Mademoiselle bittet um Hilfe: Wie vertrauen?

      Mademoiselle schrieb:

      @ducky:
      Obwohl ich mich klein fühle, mache ich mich groß, bemühe mich um einen festen Blick und erzähle ihm von den hässlichen Gefühlen. Und er fragt: Was kann ich tun? Was sollen wir ändern?
      Die Umsetzung der angestrebten Verbesserungen hat bislang nicht geklappt. Aber zumindest hat er mir jedes Mal, wenn es wieder soweit war und ich meine Unischerheiten verbalisiert habe, mir gesagt, dass ich ihm wichtig bin. Dass er mit den anderen nur befreundet sich. Er hat zumindest versucht, die Zweifel und die Angst auf eine Art und Weise von mir zu nehmen. Das klingt für mich nicht nach beabsichtigtem Kleinhalten.
      Vraiment ma cherie? Das ist genau das was ich versucht zu schreiben habe, in meinem schlechten Deutsch.

      ducky schrieb:

      Wenn du dich nicht trennst bleibt es meiner Erfahrung nach wie es ist, vielleicht mit kurze Pausen in dem er versucht dich wieder davon zu überzeugen das er doch wirklich deinen Richtigen ist. z.B. wenn du das Thema anhängig machst. Dann ist er einige Tagen sehr lieb und schreibt dich täglich. Und dann verschwindet die Haltung wieder und ist alles wieder wie es war.
      Also die Pausen siehst du noch wirklich als Hoffnung auf Verbesserung an. Wörter sind Wörter, keine Tatsachen. Für mich ist ganz klar das er wenn er dich jedes Mal mit ein paar leicht gesagte Wörtchen wieder zur Ruhe bringen kann er sich nicht ändern wird.
      Egal ob "ich werde dich nie wieder prügeln" oder "ich werde dich nie wieder betrügen" oder "ich trinke nie wieder"; die aussage ist sehr selten wahr; nicht in der letzte Platz weil das Aussager es gar nicht ernst meint, und nur sein Opfer beruhigen will. "Was kann ich tun? Was sollen wir ändern?", und ruhig bist du. Und in DEM Moment ist SEIN Problem gelöst. Seins ist nämlich nicht sein Vorgehen sondern deine Reaktion. Und wenn du beruhigt bist ist doch alles wieder gut, was soll er da dann großartig an sich ändern?
      Und ich glaube nicht das wenn er wirklich mal einsehen sollte das er dich nicht mehr beherrschen kann auf dieser Weise, das er dann lange bei dir bleibt.

      Ich glaube das du dich erhebliche Schaden zufügen lässt bis du es auch einsiehst, aber am Ende der Tag bist du eine Erwachsene die selbst wissen muss was zu ihr passt und was nicht.
      Wir hier können nur darauf reagieren was du uns erzählst und dann auch nur auf Basis eigener Erfahrung, Gefühl und Persönlichkeit. Entscheiden musst du selbst.
      Hitting rock bottom teaches you lessons climbing mountains never could.
      Liebe Mademoiselle

      hör auf dich selbst. Dein Körper redet mit dir. Hör ihm zu.
      Mache was dir guttut und nicht was dir Magenschmerzen verursacht.

      Ich habe als Erstdom einen Narzissten gehabt, einen Echten, Richtigen. Die sind heftig drauf.
      Und vieles was du hier schreibst kommt mir so bekannt vor.
      Nein, ich behaupte nicht das dein Maitre Narzisst ist.
      Ich kenne halt die Gedankengänge die jetzt in dir sind, kenne das nicht schlafen können, kenne die Angst.
      Mich zu lösen war schwer, heftig, tat weh.
      Aber als ich es geschafft hatte war es die Erlösung.

      Es bestand bei mir auf jeden Fall eine Form von Hörigkeit. Und das mir, die mit beiden Beinen im Leben steht, Führung übernimmt. Mich hats voll erwischt gehabt. Eine Freundin hatte es beobachtet und ist mir dann beigestanden-hat mich gerettet damit.

      Was sagen deine Freunde? Hast du dich verändert? Kannst du noch lachen? Unbeschwert lachen? Oder steigt dein STresspegel wenn sich dein Handy mit einer Nachricht von ihm meldet? Kannst du noch Situationen geniessen ohne an ihn und seine Meinung dazu zu denken? Kannst du dich so verhalte nwie du vorher warst oder benimmst du dich jetzt so wie er es von dir erwartet . (Natürlich in Abhängigkeit von euerer Form von D/S)

      Jedenfalls mache ich mir etwas Sorgen um dich.

      Mittlerweile kann ich meinem Ex Dom ins Gesicht lachen wenn ich ihm gegenüber stehe.
      ICh habe einen neuen Dom. Und er ist das was man der Wind unter meinen Flügeln nennt.
      Er macht mich strahlen, glücklich und gibt mir so viel. Ohne wenn und aber. Ohne Kontaktabbruch.
      Im Gegenteil, er fragt mehrmals täglich nach wie es mir geht. Obwohl wir nur eine Spielbeziehung haben.
      Kein Versuch der Manipulation, kein Versuch des Kleinhaltens.
      Vielleicht lasse ich meine devote Seite wieder mal frei, im Moment schütze ich sie mit allen Mitteln.

      dornenspiel schrieb:

      Hätte man den ganzen Text gelesen und nicht etwas hineininterpretiert, wäre aufgefallen, dass die Rede von einem Freundeskreis ist.

      Bis jetzt steht gar nicht fest, dass es dort zu irgendwelchen Intimitäten kam.


      Wenn das so ist: Warum sind dann für Maître die Äußerlichkeiten der Expartnerinnen so relevant, besonders ihre Piercings?
      @Mademoiselle

      Es wurde schon soviel geschrieben aber eines fehlt mir, denn du bist nicht allein.

      Du bist nicht die Einzige mit genau dieser Erfahrung und genau diesen Gefühlen. Ich hab es einmal bei mir selbst und viel zu oft bei anderen erlebt.

      Man fängt an sich im Kreis zu drehen und der Mittelpunkt ist er. Du wartest und hofft und bittest und redest aber was wir in dieser Situation nicht tun ist eine Lösung zu finden mit der es uns besser geht. Und warum? Weil wir Angst haben, Angst ihn zu verlieren. Aber die Angst ist auch da, wenn wir abwarten und zusehen.

      Es hört sich an als wäre dir die Eifersucht unangenehm, als wäre es falsch.
      Du wünscht Dir, dass er die Zeit mit Dir verbringt, dass er Dir schreibt und vielleicht auch einfach nicht nur mit Ihnen. Mich beschleicht das Gefühl irgendetwas stimmt nicht, warum ist es denn falsch so zu fühlen?

      "Und ich liebe dich auch. Aber ich bin da vorsichtig, ich kann es nicht immer aussprechen oder schreiben. Bitte interpretiere das nicht falsch. Du bist mir sehr wichtig. Erneut könnte man argumentieren: Das sind Worte! Wo bleiben die Taten?"

      Es sind Worte aber keine die du oft hören wirst Mademoiselle also folgen keine Taten... Er sagt vielmehr, dass er etwas nicht sagt oder eben sehr selten sagt und auch nicht schreibt. Etwas, was Dir aber sehr wichtig zu sein scheint und schon beschleicht mich das zweite Mal das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.

      Aber du merkst schon wir drehen uns im Kreis und zwar um ihn.

      Das Einzige was jetzt wirklich zählt und was ich gerne von Dir wissen würde ist....

      Was brauchst Du, damit es Dir gut geht?

      Und kannst Du das formulieren?
      Das Traurige ist, dass man solche Situationen zu hauf kennt und auch so schon selbst durchlebt hat.
      Man selbst kennt die richtige und gut tuende Antwort und doch erhofft man sich, auf ein anderes Ergebnis zu kommen.

      Ich habe erst im März so einen Schlussstrich gezogen, nachdem ich mich knapp 2 Jahre gequält habe, mir eingeredet habe, dass ich aufgrund vergangener Negativerfahrungen einfach zu misstrauisch bin.
      Er hat mir noch ins Gesicht gesagt, dass er mich liebt, warum sonst sollte er so "viel" Zeit mit mir verbringen... (die Zeit mit ihm war immer wundervoll, ansonsten hat er sich ausschließlich auf meine Veranlassung gemeldet, obgleich er regelmäßig online war und somit offensichtlich ja auch mit anderen kommuniziert hat. Warum nicht mit mir? Tja..)
      Ende vom Lied war, nach der Trennung hat er auch vor mir eingestanden, dass es wohl doch nicht Liebe sondern eher das Verlangen nach einem sicheren Hafen, in den man bei eigenem Unwohlsein einkehren kann, war.

      Ich bin jetzt bestimmt die 20. Die dir sagt, dass die Antwort vor dir auf dem Tisch liegt, letztendlich musst aber du entscheiden, wie lange du noch so leben magst
      Ich wünsche dir weiterhin, egal was du tust, starke Nerven.
      Egal was kommt, alles wird gut, davon bin ich überzeugt!
      Bonsoir, mes chers...

      Ich denke, ich kann formulieren, was ich brauche:
      Es mag armeslig klingen, doch ich brauche es geliebt zu werden, von Maître geliebt zu werden.
      Nicht gemocht werden, nicht gelieb gehabt werden, nicht begehrt werden - ich muss vor allen Dingen
      geliebt werden und ich brauche das Gefühl, geliebt zu werden. Nicht als eine von vielen, sondern als die
      Eine. Wenn ich morgens aufwache gilt mein erster Gedanke, ob ich es nun möchte oder nicht, Maître.
      Wenn ich abends ins Bett gehe gilt mein letzter Gedanke, ob ich es nun möchte oder nicht, Maître. Ich
      wünsche mir, dass er ebenfalls an mich denkt. Dass er mich nicht trotz sondern samt, vielleicht sogar
      wegen all meiner Fehlerhaftigkeiten liebt. Dass er in mir etwas Einzigartiges und Besonderes sieht, dass
      er sich in kleinen Eigenschaften von mir verlieren kann, der Farbe meiner Augen, dem Klang meiner Stimme,
      die Art wie ich meinen kleinen Finger abspreizte, wenn ich Kaffee trinke (als Beispiele). Dass er sich, wenn
      die Umstände es erfordern würde, für mich und gegen alle anderen entscheidet.
      Kurz und gut: Ich brauche ganz essentiell dieselbe Hingabe, die ich ihm zuteil werden lasse. Ich brauche dieselbe
      Tiefe an Gefühlen, die ich für ihn empfinde. Und ich brauche sie exklusiv. Dass man immer auch Wunderbares,
      Schönes an Anderen findet, das darf sein. Dass die Blicke anderen Frauen folgen, an einem wohlgeformten Gesäß
      hängen bleiben. Warum nicht? Aber ich brauche es zu wissen, dass er in mir als seiner Partnerin eine Art von Schönheit
      findet, die er in keinem anderen Menschen sieht. Wie meine ich das? Ich zum Beispiel finde Brad Pitt in Troja umwerfend.
      Das ist ein Bild von einem Mann. Ganz objektiv betrachtet kann Maître es mit diesem "Adonis" nicht aufnehmen. Und
      trotzallem würde ich um nichts in der Welt Maître gegen Brad Pitt eintauschen wollen - selbst bei gleichem Charakter,
      würde ich nicht wollen, dass das Aussehen sich ändert, einfach weil ich in ihm eine Schönheit sehe, eine unvollkommene
      Schönheit, wenn man so möchte, die Brad Pitt niemals eigen sein wird. Ich will doch nur ebenfalls geliebt werden.
      Das ist keine kleine Forderung und doch das Mindeste, was eine kleine Mademoiselle erwartet, was sie braucht, damit
      es ihr gut geht.

      @Louise:
      Wenn Maître dann bezüglich meiner Zweifel, Ängste und Unsicherheiten fragt: Was kann ich tun?
      Was können wir tun? Fällt es mir schon schwerer, zu antworten. Ich möchte, wie oben geschrieben,
      das Gefühl haben geliebt zu werden, als Einzige in dieser Form von ihm geliebt zu werden. Dieses Gefühl
      müsste er mir vermitteln. Aber das schafft er nicht...vielleicht Grund genug, dass ich gehen sollte.
      Wenn ich konkretere Anweisungen gebe, habe ich das Gefühl, sie seien inhaltsleer und bedeutungslos.
      Zum Beispiel, wenn ich sage: Schreib mir doch einfach dazu, was ihr vorhabt. Nicht in allein Details,
      ich will dich nicht kontrollieren. Aber so, dass meine Fantasie sich nicht das Schlimmste ausmalen muss.
      Ganz wichtig: Schreib mir nach dem Treffen. Sag mir, dass ich dir etwas bedeute, wünsch mir eine gute
      Nacht. Lass mich einfach wissen, dass du sie an diesem oder an allen Tagen nicht besser findest als mich.
      Das klingt zum Einen sehr verzweifelt, zum Anderen kann er es nicht umsetzen, weil er Gefühle ja nicht
      verbalisieren kann, zum Dritten ist es so, dass wenn er diese Sätze dann in sein Handy einhackt (so, wie
      ich sie ihm diktiert habe) scheinen sie bedeutungsleer und das Ganze verfehlt seine Wirkung. Einmal
      ging es auch furchtbar nach hinten los. Ich habe ihm gesagt, was ich oben schrieb ("Schreib mir doch einfach
      dazu, was ihr vorhabt...") und er hat versucht es umzusetzen. Da hatte er mir dann in der Nacht um vier
      Uhr geschrieben, dass sie wahnsinnig viel gelacht hätten, tolle Gespräche geführt hätten, er super mit ihr über
      BDSM philosophieren konnte (was ich als äußerst verletzend empfand, dass er das, was ich als geteilte Intimität
      zwischen uns erachte, einfach nach außen verlagert hat) und er nun auch noch mit ihr spazieren gehen würde, gute
      Nacht. Das war ein Dolchstich mitten ins Herz gewesen. Ich kann nicht unbedingt behaupten, ich hätte anschließend
      besser geschlafen beziehungsweise mir weniger Gedanken gemacht.

      @venusfalle: Zu deinen Fragen
      1. Ist Maître ein Narzisst?
      2. Wie sehr liebst du dich selbst?
      3. Was hat in der Beziehung der eine vom anderen?

      Ich will mit 2 und 3 beginnen, bei Punkt 1 werde ich noch auf @kitz Beitrag eingehen.
      Zum 2.: Mademoiselle mag sich eigentlich schon ziemlich. Ich habe mittlerweile viele der Dinge verwirklicht,
      die ich gerne verwirklichen wollte und stets als Ideal gesehen habe. Sprich: Ich wandle mich immer mehr zu dem
      Menschen, der ich sein möchte. Ich schreibe an meinen Romanen, ich gehe tanzen (Standard & Latein), ich lerne
      jetzt dieses Semester eine Sprache, die ich schon lange lernen wollte, ich habe mich in tausend und ein Sagen eingelesen,
      ich kann die Mythologien verschiedenster Kulturen aus dem FF, ich habe mir jonglieren beigebracht (noch mit drei, aber
      bald mit vier Bällen), ich hab mir das Violinspiel angeeignet und versuche mich jetzt an Gitarre. Ich habe über die Jahre
      meine Schüchternheit abgebaut, gehe jetzt offen auf die Menschen zu und lerne häufig neue, nette, bunte Individuen
      kennen, von welchen ich zum Großteil überaus positive Rückmeldung erhalte. Das gefällt mir schon sehr.
      Das Einzige, was mich wirklich belastet, ist eben diese Geschichte mit Maître. Erst wenn ich mich aus seinen Augen
      betrachte, fühle ich mich unwohl und unzulänglich.
      Zum 3.: So exakt habe ich darüber noch nicht nachgedacht, weil ich viel zu sehr Romantikerin bin, als dass eine Beziehung
      für mich eine Kosten-Nutzen-Abwägung ist. Wenn ich jetzt sinniere, dann würde ich sagen, dass wir uns gegenseitig inspirieren.
      Wir geben uns gegenseitig Kunst, in einer Art und Weise, wir schenken uns Lachen und - auch wenn es sich nach alle dem nicht
      so anhört - gibt mir Maître manchmal Geborgenheit. Ich weiß nicht, ob ich hierzu etwas erzählen sollte...aber da es ohnehin ein
      Roman ist...wer weiß, ob es nicht doch relevant ist? Mir ist in diesem Jahr etwas sehr Unschönes widerfahren, als ein Mann
      ein Nein nicht für ein Nein gelten lassen konnte. De facto passiert ist nichts - aber fast. Im sprichwörtlich letzten Moment ist
      jemand eingeschritten und hat das Schlimmste verhindert. Trotzdem hat es mich sehr mitgenommen. Ich konnte es meiner Familie
      nicht erzählen, vor meinen Freunden hätte ich mich geschämt, aber ich habe Maître angerufen. Und er hat in diesem Augenblick
      alles stehen und liegen lassen, ist zu mir geeilt und hat sich um mich gekümmert. Er hatte eigentlich auch Treffen mit anderen
      Frauen ausgemacht gehabt, es war ebenfalls eine Phase gewesen, in der wir längere Zeit räumlich getrennt waren. Das rechne
      ich ihm immer noch hoch an. Auch weiß er, dass ich mich schwer tue über Probleme zu sprechen. Ich denke, ich kann das mit mir
      selbst ausmachen. Er nimmt sich immer Zeit, ist geduldig, fragt auch fünfmal nach, ob etwas ist und versichert mir dann, immer
      mit ihm sprechen zu können, wenn ich es wollte. Was ich im Gegenzug Maître gebe, müsst ihr ihn fragen.

      So, nun zu Punkt 1:
      Nein, ich halte Maître nicht für einen Narzissten. In meiner vorherigen Beziehung (hab ich nicht ein glückliches Händchen?)
      war ich mit einem Narzissten zusammen und da war es haargenauso wie @kitz es beschreibt. Ich habe vor einer Nachricht gebangt,
      konnte nicht mehr befreit lachen, besser ging es mir nur, wenn mein Ex so weit wie möglich von mir entfernt war. Jetzt mit Maître
      ist es das Gegenteil. Wenn er Zeit mit mir verbracht hat, blühe ich auf. Ich lache viel mit ihm. Schlecht fühle ich mich hauptsächlich
      dann, wenn ich über längere Zeit keine oder eine nur sehr unmotivierte Antwort (a la "Wie geht's?" und dann Schweigen für weitere
      Stunden oder Tage ohne dass viel von seiner Seite aus kommt) bekomme. Und, natürlich, eine kleine Mademoiselle denkt oft an ihren
      Maître. Aber ich gehe selten mit dem Gedanken durch die Welt: Was würde Maître jetzt dazu sagen?
      Heute zum Beispiel, weil es mir nicht gut geht, weil er nicht schreibt, sich zuletzt mit der gewissen Dame getroffen hat et cetera pp
      war ich einkaufen, Dessous einkaufen. Das habe ich schon ewig nicht mehr getan. Ich hab mir mitgenommen, was ich schön fand.
      Dabei sind auch Stücke, die Maître sicher nicht so faszinieren. Aber ich habe es für mich getan, nicht für ihn. Wenn mir der Gedanke
      Was würrde Maître jetzt sagen? doch in den Sinn kommt, dann viel eher aus Trotz. Er hat mich verletzt oder ich ärgere mich über ihn,
      dann mache ich manchmal bewusst etwas, das ihn ärgern könnte. Es ist kindisch, er erfährt nie davon. Aber manchmal hilft es.
      Es sind bloß Kleinigkeiten (besonders laszive Selbstbefriedigung zum Beispiel, das habe ich in einem Thread hier schon mal angeschnitten)
      oder wenn ich keine Tischmarnieren bewahre und weiß, er würde es hassen. So etwas.

      Nun, erneut ein Roman. Es dankt euch ganz herzlich,

      eure kleine Mademoiselle.
      You think it's just a puppet
      A puppet on a string
      Loyal marionette to your will

      But beware, master, beware!
      The net you weave
      the strings you play
      may play with you as well
      @Mademoiselle du fragst
      Wie vertrauen?
      In erster Linie dadurch, dass man nicht misstraut.
      Vertrauen ist etwas Empfindliches, was stetig wachsen muss, es ist nicht einfach von heute auf morgen da.
      Schau dir an, wo dein Herr dir vertrauen entgegen gebracht hat.
      Er redet ganz eindeutig über seine Gefühle , darüber was er für andere Frauen empfindet.
      Er sagt ihr dir aber auch gleichzeitig das er sich für dich entschieden hat.
      Er macht dich mit seinen Freunden bekannt.
      Er informiert dich wo er ist, und mit wem.

      An irgendeinem Punkt scheinst duiihm nicht zu glauben, sodass Zweifel aufkommen.
      Rede mit ihm darüber, dann hat er die Chance diese auszuräumen.

      Vertrauen muss von beiden Seiten aufgebaut werden.

      Was tust du damit Vertrauen aufgebaut werden kann?
      Um es nicht unter jeden Beitrag schreiben zu müssen. Zwischen mir und den Meinen herrscht Einvernehmen und ich werde niemanden gegen seinen Willen, misshandeln, der Freiheit berauben oder sonst irgendwie Schaden zufügen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Viva ()

      @Mademoiselle

      Ich verstehe... Du liebst ihn und Punkt. :pardon:

      Man sagt, dass Vertrauen oft Hand in Hand mit Selbstvertrauen geht.
      Mach dir klar, dass du ein wertvoller Mensch bist, dass du deinem Maitre
      gut tust, dass er weiss, was er an dir hat und dass du seinen Worten
      Vertrauen schenken kannst. Glaube ihm!
      Akzeptiere deine unerfüllten Sehnsüchte als Teil deiner Beziehung zum
      Maitre (alles hat seinen Preis), aber hör auf damit, in diesem Mass
      darunter zu leiden.
      Lerne deine "freie" Zeit mit sinnvollen Gedanken zu füllen und sie
      genussreich oder gewinnbringend für dich und deine Freunde/Famile
      zu nutzen.
      Mache deine Augen auf für schöne Momente ohne deinen Maitre, z.Bsp.
      geniesse einen wunderbaren Samba mit allen deinen Sinnen, geniesse es
      wie dein Tanzpartner dich führt, die Harmonie der Bewegungen etc.
      Dir entgehen so viele schöne Momente, weil du so sehr mit deiner Sehnsucht
      nach Maitre beschäftigt bist.
      Lasse jeden Abend vor dem Schlafengehen deinen Tag Revue passieren,
      erkenne die schönen/glücklichen Momente und schlaf mit diesen ein und
      nicht mit deiner Sehnsucht!

      Wenn du das schaffst, ohne dich zu verbiegen, dann hört dein Leiden auf.
      Wenn nicht, dann "bezahlst" du für deine Beziehung zum Maitre Tag für Tag
      mit Schmerz. Überlege dir, ob es das wert ist und triff aktiv eine Entscheidung.
      Dann kannst du auch ohne Wenn und Aber dahinterstehen und den Schmerz
      als Teil deines Lebens akzeptieren bzw. ihn ohne Klagen zu müssen hinnehmen.

      Weil du dann die Verantwortung für dein Leben und Lieben übernimmst.
      Bonne chance, chère mademoiselle :)

      just my 2 cents
      Zwischen dem, was ich denke, dem, was ich sagen will, dem, was ich zu sagen glaube und dem, was ich wirklich sage und

      dem,

      was Du hören willst, dem, was du wirklich hörst, dem was du zu verstehen glaubst, dem, was Du verstehen willst und dem, was Du wirklich verstehst, gibt es 9 Möglichkeiten, sich nicht zu verstehen.

      Passagno
      Allein die Tatsache, dass du hier so ausführlich schreibst und deine Gedanken mit uns teilst, zeigt mir, dass ein Prozess in deinem Kopf in Gang gesetzt wurde.
      Den wirst du nicht mehr stoppen können. Trotz oder auch wegen der ganzen Antworten auf deinen ET.
      Denn hättest du keine Zweifel an dem, was passiert, hättest du uns ja gar nicht um Hilfe gebeten.

      Mademoiselle schrieb:

      Es klingt nun, summa summarum als sei Maître nicht besonders…wohltuend…für mich. Dabei liegt es nicht an ihm. Er ist eigentlich sehr empathisch.
      Oh doch, es liegt auch an ihm. Er weckt Zweifel und Ängste in dir. Du suchst die "Fehler" bei dir.
      Empathie ist zunächst ein wertneutraler Begriff für mich.
      Bedeutet er doch zunächst nur Folgendes:
      Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft,Empfindungen, Gedanken Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen.
      Die Frage ist doch, wie jemand diese Fähigkeit nutzt. Erst dann ist sie positiv oder negativ zu bewerten.

      Mademoiselle schrieb:

      Wie kann ich denn freiwillig gehen? Auch wenn es weh tut…es gibt doch auch Momente, da fühlt es sich richtig an? Das Herz möchte mir in der Brust zerspringen.
      "Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten!"

      Schmerz und Trauer vergehen. Lebenslanges Verbiegen nicht.

      Mademoiselle schrieb:

      Und ich möchte nichts fallen lassen, was mir so wichtig ist, ohne darum gekämpft zu haben.
      Du hast gekämpft. Und zwar jeden Tag mit dir selbst und tust es immer noch!
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nightbird () aus folgendem Grund: Gedicht entfernt, wegen Urheberrecht.

      @Saubi 63:
      Wenn ich darf, würde ich dir gerne mindestens fünf Cent für deine zwei Cent geben.
      Natürlich sind das alles Dinge, die ich mir selbst schon einmal gedacht haben und
      natürlich sind sie tausendmal schwerer umzusetzen (sich auf die schönen Momente besinnen,
      in sich selbst vertrauen, loslassen und leben...) als sie lediglich zu denken, aber dennoch
      tut es gut, das schlicht und ergreifend nochmal zu lesen. Auch weil es mir sehr viel Verständnis
      deinerseits vermittelt und wie ich schon einmal sagte, nichts ist seltener und kostbarer als dieses.

      Ihr alle habt euch sehr um Verständnis bemüht und so vielen ist es gelungen.
      Ihr seid herzensgute Menschen. Ich durfte kaum hoffen so aufgefangen zu werden wie ihr es getan habt.
      Daher erstmal: Karma an alle, Kaffee und Blumen! Ich bin euch sehr dankbar. :blumen:

      @Alduradas:
      Was ich tue, damit Vertrauen aufgebaut werden kann...
      Ehrlich gesagt, sehr viel. Ich habe noch nie ein Versprechen gebrochen, noch nie ein Geheimnis verraten.
      Ich kenne sehr viele von Maîtres Schwächen. In der ein oder anderen Situation hätte ich ihn allein durch
      leichtfertiges oder unbedachtes Verhalten aufs äußerste verletzen können und ich habe es niemals getan.
      Beispielsweise durfte ich eine Person kennen lernen, unter der Maître eine prägende Zeit seines Lebens sehr
      gelitten hat. Es handelt sich um eine schillernde Persönlichkeit, von der Maître überzeugt war, ich würde sie
      interessant finden. Und in der Tat, ich finde diese Person sogar höchst interessant. Der junge Mann war an
      dem Abend, an dem wir ihn getroffen haben, überaus charmant zu mir, zuvorkommend, hat stets meine Nähe
      gesucht. Ich glaube, unter Anderem auch um Maître zu trietzen. Ich hätte nur weniger achtsam sein müssen,
      mich mehr von seinem Charme bezaubern lassen müssen, nicht reagieren müssen als er die Sitzplätze bei einem Essen
      so arangierte, dass ich zu seiner Rechte säße und Maître weit abseits am Tisch - ich hätte Maître sehr weh getan.
      Auch wenn ein kleiner Teil von mir gerne seine Eifersucht heraus gekitzelt hätte, weil es mir Bestätigung verschafft
      hätte, habe ich es nicht getan. Ich achte immer genau darauf, wann ich ihn verunsichere und wann ich an die Grenze
      zur Eifersucht stoße, passe auf und räume diese Unsicherheiten aus bevor sie entstehen. Gleichzeitig habe ich Maître
      Geheimnisse von mir anvertraut, die niemand sonst kennt. Ich habe mich in jeder nur erdenklichen Art und Weise vor
      ihm entblößt. Ich habe ihm die schärfste Waffe in die Hand gegeben, all meine Schwächen und Fehler. Wenn das nicht
      eine Basis ist auf der man vertrauen kann, dann weiß ich es auch nicht...
      You think it's just a puppet
      A puppet on a string
      Loyal marionette to your will

      But beware, master, beware!
      The net you weave
      the strings you play
      may play with you as well
      Liebste Mademoiselle,

      ich kann jetzt nur aus Stino-Sicht antworten:

      ich glaube, du erfindest irgendwelche Ausreden für sein Verhalten, weil du ihn einfach nur liebst.
      Das habe ich auch eine zeitlang getan und es bekam mir gar nicht und ich glaube zu wissen, wie du dich fühlst. Es fühlt sich sche=%%/ an

      Und es kam die Frage, ob er ein Narzist ist. Ich glaube ja, wenn ich das hier lese. Er manipuliert dich in deinem ganzen Sein nur um sich gut zu fühlen. Ich habe nichts gesehen, was du geschrieben hast, dass da rauf hinweist, dass er selbstlos irgendwas für dich gemacht hat. Und das gehört für mich (wie gesagt: aus Stino-Sicht) nun mal in einer Beziehung dazu. Wenn immer nur einer gibt und einer nur nimmt, kann es nicht funktionieren, sorry.

      Auch hier just my 2 cent
      ...dem ist nichts hinzuzufügen 8)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Viva () aus folgendem Grund: Direktlinks entfernt

      Ich finde Mutmaßungen da eher schwierig ohne ihn zu kennen.

      Kann es nicht viel mehr sein, dass die beiden unterschiedliches Kommunikationsverhalten und allgemein andere Bedürfnisse innerhalb und Vorstellungen von einer Beziehung haben?
      Ich kenne diese Sehnsucht und das Warten etc. selbst - und ich kenne auch das Leiden, das damit einhergeht. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass der Partner unbedingt narzisstisch, egozentrisch, oder sonst was sein muss.. es sind eventuell einfach unterschiedliche Lebenswelten und -weisen. Eine andere Frau käme eventuell prima und ohne Leiden damit zurecht, weil sie ähnlich tickt wie er.

      Fakt ist ja, dass diese Konstellation irgendwie nicht gut zu funktionieren scheint, weil du, @Mademoiselle, darunter leidest, wie er handelt. Nun kannst du dich entweder für ihn verbiegen, ganz viel schlucken und leiden und versuchen irgendwie klar zu kommen.. oder kannst versuchen zu erreichen, dass er sich ändert..
      In gewisser Weise sind Kompromisse ja immer nötig innerhalb einer Beziehung - die Frage ist, ob sich beide soweit entgegen kommen können und wollen, dass keiner von beiden sich total verbiegen muss für den anderen. Oder ob das Leiden einfach zu groß ist - und so schön und perfekt es in manchen Bereichen der Beziehung passt, man in anderen Bereichen aber zu sehr leidet, als dass man diese Beziehung aufrecht erhalten kann/möchte. Die Frage ist einfach, ob die (eventuell wenigen) glücklichen Momente, wenn ihr Zeit zusammen verbringt, das Leiden wett machen, das du jedes Mal hast, wenn ihr euch nicht seht und er sich (ob nun bewusst oder unbewusst) so rar macht.

      Und ja.. da kann dir leider keiner einen "richtigen" Rat geben, denn du musst für dich abwägen, ob das Leid es wert ist.. oder ob ihr tatsächlich auch über ein offenes Gespräch nochmal irgendwie beiderseits Kompromisse finden könnt, mit denen ihr beide dauerhaft glücklich werdet und ihr alle beide nicht zu viel von euch selbst aufgeben müsst, wenn ihr ein wenig mehr aufeinander zugeht.
      »Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.«
      Konfuzius

      Viva schrieb:

      Ich finde Mutmassungen a la Narzisst wirklich übertrieben.
      Auch wenn ich inzwischen gelernt habe, dass Narzissmus oder Erscheinungsformen, die dem ähneln, sehr verletzende und tiefgreifende Verletzungen bei denen hinterlassen können, die solchen Menschen begegnen, so ist es dennoch eine Diagnose und die sollten wir nicht vom hörensagen bei jemandem stellen, den wir gar nicht kennen. Allerdings scheint es mir auch etwas gewagt, das Verhalten dem Thema BDSM, speziell Ds zuzuordnen, weil einen besonders einvernehmlichen Eindruck macht es aus der Erzählung von mademoiselle wirklich nicht. Eher erinnert es mich an den blöden, aber manchmal halt wahren Spruch: Wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr. Aber vielleicht findet ihr ja einen Weg, diese elende Quälerei in Liebe zu beenden - so oder so. Ich drück Dir die Daumen, @Mademoiselle.
      It's a sad and beautiful world.
      Es war fast vorhersehbar das solche Diagnosen kommen.
      Mittlerweile scheint es zum guten Ton zu gehören, vor Narzisten zu warnen.

      Um das ganze mal von einer andern Seite zu beleuchten.
      Ich war in einer langen Ehe mit jemanden der Verlustängste hatte, der Eifersüchtig war.
      Am Anfang hatte ich ganz viel Ehrgeiz dort Vertrauen aufzubauen. Erfolglos.
      Alle offene Kommunikation wurde in Frage gestellt.
      Das einzige Ergebnis das ich erzielt hatte, war, meine sozialen Kontakte brachen weg, ich ging nicht mehr alleine aus, verbrachte die Zeit daheim.
      Nur geholfen hat es wenig, denn es gibt noch Menschen auf der Strasse, im Beruf ect...

      Irgendwann kam ich zu dem Ergebnis, es ist egal was ich tue, diese Diskussionen und Ängste bekomme ich als Partner nicht in den Griff.
      Genau da fing ich an Kontrolle zu unterbinden, mich nicht mehr regelmässig zu melden ...denn Diskussionen waren die gleichen. Nur ich hatte die Möglichkeit ein paar unbeschwerte Stunden zu verbringen.

      Wenn ich lese es gab über das Thema Eifersucht schon Streit, offene Kommunikation führt zu mehr Problemen, kann ich mir auch vorstellen das jemand resigniert.
      Es tut nämlich auch verdammt weh, wenn der Partner kein Vertrauen hat.

      Ich hoffe es fühlt sich jetzt niemand angegriffen. Letztlich denke ich, wenn man in einer Beziehung leidet, sollte man handeln.
      Liebe @Mademoiselle,
      ich wage mich jetzt vielleicht sehr weit vor mit meinem Gedankengang. Nichts desto trotz möchte ich ihn äußern.
      Nachdem ich nun den kompletten Thread gelesen habe, werde ich das Gefühl nicht los, dass Dein Problem nicht wirklich an Deinem Herrn liegt. Hast Du Dich selbst mal gefragt, wieviel Deiner Ängste, wieviel Dein fehlendes Vertrauen, mit dem zu tun haben könnte, was Du von Deinen Vater erzählt hast?
      Manchmal liegt das Problem nämlich nicht an der Stelle, an der man es ansiedelt.
      Ich möchte Dir mit dem Geschriebenen keinesfalls zu nahe treten, sondern zum Reflektieren in eine andere Richtung anregen.
      Ganz liebe Grüße
      Kira

      Landlady_bb schrieb:

      Liebe @Mademoiselle, wenn die anderen Frauen deinem Maître immer noch so wichtig sind und er ihnen offenbar ebenfalls - warum sind sie dann seine Exen?
      Was für ein Niveau haben Frauen, die zwar offiziell jemandes Ex sind, ihn aber immer noch an sich heranlassen, ohne Rücksicht auf die gegenwärtige Partnerin?
      Was für ein Niveau hat jemand, der sich mit solchen :!: Schimpfwort :!: abgibt?
      Diese Fragen drängen sich mir nach deinem EP auf, denn ebenso wie meine Vorredner finde auch ich das, was du da schreibst, ausgesprochen betrüblich. Bzw. packt mich beim Lesen die kalte Wut.
      Meine Antwort, liebe @Mademoiselle, ist einfach: Du leidest, und diese Art von Leid braucht niemand. Im Gegenteil: Diese Art von Leid kann krank machen, seelisch und schlimmstenfalls auch körperlich.
      Deshalb schließe ich mich @MarquisLeDeuxiemes charmantem Zynismus an -

      MarquisLeDeuxieme schrieb:

      Geh zu deinem Maître und sprich zu Ihm, du würdest gerne in den Kreis seiner EX gehören, damit du den gleichen Wert, die gleiche Zeit, sowie Zuwendung Of und Online zugeteilt bekommst..

      - bzw. setze ich einen drauf: Nimm die nächste "Ex", mit der Maître sich trifft, beiseite und biete ihn ihr zur weiteren ständigen Verwendung an, da er deinen Bedürfnissen nicht genügt.
      Meine Aussage sollte nicht dahin verstanden werden, das ich Vorschlage die Beziehung zu beenden, auch wenn ich sie (auf Grund Ihrer Schilderung welche ja auch nur ein Auszug der Beziehung ist, überwiegend Ihre Sicht und Gefühlswelt darstellt und kein objektives Gesamtbild der Beziehung selbst zeichnet) zum momentanen Zeitpunkt nicht wirklich Kompatibel sehe. So @Mademoiselle, weiter in der Warteschleife verharrt und von Ihrer Seite und an sich selbst nichts ändert, wird sie aus meiner Sicht noch tiefer in die emotionale Schieflage rutschen.
      Sondern mein zynischer Rat war als tatsächliche Aussage/ Ansage angedacht, um Maître ungeschönt und auf den Punkt gebracht Ihre momentane Gefühlswelt zu offerieren.

      Männer brauchen manchmal einen wirklichen Hieb mit dem Vorschlaghammer. Damit Ihr Balken vor dem Kopf, welcher ihm die, es ist doch vermeintlich alles in Ordnung Welt vorspiegelt, bisschen erschüttert wird. Also ihr Logik-Gen und nicht das Gefühls-Gen angesprochen wird.. Unter der Prämisse-- Ursache-Wirkung.
      Meiner Erfahrung nach, wird gerade in bDSm- Beziehungen Leiden und Leiden- Macht und Ohnmacht zwischen den Partnern häufig fehlinterpretiert.

      Gruß Marquis le deuxième
      Immer bestrebt, auf sehr liebevolle Weise und meine ganz besondere Art böse zu sein.
      Er scheint zu der Sorte Mensch zu gehören, die, wenn man sie großartig bekocht hat und fragt "schmeckt es dir?", antworten: "Hab ich was gesagt?" Sie glauben, durch Schweigen ein Kompliment auszudrücken. Das ist aber nicht jedem Koch genug Wertschätzung für die Zeit, Mühe, Zuneigung, Vorfreude, Kreativität etc., die sie in ihr Werk investiert haben, um dem Bekochten eine Freude zu machen... sie wollen auch anteilnehmen und die Freude sehen, die sie bereitet haben. Passt das nicht, werden die Mahlzeiten zermürbend und irgendwann macht das Kochen und Essen keine rechte Freude mehr... und der Bekochte merkt es nicht einmal.

      Ich kenne solche Beziehungskonstellationen, aus Außenperspektive und auch aus eigener Sicht... Wobei ich dann Er war oder weil ich sehr nahe Freunde wie Ihn habe, deren Partnerinnen mich (als eine dieser "Ex-Fast-Partnerinnen") gehasst haben. Ich kann ihn verstehen, denk ich, und kann mir denken, was in ihm vorgeht. Er ist wie der Esser in dem obigen Bild. Es schmeckt ihm doch, er mag dein Essen und will wirklich, wirklich nicht darauf verzichten, von dir bekocht zu werden und mit dir zu essen. Nur sieht er keinen Sinn darin, kauend ständig zu betonen, wie gut es ihm wieder schmeckt.

      Für Leute wie ihn ist es kein Widerspruch, interessante Freundinnen zu sammeln und gleichzeitig einen Partner zu haben, der nicht in dieses Schema passt. Im Gegenteil sogar: Wenn sein Traumtyp eine kurvige rotgelockte Frau mit Sommerspossen, Piercings und einem extravaganten Hobby ist, so kann jederzeit die nächste Frau um die Ecke kommen, die mehr Locken, mehr Sommersprossen und ein extravaganteres Hobby hat. Er sammelt solche Bekanntschaften, ohne eine von ihnen abwerten zu wollen und auch, ohne eine zu nah an sich heranlassen zu wollen - als Sammler wirft man aber nicht den Rest der Sammlung raus, sobald ein neues Lieblingsobjekt entdeckt wurde, sondern im Gegenteil, es wird verglichen und in die Sammlung eingereiht und eine Weile betrachtet - dann im Laufe der Zeit seltener - dann nur noch ab und zu hervorgeholt... aber nie ganz vergessen.

      Wenn seine Erotik so funktioniert, so ist es für mich nur plausibel, dass die Partnerin einem anderen Typ entspricht (wie gesagt, ich kenne es von mir selbst). Sie ist etwas ganz Eigenes, Besonderes, das in die Vergleichsreihe nicht hineinpasst und nicht hineinpassen darf. Daher ist es für ihn auch selbstverständlich, dass niemand um die Ecke kommen kann, der passender ist als du: du bist du und seine Ausgangsbasis, sein Fels in diesem sprunghaften Lebenswandel. Da er so denkt, versteht er auch deine Verlustängst nicht - die anderen sind ja keine Konkurrenz für dich.

      Die Geschichte mit der Hochzeit hätte mich auch enorm verunsichert, so etwas hasse ich. Ich weiß nicht, wie man das beheben kann. Für mich wär das ein ewiger Dorn - aus ähnlichem Grund habe ich meine längste Beziehung beendet. Ich weiß keine Lösung leider, außer, wenn er dir wirklich glaubhaft schwört und verspricht, nie wieder gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Mein Dom musste mir auch hoch und heilig versprechen, mir immer zu sagen, wenn ich gerade störe oder mich ungelegen melde. Sollte er nur einmal für eine halbe Stunde nett zu mir sein und hinterher sagen "du, eigentlich wollte ich gar nicht mit dir schreiben" - da ginge was kaputt. Das hat er verstanden, und darum bin ich immer dankbar und beruhigt, wenn er unangenehme Dinge sagt wie "Heute möchte ich Zeit für mich, ich meld mich morgen" oder "Ich hab grad keinen Kopf für dich, sorry" - langfristig tut mir das besser als halbherziges Vorheucheln einer guten Zeit. Da braucht du immer Klarheit, dass Erwünschtfühlen auch wirklich Erwünschtsein bedeutet... ich hoffe, du kannst sie dir wieder verschaffen.

      Ansonsten... sehe ich es auch so wie die meisten hier (nur, dass ich ihn eben verstehe und eben nicht denke, dass er dir absichtlich weh tut): Verschwende deine Lebenszeit und Liebe nicht an jemanden, der dir keine gute Zeit beschert. Er ist nicht derselbe wie vor drei Jahren. Wenn er sich nach einem schönen Foto von dir Stunden oder Tage nicht meldet, hat er ein anderes Zeitgefühl als du - weil er seine Aufmerksamkeit anderen Dingen zuwendet und nicht merkt, was er dadurch verpasst. Zieh eine Bilanz und überlege, was du willst, wie du es bekommst und ob er es dir geben kann...
      Bonjour, mes chers!

      Wie stets danke ich für eure Antworten.
      Eines möchte ich allerdings vorweg nehmen: Maître ist kein Monster und Maître ist - das kann ich ausschließen - kein
      Narzisst. Wie bereits geschrieben, führte ich einmal eine Beziehung mit einem Narzissten (sogar klinisch diagnostiziert)
      und es unterscheidet sich ganz wesentlich von der Beziehung zu Maître. So viel vorab.

      @Kira2206:
      Natürlich nehme ich niemanden seine Meinung krumm. Im Gegenteil habe ich ja gerade deshalb öffentlich nach Hilfe
      und Rat gesucht, weil ich möglichst viele Perspektiven auf meine Situation hoffe. Obwohl eine kleine Mademoiselle
      nicht unbedingt zu den Anhängern Freuds zählt, halte ich es nicht für unwahrscheinlich, dass mein Vater einen kleinen
      Teil zu der Vertrauensproblematik beiträgt. Versteht mich nicht falsch, ich liebe meinen Vater. Aber es ist von ganz
      anderem Naturell als seine kleine Mademoiselle. Er ist manchmal grob, drückt sich häufig vulgär aus und prahlt wie gesagt damit,
      vielen Frauen die Liebe vorgegaukelt zu haben. Wenn ich ihn besuche, was derzeit häufig vorkommt, da er gesundheitliche
      Probleme hat, ist es jedes Mal das gleiche Spiel: Wo ist dein Freund? Oh, nicht bei dir? Oh, in einer anderen Stadt? So viele
      Wochen schon? Ha! Er hat bestimmt zehn Andere dort. Ich hätte zehn andere. Eine für jeden Finger. Ein Mann, vor allem in
      dem Alter, der kann es doch keine x Wochen ohne aushalten. Du bist so naiv, du bist so dumm. Ich hab den Frauen auch immer
      erzählt, sie wären die einzigen für mich...ich hatte meinen Spaß...
      Es ist schwer, wegzuhören. Es nährt die Zweifel. Und wenn ich vesuche zu vertrauen, echoen seine Worte stets in meinem Kopf.
      Auch wenn ich mir sagen, dass Maître und mein Vater zwei vollkommen verschiedene Individuen sind. Gehört ist gehört. Mademoiselle
      kämpft lediglich gegen den Einfluss an.

      @dornenspiel:
      Vielen Dank für deine Sichtweise! Ich kann mir vorstellen, dass diese Situation auch alles andere als leicht für dich war.
      Ich möchte Maître an sich ja vertrauen, nichts unterstellen und auch nicht kontrollieren. Es besteht jedoch leider, wie
      geschrieben, eine Vertrauensproblematik. Die Gründe hierfür sehe ich - nach alledem, was hier geschrieben worden ist -
      auf Maîtres, wie auch auf meiner Seite. Ich bin sicher, du hast versucht deinem Partner Sicherheit zu geben, die Ängste
      und Zweifel zu nehmen? Maître...gelingt das noch nicht so. Ein Beispiel: Du hättest vermutlich nicht die körperlichen Vorzüge deines
      platonischen Freundes betont, erklärt es besteht seit langem eine prickelnde Anziehung und wärst dann von Sonnenuntergang bis
      Sonnenaufgang mit diesem Freund unterwegs gewesen ohne dem Partner an diesem oder folgendem Tag eine Nachricht zu senden?
      Vielleicht hättest du die Anziehung auch eingestanden, aber dennoch versichert, dass von diesem platonischen Freund keine
      Gefahr für die Partnerschaft ausgeht? Das Vermitteln von derartiger Sicherheit fehlt mir.

      @Freudenschwalbe:
      Merci beaucoup auch für deine Gedanken! Ich könnte mir, wenn ich reflektiere, sehr gut vorstellen, dass Maître auch zu den
      schweigsamen Essern zählt. Ich denke, ich bräuchte es nicht ständig, nicht jeden Tag, nicht mal jede Woche, dieses köstliches
      Essen! Du bist eine Meisterin der Gewürze! Der Kochlöffel ist dein Zauberstab! Aber ich bräuchte Gewissheit, dass es tatsächlich
      schmeckt. Er müsste es mir einmal glaubhaft machen können, dass er es genießt bei mir und mit mir zu speisen und dass meine
      Mahlzeiten wirklich jedesmal aufs Neue ein Genuss sind. Dass er es weder braucht, noch möchte aus der Suppenschüssel einer
      Anderen zu naschen. Wenn ich die Wahrheit hinter diesen Worten einmal fühlen könnte, wäre so vieles an Angst und Zweifel und
      Unsicherheit beseitigt.

      So! Insgesamt möchte ich mich noch einmal bedanken. Für alles.
      Ich habe kaum hoffen dürfen, so aufgefangen zu werden wie ihr mich aufgefangen habt. Eine kleine Mademoiselle
      weiß das aufs Äußerste zu schätzen. Ihr habt viel geschrieben (ich auch), selbstverständlich habe ich alles gelesen.
      In meinem Kopf ist das Meiste davon bereits angekommen, wird noch einmal reflektiert, von allen Seiten betrachtet,
      auch hinterfragt oder auch bestätigt. Es wird allerdings dauern, bis ich es tatsächlich begriffen habe und es in Seele
      und Herzen angelangt. Ein Keimling ist gesetzt, aber es wird noch dauern bis er Wurzeln schlägt.

      Fürs erste - euch einen schönen Tag!
      In Mademoiselles Hirnmansarde arbeitet es unaufhörlich.

      Liebe Grüße!
      You think it's just a puppet
      A puppet on a string
      Loyal marionette to your will

      But beware, master, beware!
      The net you weave
      the strings you play
      may play with you as well