Regeln für den Alltag

      Danke, @Feuerpferd, du hast ausgesprochen, was ich gedacht habe!


      Einen weiteren Gedanken habe ich noch hierzu:

      esclavia schrieb:

      Aber sub zu sein geht nur und ausschließlich mit einem Dom? Tut mir leid, aber dann ist es nur eine 'Spielweise' und keine Lebenseinstellung.

      Was heißt denn nur? Ich finde, das klingt total abwertend, als wäre es nicht 'richtig', nicht 'genug' oder einfach 'weniger gut/wert', wenn BDSM für jemanden eine 'Spielwiese' ist und nicht gleich ein fester Bestandteil in jedem Bereich des Lebens einer Person ist. Ist Devotion weniger 'echt', weniger schön, weniger wertvoll, wenn sie sich auf bestimmte Bereiche des Lebens beschränkt und sich nur in einer Verbindung mit einem Dom zeigt? Das sehe ich aber mal völlig anders.

      BDSM ist für viele ein wichtiger und vielleicht auch unverzichtbarer Teil ihres Lebens, aber sie definieren nicht gleich ihr ganzes Leben dadurch, da ihnen andere Dinge ebenfalls wichtig - genauso wichtig oder auch wichtiger - sind. Eine Sub ist auch eine Sub, wenn sie anderen Dingen ebenfalls Raum gibt. Und das ist und bleibt sie auch, wenn sie ihre Neigung nur in einer Beziehung zu einem Dom ausleben kann/möchte.

      esclavia schrieb:

      Aber sub zu sein geht nur und ausschließlich mit einem Dom? Tut mir leid, aber dann ist es nur eine 'Spielweise' und keine Lebenseinstellung. Das ist meine Meinung!
      Warum denn so ein Ausschließlichkeitsanspruch? Mein Leben hat viele Facetten und aus diesen Facetten formt sich meine Lebenseinstellung. Nicht jede dieser Facetten möchte ich in jedem Bereich meines Lebens (aus)leben, aber macht nicht das auch Leben aus?
      Sorry aber nach deiner Logik bin ich dann nur Mutter wenn meine Kinder in der Nähe sind ??
      Ohne meinen Partner bin ich immer noch Sklavin aber der Unterschied ist ich bin herrenlos .
      Ganz bestimmt dadurch weniger glücklich .
      Aber ich bin Frau Sklavin Mutter Freundin Angestellte fellnasen Besitzern . Alle diese facetten das macht mich aus .
      Im Einklang miteinder verbunden aber manchmal auch die eine facette im Vordergrund.
      Träume nicht dein Leben
      Lebe deinen Traum
      Hier ist nicht erwünscht, die Neigung Anderer in Frage zu stellen.

      Wenn Du sagst „Ich brauche das für mich, sonst fühlt es sich nicht richtig an“, hätte niemand was dagegen gesagt, sondern höchstens eine eigene, andere Perspektive dargestellt.

      Wenn Du aber sagst „Es sollte sein, und wer das anders sieht, ist keine Sub“, dann hilft auch kein „meine Meinung“. Das seelische Innenleben einer Person zu beurteilen, die ich nicht einmal kenne, steht mir nämlich einfach nicht zu.
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!

      esclavia schrieb:

      Ich lese laufend nur, es geht nur mit einem Dom.
      Das Problem ist mMn, für Dich ist das "es" in diesem Satz das Subsein an sich.
      Für mich ist das "es" Regeln im Alltag, wenn man keinen Dom hat.
      Du sprichst anderen ab, dass sie ohne Dom und ohne Regeln Sub sein können oder sich als Sub fühlen können.
      SubSein gibt es für Dich scheinbar nur, wenn man ohne Dom sich selbst als Sub "trainiert" und selbst Regeln aufstellt.
      Niemand spricht Dir iü ab, dass Du das scheinbar benötigst, um Dich als Sub zu fühlen.
      Wenn Du das brauchst, ist das vollkommen in Ordnung.
      Nur andere brauchen das eben nicht und das solltest Du auch akzeptieren. Deswegen sind sie keine schlechteren Subs als Du.
      Wichtig ist doch vor allem, was man im Inneren fühlt.

      Im übrigen wäre es nett, wenn Du konkret einmal sagen würdest, was Du Dir so als Training auferlegt hast, um Dich als Sub zu trainieren.
      Das hast Du bis jetzt noch nicht getan. Würde mich wirklich interessieren.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Da fühle ich mich persönlich angegriffen, wenn man mir sagt, meine Art meine Devotion zu leben wäre nur Spiel und keine Lebenseinstellung. Denn ich lebe mein D/S nur mit einem Herrn, meinem Herrn aus.
      Im Alltagsleben geht es nicht. Meine Arbeit ist mir wichtig und ich mache sie gerne und gut. Dort trage ich Uniform, hauptsächlich Hosen. Bekleidungsregeln von einem Dom sind nicht möglich. Und mich "unterordnen" auf Arbeit? Ich arbeite in einem Bereich, in dem ich die Anweisungen und Regeln von der Geschäftsführung durchsetzen muss. Da knallt schon mal eine "virtuelle "Peitsche durch die Gänge.

      Mein letzter Partner und Herr fand den Spagat, die Verwandlung von mir in seinem Beisein immer sehr reizvoll. Und er war stolz auf mich, dass ich es so gut bewältigen konnte.
      Spiel? Nein, D/S mit meinem Herrn wäre kein Spiel, es ist mein Leben. Mein Leben mit ihm.

      Und ich muss nicht "trainieren". Schon alleine weil es nicht unbedingt sinnvoll ist. Nicht jeder Dom legt Wert auf die gleichen Regeln.
      Schönen guten Abend, hallo esclavia,

      spannendes Thema :).

      Viele Regeln, Rituale oder sonstige Aufgaben für die sub/sklavin sind expliziert auf ihren Dom zugeschnitten
      Du schreibst die Regeln / Rituale / Aufgaben wären oft auf Dom zugeschnitten.

      Ich denke es ist - wenn man sich damit näher beschäftigen möchte - nicht sinnig dies in einen Topf zu schmeissen.

      Regeln ordnen Erlaubtes und Unerwünschtes in Kategorien mit denen sich prima arbeiten lässt , weil man eine Richtschnur für sich hat. Das funtioniert für Doms im übrigen auch.

      Rituale sind geeignet Bindung zu fördern und Phasen ein-oder auszuleiten.

      Aufgaben basieren auf zielorientiertem Inhalt.

      Sind wir uns einig?

      Damit beziehen sich logischerweise Regeln auf Vorlieben und Abneigungen des Doms. Wäre dem nicht so käme man dem vor sich hinsiechenden Beziehungstod langsam näher, denn es entstünden Regeln die dem Dom nicht wichtig sind und eines Tages stellt man fest, dass diese weder eingehalten werden noch die Nichteinhaltung zu Reaktion führt, weil es schlichtweg gelebtes Desinteresse bezeugt.

      Rituale strukturieren das Miteinander und bieten dem Machtgefälle einen Raum zur Entfaltung.

      Aufgaben bauen auf dem Ansinnen auf die submissive zu fordern, fördern, führen - ergo Stärken auf- und Schwächen abzubauen.

      Insofern - wäre es so , dass sich Regeln, Rituale und Aufgaben ausschließlich auf Dom beziehen würde ich mir meine Meinung erlauben mit "da hat sich einer keine Gedanen gemacht was er tut".



      Da stellt sich für mich die Frage, wie ist das bei sub/sklavinnen, die eine Fernbeziehung führen oder (zumindest vorübergehend) ohne Dom sind? Dürfen/müssen sie dann ein ganz normales Leben führen ohne sich ihres Status als sub/sklavin bewusst zu sein?

      Ob nun jemand ohne Dom die R R A -ich kürze mal ab - hat , vielleicht aus einer vorigen Beziehung oder selbsterstellte... eine sklavin ohne Herrn ist eine submissive, ergo frei.

      So schlimm das für eine submissive ist, die genau das will, sie ist frei und das macht Schwierigkeiten. Sie hat damit den Status einer nichtgebundenen, nicht unterworfenen, nicht in Anspruch genommenen Frau mit besonderer Veranlagung. Sie muss mit ihrer Situation irgendwie ein Arragement finden. Keine Regel, kein Ritual und keine Aufgabe kann sie entbinden diesen Statusverlust, der paradoxerweise ein Statusgewinn ist zu erfahren - meine Meinung.


      Müssen die Regeln immer auf den Dom zugeschnitten sein? Sind sie nur dann sub/sklavin, wenn er mit dabei ist?
      Wenn auf Dom zugeschnitten meint - wenn Dom anwwesend ist - nein müssen sie nicht, sollten sie nicht, denn schwammige Strukturen führen nicht wirklich zu einer stabilen Basis.


      Sollte es nicht auch ganz allgemeine Regeln oder Rituale geben, die auch in den ganz normalen Alltag integriert werden können, so dass sie sich immer und überall ihres Status bewusst ist?!
      Unbedingt, nicht zum Aufzeigen des Statusunterschiedes, sondern um ihren Bewegungsspielraum abzustecken und ihr Sicherheit zu geben. Es entfaltet sich auf festem Boden deutlich einfacher.



      Einfache Rituale, die irgendwann zur Selbstverständlichkeit werden und automatisch in den Tagesablauf einfließen und fester Bestandteil dessen werden!
      Sehe ich auch als notwendig und vor allem klug an. Mich würde interessieren warum du das für wichtig hälst.


      Oder natürlich auch kleine oder größere Aufgaben, die sie erledigen muss und natürlich bei nicht Erfüllung bestraft wird.
      Frage - wozu?



      Wer bestimmt diese Regeln, Rituale oder Aufgaben?
      Derjenige auf dessen Seite das Recht liegt, dies zu tun.


      Aber jede sub/sklavin sollte doch unabhängig von ihren Dom auch solche haben, oder?
      Unabhängig von denen die der Herr aufstellt oder unabhängig von der Anwesenheit?


      Ein kleiner Regelkatalog, feste Rituale... und so manche Aufgabe kann man sich auch selbst auferlegen.
      Was kanst du dir vorstellen könnte an den selbst auferlegten Aufgaben kontraproduktiv sein?



      Jede sub/sklavin hat da sicherlich auch genügend Phantasie!
      Was bringt es deiner Meinung nach? Was würdest du dir vorstellen sollte/könnte sklavin ergänzen und warum?



      Gibt es jemand, der damit Erfahrung hat, bzw. solche Regeln, Rituale und dergleichen hat?
      Ja, jede Menge.


      Wer hat Ideen, wie diese aussehen könnten? Es können wirklich nur Kleinigkeiten sein, es kann aber auch etwas total Abgedrehtes sein! Ich freu mich schon über eure Kommen
      Wie sagt man so schön? This is not my business. Es ist eine Form das Machtgefälle zu unterwandern, dies liegt nur nicht so plakativ auf der Hand.
      <<<Toleranz sollte nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.>>>
      Johann Wolfgang von Goethe
      esclavia, du stolperst vielleicht deshalb über die Reaktionen, weil du wie zuvor wieder zwei ähnliche aber nicht identische Aspekt in einen Topf wirfst. Vielleicht hattest du aber auch vom Threadverlauf eine vorgefertigte Vorstellung im Kopf?

      Submissive - nicht jede möchte oder kann strikt restriktiertes Miteinander und so wirst du aufgrund dieser in Verbindung bringenden Formulierung vermutlich niemals ein Gespräch führen können ohne beherzt Menschen auf den Schlips zu latschen und nur albatrossartig in einen schönen Flow kommen, indem ihr miteinander agiert.

      das Dasein als sub funktioniert für sie nur in Verbindung mit einem Dom.

      Natürlich ist das bei einigen so, bei den meisten vermutlich, weil sie einfach keine anhaltenden Übergriffe des Doms in den getrennten Alltag ausleben und eben auf Signal oder Ansprache fluide in eine andere Phase übergehen.

      Was hier für einige wie vorführender Vorwurf klingen muss ist schlichtweg nur für sklavinnen im Sinne Absoluten Machtgefälles erforderlich und meines Erachtens zwingend, aber lange nicht für jeden Ds-er.


      Wenn kein Dom da ist, dann gibt es keine Regeln also sind sie auch nicht Sub.

      Nö - das verstehe ich nicht so, aber sie haben eben keine "Vollverpflegung". Wer verliert denn bitte in einer Ds Verbindung seinen Status zum Dom, aufgrund nicht allumfassender Zugriffe? Der Status ist da, der Zugriff eben nicht immer.


      Da, so denke ich mir, ist die Devotheit oder Submission, oder wie auch immer man dies bezeichnen mag, nur eine Art Spielweise und keine Lebenseinstellung.
      Das sehe ich auch so, würde es aber etwas anders formulieren wollen. Lebenseinstellung ist es, denke ich schon, aber es ist keine Veranlagung, sondern Neigung. Es ist keine Lebensart für diese Menschen, es ist Teil der Sexualität. Es lässt Spielraum für variable Ausprägugen und die Konstellation findet sich mit dem entsprechenden Partner. Wenn du so willst - die Dosis ( der Partner) macht das Gift ( Ausgestaltung / Ausweitung).


      Wenn man im Vergleich dazu einen Spitzensportler oder Spitzensportlerin nimmt, die plötzlich keinen Trainer mehr hat, dann wird die deswegen niemals mit dem trainieren aufhören.

      Denkst du das wirklich? Dann lies mal wie wenig das "Training" im Fluß ist bei ehemaligen sklavinnen die abgestoßen werden oder nach ihrem Herrn zurückbleiben wie verloren oder sprich auch nur mit denen die die Veranlagung in sich tragen und keinen Herrn haben, finden und nicht bei sich ankommen können, sich immer mehr verlieren. DAS kann man nicht alleine. Eine sklavin ohne Herrn ist eine Frau. Punkt.


      Weil sie die Leidenschaft haben und weil sie es verinnerlicht haben. Aber sub zu sein geht nur und ausschließlich mit einem Dom? Tut mir leid, aber dann ist es nur eine 'Spielweise' und keine Lebenseinstellung.
      Ja, das wird so sein. Sklavin sein geht auch nur mit einem Herrn. Was du vielleicht meinst ist man kann seine Veranlagung nicht ausziehen, weniger geht nicht um sich selbstverwirklichen zu können und Erfüllung zu finden.

      Es gibt für die Ausprägung der Beziehungskonstellation keine Kompromißfähigkeit bei einer submissiven, so wie ein Fetischist ohne seinen Fetisch keine Befriedigung findet.

      Eine Lebenseinstellung abzusprechen finde ich vorsichtig ausgedrückt anmaßend. Selbstredend sind da Lebenseinstellungen, nämlich vermutlich diese - kein absolutes Machtgefälle mit allumfassendem Zugriff, wohl aber durchaus ein Machtgefälle zu wollen. Diese Frauen sehen vielleicht maximales Machtgefälle einfach nicht als für sie gangbare Lebensart an.

      Weißt du was ich meine? Du setzt diese Frauen durch fehlende Argumentation herab und verläufst dich möglicherweise dabei auf zu niederes Terrain. Ich würde mir wünschen du würdest deine Zeilen mit Argumenten und Hintergründen beleuchten. So klingt es absurd vorwurfsvoll, wenn du keine Auseinandersetzung mit deinem Standpunkt ermöglichst. Auf mich wirkt es an vielen Stellen wenig reflektiert. Vielleicht magst du nochmal antworten.

      Ich habe mal gesagt und ich stehe dazu: trifft eine authentisch submissive auf einen authentisch veranlagten Dominanten spielt nichts außer dieser Tatsache eine Rolle und die Unterwerfung ist die logische Folge, unabhängig von Vorlieben und persönlichen Geschmäckern. Denn die Veranlagung steht über dem. Man kann nicht aus.

      Das war ein ganz großer Aufreger. Verstanden und zugestimmt haben leise im Hintergrund einige wenige.
      Aber ich denke die wusste auch genau was ich meine.

      Schönen Abend
      triangel
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von triangel ()

      Ich möchte (noch einmal) darauf hinweisen, dass in diesem Thread zwei verschiedene Konstellationen miteinander vermischt werden.

      1.
      Dom und Sub führen eine Fernbeziehung, dh Dom ist nicht jeden Tag anwesend.

      2.
      Sub hat gar keinen Dom.

      Ich persönlich bin immer von der 2. Situation ausgegangen.
      DA finde ich Regeln, von Sub selbst aufgestellt, unsinnig.

      In der 1. Situation finde ich sie toll.
      Leider ist mein Herr nicht so dafür, was mir manchmal schon das Gefühl gibt, mich im leeren Raum zu befinden, ohne Korsett und ohne Führung.
      Ich hätte sehr gern tägliche, feste Regeln, die mir seine und meine Stellung jeden Tag bewusst machen.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud

      triangel schrieb:

      Ich habe mal gesagt und ich stehe dazu: trifft eine authentisch submissive auf einen authentisch veranlagten Dominanten spielt nichts außer dieser Tatsache eine Rolle und die Unterwerfung ist die logische Folge, unabhängig von Vorlieben und persönlichen Geschmäckern. Denn die Veranlagung steht über dem. Man kann nicht aus.
      Ich finde es schön, dass du oft ausführlich und übersichtlich auf Posts antwortest :)

      Bei dem Zitat bin ich von deiner Aussage nicht überzeugt.
      Ich habe relativ viel Kontakt zu Leuten, die sich als Dom bezeichnen, habe aber bei den meisten nicht das Bedürfnis mich zu unterwerfen. So wie ich deine Aussage verstehe, ist die einzig mögliche Schlussfolgerung, dass entweder ich nicht authentisch submissiv oder die Doms nicht authentisch dominant veranlagt sind.

      Hast du das so gemeint?
      Wenn ja, wäre das nicht auch irgendwie anmaßend? Gerade wenn man davon ausgeht, dass nicht nur ich mich vielen der Doms nicht unterwerfen möchte?
      Wir führen eine Fernbeziehung. Zu Beginn der Beziehung erhielt ich zunächst SEINE Regeln, die ich zu beachten habe. Nichts Großes oder etwas, was mich überfordert, also alles im Rahmen des Möglichen. Darüber hinaus war aber für mich auch klar ersichtlich, was er mir im Gegenzug schenkt, sprich: er hat für sich auch Regeln erstellt, auf die ich vertrauen und zurückgreifen kann bei Nichteinhaltung seinerseits.
      Im Laufe der Zeit wünschte ich mir von meiner Seite noch andere Regeln/ Aufgaben, die mir als Frau/ sub wichtig waren. Und diese sind explizit auf meine Bedürfnisse zugeschnitten. Eben weil ich durch diese Regeln für mich eine positive Entwicklung nehmen möchte. Und genau das ist der Punkt. Diese Regeln geben mir Halt, gerade in der Zeit, wo wir getrennt sind und darüber hinaus, und da spreche ich für mich, sind die Regeln für mich " Normalität " geworden. Sie helfen mir Schwächen in Stärken umzuwandeln. Aber am Ende hat Er das letzte Wort und entscheidet über die Regeln, da ihm mein Wohl am Herzen liegt.
      Du kannst nur vertrauen, wenn du spürst, dass du geliebt wirst <3
      @esclavia

      Möchtest Du mit Deinen Aussagen einfach nur provozieren oder denkst Du wirklich so?
      Ich persönlich finde Deine Aussagen sehr anmaßend und abwertend.

      Du schreibst, dann wäre es für ALLE Subs und Sklavinnen nur eine Spielweise und würden es nicht leben.

      Meine Antwort dazu:
      Ich unterwerfe mich NUR einem Herrn und nur MEIN Herr gibt mir Regeln und NUR ihm gehört meine Devotion. Als ich Single war, warum hätte ich mir selbst Regeln auferlegen sollen? Laut Deinem Denken ist eine Sub oder Sklavin nur dann auch wirklich eine Sub oder Sklavin wenn sie sich selbst Regeln und Aufgaben gibt.

      Bedeutet für mich, dass Du als Single diese Hilfsmittel benötigst weil Du Dich nur dann als Sub fühlen kannst. Nun könnte ich umgekehrt genauso hin gehen und sagen, dann ist es nur eine Spielerei für Dich weil Du es nicht wirklich fühlst, es nur durch die besagten Hilfsmittel die Sub in Dir annehmen kannst. Klingt anmaßend nicht wahr? Und fühlt sich mit Sicherheit nicht schön an.. Aber vielleicht macht es Dir bewusst wie anmaßend Du herüber kommst und was Du der Allgemeinheit unterstellst
      Mein Herr führt, ich folge
      Normalerweise gehöre ich nicht zu denen, die Romane als Antwort schreibt, aber bei dir @esclavia, geht mir langsam die Hutschnur hoch!

      esclavia schrieb:

      (ich will mich da jetzt absichtlich nicht näher festlegen
      Schade eigentlich! Denn anstatt immer nur die Beiträge anderer zu kritisieren, wäre es doch mal ganz schön, deine eigene Sichtweise zu hören!
      Damit hälst du dich ja sehr geschlossen. Über konkrete Anfragen gehst du einfach hinweg...

      esclavia schrieb:

      Da, so denke ich mir, ist die Devotheit oder Submission, oder wie auch immer man dies bezeichnen mag, nur eine Art Spielweise und keine Lebenseinstellung.
      Denkst du? Schade, denn dann hast du noch nicht erstanden, das BDSM sehr vielfältig ist und jeder von uns es anders auslebt.

      esclavia schrieb:

      Wenn man im Vergleich dazu einen Spitzensportler oder Spitzensportlerin nimmt, die plötzlich keinen Trainer mehr hat, dann wird die deswegen niemals mit dem trainieren aufhören.
      Ganz schlechter Vergleich! Aus meiner Sicht zumindest. Denn hier redest du tatsächlich von etwas antrainiertem, im Gegensatz dazu ist Submissivität, Devotion, Masochismus, Sadismus, Dominanz usw. eine Neigung, die nicht antrainiert wurde, sondern in uns ist.

      esclavia schrieb:

      sorry @SklavinPrinzessin, das ist nicht meine Meinung. Das ist die Meinung, die mir hier entgegen schlägt. Ich lese laufend nur, es geht nur mit einem Dom.
      Ich bin anderer Meinung aber das ist hier scheinbar nicht erwünscht!
      Hier ist jede Meinung erwünscht, solange sie nicht abwertend, beleidigend oder massregelnd ist.
      Vielleicht gehst du mal zum Anfang zurück, gehst in dich und reflektierst, was du so geschrieben hast und warum dir deiner Meinung nach eine bestimmte Haltung "entgegenschlägt".
      Wie heisst es doch so schön? "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!"
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Ich finde es traurig. Eigentlich habe ich mir hier einen Meinungsaustausch erhofft, mit Leuten, die ähnliche Interessen haben. Statt dessen muss ich mich laufend rechtfertigen, weil manche dies nicht nachvollziehen können. Jeder einzelne Satz wird zerpflückt und jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt. Aber gut. Ich bin anders und ich habe gelernt, damit zu leben. Und ich habe im Leufe meines Lebens einen breiten Buckel bekommen.
      Ich dachte ursprünglich, hier sind mehr Leute, die auch 'Anders' sind. Aber scheinbar gibt es im Dom/sub Bereich auch eine genau definierte Norm, wie man zu sein hat.
      Toleranz wird mir abgesprochen. Interessant! Nur weil ich nicht so denke wie die meisten?
      Eigentlich wollte ich mich zu dem Thema nicht mehr melden, da die Diskussion von der ursprünglichen Frage mittlerweile meilenweit entfernt ist. Und egal was ich auch sage oder schreibe, ich bin natürlich daran schuld, das es vom Ziel entfernt ist! Wahrscheinlich, weil ich eine eigene Meinung habe.

      Zu einigen Aussagen möchte ich aber dennoch Stellung nehmen, auch auf die Gefahr hin, wieder mit dislikes überzogen zu werden. Aber meine Meinung lasse ich mir trotzdem nicht verbieten


      MatKon schrieb:

      und Du sprichst anderen Subs die "offizielle Subseinberechtigung" ab, was Du - wie jeder Außenstehende - aber gar nicht beurteilen kannst und was Dir in meinen Augen auch nicht zusteht.
      Aha! Ich habe (zur Zeit) keinen Dom, also habe ich keine Ahnung! Wie schön, das du mich so gut beurteilen kannst.

      Dominantseptakkord schrieb:

      Hier ist nicht erwünscht, die Neigung Anderer in Frage zu stellen.
      Ok! Warum darf man dann meine Meinung in Frage stellen?

      Dominantseptakkord schrieb:

      Wenn Du aber sagst „Es sollte sein, und wer das anders sieht, ist keine Sub“,
      Wann habe ich das geschrieben?

      Feuerpferd schrieb:

      SubSein gibt es für Dich scheinbar nur, wenn man ohne Dom sich selbst als Sub "trainiert" und selbst Regeln aufstellt.
      Nein, meine eigentliche Frage war ja, ob und wie es ohne Dom gehen kann! Da unterstellst du mir etwas!

      topaz schrieb:

      Hier ist jede Meinung erwünscht, solange sie nicht abwertend, beleidigend oder massregelnd ist.
      Ok! Außer natürlich meine Meinung. Die darf man schon abwerten, beleidigen und massregeln.
      Villeicht hilft es den Schalter in deinem Kopf einmal von der 'Senden' Position auf 'Empfang' zu stellen? Dann lies die Kommentare noch einmal durch. Ich sehe keine offensichtliche Ablehnung deiner Meinung: im Gegenteil du interpretierst andere Meinungen, nicht wie sie ausgesprochen werden, sondern wie du sie verstehst (verstehen willst)

      My 2 Cents

      esclavia schrieb:

      Nein, meine eigentliche Frage war ja, ob und wie es ohne Dom gehen kann! Da unterstellst du mir etwas!
      Ich finde es schön, dass Du Dich noch äußerst, ^^
      Leider habe ich aber irgendwie das Gefühl, wir reden aneinander vorbei. Denn Deine Argumentation vorher war genau so, dass jemand ohne Dom und ohne Regeln keine "echte" Sub ist:

      esclavia schrieb:

      Aber sub zu sein geht nur und ausschließlich mit einem Dom? Tut mir leid, aber dann ist es nur eine 'Spielweise' und keine Lebenseinstellung. Das ist meine Meinung!
      Was meintest Du denn sonst mit dieser Ausage? :gruebel:

      Ich versuche einmal, zusammenzufassen, was Deine Meinung ist (um sicherzustellen, dass ich das richtig verstanden habe):
      Du meinst, Sub sollte ihr Subsein ohne Dom (dabei ist KEINE Fernbeziehung gemeint, sondern jemand mit devoter Neigung, der gar keinen Dom hat) trainieren , zB durch bestimmte Regeln im Alltag, die sie sich selbst auferlegt. Macht sie das nicht, ist sie keine Sub, sondern lediglich eine Frau, die sich sporadisch wie eine Sub benimmt, wenn ein Dom sich ihrer annimmt und BDSM als Spielwiese betrachtet.

      Ich bin jedoch der Meinung, dass das Subsein nicht von Äußerlichkeiten abhängt, sondern eine innere Einstellung ist, die man hat oder nicht. Deswegen muss man dies auch nicht trainieren und Regeln im Alltag, wenn es keinen Dom gibt, sind nicht nötig. Auch, weil jeder Dom mir von ihm abhängige Regeln auferlegen würde, die IHM wichtig sind. Da ich jedoch keine Hellseherin bin, kann ich diese vorher nicht wissen.

      Deshalb würde mich immer noch interessieren:
      Was genau meinst Du, muß man trainieren? Das verstehe ich leider immer noch nicht.

      Das ist wirklich Interesse von mir. Ich würde Deine Meinung gern richtig verstehen.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud

      esclavia schrieb:

      Aber scheinbar gibt es im Dom/sub Bereich auch eine genau definierte Norm, wie man zu sein hat.
      Eben nicht! Hier wird doch gerade auf die Vielseitigkeit hingewiesen; darauf, dass nicht alle so denken, sondern ihre eigenen Gefühle und Sichtweisen haben, die stark voneinander abweichen können - und dass nicht jedes Beziehungsmodell und jede Einstellung dazu, wie D/s 'auszusehen hat' dem entspricht, wie du es hier aus deiner Sicht beschreibst.

      Wenn Du sagst, so und so müsse das laufen, sonst sei man keine Sub/Sklavin, bist es doch du, die eine 'Norm' vorschreiben will...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zofe ()

      Hallo zusammen,

      Ich habe lange über diesen Post nachgedacht, bzw über den Eingangsthread....
      Im Grunde hat doch jeder, egal ob sub oder nicht, feste Rituale/Regeln/Aufgaben... die wahrscheinlich gar keinen wirklichen D/s Bezug haben... ich denke da jetzt gerade an so (zugegebenermaßen banale) Dinge, wie Zähneputzen, Haare waschen, zur Arbeit gehen.... In meinen (sub)Augen sind auch das Rituale.... die ich habe, egal ob es einen Dom in meinem Leben gibt, oder nicht... die (egal wie) auf mein Leben zugeschnitten sind.

      Ja, der D/s Bezug fehlt, aber MEIN subsein, ist etwas, das in meinem Kopf "verankert" ist.... Das bin ICH....

      Regeln/Aufgaben/Rituale die mein Dom mir (hoffentlich) aufgibt dienen m.M.n. eher um das Machtgefälle zu besiegeln, festigen... und die ich dann auch mit Freuden erfüllen werde....

      Hoffe ich war jetzt nicht allzusehr am Thema vorbei...
      I am good, but not an angel. I do sin, but I am not the devil. I am just a small girl in a big world trying to find someone to love.

      -Marilyn Monroe