Was so alles als "selbstverständlich" aufgefasst wird

      Nö. Ist nicht normal - für mich. Ich muss eine Frau kennenlernen, die mir als Mensch gefällt. Und wenn da die Chemie stimmt, können wir zusammen schauen, ob man das und das machen kann - natürlich habe ich Dinge, die ich gerne tun würde. Aber wenn das etwa aus gesundheitlichen Gründen nicht geht ,ist das halt so :pardon: . Böswillige Menschen :love: nennen mich deshalb immer "zu lieb" :pardon: .
      Ich bin, wer ich bin. ^^
      Deine Zustimmung wird nicht benötigt. :pardon:
      Ich hab das schon an anderer Stelle geschrieben....
      Ich merke wie BDSM immer weiter weg ist für mich.
      Ich hab kein Kopfkino mehr und ich fühl meine innere Sub nicht mehr.
      Vor allem treffe ich gerade auf niemanden, der meine devote Seite irgendwie anspricht. Ich war immer sehr offen und konnte mir mit einem mir vertrauten Mensch ganz ganz vieles vorstellen....
      ....derzeit kann ich mir gar nix mehr vorstellen und schon mal gar nicht mit so einem OnlineIdioten....

      unicorn80 schrieb:

      Oder ist es wirklich normal, dass beim Thema BDSM und mit entsprechender Neigung eben solche Dinge vorausgesetzt werden?
      Ist es normal das nachts um halb 3 Uhr die meisten über die rote Fußgängerampel zu laufen. - Für die meisten Ja.
      Für mich ist das nix. Ich bleib da trotzdem stehen. Auch wenn kein kleines Kind es sehen kann und die Straßen verwaist sind.

      Eine zeitlang hab ich mich dafür sogar geschämt. Das ich so etwas mache. Bis mir klar wurde. Das bin ich. Und nur wenn ich es mache, finde ich jemand der dann mit mir zusammen an der roten Ampel steht nachts um halb 3 Uhr. Dem das genauso egal ist was die Anderen, "normalen" Leute machen.

      Ich glaube das sind zwei Sachen die hier zusammen kommen. Wenn es darum geht das so viele Doms einfach Praktiken vor raussetzen.
      Das eine ist fehlende Geduld, sei es weil man endlich seine Neigung gefunden hat und diese ausleben will. Das kennt glaube ich jeder hier. Einfach nicht bei Mama zu Hause ran darf und deswegen unter Druck steht oder mann so dem Konsumwahn verfallen ist das dies schon selbst verständlich zu sein scheint Alles sofort haben zu können.
      Nicht mal ich bin davon frei. Auch bin zu weilen impulsiv und möchte dann nicht warten bis Sub noch 5 mal überlegt hat. Wenn ich das so beschlossen habe. Zur Not mit dem Kopf durch die Wand. (Nicht falsch verstehen, was für die rote Ampel gilt auch für Safewords & Co. Aber ich verleihe meiner Forderung dann schon mehr Nachdruck, als vielleicht gut ist.) Wird aber schon besser mit dem Alter und dadurch das ich daran arbeite.

      Als Zweites würde ich sagen wissen die meisten es nicht besser. Und bevor man sich die Blöße gibt als ÜberDom auch mal keinen Plan zu haben. Da nimmt man irgendeinen Mist daher den Viele machen und macht ihn nach.
      Das gibt es auch auf der Sub-Seite. Gerade bei Anfängern und Verzweifelten. Ist hier aber meist nicht so ausgeprägt hab ich das Gefühl. Weil Sich informiert wird und dann in einem Forum wie hier erklärt wird, was für ein Idiot der Andere doch ist.

      BDSM-Kataloge und Listen, Fragebögen, Tests und so weiter gibt es zu Hauf.
      Ich hab auch eine Liste. Mit Sachen, die ich mag und eher nicht so. Dinge die ich Ausprobieren möchte und Tabus. Ich hab mir dafür mal richtig Zeit genommen. Notizen zu den Sachen gemacht die ich schon gemacht habe. Es ist eine Gedächtnisstütze für mich und immer im Wandel.

      BlowJob, ist toll. Obwohl ich es lieber mit der Hand habe. Und klar am besten kann Sub schon wie ein Pornostar mein Ding im Rachen verschwinden lassen. Ist schließlich ein sehr besonderes Gefühl. Will Sie es lernen, dann helfe ich dabei in dem ich das Trainingsgerät bereitstelle. Aber wenn Sie das nicht kann und will, dann eben nicht.
      Was die Huldigung des weißen männlichen Übersaftes angeht. Hab ich probiert. Seitdem Respekt für jeden der schluckt und das auch noch toll findet. Ekelhaftes Glibberzeug ist das nämlich, wenn ihr mich fragt.

      Anal, mach ich auch gerne. Ist einfach anders. Hab ich einmal quasi vorausgesetzt und es voran getrieben. Der schlechteste Analsex den ich je hatte. War Alles irgendwie seltsam und unschön. Mittlerweile muss ich Subs Tempo dabei gehen (richtig gelesen "ich muss"), sonst macht es keinen Spaß. Es fehlt die Vorarbeit, die Vorfreude auf meiner Seite und das miterleben der stetigen Entwicklung. Soweit zu sein, das Sub es richtig genießt.

      NS hab ich noch nicht ausprobieren können, reizt mich nur bedingt. Das ist Etwas was ich als "normaler" Dom, mal machen will. Damit ich es auch mal gemacht habe, wie alle Anderen. Bin aber auch nicht verärgert, wenn ich jemanden kennenlerne der das ablehnt solange es noch nicht von mir als ein Muss bestätigt wurde.

      Was das erste Treffen angeht. So hab ich noch genug Anstand eingeimpft bekommen um nicht einfach mir über Internet bekannten Personen irgendwo hin zu tatschen, grabschen oder diese körperlich dominieren zu wollen. Und sollte ich das doch mal tun, weil ich einfach ein Signal falsch gedeutet habe. (Toi Toi Toi, noch nie passiert. Eher immer anders herum) Dann bin ich auch der Ansicht, das die Dame mir ihren (kalten) Drinks ins Gesicht schütteln darf und das Ganze mit einer Ohrfeige garnieren.

      Bloß weil es "normal" zu sein scheint, diejenigen die sich als Sub bezeichnen wie rechtlose Sklaven zu behandeln. Heißt das nicht das jeder so ist und jede Sub weniger normal, wenn Er/Sie sich nicht bereit erklärt eine Katalog-Sub zu sein. Sondern ein Mensch.

      Also liebe @unicorn80 und alle Anderen denen es so ergeht. Nicht den Mut verlieren. Und erst Recht nicht bei Rot über die Fußgängerampel gehen. Auch nicht um halb 3 Uhr nachts.
      In unserer hektischen Welt muss man gelegentlich innehalten,
      um sich in aller Ruhe etwas Unanständiges auszudenken.
      :coffee:
      B. Traven

      Springfire schrieb:

      unicorn80 schrieb:

      Oder ist es wirklich normal, dass beim Thema BDSM und mit entsprechender Neigung eben solche Dinge vorausgesetzt werden.
      Was das erste Treffen angeht. So hab ich noch genug Anstand eingeimpft bekommen um nicht einfach mir über Internet bekannten Personen irgendwo hin zu tatschen, grabschen oder diese körperlich dominieren zu wollen.


      Bloß weil es "normal" zu sein scheint, diejenigen die sich als Sub bezeichnen wie rechtlose Sklaven zu behandeln.

      Was ist in dem Fall, wenn es nur dieses eine Treffen gibt, welches entscheidet, ob eine einmalige oder eventuell mehrmalige Session daraus entsteht?

      Sprich ein BDSM ONS?

      Sowas gibt es ja auch bzw. verhalten sich Viele, gerade im Onlinebereich so, als würden sie gleich beim ersten realen Kennenlernen zur Sache kommen wollen.

      Das ist auch das, was @unicorn80 so sauer aufstößt meine ich herauszulesen!?

      Dass eben beim ersten realen Kennenlernen nicht nur Kaffee getrunken und sich wirklich menschlich kennengelernt werden soll, sondern sie beim dominanten Part immer die Intension "am besten gleich nach Hause zum Auspeitschen" wahrnimmt und der Kaffee nur vorgeschoben ist. Da also entsprechend voran getrieben wird. Beim ersten realen Kennenlernen!

      Es mag Menschen geben, die das so handhaben, aber wenn die TE vorher anderes kommuniziert hat, dann liegt es mitunter entweder daran, dass "Dom" austesten will, ob eventuell doch noch was geht (Jagdtrieb) oder er einfach ihre Bedürfnisse ignoriert (Egozentrik).

      Die Ursachen mögen vielfältig sein.
      Aber das Phänomen des Überspringens des menschlichen Kennenlernens zum Zwecke einer Basissympathie als Standard und das katalogartige Auswählen nach Neigung scheint sich mehr und mehr jenseits dieses Forums durchzusetzen.
      Immer wieder bin ich erstaunt wie konträr sich doch die Mitglieder hier im Gegensatz zu denen in anderen Foren und Communities zu ihren Standards äußern. Gerade was Kontaktanbahnung und erste reale Treffen angeht.

      Immer wieder lese und höre ich von Menschen, die als Sub entweder als Freiwild (antatschen, Befehle etc.) oder als Dom sofort mit Forderungen nach Schmerzen oder Angeboten totaler Hingabe in Berührung kommen, nachdem Online drei Sätze gewechselt wurden. Oder ich lese von Enttäuschung, wenn es beim ersten Treffen nicht gleich zur Session kommt.

      Ein Hoch auf Menschen, die diese Art des BDSM so locker flockig leben können; auch die gibt es, ich kenne selbst Einige. Aber als Standard voraussetzen sollte man gar nichts und dementsprechend auch nicht fordern.
      Ich würde mir da bei so manchen Menschen mehr Geduld und Empathie sowie emotionale Reife wünschen, eigene Interessen und (wenn auch begründete) Sehnsüchte mal ein paar Tage oder Wochen hintenanzustellen und sich wirklich mal auf ein Gegenüber einzulassen.

