Fesseln und Übergewicht

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      Fesseln und Übergewicht

      Hallo,
      hat jemand Erfahrung mit Fesseln und Übergewicht und damit verbundene fehlende Fitness (also nicht ganz so beweglich, Krämpfe etc)?
      Was ist zu beachten, welche Tipps gibt es?

      Klar ist, abnehmen wäre sinnvoll.
      Aber das geht ja auch nicht von heute auf morgen und bis dahin möchte man ja auch seine Neigungen erkunden/ausleben.

      Liebe Grüße und Danke fürs Antworten
      solange wir nicht von Suspension, also Hänge Bondage reden ist alles möglich, was Deine Beweglichkeit zulässt. Bei Haengebondage musst Du ausprobieren ( mit einem erfahrenen Rigger!) was Du an Belastung aushältst..

      ergänzend: bei einem Workshop war eine schwerere Teilnehmerin dabei, ihr taten die Suspensionen zu arg weh und hat es deshalb gelassen.
      Es kommt wie bei schlankeren Bunnys auch, einfach auf den einzelnen Menschen an .
      Wir sind halt alle verschieden :)

      Das Gewicht alleine , ist nicht prinzipiell eine Einschränkung.
      Bei fehlender Fitness oder Krämpfen muss einfach geschaut werden , was dir beim fesseln gut tut .
      Auch eine Suspension ist an sich, kein Problem .
      Allerdings habe ich da immer den Sicherheitsaspekt im Kopf .
      Denn wenn ein Bunny deutlich mehr als ein Rigger wiegt , wäre es mir persönlich nochmal deutlich wichtiger weitere Personen dabei zu haben.
      Diese können im Zweifel helfen , falls es ein Problem gibt ,welches der Rigger nicht durch Kraft oder Technik alleine ausgleichen kann .
      Wenn ich Krämpfe habe , kommt das meistens durch einen Magnesiummangel.
      Daher wäre es vielleicht eine Option darüber mal mit einem Arzt zu sprechen
      Um Krämpfen vorzubeugen , ist es ganz gut sich vorher wie beim Sport etwas zu dehnen - dann sind die Muskeln geschmeidiger . Ich nehme bei Krämpfen auch gern täglich Magnesium und Kalium Tabletten . Damit ist die Muskulatur nicht ganz so Krampfbereit - allerdings nur in normalen Mengen :D - ein Zuviel kann schnell mal die Darmakrobatik intensivieren :coffee:
      Wir leben alle unter dem selben Himmel , aber nicht mit dem gleichen Horizont
      Dickere Seile sind nicht immer von Vorteil .
      Wenn man dünnere Seile verwendet kann man auf gleicher Körperfläche deutlich mehr Seillagen legen . Und hat dann mit dünneren Seilen eine größere Auflagefläche .
      Zudem sitzen meiner Erfahrung nach mehrere dünne Seillage , deutlich besser als wenige dicke , insbesondere an stellen wo das Körpergewebe nicht ganz so fest ist .

      Beim Hängeseil sollte man halt unbedingt auf die Traglast achten und ggf auf einen dickeres zurück greifen .
      Wobei in meinem Equipment das " Schwächste Glied" eine Traglast von um die 300 kg bietet . (Der Wirbel am shibari Ring ).
      Grundsatzkich sollten dadurch eine Hindernisse e stehen.
      Dickere Seile sind, wie @Eternity89 es schon schrieb, durchaus auch ein Hindernis, gerade dort, wo Knoten die lagen sichern sollen oder für Stabilität sorgen müssen, macht der Querschnitt ggf. den Unterschied.
      Ich würde auch einfach mehr Seillagen verwenden um die Auflage zu vergrößern, die Kunst dabei ist jedoch, die lagen in sich dynamisch und dennoch stabil zu bringen, aber das ist einfach Übung und Erfahrungen, die sich gemeinsam am besten sammeln lassen.
      Schritt für Schritt vorgehen, es läuft nichts weg, ein zu großer Schritt kann schnell zu weit gehen.
      Wenn es in Suspensions gehen soll, hat es sich bei vielen auch bewährt die Fesselung soweit möglich am Boden zu machen und am Tragpunkt Spannung aufbauen, dass ein Gefühl für diesen Moment gewonnen wird, ohne dabei gleich in die Vollen zu gehen.

