Wer bin ich? Was will ich? Und wie finde ich es heraus?

      Wer bin ich? Was will ich? Und wie finde ich es heraus?

      Hallo ihr Lieben,

      Ich befinde mich wohl in einer mittelschweren Selbstfindungskrise was Bdsm angeht...
      Kurz vorweg- ich habe eine schwere Enttäuschung hinter mir mit Lügen, betrügen und Ausnutzen. Das ganze ist nun aber schon 1 Jahr her und ich bin mir immernoch unsicher, ob ich darüber hinweg bin.

      Seitdem bin ich single und enthalsam.
      Und doch sehne ich mich langsam immer öfter nach einem Partner mit dem sich meine romantischen und bdsmlerischen Vorstellungen für mein Leben erfüllen lassen.
      Doch der Punkt ist: den einen Tag ist mein Traumpartner ein Super-Dom der mich liebevoll konsequent führt und glücklich macht, den nächsten Tag bin ich davon schon wieder dermaßen abgeneigt und stelle mir eine FLR als die Erfüllung meines Lebens vor. Nun mag die Vermutung aufkommen: klar, eine Switch!

      Aber bin ich das wirklich? Ich komme mir dann erstens wie nichts halbes und nichts ganzes vor und zweitens, kann ich mir im Leben nicht vorstellen beide Seiten in einer Beziehung zu vereinen. Es ist mehr so, dass ich jemanden treffe und dieser jemand dann entweder dominate Fantasien und Sehnsüchte in mir weckt oder eben devote. Oder auch gar keine natürlich :D
      Und will ich nun 24/7 oder nicht?
      Ich bin so durcheinander...

      Aber wie lässt sich das mit einer ernsthaften Partnersuche verbinden? Spielbeziehungen, bdsm-ons kann ich mir absolut nicht vorstellen... Wie habt ihr rausgefunden was ihr mehr seid? Was euch wirklich glücklich macht? Wie euer Partner an eurer Seite in etwa ticken sollte? Denn ich habe das Gefühl das gerade Bdsmler immer schon sehr genau wissen, was sie wie ausleben wollen und ich kann da einfach nicht mithalten...

      Und eine weitere Frage - Können reine Spielbeziehungen wirklich funktionieren ohne dass sich jemand ausgenutzt fühlt? Wenn ja, was ist dabei aus eurer Sicht zu beachten?

      Ihr merkt schon, totales Chaos in meinem Kopf. Und meine Realität sieht noch komplizierter aus. Aber vielleicht könnt ihr mir ein bisschen helfen mich zu sortieren.

      Ich würde mich über Meinungen, Erfahrungen und Austausch freuen... Danke im Voraus!

      Eine, ich weiß auch nicht genau was für eine, LittleO :rot:

      LittleO... schrieb:

      Es ist mehr so, dass ich jemanden treffe und dieser jemand dann entweder dominate Fantasien und Sehnsüchte in mir weckt oder eben devote. Oder auch gar keine natürlich :D
      Vielleicht ist das ein Schlüsselsatz. Auch wenn es mit Sicherheit keine einfach Suche ist aber geh doch so ergebnisoffen ( auch im Profil) auf die Suche und such einen Menschen und keine Neigung, vielleicht kommt ihr in Schwingung und eine der beiden Neigungen werden angesprochen.
      Ob es dann 24/7 oder doch nur unverbindliches spielen alle paar Wochen ist musst Du doch gar nicht jetzt klären. Ich hatte bei meiner letzten Suche auch beschlossen,dass ich nur etwas zum "spielen" suche und schwupps sind 1,5 Jahre feste Beziehung rum.

