Spuren - wo wie lange wie schön

      Spuren - wo wie lange wie schön

      Hallo zusammen. Es wurde hier schon einmal das Thema diskutiert wie ihr mit den Spuren im normalen Leben umgeht, verbergen vor Kindern, Freunden etc. Mir geht es erstmal darum, wo am Körper halten bei euch die Spuren am längsten? Ich benutze zum Beispiel liebend gerne den Rohrstock und die dünne Reitgerte. Sehr hart geschlagen, bleiben die Striemen auf der Vorderseite der Schenkel viel länger sichtbar als auf dem Hintern. Jetzt, 14 Tage später, sieht man es noch auf den Schenkeln während der Po wieder weiß ist. Ihr gefällt es, dass die Streifen noch erkennbar sind.
      Wie geht es euch mit den Spuren? Wie lange bleiben sie wo? Gefallen sie euch oder seht ihr sie mehr als Nebenwirkung an, ohne Bedeutung, die man am liebsten abwaschen möchte? Dazu ergänze ich, dass in Amerika oftmals vom leather butt gesprochen wurde, damit gemeint, dass der Hintern von sub sich einfach nicht mehr markieren ließ.. gefiel den meisten nicht.
      Wie lange und wo am besten kommt sicherlich auch auf Schlaginstrumente, Schlagtechnik und Intensität an.
      Aber....das Thema, das es auf Dauer nicht mehr so einfach ist, länger anhaltende Spuren zu erzeugen, gab es hier schon mal irgendwo ebenso wie einen Thread über erwünschte Spuren.
      Den Ausdruck "leather butt" kannte ich noch nicht, musste ich erst mal googeln.

      Ich mag und will Spuren. Gerne auch dauerhaft.
      Als ich im Sommer in Deutschland war, bin ich zum 1. Mal mit Spuren ins Freibad gegangen. Bedeutete kurz Überwindung, aber dann war es ok.

      Hier in Griechenland fällt mir das schon schwerer. Die Menschen kennen mich, sind z.T. sehr prüde und religiös. Da überlege ich schon, was ich zeigen kann.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Ich mag Spuren solange ich sie spüren kann. Sehen mag ich sie nur, wenn sie ganz frisch sind...vielleicht noch am Tag danach.
      Mir ist das Gefühl dabei viel wichtiger. Ich mag bei jeder Bewegung, beim Hinsetzen oder beim An- und Ausziehen fühlen und mich erinnern.
      Wenn das Gefühl bzw die Empfindsamkeit an den Stellen nachlässt, sind es eher blaue Flecken.

      Am liebsten sind mir die Spuren, die durch das Schlagen mit dem Seil (Hanfseil, eigentlich fürs Tüddeln) entstehen. Die Schlaufe macht schicke Muster am Oberkörper und an den Brüsten. Und man spürt sie viel länger, als dass man sie sieht...
      Ich liebe Spuren generell, aber die Spuren der Bullwhip und Snakewhip ganz besonders. Hier passiert es durchaus, dass die Haut auch mal leicht verletzt wird, aber das ist für mich völlig okee.

      Wie lange die Spuren halten, ist von sehr vielen Faktoren abhängig, angefangen bei banal wieviel-habe-ich-heute-getrunken über den derzeitigen Hormonlevel meines Zyklus und die allgemeine Verfassung, und natürlich die Schlagstärke.

      Wir haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.
      ~ Mario de Andrade :coffee:

      Ratvis schrieb:

      Ich mag Spuren solange ich sie spüren kann. ....
      Mir ist das Gefühl dabei viel wichtiger. Ich mag bei jeder Bewegung, beim Hinsetzen oder beim An- und Ausziehen fühlen und mich erinnern.
      So ist das bei mir auch.
      Meinem Partner habe ich das auch in ähnlichem Wortlaut beschrieben.