      Vom Material wäre es dabei wohl ratsam auf Hanf zu gehen, da es eine etwas größere Traglast hat, im Vergleich zu Jute.
      5 oder 6 mm sind gängige Durchmesser.
      Bei Suspension gibt es dazu die Option das Tragseil mit 8 oder 10mm zu setzen, das ist zwar unüblich, gibt aber vielleicht für den Anfang Sicherheit.
      Zum Vergleich:
      In der Regel werden beim Tragseil zwei Lagen, also 4 Seile verbaut. Ein 5mm Hanf-Seil, liegt bei ungefähr 180-200 DaN (6mm um 250 DaN) was umgrib des Kilogramm Wertes entspricht.
      Somit ist die Bruchlast bei rund 720-800 kg, statisch, bei einem klassischen Verbau.
      Mit einem Dynamik Faktor von 4, immer noch bei der Aufnahme eines einzelnen Seils und der Faktor sollte genügend ausreichen, um die Sorgen gering sein zu lassen.

      Wichtig hierzu ist, anständig vorbereiten, aufwärmen und Ruhe, was die Person angeht.
      Material muss gepflegt und in Ordnung sein. Vorher immer mal die Seile prüfen, ob der Schlag aufgeht oder sonstige Brüche vorliegen, im Seil versteht sich.

      Dann steht allem nichts mehr im Weg.

      Viel Spaß euch dabei,
      in diesem Sinne
      PA
      - Folge nicht einem Pfad, hinterlasse selbst einen -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von PA1976 ()

      Noch eine Empfehlung , falls es doch mal an ein Hängebondage geht ,
      dann eventuell zuerst in sitzender Position probieren ,wie in einer Schaukel und einer Seilführung ähnlich wie in einem Klettergurt.
      In der Waagerechten das Gewicht über mehrere Punkte ( Oberkörper , Hüfte , Beine) zu verteilen ist ganz nützlich .
      Aber wenn Du erstmalig ein Bondage probierst ,ist der Anfang am Boden , auf einem Stuhl sowieso eher zu empfehlen , um zu sehen wie Dir das bekommt .
      Laß Dir unbedingt Zeit bei der Suche !
      Hallo @XXLWolke

      Du hast hier ja schon einige Tipps bekommen. Fesselungen können von einem geübten Rigger an die körperlichen Gegebenheiten angepasst werden.
      So kann z.B. die TK ( Oberkörperfesselung für ein Hängebondage)
      mit den Armen vor der Brust gefesselt werden oder mit einem Hüftharness und zusätzlichen Seillagen eine komfortable " Hängematte" gefesselt werden.

      Grundsätzlich ist Beweglichkeit von Vorteil, dann kann man auch mit Übergewicht in Suspensions gehen. Halfsuspensions und Bodenfesselungen sind jedoch nicht weniger vielseitig und spannend, gerade wenn es mehr ums emotionale Fesseln und "Spiel" geht :love:

      Vorher dehnen und aufwärmen ist Minimum.

      Liebe Grüße
      so jetzt muss ich auch mal :)

      Als Bunny und Riggerin mit ein bisserl mehr auf den Hüften kann ich sagen, dass das tatsächlich bei mir noch nie wirklich Thema war. Es kann nämlich durchaus auch Vorteile beim Seilen haben:
      • Der/Die Fesselnde muss nicht so viel bzw. kein Seil verbauen, wenn er/sie mit dem Grundgerüst fertig ist.
      • Wir sind flauschig :p
      • Die Gefahr, dass der Kreislauf mir nichts dir nichts zusammenbricht ist weniger gegeben - zumindest soweit ich weiß.


