Tempolimit 120

      Dominantseptakkord schrieb:

      Manchmal klemmt man minutenlang hinter einem LKW mit 80 km/h (na gut, realistischerweise eher 95 km/h), weil immer noch eine Luxuskarosse mit 220 von hinten heranschießt und man sie nicht ausbremsen will.
      Wir haben - ich erwähnte es glaube ich schon - ziemlich alte Autos mit relativ wenig Zupf, was für mich (als Verfechterin des Rechtsfahrgebots) des Öfteren bedeutet, dass ich ein Weilchen hinter einem LKW klebe, weil ich andere nicht ausbremsen möchte. Länger als ein Lied lang klebe ich im Normalfall aber nicht hinterm LKW und wenn, dann nehme ich diese Zeit bewusst zum "Entspannen", denn klar, schnelles Fahren bedeutet ein Mehr an nötiger Konzentration.

      Dominantseptakkord schrieb:

      weil immer noch eine Luxuskarosse mit 220 von hinten heranschießt
      Nein, kein Neid? Nicht nur Luxuskarossen und nicht nur Reiche schießen mit 220 von hinten heran .... (Ich weiss, lieber @Dominantseptakkord, Du hast mir bezüglich meiner Neid-These nicht widersprochen, aber irgendwie passt diese, Deine Aussage da gerade gut dazu. Ich hoffe, Du nimmst mir das nicht krumm bitte :) ).

      stracciatella schrieb:

      Bezüglich der 0,-Prozentklaubereien hier im Thread.. Umweltschutz funktioniert nicht erst ab 10% Global Impact. (Sonst können wir uns Unverpackt-Läden, regionale und Bio-Produktion gleich sparen)
      Auch 0,01% von 800 Megatonnen CO2 sind immer noch mehr als ich im Leben furzen kann.
      :thumbup: Diese 800 Megatonnen CO2 sind ja aber - nehme ich an? - die Gesamtmenge an in die Luft gepustetem CO2? Wenn ja, wie viel davon macht dann das Fahren mit Geschwindkeit über 120/ 130 km/h aus? Vielleicht doch nur einen Furz?

      Ich finde dies

      stracciatella schrieb:

      Bezüglich der 0,-Prozentklaubereien hier im Thread
      sehr nützlich. Denn Gefühle trügen einen häufig, Zahlen sind, wenn nicht ge- oder verfälscht oder sonst wie falsch interpretiert, nicht leugbar. Daher bin ich froh über und dankbar für Fakten und Zahlen.
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)

      "Ich hasse, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst." Evelyn Beatrice Hall

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      Louise schrieb:


      Dominantseptakkord schrieb:

      weil immer noch eine Luxuskarosse mit 220 von hinten heranschießt
      Nein, kein Neid? Nicht nur Luxuskarossen und nicht nur Reiche schießen mit 220 von hinten heran .... (Ich weiss, lieber @Dominantseptakkord, Du hast mir bezüglich meiner Neid-These nicht widersprochen, aber irgendwie passt diese, Deinen Aussage da gerade gut dazu. Ich hoffe, Du nimmst mir das nicht krumm bitte :).
      Krumm nehme ich Dir das sicher nicht, keine Sorge. Aber alte Opel Kadetts schießen nunmal seltener mit 220 über die Autobahn - wofür ich auch sehr dankbar bin. Es war ein Erfahrungsbericht: Meist schießen eben die schweren Fahrzeuge aus überwiegend deutscher Produktion an mir vorbei. Die mit den Halogenscheinwerfern, bei denen das Aufblenden im Rückspiegel so richtig geil kommt...aber ich schweife ab.
      Ich gönne allen das Auto, das sie fahren. Gerade Vielfahrer (das werden die meisten von denen sein) benötigen auch einen anderen Komfort, da das Auto sie einen Großteil ihrer Zeit umgibt. Dafür habe ich volles Verständnis.
      Neid spielte schon mit rein - aber nicht auf das Auto oder das dahinterstehende Geld, sondern auf die linke Spur, auf die ich einfach nicht wechseln kann, ohne jemanden zu behindern. ;) Ich will ja gar nicht rasen (auch wenn es mir großen Spaß macht, sehr schnell zu fahren), aber meine Reisegeschwindigkeit von 120-130 habe ich schon gerne. Dann ärgert es mich halt, hinter den LKWs eingeklemmt zu sein :pardon:
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Viele Konflikte ließen sich schon im Ansatz vermeiden, wenn man den §1 der StVO beherzigen würde.
      Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme wären im deutschen Straßenverkehr sehr vonnöten.
      Leider hat die Meinung " wenn ich hier nicht fahren kann, darfst du erst recht nicht fahren" sehr überhand genommen.
      Ein Autofahrer in seinem vollklimatisierten SUV hat im Stau nichts auszuhalten außer der Zeit die es dauert, den Stau aufzulösen.
      Als Motorradfahrer im vollen Lederornat knallt dir der Stern auf den Buckel und wenn du dann zwischen den Blechbüchsen festhängst,
      Kocht einem beizeiten das Wasser im Arsch.
      Und Autofahrer die mit 110 Km/h permanent auf der mittleren Fahrspur unterwegs sind, sind eher die Regel, denn die Ausnahme.
      Die Frauen kosten uns achtzig Prozent unserer Kraft, aber ohne Sie hätten wir gar keine.


      Dieter Noll, "Kippenberg"
      Ich denke ganz ehrlich das es nicht viel bringen wird .
      Rücksichtslose die viel zu schnell fahren wird es weiter hin geben .
      Die fahren auch jetzt schon eh immer und überall zu schnell .
      Drängeln finde ich persönlich sehr schlimm . Da ändert auch ein Tempolimit nichts .

      Gegenseitig Rücksicht nehmen sich selber nicht überschätzen und vorausschauend fahren das ist meiner Meinung nach wichtig .
      Und Finger weg vom Handy
      Träume nicht dein Leben
      Lebe deinen Traum

      Louise schrieb:

      stracciatella schrieb:

      Bezüglich der 0,-Prozentklaubereien hier im Thread.. Umweltschutz funktioniert nicht erst ab 10% Global Impact. (Sonst können wir uns Unverpackt-Läden, regionale und Bio-Produktion gleich sparen)
      Auch 0,01% von 800 Megatonnen CO2 sind immer noch mehr als ich im Leben furzen kann.
      :thumbup: Diese 800 Megatonnen CO2 sind ja aber - nehme ich an? - die Gesamtmenge an in die Luft gepustetem CO2? Wenn ja, wie viel davon macht dann das Fahren mit Geschwindkeit über 120/ 130 km/h aus? Vielleicht doch nur einen Furz?
      Ich finde dies

      stracciatella schrieb:

      Bezüglich der 0,-Prozentklaubereien hier im Thread
      sehr nützlich. Denn Gefühle trügen einen häufig, Zahlen sind, wenn nicht ge- oder verfälscht oder sonst wie falsch interpretiert, nicht leugbar. Daher bin ich froh über und dankbar für Fakten und Zahlen.
      Was ich meinte: Wenn jemand von "nur 0,x%" spricht hört sich das wenig an, denn man vergisst dabei die Basisgröße. Wenn ich 0,x% meiner Körpermasse abnehme lächelt mein Doc mitleidig. Bezogen auf 800 Megatonnen sind 0,x%, egal wie groß x ist, eine Menge Holz. Stichwort Holz, um jährlich eine Tonne CO2 zu binden braucht man etwa 50 ausgewachsene Buchen.
      Wie @Sin schrieb ist der Straßenverkehr für 12% davon verantwortlich, Tempo 120 würde 0,3% einsparen. Das sind 2,4 Megatonnen, also 12 mal die OOCL Germany voll beladen, eines der größten Containerschiffe der Welt. Das. Ist. Viel.
      Gemäß obiger Rechnung entspricht das dem Aufnahmevermögen von 120 Millionen Buchen. Bei Bäumen die alt genug sind haben wir etwa 100 pro ha, also 10.000 pro km^2, damit bräuchten wir einen Wald von 12.000 km^2, das ist so in etwa Schleswig-Holstein. Für 0,3%.
      Danke für die Aufschlüsselung, @stracciatella. Ich komme jedoch auf andere Zahlen.
      Wenn 800 Megatonnen (= 800000000 Tonnen) der Ausgangswert sind, dann sind 12% davon 96 mt (96000000t), davon 0,3% sind 0,288mt (288000t). Wenn man das ins Verhältnis setzt... 800mt zu 0,28mt .... dann ist als absolute Zahl unbestreitbar 288k CO2 zwar immer noch verdammt viel, aber eben, im Verhältnis zum Gesamtausstoss fast unbedeutend.
      Denn... es kommt ja noch eine Komponente dazu...
      Unsere Luft besteht lediglich zu 0,04% aus CO2, davon 0,3% sind ein Mehr von 0,012% CO2 in unserer Luft durch die nicht vorhandene Geschwindigkeitsbegrenzung ...
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)

      "Ich hasse, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst." Evelyn Beatrice Hall

      stracciatella schrieb:

      Louise schrieb:

      stracciatella schrieb:

      Bezüglich der 0,-Prozentklaubereien hier im Thread.. Umweltschutz funktioniert nicht erst ab 10% Global Impact. (Sonst können wir uns Unverpackt-Läden, regionale und Bio-Produktion gleich sparen)
      Auch 0,01% von 800 Megatonnen CO2 sind immer noch mehr als ich im Leben furzen kann.
      :thumbup: Diese 800 Megatonnen CO2 sind ja aber - nehme ich an? - die Gesamtmenge an in die Luft gepustetem CO2? Wenn ja, wie viel davon macht dann das Fahren mit Geschwindkeit über 120/ 130 km/h aus? Vielleicht doch nur einen Furz?Ich finde dies

      stracciatella schrieb:

      Bezüglich der 0,-Prozentklaubereien hier im Thread
      sehr nützlich. Denn Gefühle trügen einen häufig, Zahlen sind, wenn nicht ge- oder verfälscht oder sonst wie falsch interpretiert, nicht leugbar. Daher bin ich froh über und dankbar für Fakten und Zahlen.
      Was ich meinte: Wenn jemand von "nur 0,x%" spricht hört sich das wenig an, denn man vergisst dabei die Basisgröße. Wenn ich 0,x% meiner Körpermasse abnehme lächelt mein Doc mitleidig. Bezogen auf 800 Megatonnen sind 0,x%, egal wie groß x ist, eine Menge Holz. Stichwort Holz, um jährlich eine Tonne CO2 zu binden braucht man etwa 50 ausgewachsene Buchen. Wie @Sin schrieb ist der Straßenverkehr für 12% davon verantwortlich, Tempo 120 würde 0,3% einsparen. Das sind 2,4 Megatonnen, also 12 mal die OOCL Germany voll beladen, eines der größten Containerschiffe der Welt. Das. Ist. Viel.
      Gemäß obiger Rechnung entspricht das dem Aufnahmevermögen von 120 Millionen Buchen. Bei Bäumen die alt genug sind haben wir etwa 100 pro ha, also 10.000 pro km^2, damit bräuchten wir einen Wald von 12.000 km^2, das ist so in etwa Schleswig-Holstein. Für 0,3%.
      Naja es ändert aber nichts daran, dass man einmal aufhören muss klein-klein zu denken. Hier wird eine 0,3% Ersparnis als Argumentation ins Feld für ein Tempolimit geführt. 37% der CO2-Emissionen werden aber von der Energiewirtschaft verursacht und Anwohner verhindern Wind- und Solarparks weil es die Ästhetik ihres Ausbilickes zerstört :pardon: . Da wirkt die Ersparnis von 0,3% wirklich wie ein Mückenschiss. Wusstet ihr auch, dass 11% der der CO2-Emissionen durch private Feuerungsanlagen entstehen? Und wer schafft denn jetzt seinen Kamin ab? Ich würde mal gerne Mäuschen spielen und mir den Energieverbauch der Leute ansehen die hier über 0,3% reden :D . Ganz ehrlich 0,3% sind 0,3% da gibt es nichts schön zu reden, aber es gibt wesentlich größere Baustellen. Ich will hier nicht soweit vom Thema weg, die Argumentation CO2-Emissionen im Kontext des Tempolimit aufzuführen ist aber einfach kein besonderes starkes Argument. :pardon:
      Don't tell me what I can and can not do.
      I'd hate to have to make a fool out of you.

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      Sin schrieb:

      Anwohner verhindern Wind- und Solarparks weil es die Ästhetik ihres Ausbilickes zerstört
      Also bei Windparks geht es mitnichten um Ästhetik, sondern um den Schattenfall und Geräuschpegel und um Wertbestand von Eigentum, weil Wndparks in der Nähe den Wert von Häusern mindern. Du würdest auch keine Anlagen, die 150 m hoch sind, in Deiner Nähe haben wollen. Dazu geht es noch um den Schutz von Raubvögeln.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud

      Feuerpferd schrieb:

      Sin schrieb:

      Anwohner verhindern Wind- und Solarparks weil es die Ästhetik ihres Ausbilickes zerstört
      Also bei Windparks geht es mitnichten um Ästhetik, sondern um den Schattenfall und Geräuschpegel und um Wertbestand von Eigentum, weil Wndparks in der Nähe den Wert von Häusern mindern. Du würdest auch keine Anlagen, die 150 m hoch sind, in Deiner Nähe haben wollen. Dazu geht es noch um den Schutz von Raubvögeln.
      Schön dass du so genau weißt welche Fälle ich zitiere und wie meine Meinung zu Windparks in meiner Nähe ist :pardon: . Ersteres trifft sicher in vielen Fällen zu, aber ich meinte es genauso wie ich es geschrieben habe und die Fälle gibt es leider ebenfalls zu genüge. Anwohner sind nämlich nicht mit anderen interessierten Parteien zu verwechseln. Ich hab hier in der Region 2 Fälle privat verfolgt. Auf den Plakaten stand nicht rettet die Adler oder schützt die Natur. Die Sprüche der Anwohner waren sehr viel egoistischer :pardon: . Bei zweiter Aussage muss ich dich enttäuschen, da liegst du komplett falsch. Aber meine Meinung zur Energiewende ist hier nicht Thema.
      Don't tell me what I can and can not do.
      I'd hate to have to make a fool out of you.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sin ()

      Sin schrieb:

      Naja es ändert aber nichts daran, dass man einmal aufhören muss klein-klein zu denken. Hier wird eine 0,3% Ersparnis als Argumentation ins Feld für ein Tempolimit geführt. 37% der CO2-Emissionen werden aber von der Energiewirtschaft verursacht und Anwohner verhindern Wind- und Solarparks weil es die Ästhetik ihres Ausbilickes zerstört :pardon: . Da wirkt die Ersparnis von 0,3% wirklich wie ein Mückenschiss. Wusstet ihr auch, dass 11% der der CO2-Emissionen durch private Feuerungsanlagen entstehen? Und wer schafft denn jetzt seinen Kamin ab? Ich würde mal gerne Mäuschen spielen und mir den Energieverbauch der Leute ansehen die hier über 0,3% reden :D . Ganz ehrlich 0,3% sind 0,3% da gibt es nichts schön zu reden, aber es gibt wesentlich größere Baustellen. Ich will hier nicht soweit vom Thema weg, die Argumentation CO2-Emissionen im Kontext des Tempolimit aufzuführen ist aber einfach kein besonderes starkes Argument. :pardon:
      Da widerspreche ich mal munter, warum nicht im Kleinen anfangen? Heisst ja nicht umsonst Kleinvieh macht auch Mist!

      Mit den anderen DIngen hast Du sicher recht und da muss auch jeder mal schauen inwieweit er da etwas tun kann und möchte.

      Ich gebe Dir recht, es ist kein besonders starkes aber es ist ein Argument und es gibt schlimmeres (wesentlich größere Baustellen) ist auch kein besonders starkes Argument etwas nicht zu tun ;) .

      Causa11 schrieb:

      Sin schrieb:

      Naja es ändert aber nichts daran, dass man einmal aufhören muss klein-klein zu denken. Hier wird eine 0,3% Ersparnis als Argumentation ins Feld für ein Tempolimit geführt. 37% der CO2-Emissionen werden aber von der Energiewirtschaft verursacht und Anwohner verhindern Wind- und Solarparks weil es die Ästhetik ihres Ausbilickes zerstört :pardon: . Da wirkt die Ersparnis von 0,3% wirklich wie ein Mückenschiss. Wusstet ihr auch, dass 11% der der CO2-Emissionen durch private Feuerungsanlagen entstehen? Und wer schafft denn jetzt seinen Kamin ab? Ich würde mal gerne Mäuschen spielen und mir den Energieverbauch der Leute ansehen die hier über 0,3% reden :D . Ganz ehrlich 0,3% sind 0,3% da gibt es nichts schön zu reden, aber es gibt wesentlich größere Baustellen. Ich will hier nicht soweit vom Thema weg, die Argumentation CO2-Emissionen im Kontext des Tempolimit aufzuführen ist aber einfach kein besonderes starkes Argument. :pardon:
      Da widerspreche ich mal munter, warum nicht im Kleinen anfangen? Heisst ja nicht umsonst Kleinvieh macht auch Mist!
      Mit den anderen DIngen hast Du sicher recht und da muss auch jeder mal schauen inwieweit er da etwas tun kann und möchte.

      Ich gebe Dir recht, es ist kein besonders starkes aber es ist ein Argument und es gibt schlimmeres (wesentlich größere Baustellen) ist auch kein besonders starkes Argument etwas nicht zu tun ;) .
      Wenn ich auf der Arbeit den Kunden der 0,3% meines Umsatz ausmacht bevorzugen würde und die dicken Fische hinten anstellen würde, dann würde man mich kündigen und zwar mit recht. Warum fangen wir denn mit 0,3% an, wenn private Feuerungsanlagen 11% des CO2-Emissionen aus machen. Die könnte jeder von uns sofort beeinflussen ohne Gesetze oder braucht es auch ein Energieverbauchslimit? :pardon:
      Dann wären wir auch immer noch bei klein-klein, wenn das Ziel ist. ;)
      Don't tell me what I can and can not do.
      I'd hate to have to make a fool out of you.

      Causa11 schrieb:

      Mit den anderen DIngen hast Du sicher recht und da muss auch jeder mal schauen inwieweit er da etwas tun kann und möchte.
      genau, und da schließt sich für mich der Kreis zu: wenn jeder etwas tut, ist schon eine Menge getan. Dafür aber die Freiheit jedes Einzelnen mit der großen Keule so dermassen einzuschränken, steht für mich nicht im Verhältnis zum Nutzen. Nichts anderes meine ich. Es muss nicht jeder das Gleiche/ Selbe tun, wichtig ist, dass jeder etwas tut (oder zumindest die meisten). Und am besten ist es, wenn jeder freiwillig etwas tut und dann auch dahinter steht. Je mehr jeder tut, um so besser. Es ist jedem unbenommen, freiwillig 120/ 130 zu fahren, keiner wird gezwungen, schneller zu fahren. Und mein Eindruck ist, sehr viele tun dies bereits. Super!

      Es sollte darauf geachtet werden, dass Dinge nicht verschlimmbessert werden, sondern dass sinnvolle Änderungen eingeführt werden. Es sollten Experten gehört, Vor- und Nachteile gegeneinander abgewägt und dann auf Grund von Fakten entschieden werden. Den Eindruck, dass dies (u. a. hier) geschieht, habe ich selten.
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)

      "Ich hasse, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst." Evelyn Beatrice Hall
      OT

      ihr denkt schon noch daran was im Ausgangspost steht?

      Gentledom schrieb:

      Bleibt jedoch bitte beim Thema es soll hier nicht um Dieselfahrverbote, Klageberechtigung von Vereinen, usw gehen, sondern nur darüber was ihr von einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen halten würdet.
      Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen. Astrid Lindgren
      Um wieder zum Fahrzeug zurück zu kommen, gibt es auch hier so einige Punkte, mit denen man viel mehr tun kann, als sich auf die Begrenzung der Geschwindigkeit zu stürzen.

      - richtiger Luftdruck, lt. smarticular und CO2 online erhöht sich der Spritverbauch um 1% je 0,1 bar, die der Luftdruck nach unten abwicht. Letztere empfehlen sogar, den Reifendruck auf den maximalen bei voller Zuladung zu erhöhen. Lt. einem Reifenhändler vor vielen Jahren, als ich noch als Autoschrauber selbst aktiv war, hält ein Reifen locker bis zu 5 bar aus, also sind auch 2,5 oder 2,9 überhaupt kein großes Problem.

      - qualitative Reifen aufziehen, ggf. sogar Leichtlaufreifen, damit sollen weitere 5% in der Spitze möglich sein. Aber aufpassen, hier ändert sich auch die Reibung und damit Bremswege.

      - unnötige Beladung nicht durch die Gegend fahren, die Zuladung macht sich bei jeder Steigung bemerkbar

      - Klima und Lüftung intelligent nutzen. Alleine wenn beim Start einer Reise für 20 Sekunden ein Fenster vorne und das entgegengesetzte hinten geöffnet wird, entweicht ein Großteil der Hitze und die Klima muss deutlich weniger arbeiten und verbraucht damit auch viel weniger Energie.

      - Viele (deren Elektronik das zulässt) schalten im Bordcomputer den Leerlauf aktiv, wenn man rollt, dabei ist die Motorbremse der größte Sparer überhaupt. Im Ruhezustand muss der Motor mit Brennstoff am Leben erhalten werden, die Brennkammer muss also regelmäßig gezündet werden. Beim Rollen mit eingelegtem Gang schaltet die Einspritzung die Zufuhr komplett ab, da der Motor durch das Getriebe weiter in Bewegung bleibt. (im Übrigen ist dies eine Technik aus der Formel 1, die Serienreife seit vielen Jahren erlangt hat)

      - Luftfilter Motor regelmäßig säubern bzw. tauschen oder sogar hochwertigere einsetzen. Sportfilter haben einen höheren Luftdurchlass und somit kann die Elektronik mit weniger Kraftstoff ein gleiches Zündergebnis erhalten und regelt nach. Moderne Motoren können dies.

      - allgemein regelmäßige Wartung, unnötige Reibung im Motor oder an beweglichen Teilen die mit dem Antrieb zu tun haben, wie auch Stoßdämpfer die defekt sind, erhöhen den Verbrauch.

      - Finger weg von E10, das ist eine der größten Lügen der letzten Jahre. Selbst wenn der Verbrauch 1/1 wäre, könnte das bei der reinen Verbrennung vielleicht noch aufgehen, was aber aufgrund des Brennwertes nicht möglich ist. Der höhere Verbrauch bei diesem Kraftstoff macht dies alleine schon zunichte. (wurde in vielen Versuchen bestätigt und sogar Umweltexperten widersprechen der pro Umwelt Argumentation)
      Viel schlimmer ist dabei die Gesamtbetrachtung, dann fällt dieser Kraftstoff komplett durch. Die Energiebilanz, für die Herstellung ist katastrophal. Man schimpft auf der einen Seite gegen Palmöl, was die effizienteste Ausbeute á Hektar Land hat, aber kippt sich E10 in den Tank, wo andere Menschen ihre Nahrung anbauen könnten.

      - zum Einkaufen um die Ecke auch mal das Rad nehmen oder einen Fußmarsch (wenn jetzt nicht gerade 20 Kästen Getränke geholt werden wollen) Kurzstrecken vernichten Sprit wie blöd.


      Das sind nur mal die Maßnahmen, die man schon selbst machen kann.

      - Flüsterasphalt, auch hier ist der Rollwiderstand geringer und es wird weniger Kraftstoff verbraucht

      - intelligente Verkehrsführung, würden die Wartezeiten, vor allem in der Stadt an Ampeln und Kreuzungen verringert, sind weniger Standzeiten nötig, ergo: weniger Verbrauch, weniger Ausstoß. Im übrigen sind die Start/Stop Automatiken nur bei entsprechender Standzeit sinnvoll. Ein eventueller höherer Verschleiß einiger Komponenten bleibt mal im Raum stehen. Lt. Herstellern sollen diese Bauteile darauf ausgelegt sein, nur komisch, warum Kollegen mit den gleichen Fahrzeugen, die Start/Stop nutzten doch die ein oder andere Batterie benötigten...während bei den Kollegen, die diese nicht nutzten das nicht vorkam.

      - Schluss mit Downsizing. Meine Mum fährt einen Tiguan 1,4ltr. TFSI, 122 PS. Als ich einen guten Freund bei einer Panne abschleppen musste, mein Fahrzeug jedoch in der Werkstatt war (Kundendienst), zeigte sich, was die neuen Motoren wirklich können. Ein normaler Mittelklassewagen brachte bei einer mittleren Steigung auf der Landstrasse den Tiguan ganz schön an die Grenze. Bei 80 musste ich in den dritten Ganz schalten um die Geschwindigkeit noch halten zu können. Auch hier, höhere Drehzahl, höherer Verbrauch.


      Alleine ein drittel der Punkte würde wahrscheinlich mehr bringen, als eine Limitierung, aber das nur als Anmerkung, für die Umweltargumente.
      Ja, Kleinvieh macht auch mist, doch auf nem Hühnerschiss ist auch kaum noch jemand ausgerutscht.

      In diesem Sinne
      PA

      *Anmerkung*
      Es hat ein wenig gedauert, bis ich alle Daten zusammen hatte beim Schreiben, daher hat sich das mit Gentle überschnitten :)
      - Folge nicht einem Pfad, hinterlasse selbst einen -

      Sin schrieb:

      Wenn ich auf der Arbeit den Kunden der 0,3% meines Umsatz ausmacht bevorzugen würde und die dicken Fische hinten anstellen würde, dann würde man mich kündigen und zwar mit recht. Warum fangen wir denn mit 0,3% an, wenn private Feuerungsanlagen 11% des CO2-Emissionen aus machen. Die könnte jeder von uns sofort beeinflussen ohne Gesetze oder braucht es auch ein Energieverbauchslimit? :pardon: Dann wären wir auch immer noch bei klein-klein, wenn das Ziel ist. ;)
      Wenn ich mich nur auf den dicken Fisch verlassen würde wäre ich unter Umständen verlassen, wenn nämlich genau dieser Kunde dann wegfällt kann das in aller Regel kein Unternehmen auffangen. Aber das ist wirklich jetzt OT!

      Also btt, mir täte ein Tempolimit nicht weh und ich sehe mehr Vor- als Nachteile. Das mag bei jemand anderem anders sein, siehe die angerissene Windenergiediskussion.
      Ich finde es interessant in welche Richtung diese Diskussion sich bewegt.

      Nur mal kurz zu CO2 Debatte.

      Die Relation der möglichen Einsparung zur gesamten Menge ist vernichtend klein.
      Es ist nicht viel anders als 2 Meter im Vergleich zur Zugspitze.
      Aber wie viel Norddeutschland liegt mehr als 2 Meter über dem Meer?
      Ich bin zu schnell, zu hoch geflogen. Meine Flügel verbrannten.
      Abgestürzt in meine persönliche Hölle, aus der ich mich selber ausgegraben habe.
      Hier stehe ich nun, kein Engel kein Teufel - nur ein Mensch.
      Ich hoffe, es ist ok, dass ich diesen Thread mit einem aktuellen Artikel von ntv nochmals hervorhole:

      ..n-tv.de/wissen/Was-bringt-Tempo-130-auf-Autobahnen-article20821169.html?fbclid=IwAR3gSH5mz3zsrg-Z5kawaLX3paPeCTpcQgq4X_8qpmKYe49Yh4FiulBTKTE
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)

      "Ich hasse, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst." Evelyn Beatrice Hall