Stellenwert der Erfahrung

      Stellenwert der Erfahrung

      Welche Stellenwert räumt ihr der BDSM Erfahrenheit eines neuen Partner ein. Ist es euch wichtig oder egal und warum ist es so?

      Mir selber ist die Erfahrung einer Sub fast vollkommen egal. Beides hat seine Vorteile in meinen Augen.

      In einer Beziehung reizt mich eine unerfahrene Sub minimal mehr da sie im Kontext DS intensiver auf einen geprägt wird. Bei einer längeren Affäre ist es mir egal, bei einem ONS wäre erfahren sicher besser aber so etwas reizt mich eh nicht und bei einem OWS (One-Weekend-Stand zum Beispiel bei einem Dreier) hat eine erfahrene Sub sicher Vorteile.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Das ist ein nettes Thema.

      Ich sage mal so auch hier wieder mehrere Sichtweisen.
      Wenn mich mein Herz führt ist mir das vollkommen egal weil man alles zusammen erfahren kann.
      Ansonsten wäre Erfahrung bei mir schon von Vorteil.
      Rein SM und meine Neigungen sind so mit einem Anfänger gar nicht umsetzbar.
      LG
      Wenn ich nur darf, wenn ich soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss.
      Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll und dann kann ich auch, wenn ich muss.
      Denn schließlich: Die können sollen, müssen wollen dürfen.

      Erfahrung find ich nicht so bedeutend wichtig. Ich experimentiere gern und da bieten sich Anfängerinnen zwar an, haben aber gegenüber einer Erfahrenen keinen wirklichen Vorteil. Die Bereitschaft Neues zu versuchen ist ja unabhängig vom Kenntnisstand.
      Mir persönlich ist es auf jeden Fall wichtig, dass sie maso ist. Eine Unerfahrene kann in der Hinsicht auch mal Opfer ihrer Einbildung werden, wenns dann mal Realität wird. Sie kennt eben ihre Belastungsgrenze noch nicht und könnte sich selbst zu viel zumuten. Also kann ich mich mit ihr nicht so heftig ausleben wie mir einer Erfahreneren, die ihre Grenzen schon kennt.
      Entscheidender ist für mich eher die Gemeinsamkeit der Vorlieben. Wenn sie ihren Spaß hat, dann hab ich meinen auch.
      Wer mit mir spielt, ist selber schuld.
      Da ich ja Anfänger bin, ist es für mich wichtig, dass Dom bereits Erfahrung hat. Das gibt mir ein wenig Sicherheit, denn ich muss/möchte mich darauf verlassen, dass er weiß was er tut! Bis jetzt habe ich die Erfahrung gemacht, das er meist eher wusste, wann es mir zuviel wird. Und das gibt mir Sicherheit, dass er auf mich achtet. So kann ich meine Grenzen kennen lernen.

      Ich dachte bis zu meinem "ersten Mal" das ich in KEINSTER Weise masochistisch veranlagt bin, ich wurde eines besseren belehrt :ups:
      Hm ... Schwer zu sagen - "Erfahrung" lässt sich auf vielen Ebenen definieren und ist m. E. auch mit einer gewissen Lebenserfahrung verbunden. Bei einer unerfahrenen Begünstigten habe ich unter Umständen das Problem, dass sie irgendwelche angelesenen "Das muss so sein"-Regeln und eigene Wunschvorstellungen im Kopf hat und/oder die eigenen Grenzen weder kennt noch sie im Ernstfall respektiert und über die Kante in den Abgrund springt.

