurteilen. Jeder darf leben wie er möchte.

      LG

      Wenn ich das falsch eingeatellt hab dann bitte verschieben und: Entschuldigung. :D :D :D

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      Ich verstehe ehrlich gesagt die Frage nicht.

      Minimalismus im BDSM wäre sehr interessant zu diskutieren gerade dann in der Hinsicht das wenige Gegenstände eine grosse Wirkungsmöglichkeit haben könnte usw. Noch mehr von der ethischen Perspektive wie beides zusammenspielen könnte.

      Aber was genau die Intention deiner Frage ist entzieht sich mir wirklich. Magst du mich aufklären?
      Hallo Farben.

      Ich meine das wirklich nur im materiellen Bereich.

      Wieviel Spielzeug und Hilfsmittel braucht man um BDSM zu praktizieren?

      Ich hab hier im Forum noch nichts darüber gelesen. Dadurch dass ich das selber praktiziere bin ich einfach neugierig.

      Aber ich muss sagen dass Dein Gedankengang wirklich interessant ist.
      Das ist meiner Meinung nach definitiv einen eigenen Threat wert. :yes: Vielleicht hast Du Lust den zu eröffnen. :D
      Ich würde mit Sicherheit immer mitlesen.

      LG
      Ich mag Rituale, und auch ganz allgemein Gewohnheiten und Wiederkehrendes sind für mich gerade deshalb ein Genuss, weil es etwas Verlässliches und Vertrautes hat, und das bedeutet natürlich auch, dass es mit den gleichen Instrumenten und Accessoires gemacht wird. Stricke und Ketten sind auch immer gleich, also so viel brauch ich da nicht. Lederriemen und -fesseln braucht es eigentlich auch nur einmal. Und das Halsband ist ja von sich aus eine dauerhafte und einmalige Anschaffung. Was Subbie gerne an Spielzeug mag, ist ein anderes Thema. Das ist wohl wie bei Frauen und Schuhen. Manche brauchen 10 Paar, manche 100. Und gucken, was der Markt so bietet, ist ja auch ein Spaß für sich.
      Ich würde sagen, mir gefällt es besser, wenn die Dinge durch Gebrauch vertraut werden, statt das man immer neue hat. Aber das schließt ja Abwechslung nicht aus und mal was Neues muss schon manchmal sein.
      It's a sad and beautiful world.

      Follow yourself schrieb:

      Wieviel Spielzeug und Hilfsmittel braucht man um BDSM zu praktizieren?
      Im Grunde gar nichts. Augen, Stimme, Hände, Ausstrahlung - damit kann man so viel bewirken, dass eigentlich nichts anderes mehr 'nötig' ist.

      Für extreme Erregung brauchen wir keine Spielzeuge.
      Das Machtgefälle entsteht durch Worte, Blicke, Handlungen - auch hierfür sind keine Hilfsmittel nötig.
      Quälen kann mein Herr mich auch ohne Peitsche und Co...
      Erniedrigung findet bei uns eher durch Worte statt.
      Usw...

      Aber: Mit ein paar Spielzeugen und Schlagwerkzeugen wird es natürlich abwechslungsreicher. ;)
      Aber von brauchen kann nicht die Rede sein. Bei uns jedenfalls nicht. :) Jedem das Seine!

      Farben schrieb:

      Ich kann die Hände einer z.b. Sub festhalten, wenn sie nicht gehorcht habe ich Zähne :D etc.
      Ich kann mich sogar mit meinem Unterarm auf ihrem Unterarm abstützen und das Handgelenk des anderen Arms festhalten. Dann habe ich noch eine Hand frei und muss nicht nur beißen, sondern kann auch kratzen, schlagen, kneifen; aber auch kitzeln und streicheln. Beißen macht natürlich trotzdem Spaß. ;)
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Für mich ist das auch wirklich ein willkommener Thread. Ich mag es irgendwie persönlich nicht, Dinge für Sex und/oder BDSM zu verwenden, die genau zu diesem Zweck entworfen, hergestellt und verkauft wurden. Ich weiß, es ist albern und verquer, aber ich habe das Gfeühl, als würd sich dadurch wer Drittes einmischen, der damit nichts zu tun haben sollte. Es hat auch gar nichts damit zu tun,dass ich mich irgendwie evil fühle, nach dem Motto, hihi, wenn die an der Kasse wüssten, was ich jetzt wirklich vorhabe mit diesem Küchenhelferchen... Darum geht es mir nicht, sondern darum, dass es sich wie eine Sache allein zwischen uns beiden anfühlen soll und nicht wie der Konsum von eigens dazu entwickelten Serienprodukten aus der Erotikindustrie. Es fühlt sich... besonderer und exklusiver an, zumindest in meinem Kopf... so vielleicht.