      Das Sehen ist mir eigentlich nicht so wichtig. Wobei bei mir Spuren jeglicher Art aufgrund einer Gerinnungsstörung mit Blutungsneigung sehr leicht entstehen.
      "Erfahrung ist das, was man hat, kurz nachdem man es gebraucht hätte."
      Scheint ja eine ziemlich einhellige Meinung zu sein - Spuren werden gemocht, auch wenn bisher nur 7 dazu geantwortet haben. Und nein @Dalina, bleibende Schäden sind nicht das Ziel. Ich hatte das gerade mit meiner Sub diskutiert @June, wenn es mal ein ganz bisschen blutet... ist auch bei uns ok. Und passierte dann auch. @Ratvis, ja, vor allem das Hinsetzen erinnert ein paar Tage daran, wie gut es doch war :)

      DunLap66 schrieb:

      Scheint ja eine ziemlich einhellige Meinung zu sein - Spuren werden gemocht, auch wenn bisher nur 7 dazu geantwortet haben.
      Nunja sieben (qualifizierte) Antworten in 24 Stunden ist nicht gerade wenig in einem Forum :) Wenn man mehr will muss man es den Menschen etwas einfacher machen und eine Umfrage einstellen.

      Zum Thema... ich mag Spuren, die ich jemandem zugefügt habe, denn sie sind ein Zeichen unserer Verbindung und ich kenne den Kontext. BDSM Spurenbilder hingegen schrecken mich eher ab, da ich nicht weiß wie diese entstanden sind und Blutergüsse und Co von mir, auch nach 20 Jahren BDSM, immer noch als Verletzung gesehen werden, sofern ich den Kontext eben nicht genau kenne. Irgendwie hat sich da nie ein Schalter umgelegt der mir sagt, hey es steht auf der Seite SZXY, dort stellen die Leute sicher nur Sachen ein, wenn beide daran Spaß hatten...
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Ich sehe das ganz ähnlich wie @Gentledom, bin aber ja noch frisch dabei.
      Wenn man die Peitschenhiebe etwas länger sieht oder die blauen Flecken etwas länger spürt, dann bin ich immer ganz stolz und freue mich tierisch über die Zeichen meines Herrn :D
      Gucke ich aber auf einschlägigen Seiten Videos oder Bilder und sehe aufgeplatzte Haut usw., finde ich das furchtbar abstoßend und mir wird ganz anders. Ich brauche also, wenn man das so formulieren kann, ein Drumrum zu Spuren und noch mehr zu „richtigen“ Verletzungen.
      Danke dir @Gentledom..kann ich verstehen wie du das siehst mit den Bildern. Ich mag sie weil ich sie auch erstelle und weiss damit wie sie entstanden sind. Was mich immer fasziniert hat sind die Momente des Auftreffens der verschiedenen Instrumente. Wie sich da Wellenbewegungen absetzen, vornehmlich am Po natürlich. Also habe ich begonnen, slowmo clips dabei zu erstellen und dann die Bilder herauszuziehen. Eindrucksvoll, im wahrsten Sinne des Wortes...
      Ja, @MissMoonund @Gentledom, das Internet hat da Inhalte deren Bilddarstellung nicht nachvollziehbar ist. Da sind wir im Gleichklang. Ich habe aber noch ein anderes Profil auf einer internationalen Seite und da stellen eben die Mitglieder ihre eigenen Bilder ein. Was dem einen abstoßend erscheint mag dem anderen gefallen, deswegen sind wir ja alle unterschiedlich. Ich kannte dort einige persönlich und deren Hintergründe, somit machten die Bilder, waren sie auch noch so extrem, Sinn für mich.
      wie sich die Zeiten doch ändern.....hätte mir früher mal jemand gesagt, dass ich mal einen Hintern voller Stiemen und Spuren mögen würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt....wer mag schon freiwillig blaue Flecken, Blutergüsse usw........

      Heute ist eine Session ohne langanhaltende Spuren für mich nicht mehr vorstellbar, und ich liebe jede einzelne davon. Bei mir sind sie am Hintern und an den Oberschenkeln besonders stark und sehr lange zu sehen, und es dauert in der Regel ein paar Tage, bis ich mich wieder schmerzfrei hinsetzen kann. Da wir uns ja nicht tgl. sehen, finde ich es besonders schön, lange an die Entstehung dieser Spuren erinnert zu werden.
      Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt. Franz Kafka
      Für mich ist aufgeplatzte/verletzte Haut ein Tabu, das darf auch nicht mal eben aus Versehen passieren.

      Ansonsten liebe ich die Spuren, die deutlich zeigen, woher sie kommen
      (Zunge der Tail oder der Hundepeitsche, Doppelstriemen des Rohrstockes, die vielen kleinen blauen Punkte der Neunschwänzigen)
      mehr als die blauen Flecken, die ich nicht genau zuordnen kann.

      Die Körperstellen, an denen sie lange zu sehen sind, variieren bisher, da kann ich noch keine Regelmäßigkeit feststellen.
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Striemen entstehen in unseren Sessionen.
      Sie sind ein Nebenprodukt eines "erfolgreichen" und befriedigenden Treffens.
      Wir beide mögen die Striemen sehr, sie sind aber nicht Pflicht!
      Die jeweilige Verfassung -ihre!- ist entscheidend. Manchmal gibt es nur wenige Striemen,manchmal habe ich schon Bedenken,noch weiter zu machen, da sie schon recht bunt aussieht.
      Wichtig ist die Erfüllung, nicht die Striemen!
      Wenn sie "gezeichnet" ist, hat sie ein richtig gutes Gefühl und liebt die Nachwirkungen.
      Sie fühlt beim sitzen oder bei Berührungen ihre Rolle als Sub.
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      Ich würde gerne seine Spuren länger auf mir tragen. Aber ich behaupte mal, dass es auch stark mit der Beschaffenheit der Haut zusammenhängt. Meine ist zum Beispiel vergleichsweise dick und sehr elastisch. Blutergüsse kriege ich nur an den Knien, aber da muss ich schon heftig irgendwo dagegen gestoßen sein. Spuren unserer Liebe, wie wir es gerne nennen, sind höchstens 2/3 Tage an meiner Haut zu sehen. Manchmal tut es an manchen Stellen dann noch trotzdem weh - aber man sieht es dann einfach nicht mehr. Letztendlich sehe ich es aber eher als einen Vorteil, denn gute Wundheilung ist nicht nur auf BDSM bezogen etwas nettes, sondern auch im Alltag recht praktisch ^^
      Ich mag sie nur so lang, wie sie auch für ihn schön sind und z. B. gut auf einem Foto machen. Wenn ich morgens nach dem Duschen dokumentieren, wie es inzwischen aussieht. Wenn es gelblich wird und er sagt, ok, fast weg brauchst keine Fotos mehr machen, dann mag ich sie auch nicht mehr und will sie schnell ganz los werden. Vielleicht, weil sie nur so lang SEINE Markierungen sind, bis sie ihn nicht mehr interessieren und danach hab ich nur noch gelbe Makel an der Haut.
      Ich dahin gehend sehr ambivalent.
      Als erstes mag ich die blasse (!) ebenmäßige Haut sehr als das ich dort irgendwelche Spuren sehen möchte.
      Allerdings bin ich auch ein großer Fan von Reaktionen jeder Art, sei es durch Geräusche, Gesichtsausdrücke oder halt Striemen.

      Ich erfreue mich halt an den Ergebnissen meines Tuns und wenn sie verblassen (was bei uns sehr schnell geht, hat seine Gründe) erfreue ich mich an der strahlenden Schneewittchenhaut :love:
      Mehr als rote Striemen und Ropemarks wird es aber auch bei uns nicht geben.
      "Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch"