Ein Versuch bzw. wieviel D/S ist möglich?

      Ein Versuch bzw. wieviel D/S ist möglich?

      Treffen sich ein Sadist und eine Masochistin...
      ....und nein, sie stellen nicht fest, dass sie bis ans Ende ihrer Tage glücklich zusammen leben!

      Sie beginnt, ihre Neigung auszuleben.
      Sie.: Ohne Erfahrung, auf der Suche nach sich selbst.
      Er: Wenig Erfahrungen, da er bisher niemanden gefunden hat, der seine sadistische Seite wirklich befriedigt.

      Die gemeinsame Reise beginnt. Es gibt kaum Limits. Beide sind geradezu gierig darauf, zu erfahren, wie weit es gehen kann!
      Es folgen Wochen und Monate voller Sessions und Erfahrungen. Abstürze sind fast vorprogrammiert. Aber auch das meistern sie.
      Bei ihm kommt so langsam der Gedanke hoch, dass er mehr will. Ohne Absprache bringt er D/S- Elemente ein, die die Masochistin einerseits kicken, andererseits aber auch abschrecken.
      Sie sind immer noch gemeinsam auf einem Weg.
      Dann trifft die Masochistin eine Lebensentscheidung, die alles in Frage stellen wird.
      Das zarte Pflänzchen D/S wird gnadenlos in den Boden getreten.
      Ebenso wie der Fortbestand der Beziehung.
      Aber sie können nicht ohne einander, obwohl beide versuchen, andere Partner zu finden.
      Trotz der räumlichen Distanz merken sie, dass sie mehr wollen.
      Geht das? Oder leben sie zu sehr in ihrer Fantasiewelt?

      Kann sie spontan seine Sklavin sein? Ihn morgens mit einem Blow-Job wecken? Nackt durch durch die Wohnung laufen und zu seinen Füssen liegen, wenn er am Computer arbeitet? Fragen, ob sie sich bewegen darf oder um Erlaubnis bitten muss, wenn sie zur Toilette muss?
      Kann es funktionieren, dass er von ihr erwartet, dass sie sich abends für die Sessions nuttig schminkt und entsprechend kleidet?
      Wird es ein Happy-End geben? Keine Ahnung.
      Es gibt eben Märchen, die enden mit: "Und sie lebten glücklich..." Und es gibt das Leben. Das ist nicht vorhersehbar.

      Ich wünsche den beiden alles Gute für die Zukunft.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Liebe @topaz, Du schreibst so spannend und ich lese Deine Beiträge sehr gern.

      Hätte man mich vor einem halben oder Jahr gefragt, ob ich mir vorstellen kann, neben einem Mann zu knien, dann hätte ich demjenigen wohl einen Vogel gezeigt. So diffus waren meine Gedanken, was ich eigentlich in Bezug auf BDSM mit Wunsch und tatsächlichem Erleben in Einklang bringen kann.

      Du hast in einem anderen Thread geschrieben, dass es eine Reise ist. Der Mensch reist sein ganzes Leben lang. Wir machen unsere Erfahrungen l, verarbeiten Enttäuschungen, erleben Freude und Lust etc.

      Was ich damit sagen will, ist dass unsere Parameter sich verändern und wir auf einmal Dinge mit unserem Partner machen, die wir uns vorher nicht vorstellen konnten. Der letzte Absatz bezieht sich auf BDSM.

      Ich wünsche Dir auf Deiner Reise nur das Beste und lass uns bitte wissen, wie es weitergeht.
      Genau, das ist das Leben! Voller Überraschungen und Fügungen, an die man nicht geglaubt oder an die man nicht mal gedacht hat, oder sie vielleicht sogar von vornherein aus bestimmten Gründen für sich ausgeschlossen hat. Und dann passiert es doch und alles kommt anders, als man gedacht/vermutet hat... Und man stellt fest, dass das eine nichts für einen ist, das andere aber wider Erwarten sehr genießen kann und dass viel mehr möglich ist, als man sich hätte vorstellen können.

      Genießt es, lasst es auf euch zukommen und schaut, wohin euch die Reise bringt! Ein spannender und nicht wirklich planbarer Weg... Jedenfalls nicht im Detail, weil sich nicht nur das Außen, sondern vor allem vieles im Innern verändert. Und genau das ist das Schöne daran!


      topaz schrieb:

      Ich wünsche den beiden alles Gute für die Zukunft.

      Das wünsche ich euch auch! :)

      topaz schrieb:

      Ich wünsche den beiden alles Gute für die Zukunft.
      Das mache ich auch, ^^

      Vor allem spannend für mich ist, dass es bei mir fast andersherum lief. Ich war immer jemand, der in seinen Fantasien nur DS lebte, nie SM.
      Schmerzen kicken mich, können mir Lust bereiten? :fie:
      Auf keinen Fall... nie... allein der Gedanke war absurd.
      Dewegen dachte ich stets, kein BDSMler zu sein.
      Dann die ersten Erfahrungen, gerade mit einem Sadisten, :icon_lol: .
      Und ja... ich mochte die Schmerzen, die Spuren.
      Ich bin immer noch eher DS als SM, aber inzwischen weiß ich, dass ich beides mag.
      Das ist toll, :D .
      Erweitert es doch die Möglichkeiten... :yes:
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Liebe @topaz
      Das ganze ist doch eine Reise .
      Vor 2 Jahren habe ich mein bdsm angefangen zu entdecken .
      Halsband ( ich bin doch kein Hund )
      Fragen ob ich pipi machen darf ( spinnt er )
      Neben seinen Füßen liegen ( bäh Füße sind bäh )
      Heute liebe ich mein Halsband
      Frag ob ich pipi darf jetzt mal ehrlich da stirbt man echt nicht dran , ok es ist unangenehm das er schon mal Freude dran hat mich warten zu lassen .
      Füße sind immer noch bäh aber seine verehre ich wie alles an ihm . Denke heute darüber nach sie zu küssen .
      Mach langsam er wird dich schon nicht überfordert.
      Und Vorteil nach 1 Woche hast du dein Leben zurück dein selbstbestimmtes Leben .
      Träume nicht dein Leben
      Lebe deinen Traum
      @topaz Da sind eine Masochistin und ein Sadist einen ganz eigenen Weg gegangen, trotz vieler Widrigkeiten. Es war aber ein ganz individueller Weg.
      Warum soll es nicht so weiter gehen.

      Topaz schrieb:

      Kann sie spontan seine Sklavin sein? Ihn morgens mit einem Blow-Job wecken? Nackt durch durch die Wohnung laufen und zu seinen Füssen liegen, wenn er am Computer arbeitet? Fragen, ob sie sich bewegen darf oder um Erlaubnis bitten muss, wenn sie zur Toilette muss?
      Kann es funktionieren, dass er von ihr erwartet, dass sie sich abends für die Sessions nuttig schminkt und entsprechend kleidet?
      Das was hier beschrieben wird ist Ds so wie es "zu laufen" hat. Ein klassischer Weg.
      Ist das der passende Weg für zwei Individualisten? Ist es wirklich das was ihr wollt?
      Ds und ein für beide gefühltes und lesbbares Machtgefälle kann auch ganz anders aussehen.
      Eben ganz individuell ;)
      Ich habe mit dem Herrn auch ein permanentes Machtgefälle lebe auch Ds, nur auf eine ganz andere Art.

      Ich wünsche deiner Masochistin und deinem Sadisten, dass sie ihren Weg finden, mit einem "und sie lebten glücklich....".
      Bei uns gibt es zum Beispiel nur Regeln, die notwendig sind. Notwendig um der Beziehung einen Rahmen zu geben, den beide kennen. Es gibt keine Regeln die mich in meiner persönlichen Entwicklung einschränken.
      Es gibt keine Rituale im Sinne von "jeden Morgen einen Blowjob". Das sind Dinge die könnten auf Abruf eingefordert werden.
      Uns ist es wichtig das es authentisch ist.
      Ich habe noch nie die Aufforderung bekommen, mich hinzuknien.
      Das tue ich freiwillig, weil es dann in die Situation passt, weil ich das Bedürfnis habe.
      Weil er es in mir auslöst. Das gibt uns beiden mehr, als es auf Befehl hin durchzuführen.
      Vieles bei uns ist auf dieser Basis aufgebaut.
      Das es sich entwickelt, nicht angeordnet wird.
      Ich hoffe das ist verständlich.
      Für mich kann ich sagen, das ich genau so unheimlich gerne folge.
      Dazu ist natürlich notwendig, dass beide ich auch der Beziehungsform bewusst sind und auch an der Beziehungsentwicklung und dem Machtgefälle arbeiten wollen.
      Hallo @Topas,

      ich drücke der Masochistin und dem Sadisten beide Daumen. Sie haben es sich verdient.

      Und dich möchte ich bitten, lasse uns teilhaben an der Entwicklung der beiden, soweit dir das möglich ist.


      Intruder
      Die Frauen kosten uns achtzig Prozent unserer Kraft, aber ohne Sie hätten wir gar keine.


      Dieter Noll, "Kippenberg"

      topaz schrieb:

      Aber was machen ein Sadist und eine Masochistin, die mal wieder nur eine Woche Zeit haben?
      Natürlich hat man erst einmal den "klassischen" Weg im Kopf.
      @topaz Was können die beiden machen.
      Erst mal Zeitdruck raus nehmen.
      Beide haben bis jetzt einen gemeinsamen Weg gefunden, es drängt jetzt doch gar nichts auf dem neuen Weg, sie sollten sich die Zeit lassen die sie brauchen.
      Keine Ahnung, ob sie es kann...

      aber sie kann es versuchen,
      sie kann ihr Bestes geben,
      das kann sie garantiert!

      und er?
      kann er den Versuch anerkennen?
      Kann er ihr Bestes würdigen?
      Kann er sie aufheben, wenn sie stolpert?
      Kann er ihr das Gefühl des Scheiterns nehmen und ihre Erfolge aufzählen?

      Können sie beide sehen, dass allein diese so besondere Reise schon ein Happy End bedeutet?
      Dass nicht der Zeitfaktor, sondern die Intensität des gemeinsamen Erlebens Entwicklung ist?
      Und dass die gefühlte Macht/Submission jedes noch so schöne Ritual um Längen schlägt?

      Den tiefsten Respekt und das tiefste Vertrauen zeige ich meinem Herrn dann, wenn ich ehrlich
      zugebe, dass ich an einer Aufgabe versage und erklären muss, woran es liegt. Weil dann bin
      ich erst wirklich nackt...
      Zwischen dem, was ich denke, dem, was ich sagen will, dem, was ich zu sagen glaube und dem, was ich wirklich sage und

      dem,

      was Du hören willst, dem, was du wirklich hörst, dem was du zu verstehen glaubst, dem, was Du verstehen willst und dem, was Du wirklich verstehst, gibt es 9 Möglichkeiten, sich nicht zu verstehen.

      Passagno