Lederhalsband Bastelbeschreibung

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      Lederhalsband Bastelbeschreibung

      Tach zusammen, :hi:


      ich hatte vor kurzem im Eigenkreationen Thread meine beiden Halsbandteststücke vorgestellt und möchte an der Stelle etwas näher darauf eingehen, wie diese entstanden sind.


      Eins vorweg:

      Dies ist meine Methode. Es gibt viele andere, aber dies ist meine. (Gruß an die Filmjunkies 8) )


      Ein paar Tipps:

      • Scharfes Werkzeug ist Trumpf; erhöht allerdings auch das Risiko für „Cuttings“ und „Bloodplay“
      • Zwischendurch Klingen o.Ä. auf einem Stück Leder (Fleischseite) mit feiner Schleifpaste abziehen erhöht deren Standzeit merklich (nachfolgendes Bild)
      • Geeignete Unterlagen, wie z.B. Silikonmatten bei Klebearbeiten, erleichtern das Säubern hinterher
      • Gute Beleuchtung taugt immer
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      Zu Beginn ein kurzer Umriss einiger Werkzeuge, die zum Einsatz kamen:


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      Von oben nach unten / links nach rechts:

      • Nähpony (kommt später besser erkennbar vor)
      • Halbmondmesser/ Trapezklingenmesser (mit 0,4 mm Einsätzen … höllisch scharf warnen meine Finger :thumbsup: )
      • Fingerhut aus einem alten Handschuh (verhindert das Einschneiden des Garns beim Nähen in die Haut)
      • Rillenzieher / Rundstechahle / Nähahle (Schwertahle)
      • Kantenzieher / Polierholz / Poliereinsatz für Bohrmaschine / Behältnis mit Schwamm
      • Schleifblock (blaues eckiges Dingens, quasi Schleifpapier, welches auch ginge, nur in blockig)
      • Riemenschneider
      • Ein Hammer (*duh*)
      • Schlageisen für Nahtlöcher (die Vielzacken, oberhalb des Hammers), gefolgt von Sattlernadeln Größe Nr. 3
      • Revolverlochzange und Zange mit glatten Backen (überzeugt die Nadel hin und wieder doch durch‘s Loch zu flutschen, ohne schrafe Grate an dieser zu hinterlassen)
      • Schere, Kleber und Spatel zum Verteilen des letzteren


      Dann will ich mal:


      Mein Leder beziehe ich meist vom einschlägigen Auktionshaus oder wie das Futterleder neuerdings aus einer nahen Sattlerei, bei der ich nach Reststücken gefragt hatte. Die gewünschte Riemenbreite war 30 mm bzw. etwas schmaler, da der Durchlass der Schnallen enger ist. Die Dicke der Blanklederstücke vom Rind war zum einen 1x ~ 2,2 mm und 2x ~1,5 mm. Das Schneiden der Riemen für das Außenband geht entweder mit dem Schneider oder mit Lineal (vorzugsweise mit Schnittkante) und Cutter. Ersteres wird dann interessant, wenn man mehrere gleichbreite Riemen braucht.


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      Hier sind die beiden 1,5 mm Stücke bereits miteinander verklebt. Beide Fleischseiten mit Kleber einstreichen, ablüften lassen und danach fest aufeinander pressen. Hält.


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      Anschließend hab‘ ich ein Ende in Form geschnitten, was mit dem Halbmond auf Grund der Klingenform sehr gut von der Hand geht, und den Riemen auf Länge gebracht. Wenn ich keine Vorgabe habe oder es wie hier einfach Probestücke sind, nehm‘ ich meinen Halsumfang von ca. 410 mm als Anhaltspunkt her, für den eine Länge von 550 - 600 mm ideal ist. Zudem sollte die Futterdicke berücksichtigt werden, da sonst der effektive „Umschließungsumfang“ zu gering ausfallen kann. Dazu addiert sich noch ein Aufschlag für das Umschlagen des Leders an der Schnallenseite. Diese schärfe ich zudem etwas aus, um einen glatteren Übergang zu erzeugen.


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      Im Anschluss kümmere ich mich um die Kanten. Je nach Stärke des Leders fase ich nur eine oder beide Seiten an. Alternativ kann auch Schleifpapier verwendet werden, um die Kante in die gewünschte Form zu bringen, macht allerdings Schmutz ohne Ende. Dazu hatte ich gelesen, dass gerade dünnes Leder nur in immer die gleiche Richtung geschliffen werden sollte (hab' ich so noch nicht getestet). Im ersten Schritt des Polierens verwende ich nur etwas Wasser mit einem Schwamm/Finger aufgetragen und mäßigen Einsatz des Polierholzes (bei einem Nähkurs wurde gezeigt, dass es auch mit Baumwolleinen/-tuch geht, ich komme aber besser mit dem Holz zurecht). Soll ja auch noch Farbe einziehen können. Ein guter Indikator für den Grad der Verdichtung (bin auch mal über die Umschreibung "Einbrennen der Lederfasern" gestolpert) ist der Glanz der Kante. Wenn diese sehr stark spiegelt lieber erstmal diese Stelle lassen und später (nach dem Färben) nochmal nachpolieren. Spätestens wenn es anfängt zu "Knarzen" sollte man aufhören.


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      69% aller Menschen finden in jedem Satz etwas Zweideutiges. Und wer zweideutig denkt, hat eindeutig mehr zum Lachen.

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      Nun bekommt das Leder seinen ersten Anstrich mit einer Öl-Alkohol-Lederfarbe, danach nochmal eine Kantenbehandlung mit abschließender zweiten Färbung. Ist die trocken, werden die Schnallendurchlässe geschnitten. Erst vorlochen und anschließen den Steg entfernen. Es gibt extra Schlageisen dafür, aber ersten kosten die für den Nutzen ´ne Menge und so bleibe ich bei der Schlitzbreite und -länge flexibel. Des Weiteren erhalten die Kanten nach Trocknung eine Traganth Gummi Schicht zur Versiegelung.


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      So war die Idee zur Verteilung der Beschläge gewesen. Das Schwarze bekommt eine Zugentlastung, bedeutet, dass der Zugpunkt nahe des Verschlusses sitzt, um ein Drücken dessen gegen den Kehlkopf / Wirbelsäule bei entsprechender Zugrichtung zu verhindern. Während beim Braunen der O-Ring vorne getragen werden soll und dieser weniger als Krafteinleitung bedacht ist.


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      Das Leder für die Unterfütterung aus der Sattlerei. Dieses ist im Vergleich zum Nappaleder, welches ich sonst verwende, dicker. Wird schließlich auch für Möbel und Fahrzeugverdecke benutzt. Das zurechtgeschnittene Lederstück (lieber etwas länger lassen, wegschneiden kann man immer noch) samt dem Streifen des Polsterstücks aus 10 mm Schaum. Erst klebe ich das Polster ein und schlage die Lederkanten um, bevor ich den Rest des Streifens umklappe und fixiere. Richtig halten wird das Konstrukt nach dem Nähen.


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      Soweit sind alle Komponenten beider Halsbänder fertig. Auf zum Nähen!

      Davor ritze ich die Nahtlinie mit dem Rillenzieher vor und punktiere mittels Schlageisen die Nahtabstände entlang der entstandenen Bahn.


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      Zum Nähen verwende ich ein gewachstes Handnähgarn auch Forellenfaden genannt und die erwähnten Nadeln der Größe 3. Schmale Nadeln haben den Nachteil, dass der Faden teils schwerer durchs Öhr zu bekommen ist, aber man diese wesentlich leichter durch die Löcher im Leder ziehen kann. Und letzteres geschieht um einiges häufiger als das Garn einzufädeln. :D

      Hier ist auch nochmal mein Nähpony in Maschinenbauerausführung zu sehen.

      Um auch auf der Rückseite, also der Futterseite,eine einigermaßen gerade Naht hinzubekommen, papp‘ ich mir einen Klebestreifen entlang der gedachten Linie, da auf dem weicheren Leder der Rillenzieher nur bedingt funktioniert. Nicht wundern, ich wollte zuerst silberne Beschläge verwenden, bin dann aber doch zu rein schwarz umgeschwungen. :D


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      Keine Angst, wenn nach dem ersten Nähdurchgang das Band einen Bogen macht; wenn die zweite Naht sitzt, zieht sich das (normalerweise) wieder gut grade.


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      Zu guter Vorletzt bekommen beide Bänder noch ihre Löcher. Beim Schwarzen musste ich eine Lochpfeife in das Futter der Ständerbohrmaschine einsetzen, da dieses für die Lochzange zu dick wurde. Die Maschine NICHT! einschalten, sondern nur mit dem mechanischen/manuellen Vorschub arbeiten. Da das Blankleder nicht komplett durchgefärbt ist, geh‘ ich hier mit einem feinen Pinsel nachträglich ran. Das Braune bekam danach noch einen Bandhalter spendiert.


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      Zu guter Allerletzt erhielten beide Halsbänder eine letzte Fettung.


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      Tragefertig :D
      (eventuell erst das Fett noch einziehen lassen)


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      Das wohl Wichtigste am Basteln ist: Machen, machen und Spaß dabei haben!

      Als ich angefangen habe wurde vieles krumm und schief und weit weg von schön. Stolz haben mich meine Basteleien dennoch immer gemacht. Selbst etwas mit den eigenen Händen herzustellen gibt der Sache eine gewisse Persönlichkeit und macht den Reiz für mich daran aus, zumal das Angebot an schwarz-grünem BDSM Bedarf sehr rar gesät ist. Wenn dann nach den ersten Projekten auch eine zunehmende Güte nicht ausbleibt, wird in mir nochmal ordentlich Motivation entfacht. Und den Spruch: „Übung macht den Meister“, gibt's ja schließlich auch nicht umsont.

      Fragen und konstruktive Kritik sind jederzeit willkommen!

      Frohes Schaffen!
      69% aller Menschen finden in jedem Satz etwas Zweideutiges. Und wer zweideutig denkt, hat eindeutig mehr zum Lachen.

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      Wow, wow, wow. Schade, dass man hier nur einen Like vergeben kann...

      Drei Fragen habe ich direkt:

      Du hast ein einzackiges Schlageisen für die Rundungen. Könnte man nicht auch ein zweizackiges nehmen? Da würde man vielleicht die Abstände besser hinbekommen.

      Wie bekommst Du auf der Rückseite eine gerade Naht hin. Dafür müsste doch das Schlageisen absolut senkrecht einstechen, oder? Stelle ich mir schwer vor.

      Was ist denn eine empfehlenswerte Bezugsquelle für eine Erstausstattung Werkzeug, gut und günstig?

      Danke nochmal!
      "I don't exist when you don't see me
      I don't exist when you're not here"
      Dankschön euch beiden :rot:
      Erfreut mich überaus eure Zeilen zu lesen!

      Zu deinen Fragen @Cliffhanger:

      - Einen Zweizack kann man auch dafür hernehmen, allerdings wird es damit vermutlich auch hin und wieder vorkommen, dass Du mit dem Abstand nicht genau auf die Spitze kommst. Je nach dem wie der Radius bzw. die Form des Endes ausfällt. Aber alles eine Sache der Übung. Daher hab' ich mir diese beiden Varianten zugelegt, 4-Zack für längere Geraden und den 1-Zack eben für Abschlüse, Kurven und dergleichen.

      - Das Schlageisen verwende ich eben nicht zum kompletten Vorstechen der Nahtlöcher. Diese würden sich im Verlauf des Nähens auch wieder etwas schließen, wodurch Du sowieso mit irgendwas nochmal nachweiten musst. Auf diese Weise ist die Diamantform leicht auf der Vorderseite vorgestempelt/-eingeschnitten und ich kann so den Winkel die Nähahle zu halten, welche auch eine Diamantform hat, besser einschätzen. Die Löcher bleiben so schmäler und ich kann den Austritt auf der Rückseite korrigieren, falls ich eine Winkelabweichung habe. Noch'n Vorteil, versuch' mal mit einem normalen Schlageisen die Löcher in ca. 18 mm Leder zu stechen ... mit der (scharfen) Ahle kaum ein Problem. Auch wenn bei dieser Dicke der Winkel nur noch schwer zu korrigieren ist, wie ich festgestellen musste :dash: (anderes Projekt).

      - Meine Werkzeuge hab' ich nach und nach gekauft, angefangen mit Lineal, Cutter und Lochzange. Die Shops, von denen ich meine Gerätschaften beziehe, sind z.B.:
      Die-Ledermacher, Lederhaus, ds-Leder, Lederkram, Rickert Werkzeuge
      Gerade bei Werzeug gilt die Devise: Wer billig kauft, kauft zweimal. Es muss natürlich auch nicht die Sonderedition mit Edelholzgriff sein, die Funktion ist dieselbe. :D So als Richtwert liegt die Preisspanne für meine um die ~10 - 30€ (außer das Halbmond).

      @Cliffhanger Gerne ^^
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      Reaktiv schrieb:

      - Das Schlageisen verwende ich eben nicht zum kompletten Vorstechen der Nahtlöcher. Diese würden sich im Verlauf des Nähens auch wieder etwas schließen, wodurch Du sowieso mit irgendwas nochmal nachweiten musst. Auf diese Weise ist die Diamantform leicht auf der Vorderseite vorgestempelt/-eingeschnitten und ich kann so den Winkel die Nähahle zu halten, welche auch eine Diamantform hat, besser einschätzen. Die Löcher bleiben so schmäler und ich kann den Austritt auf der Rückseite korrigieren, falls ich eine Winkelabweichung habe. Noch'n Vorteil, versuch' mal mit einem normalen Schlageisen die Löcher in ca. 18 mm Leder zu stechen ... mit der (scharfen) Ahle kaum ein Problem. Auch wenn bei dieser Dicke der Winkel nur noch schwer zu korrigieren ist, wie ich festgestellen musste :dash: (anderes Projekt).
      Hab ich das richtig verstanden: Mit dem Schlageisen die oberste Lage anstechen, dann mit der Ahle jedes Loch durchstehen? Machst Du das auf dem Nähpony?

      Noch 'ne Frage: Wie bekommst Du die Enden freihändig so perfekt hin? Anzeichnen und dann freihand schneiden?

      Noch ne Frage: Was hälst du von einem Rollmesser versus Halbmondmesser? Sind die nicht besser für lange gerade Schnitte geeignet? Oder wird das nix bei dickem Leder?
      "I don't exist when you don't see me
      I don't exist when you're not here"
      Vielen Dank für eure Rückmeldungen, sei's per Like oder via Kommentar! Super, dass es bei euch so gut ankommt. ^^

      @Cliffhanger
      - Eeyup, deine Annahme ist richtig. Wenn ich's bemaßen müsste ginge das Schlageisen ca. 0,5 - 1 mm tief ins Leder. Eben nur so oberflächlich, dass die Rauten-/Diamantform erkennbar bleibt.
      Und ja, das Durchstechen mit der Nähahle findet am Nähpony statt. Dabei das Werkstück möglichst nah mit der Naht an den beiden Backen klemmen, damit sich das Leder nicht bewegt/verbiegt.
      Ich mach' bei Gelegenheit ein Bild dazu.

      - Das ist im Grunde der erste Schritt. Wenn noch Kanten und Ecken vorhanden sind, kannst Du die auch gut wegschleifen, um die Form zu vollenden.

      - Ein Rollmesser hab' ich nicht. Aber rein von der Überlegung her hat es den Vorteil, dass gerade bei dünnem Leder dieses (also das Leder) weniger dazu neigt sich wegzuschieben, da Du einen abrollenden (quasi-senkrecht drückenden) Schnitt hast und keinen ziehenden. Bei dickem Leder sollte das auch funktionieren. Als ich das Halbmond neu hatte, musste ich natürlich die "Schneidleistung" testen und hab' ein paar Lederstücke (á 4 - 5 mm) übereinandergelegt. Mit einer abrollenden Bewegung komm' ich da ziemlich mühelos durch. Beim Rollmesser findet diese Bewegung quasi kontinuierlich nur ohne zusätzliche Handbewegung statt. Das Halbmond ist allerdings wesentlich vielseitiger einsetzbar, wie z.B. zum Ausschärfen.

      @SubLea Nur zu ;)
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      @Reaktiv

      Mich würde interessieren wie viel Zeit du in die Halsbänder investiert hast.

      Sie sehen einfach toll aus!
      Aber auch sehr Zeitaufwendig.

      Danke für die tolle Beschreibung.
      Ich bin zu schnell, zu hoch geflogen. Meine Flügel verbrannten.
      Abgestürzt in meine persönliche Hölle, aus der ich mich selber ausgegraben habe.
      Hier stehe ich nun, kein Engel kein Teufel - nur ein Mensch.
      @Gorn

      Das kann ich dir gar nicht genau sagen, da ich die beiden Hälsbander nicht "am Stück", sondern über die Tage immer mal wieder einen Schritt weiter bearbeitet habe.
      Pi mal Daumen würde ich ca. ein Wochenende, aber nicht 24/7, schätzen. Am längsten nimmt wohl das Trocknen nach dem Färben in Anspruch (je nach Menge der aufgetragenen Farbe; am besten über Nacht), ansonsten das Nähen (pro Halsband ungefähr 1,5 (braun) - 2,5 (schwarz) Stunden) und Kantenpolieren (weil dieser Schritt mehrere Durchläufe braucht).
      Gerade bei mehreren Stücken sind es die drei, welche sich stark aufsummieren. Ob ich z.B. den Riemenschneider 10x statt 1x durch's Leder ziehe macht den Braten nicht fett.

      Danke! ^^
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      Reaktiv schrieb:

      Ich mach' bei Gelegenheit ein Bild dazu.
      Nachfolgend noch ein paar Bilder, um meine Beschreibung zu verdeutlichen:
      Links, von oben nach unten:
      - Schlageisen durch's ganze Lederstück gehämmert
      - Schlageisen nur mäßig eingedrückt
      - Loch einer Schwert-/Nählahle an der dicksten Stelle (des Schwertes)

      Rechts, die Zinken des Schlageisens sind wesentlich mächtiger als das dünne Schwert der Ahle, folglich gleitet dieses leichter durch das Leder und hinterlässt filigranere Löcher.
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