      Tipps:
      1. Mach dir nicht zu viel Kopf deshalb. Ich baumel regelmäßig mit normalen 6mm Juteseilen (ohne extra Seillagen) von irgendeiner Decke und es war noch nie ein Problem.
      2. Lern deinen Körper kennen. Ich weiß mittlerweile, ob Körperteile deshalb kribbeln, weil die Blutzufuhr fehlt, oder weil ein Nerv eingeengt wird.
      3. In Seilen ist jeder auf seine/ihre Weise wunderhübsch. Ganz egal welches Geschlecht oder welcher Körperbau.
      4. Täglich ein bisschen dehnen, wenn du das Bedürfnis hast etwas an deiner Beweglichkeit zu verändern. Viele "Übungen" funktionieren neben dem Lesen, Serien schauen, Fesselbücher studieren ( ;) ) oder Lernen. Das nimmt noch nicht mal großartig Zeit weg.
      5. Wenn du doch Bedenken vor einer Fessel-Session hast: Mit deinem Rigger/deiner Riggerin reden, reden, reden, oder bei erfahrenen Fesslern Rat erfragen.
      6. Wenn die Gefahr von Unterzucker besteht: Immer Traubenzucker in Greifweite haben.
      Sonstiges Bli-Bla-Blubb:
      • Mit Krämpfen hatte ich persönlich noch nie Probleme. Ich wärm mich tatsächlich vor dem Fesseln auch nicht auf oder dehne mich großartig, was nicht heißen soll, dass das was ich mach ratsam ist (bei Gott, das ist es vermutlich nicht), aber soll aufzeigen, dass jeder individuelle Bedürfnisse hat und wir auch nicht von Übergewichtigen im Allgemeinen und pauschal für alle sprechen kann. Probier's aus, wenn sich die Gelegenheit ergibt und kommuniziere und reflektiere mit deinem jeweiligen Partner/mit deiner jeweiligen Partnerin gut.
      - regenmädchen

      Rain schrieb:


      • Die Gefahr, dass der Kreislauf mir nichts dir nichts zusammenbricht ist weniger gegeben - zumindest soweit ich weiß.

      Veto :pardon:

      Der Kreislauf ist nicht unbedingt von der Körperfülle abhängig.

      Allgemein ist der Kreislauf eher von der Fitness abhängig...aber es gibt natürlich Ausnahmen.
      Und wenn es anders zur Sache geht, in dem es an Grenzen geht, spielt die Schmerztoleranz auch eine wesentliche Rolle. Und Schmerz nimmt ja wieder jeder anders an und auf.

      Ansonsten alles :thumbsup:
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      Liebe @Rain, vielen Dank für Deinen Beitrag, Du hast mir Mut gemacht. Ich bin keine Grazie und dachte, dass ich zu schwer für so was bin, obwohl ich mich danach sehne. Nun hat mir ein Rigger angeboten, es mal auszuprobieren und er meinte ja auch, dass meine Statur überhaupt kein Problem ist. Außerdem habe ich eine Frau kennengelernt, die schwerer ist als ich und sich auch fesseln lässt. Na, dann ... :D
      Ui, das finde ich jetzt verwirrend. Ich war nämlich auch bisher der Meinung, dass dickere Seile eigentlich besser sind, so 10 mm, da man so verhindert, dass der Blutfluss unterbrochen sind. Das geht aber auch mit dünneren Seilen? Und ist Baumwolle eine Alternative zu Hanf? Sollten die Seile hohl sein oder nicht?
      Schwächen zu zeigen macht einen stark.
      Für Suspensions sind Baumwollseile ( meiner Meinung nach) keine Alternative zu Hanf oder Juteseilen . Die Knoten ziehen sich fest und lassen sich nicht mehr lösen .

      Ich persönlich würde nie zu Baumwollseilen greifen , was aber daran liegt das mein Focus NICHT Bondage for Sex ist .

      Bei Leuten wo es sich so verhält , kann man schonmal dazu raten , da sie sich einfach in der Waschmaschine reinigen lassen .

      Was du unter hohlen Seilen verstehst , weiß ich nicht .
      Falls du von Seilen " ohne Seele" sprichst , das ist bei Naturfasern generell so und gibt es soweit ich weiß auch nur bei syntetic und Baumwolle .

      Die dicke eines Seils hat nichts mit dem Blutfluss zu tun, jedenfalls nicht wenn man weiß was man tut .

      Ich kenne kaum einen Profi der Seile über 6 mm verwendet und kenne 8 mm Seile auch nur in Ausnahmefällen , zB wenn man ein stabileres Hängeseil nutzen möchte .

      Liebe Grüße

      Eternity89 schrieb:

      was aber daran liegt das mein Focus NICHT Bondage for Sex ist
      Was genau meinst Du damit?
      Und welche Zusammenhang hat das mit der Möglickeit, die Seile in der Waschmaschine zu waschen?
      Ich denke da jetzt nur daran, dass irgendeine Körperflüssigeit auf die Seile kommt, wenn man nackt ist und die Seile zB durch die Schamlippen geogen werden. Aber hat das immer mit Sex zu tun bzw. kommt das bei Bondage für Sex immer vor?
      Bin da gerade etwas überfragt, :rot:
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      @Feuerpferd

      Baumwollseile lassen sich einfach super einfach waschen , trocknen und weiter benutzten .
      Bei Naturfasern verhält sich das etwas anders .
      Wenn man also Seile sucht die ggf öfters eine Wäsche nötig haben , pflegeleicht sind und nicht für Suspensions ,- oder Fesselung genutzt werden , wo wirklich Last drauf liegt , kann man zu Baumwolle greifen .

      In meinen Augen sind sie für mehr , als ein paar Bettspielereien nicht geeignet :pardon:

      boireannach schrieb:

      Ui, das finde ich jetzt verwirrend. Ich war nämlich auch bisher der Meinung, dass dickere Seile eigentlich besser sind, so 10 mm, da man so verhindert, dass der Blutfluss unterbrochen sind. Das geht aber auch mit dünneren Seilen? Und ist Baumwolle eine Alternative zu Hanf? Sollten die Seile hohl sein oder nicht?
      Zum Thema Seildicke: beim Bondage werden dort, wo viel Belastung auf die Seile kommt, in der Regel mehrere Lagen verwendet. Du nimmst das Seil zum Fesseln ja ohnehin meistens doppelt (--> aus 6mm Seilen entsteht eine Lage aus 12mm Seil) und dort wo die "Hot Spots" sind, mach ich persönlich immer eine zweite oder manchmal auch eine dritte Seillage und verteile zum Schluss mittels Zusammenfassens der Seillagen den Druck gleichmäßig auf die Lagen. Mir ist demnach auch nichts bekannt, dass dickere Seile empfehlenswert(er) wären. Ich persönlich fessle mit 6mm.

      Zum Thema Baumwollseil: Baumwollseile sind dann eine tolle Alternative, wenn es um nicht restriktive Fesselungen bzw. um Doko-Bondage geht. Die Seile sind geschmeidiger, lassen sich leichter biegen, sind sehr weich und angenehm auf der Haut und relativ günstig in vielen bunten Farben erhältlich. Von Suspensions mit Baumwollseilen ist, wie @Eternity89 schon gesagt hat, absolut und ganz ausdrücklich abzuraten. Wenn du erzielen möchtest, dass sich dein Partner/deine Partnerin in der Fesselung gar nicht mehr bewegen kann, sind Baumwollseile auch nicht ideal. Die geben immer ein Stück weit nach. Dennoch hab ich zum Einsteigen und Ausprobieren gute Erfahrungen mit Baumwollseilen gemacht. Den Fakt, dass man Baumwollseile relativ einfach in die Waschmaschine packen kann, mag ich auch ganz gerne. Einfach schon für Zeitpunkte, wenn man mal auf dreckigem Untergrund fesselt, oder eben Körperflüssigkeiten (auch außerhalb des sexuellen Kontexts wie z.B. Speichel oder Schweiß) ins Spiel kommen.

      Zum Theme Seile mit oder ohne Seele: Für die "standardmäßigen" Shibarifesselungen würde ich immer zu Seilen mit Seele greifen. (Bei dekorativen Elementen wie Verwebungen auf zuvor gefesselten Korsetts usw. ist das was Anderes) Ich hab mal einen Rigger sagen hören, dass man bei unbeseelten Seilen nie wissen kann, was sich drinnen versteckt (Schimmel, Staub, etc.). Zumal dann auch das ins Spiel kommt:

      Eternity89 schrieb:

      Die Knoten ziehen sich fest und lassen sich nicht mehr lösen .
      Das ist mir bei beseelten Baumwollseilen noch nie passiert - bei Seilen ohne Seele würd ich allerdings nie Knoten machen, die sich festzusammenziehen, weil die dann tatsächlich erfahrungsgemäß nicht mehr aufgehen.

      - Regenmädchen
      Was ich bei mir festgestellt habe beim Bondage ist, dass mir die Arne, wenn sie hinterm Rücken parallel gefesselt werden (Unterarme waagerecht, sich berührend), die Arme und bes. die Hände recht deutlich schneller einschlafen als wenn ich die gleiche Armposition vor dem Körper habe.

      Ansonsten hatten wir bisher noch nicht so oft Hängebondage, aber ab und an schon, mit ausreichend Hängepunkten am Körper geht das auch bei 100+ kg.
      Mit dreien tat einer da bisher dann noch immer recht ordentlich weh, ab 4 Punkten war alles super.