      Beim ganz normalen Sex gibt es schon die alte Weisheit, dass eine Jungfrau die schwerste Aufgabe ist, die man im Bett haben kann (zumindest wenn man kein absoluter Egoist ist). Das gilt meiner Meinung nach für BDSM und die dort normalen Grenzgänge noch stärker.
      Ich kann es mir nicht vorstellen, mit einem Anfänger-Dom zu spielen.
      Die Vorstellung alleine, dass ich weit mehr Erfahrung habe, wie er, finde ich eher abtörnend.
      Er sollte schon Ahnung haben, von dem was er tut und eine gewisse Souveränität besitzen.
      Die jedoch bekommt man einfach erst mit der Zeit.
      Ich bin da etwas anderer Meinung. Ich bin auch Anfängerin und ich finde es hat auch Vorteile wenn man mit jemandem Unerfahrenen diese Welt gemeinsam entdecken kann. Bei einem erfahrenen Dom hätte ich vielleicht Angst, dass ich seinem Weg nicht so schnell folgen könnte und er Wünsche hat, die ich ihm noch nicht erfüllen könnte.
      "Unausprechbar ist und namenlos, was meiner Seele Qual und Süße macht und auch noch der Hunger meiner Eingeweide ist." - Friedrich Nietzsche
      Als Anfängerin hab ich auch lange gezweifelt, ob es gut gehen kann, wenn man als Partner ebenfalls einen Anfänger hat. Meine Bedenken lagen darin, dass er nicht weiß, was er tut. Mittlerweile bin ich froh, dass wir da zusammen reingestolpert sind.
      Gemeinsam neues zu entdecken, war eine wunderbare Erfahrung. Und auch wenn uns beiden selbige fehlt, weiß er meist vor mir, wann ich genug habe. Dieses Feingefühl ist mir wichtiger, als alles Wissen und Können.
      Mich gib's nicht in lieb :evildevil:
      Hallo Gentledom,

      das ist ein ungeheur vielfältiges Thema, das du da aufwirfst... und ich denke, man kann es nicht pauschal und allgemeingültig beantworten, sondern immer nur für sich selbst.

      Ich versuche das an herausgegriffen Zitaten aus dem Thread deutlicher zu machen:
      Erfahrung find ich nicht so bedeutend wichtig... Die Bereitschaft Neues zu
      versuchen ist ja unabhängig vom Kenntnisstand.
      Klar, die Bereeitschaft Neues versuchen zu wollen, auf beiden Seiten ist eine Sache... und wohl überhaupt Grundvoraussetzung für ein befriedigendes "Spiel"miteinander - aber "unabhängig vom Kenntnisstand"??? Das glaube ich nicht. Für mich sollte Dom(me) zumindest ein bisschen mehr Wissen und Erfahrung haben, als Sub(bie).

      Ich glaube, dass der "Kenntnisstand" alleine nicht ausreicht - man kann zwar irgendwo gelesen haben, wie man Erste Hilfte leistet, sogar wissen, was zu tun ist - hat letztlich jeder Fahrschüler - aber ohne es je wenigstens geübt zu haben, wird jeder in der Realität versagen. Und je öfter man Gelegenheiten wahrgenommen hat, es real zu üben, umso besser wird man auch im "Falle wenn" sein.

      "Empathie", Sub(bie) "lesen" zu könnnen, kann man nicht aus dem Lehrbuch lernen. Das geht nicht ohne einerseits eine gewisse geistige Grundhaltung, aber auch nicht ohne reale Erfahrung. Jeder Mensch ist anders und wieder neu... da meine ich doch, je mehr Erfahrung man hat, umso leichter kann man sich auf eien neue Partnerin einstellen.
      Bei einem erfahrenen Dom hätte ich vielleicht Angst, dass ich seinem Weg
      nicht so schnell folgen könnte und er Wünsche hat, die ich ihm noch
      nicht erfüllen könnte.
      Diese Angst kann ich gut verstehen - und begegnet auch mir immer wieder. Und doch halte ich sie für unbegründet. Die Angst mag für "Hinz und Kunz" gegenüber "Dom(mes)" sogar berechtigt sein - aber aus meiner Sicht sollte ein(e) "wahre(r) Dom(me)" Sub genau dort "abholen", wo er/sie gerade ist. Ja, ich bin durchaus dafür, dass Dom(me) Sub fordert... aber in "angemessenen Schritten"... und das wiederum setzt, aus meiner SIcht, sehr viel Empathie und Erfahrung von Dom(me) voraus.

      Klar stellt sich automatisch die Frage, "wer hat das?" - die Antwort ist aber ganz einfach, fast schon banal: "Lerne den potenziellen Partner deiner Wahl kennen, richtig kennnen!" Tausch dich mit ihm aus. Nimm dir die Zeit und hab' keine Angst davor, auch die Geduld deines(-er) in Augenschein genommenen Dom(me) zu strapazieren. Wenn jemand ernsthaftes Interesse hat, wird auch Dom(me) auf deine Fragen eingehen und Geduld zeigen. Tut er/sie das nicht, wär er/sie für dich ohnehin unpassend.

      Ich bin auch Anfängerin und ich finde es hat auch Vorteile wenn man mit
      jemandem Unerfahrenen diese Welt gemeinsam entdecken kann.
      Das kann ein durchaus guter Ansatz sein, gerade wenn man seit langer Zeit ein Paar ist und BDSM-Neigungen neu entdeckt hat. Man kann dabei davon ausgehen, dass jeder hinreichend vorsichtig ist, wie weit er gehen kann. Mitunter vielleicht aber auch zu vorsichtig. Einmal mehr - Kommunikation ist ALLES...
      Ich kann es mir nicht vorstellen, mit einem Anfänger-Dom zu spielen.
      Kann ich sehr gut verstehen.

      Dem möcht ich aber entgegenhalten, dass ich es als Switcher etwas anders sehe. Alle meine bisherigen BDSM-Beziehungen haben mit "ich Dom, sie subbie" begonnen. Kam der beiderseitige Wunsch auf, die "Rollen"zu wechseln, hatte ich nie ein Problem damit, sie dabei "anzuleiten". Es hat es für mich nie "minder" gemacht, wenn ich ihr erst einmal das "Wissen rundherum" beigebracht habe. Im Gegenteil... ich war immer wieder positiv überrascht, was "sie" dann daraus dann machen konnte...


      Ich möchte es so zusammen fassen: "Wissen" kann man sich aus Büchern, Filmen und dem Internet aneignen, so lange man alle Quellen durch die Brille des "gesunden Menschenverstandes" betrachtet. Aber reale Erfahrung ist in meinen Augen durch nicht's ersetzbar.

      Auch der Erfahrenste kann mit einem Menschen mal schief liegen, das kann man am Anfang eines Kontaktes nie ausschließen, ganz egal, wie er zu Stande kommt... aber das Risiko, denke ich, ist bei real erfahrenen Menschen doch sehr viel geringer, als bei "theoretisch Wissenden".

      LG,
      Gast 123
      Gast 123, ich kann vielem zustimmen, was du geschrieben hast.
      Gerade die Perspektive eines Switchers finde ich hoch spannend.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Anleitung in dem Fall sogar erotisierend und luststeigernd ist, eben weil die Grenzen nicht so klar sind.
      Könnte ja durchaus auch in einem schönen Machtkampf enden ;) .

      Wenn ich an meinen Einstieg in die Welt des BDSM denke, so hatte ich von Anfang an immer erfahrene Doms.
      Gerade zu Anfang hat es mich schon immer wieder überfordert und die erste Spielbeziehung endete letztendlich auch aus diesem Grund.
      Klar machte es Dom eine zeitlang Spaß, aber nach einer gewissen Zeit, wollte er einfach mal richtig spielen und zwar so, wie es ihm gerade in den Kopf kommt. Der Aspekt, dass Dom sich auch mal in einer gewissen Art und Weise "gehen lassen kann" finde ich nicht unbedeutend. Ich war zu dem Zeitpunkt noch lange nicht so weit, um da mitzuhalten zu können. Es war definitiv ein Spiel auf Zeit und zwar bis zu dem Zeitpunkt, andem Dom gemerkt hat, er überfordert mich. Und da er mich nicht so prägen wollte, das Dom ein Wunscherfüller der Sub ist, beendeten wir es. Die Zeit danach war recht hart, denn die Idealisierung hielt eine Weile an.
      Sicher gab Dom sich Mühe mich langsam und einfühlsam in die Thematik einzuführen. Und da geht es ja nicht nur um die eigenen Schmerzgrenzen, sondern auch um die Emotonalität, mit der Sub lernen muss umzugehen. Es ist einfach etwas anders, als wenn man sich kennenlernt, sich verliebt und dann gemeinsam auf die Entdeckungsreise geht. Im Vordergrund einer Spielbeziehung steht nunmal das Spiel und die Lustbefreidigung.
      Somit könnte ich nicht sagen, dass ein erfahrener Dom für Anfänger immer geeignet ist. Wenn er in der Lage ist, seine eigenen Bedürfnisse für eine längere Zeit nach hinten zu stellen, sehe ich kein Problem darin. Es macht ja auch Spaß, der Held zu sein und das ist nun mal der erste Dom einer Sub.
      Nach 15 Jahren jedoch bin ich für mich an einem Punkt, andem ich wirklich meinen Rahmen kenne und darüber hinaus will.
      Ich habe gelernt "Nein" zu sagen und mich abzugrenzen, aber auch ein Risiko einzugehen.
      Ich glaube, dass würde einen Anfänger-om wiederum erschrecken und verunsichern.
      Ich möchte keinesfalls einem Anfänger-Dom gewisse Qualitäten absprechen, bitte nicht falsch verstehen, aber ich glaube, dass es einfach nicht funktionieren würde, wenn Sub bereits sich über ihre Art des BDSM bewußt ist und Dom noch nicht.
      Wie sollte er mich an Grenzen und darüber hinaus führen können, die er noch nicht mal bei sich annähernd kennt.

