Stellenwert der Erfahrung

      GraceB schrieb:

      Wie geht es euch denn mit einer sehr erfahrenen Sub? Meine Erfahrung ist, dass es eher selten gewünscht ist :huh: . Auch wenn man ein super Gespräch hatte, sobald man merkt, dass man schon paar Sachen getestet hat: “Ja gut... ne... dann kann ich gar nichts neues beibringen und möchte schon meine Sub an die Sachen ran führen... also cö!”
      Würde ich die Sachen ablehnen, würde ich das verstehen (ja, 3 Sachen lehne ich ab... aber nur eine kam jetzt in Gesprächen auf...).
      Ja, das verunsichert natürlich das ein oder andere Dömchen schon. Meiner Erfahrung nach sind da einfach viele dabei, die sich selber - gerade auf der DS schiene - ein wenig eigenes Überlegenheitsgefühl gönnen wollen. Das funktioniert natürlich nicht, wenn Subbie mit kritischem Blick und gelangweiltem und/oder entsetztem Gesichtsausdruck auf die zitternden Hände von Dömchen schaut, währen der [was auch immer] versucht auf die Reihe zu kriegen.

      Im SM-Bereich sehe ich das völlig anders. Mit einem erfahreneren passiven Part kann man in der Regel viel entspannter spielen als mit einem Anfänger und vor allem kann man deutlich stärker in die Grenzbereiche vorstoßen. Vorausgesetzt, man bekommt dabei keine Egoprobleme. Ich habe damals zu meiner Anfangszeit sehr viel in einer extrem intensiven Spielbeziehung mit einer einige Jahre älteren und zu Anfang sehr viel erfahreneren Sub gelernt. Also ich persönlich spiele sehr gerne mit erfahrenen passiven Partnerinnen. Bin allerdings auch sehr SM und nicht DS...
      Ich empfinde die Fragestellung als schwierig...

      Was genau ist Erfahrung?

      -die Dauer?
      -die Intensität?
      -die Quantität?
      -das Equipment?
      -.......

      für mich ist es letztlich gleichgültig, wie“viel“ Erfahrung ein Dom mitbringt.
      Er muss in erster Linie auf authentisch und emphatisch sein.
      Für mich spielt die Ausstrahlung eine extrem wichtige Rolle.
      Traue ich dieser Person zu was sie da von sich gibt oder was ich mir wünsche?

      bei Subs ist es tatsächlich so, dass viele sich eingeschüchtert fühlen.
      „Ach, du hast ja schon einiges erlebt....!“

      vllt., aber nicht mit dir, nicht in der Lebensphase, nicht mit dem Wissenstand.

      das schränkt ein und ist meines Erachtens nach eher ein Nachteil und vllt der Grund, warum viele subs mit der Zeit switchen....

      LG Nikita
      Erfahrung haben ist ja gut und schön. Finde allerdings das sich die bei einem anderen Spielpartner völlig in Luft auflöst.
      Was bringt es mir zu Wissen das Sub XY genau so und so viel verträgt, wenn ich mit Sub XYZ Spiele. Nichts.
      Für mich wenigstens ist das immer, man Startet bei Null und sieht wie es Läuft. Alles andere ergibt sich.
      Denn keine Sub ist gleich.
      Grundlagen sind wichtig.

      Gruß Kell
      Das sehe ich auch so, der Erfahrungsschatz bildet die Grundlage, alles Andere sollte individuell aufeinander oder die Bedürfnisse abgestimmt sein.
      Mit jemandem wieder bei Null anzufangen heißt ja auch nur, wieder neue Erfahrungen zumachen.
      In manchen Situationen bringt mir Erfahrung mehr Selbstsicherheit, es fällt mir dadurch einiges leichter und ich denke in dem Moment strahle ich die Sicherheit dann auch aus.

      Umfrage zum Thema: Stellenwert der Erfahrung

      wie wichtig ist euch „Erfahrung“ des Gegenübers 66
      1.  
        Sub/ gerne nur mit erfahrenen Doms (26) 39%
      2.  
        Sub/ ist mir gleichgültig ob erfahren oder unerfahren (16) 24%
      3.  
        Dom/ ist mir gleichgültig ob erfahren oder unerfahren (14) 21%
      4.  
        Switcher/ ist mir gleichgültig ob erfahren oder unerfahren (6) 9%
      5.  
        Switcher/ gerne nur mit erfahrenen Switcher (1) 2%
      6.  
        Sub/ mich reizen primär die unerfahrenen Doms (1) 2%
      7.  
        Dom/ mich reizen primär die unerfahrenen Subs (1) 2%
      8.  
        Dom/gerne nur mit erfahrenen Subs (1) 2%
      9.  
        Switcher/ mich reizen primär nur die unerfahrenen Switcher (0) 0%
      Also ich versuch es mal mit der Umfrage. Vorweg gesagt, es geht rein um die D/S Beziehung, keine Liebesbeziehung. Zudem gehts um Erfahrung, die gehen wir davon aus wirklich Erfahrung sind (nicht Geschwätz, nicht 100 Subs oder Doms, etc.) Einfach salopp gesagt „Profi versus Newbie“

      Ich halte die Umfrage auch ganz einfach. Es dient nur um meine Neugier zu stillen und meine Tendenz die ich im Kopf habe, entweder zu bestätigen oder zu relativieren.
      (Ich tu euch meine Gedanken gerne kund nach Abschluss der Umfrage, falls Interesse besteht :) )

      Würde mich über rege Teilnahme freuen :) und bedanke mich im Voraus dafür <3
      Mir sind Erfahrene Dom`s lieber. Allerdings ist bei mir der SM-Anteil sehr hoch und da möchte ich keinen haben, der nicht weis wie er mit den Schlaginstrumenten umgehen muss. Das betrifft die Treffsicherheit und die Intensität. Ausserdem sollte der Herr in der Lage sein Körpersprache richtig zu deuten (können aber auch unerfahrene).
      Diese Meinung trifft aber nur auf eine Spielbeziehung zu. Wenn es sich um eine Partnerschaft handeln würde bin ich der Meinung, das man gemeinsam wachsen kann. Der Respekt vor dem Partner ist dann auch ein anderer als der zu einer Spielbeziehung. Genauso wie das Vertrauen (das Vertrauen ist sogar höher als in einer Spielbeziehung).
      Grundsätzlich ist mir bei der Partnerwahl die Bdsm-Erfahrung nicht so relevant. Da gibt es viele Eigenschaften, die mir deutlich wichtiger sind. Allem voran natürlich gegenseitige Sympathie und Vertrauen. Feinfühligkeit und Bereitschaft, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu äußern, sowie sensibel mit denen von mir umzugehen sind mir generell ziemlich wichtig. Diese Eigenschaften lassen sich auf Bdsm-Erfahrung übertragen, muss aber nicht unbedingt.
      Dazu kommt, dass Bdsm-Erfahrung ungleich Bdsm-Erfahrung ist. Für mich als Switcher ist das vielleicht sogar noch deutlicher. Ist ja schön, wenn der* potentielle Partner viel Erfahrung als Dom hat, vielleicht sogar auch im SM-Bereich in bestimmten Techniken (Zielvermögen mit bestimmten Werkzeugen ist ja auch nicht ganz unerheblich). Wenn ich nun aber switche und er* komplett überfordert damit ist, bringt die Erfahrung so ziemlich gar nichts.
      Solange man sich nicht auf der vermeintlichen Erfahrung ausruht bin ich der Ansicht "Schön, wenn Erfahrung da ist, schön, wenn man zusammen entdeckt".
      Ich hoffe, dass mein @Sorin mir noch lange erhalten bleibt... Ich wüsste auch nicht, ob ich,falls es je dazu kommt, das ich mich in dieser Beziehung andersweitig umschauen müsste, so arg auf den BDSM Anteil achten würde. Der/die Partner/in sollte stimmen und die Beziehung zu ihm/ihr. Sowas wie mit ihm finde ich eh nicht wieder...

      Also fiktiv erst Mal den Mensch ausloten ob es passt und ich denke, man erkennt sich schon irgendwie. Weil gleich und gleich gesellt sich gern und dann wäre es mir egal ob derjenige schon Erfahrung hat ist nicht, da mit uns dann eh alles neu anfängt....

      Ich hoffe das war verständlich?

      So long...
      Pand0ra
      - ~ * The only straight thing about me * ~ -
      - ~ * is my jacket * ~ -
      :thumbsup:
      Als für mich klar wurde, ich trenne mich von meinem Vanilla Partner, da wusste ich auch, dass ich mit meinem nächsten Partner definitiv das ausleben wollte, was ich zuvor so sehr vermisst hatte.

      Ich dachte lange das würde nur mit einem sehr erfahrenen Mann und Dom funktionieren, der absolut kompetent, streng und unantastbar ist, denn ansonsten würde ich ihn doch locker in die Tasche packen und nur auf seiner Nase herumtanzen ... ich wäre um ein Haar um die halbe Welt geflogen, nur um ein klein wenig von dieser Dominanz naschen zu können.

      Tja - musste ich dann doch nicht. Meinen Dom und Partner (in Crime) habe ich erfolgreich versaut und zur dunklen Seite der Macht verführt. Er hat vor mir keine Erfahrungen mit BDSM gehabt, aber ich quasi auch nicht (ich hatte nur euch hier und ein paar klägliche Versuche einer Session hinter mir die alle scheiterten) somit war und ist das ein gemeinsames entdecken, erleben, erfahren und lernen.

      Er hat zwar noch nichts mit alledem am Hut gehabt, jedoch ganz schön viele andere Erfahrungen im Leben gesammelt, die uns bisher sehr nützlich waren. Dazu kommt noch der Pluspunkt, dass Sexualität heutzutage (sofern ich das beurteilen kann) etwas extremer ausgelebt wird, als das bei meinen Eltern beispielsweise der Fall war.

      Wir sind Generation Porn, der feste Griff an den Hals, Analsex, Fesselspiele, Plugs, eine gröbere Gangart, ... all das und noch viel mehr ist ja auch in vielen vanilla Beziehungen „Normalität“. Von uns sind einige also ein bisschen abgehärtet, wir haben schon sehr viel gesehen und lassen uns nicht so leicht in die Flucht schlagen wenn es mal ein bisschen anders und pervers wird. Er zum Glück auch nicht! :thumbsup:

      Und wenn ich mal Fantasien habe oder Ideen und Wünsche, was er denn mit mir alles anstellen könnte, sollte etc. dann mach ich den Mund auf und sage das und Vice Versa. Ob, wann und wie er das dann letztendlich umsetzt bleibt ja ihm überlassen ;)

      Mein Fazit wäre also, es kommt (für mich) nicht auf die Erfahrung an sondern auf den Mensch und das offene Miteinander!
      Es kommt wohl darauf an, was man sucht, sucht man dann reflektiert kommt man auch zu seinem passendem Gegenstück.
      Nach dem ich mir sicher war was ich brauche, kamen nur noch erfahrene Herren überhaupt in die nähere Auswahl. Wobei das kein Kriterium war, welches ich festgelegt habe, sondern sich so entwickelt hat.

      Was allerdings wohl auch mit dem Alter zusammen hängt. Wichtig war mir jemand der seine Neigung reflektiert hat, sich smdiese sicher ist, dazu gehört nun mal Erfahrung.
      Erfahrung. Hmm, nun ja.

      Ich sehe es so, daß mit einem neuen Partner eine neue Erfahrung entsteht. Natürlich kann ich in einer neuen Beziehung auf alte Erfahrungen zurückgreifen, aber jeder Mensch und jede Sub ist anders. Deshalb gehe ich von Grund auf neu in eine Beziehung rein und baue neue Erfahrungen auf.
      Ich hatte bisher immer nur Beziehungen zu "Anfängerinnen". Nicht das ich danach gesucht hätte, es hat sich einfach ergeben.
      Erste reale Erfahrungen vor 20 Jahren mit meiner damaligen Vanillapartnerschaft. Nach der Verliebtheitsphase gestand man sich gegenseitig seine dunklen Fantasien... Sie waren jahrelang kompatibel und man hat gemeinsam viele Erfahrungen gesammelt.

      Dann gab es zwei reine Vanillabeziehungen, bevor sich ein paar Spielbeziehungen ergaben, und dann nochmal eine langjährige BDSM-Partnerschaft.

      Habe ich deshalb Erfahrung? Bin ich dadurch ein erfahrener Dom? Ich bin nicht unerfahren, würde ich sagen. Mehr aber auch nicht. Vor allem kann ich sagen, daß reine Vanillapartnerschaften wohl über kurz oder lang zum scheitern verurteilt sind.

      Im Grunde wäre es mir egal wie unerfahren oder erfahren meine Sub in einer neuen Partnerschaft wäre. Zumindest so lange wie niemand vergleiche zu vorherigen Beziehungen zieht, sondern von Grund auf die Partnerschaft als Neustart sieht!

      Das Fazit ist: Es spielt für mich, in einer Partnerschaft, keine Rolle wer mehr Erfahrung hat. Da zählt viel mehr die Liebe und Zuneigung außerhalb der BDSM-Seite, bzw. insgesamt. Denn darauf baut schließlich alles auf.

      Bei einer reinen Spielbeziehung sieht das etwas anders aus.