15.12. –♥– Das Geschenk

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      15.12. –♥– Das Geschenk

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      .♥.—15. Dezember—.♥.

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      Das Geschenk

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      von
      @Aix

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      „Steh am Freitag um 13 Uhr vor meinem Büro. Warte dort auf mich.“, hieß es in der knappen, aber bestimmten Nachricht, die Erik Mia beim letzten Date hinterlassen hatte. Sie hatten sich noch nicht darüber unterhalten, ob sie beiden jetzt ein Pärchen waren, denn Erik meinte kryptisch, es gäbe diesbezüglich noch etwas zu klären. Wie gut, dass beide sich das Wochenende füreinander eingeräumt hatten, so konnte Mia endlich dieses Thema ansprechen und herausfinden, was Erik meinte.

      Mit pochendem Herzen stand sie deswegen umso früher vor seiner Arbeitsstelle und beobachtete die vielen Menschen, die schon freudig in ihren Feierabend gingen. Auch Mia konnte das Wochenende nicht abwarten, denn schließlich stand Weihnachten vor der Tür.

      Es war mittlerweile wirklich kalt geworden und Mia fror, sie war mittlerweile schon mit dicken Schneeflocken bedeckt.Daher kam es ihr wie eine halbe Ewigkeit vor, bis sie einen Mann in einem hellgrauen Mantel mit blauem Schal und Hornbrille sah, der erst einmal tief einatmete, als er vor die Tür tat. Ihr Herz machte einen Sprungund ihr wurde schlagartig warm. Aufgeregt rannte sie zu Erik und fiel ihm in die Arme. Dieser hob sie hoch, küsste ihr liebevoll auf den Mund und raunte ihr dann „Hallo, meine Mia.“ ins Ohr. Dies ließ ihr einen warmen Schauer über den Rücken laufen und sie vergaß endgültig die Kälte. Eine Zeit lang hielten sie sich noch im Arm, nachdem er sie abgesetzt hatte.

      „Wie war dein Tag heute?“ fragte Mia neugierig und musterte dabei Eriks schönes Gesicht, das durch einen kurzen Bart markant wirkte. Er grinste sie mit seinem gewohnt strahlenden Lächeln an und streichelte ihre Wange. „Gut. Aber ich möchte gar nicht von der Arbeit reden sondern lieber mit dir ganz schnell nach Hause.“ Mia hatte dem nichts auszusetzen und freute sich auf das, was die beiden miteinander geplant hatten.

      Eriks Haus war klein und sehr gemütlich eingerichtet und Mia lies sich sofort auf das Sofa fallen, schaute dabei Erik, der Teewasser aufsetzte und sie dabei liebevoll ansah. Mia nahm all ihren Mut zusammen und wollte endlich das ansprechen, was sie schon seit längerer Zeit beschäftigte. „Hey, sag mal? Sind wir jetzt zusammen?“ fragte sie. „Und was hatte es eigentlich mit deiner, hm, herrischen Nachricht auf sich?“ fügte sie beiläufig hinzu.Erik zog eine Augenbraue hoch. „Herrisch? Empfandest du das so?“ Er war sichtlich überrascht. „Du, so habe ich das nicht gemeint, das war ironisch.. ach egal, vergiss es.“ Sie verstummte und schaute auf den Boden. „Du hast gar nicht meine andere Frage beantwortet.“ fügte sie noch leise hinzu.

      Erik kam auf sie zu und hob ihr Kinn mit der Hand an, so dass sie zu ihm aufsehen musste. Er sah so gut aus, aus dieser Perspektive. „Natürlich sind wir zusammen. Und was deine zweite Frage betrifft…“ er verstummte kurz, dann grinste er und fügte hinzu „…dominant hätte ich ja noch gelten lassen, aber herrisch? Dir ist schon klar, dass das ein ziemlich negatives Wort ist, oder?“

      Seine Ausstrahlung war irgendwie anders als gewohnt. Noch bevor Mia etwas sagen konnte, drückte Erik ihr einen Kuss auf den Mund, legte dabei jedoch die Hand etwas fester als gewohnt an ihren Nacken. Ihr wurde plötzlich ganz heiß.„Deine Ironie habe ich verstanden, aber du bist einfach viel zu frech“ neckte er sie. „Ach ja?“ schossMia zurück und schob seine Hand weg. „Dann mach doch was dagegen!“ sie streckte ihm provokant die Zunge entgegen und sprang auf. Dann nahm sie ein Kissen und wollte eine Kissenschlacht anfangen, doch noch bevor sie ausholen konnte, packte Erik ihren Arm und warnte sie eindringlich: „Pass auf, was du jetzt machst. Deine Aussage lass ich ja noch durchgehen, aber das hier?“ Er grinste, „grenzwertig“. Erik wirkte so dominant und genau dieses Gefühl gefiel ihr gerade sehr.

      Mia vermutete bereits schon länger, dass Erik durchaus eine dominant Seite in sich hatte, jedoch hatte es bisher nie den richtigen Zeitpunkt gegeben, ihn darauf anzusprechen. Ihr Herz pochte und sie senkte die Hand mit dem Kissen. „Gute Entscheidung.“, war seine kurze Antwort. Dann begann der Teekessel zu pfeifen und Erik seufzte, machte dann aber den Tee fertig.

      „Okay, was nun?“, dachte Mia. Sie atmete tief ein und merkte dabei deutlich seinen Blick auf ihr. „Wieso überspringen wir nicht das ganze komische Drum herum und fangen direkt an?“, fragte sie plötzlich. Erik schaute sie verwirrt an. „Hör zu“, machte Mia weiter, „ich weiß, dass du auf BDSM stehst.“

      Jetzt zog Erik merklich den Atem ein. „Woher…?“ Sie unterbrach ihn direkt: „Lass mich kurz ausreden. Ich habe dich neulich gehört, wie mit deinem Kollegen Timo das Halsband seiner Freundin Anna diskutiert hast und wie es zu sehr in ihren Alltag eingreife. Man würde zu aktiv in deren Spielbeziehung mit reingezogen werden.“ Mia pausierte kurz und beobachtete Eriks unbestimmte Miene. Dann sprach sie weiter: „Ich… ich interessiere mich dafür schon seit Jahren. Nie habe ich jemanden gefunden, mit dem ich es probieren wollte, bis ich dich traf. Du bedeutest mir so viel, aber manchmal wünsche ich mir, du würdest mir einfach den Hintern versohlen.“ Mia lachte verlegen, doch Erik war ganz still. Unsicher fügt sie hinzu: „Du sagst ja gar nichts.“

      Ein leichtes Grinsen umspielte plötzlich Eriks Lippen. „Wow! Ich bin gerade etwas überwältigt.“ antwortete er. „Erstens, du belauscht meine Gespräche? Zweitens, du bist an BDSM interessiert? Und drittens, warum hast du mir das denn nicht schon früher gesagt?“ Mia ließ sich wieder auf das Sofa fallen. „Naja, weißt du, du redest nicht gerade leise. Und ähm, ja. Seit fünf oder sechs Jahren. Ich hab das zufällig entdeckt. Ich wollte übrigens darauf warten, bis du das Thema ansprichst.“ Sie schaute zu Erik, der sich neben sie auf das Sofa setzte. „Und ich wollte nicht, dass du denkst, dass unsere schönen Nächte langweilig für mich wären.“, fügte sie noch hinzu. Im Gegenteil, mit Erik hatte sie den besten Sex, den sie je gehabt hatte.

      „Du willst also die ganze Thematik probieren?“ fragte er sie. Mia nickte. „Okay. Alles klar.“ Erik klang sehr erleichtert. „Davor müssen wir uns aber unbedingt über einige Dinge unterhalten. Tabus, Grenzen und vielleicht ein Cover wären nicht schlecht. Wir können auch Timo und Anna einladen, die beiden spielen schon seit Jahren. Du könntest mit Anna zum Beispiel über Vieles reden.“ Mias Körper kribbelte und sie schaute Erik lange an. Irgendwie fühlte sie sich total erleichtert und gleichzeitig noch stärker mit ihm verbunden. Erik wurde von ihrem breitem Lächeln angesteckt. „Ich danke dir!“ sagte sie nach einer kleinen Pause. Dann nahm sie seine Hand und küsste ihn ausgiebig.

      Bis in die Nacht sprachen sie noch über ihre Neigungen und luden für Heilig Abend besagte Freunde ein.

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      Die Tage vergingen wie im Flug und für Mia kam es so vor, alswäre Erik noch leidenschaftlicher und dominanter, geworden. Sie hatten sich darauf geeinigt, dass sie die Initiative übernehme und die beiden erst anfingen, zu spielen, wenn sie sich bereit dazu fühlte.

      Es war Heilig Abend und Timo und Anna saßen bereits am Esstisch, alsMia von den letzten Einkäufen zurückkam, und Erik unterhielt sich munter mit den beiden. Nachdem Mia alle Sachen verstaut hatte, ging sie zu Anna, die stolz ihr Halsband trug.

      „Hey, na du?“ Die beiden begrüßten sich mit einer Umarmung. „Dich stört es nicht, dass ich mein Halsband trage, oder?“, frage Anna. „Ehrlich gesagt, fasziniert es mich jetzt sogar sehr. Ich habe sonst immer etwas Negatives darin gesehen, ich weiß auch nicht warum. So etwas Degradierendes.“, antwortete Mia verlegen und setzte sich dann neben Erik. „Ich kann dich gut verstehen. Am Anfang war ich von der Idee auch nicht angetan. Aber als er mir das Halsband umlegte und mich dabei Seins nannte, dachte ich, ich platze vor Stolz.“ Sie schaute liebevoll zu Timo. „Manchmal kann er echt fies sein, ja. Aber mal davon abgesehen, möchte ich es nicht mehr missen, zu ihm zu gehören.“ Sie lächelte.

      Mia wurde ganz warm um ihr Herz, als sie Anna so zuhörte. Irgendwie wünschte sie sich auch ein Zeichen, das ihre Zugehörigkeit zu Erik symbolisierte. Als könnte dieser ihre Gedanken lesen, bemerkte sie seinen intensiven Blick. Und als sie zu ihm sah, strich er ihr über die Wange. Dann wandte er sich wieder Timo zu, der Mia zuzwinkerte. „Möchtest du auch einmal ein Halsband tragen?“ fragte Anna neugierig. Mia kicherte nur verlegen und beantwortete die Frage mit einem Schulterzucken.

      „Okay, dann genug über Sex geredet!“ rief Anna plötzlich, „Leute, ich habe Hunger! Können wir jetzt endlich etwas essen?“ Sie unterbrach die Situation mit einem Lachen.

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      Fragen sind niemals indiskret, nur Antworten sind es zuweilen.
      - Oscar Wilde -

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Viva () aus folgendem Grund: Absatz auf Wunsch des Autors entfernt

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      Nachdem ihre Freunde gegangen waren und sich Mia und Erik noch einen sehr schönen Abend gemacht hatten, lagen sie eng umschlungen auf dem Sofa. Gedankenverloren strich Erik über Mias Haar, bis sie die Stille unterbrach: „Glaube nicht, ich hätte dich vergessen. Weißt du, was den Abend perfekt macht? Mein Geschenk für dich.“, flüsterte sie in sein Ohr.

      Sie löste sich aus der Umarmung und zog zitternd einen kleinen Brief unter dem Kissen hervor. Sie reichte ihm den fein verpackten Umschlag, doch es verschlug Erik bereits den Atem, noch bevor er das Geschenk öffnete. Mia blickte ihm tief in die Augen und ließ sich dann langsam auf die Knie sinken. „Fröhliche Weihnachten, mein Herr.“


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