      Sowohl von Dom als auch von Subseite. Ob nun für ein Playdate oder mehr.

      Ich persönlich lasse mich nur von einem Menschen dominieren, erniedrigen, quälen und objektivieren, der mich vorher als Menschen angenommen hat. Und das geht nicht nach wenigen Online Wortwechseln und 10min. Kaffeetrinken. Ich kann dich also zu gut verstehen, liebe @unicorn80 und alle anderen hier, denen es ebenso ergeht und die dahingehend auf wenig Verständnis stoßen.

      ---

      @Springfire

      "Also liebe @unicorn80 und alle Anderen denen es so ergeht. Nicht den Mut verlieren. Und erst Recht nicht bei Rot über die Fußgängerampel gehen. Auch nicht um halb 3 Uhr nachts."

      Dieser Satz macht so viel Mut und gibt hoffentlich allen hier Kraft bei sich zu bleiben. Mir hat er gehörig positiven Input verliehen, denn ich stehe Nachts gern an roten Ampeln, eben weil es sich für mich genau richtig so anfühlt.
      “Everything has been figured out, except how to live.” (Jean-Paul Sartre)

      unicorn80 schrieb:

      -Der Blowjob
      ich mag BJ´s und ja, ich schlucke auch, weil es für mich halt dazugehört und ich kein Problem damit habe.
      Aber...ich habe ein Problem damit, wenn es als Selbstverständlichkeit angesehen und ohne Wenn und Aber gefordert wird. Immer frei nach dem Motto "hä?? Du bist doch Sub, natürlich hast Du da zu schlucken!" (in der Steigerung hat man dann den göttlichen, weißen Saft des Mannes noch zu verehren) Wäre ich nun keine echte Sub, wenn ich ein Problem damit hätte?
      Geht mir genauso. Ich mache es, ja, aber nicht bei jedem. Ist für mich wie Küsse austauschen, das war für mich bei "One-night-stands" auch ein "No-go"!
      Und was den göttlichen weißen Saft angeht: Hut ab vor @Springfire, sollte jeder Mann vielleicht mal machen!
      Ich habe auch nur einmal im Leben eine rohe Auster geschlürft! Und bin danach ganz schnell aufs stille Örtchen verschwunden. :yes:

      unicorn80 schrieb:

      Dann scheint auch die Steigerung...Deepthroat...schon normal und überall verbreitet zu sein. Offensichtlich beherrschen das ca. 75% der Subs (Sklavinnen, ...der devote Part eben) problemlos und die, die es noch nicht können, naja, denen wirds dann halt beigebracht.
      Ja, auf verschiedenen Pornoseiten beherrscht das offenbar jede Frau! Ich bin aber nicht jede! Wenn es ein sehr großer Wunsch meines Partners ist, sich Vertrauen aufgebaut hat, bin ich vielleicht bereit, es zu machen, auch wenn ich es gar nicht mag.

      unicorn80 schrieb:

      -Analverkehr
      auch das mag ich und habe kein Problem damit. Aber auch das wird irgendwie ständig als völlig normale Voraussetzung angesehen im BDSM-Bereich.
      Stimmt, ist mir auch schon aufgefallen. Wahrscheinlich, weil viele Frauen ausserhalb BDSM das nicht wollen bzw. noch nie praktiziert haben

      unicorn80 schrieb:

      -NS
      ist für mich z.b. eine "harte Grenze" (kein Tabu, sondern etwas, woran ich mich evtl. mit genügend Feingefühl nochmal ranwagen würde...aber es ist schwierig für mich).
      Auch dafür hab ich schon völliges Erstaunen geerntet und die allseits beliebte Antwort erhalten "na dann wird das eben geübt, bis Du Dich dran gewöhnt hast". (und wenn ich mich nicht dran gewöhne??)
      Ist eines meiner Tabus! Das ist nicht dran zu rütteln!

      unicorn80 schrieb:

      Aber auch diese vorherige "Warnung" hat nichts genützt. Es wurde getatscht, gegrabscht und versucht körperlich zu dominieren.
      Diese Grenzüberschreitungen habe ich auch schon erlebt. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum es einige Männer gibt, die meinen, sie dürfen das als potentielle Doms.

      unicorn80 schrieb:

      Geht es noch Anderen so?
      Oder ist es wirklich normal, dass beim Thema BDSM und mit entsprechender Neigung eben solche Dinge vorausgesetzt werden?
      Wäre das alles eine Voraussetzung, um interessant für Männer zu sein, die evtl. Doms sind bzw. meiner werden könnten, hätte ich mich schon aus der Szene verabschiedet, liebe @Unicorn!

      Für mich gilt bei einem realen Treffen nach wie vor:
      Erst der Mensch, dann der Mann, dann der Dom bzw. Sadist!
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Das ist Online nicht anders als Real. Es wird immer wieder Männer ( oder auch Frauen ) geben, die in ihrer Ausrichtung irgendwas als selbstverständlich annehmen. Hier ist so ein wenig die Gefahr des dauerhaft gelebten und vor allem gewohnten Machtgefälles mit vielen Partnern. Das lasst schnell das Ego anschwellen und nimmt Dinge aus der eingenen Wunschwelt irgendwann als selbstverstöndlich. Wurde ja auch immer ensprechend ständig so gelebt ;) ...