      Das passt sehr gut zu der Vorliebe meines Spielpartners, dass er Dinge verwenden mag, die er auch im Alltag verwendet, weil es sein Kopfkino anregt, sich beim Alltagsgebrauch zu erinnern, wie wir damit gespielt haben. Da spielt auch bestimmt sein Geiz mit hinein.

      Auf jeden Fall führt das dazu, dass wir nur Dinge verwenden, die in seinem Haushalt ohnehin in Verwendung sind. Es ist schon Teil des Spiels, nach passenden Alltagsdingen Ausschau zu halten, die man einsetzen kann. Neugekaufte Dinge hätten bei uns gar keinen Ort - und auch keinen Reiz und irgendwie keine Berechtigung.
      Wir haben zwar eine Menge Spielsachen, diverse Schlaginstrumente, Baumwollseile und anderes Fixierungszeugs sowie zwei große Plastikkisten mit diversen Outfits, doch im Grunde ist mir der Gedanke des Minimalismus im BDSM sehr sympathisch. Zum einen, weil es bei uns in erster Linie auf unser Bewusstsein ankommt, auf real gelebtes D/s im 24/7 Modus, zum anderen, weil die Hauptneigung meiner serva die Devotion ist, ihr Wunsch, mir dienen zu wollen, natürlich auch in sexueller Hinsicht!

      Als aktiver Musiker vergleiche ich das gern mit einer großen Pfeifenorgel mit vielen Registern - mal ziehe ich dieses, mal jenes Register, je nach Stimmungslage klingt es weich und harmonisch oder laut und brausend...
      "Die üste hat die freie Wahl,
      wählt sie ein W, dann bleibt sie kahl,
      wählt sie ein K, dann wird sie nass,
      die freie Wahl macht keinen Spaß!" (Robert Gernhardt)
      ...wählt sie ein Br, macht sie MIR Spaß!!! (Carmantus) ;)

      Follow yourself schrieb:

      ibt es Jemanden unter Euch der sich zurück hält und mit wenig auskommt im BDSM?
      Ihr nennt es "Minimalismus", ich nenne es "pleite sein" :pardon: :D

      Im Erst: Ich würde mehr kaufen, wenns nicht alles immer (also zumindest oft) so teuer wäre. Aber es geht auch ohne Probleme ohne grossen Schrank voller Spielzeugs und sexy Kleidung.


      Freudenschwalbe schrieb:

      Auf jeden Fall führt das dazu, dass wir nur Dinge verwenden, die in seinem Haushalt ohnehin in Verwendung sind
      Also je nachdem was es ist, möcht ich z.B. in der Küche nichts mehr sehen, was vorher für XXXX :D benutzt wurde, aber prinzipiell findet sich für fast alle Gelegenheiten immer was, was sowieso schon im Haushalt vorhanden ist :yes:
      Du, Du und Du - mitkommen, unanständige Sachen machen!! ::drool::
      Wir haben zusammen eine ausreichende Sammlung. Das heisst dass es quasi einen Grundstock gibt von Utensilien, die unseren Bedürfnissen entsprechen und dazu braucht es dann nicht zig Versionen von allem.
      Bei Sexspielzeug dagegen sind wir schon etwas anfälliger, wenn es etwas neues gibt das noch netter zu sein scheint als die Version die wir schon haben. :D
      Sprich gute Lederfesseln z.B. haben wir, da käme keiner von uns in Versuchung andere zu kaufen. Das gleiche gilt für Gerte und Rohrstock, Knebel, Augenbinde... Dagegen habe ich gerade immer noch einen neueren Paarvibrator im Auge, weil ich meine dass der eine stärkere Vibration hat als unserer. :engel:
      Was Kleidung angeht- wir tragen beide keine beim Spielen. :rot:
      Wahrscheinlich sind wir damit schon insgesamt eher minimalistisch unterwegs... :gruebel:
      generell ist es natürlich super wenn man sich so im griff hat, dass man bei jedem kauf überlegt "brauche ich das wirklich?" - aber dafür haben wir ja eher eine "wie du hast das noch nicht" gesellschaft..