      Mich würde es aber wirklich interessieren, wie es für ein Paar ist, dass gemeinsam auf die Reise geht und zusammen erste Erfahrungen sammelt.
      Würde jemand mal was darüber erzählen wollen?
      ja, warum nicht.
      als anfänger mit partner, der ebenfalls anfänger ist, hab ich keinen vergleich zu nem erfahrenen Dom.


      ich erleb es als spannend, gemeinsam mit Partner zu entdecken, was wir mögen bzw. was uns kickt, und was nicht. es ist ein wenig vergleichbar mit ner wilden abfahrt, bei der ich nicht sicher bin, ob es bald oder erst in ner gewissen zeit zu ner talsohle kommen wird :D
      sehr spannend find ich, dass es immer wieder überraschende momente gibt, in denen er zum beispiel auf bestimmte spielarten besonders abfährt und nie mit einer derartigen reaktion von sich gerechnet hätte und mir ergeht es ähnlich.
      bei uns gehören viele gespräche, schreiben und nachfragen nach wie vor dazu, um zu reflektieren, was gefallen hat, was man anders möchte - könnte mir aber vorstellen, dass das bei erfahrenen bdsmlern auch noch in gewissem rahmen dazugehört?
      ansonsten ich empfinde unsere unerfahrenheit derzeit als positiven motor, neugierig zu bleiben (ohne das erfahrenen bdsmlern absprechen zu wollen) aber gleichzeitig auch ein wenig als antreiber der eigenen courage, herausfinden, wo ist die grenze.
      Liebe Gast 125,

      in unseren Fall, war es alles andere als einfach gemeinsam die große, bunte BDSM-Welt zu erforschen. Weit sind wir noch nicht gekommen, weil der Weg immer wieder von Zweifeln und Gewissensbissen unterbrochen wird. Aber was verläuft denn schon einfach im Leben?

      Anfangs war es bei uns so, dass ich, allein schon durch das Forum, jede Menge Infos gesammelt habe. Da wir ja beide keine Ahnung hatten, hab ich ihn dann versucht anzuleiten, was er denn so mit mir anstellen könnte. Ich muss allerdings zugeben, dass ich, egoistisch wie ich war, mir natürlich Sachen herausgesucht habe, die mir gefallen haben :ups: . Das ging eine gewisse Zeit gut, bis eben wieder seine Zweifel zu Tage kamen. Da ich ihn nicht drängen wollte, haben wir das Thema einfach ruhen lassen. Und sieh an, auf einmal sprach er es an. Wir führten darauf hin unzählige Gespräche, steckten Grenzen neu ab und immer wieder kam seine Frage, ob ich das wirklich will?

      Er machte mir klar, dass die Zeiten vorbei sind, wo ich mir die Rosinen raus picke. Ich weiß bis heute nicht, woher dieser Sinneswandel kam, aber ich will mich nicht beschweren. Wenn da nicht plötzlich wieder seine Zweifel wären...

      Du siehst, bei uns ist es ein stetiges Auf und Ab. Er schafft es immer wieder mich zu überraschen, aber auch mich ins bodenlose zu stürzen. Bislang hat er mich jedesmal aufgefangen...Fortsetzung folgt
      Mich gib's nicht in lieb :evildevil:

