14.12. –♥– Im Spiegel der Erinnerung

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      14.12. –♥– Im Spiegel der Erinnerung

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      .♥.— 14. Dezember —.♥.

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      Im Spiegel der Erinnerung

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      von
      @AleaH

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      Ich sitze auf meinem Kissen zu Füßen meines Herrn. Mein Kopf ist an sein Knie gelehnt. Gedankenverloren streichelt er mir über mein Haar. Als seine Hand meine Wange berührt, schmiege ich mich in sie. Dieses innige Gefühl der Nähe brauche ich jetzt. Es gibt mir Frieden, lässt mich zur Ruhe kommen.

      In den letzten Tagen war viel los auf der Arbeit. Ich musste meinen Schreibtisch leerräumen. Die Akten mussten übergeben werden, Kollegen kamen, um sich zu verabschieden. Morgen gehe ich zum letzten Mal hin. Dann ist es endgültig. Ich höre auf zu arbeiten. 25 Jahre war ich in dieser Firma. Hier habe ich meine Ausbildung gemacht. Und morgen ist alles vorbei. Dabei bin ich erst 45 Jahre alt. Ich bin ein wenig schwermütig deshalb. Ich kann mir nicht vorstellen, nie mehr in mein Büro im Erdgeschoss zu gehen. Der Zweifel, das Richtige zu tun, nagt an mir.

      Mein Herr bemerkt diesen Aufruhr in mir. Aus seinem sanften Streicheln wird ein fester Griff in mein Haar. Er zwingt mich damit, ihm in die Augen zu sehen. „Sonja, morgen beginnt unser neues Leben. Endlich kein Job mehr, der mich von dir trennt. Wir haben endlich Zeit für all die Dinge, die wir wegen unserer Arbeit nicht machen konnten. Wir können uns endlich um unsere Enkelkinder kümmern. Schau mich bitte an. Ich verbiete dir, Trübsal zu blasen!“ Ein zaghaftes Lächeln huscht über mein Gesicht. Genau übermorgen vor 25 Jahren habe ich meinen Herrn kennen gelernt. Wir heirateten und ein Jahr später kam unser erstes Kind zur Welt. Schon damals hatte mein Herr den Wunsch geäußert, dass wir zur gleichen Zeit in den Ruhestand gehen. Ich stimmte dem zu, lag der Tag doch noch in so weiter Ferne noch.

      Vor einem Jahr setzte ich meine Chefin, von meinem Wunsch, morgen in den Ruhestand zu gehen, in Kenntnis. Sie schaute mich damals ganz ungläubig an. Als ich dann sechs Monate später meine Kündigung einreichte, war es offiziell. Der Tag stand fest, an dem ich das letzte Mal ins Büro gehe. Ab übermorgen ist der junge Kollege, der meinen Job übernimmt, allein für meine Kunden zuständig. Ich weiß, er wird seinen Job gut machen.

      Mit dem Ruhestand tritt noch eine weitere Veränderung in mein Leben. Wir ziehen fort, aus unserer großen Wohnung in der Stadt, in unser neues Haus in den Bergen. Das haben wir uns vor so vielen Jahren auch versprochen. Wir lieben beide die Berge. Die Ruhe, die es in der Natur gibt, ist unser Lebenselixier.

      Übermorgen werden wir hinfahren. Dann sehe ich zum ersten Mal mein neues Heim. Mein Herr wollte mich überraschen. Ich durfte es während der Bauarbeiten nicht ein einziges Mal sehen.

      Wo jetzt unser neues Heim steht, stand früher eine kleine Hütte. Dort verbrachte ich die erste Nacht mit meinem Herrn. Gedankenverloren schaue ich aus dem Fenster. Es ist Adventszeit und der Schnee stürmt draußen. Genau wie vor 25 Jahren.

      Ich war gerade 20 Jahre alt geworden, hatte meine Ausbildung beendet und meinen ersten Job angetreten. In Klaus dachte ich, die Liebe meines Lebens gefunden zu haben. Wir wollten in der zweiten Dezember Woche gemeinsam in die Berge fahren und uns vom Prüfungsstress erholen und neue Kraft für das nächste Jahr tanken. Zwei Tage bevor wir loswollten, fand ich IHN. Er lag offen auf dem Küchentisch. Es war ein Abschiedsbrief von Klaus. In ihm teilte er mir in knappen Sätzen mit, dass er mich nie geliebt hat, dass er nur wegen meiner Kochkünste und aus Bequemlichkeit mit mir zusammen war, dass er sich jedes Mal, wenn er mit mir schlief, sich insgeheim eine große schlanke Frau mit üppiger Oberweite vorstellte. Solch eine hatte er jetzt gefunden. Deshalb verlasse er mich jetzt.

      Zwei Tage und Nächte hatte ich nur dagesessen und war in Selbstmitleid versunken. Dann kam meine beste Freundin und redete Tacheles mit mir. Also hievte ich meinen Hintern hoch, wusch mir die Tränen aus dem Gesicht und packte einen Koffer. Den Urlaub in den Bergen hatte ich bereits bezahlt. Von der Reise konnte ich nicht mehr zurücktreten. Warum also nicht? Ob ich nun zuhause in Elend versank oder in meinen geliebten Bergen. Dann schon lieber an einem Ort, den ich liebte.

      Also fuhr ich am 3. Advent los. Ich hatte für uns … ein uns gab es nicht mehr … ein Zimmer in einem hübschen kleinen Hotel gebucht. Vom Zimmer aus konnte ich die schneebedeckten Berge sehen. Wenn der Nebel morgens vom Tal die Berge hinaufkletterte und dann die Sicht auf die Bergkuppen freigab, war mir, als ob die Zeit stehen bliebe. Das glitzern der Sonne im Schnee sah märchenhaft schön aus. Für einen kurzen Augenblick konnte ich mein persönliches Elend vergessen. Ich war gefangen in dieser zauberhaften Welt der weißen Berge.

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      Fragen sind niemals indiskret, nur Antworten sind es zuweilen.
      - Oscar Wilde -
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      Am 14.12.1993, meinem dritten Urlaubstag, stand ich morgens auf der Veranda des Frühstücksraumes und war gerade wieder einmal in meiner kleinen weißen Welt versunken. Da gesellte sich ein Herr mittleren Alters zu mir. „Ich beobachte Sie jetzt schon seit zwei Tagen. Sie sehen aus, als hätten Sie großen Kummer. Doch so bald Ihr Blick hinaus zu den Bergen schweift, hellt sich ihre Miene auf. Verraten Sie mir, was Sie so sehr betrübt?“ Erschrocken schaute ich neben mich. Ich hatte den Mann gar nicht kommen gehört. Der Zauber meiner Berge war dahin. Ich war wieder im Hier und Jetzt. Mein Kummer war wieder allgegenwärtig. Verlegen senkte ich meinen Blick. Ich wollte nicht, dass er den Kummer in meinen Augen sieht. Ich wollte nicht, dass er meine Tränen sah.

      Doch er blieb hartnäckig und fragte erneut: „Was bedrückt Sie so sehr meine Kleine?“ Ich wollte schon gehen, da hielt er mich am Arm zurück. „Ich frage Sie jetzt noch einmal: Was bedrückt Dich so sehr junge Dame?“ Mit diesen Worten hob er mit seiner rechten Hand mein Kinn an. Jetzt musste ich ihm in die Augen sehen. Dort sah ich Stärke und den Willen, keine Ausflüchte zu dulden. Doch ich war nicht gewillt, ihm eine Antwort zu geben. Daher erwiderte ich schnippisch: „Das geht Sie gar nichts an. Jetzt lassen Sie mich gefälligst wieder los.“ „Dieses Mal lasse ich dir das noch so durchgehen.“, rief er mir hinterher.

      Ich eilte aus der Veranda. Am schwarzen Brett des Hotels blieb ich stehen. Nachher fand eine Pferdeschlittenfahrt in die Berge statt. Ich wollte nicht mehr über mein Elend nachdenken. Da kam mir dieser Ausflug wie gerufen. Also schrieb ich mich bei der Empfangsdame des Hotels in die Teilnehmerliste ein. Außer mir stand nur eine weitere Person auf der Liste.

      Um 10:15 Uhr stand ich vor dem Hotel und wartete auf den Pferdeschlitten. Als dieser endlich vorfuhr, war vom zweiten Teilnehmer weit und breit nichts zu sehen. Gerade als der Kutscher losfahren wollte, kam ein Mann aus dem Hotel geeilt. Er sprang in letzter Minute auf den Schlitten. „Wie kann man nur so unpünktlich sein?“, murmelte ich vor mich hin. „Junge Dame nicht so unhöflich! Das steht Ihnen überhaupt nicht.“

      Die Schlittenpartie begann. Sie führte raus aus dem Dorf, vorbei an einer hübschen kleinen Kirche, an festlich geschmückten Fenstern und Vorgärten, hinauf in die Berge. Die Sonne schien. Der Nebel hatte sich schon aus dem Tal verzogen, so dass der Schnee in den Bergen glitzerte. Der Blick in meine geliebten Berge war traumhaft schön und ließ mich meinen Liebeskummer wegen Klaus vergessen.

      Je weiter wir in die Berge hinauffuhren, desto kälter wurde es. Es kam ein leichter Wind aus Osten auf. Mir fröstelte es langsam. Der Kutscher rief uns von vorn zu: „Da hinten ist eine Decke. Nehmen Sie die, sonst sind sie erfroren bis wir beim Wasserfall sind. Sie müssen sie sich aber teilen. Der Bursche hat heute Morgen die zweite Decke vergessen.“ Mein Mitfahrer holte die Decke und bat mich, mich zu sich unter die Decke zu setzen. Ich mochte diesen aufdringlichen Kerl heute Morgen schon nicht. Da wollte ich jetzt erst recht nicht so nah bei ihm unter der Decke sitzen. „Das passt schon. Mir ist nicht so kalt.“, antwortet ich ihm schnippisch. „Wie du meinst junge Dame. Jammer mir nachher aber bei der Schneeschuhwanderung nicht rum, weil dir kalt ist…“ Weiter kam er nicht, weil ich ihm entsetzt ins Wort fiel. „Wie Schneeschuhwanderung? Ich hatte nur eine Schlittenfahrt gebucht!“ „Sie waren vorhin so erbost über meine höfliche Nachfrage, nach dem was sie bedrückt, dass Sie den Aushang wohl nicht komplett gelesen haben.“ „Dann fahr ich eben mit dem Schlitten wieder zurück!“, fiel ich ihm erneut ins Wort. „Das geht leider nicht, da der Schlitten am Wasserfall eine andere Gruppe für die Talfahrt aufnimmt und bereits voll belegt ist. Sie müssen wohl oder übel mit mir zur Hütte wandern. Morgen holt uns der Schlitten dort wieder ab.“

      Unsere Fahrt ging auf einem alten Triebweg bergauf. Im offenen Gelände spürte ich den kalten Wind immer stärker. Mir wurde immer kälter. Sehnsüchtig schaute ich auf die dicke Decke, unter der mein Begleiter saß. Ich rieb mir die Arme. Doch die Kälte konnte ich so nicht vertreiben. Ohne mich anzublicken, sprach der Mann neben mir: „Du brauchst mich nur höflich zu bitten, dann lasse ich dich mit unter die dicke Decke und dir wird wieder warm. Bis wir am Wasserfall angekommen sind, dauert es noch mindestens eine dreiviertel Stunde.“ Eine Weile rang ich noch mit mir. Ich wollte diesem „unverschämten“ Kerl ungern recht geben. Dann hielt ich es nicht mehr aus. Mir war zu kalt. Ich schluckte meinen Stolz runter und fragte ganz leise und zaghaft: „Darf ich mich zu Ihnen unter die Decke setzen?“ „Prinzipiell schon, aber hat dir deine Mutter nicht ein Zauberwort beigebracht?“ „Darf ich mich BITTE zu Ihnen unter die Decke setzen?“ „Na also, so schwer war es doch gar nicht.“ Aus seinen Worten war keine Genugtuung zu hören, sondern Respekt vor mir, weil mein Verstand meinen Stolz besiegt hatte.

      Er hob die Decke an und ich rutschte näher zu ihm ran. „Du musst schon ganz dicht zu mir herankommen, sonst haben wir in der Mitte ein Kälteloch.“ Ich schaute ihn so zweifelnd an, dass er kurzerhand meine Schulter umfasste und mich ganz dicht zu sich heranzog. Dann stopfte er mein Ende der Decke zwischen meinen Rücken und den Sitz. Mit den Worten: „Mein Name ist René Petersen.“, gab er mir seine behandschuhte Hand. „Es ist schön, dass du noch zur Einsicht gekommen bist. So, jetzt möchte ich gern wissen, mit wem ich es zu tun habe. Alles andere hat Zeit.“ Ohne den Blick zu heben antwortete ich ihm. „Mein Name ist Sonja Sonntag.“ „Guten Tag Fräulein Sonja Sonntag! Ich freue mich auf die Schneeschuhwanderung mit Ihnen.“

      Die Schlittenfahrt ging ohne ein weiteres Wort weiter. Hier und da zeigte mir Herr Petersen ein paar Spuren im Schnee oder auch einen Hasen. Meine kleine Welt war wieder in Ordnung. Es folgte eine längere Schneeschuhwanderung hinauf zu einer kleinen Almhütte. Völlig erschöpft kam ich dort an. Herrn René Petersen machte der beschwerliche Weg scheinbar nichts aus. Die kleine Almhütte entpuppte sich wirklich als sehr klein. Sie bestand aus einem einzigen Raum. An den Wänden standen 2 einzelne Betten. Vor dem offenen Kamin lag ein großes Bärenfell. Gott sei Dank war der Kopf des Tieres entfernt worden. Herr Petersen drängte mich hinein und schloss sofort die Tür.

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      - Oscar Wilde -
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      „Willkommen in meiner Hütte. Gleich wird es hier drinnen warm. Ich mache uns schnell ein Feuer im Kamin an. Später werde ich dann noch Holz für die Nacht holen.“ Das Feuer im Kamin erwärmte tatsächlich sehr schnell die Hütte.

      „Sonja, du bist ganz durchgeschwitzt von der Wanderung. Du solltest dir jetzt trockene Sachen anziehen, während ich das Feuerholz für die Nacht hole.“ „Welche trockenen Sachen?“, dachte ich noch. Da schaute mich Herr Petersen verdutzt an. „Na die, die du in deinem Rucksack hast.“ Ich hatte etwa laut gedacht. Das passierte mir doch sonst nicht Daran konnte nur dieser arrogante Typ schuld sein. Als ob ich nach seiner Pfeife tanzen würde, nur weil er ein Mann war und älter als ich. „Sonja, zügle deine Zunge, sonst werde ich es tun! Wärst du die Meine, würde ich solch respektloses Verhalten nicht dulden. Ich würde es bestrafen.“, sagte er mit tiefer und keine Widerrede duldender Stimme.

      Wie erstarrt schaute ich ihn an. Hatte er wirklich gerade von betrafen gesprochen? „Ja, meine Liebe, das habe ich.“, sagte er. Wieso konnte ich auch nicht meinen Mund halten? Warum sprudelten in seiner Gegenwart meine Gedanken immer über meine Lippen? „Entschuldigung“, kam es kleinlaut über meine Lippen. „Ich habe keine Wechselsachen dabei und nackt kann ich nicht in Ihrer Gegenwart bleiben.“„Sonja, jetzt zier dich nicht so. Hier hast du ein altes Hemd von mir. Es müsste dir passen und lang genug sein, dass es alles bedeckt. Jetzt hab‘ keine falsche Scham. Du holst dir sonst noch eine Lungenentzündung. Damit ist nun wirklich nicht zu spaßen.“

      Draußen hörte ich, wie er das Holz für den Kamin spaltete. Oh Mann, war der hartnäckig. Aber Recht hatte er schon. Ich sollte endlich aus meinen nassen, durchgeschwitzten Sachen kommen. Schließlich zog ich sein Hemd an, knöpfte es bis ganz oben zu und hing meine Sachen ordentlich über zwei Stühle, welche ich vor den Kamin zum Trocknen stellte. Nur wie sollte ich mein Höschen oder besser gesagt meinen warmen wollenen „Omaschlüpfer“ zum Trocknen hängen, ohne das(s) er ihn sah. Das wäre mir so peinlich. Gott sein Dank hatte ich heute Morgen auf den BH verzichtet. So musste ich den nicht auch noch ganz unauffällig irgendwo zum Trocknen verstecken.

      In eine kuschlige Decke eingemummelt saß ich vor dem Kamin. Eine Weile beobachtete ich das Lodern der Flammen. Dann schweifte mein Blick durch die Hütte. An der Wand hingen zwei Teppichklopfer, ein großer und ein kleiner. Komisch, wozu brauchte er hier gleich zwei Teppichklopfer? Es gab überhaupt keinen Teppich hier.

      Langsam spürte ich, wie die Wärme in meinen Körper zurückkam. Draußen hörte ich ihn immer noch Holz hacken.

      Später hatte er noch einen Eimer Schnee hereingeholt und ein bisschen davon in den kleinen Topf getan, der jetzt über dem Feuer im Kamin hing. „Sonja, hol bitte zwei Tassen und die Dose mit den getrockneten Kräutern aus dem Schrank dort drüben, während ich meine nassen Kleider loswerde.“ Ich tat, worum er mich bat. Als ich den Schrank öffnete, wunderte ich mich über die Unordnung darin. Eine hölzerne Haarbürste lag direkt neben einem Holzbrettchen mit breitem Griff? „Sonja, die Tassen und der Tee sind in der anderen Seite.“ „Ah ja, da ist ja alles.“

      Der Versuchung ihn nackt zu sehen, während er seine nassen Sachen auszog, konnte ich nicht widerstehen. Der Spiegel an der Wand vor mir, machte es mir aber auch leicht. Ich konnte meinen Blick nicht abwenden. Bisher hatte ich erst zwei Männer in meinem Leben nackt gesehen, meinen Papa, doch der zählte nicht, und Klaus. Beide konnten es nicht mit einem Herrn Petersen aufnehmen. Er war nicht besonders groß oder muskulös. Er sah einfach nur unheimlich männlich, unheimlich sexy aus. Von meiner Bettkante würde ich ihn nicht stoßen. Ich war so in meinen Gedanken und Schwärmereien versunken, dass ich ihn erst bemerkte, als er hinter mir stand und ins Ohr flüsterte: „Na kleine Sonja, hat dir gefallen, was du gesehen hast? Du würdest mich also nicht von deiner Bettkante stoßen?“ Ich sah ganz verlegen nach unten. Ich hatte es schon wieder getan. „Du solltest nicht ständig laut denken und vorsichtig mit deinen Wünschen sein. Doch zuvor fordere ich gleiches Recht für beide. Dreh dich zu mir um. Ich möchte dich betrachten.“

      Ich zog die Wolldecke enger um mich. Ich wollte nicht, dass er meine kurzen Stummelbeine, meinen dicken Hintern und meinen viel zu kleinen mädchenhaften Busen sah. Mir stiegen die Tränen in die Augen. Ich musste an den Brief von Klaus denken. Wollte dieser Herr Petersen sich jetzt auch noch über mich lustig machen? Das würde ich nicht verkraften. Also drehte ich mich um und ging ans Fenster in der Hoffnung, dass er meine Tränen nicht sah. Ich wähnte mich schon in Sicherheit, da stand er schon wieder hinter mir.

      Er hatte sich in der Zwischenzeit eine Jogginghose angezogen. Mit seinen Händen lehnte er sich auf die Fensterbank. Jetzt war ich gefangen zwischen ihm und dem Fenster. Es gab kein Entkommen mehr für mich. „So junge Dame, jetzt erzählst du mir, was dich so bedrückt. Eher lasse ich dich hier nicht weg.“ „Findest du das witzig, dich über mein Aussehen lustig zu machen und dich an meinem Elend zu weiden?“, schnauzte ich ihn an. „Sonja, ich habe weder das eine noch das andere gemacht. Wie kommst du darauf, dass ich mich über dein Äußeres lustig machen wollte? Du bist eine wunderschöne junge Dame. Und warum sollte ich mich an deinem Elend weiden? Ich wollte dir lediglich ein offenes Ohr anbieten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Welt nicht mehr ganz so schlimm aussieht, wenn man sich den Kummer von der Seele geredet hat.“ „Lass mich los, Klaus!“ schrie ich ihn mit Tränen in den Augen an. „Wer ist Klaus? Sonja, ich bin es, René Petersen. Schau mich bitte an.“ Er drehte mich um und hob mein Kinn an, so dass ich ihm in die Augen sehen MUSSTE. „Du findest mich WIRKLICH „wunderschön“? Ich habe kurze Stummelbeine, einen zu großen Po und viel zu kleine Brüste.“ „Jetzt machst du mich aber langsam richtig wütend, Sonja. Wer hat dir denn das eingeredet? Dieser Klaus?“

      Ich schloss meine Augen und wünschte mich in mein Bett bei meiner Mama zuhause. „Sonja, ich habe dich etwas gefragt. Wer hat dir diesen Schwachsinn eingeredet?“ Von mir kam immer noch keine Reaktion. René dirigierte mich direkt vor den Spiegel, in dem ich ihn vorhin beobachtet hatte. „Ich werde jetzt die Decke von den Schultern nehmen und du schaust mir im Spiegel in die Augen… So ist’s brav… Ich werde dir jetzt beschreiben, was ich im Spiegel sehe. Ich sehe eine junge Frau mit schlanken Beinen, die perfekt zu ihr passen. Und ähm, diese junge Frau hat interessante Fußnägel. Ist da ein Einhorn drüber geflogen und hat mit seinem Einhornstaub deine Fußnägel so bunt gezaubert? Kannst du mir soweit folgen?“ Ich nickte nur als Zustimmung „Sag‘ mir, was siehst jetzt in meinen Augen? Einen Mann, der sich über dich lustig macht oder einen Mann, dem der Schalk im Nacken sitzt, weil er sich über diese lustigen bunten Nägel freut? Sieh mich an und sage mir, welchen Mann du hinter dir stehen siehst.“

      Um seinen Worten Nachdruck zu verhelfen, hob er mein Kinn mit seiner rechten Hand an, indem er von hinten um mich herumgriff. „Ich sehe einen Mann mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht.“ „So, dann wollen wir mal schauen.“ René schlang von hinten beide Arme um mich. Er legte seine Hände auf den obersten Knopf meines Hemdes, das ja eigentlich seines war. „Ich knöpfe jetzt ganz langsam dieses Hemd auf. Du brauchst nur STOPP zu sagen, dann höre ich sofort auf. Hast du das verstanden meine liebe Sonja?“ Wieder kam nur ein Nicken von mir. Langsam öffnete er Knopf für Knopf. Mein Busen blieb dabei immer noch von seinem Hemd bedeckt.

      Als er den letzten Kopf ganz unten vor meiner Scham öffnete, hielt ich den Atem an. Seine Hände wanderten nach oben zu meinen Schultern. „Sonja, schau mir in die Augen. Was siehst du dort?“ Vorsichtig öffnete ich meine Augen. Sofort trafen sich unsere Blicke. Seiner fixierte mich. Ich wagte nicht meine Lider zu senken.

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      - Oscar Wilde -
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      Wie in Zeitlupe schob er mir das Hemd von den Schultern. Ich schaute ihm in die Augen, so musste ich meinen winzigen Busen nicht sehen. „Sonja, was siehst du in meinen Augen, wenn ich deinen Körper betrachte. Spürst du die Leidenschaft, die du in mir weckst?“ Oh ja, die konnte ich an meiner Rückseite spüren. Meine Wangen färbten sich bei dieser Erkenntnis vor Scham knallrot. „Ja, ich habe beim Anblick dieser wunderschönen wohlgeformten Brüste eine Erektion bekommen. Und dafür schäme ich mich nicht. Du bist für mich eine begehrenswerte junge Frau. Sieh dir nur an, wie deine Nippel sich zu herrlichen festen Knospen formen.“ Dabei streichelte er sanft über sie. „Wage es jetzt ja nicht deinen Blick verschämt zu senken. Betrachte diesen begehrenswerten Körper und fühle, was diese Berührungen bei dir auslösen.“ Jetzt nahm er meine festen Knospen zwischen Daumen und Zeigefinger und fing an sie sanft zu zwirbeln.

      Zum ersten Mal in meinem Leben entrann mir ein wohliges Stöhnen. Mein Atem wurde schneller. „Meine liebe Sonja verspürt also endlich die Leidenschaft, die sie in mir vorhin schon entfacht hat.“ Mit einem Lächeln im Gesicht drückte René jetzt die Spitzen meiner Nippel zusammen, dehnte sie und zwirbelte sie. Er genoss die süße Qual, die er mir gerade bescherte.

      Ich rieb meine Rückseite an seinem steifen Glied. „Nein, meine liebe Sonja, dieses Vergnügen heben wir uns für ein anderes Mal auf.“ Ich wollte mit meinen Händen nach seinem Glied greifen. Doch das ließ René nicht zu. Stattdessen umschloss er mit seiner linken Hand meine Handgelenke und ließ seine rechte Hand ihr Spiel fortfahren. „Sonja, ich möchte, dass du jetzt vor meinen Augen kommst und dabei die wundervolle Reaktion deines Körpers betrachtest.“ Ich wollte gerade meine Augen wieder schließen, da ließ er von mir ab. „Ich sagte, du sollst dich im Spiegel beobachten, meine Liebe!“ „Bitte René, nicht aufhören“, flehte ich ihn an. „Ich werde es erst zu Ende bringen, wenn du mir gehorchst und dich im Spiegel betrachtest.“ Also öffnete ich meine Augen wieder. „So ist es brav, meine liebe Sonja, und jetzt genieße deinen Körper, so wie ich es ebenso tue. Stöhne, schreie deine Erregung hinaus. Schenke mir deinen ersten Orgasmus.“

      Ich merkte, wie ich feucht wurde zwischen den Schamlippen. Ich spürte, wie sich meine inneren Muskeln in diesem Bereich zusammenzogen. Die Woge der Erregung wurde immer stärker. „Denke an deine Augen, Sonja“, ermahnte mich René erneut. Doch da war es schon um mich geschehen. Ich stöhnte meinen Orgasmus in die Welt hinaus. Noch nie hatte ein Mann mich so sehr erregt, dass ich einen Orgasmus hatte. Dabei hatte René noch nicht einmal meine Scham berührt. Allein der Blick auf diese geile Frau im Spiegel und seine zauberhaften Finger trieben mich zum Höhepunkt. Die Macht seines Willens und seiner Stimme ließen mich gehorchen, so dass ich mich fallen lassen konnte.

      „Sonja, sage mir, was du jetzt in meinen Augen siehst!“ „Ich sehe Wollust, Gier und Erregung. Ich sehe Stolz?“ „Ja, du siehst auch Stolz in meinen Augen. Ich bin stolz darauf, dass du meinen Anweisungen gefolgt bist. Nur so konntest du dich fallen lassen und deinen herrlichen zarten Körper annehmen und erblühen lassen.“ „Und was ist mit dir? Du hattest keinen Höhepunkt.“ „Es stimmt, ich hatte keinen Höhepunkt. Dafür bin ich aber herrlich befriedigt.“ Und tatsächlich sein Glied war wieder entspannt.

      „So das Teewasser müsste jetzt fertig sein. Lass es uns auf dem Bärenfell vor dem Kamin bei einer Tasse Gebirgskräutertee gemütlich machen. Ich möchte dich noch ein bisschen im Arm halten.“ Mit meiner Tasse Tee in der Hand saß ich an ihn gelehnt auf dem Fell. René streichelte noch eine Weile meine nunmehr empfindlichen Knospen und ich schlief dabei ein.

      „Na meine Liebe, hast du dich ein wenig erholt? Ich muss jetzt aufstehen und das Feuer noch einmal anschüren. Sonst ist es im Nu wieder kalt hier in der Hütte. „Du René, warum liegt eigentlich eine Haarbürste im Geschirrschrank? Das ist ziemlich unhygienisch.“ „Oh, die Haarbürste hat nie einen Kopf oder Haare berührt oder gesehen. Die brauche ich nur bei ungehorsamen Mädchen.“ Doch diese Antwort hörte ich schon nicht mehr ganz, weil ich schon wieder schlief.

      Mitten in der Nacht schrie ich auf und schlug um mich. „Du Mistkerl hast mich nur ausgenutzt!“ Dann verfiel ich in ein schier endloses Weinen.

      „Sonja, wach auf! Um Gotteswillen, was ist denn los? Hier sind nur wir beide. Hier kann dir nichts passieren.“ Weil ich immer mehr um mich schlug, nahm mich René ganz fest in seine Arme. Jetzt war ich zur Bewegungslosigkeit verdammt. „Sonja, es ist nur ein Traum! Was hast du denn geträumt?“ „Klaus, dieser Mistkerl kam im Traum zu mir und beschimpfte mich als hässliche, fette und frigide Frau.“, schluchzte ich.

      René zündete eine Kerze an und schob mich vor den Spiegel. „Ich dachte, ich hatte dir heute Abend bereits gezeigt, welche begehrenswerte und sinnliche junge Frau du bist. Was siehst du im Spiegel, Sonja? Also ich sehe immer noch diese begehrenswerte und sinnliche junge Frau von heute Abend. Was spürst du hinter dir?“ Verschämt senkte ich meinen Blick. „Nein Sonja, du siehst mir in die Augen und sagst mir, was du spürst. Eher gebe ich keine Ruhe.“ Seine Hand unter meinem Kinn verhinderte, dass ich meinen Kopf senken konnte. „Wage es nicht, mir meine Empfindungen für dich abzusprechen. DAS lasse ich nicht zu! DAS habe ich nicht verdient!“ „Ich spüre dein hartes Glied an meiner Rückseite.“, kam es kaum hörbar über meine Lippen. „Sonja, sprich klar und deutlich mit mir.“

      Ich wiederholte die Worte ein klein wenig lauter. „So ist es schon viel besser. Was meinst du, wodurch ich so erregt bin?“ Um seinen Worten Nachdruck zu verschaffen, strich er mit seinen Händen über meinen Körper. „Es sind deine festen Brüste mit ihren Nippeln, die wie Blütenknospen, die gleich erblühen wollen, aussehen. Es ist dein winziges Bäuchlein. Es ist diese süße Scham, die ich so gern erkunden und schmecken will, die ich in Besitz nehmen möchte.“ Seine Hand war jetzt auf meinem Venushügel angelangt und glitt in meine Spalte. Seine Finger suchten die Knospe in meinem Geschlecht. „Ah, da ist sie ja.“ Er rieb darüber und ich sah in meinem eigenen Spiegelbild, wie meine Brustwarzen sich verdunkelten und zusammenzogen bis meine Nippel wirklich wie Blütenknospen, kurz bevor die Blüte zu voller Pracht erblüht, aussahen.

      „Sonja, ich werde dir jedes Mal, wenn du an deiner Schönheit zweifelst, zeigen, wie sehr ich dich begehre. Ich verbiete dir derartige Zweifel!“

      „So, und jetzt möchte ich dich lieben, denn ich bin auch nur ein Mann. Geh und hol mir die Kondome. Sie liegen direkt neben der Haarbürste dort drüben im Schrank.“ Als ich zu ihm zurückkam, stand er vollkommen nackt da. Sein Glied ragte groß und steil vor mir auf. „Weißt du, wie man es überzieht? Hast du es schon mal mit dem Mund gemacht?“ Seine erste Frage beantworte ich mit einem kurzen JA. Bei der Zweiten schaute ich ihn ungläubig an. Er bemerkte meine Unsicherheit. „Kein Problem kleine Sonja. Dann heben wir uns das für später auf. Jetzt geh zurück auf das Fell und empfange mich dort in deinem Schoß.“

      Er drang ganz sanft in mein Geschlecht ein. Ich spürte jeden Zentimeter, den er ausfüllte. Er führte meine Arme über den Kopf und fixierte sie mit seinen Händen. Dann begann er sich immer schneller in mir zu bewegen. Sein Glied rieb sich an meinem Eingang. Als er merkte, dass ich kurz vor dem Höhepunkt stand, verschloss er meinen Mund mit dem seinen. Der Tanz unserer Zungen begann. Ein letztes Mal vereinte er unsere Körper, dann ergoss er sich in mir und wir stürzten zusammen über die Klippen der Lust.

      „Heute war ich dein zärtlicher Liebhaber. Das wird jedoch nicht immer so sein.“ Das waren seine letzten Worte, die ich hörte, bevor ich selig in den Schlaf dahinglitt.

      Am nächsten Morgen wurde ich vom Kaffeeduft geweckt. „Na los, auf mit dir, Sonja. Es ist bereits 9 Uhr. Wir müssen gleich nach dem Frühstück los. Der Pferdeschlitten wartet ein Stück weiter unten auf uns.“

      Während des Frühstücks und der anschließenden Wanderung zum Treffpunkt blieb ich stumm. René zeigte mir hier und da wieder die Spuren der Tiere, die unseren Weg gekreuzt hatten. Auf dem Schlitten fragte er gar nicht erst. Er zog mich ganz fest in seine Arme und kuschelte mich in die Decke ein.

      „Sonja, warum bist du so still? Bereust du, was oben zwischen uns in der Hütte passiert ist?“

      „Nein René, das tue ich nicht. Nur haben wir keine Zukunft.“ „Sonja, lass uns später an das Morgen denken. Lass uns das Hier und Jetzt genießen.“

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      Später im Foyer gab René mir zum Abschied einen Kuss auf die Stirn. „So meine schöne Sonja, jetzt genieße deinen Tag. Heute Abend werde ich dich besuchen kommen. Dann wartest du bereits vor dem Spiegel auf mich. Deine Augen sind mit diesem Tuch verbunden.“ Er gab mir einen zärtlichen Klaps auf meinen Po und schob mich samt Tuch in Richtung Fahrstuhl.

      Den Nachmittag verbrachte ich mit einem Buch auf der Veranda des Hotels. Ich gönnte mir einen herrlich leckeren Kakao. Beim Blick auf die schneebedeckten Berge schweiften meine Gedanken immer wieder zur Hütte und zu René. Fand er mich wirklich so „anregend“? War ich ihm wirklich nicht zu jung?

      „Na zweifelst du schon wieder an dir und an der Ehrlichkeit meiner Worte, meine liebe Sonja?“ Erschreckt schaute ich auf. Direkt über mir stand RENÉ. „Pack deine Sachen zusammen und geh auf dein Zimmer. Du weißt, wie du mich erwarten sollst. Ich bringe unser Abendessen mit.“ War das gerade wirklich passiert? Hatte er mir gerade einen Befehl gegeben? Mein Kampfgeist war geweckt. Ich packte meine Sachen zusammen und ging auf mein Zimmer. Doch statt nackt vor dem Spiegel auf ihn zu warten, legte ich mich auf mein Bett und schaltete den Fernseher an. Es gab nur eine langweilige Doku. Ach was soll’s. Er wusste ja nicht, dass ich mich für Dokus überhaupt nicht interessierte.

      Mit einem Mal stand er neben meinem Bett. Wie ist er jetzt bloß reingekommen, fragte ich mich. „Meine liebe Sonja, hatte ich dir nicht gesagt, wie du mich erwarten sollst? Spreche ich so undeutlich, dass du es nicht verstanden hast?“ In seinen Worten spürte ich große Enttäuschung. „Ich lasse mich doch von dir nicht rumkommandieren. Du spinnst doch.“ „Meine liebe Sonja Sonntag, wie sprichst du mit mir? Der Tonfall und deine Wortwahl gefallen mir überhaupt nicht. Ich erwarte den gleichen respektvollen Umgang von dir, den ich auch dir gegenüber an den Tag lege. Ich habe heute Morgen eine einfache Bitte geäußert. Nach dem gestrigen Tag und der Nacht dachte ich, dass du ihr nur zu gern nachkommen wirst. Sollte dem nicht so sein, werde ich jetzt gehen und dich nie wieder behelligen.“ Ich rannte ihm hinterher zur Tür und hielt ihn am Arm fest. „René, warte bitte. Es war nicht so gemeint. Bitte entschuldige mein schlechtes Benehmen.“ „Du hast mich zu tiefst verletzt.“ „René, bitte, wie kann ich es wieder gut machen? Sag mir, was ich tun soll. René, bitte bleib bei mir.“, flehte ich ihn an.

      Er nahm mich beim Arm und legte mich über sein Knie, nachdem er sich auf den Stuhl gesetzt hatte. Gerade wollte er meinen Rock hochschieben und mit der Hand in mein Höschen fahren. „René, STOPP! Was tust du?“ „Ich mache das einzig Richtige. Ich werde dir jetzt deinen schönen prallen Hintern versohlen. Das hätte ich schon gestern machen sollen. Ständig bist du aufmüpfig, schnippisch und vorlaut. Einen Hintern voll wird dich den nötigen Respekt vor anderen und vor mir lehren.“ Der erste Schlag seiner Hand traf auf meinen blanken Po. Erschreckt vom plötzlichen Schmerz schrie ich kurz auf. Dann traf mich der zweite, der dritte … der zehnte Schlag. Ich spürte, wie mein Hintern glühte. Die Tränen kullerten mir über die Wangen. Die Erkenntnis kam in meinem Herzen an. „René, bitte entschuldige mein schlechtes Benehmen und die Unterstellungen dir gegenüber. René, kannst du mir verzeihen?“ „Das habe ich doch schon längst, als du den Hintern voll akzeptiert hast. So, und jetzt stell dich bitte vor den Spiegel, so wie ich dich heute Morgen gebeten hatte.“

      Eilig sprang ich von seinem Schoß auf und wollte mich gerade zum Ausziehen auf mein Bett setzen. So schnell wie ich mich setzen wollte, war ich auch schon wieder aufgesprungen. „Ja meine Liebe, das wirst du heute den ganzen Tag spüren. Die Erkenntnis soll ja auch eine Weile anhalten.“, sagte er mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht. Ich wollte darauf gerade wieder etwas Schnippisches erwidern. Doch zum Glück sah das Drohen in seinem Blick. „Ja, meine Liebe. Ich werde das so lange wiederholen, bis du gelernt hast, deine Wut zu zügeln und dich nicht mehr zu unüberlegten, verletzenden Worten hinreißen lässt.“

      Am Ende stand ich nackt vor dem Spiegel. Meine Beine waren weit auseinandergespreizt und meine Hände hinter meinem Kopf verschränkt. Meine Sicht war durch ein Tuch verdeckt. René war vollständig angezogen. Es war ein komisches Gefühl. Ich nackt, er bekleidet. Er liebkoste wieder wie die Male zuvor meinen Körper. Doch dieses Mal sollte ich nur fühlen. Er trieb mich mehrere Male bis kurz vor den Abgrund der Lust, nur um mich dann vor dem Absturz zu „retten“ und mich mit einem köstlichen Abendbrot zu füttern. Am Ende flehte ich ihn an, mir doch endlich meine Erlösung zu schenken. Mein Flehen erhörte er in dem Moment, als er in mich eindrang.

      Seit jenen Tagen stehe ich jeden Abend vor dem Spiegel und sehe ihm dabei zu, wie er auf meinen Körper wie auf einer Geige spielt. Der Glanz in seinen Augen ist noch der Gleiche wie damals.

      Morgen passiert dies das letzte Mal in unserer großen Wohnung in der Stadt.

      „Na Sonja, warst du gerade wieder in Gedanken bei unserer ersten Nacht?“ „Ja mein Herr, das war ich.“ „Es ist jetzt schon spät. Ab mit dir ins Schlafzimmer. Erwarte mich vor dem Spiegel.“


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      - Oscar Wilde -
      Wir sollten ja eigentlich die Geschichte nicht direkt liken, aber ich habe es trotzdem getan, und ich schäme mich überhaupt nicht dafür.
      silk_n_desire hat so ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Geschichten, dass sie die likes allemal verdient hat.

      Jetzt zur Autorin.
      Donnerwetter AleaH. dir ist die Gabe der Sprache wirklich gegeben!
      Als ich in meiner kurzen Mittagspause mal"kurz" bei GD reingeschaut habe, war noch nicht abzusehen, dass ich wieder zu lange vorm Rechner sitzen werde.
      "Schuld" daran ist, ganz ohne Zweifel, deine Geschichte. Ich danke dir ganz herzlich dafür, an dieser Geschichte teilhaben zu dürfen.
      Wenn auch nur als stiller Leser. Ich hatte immer wieder das Gefühl, heimlich dabei zu sein, sozusagen durch's Schlüsselloch gelinst.

      Danke dafür :blumen: :blumen: :blumen: :blumen: :blumen:

      Intruder
      Die Frauen kosten uns achtzig Prozent unserer Kraft, aber ohne Sie hätten wir gar keine.


      Dieter Noll, "Kippenberg"
      Echt Wahnsinn diese geschichte.
      Ohne ich wäre gerne diese sonja :love:

      Kopfkino pur :love:
      Eine Frau die sich selbst unterwirft kann nicht gedemütigt werden. Sie hat den absoluten Vorteil sich in selbstgewählter Weise einem selbstgewählten Menschen unterworfen zu haben und wird dadurch unverletzlich.
      • Simone de Beauvoir