      Aber es gibt nurn mal nicht nur diese Leute. Sondern auch dominante Menschen, die rote Linien aktzeptiern und sich nur im vereinbarten Spielfeld bewegen. Sicherlich wird auch da mal an einem Grenzzaum gewackelt - aber das ist meiner Meinung schon ein gehöriger Unterschied.

      Ich bezweifle dass sich das mehr und mehr durchsetzt. Meiner Meinung nach fallen "Geschichten", in denen sich diese schlechten Erfahrungen wieder spiegeln dann mehr auf und es entsteht dieser Eindruck. Sprich Egomanen gab es schon immer und wird es immer geben. Die Kunst besonders bei Online Geschichten besteht darin diese auszufiltern - wenn man diese nicht schätzt. Was zugegebenermaßen nicht unbedingt einfach ist ;) ...
      -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Nach unten kommt IMMER oben! ..

      MonsieurMic schrieb:

      Ich bezweifle dass sich das mehr und mehr durchsetzt. Meiner Meinung nach fallen "Geschichten", in denen sich diese schlechten Erfahrungen wieder spiegeln dann mehr auf und es entsteht dieser Eindruck.
      Das sehe ich anders. Ich glaube eher, dass sich dieses Phänomen häuft.
      Natürlich wird mehr über negative Geschichten und Erlebnisse berichtet, aber das hat es immer schon gegeben, in allen Bereichen,so "a la Stammtischgerede".

      Aber ich denke, dass gerade im Zeitalter Internet sich Menschen mehr theoretisches Wissen aneignen und damit "hausieren" gehen.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Ich kann verstehen, warum sich @Unicorn und andere so fühlen.
      Ich war jetzt 4 ganze Tage im einschlägigsten Online Portal fur BDSM angemeldet und bei den Anschreiben war ich mir nicht sicher, ob ich auf einem Sklavenmarkt (mach mal den Mund auf, ich will deine Zähne sehen) oder auf einem Dommarkt ( ich bin der beste Dom der Welt, sieh doch) bin.

      Meine Anfrage, ob man sich nicht erstmal als Mensch kennen lernen sollte wurde ignoriert, verlacht, mit Beleidigungen versehen usw.

      Naja, sollen sie es so machen/gestalten, wie sie möchten. Ist doch nicht meins!

      Ich würde nicht auf die Idee kommen mich selbst als weniger devot oder weniger wert zu sehen, weil es Menschen gibt, die so verhaftet in ihren Ideen sind, dass sie kein Interesse daran haben mich wahrzunehmen.
      Ich komme auch nicht auf die Idee deswegen für den Rest meines Lebens solo zu bleiben.

      Et is wie et is und et hätt noch immer jot jejange. Jedes Ding hat seine Zeit. Ich kümmere mich um mich und in meiner Vergangenheit habe ich BDSM ja durch einen offensichtlichen Vanilla Typen kennen gelernt, fast alle meine Beziehungen waren BDSM haltig, also wieso soll das nicht wieder auf mich zu kommen?

      Take it easy ;)
      Alles nur meine subjektive Meinung :)
      Bei meinem aktuellen, ich nenn es mal "Kontakt", fühlte ich mich als Sub eigentlich von Anfang an recht wohl und sicher. Das erste Treffen zum Kennenlernen. Nach dem Treffen danach mehr. Schreiben, Reden und abklären.
      "Kontakt" nenn ich es, weil eine bessere Bezeichnung fehlt.
      Vor ihm hatte ich auch einige schräge Anbahnungen. Treffen nach 5 Wörtern per Mail gewünscht , explizite Bilderwünsche oder die Erklärung dass ich seine Sklavin sei, ohne je geredet zu haben.
      Das zeigt aber auch mal wieder wie viele Menschen einfach zu unfähig sind mit Anderen ihrer Art zu kommunizieren.
      Jeder der mal mit mehr als zwei Menschen in seinem Leben sich etwas intensiver auseinander gesetzt hat, müsste wissen das jeder Mensch anders tickt, sei es durch Erziehung, Lebenserfahrung oder andere Dinge die uns beeinflusst haben.

      Wenn wir jetzt vom Dating sprechen und man in einem Alter ist wo der potentiell nächste Partner auch schon eine Beziehung hinter sich hatte, sollte man eh vorsichtig an die Sache ran gehen, besonders im BDSM Bereich.
      Denn man weiß nie was dort vorgefallen ist, was an negativen Erfahrungen gesammelt wurde, oder ob man evtl. unerwartete Emotionsausbrüche triggert.

      Daher kann ich es nicht verstehen, wenn man gewisse Praktiken einfach pauschalisiert und als BDSM Kanon ansieht.
      Evtl. sind unsere Medien da aber nicht ganz mit unschuldig, die ja auch bei BDSM immer die gleichen Praktiken in den Mund nehmen. :pardon:

      Aber wenn dich der nächste Dom anblafft weil es für ihn normal ist, dann sag ihm einfach das es in all deinen Beziehungen völlig normal war, wenn Dom ein rosa Einhorn Kostüm trug. ^^ :saint:
      Was so alles als "selbstverständlich" aufgefasst wird

      ja ist die Frage
      Ich stehe auch nicht drauf das irgendetwas vorausgesetzt wird, wie ich zu sein habe, was ich zu machen haben was dazugehört

      aber im Umkehrschluss setzte ich auch nicht voraus , bzw sehe es nicht als selbstverständlich,dass ich in dieser weiten Welt nur auf Menschen treffe die genauso ticken wie ich

      ich setzte nicht voraus das sich im www nur Leute tummeln die mit Emphatie , Hirn und Herz ausgestattet sind, sondern mir ist durchaus bewusst das die Breite derer die dort unterwegs sind quer durch alle Bildungsschichten geht, das auch den sogenannten Idioten ja nicht verweigert werden kann sich auf Seiten anzumelden die BDSM lastig sind

      Da es aber auch keinen Führerschein gibt, oder sagen wir anders irgendeine Ligitamation sich dort anmelden zu dürfen , lebe ich damit ohne genervt zu sein

      ich es auch gar nicht mehr so wirklich mag wenn immer über die bösen Doms gejammert wird

      Ich hab mich mit einigen Männern, dominaten Männern schon ausgetauscht, auch andersherum ist es für die nicht leicht den passenden Gegenpart zu finden, und auch von sogenannter Sub Seite kommen genau diese Dinge die du gerade beschreibt

      So gilt es weiter die Nadel im Heuhaufen zu finden

      das aber am Besten mit einem Lächeln im Gesicht, dann muss man dies auch alles nicht persöhnlich nehmen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von bastet ()

      Ich freue mich sehr über die vielen Antworten und Meinungen.


      Andoragh schrieb:

      Aber wenn dich der nächste Dom anblafft weil es für ihn normal ist, dann sag ihm einfach das es in all deinen Beziehungen völlig normal war, wenn Dom ein rosa Einhorn Kostüm trug.
      DAS ist doch schonmal eine super Idee! Und es passt auch noch so gut zu mir...Danke für den Tip. ;)

      @Springfire
      Danke für Deinen ganzen Text. Auch wenn ich wohl dazu neigen würde, nachts um 3 mal todesmutig über eine rote Ampel zu laufen (jaha, ich kann risikofreudig sein wenn ich will)...so haben mir Deine Zeilen einfach gut getan.

      Insgesamt stelle ich fest, dass es Einigen schon ähnlich ergangen ist und Anderen eben nicht.
      Eigentlich logisch.
      Und damit möchte ich nochmal sagen, dass ich hier nicht pauschalisieren wollte. Pauschalisierungen sind nie gut...aber man kann eben Erfahrungen auch schlecht so formulieren, dass man in jedem Satz alle Möglichkeiten mit einschließt.
      Was ich geschrieben habe sind meine Erfahrungen und ich kann sie eben nur aus meiner Sicht (Sub) schildern.
      Von Männern habe ich dafür schon öfter gehört, dass Frauen sehr gerne mit Größen-und Gewichtsangaben schummeln...was ich z.b. auch für völlig sinnfrei halte.

      Warum bringe ich das nun direkt mit BDSM in Verbindung?
      Na weil ich erst seit ein paar Jahren in diesem Bereich einen Partner suche und auch erst solche Erfahrungen gemacht habe, seit dieser Zeit.
      Im "Vanilla-Bereich" ist mir das so nie passiert. Und auch hier war ich schon in Online-Portalen unterwegs für die Partnersuche und hatte erste Kennenlern-Treffen gehabt.

      Schmeisse ich also vielleicht meinen Filter nicht gut genug an beim anfänglichen Kontakt?
      Hab ich auch schon überdacht, aber ich glaube daran liegt es nicht.
      Ich kommuniziere gerade am Anfang gerne und rege, lege viel Wert auf Ehrlichkeit und Offenheit und treffe mich auch nicht direkt am nächsten Tag mit Jemandem.
      Die schriftliche Kommunikation war manchmal sensationell und dann kamen teils noch sehr ausführliche Telefonate dazu, die auch sehr angenehm waren.
      Und dann passiert eben trotzdem sowas beim ersten Treffen...obwohl ich es vorher klargestellt hatte.

      Tja und dann....dann ist das eben kein kurzer Kontakt mehr mit drei, vier Sätzen, den ich überhaupt nicht an mich ranlasse weil ich direkt merke, dass es eben nicht passt.

      Zweifle ich nun daran ob ich devot bin? Nein...denn ich weiss wie verdammt gut es sich anfühlt für mich, wenn ich "subbig" sein darf und kann und genau das würde ich gerne wiederhaben.
      Zweifle ich daran, ob ich im "Onlinereich des BDSM" richtig bin? Ja, denn hier ist inzwischen für mich leider eindeutig mehr mies als gut gelaufen wenn ich es hochrechnen wollte.
      Was macht das nun mit mir? Es macht mich traurig...wenn ich daran denke mit welcher freudigen Faszination ich an das Thema herangegangen bin und immer davon gesprochen habe, dass sich mir das alles wie eine "neue, tolle Welt" eröffnet hat.

      Eine Pause einlegen...ja, das ist eindeutig notwendig für mich.
      Das hatte ich schonmal ganz bewusst gemacht...leider lief es danach nicht besser weiter als vorher.
      Sei immer Du selbst.
      Außer Du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!
      Hier wurde schon viel geschrieben. Ich habe dazu ein paar Gedanken. Liegt es vielleicht daran, dass es heutzutage leichter ist, dank der ganzen Online- Partner- Suchportale, Sex zu bekommen und oft Sex mit Liebe verwechselt wird :gruebel: Das " Angebot " ist groß und Dank des schönen Ausdruck " Freundschaft plus" muss man keine Verpflichtungen mehr eingehen. Wenn es " ungemütlich " wird, warten noch 100 andere Personen, die suchen.
      Darüber hinaus wird vielleicht auch auf einer BDSM Plattform zu sehr auf die Neigung geschaut und nur am Rand auf den Menschen. Ich möchte es nicht pauschalisieren, aber es ist schon schwer im Stino Leben einen Partner fürs Leben zu finden, umso schwerer ist es, im BDSM Bereich sein passendes Gegenstück zu finden. Ich bin froh, dass ich noch die Zeiten miterleben durfte, wo ich einen Mann in der Disco ( heute heißt es glaube ich Club) kennengelernt habe, man war sich sympathisch und hat sich darauf eingelassen. Ich bleibe entspannt und wenn das Glück sagt, ich bin dran, dann werde ich gefunden. Bis dahin :coffee:
      Vieles von dem, was hier geschrieben wurde, ging mir auch grade in den letzten Wochen durch den Kopf und ich bin ja sowieso immer eher eine Unkenruferin und könnte mir auch noch einige Bespiele aus dem Ärmel schütteln, die unterstreichen, warum ich auch so dermaßen lange einfach keinen Bock mehr auf BDSM hatte und so große Angst, wieder zuviel Mist zu erleben und nicht gut genug, nicht belastbar genug nicht devot genug, nicht demütig genug etc. zu sein.
      Aber beim Lesen ging mir grade noch etwas anderes durch den Kopf. Ich hatte vor zwei Wochen Sonntags einen Date-Tag mit einem 31Jährigen super höflichen und freundlichen Mann, mit dem ich seit mehreren Monaten schreibe und der mir ein ein bisschen Lust auf Bondage gemacht hat.

      Er hat sich gestern abend nochmal bedankt für den schönen Tag und dann gemeint, es hätte sich noch nie eine Frau bei einem ersten Date (egal ob BDSM oder nicht) soviele Gedanken um sein Wohlergehen gemacht. Bislang wurde von ihm erwartet, eine beliebige Anzahl km zu fahren und standardmäßig für alle Essens- und sonstige Kosten aufzukommen. Es hat ihn total überrascht, dass ich wollte, das er sich wohlfühlt und einen schönen ersten Urlaubstag hat, und ich ihn ins Schwimmbad eingeladen habe und einen Teil der Essenskosten übernommen habe und ihn auch mitversorgt wissen wollte. Ich wollte eigentlich mehr zahlen, weil er doch die Anfahrtkosten und die Fahrt an sich hatte, aber das wollte er dann wieder nicht, weil er wusste, ich verdiene doch deutlich weniger als er und vor allem, hat er sich einfach gefreut, jmd einzuladen, der es nicht verlangt/erwartet hat.
      Ehrlicherweise habe ich nichts Besonderes gemacht, mir kam die Idee mit dem Freibad So morgens, als er schon unterwegs war und ich habe ziemlich improvisiert deswegen, aber es hat funktioniert mit ihm. Ich bin auch fast ein wenig erschrocken darüber, wie außergewöhnlich es für ihn ist, das ich mir Gedanken um ihn gemacht habe, denn ich habe ihn als einen sehr selbstverständlich aufmerksamen Menschen kennengelernt, dem es wichtig war, wie es mir geht und habe quasi aus meiner Sicht nur darauf reagiert.

      Und er ist nicht der einzige Mann, der mir in den letzten Wochen erzählte, so einfach wäre das gar nicht mehr mit den Frauen beim Kennenlernen, die meisten verschwänden nämlich einfach so, egal wie intensiv und gut man sich vorher unterhielt. Jetzt muss ich auch zugeben, ich habe stark gesiebt, blocke 7/8 aller Kontaktanfragen sofort ab und unterhalte mich tatsächlich lange und ausgiebig und erstmal nicht über BDSM. Wer das mitmacht, mit dem kann ich dann auch über andere Themen reden.
      Das funktioniert auch nicht immer (und ich bin immer noch ein wenig traurig wegen einem, von dem ich mir mehr erhoffte) aber ich habe nicht soviele schlechte Erfahrungen wie sonst gemacht, ganz im Gegenteil, im Augenblick mache ich gute und lerne neue Menschen kennen und bin dadurch auch selbst entspannter.
      Ich schüttle selbst noch ein bisschen ungläubig den Kopf darüber, aber die meisten Doms mit denen ich gesprochen habe in der Hinsicht in den letzten Monaten, haben sich super zurückgenommen und meinten, du musst überhaupt gar nichts und bitte sag, wenn dir etwas nicht passt und ich das nicht schon vorher merke. Daher kann ich definitv sagen, es gibt sie, die netten, freundlichen Doms, die auch Hoffnungen, Träume und Wünsche haben und grundsätzlich respektvoll mit Frauen umgehen und sich auch wünschen, gut behandelt zu werden und die verunsichert sind von den Erwartungshaltungen, die an sie gestellt werden. Die Kunst ist leider, einen zu finden.
      Hallo Sherazade ,
      Du hast ihn sicher überrascht !
      Aber warum nicht , wenn ein Interesse von beiden Seiten vorhanden ist , dann würde ich ebenso sehen , dem anderen Part entgegen zu kommen .
      Wieso soll Frau/ Mann nicht ohne Hintergedanken für ein angrnehmes Treffen sorgen können , ich finde Deine Idee schön .
      Aber klar , diese Denkweise ist nicht dick gesät , scheint sogar Seltenheitswert zu haben .
      Für Dich wünsche ich , er ist der Richtige .
      @sherazade wie wundervoll - er sieht DICH, er sieht Dein schenkendes Wesen....
      Er spürt das Du ihn wertschätzt ....spontan würde ich sagen, nimm ihn - diese Exemplare sind sehr sehr selten.

      Aktuell bin ich gerade so aufgewühlt....
      Im Juni hab ich mit jemanden geschrieben u telefoniert ....der mir schon seine Gefühle gestand ....ich war so hin u weg.
      Dann bekam ich eine whatsapp "die Gefühle sind weg" und damit war auch er weg.
      Es hat weh getan u mich verletzt ...ich hab ne Weile gebraucht um das wegzustecken.

      Heute kriege ich eine Entschuldigungsmail! Die Gefühle waren gar nicht weg! Er hat Panik bekommen! Er war nahe dran mich ungesehen zu nehmen! ....und ist weggelaufen.

      Boah, ich hab nur geantwortet ....was macht es für einen Sinn, mir das zu schreiben ....Du hast mich so verletzt ....Du hättest mit mir reden sollen.

      Seine nächste Antwort: weil es mir so weh tut und ich Dich nicht verhessen kann.

      Ich weiss nicht was ich denken soll ...ist es ehrlich ....ist er irgendwo abgeblitzt und ich bin der Notstopfen...

      Wie ist diesen ganzen Zirkus hasse.

      againstallodds schrieb:

      Ich weiss nicht was ich denken soll ...ist es ehrlich ....ist er irgendwo abgeblitzt und ich bin der Notstopfen..
      Kann alles sein... ich wäre nach Deinen Erfahrungen auch mißtrauisch. Andererseits kann es auch wirklich sein, dass er "nur" panisch wurde.
      Aber wenn Letzteres würde ich ja überlegen, was er beim nächsten Mal wohl in ähnlicher Situation machen würde...
      Ist das sein normales Verhalten oder war das einmalig?
      Fände ich auch sehr schwierig, :rot: :pardon:
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Er bittet mich gerade "es doch mit ihm zu versuchen" ....

      Danke @Feuerpferd
      ....ja und die "Panik" hat jetzt zwei Monate angehalten?
      ....es hat ihn zwei Monate einen Schei... interessiert, wie es mir geht.

      Genau daran denke ich "wann lässt er mich das nächste mal fallen" ....
      Nee, Chance vergeigt ....
      @againstallodds und @Astoria Danke und jaa, ich habe echt schon gedacht, diese geduldigen, vertrauensbauenden Doms trifft Frau nur noch wenn sie schon vergeben sind. Der Richtige wird er eher nicht sein (keine Kinder und keine Beziehung) aber vielleicht der Richtige für diesen Moment in meinem Leben. Der Rest ist für die Sofaküche :)

      Ich wollte den Thread aber nicht ins Offtopic schubsen, sondern darauf hinaus, dass es da draußen auch jede Menge höflicher und freundlicher Menschen gibt, und die Chancen sich erhöhen, welche davon zu treffen, wenn man sich nicht zurückzieht und quasi dem Rest das Feld überlässt. Das ist schwer, denn die unguten Erfahrungen hallen auch so lange nach und manchmal steht man ja wirklich da und denkt sich, was um alles in der Welt passiert da grade, als ob man einen wirklich "schlechten Lauf" hätte. Unabhängig davon, das man irgendwann selber auch ungut wird, wenn man zuviele üble Erlebnisse hintereinander hatte.

      Und ich muss auch sagen mit jemandem aus der Kategorie Grabschen und Andommen wäre die Idee schwimmen zu gehen wahrscheinlich gar nicht gut gewesen. Es gibt auch einen Vanilla-Mann, mit dem ich nicht ins Freibad gehen will, weil ich halt befürchten muss, er versuchts auszunutzen.

      Mich hat es auch mit diesem wirklich schönen Erlebnis im Hinterkopf sehr nachdenklich gemacht, diesen Thread zu lesen, denn der Mann jetzt hat sich auf der Vertrauens- und Zuverlässigkeitsebene ernsthaft mit mir auseinandergesetzt und ich hätte erwartet, das andere Frauen das auch so sehen. Vor allem wenn man bedenkt, wie schwer solche Männer zu finden sind. Die Auswirkungen der Erwartungshaltungen, die man bewusst und unbewusst, gesellschaftlich geprägt oder nicht, mit sich herumträgt und in jede neue Lebenslage mitnimmt, sind eben nicht zu unterschätzen.
      Als Erstes will ich mich bedanken dafür das ihr mein Beitrag mögt. Hatte nicht mit soviel Begeisterung für meine kleinen Monolog erwartet (der länger als gedacht wurde).

      In den letzten Tagen ist mir dieser Thread immer wieder durch den Kopf gegangen. Eins was mich beschäftigt ist.
      Was ist den mit den Doms? Auch von denen werden ja sehr wahrscheinlich Dinge gefordert die als "selbstverständlich" aufgefasst werden?
      Was mir dabei aufgefallen ist, ist das ich nicht wirklich weiß, was Subs als "selbstverständlich" sehen, bei einem Dom. Das mag einerseits daran liegen, das ich gerade nicht wirklich auf der Suche bin. Andererseits hab ich es noch nie erlebt, das eine potentielle Sub mir sagt, was Sie gerne hätte.

      Klar kann ich versuchen mir das anhand solcher Threads wie "Was muss ein Mann haben liebe Subs, damit ihr ihn als Dom akzeptieren könnt?" und ähnlichen zumindest die Dinge herauszufinden die wohl einen gewissen Standard darstellen.
      Das Problem dabei ist, diese Standards sind meist individuell oder so formuliert das Sie unbrauchbar sind.
      Außerdem bekommt man das Gefühl, das Frauen noch schlechter über Gefühle reden können als Männer. Geschweige den das Sub lieber schweigt, über das was Sie von Dom wirklich erwartet.

      Ist das ein Problem das verstärkt im BDSM-Kontext und beim OnlineDating vorkommt. Ich glaube Ja.

      Ich muss auch sagen, das Kennenlernen vor BDSM war für mich einfacher. Egal wie kinky der Sex dann im Bett war. Weniger Ängste, Unsicherheiten und Erwartungen auf beiden Seiten. War man sich sympathisch dann hat man meist telefoniert, sich direkt getroffen und war offener was das Alles anging.
      Jetzt komm ich langsam wieder an diesem Punkt. Wo ich das nicht nur sage. Sondern auch fühle. Ich sehe manches entspannter, ruhiger. Manch eine Unsicherheit, Angst oder Erwartungshaltung hab ich noch, aber es wird besser.

      Was das OnlineDating angeht. Ich merke selbst immer wieder wie ich mir keine Zeit nehme. Etwas was mich Selbst unheimlich nervt. Statt ein Profiltext ganz zu lesen und ihn auf mich wirken zu lassen. Vergleiche ich eher Neigungsbögen sowie Alter, Größe, Geschlecht. Falls es überhaupt einen Text gibt, der was über den Menschen hinter dem Profil aussagt und nicht nur ein paar einfache Angaben oder den fast schon obligatorischen Hinweis das Keine Antwort gleich Nein heißt.

      Und dieses ewige Schreiben, sich kennenlernen, abtasten, abwarten ob der andere auch keine Fehler macht und das Ganze. Es nervt mich nur noch. Oder bloß unverfänglich bleiben, bloß nicht zu sehr binden und schnell mal eine Session und dann wieder Schluss.
      Es scheint nur noch diese zwei Extreme zu geben. Entweder ein Instant-Machtgefälle für den BDSM-ONS oder die Spielbeziehung über kurze Zeit. Oder 5103 Nachrichten, 364 Telefonate, 21 Videochats und 7 vorsichtige, beinahe Online-Sessions, bevor es ein Treffen gibt, auf neutralem Boden, mit beiderseitigem Cover und dem SEK auf Abruf. (Vorsicht leichte Übertreibung).

      Ich will hier nicht das langsame Kennenlernen nicht schlecht reden. Ich bin ein Fan davon, sich Zeit zu lassen, gerade weil es auch meine Geduld fordert. Ich hab nur das Gefühl das viele nicht wissen was Sie wollen und wonach Sie suchen und so unnötig Zeit mit den Falschen verplempern oder auf den großen Fang warten. Hinter riesigen Schutzwällen, die nicht nur die Anderen draußen halten, sondern auch einen Selbst drinnen. Mich eingeschlossen.

      Wenn jetzt also ein paar Subs und Doms hier schreiben was Sie als selbstverständlich erachten bei der anderen Seite? Ich mache gerne mit. Aber erwartet nicht so viel.

      PS: Schon wieder länger als erwartet und sieht noch jemand die Wortspiele oder bin ich der Einzige?
      In unserer hektischen Welt muss man gelegentlich innehalten,
      um sich in aller Ruhe etwas Unanständiges auszudenken.
      :coffee:
      B. Traven