      ...konkreter zur frage oben: bdsm toys haben wir kaum, außer vllt ein paar fesseln und seinem gürtel, meinen manschetten etc...aber definitiv kein zimmer in der die wände voller toys hängen.

      bei der kleidung entscheidet er ja eh was gekauft wird und da ist denke ich schon eine recht große auswahl nun angesammelt...die wir ab und und zu mal ausmisten und dann an die entsprechenden stellen abgeben.
      Freut sich immer über liebe PM.s... :)
      Es ist eine tolle Herausforderung jemanden "Böses" zu tun wenn man wenig bis gar kein Spielzeug hat..... 8o :thumbsup: :evil:

      Aber auch mehr Spielzeug zu haben ist toll, wie ich gerade feststelle.... :whistling:
      Das sich die Spielzeit verlängert dadurch, kann ja nur von Vorteil sein. 8o :thumbsup:
      man kann mit wenig auskommen. Neben den vorhandenen Haushaltsgegenständen gibt die Natur vor der Haustür ja auch noch einiges her zum Spielen.

      Ich überlege beim einkaufen immer was ich erreichen will...und schaue dann.......ein tolles Paddel (rein optisch)....und ein Kochlöffel können die gleiche Wirkung haben.....was will ich dann.
      Auch Optik oder nur Wirkung?!?


      Mehr Spielzeug heißt ja nicht zwangsläufig bessere Sessions.......
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Es wurde schon ganz kurz angerissen, aber ich würde gerne zum Thema, was der Haushalt hergibt, was ergänzen.
      Die Natur gibt fast alles her wenn man sich richtig umschaut. Es mag vielleicht Vorteile haben sich ein "professionelles" Schlaginstrument, eine Klemme oder ein Wartenberg Rad zu kaufen, wenn man das aber nicht will, weil man kein Geld hat, sich vor dem Laden schämt oder ähnliches kann man sich auch einfach in der Natur einen graden elastischen Stock abschneiden und ein wenig abschleifen, einen anderen Stock in der Mitte spalten um eine Klemme zu erzeugen oder einen Dornen Zweig stat Wartenberg Rad abschneiden.
      Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Das hat viele Vorteile. Wenn einem das Zeug nach ein paar Einsätzen nicht mehr gefällt kann man es einfach entsorgen und einfach neue holen, bis vielleicht irgend wann die genau richtige Variante dabei ist. Außerdem ist es billig und man kommt ab und zu mal an die frische Luft, was ja nie schaden kann. :whistling:
      Das sind ja alles sehr interessante Ansichten.
      Ich hab auch ein Problem damit aus der Küche Dinge Zweck zu entfremden. Das find ich hygienisch nicht so gut.

      Ich als Anfänger hab wirklich wenig, ich komme aber gut klar und bin 'noch' zufrieden damit.
      :yes: :engel: Mal schauen wie lange.

      Ich finde auch wenn man selber eine Peitsche macht oder was auch immer hat das noch einen anderen Stellenwert als wenn man sie kauft. Da steck Arbeit und Schweiss drin, da hat man sich nachher auf jeden Fall die Quahl verdient, für Wen auch immer. :D

      Ich hab das Gefühl es gibt sowas wie ne Grundausstattung garnicht. Wenn man anfängt dann erschliesst man sich immer mehr neue Bereiche und dafür ist manchmal auch neues Spielzeug nötig.

      Das wird also spannend. Danke fur Eure tollen Antworten.
      :beer: