Kontaktverbot

      Kontaktverbot

      Ich habe während meiner SM Zeit schon mehrere Kontaktverbote erlebt und gerade interessiert es mich sehr wie es anderen damit geht..... :yes:

      Habt ihr schon mal Kontaktverbot erteilt oder welches bekommen? Wie ging es euch damit?
      War es mehr eine Bereicherung für euch oder eine Strafe/ Qual? :empathy:

      Dom und (!) Sub Antworten sind mir sehr willkommen.

      LG Adriane
      Moin,

      ich hatte ein Mal Kontaktverbot und es war die Hölle. Für mich ist Ignoriertwerden und Kontaktverbot eine Strafe, die ich nie wieder erleben möchte. Wenn die sub Mist gebaut hat und um Verzeihung bitten möchte, dann ist Kontaktverweigerung seitens des Dom für mich ein no-go und mittlerweile ein echter dealbreaker.

      Sub mal nachdenken lassen nach einer Bestrafung (Ecke stehen, knien etc.) in einem fest definierten Zeitrahmen ist ok, alles andere nicht und ich empfinde es als Willkür.

      Auch so‘n früher Vogel - Rainha
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)


      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)
      Ich sehe das auch so wie @Rainha!
      Ein Kontaktverbot sehe ich als kontraproduktiv für die Beziehung an.
      Sub Knien lassen, um für sie das Umfeld und die Zeit zu geben ist völlig ok und auch so gewünscht.
      Ich gebe ihr keine Zeit, sondern sie muss selbst entscheiden, wenn sie mit dem Nachdenken zu einem Ergebnis gekommen ist und mich dann bitten, diese Zeit zu beenden.
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      Nur entweder im Zusammenhang mit Trennungen (wenn sie richtig hässlich waren), oder temporär.

      Ich hatte mehrere Freundinnen die studierten und vor besonderen Prüfungen haben wir uns einfach mal 1-2 Wochen Kontaktsperre ausgemacht.

      Es hatte also bei mir nichts mit Strafe zu tun sondern mit persönlichen Lebensumständen.
      Ich bin zu schnell, zu hoch geflogen. Meine Flügel verbrannten.
      Abgestürzt in meine persönliche Hölle, aus der ich mich selber ausgegraben habe.
      Hier stehe ich nun, kein Engel kein Teufel - nur ein Mensch.
      Ein Kontaktverbot für mich als sub wäre es absolutes NoGo. Ich würde mich ungeliebt und auswechselbar fühlen, und das ist etwas was ich definitiv nicht haben möchte.

      Ich habe als Dom noch nie eine solche Strafe ausgesprochen und werde es voraussichtlich auch nicht tun. Es passt schlicht nicht zu meiner Philosophie BDSM zu leben. Dafür liegt mir das seelische Wohlergehen meiner subs viel zu sehr am Herzen. Es gibt mehr als genug hundsgemeine Strafen die man sub als Alternative aufdrücken könnte.
      Für mich wäre es die Hölle. Wenn ich Mist gebaut habe, dann brauche und möchte ich ihn an meiner Seite wissen, damit wir es klären können und er mich auffangen kann. Glücklicherweise ist es für ihn keine Option mir den Kontakt zu verweigern. Er ist stets bemüht den Kontakt zu mir zu haben, auch wenn das aus verschiedenen Gründen nicht immer ganz einfach ist.

      Mein ExMann hat mich mehr als einmal ignoriert und es war furchtbar demütigend für mich, hat extrem viel Vertrauen gekostet und war für mich immer mit Willkür verknüpft.

      Mich für einen bestimmten Zeitraum in die Schranken zu weisen, damit ich nachdenke, könnte ich mir vorstellen. Dann aber nur wenn er die ganze Zeit anwesend ist und mich im Blick hat. Denn ich könnte mir vorstellen in so einer Situation zusammen zu brechen oder abzustürzen. Wäre er dann nicht da oder nicht greifbar für mich, wäre das eine mittlere Katastrophe...
      Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz <3
      Das ging ja schnell mit den ersten Antworten.. Danke! :blumen:

      Dann will ich auch mal... noch einen :coffee: und los gehts....


      Bisher habe ich vier Kontaktverbote erlebt.

      Das Erste - habe ich meinem Sklaven verpasst, als ich ihn zu meinem Sklaven machte bzw. ihn darauf eingestimmt habe was ihn erwartet und danach habe ich ihm bis Mitternacht Bedenkzeit gegeben um sich klar zu werden ob er das wirklich möchte.

      Das Zweite - habe ich als Strafe erhalten, weil ich frech war.

      Das Dritte - da habe ich selbst drum gebeten, das war das Schlimmste, eine Woche lang, ich habe selbst darum gebeten, weil ich dachte das es gut wäre. Allerdings bin ich da kurzzeitig eingebrochen, habe das Verbot gebrochen und war hinterher mega böse und enttäuscht von mir selbst, es dann jedoch mit Würde zu Ende gebracht.

      Das Vierte ( und vorraussichtlich letzte!)-war ein Wochenende lang und da habe ich gemerkt das ich das in Zukunft nicht mehr möchte.


      Grundsätzlich mag und hasse ich Kontaktverbote gleichermaßen, so lange es aktiv ist überwiegt aber der Hass und die Traurigkeit. :rolleyes: :dash:

      Ich mag Kontaktverbote weil ich es als Prüfung für meinen Charakter empfinde,
      ich froh/ erleichtert und stolz bin wenn ich sie überstanden habe,
      ich mag es weil es ein extremes Erlebnis ist, das mich an meine Grenzen bringt,
      ich meinen Dom am liebsten anspringen würde, weil ich mich dann so freue ihn wiederzuhaben,
      ich es als kleine Auszeit sehe um zu reflektieren /zu verarbeiten, um ruhiger und gelassener zu werden,
      ich mag es weil es das Vertrauen in die Beziehung zu dem Dom stärkt, weil ich weiß das es ihm auch nicht leicht fällt und weil ich weiß das er mich wieder auffängt wenn es vorbei ist

      und ich hasse sie weil in der Zeit der Dom auch nie etwas schreibt,
      ich häufig mit Tränen in den Augen herumlaufe,
      mich frage ob mich der Dom noch gern hat ( so blöd es auch ist), weil man dann meistens zurück gelassen wird ohne irgendein Zeichen der Zuneigung,
      ich hasse es weil es ein extremes Erlebnis ist, das mich an meine Grenzen bringt,
      das Gedankenkarussel sich anfangs rasend schnell dreht.

      Und jetzt wo ich das niederschreibe wundere ich mich gerade selber, weil scheinbar die positiven Aspekte für mich überwiegen 8| .

      Normalerweise bin ich ein sehr rationaler, geduldiger Mensch aber hin und wieder setzt sich das Teufelchen, das ich normalerweise am Bein mit mir rumtrage, auf meine Schulter und treibt mich in gedanklichen Wahnsinn, in dem alles zu tode gedacht wird und das Gedankenkarussel nicht mehr zum Stillstand kommt und ich ganz klein und arm und hilflos werde ...

      Dann bitte ich um ein Kontaktverbot.

      Fakt ist es verhilft mir einerseits zu Ruhe und Geduld, zu Stolz auf mich selbst weil ich etwas geschafft habe, das mich mehr als alles andere quält und andererseits bin ich jedesmal heilfroh wenn ich den Dom, symbolisch oder real, wieder in meine Arme schließen kann und ich wieder Kontakt haben darf.

      :coffee:
      Wenn ein Kontaktverbot in beidseitigem Einvernehmen aufgrund von äußeren Umständen, wie bei @Gorn beschrieben, vereinbart wird, finde ich es sogar sehr verantwortungsvoll.

      Wenn ein Kontaktverbot über einen Tag ausgesprochen wird, das aber auch nur mit vorheriger Ankündigung (z.B. wenn Sub ein Verlangen nach irgendetwas hat, Dom es hier zugesteht, mit der Prämisse, dass es dann aber einen Tag keinen Kontakt gibt), finde ich es vollkommen ok, da Sub die Vor-/Nachteile für sich abwiegen kann und die Entscheidung bei ihr liegt.

      Wenn ein Kontaktverbot aber über mehrere Tage einseitig ausgsprochen wird ohne ersichtlichen Grund, ist es nicht nur für mich als Sub, sondern auch als Mensch, ein nicht verständliches Verhalten des Gegenübers. Ich würde es nicht mal als Strafe empfinden, sondern würde in dem Moment die Interessen des Gegenübers an meiner Person und der Beziehung, ob Spielbeziehung oder Liebesbeziehung, stark in Frage stellen.

      Ich freue ich mich über jede Nachricht (oder jedes Treffen), die ich bekomme, lese sie gern, schreibe gerne zurück, und finde, dass es eine Voraussetzung ist, dass es beim Gegenüber genauso ist. Ein Kontaktverbot passt da für mich nicht ins Bild und würde für mich, wenn es ohne Erklärung stehen bleibt, das Ende der Beziehung sein.
      Fragen sind niemals indiskret, nur Antworten sind es zuweilen.
      - Oscar Wilde -
      Als ich die Überschrift las, dachte ich erst an ein anderes Kontaktverbot. Nein, ich hatte noch keins und auch keins ausgesprochen.
      Aber was wäre denn, wenn Dom ein Kontaktverbot zu einer dritten Person ausspricht? Warum auch immer. Eifersucht? Unsicherheit? Ich weiss es nicht.
      Ich persönlich fände es als zu tief in das Leben des anderen eingreifen.
      Aber da fällt mir gerade noch ein: wie würden das Menschen sehen, die in TPE leben? Wäre das für euch ok?
      ...dem ist nichts hinzuzufügen 8)
      ich kenne es wie @Gorn, dass man es miteinander vereinbart - es ist dann keine Strafe, sondern eine Verabredung, sich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht zu melden. Wenn z.B. beide eine Beziehung haben und einer mehrere Tage mit dem Hauptpartner unterwegs ist, ist es sinnvoll, sich so lang keine Nachrichten zu schicken. Und dann ist es sogar gut, zu wissen, dass auch wirklich, wirklich nichts von ihm kommt, wenn das Handy piepst. Dann entspann ich so lang auch besser, hab den Kopf frei für andere Dinge... Drei, vier, fünf Tage kann ich das sogar genießen. Jetzt sind es gerade über eine Woche, das wird schon unangenehmer.

      Er kommt dann aber alle zwei, drei Tage in nem Messenger online, in dem ich sein einziger Kontakt bin. Das fühlt sich dann ein bisschen an wie, wenn er nach mir guckt, das freut mich immer. Das weiß er auch und tut es mit Absicht. Um mal den Bezug zum DS wiederherzustellen ;)

      Ach ja: Was ich daran mag und was mich gewissermaßen auch stolz macht, ist, dass ich so regelmäßig "beweisen" kann, dass wir darauf vertrauen können, dass wir uns an Absprachen zum "Rahmen" der Spielbeziehung auch wirklich halten und die ausgesparten Bereiche und ihre Grenzen absolut ernst nehmen und respektieren. Die Zeit mit dem Hauptpartner z.B., damit erweist man auch dem Menschen an der Seite des Spielpartners mit Respekt, was ich wichtig finde. Es ist auch für mich schön, dass ich da in mich reinfühlen kann und merke, dass ich damit gut klar komm und wirklich keine Eifersucht fühl. Vermissen ja, aber eben nichts anderes, Gefährlicheres. Das ist gut, zu wissen.

      Ich mag daran nicht, dass ich mir so viele Dinge verkneifen muss, die ich sonst direkt gefragt oder erzählt hätte, was die Kommunikation danach immer etwas unnatürlich macht. Man redet zu viel Unzusammenhängendes auf einmal, man geht listenartig Fragen durch, die sich aufgestaut haben... und ich verwechsel sogar, ob ich ihm schon etwas erzählt habe oder doch wem anders in der Zwischenzeit... Aber dabei wird mir auch wieder klar: man muss sich ja nicht immer alles erzählen :)
      Mir ging es wie @Mister D:
      Ich dachte zuerst, Du meinst, dass Dom den Kontakt zu einer dritten Person verbietet, :rot: .
      Allerdings habe ich weder das bisher erlebt noch dass Dom mir den Kontakt zu ihm verboten hätte.
      Ich hätte früher gesagt, dass ich beides ganz schrecklich fände, bin mir inzwischen jedoch nicht mehr sicher.
      Es kommt wohl stark auf die Umstände an und welche Beweggründe bei Dom dahinterstecken, :pardon: , mit anderen Worten:
      Verstehe ich es? Finde ich es auch sinnvoll? Haat es einen Grund, den ich einsehe und als gut für mich empfinde?

      Es ist bis jetzt jedoch so, dass ich eher selbst manchmal, wenn ich weiß, dass Dom gerade etwas Wichtiges macht, mir selbst eine Art Kontaktverbot auferlege, weil ich ihn nicht belästigen möchte.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Kontaltverbot habe ich auch schon erlebt und muss den anderen Anrworten zustimmen- das ist ziemlich böse als Strafe.

      Am Anfang quälte ich mich damit weil ich mit meinem damaligen Dom nicht darüber sprechen konnte, was falsch gewesen ist. Auch meine Entschuldigungen schienen Gleichgültig und Nutzlos zu sein. Für einen Tag oä finde ich Kontaktverbot als eine Strafe okay, aber alles was über einen längeren Zeitraum geht, macht mich nach spätestens einem Tag einfach wütend. Denn egal welche Dynamik herrscht, es ist für mich persönlich falsch einem Menschen das Gefühl der Wertlosigkeit zu geben und ihm zu zeigen "Sei froh wenn wir reden!"
      Wisst ihr was ich meine?

      Gespräche sind das wichtigste in einer Beziehung und darüber sollte man nicht "froh" sein oder "Glück" haben.

      Und Naja, je öfter so ein Kontaktverbot kommt, desto gleichgültiger wird es mir weil ich mich abkapsel. Somit Endet auch die Beziehung irgendwann, weil ich in diesem Menschen nur Arroganz sehe und kein Mitgefühl oä.
      :pardon:
      Take off your clothes
      Blow out the fire
      Don't be so shy
      da wir ja zusammen leben gibt es kein wirkliches Kontakt verbot aber , hatte mich mal zur strafe einen halben Tag ignoriert das war die schlimmste strafe die ich je bekommen habe. An diesem Tag habe ich mir vor genommen ihn nie wieder so zu enttäuschen dass er mich ignorieren muss als Strafe
      Eine Frau die sich selbst unterwirft kann nicht gedemütigt werden. Sie hat den absoluten Vorteil sich in selbstgewählter Weise einem selbstgewählten Menschen unterworfen zu haben und wird dadurch unverletzlich.
      • Simone de Beauvoir
      Ich denke, es kommt auf die Art der Beziehung und auf die Umstände an; für manche mag das tatsächlich ein Bestandteil ihres BDSM sein und ich kann mir gut vorstellen, dass das einen gewissen Reiz ausübt.

      Für uns käme das aber absolut niemals in Frage. Mein Herr und ich wohnen nicht zusammen, und er ist leider nicht gesund. Für mich ist der tgl. Kontakt via Telefon oder WA auch immer die Gewissheit, dass alles soweit in Ordnung ist. Würde ich einen Tag nichts von ihm hören, käme die Panik, dass etwas passiert sein könnte. Das weiß er, und deshalb ist ein Kontaktverbot, egal, wie lange, keine Option für uns.
      Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt. Franz Kafka
      Es sind mir schon verschiedene Dinge passiert.

      Einmal hatte ich ein Date, im Vorfeld gab es viele Telefonate, da erklärte mir der Herr, das er der Filter meiner sozialen Kontakte ist und es ihn massiv stört das wenn wir z.B telefonierten ständig mein Handy beep, weil da ieine wa oder mail eintrifft.
      Ein Grund für mich den Kontakt zu ihm zu canceln.

      Ein Anderer brach den Kontakt zu mir ab, weil ich mich eingelockt hatte, er vermutete das ich neben ihm noch mit anderen Herren Kontakt hätte. Bisdahin hatten wir noch kein Date. Wie das weitergegangen wäre kann sich jeder ausrechnen.

      Mein ExDom verweigerte ja jedwede Kommunikation nach der Trennung, was ich fast nicht verkraftet habe.

      Aus Strafe ist mir ein Kontaktverbot noch nicht passiert, wird es auch nicht. Für mich ist die psychische Belastung zu gross, das wäre beziehungsschädigent.

      Nein, ganz klare Ansage meine sozialen Kontakte sind tabu, so wie ein Kontaktverbot zu meinem Herrn auch.
      Kontaktsperre....

      Ein Thema was alte Erinnerungen in mir hervor ruft...
      Mein Herr hat diesen Thread entdeckt und er weiß was ich früher erlebt habe und mit seiner Erlaubnis werde ich hier drei Erlebnisse aus meiner Vergangenheit nieder schreiben...

      Es wird ein längerer Text werden, ich warne schon einmal vor..

      Erlebnis Nummer eins
      2012 geriet ich an einen Spieler. Ich der totale Newbie, der bis dahin noch keine einzige D/S Beziehung hatte, aber bereits zwei Jahre im Netz unterwegs war und meine ersten Schritte gehen wollte.
      Die Sehnsucht D/S endlich zu leben war daher sehr groß, wie sich der eine oder andere sicherlich vorstellen kann...

      Für den Spieler war es ein leichtes damals, meinen Kopf zu ficken und meine Sehnsüchte rauf und runter zu spielen. Er nannte sich selbst, Spieler meiner Emotionen.
      Über Wochen hatten wir täglich Kontakt via SMS, Email und Telefonate. SMS waren es täglich weit über 100 Stück. Sprich er belegte mich dermaßen mit Beschlag,
      dass ich überhaupt nicht mehr zum nachdenken kam. Permanente Präsenz via SMS, das war auch so gewollt von ihm. Er wollte eine seelische Abhängigkeit erzeugen.
      Dann von einem Tag auf dem anderen völliger Kontaktabbruch. Jeglicher Nachrichtenverkehr wurde eingestellt. Und ja, ich raste damals in einen Absturz den ich in keinster Weise vorhersehen konnte.
      Nach einer Woche kam plötzlich die erste Nachricht mit der Frage wie es mir gehe...
      Von jetzt auf gleich wieder Kontakt vom Aufwachen bis zum Schlafen gehen. Dann kamen erste Treffen. Dann passierte es ein zweites Mal. Ich hatte etwas über ihn heraus gefunden und von jetzt auf gleich völliger Kontaktabbruch..
      Und ich hatte den zweiten Absturz. Jedoch fiel mir an mir selbst eine Veränderung auf. Der erste Absturz war heftig und für mich eine ganz neue Erfahrung. Ich war in den sieben Tag nicht mehr ich selbst.

      Beim zweiten Mal schützte meine Seele sich. Ich ließ es nicht an mich heran. Merkte, dass ich anfing auf Distanz zu gehen. Und er bemerkte es auch. Also suchte er wieder den Kontakt. Jedoch war einiges in mir passiert.
      Alles hatte sich auf Schutz gestellt. Und mir war klar, beim nächsten Mal ist es das absolute Aus. Er überschätzte sich. Dachte er könne mich damit gefügig machen. Und tat es ein drittes Mal. Da kam nur noch eine einzige Reaktion von mir.
      Diesmal war ich es, die eine SMS schrieb und ich wünschte ihm alles Gute. Schrieb ihm, dass er sich nie wieder melden bräuchte bei mir. Er nahm das wohl nicht ernst und vier Wochen später schrieb er mich erneut an und fragte wie es mir ginge.
      Meine Reaktion darauf, am nächsten Tag legte ich mir eine neue Handy Nummer zu. Ich blockierte ihn überall und ließ nie wieder einen Kontaktversuch zu.

      Eines wurde mir durch diese Geschichte klar. Distanz lässt mich auf Distanz gehen, Nähe ist es die mich einbrechen lässt. Ich bin ein erwachsender Mensch und wenn ich einen Fehler mache, kann man(n) mit mir reden.


      Erlebnis Nummer zwei...
      Anfang 2016 lernte ich jemanden über das Internet kennen. Es folgten drei Treffen. Ich sagte von Anfang an ehrlich, dass eine Fernbeziehung für mich keinen Sinn ergibt. Uns trennten 300 Kilometer.
      Dann kam ein Wochenende an dem er arbeiten musste. Wir hätten uns an diesem Wochenende also keinesfalls treffen können. Das nur als Info, dass ich das Verhalten noch viel weniger verstand.
      Er wusste, dass ich an dem besagten Wochenende mit mehreren Freundinnen verabredet war. Besagte Freundinnen kamen aus ganz Deutschland angereist und diesen Abend dann so zu organisieren, dass tatsächlich alle kamen, brauchte eine gewisse Planungszeit.
      Es passte ihm nicht und er versuchte vorher bereits durch Bemerkungen mir diesen Abend madig zu machen. Der Abend begann und dann gab es einen Vorfall via WhatsApp und er setzte die Waffe des Ignorieren als Bestrafung ein. Was wollte er damit erreichen?
      Das ich den Abend nicht mehr genießen kann und ihn hätte abbrechen sollen. Was tat ich statt dessen? Ich beende es am nächsten Tag. Wünschte ihm alles Gute und machte ihm unmissverständlich klar, dass kein Mann das jemals wieder mit mir tut.
      Er gab zu, dass sein Ziel war, dass ich hätte nach Hause fahren sollen und Isolation von meinen Freunden war sein Ziel. Die „Waffe“ Kontaktverbot oder Kontaktabbruch wird von dem einen oder anderen wohl gerne benutzt.

      Immer wenn ich mich mit dem einen oder anderen Dom mal unterhalten habe und hinterfragte, warum sie das tun würden. Bekam ich immer die gleiche Antwort..
      Die Sub gefügig machen. Ist das so? Diese Frage stelle ich erneut an diejenigen die das gerne als Strafe einsetzen.

      Um Missverständnissen vorzubeugen, ich stelle das nicht fest und das gilt nicht für alle. Es ist eine erneute Frage an diejenigen, die das als Mittel benutzen. Es waren die Antworten die mir bisher gegeben wurden.


      Erlebnis Nummer drei...
      Das war Mitte 2016..
      Wieder lernte ich jemanden kennen.. Zu der Zeit lief ich auf Krücken durch einen Bänderriss. Dann passierte etwas, ich rutschte in meiner Wohnung aus und stürzte. Was die Verletzung verschlimmerte.
      Das sah der andere als Grund mich zu „bestrafen“ weil ich mir selbst Schaden zugefügt hätte. Ich nicht sorgsam mit mir umgegangen wäre. Ich konnte das in keinster Weise verstehen und war fassungslos.
      Es folgte ein Kontaktverbot und es sollte bestehen bleiben, bis ich vollständig wieder hergestellt sei. Es gab eine dritte Person, die die Fortschritte überwachen sollte. Einen sogenannten Wachhund.
      Zu ihm selbst wurde mir jeglicher Kontakt untersagt. Kein Lebenszeichen, nichts. Nicht mit mir. Das war es dann für mich und das Ende der Beziehung.



      Ich wiederhole mich gerne. Ich bin ein Mensch mit dem man reden kann. Wenn ich einen Fehler gemacht habe gehe ich in mich.
      Mein Herr weiß wie sehr ich mich zerfleische, wenn mir ein Fehler passiert und er würde solche Mittel niemals anwenden. Wir leben auch zusammen und da fällt diese Möglichkeit Gott sei Dank auch weg.
      Aber auch bevor ich zu ihm zog, wäre Kontaktsperre undenkbar für ihn gewesen. Wir sprachen sehr früh darüber und wir sehen das beide nicht als zielführend an.


      Meine Frage, braucht man dieses Mittel um eine Sub oder Sklavin gefügig zu machen?
      Für mich ist es Schwäche und mangelnde Kommunikationsfähigkeit. Mein Herr ist so tief in mir. Und er hat niemals vor mich zu brechen oder zerbrechen.

      Daher noch mal meine Frage an diejenigen die das als Mittel benutzen.
      Warum? Was ist das Ziel? Was sind die Gedanken dazu?


      Ich kann nur jedem der dieses Mittel benutzt raten darüber nachzudenken ob das wirklich ein guter Weg ist. Und die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass es auch genau anders kommen kann.
      Das die eine oder andere Sub oder Sklavin dann nämlich weg sind und das nicht mit sich machen lassen. Das es somit das Ende der Beziehung bedeuten kann, weil zu viel in der Sub oder Sklavin kaputt geht.

      Noch mal, ich sage nicht, dass das bei Jedem so ist. Ich möchte nur den Rat geben, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen und vielleicht hat es den einen oder anderen zum nachdenken angeregt. Das würde mich sehr freuen.
      Mein Herr führt, ich folge

      Mister D schrieb:

      Aber was wäre denn, wenn Dom ein Kontaktverbot zu einer dritten Person ausspricht? Warum auch immer.
      ich würde da auch ganz gewaltig unterscheiden wollen:

      also..Kontaktverbot als Strafe:

      Geht gar nicht....gut..man kann sagen Denk mal drüber nach und melde Dich...oder so..das finde ich ok- aber - ansonsten mich nicht mitteilen dürfen oder grundsätzlich keine Antwort zu bekommen - nogo.

      Kontaktverbot zu dritten Personen:

      ...kommt drauf an...es eventuell zu reglementieren könnte ich mir vorstellen.

      Ich neige dazu mich vereinnahmen zu lassen und wenn Dom hier wohlwollend eingreift, damit ich mich nicht übernehme - ok.
      Meine Sozialkontakte würde ich mir allerdings nicht nehmen lassen!

      Verbote aus Eifersucht oder um mich zu isolieren - nogo
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.