      Vielleicht bist Du gar nicht unentschlossen und verwirrt sondern kannst einfach aus einem grossen Topf von Möglichkeiten schöpfen ;)
      Hast Du denn schon Erfahrungen in beide Richtungen?
      Oder bisher nur in die Super-Dom-Richtung und in diesem Bereich wurdest Du auch enttäuscht?
      Im letzteren Fall kann es eventuell auch sein, dass Dein FLR-Bedürfnis daher rührt?
      Das ist nur ein Denkansatz (!!) und gilt selbstverständlich nicht für reale FLR-Beziehungen.
      Ich erwähne das lediglich, weil ich anfangs auch mal dachte, ich sei Switcher (weil ich ebenfalls ab und zu Fantasien in beide Richtungen hatte), es sich dann jedoch real herausstellte, dass ich null dominant bin und meine FLR-Fantasie lediglich meine Wut auf meinen Mann war, die sich so eine Bahn brach.
      Mir ist ganz wichtig, dass niemand hier denkt, ich würde glauben, bei FLR-Beziehungen will FemDom eine schwere Enttäuschung mit einem Mann kompensieren. :fie: :fie:
      Nichts liegt mir ferner!
      Nur hatte ich aus genau diesem Grund zeitweise solche Fantasien, :sofa: .
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      @Viva

      Das hab ich von der Seite so nie betrachtet.
      Stimmt, an sich etwas Positives. Aber ist andererseits nicht die Wahrscheinlichkeit "den Richtigen" aus einem großen Topf zu finden viel geringer, als wenn ich es weiter eingrenzen könnte? Oder bin ich einfach zu pessimistisch in dem Punkt?
      Irgendwie will ich mich ja nicht durchprobieren und dann da verweilen wo es am besten geschmeckt hat... Aber vermutlich macht man das so, oder?
      Naja, wenn Du den grossen Topf auf Femdom reduzierst, wird der Teich rein theoretisch noch kleiner ;)

      Im Grunde erhöhst Du doch nur Deine Chancen den richtigen Menschen zu treffen, ja aber im schlimmsten Fall muss man viele Menschen treffen, das wird die aber auch nur mit einer Neigung nciht anders gehen.
      @Feuerpferd

      Dieser Annahme war ich tatsächlich schon mehrfach. Ja ich habe Erfahrungen in beide Richtungen und definitiv erregt mich meine Dom Seite so, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich sie nicht vermissen würde, wenn sie keinen Platz in meinem Leben hätte.
      Meine devote Seite vermisse ich und würde ich auch definitiv immer vermissen, aber sie war es die diese heftigen Verletzungen erfahren hat und nun fällt mir das im Umkehrschluss auch viel schwerer...
      Vielleicht ist die Vorstellung einer FLR der Wunsch meinerseits, meine devote Seite zu verleugnen um nie wieder in dieser Position des Opfers zu sein. Denn ich fühle mich dominant viel sicherer, was ja irgendwie naheliegend ist bei dem Gefühl von Kontrolle...

      Feuerpferd schrieb:

      Und warum suchst Du Dir dann nicht einen Switcher, der auch beide Seiten in sich fühlt? ^^
      Wie gesagt, irgendwie fehlt mir der Glaube daran, dass das funktioniert mit ein und der selben Person zu switchen...
      Aber vielleicht lerne ich ja auch da wieder neue Seiten von mir kennen...
      Ich schließe es irgendwie nicht kategorisch aus, dennoch halte ich das für ein sehr unwahrscheinliches Szenario

      LittleO... schrieb:

      Können reine Spielbeziehungen wirklich funktionieren ohne dass sich jemand ausgenutzt fühlt? Wenn ja, was ist dabei aus eurer Sicht zu beachten?
      Ich denke, ja, Spielbeziehungen können so funktionieren. Ausgenutzt zu werden bzw. sich ausgenutzt zu fühlen ist jedoch kein Spiel, sondern wirklich schmerzhaft und schmerzhaft wirklich.
      Zu beachten ist deshalb m. E., mit einem Fuß in der Realität zu bleiben: Das, was du und dein Spielpartner in dieser Beziehung verkörpert, ist "nur" Spiel. Real seid ihr vielleicht "nur" Freunde auf Augenhöhe oder nicht mal das, weil euch außer dem Spiel nichts weiter verbindet.
      Zu beachten ist m. E. weiterhin, bei sich selbst zu bleiben und sich selbst zu schützen, etwa davor, ausgenutzt zu werden. Zumal BDSM ja was ausgesprochen Emotionales ist.
      Ausgenutzt werden kannst du nur von Menschen, die du emotional nah genug dazu an dich herankommen lässt.
      Ein Freund nutzt nicht aus. Tut er's, dann ist er kein echter Freund.
      Jemand Unverbindliches kommt - klingt zynisch, ist aber nicht zynisch gemeint - zum Ausnutzen nicht nah genug, denn dann wäre er ja irgendwie nicht mehr unverbindlich.
      Eine Spielbeziehung ohne ausgenutzt zu werden funktioniert m. E. also entweder mit einem richtig echten Freund oder mit einer gewissen inneren Distanz zum Spielpartner.

      Bleiben zwei Fragen offen:
      • Wie wirklich emotional ist BDSM bei innerer Distanz zum Spielpartner?
      • Ist eine Spielbeziehung mit einem richtig echten Freund wirklich eine "Spiel"beziehung ... ?

      LittleO... schrieb:

      Feuerpferd schrieb:

      Und warum suchst Du Dir dann nicht einen Switcher, der auch beide Seiten in sich fühlt? ^^
      Wie gesagt, irgendwie fehlt mir der Glaube daran, dass das funktioniert mit ein und der selben Person zu switchen...Aber vielleicht lerne ich ja auch da wieder neue Seiten von mir kennen...
      Ich schließe es irgendwie nicht kategorisch aus, dennoch halte ich das für ein sehr unwahrscheinliches Szenario
      Nach meiner Erfahrung - übrigens mit einem "Nur"-Spielpartner - geht das durchaus und kann auch richtig Spaß machen.
      Zudem hat kein Mensch ausschließlich Dominanz oder Submission an sich. Im Grunde sind wir alle "Mischtypen", und die Frage nach Dominanz oder Submission ist immer eine Frage des Empfindens der Beteiligten in der unmittelbaren Situation.

      Landlady_bb schrieb:

      Das, was du und dein Spielpartner in dieser Beziehung verkörpert, ist "nur" Spiel. Real seid ihr vielleicht "nur" Freunde auf Augenhöhe oder nicht mal das, weil euch außer dem Spiel nichts weiter verbindet.
      man kann auch mehr sein, nein nur Spiel ist es niemals jedenfalls nicht für mich

      mich verbindet mit meinem Spielpartner mehr , es ist eine gewisse Portion Liebe im Spiel

      aber ob man damit klar kommt das aus ja einer wirklich ´innigen beziehung eben keine Lebensparnterrschaft wird , sieht auch jeder anders

      auch Spiebeziehung kann funktionieren , und Spielbeziehung ist nicht negativ zu werten , es sind auch eine menge gefühle mit dabei, ich spiele nichts was ich empfinde, und mein Dom auch nicht
      Hm.....ich denke, dass hier unterschiedliche Dinge ineinander verschwimmen könnten:
      Einmal so richtig auf´s Gesicht gebrettert -> Angst, wieder ausgenutzt zu werden -> das (unbewusste) Wissen, dass man sich als Sub potenziell in die schwächere Position begibt und leichter ausgenutzt werden kann, als in der dominanten Position, in der man die Kontrolle hat -> eigentlich möchte man Sub, aber Dom ist halt irgendwie sicherer.

      Ich habe jetzt mal bewusst "man" geschrieben, weil es wirklich nur Spekulation und ein mögliches Szenario sein könnte. Es geht mir lediglich darum, Denkanstöße zu liefern.

      Ich bin - speziell in letzterer Zeit - mehreren Subs über den Weg gelaufen, die aus verschiedenen Gründen eine ähnliche Unsicherheit gezeigt haben. Sei es aus schlechten Erfahrungen heraus, sei es aus allgemeiner Bindungsangst. Mittlerweile neige ich dazu, derartige Subs zu meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Es bringt nichts. Letztlich führt ihre Unsicherheit in die Katastrophe. Da wird meiner Ansicht nach auch eine Spielbeziehung nichts ändern, denn da ist diese Unsicherheit aufgrund der Unverbindlichkeit noch größer. In einer festen Beziehung ist dann letztlich das latente Misstrauen der Killer. Ich möchte nicht ausschließen, dass man das gemeinsam in den Griff bekommen kann (hatte ich auch schon). Aber das setzt voraus, dass Sub zumindest eines weiß: Dass sie diese Beziehung und ihre Rolle als Sub wirklich will.

      Und da beißt sich dann die Katze in den Schwanz: Die Angst macht sich wieder breit, man wird unsicher und zieht die Notbremse.

      Letztlich geht es meiner Ansicht nach weniger darum, ob Du Sub bist oder nicht. In erster Linie geht es erstmal darum, dass Du Dir bewusst machst, dass jede Beziehung und jedes Vertrauen in einen Partner grundsätzlich ein Risiko ist. Der nächste Schritt ist dann (wieder) einen Vertrauensvorschuss zu geben, wohl wissend, dass es wieder nach hinten losgehen kann. Und so kann man sich dann - einen verständnisvollen Partner vorausgesetzt - Stück für Stück nach vorne arbeiten. Das ist zugegebenermaßen ziemlich energiefressend, aber zumindest meiner Erfahrung nach der einzige Weg, um da wieder rauszukommen.
      Allerdings neigen viele - um nicht zu sagen die meisten Menschen - in so einer Situation eher zum Selbstbetrug. Es ist leichter, sich zurückzuziehen, aufzugeben, den anderen zu beschuldigen, oder der allgemeinen Wetterlage die Schuld zu geben, dass es nicht klappt, als sich mit seinen Ängsten auseinanderzusetzen. Nebenher gesagt: Auch bei Dir habe ich den Eindruck, dass Du Dich eher auf dem Nebenkriegsschauplatz "bin ich Sub oder doch lieber Dom" herumtreibst. Kein Vorwurf. Ist nur natürlich, da einfacher.

      Natürlich wird nicht jeder Mann in Dir den Wunsch wecken, in die Knie zu senken. Nur: Sobald das einer schafft, möchte ich wetten, dass irgendwo in Dir drin Alarmglocken schrillen und eine kleine LittleO ganz laut das Brüllen anfängt. Nicht, weil sie nicht submissiv sein will, sondern weil sie Angst hat, wieder eine Bruchlandung zu machen. Das Unangenehme ist: Diese kleine LittleO macht mit schöner Regelmäßigkeit Ärger. Auf vielfältige Art und Weise. Die Kunst besteht darin, ihr auf die Schliche zu kommen und zu verstehen, dass dieses unangenehme Gefühl, dieser Wille, alles hinzuwerfen, nicht unbedingt die Schuld des Partners ist, der irgendwas falsch gemacht hat, sondern eigentlich nur die eigene Angst.

      Wie gesagt: Ich behaupte NICHT, dass das alles bei Dir so zutrifft. Ich kann auch auf dem völlig falschen Dampfer sein, weil ich Dich und Deine Lebensumstände nicht kenne. Aber im Endeffekt ist die Psyche von Menschen oft weit weniger kompliziert, als wir neigen, zu glauben. Ist zumindest meine Erfahrung.

      Und wenn es Dich tröstet: Die ganze Sache macht auch von der anderen Seite nicht wirklich Spaß. Dann nämlich, wenn man voller Optimismus in so eine Situation reinläuft und so richtig Prügel bekommt. Nicht, weil man der Böse ist, sondern weil das Gegenüber unterbewusst Angst hat. Dass das nachvollziehbar ist, ist dann nur ein schwacher Trost.

      In einer BDSM-Beziehung kommt dann noch ein spezifisches Problem dazu: Sub kann Dom immer und zu jeder Zeit ins Messer laufen lassen. Sobald sie ernsthaft "nein" sagt, hat Dom ein Problem. Natürlich wird er (wenn er nicht gerade völlig gewissenlos ist) erstmal die Bremse reinhauen. Aber wenn es ganz blöd kommt, wird das von Sub als Unsicherheit von Dom gedeutet (dabei ist es ja nur die Reaktion auf ihre eigene Unsicherheit). Das wiederum verunsichert Sub dann noch mehr, denn Dom soll ja eigentlich Sicherheit vermitteln, weil man ja schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat. Das ganze schaukelt sich dann u.U. auf, weil Dom irgendwann wirklich nicht mehr weiß, was er machen soll. Und irgendwo in der Tiefe des Unterbewusstseins von Sub lacht sich der kleine, ängstliche Teil von ihr ob der erfolgreichen Sabotage ins Fäustchen. Irgendwann wirft dann einer von beiden den ganzen Kram hin und es bestätigt sich das, was im Unterbewusstsein verankert war: Sub wurde schon wieder enttäuscht.

      Wie gesagt: Ich sehe das völlig wertneutral. Wir alle sind Opfer unseres Unterbewusstseins. Ich fasse hier nur mal grob zusammen, was ich an Erfahrungen gemacht habe und was ich berufsbedingt über die Psyche von Menschen weiß. Dass da ziemliche Schwankungsbreiten drin sein können, bestreite ich in keiner Weise.

      Trotzdem gebe ich Dir den Rat, erstmal ganz, ganz tief in Dich hineinzuhorchen, ob da nicht irgendwer schreit und einfach Angst hat. Und dann herauszufinden, wovor eigentlich. Das gibt Dir dann die Möglichkeit, das Risiko einer neuen Beziehung besser einzuschätzen, Dich besser zu schützen und vor allem auch Deinen Partner mitzunehmen (der hoffentlich auch das Händchen hat, Dich dann auch entsprechend wahrzunehmen und Dich zu unterstützen).

      Die Frage, ob Sub oder nicht doch lieber Dom wird sich dabei dann u.U. gar nicht mehr stellen, weil es durchaus möglich ist, dass sie eben nur ein Schutzmechanismus und Nebenkriegsschauplatz ist.


      Zum Abschluss: Ich werde mich hier - auch aus Erfahrungen heraus - nicht auf eine öffentliche Diskussion über Sinn oder Unsinn, einzelne Aspekte oder Gott weiß was einlassen. Wie gesagt: Mir ging es in diesem Posting einzig darum, eine andere Sichtweise darzustellen. Fußend auf persönlicher Erfahrung und einer fundierten Ausbildung und Praxis in Hinblick auf die menschliche Psyche. Nicht mehr, nicht weniger.
      From day to day I understand the phrase "I'm getting too old for this shit" on an even deeper level.

      LittleO... schrieb:

      Ja ich habe Erfahrungen in beide Richtungen und definitiv erregt mich meine Dom Seite so, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich sie nicht vermissen würde, wenn sie keinen Platz in meinem Leben hätte.
      ...Du suchst die Balance......
      Es gibt ja auch die Möglichkeit Sub zu sein und gleichzeitig auch einen Sub zu haben......quasi eine Dreierbeziehung - ob dann auch alle drei miteinander spielen oder immer nur zwei ist dann nochmal was anderes.......
      es könnte doch sein, wenn deine Dom Spielbeziehung gerade etwas in den Hintergrund tritt...du dann eben mehr FemDom bist und diese Art genießt.....

      manchmal hilft nur ausprobieren.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.

      bastet schrieb:

      Landlady_bb schrieb:

      Das, was du und dein Spielpartner in dieser Beziehung verkörpert, ist "nur" Spiel. Real seid ihr vielleicht "nur" Freunde auf Augenhöhe oder nicht mal das, weil euch außer dem Spiel nichts weiter verbindet.
      man kann auch mehr sein, nein nur Spiel ist es niemals jedenfalls nicht für mich
      mich verbindet mit meinem Spielpartner mehr , es ist eine gewisse Portion Liebe im Spiel

      aber ob man damit klar kommt das aus ja einer wirklich ´innigen beziehung eben keine Lebensparnterrschaft wird , sieht auch jeder anders

      auch Spiebeziehung kann funktionieren , und Spielbeziehung ist nicht negativ zu werten , es sind auch eine menge gefühle mit dabei, ich spiele nichts was ich empfinde, und mein Dom auch nicht
      @bastet, du nennst es "gewisse Portion Liebe mit im Spiel", ich schrieb "Freunde auf Augenhöhe", und wahrscheinlich meinen du und ich ziemlich genau das Gleiche, nämlich etwas emotional Tiefes, Ernstes, Ehrliches, Beständiges.
      "Spiel" ist in diesem Zusammenhang überhaupt ein schwammiger Begriff, finde ich. Er kann Oberflächlichkeit bedeuten oder auch "Liebesspiel": kein Spiel mit der Liebe - da wären wir wieder beim Thema Ausnutzen -, wohl aber ein Spiel aus Liebe. Oder aus Freundschaft oder wie immer man tiefe, ernsthafte, ehrliche, beständige Zuneigung nennen mag.
      Und nein, auch ich werte, wie aus meinem zweiten Beitrag zu lesen ist, Spielbeziehungen durchaus nicht negativ. Mir persönlich ist jedoch 'ne "richtige" lieber ... <seufz>
      Ich würde insgesamt einfach die Augen offen halten.
      Das heißt ja nicht, dass du jetzt die Kerben in der Bettkante sammelst, sondern lern einfach unterschiedliche Menschen kennen.

      Gerade wenn es um Beziehungen geht, spielen noch so viele andere Dinge mit rein. Sei es der Musikgeschmack (der bei einer Spielgeschichte eher vernachlässigt werden könnte, aber wenn dir später 24/7 Vorhaltungen ob des Krachs gemacht werden ist das auch doof), Meinungen zu dir wichtigen Dingen, gemeinsame Interessen (Couchpotatoe verträgt sich nicht zwingend mit Partynudel), wie geht jemand auf Menschen zu (ich brauch in meinem Leben keinen menschenscheuen Egomanen mehr), wie verhält es sich mit Streitigkeiten (ist jemand tagelang am Türen knallen oder ist ein Streit nach ein paar Stunden beigelegt), Alkoholkonsum (wie reagiert wer, wenn er gescheit einen im Tee hat), Toleranz gegenüber anderen andersdenkenden Mitmenschen, Respektvolles Verhalten, Kinderwunsch,...

      Diese Dinge trennen meiner Meinung nach doch schnell die Spreu vom Weizen und da kann es Bdsm technisch noch so gut passen, wenn ich ne Partnerschaft eingehen möchte, muss da meiner Meinung nach mehr sein als nur Dom/sub in welcher Konstellation auch immer.

      Alles andere ergibt sich dann, und wenn ich deine letzten Beiträge noch richtig im Hinterkopf habe, dann findet sich ein Weg.
      Ich kann übrigens auch nicht mit ein und derselben Person switchen. Macht auch nix, kann man ja drüber reden, wie man das dann löst.
      Viele Grüße
      safine

      LittleO... schrieb:

      Können reine Spielbeziehungen wirklich funktionieren ohne dass sich jemand ausgenutzt fühlt? Wenn ja, was ist dabei aus eurer Sicht zu beachten?

      Ich denke ja, unter folgenden Voraussetzungen:
      Es existieren keine weiteren Partner, so dass keine Eifersucht entsteht. Beide Partner sagen die Wahrheit und sind ehrlich. Also beispielsweise keine falschen Versprechungen, die dann nicht eingehalten werden.

      Auch in einer Spielbeziehung kann man als Dom Wertschätzung gegenüber einer Sub empfinden, sie dafür bewundern, was sie alles kann etc.

      Wobei meine Definition von "Spielbeziehung" eher ist, dass man die Vorteile von Single-Leben (Freiheit, seine Hobbys zu führen/spontan Urlaub zu machen etc.) und BDSM-Beziehung (Partner) kombiniert.
      Ach wie sehr erkenne ich mich in diesem Zwiespalt wieder. Es gibt Zeiten, da will ich für eine "Göttin" alles geben, mich völlig unterordnen und ganz in Ihre Handy begeben und dann sind da die Zeiten, in denen meine Augen teuflisch blitzen und ich es genieße der "Herr" zu sein. Beides separat geht gut aber wie in bekommt man alles zusammen? Spielbeziehungen liegen mir nicht. Ich muss ein Gefühl für meinen Gegenüber bekommen können.

      Feuerpferd schrieb:

      Und warum suchst Du Dir dann nicht einen Switcher, der auch beide Seiten in sich fühlt? ^^
      Echte Switcher sind eher selten - und für alle anderen bist du dann eher zu dev oder zu dom.
      Wenn du ne Lösung findest, LittleO - lass es mich wissen ;)

      Ich lebe aber gut mit der Erkenntnis. Ich bleibe heute eher Single als in einer Beziehung nur "halb" zu sein. Wenn es "die" gibt und es sein soll, wird es auch :)
      DRAMA im Kopf

      Hallo zusammen,

      ich habe mir jetzt einfach mal gedacht, dass ich meinenGedanken mal einfach hier zu „Wer bin ich? Was will ich? Und wie finde ich esheraus?“ freien lauf lasse. Denn so richtig was passendes habe ich nicht gefunden.Fakt ist, ich muss meine Gedanken loswerden, da ich sonst innerlich platze.

      Wo fängt man an, wenn man versucht, sein Drama im Kopf zuerklären? Nun ja, habe vermutlich seit ich 14 bin BDSM Fantasien. Allerdingshatte ich mein erstes Mal erst mit Anfang/ Mitte 20 und durfte danach direkt imGästebett übernachten. Danach kam eine ziemlich krasse Tinder-Phase – so nach demMotto „Ich date mal jeden, der irgendwie möchte, und vielleicht finde ich jabei all der Quantität meinen Traumpartner“. Dies ist natürlich nichteingetreten. Naja, parallel dazu haben mich meine Fantasien nie losgelassen undich habe mich vor ca. nem Jahr bei Gentledom angemeldet. Mit vier Leuten habeich mich dann auch getroffen. Einer war zu jung und ich ihm anscheinend zu alt.Einer wollte nur vögeln. Einer war einfach so schüchtern, wo ich mich gefragthabe, wer hier gleich wen mit der Peitsche durchs Wohnzimmer jagt. Ach so –meine Fantasien sind devoter Natur.

      Naja und Nummer 4 ist ein Grund, warum es jetzt Drama imKopf gibt. Man muss dazu sagen, dass der Herr Mitte 50 ist und wir uns seit ca.nem Jahr immer nur auf einen Kaffee so zum Austausch getroffen haben und dafürbin ich ihm unendlich dankbar. Er hat mir aber auch immer wieder angeboten,dass wir zusammen spielen können. Naja und letztens saß ich halt in einemWaldstück in seinem Bulli gefesselt auf dem Beifahrersitz und hatte in Kurzformden ersten richtigen Orgasmus durch einen Mann. Es hat sich ziemlich gutangefühlt und auf der anderen Seite war es so skurril. Rückblickend betrachtet,komme ich mir vor wie in einem schlechten Film. Ich kann meine Gefühle nicht mehreinordnen. Ich fand`s gut und gleichzeitig habe ich mich unfassbar geschämt.

      Ein weiteres Drama ist parallel durch einen Online-Typenentstanden. Mit ihm läuft das jetzt seit ca. nem Jahr. Kurzfassung: Erverheiratet, Frau und Kind. Seine Frau steht aber absolut nicht drauf. Ich weißnicht warum, aber irgendwie rechne ich ihm das hoch an, dass er nichtfremdgeht. (OK, jetzt können wir eine Diskussion beginnen, ab wann beginntfremdgehen, aber das lassen wir lieber mal). Soll heißen, er hat mit mir diese onlineSache angefangen. Ich mache manchmal so kleinere Aufgaben, schicke ihm Bildervon mir (ohne Kopf). Soll wiederum heißen, eigentlich kennen wir uns gar nichtrichtig. Aber irgendwie war das für den Anfang so völlig in Ordnung für mich undirgendwie hänge ich doch auch an ihm. Problem – seine Frau hat sich jetzt durchdie Schwangerschaft überlegt – und möchte nun doch mehr dominiert werden. Es fängthalt erstmal mit so einem Kleidungsfetisch an. Er steht halt total auf weißeBluse und z. B. Leder-/Lackrock. Naja, sie wartet jetzt neuerdings so auf ihnzu Hause. Mich macht das wahnsinnig eifersüchtig. Denn irgendwie war ich immerin dem Bereich seine Nummer 1 und es war für mich auch in Ordnung, dass dasnichts reales ist und wird. Aber jetzt hat er halt das, was er sich immererträumt hat. Seine eigene Frau, die er liebt, will sich ihm unterwerfen. Dakriegt man halt schnell das Gefühl, dass man über ist.

      Naja und dann einfach die Erkenntnis, dass das mit derPartnersuche verdammt schwierig bis unmöglich werden wird. Ich habe schon auf „normalem“Wege keinen Partner gefunden und mich immer gefragt, was falsch mit mir ist.Wie soll ich denn bitte jemanden mit der gleichen Neigung finden?

      Und dann kommt ja noch hinzu, dass ich nicht mal weiß, wieweit ich bereit bin zu gehen. Klar, ich bin mir meiner Neigung zu BDSM ziemlichsicher mittlerweile und meine Fantasien sind da auch eindeutig. Aber das gehtsoweit, dass ich denke, ja klar 24/7 auf jeden Fall. Und dann denke ich wieder –Mädchen, wie naiv bist du denn. 1. Erleb doch erstmal eine richtige Sessionbevor du dir solche Gedanken machst. 2. Ich, für den Typen als Hausfrau vormHerd stehen – ich glaube bei dem piepts wohl. Letzteres macht es für mich auchso schwer, meine Neigung zu akzeptieren. Warum? Ich bin keine typische Hausmutti.Ich bin eigentlich die, die meine Freundinnen dafür auslacht, dass bei denenklassische Rollenverteilung herrscht und och ja niemals so werden würde. Unddann wieder ertappe ich mich dabei, wie ich mir genau das vorstelle. Wie ich aufjemanden warte, in Lederrock, Strapse, Heels und Bluse – ich das Jeansmädchenvon nebenan. Wie soll man denn da noch in seinem eigenen Kopf mit seineneigenen Gedanken zu Recht kommen? Es ist alles ein einziger Widerspruch.

      Dann sitze ich hier und heule rum, weil ich nicht mehr mitmir klarkomme. Und dann fühle ich mich wiederum genau deswegen schlecht, weil einVerwandter von mir gerade die Diagnose Krebs bekommen hat. Das ist wirklichschlimm. Mir geht’s doch gut, habe einen Job, eine Wohnung, einen großen Freundeskreisund bin gesund. OK, ich sitze seit 10 Jahren alleine vorm Fernseher. Aber dasist eigentlich kein Grund, so ein Drama im Kopf zu veranstalten, oder?

      Was ich von euch erwarte? Ich glaube gar nichts – vielleichteinfach nur dumme Sprüche, sodass ich selber drüber lachen kann. Oder einenTipp, den wahrscheinlich eh niemand geben kann^^

      Es tat auf jeden Fall wahnsinnig gut, mal ein paar Dingeeinfach rauszuhauen.

      Lieben Gruß
      Ein frustriertes und verzweifeltes devotes Etwas^^