      Blume schrieb:

      bei uns gehören viele gespräche, schreiben und nachfragen nach wie vor dazu, um zu reflektieren, was gefallen hat, was man anders möchte - könnte mir aber vorstellen, dass das bei erfahrenen bdsmlern auch noch in gewissem rahmen dazugehört?
      ansonsten ich empfinde unsere unerfahrenheit derzeit als positiven motor, neugierig zu bleiben (ohne das erfahrenen bdsmlern absprechen zu wollen) aber gleichzeitig auch ein wenig als antreiber der eigenen courage, herausfinden, wo ist die grenze.
      Mal aus der Warte von einem, der schon vor Jahren auszog das Fürchten zu lehren oder so ähnlich... :P
      Das gegenseitige Feedback sollte optimalerweise niemals zur Nebensache verkümmern. Egal ob in einer 24/7 Ehe- oder Spielbeziehung. An sich ist es auch egal, ob eine beginnende Romanze oder ein spätes Entdecken verborgener Wünsche: Ohne Rückmeldung an den Partner oder aktives Äußern von Berdüfnissen geht nichs voran. Kenntnissstand und Erfahrung sind dann eher nicht gefragt. Offenheit über die Dinge, die man will oder sich zumindest vorstellen könnte, sind an sich der Kernpunkt. In der Hinsicht ist eben die menschliche Seite von Dom gefragt, um herauszubekommen was denn im Rahmen des Möglichen wäre.
      Die Faszination für Neuerungen bleibt auch trotz Erfahrung erhalten. Man entdeckt immer wieder neue Spielweisen, Nuancen und die werden mit jedem Spielzeug immer mehr. Aber an sich kommt es nur darauf an, das Kopfkino des Partners nicht einschlafen zu lassen. :whip:
      Wer mit mir spielt, ist selber schuld.

      Gast 123 schrieb:

      Zitat


      Erfahrung find ich nicht so bedeutend wichtig... Die Bereitschaft Neues zu versuchen ist ja unabhängig vom Kenntnisstand. Klar, die Bereeitschaft Neues versuchen zu wollen, auf beiden Seiten ist eine Sache... und wohl überhaupt Grundvoraussetzung für ein befriedigendes "Spiel"miteinander - aber "unabhängig vom Kenntnisstand"??? Das glaube ich nicht. Für mich sollte Dom(me) zumindest ein bisschen mehr Wissen und Erfahrung haben, als Sub(bie).
      Ich habe mich unklar ausgedrückt: Da der Thread-Titel sich um das Thema Erfahrung drehte, habe ich "Kenntnisstand" und "persönliche Erfahrungswerte" gleichgesetzt. Sich auf neue Spielweisen einzulassen ist das Eine, sich unvorbereitet darauf einzulassen ist schon wieder etwas Anderes.

      Gast 123 schrieb:

      Ich glaube, dass der "Kenntnisstand" alleine nicht ausreicht - man kann zwar irgendwo gelesen haben, wie man Erste Hilfte leistet, sogar wissen, was zu tun ist - hat letztlich jeder Fahrschüler - aber ohne es je wenigstens geübt zu haben, wird jeder in der Realität versagen. Und je öfter man Gelegenheiten wahrgenommen hat, es real zu üben, umso besser wird man auch im "Falle wenn" sein.
      In gewisser Hinsicht ist jeder Dom doch mit dem ersten Schlag ins kalte Wasser gesprungen. Da hieß es dann "schwimmen oder sinken". Es kommt auch immer auf die Charakterstärke von Dom an, wenn was schief geht. Ich kann mich da an Führerscheinneulinge erinnern, die im Angesicht eines schweren Autounfalls in Schockstarre verfielen... Trotz Erste-Hilfe-Kurs.

      Gast 123 schrieb:

      "Empathie", Sub(bie) "lesen" zu könnnen, kann man nicht aus dem Lehrbuch lernen. Das geht nicht ohne einerseits eine gewisse geistige Grundhaltung, aber auch nicht ohne reale Erfahrung. Jeder Mensch ist anders und wieder neu... da meine ich doch, je mehr Erfahrung man hat, umso leichter kann man sich auf eien neue Partnerin einstellen.
      Das Einstellen auf eine neue Partnerin kann durchaus sehr anspruchsvoll sein. Nicht alle Vorlieben sind die gleichen und erst recht nicht die Nuancen. Und da man ja als Dom irgendwie Perfektionist ist und ein Instrument nicht nur halbwegs beherrschen will, sondern in Perfektion, braucht es Übungsstunden.
      Zumindest mir ging es immer so, dass die Sessions mit der Zeit besser wurden. Die ersten waren nur das "Rantasten".
      Wer mit mir spielt, ist selber schuld.
      Also einen völlig unerfahrenen Dom würde ich nur ungerne an meine Haut lassen...es sei denn es wäre im Rahmen einer Beziehung und die Liebe würde das ausgleichen.

      Es mir etwas weniger wichtig wie erfahren ein Sub ist, denn da muss ja sowieso ich leiten und die Verantwortung tragen. Das ist einfacher. Etwas erfahren finde ich toll, abgezockter alter Hase schreckt mich wiederum ein bisschen ab...also am liebsten etwas dazwischen.

      Beitrag von Herbstblume ()

      Dieser Beitrag wurde von Félin aus folgendem Grund gelöscht: Doppelpost ().
      Ist eigentlich eine Frage, die gar nicht allgemein zu beantworten ist, weil es doch sehr auf das Verhältnis zueinander ankommt.
      Es hat natürlich auch beides seine Vor - und Nachteile.

      Bei einer erfahrenen Sub kann man schneller etwas mehr machen bzw "größere" Dinge, während man eine unerfahrene dort erst ranführen muss.
      Mich persönlich reizt letzteres aber wesentlich mehr. Die Sub langsam ranzuführen und ihr neue Dinge zu zeigen sind Sachen, die ich schon immer sehr genossen hab. Warum kann ich gar nicht genau sagen. Es ist wie mit den Neigungen...war einfach da :D

      Ich mag auch den D/S-Bereich sehr und da hat eine unerfahrene Sub natürlich schon große Vorteile. Man kann sich dann sehr gut aufeinander abstimmen, grade was Regeln und Verhalten betrifft.
      Ganz salopp gesagt: Es ist einfacher etwas neues beizubringen, als etwas bereits gelerntes zu verändern ;)
      Hmm finde ich gar nicht so einfach zu beantworten, denn es kommt doch immer stark auf mein Gegenüber an.
      Bin jetzt selber noch nicht sooo erfahren, als dass ich da so groß mitschnabeln kann.

      Ich denke alles hat so seinen Reiz, ich gehe immer nach der devise. "Man kann alles machen, aber nicht mit jedem!"

      Egal ob jetzt Spielpartner oder überhaupt ein neuer Partner, man muss sich doch sowiso immer wieder neu einstellen und probieren, es ist quasi jedes mal, wie ein "erstes Mal".

      Wenn es Liebe ist, finde ich es egal, ob jemand schon total erfahren ist oder Neuling, dann geht es darum zusammen zu finden.
      Wenn ein Dom nur jemanden will, den er sich hinformen kann und ne Sub nur jemanden der schon total erfahren ist, dann habens die erfahrenen Subs und die unerfahrenen Doms sehr schwer.
      Mir ist es wichtig ob das zwischenmenschliche und das Bauchgefühl stimmt, der Rest ergibt sich aus experimentieren.
      Gut zurechtgemacht für's Ausgehen ist eine Frau dann, wenn ihr Begleiter lieber mit ihr Zuhause bliebe
      Irgendwie hab ich grade eine alte-Threads-Phase^^

      hmmmmm...ist mir Erfahrung wichtig. Jaaaa ich glaube; JA
      Ich hab ja nur erste Erfahrungen gesammelt und ich meine; mich besser fallen lassen zu können mit einem Dom, wo ich das Gefühl habe er weiss, was er tut! (Die Rede ist nicht von dem Geschwätz, wieviele Jahre und wieviele Subs, sondern eher das Gefühl, dass er dann in mir auslöst, wo ich denke, ja er weiss von was er spricht und natürlich ist mir bewusst, dass das kein Garantieschein ist^^. Ich glaube aber mich ganz gut auf meine Menschenkenntnis verlassen zu können)

      Klar kann die gemeinsame Entdeckung eine interessante Reise sein, aber da bin ich vielleicht auch ein klitzekleines bisschen egoistisch. Ich möchte mich entdecken, ich möchte das er „mein Potenzial“ als Sub erweitert, formt, ausreizt...
      Und dies ist meiner Meinung nur mit Erfahrung möglich.

      ich weiss, auch ein Dom muss die Chance kriegen, Erfahrungen zu machen, was ich vielleicht auch auf einen Versuch ankommen lassen würde, wenn ich in meiner Neigung erfahrener wäre.

      Genau so muss ich aber akzeptieren, dass ein erfahrener Dom nur mit einer erfahrenen Sub spielen möchte

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