Was bin ich denn jetzt? Dom, Caregiver, oder doch Daddy?

      Was bin ich denn jetzt? Dom, Caregiver, oder doch Daddy?

      Hi Leute,

      Meine Frau und ich sind draufgekommen das wir uns vieles nicht geben haben können.

      Dadurch ist ein Daddy bei ihr entstanden der Umstand ist ok Mittlerweile.

      Ich für meinen Part bin noch auf der Suche mich fasziniert es dieses Spiel sehe mich aber nicht als Daddy (egal bei meiner Frau oder bei einer Gespielin )

      Jetzt bin ich auf den Bergriff gestoßen Caregiver

      Ich bin ein sehr fürsorglicher Mensch mir ist es wichtig das es denn anderen gut geht und er sich weiter Entwickelt und ich dabei Unterstütze .
      Aber ich erwarte mir auch Unterwerfung , und das Sie es mir auch dankt , durch verschiedene Gesten (Sexuell, Alltag )
      Aber immer Für sorglich und das beide zu frieden sind.

      Hmmmm das ist meine Frage
      Wieso sind Dir die Etiketten denn so wichtig? Es kommt nicht darauf an, wie irgendwer Dich bezeichnen würde, sondern dass Du Dich so auslebst, wie es für Dich (und Deine Frau oder Gespielin) richtig ist.
      Das solltest Du zuerst herausfinden: wie genau Du Dich verhalten willst, mit welchen Denk- und Handlungsmustern Du Dich wohlfühlst.
      Danach kannst Du Dir dann im imaginären bunten BDSM-Lexikon die passende Bezeichnung aussuchen, eine eigene erfinden oder ganz darauf verzichten.

      Wer eine Firma gründet, sollte nicht mit den Visitenkarten anfangen sondern mit dem Unternehmenskonzept. Genauso solltest Du Dich von dem Gedanken lösen, dass es eine bestimmte Anzahl von möglichen BDSM-Ausprägungen gibt und Du Dich in die „richtige“ einsortieren musst. Es gibt so viele Arten von BDSM, wie es BDSMler gibt. Finde Deinen Weg. Wenn Du danach immer noch über Visitenkarten nachdenkst, wird Dir eine passende Bezeichnung einfallen. :)
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Ich wollte gerade das gleiche schreiben, aber @Dominantseptakkord war leider schneller :D

      Dennoch einfach ganz kurz: Dir muss bewusst sein, dass es keine festgeschriebenen Definitionen für diese Begriffe gibt.
      Du wirst sicherlich (oder auch nicht) festgestellt haben, dass meine z.B den Begriff Sklavin ganz verschieden auffassen. Dir kann jetzt jemand aus dem Forum zwar sagen, du seist ein Caregiver, aber für denjenigen ist der Begriff einfach ganz anders definiert als für dich. Es lässt sich nie sagen, diese Person ist jetzt xy, da es im Prinzip xy nicht gibt. Man verwendet diese Begriffe, um sich leichter unterhalten zu können, aber sie geben nur Grob eine Richtung an. Wie sich die Personen dabei fühlen oder wie sie es ausleben, ist dabei ganz unterschiedlich.

      Als Beispiel der Dom. Dom wird jemand genannt, der gerne die Führung übernimmt. Es gibt Doms, die aber auch gerne zuschlagen/den Partner quälen, sich aber nicht als Sadisten bezeichnen. Und das ist auch vollkommen ok, solange die Person und der Partner wissen, wer welche "Rolle" hat oder eher gesagt,wie sich wer zu verhalten hat... besser kann ich es nicht beschreiben :D
      Take off your clothes
      Blow out the fire
      Don't be so shy
      Ich erinnere mich daran, wie ich verzweifelt versucht habe, meine Neigung zu verstehen. Auch ich habe nach "einer Bezeichnung" gesucht.
      Es hat mir geholfen, mich "so zum Start" in eine Schublade zu stecken.
      Von dieser Schublade aus habe ich dann neugierig in eine andere geschaut und siehe da "ich wurde auch da fündig" ;) . Neugierig wie ich bin, habe ich dann alle Schränke durchstöbert und heute habe ich MEIN BDSM. ^^ .

      Deshalb, wenn du eine Schublade - also zum Beispiel Caregiver - brauchst, dann ist das meiner Meinung nach völlig legitim. Hüpf also rein, aber vergiss dabei nicht, weiter neugierig nach dir selber zu suchen und nach und nach eben den ganzen Schrank - genannt BDSM - zu durchforsten.
      Du wirst - wie ich ;) - feststellen, dass nicht nur BDSM, sondern auch unsere Neigung bunt ist. :D
      Zwischen dem, was ich denke, dem, was ich sagen will, dem, was ich zu sagen glaube und dem, was ich wirklich sage und

      dem,

      was Du hören willst, dem, was du wirklich hörst, dem was du zu verstehen glaubst, dem, was Du verstehen willst und dem, was Du wirklich verstehst, gibt es 9 Möglichkeiten, sich nicht zu verstehen.

      Passagno
      Aus dem was du schreibst, geht leider nicht ganz klar hervor, ob ihr noch zusammen seid.
      Ich frage mal so: Welche Antwort, welche Erkenntnis erhoffst du dir von dieser Frage? Was ist dein Anliegen:
      Willst du deiner Frau 'zurück' und der 'Daddy' etc. sein den sie derzeitig woanders hat, oder willst du dir selber eine 'Gespielin zulegen' bei der du dann das sein kannst, was du vielleicht sowieso bist und wofür du noch ein Etikett suchst?

      So wie ich es bisher 'erlebt' habe ist selbst der Begriff 'Daddy' relativ dehnbar, und weniger stark besetzt als z.B. Caregiver. Soweit meine Erfahrung. Denn manche Leute gebrauchen den Begriff 'Daddy' auch gerne mal außerhalb des BDSM-Themas, wohl aber sexuell konnotiert, und markieren damit v.A. den [hohen] Altersunterschied, der die Frau als deutlich jünger ausweist.
      Diesen Altersunterschied kann es aber auch bei Caregivern und Littles geben, muss es aber nicht - wobei Caregiver zumindest geschlechtsneutral ist und auch Frauen als den 'dominanten Part' bezeichnen kann. Dafür klingt er weniger nach Inzest...
      Ebenso gibt es 'Daddys' die (fast oder scheinbar) komplett asexuell auftreten (wenn auch mit BDSM-Anteilen) und sich v.A. als 'Erzieher' verstehen. (Und bei 'asexuell' und 'BDSM-frei' wären wir dann wohl bei 'Mentor'... :D ) Der Begriff 'Mommy' als Bezeichnung für weibliche Personen in solch einer Beziehung ist mir übrigens noch nie begegnet...

      Unterm Strich kämen wir dann tatsächlich beim Begriff 'Caregiver' an, aber ich weiß nicht, ob dir das wirklich weiterhilft. Vielleicht kann es ja auch etwas rein Zwischenmenschliches sein, für das man keinen Begriff braucht - wie schon von 'Dominantseptakkord' angedeutet. ^^
      Durch den austausch mit anderen Daddys oder Doms oder Caregiver, könntest du orientierung finden, zu welcher Community du am besten passt.

      Aber auch zwischen Doms liegen oft welten dazwischen, da brauchst dir keine Hoffnungen machen einmal jemanden zufinden der es genauso wie du macht.


      Ich würde sagen, wenn du von allen ein bisschen machst, dann nenn dich einfach BDSMler.
      Wenn dich sonst Daddy nennst, dann denkt man, das ist dein Schwerpunkt oderso.
      Caregiver ist ja schon erst mal der Gegenpart eines Littles. Wobei dann natürlich trotzdem jeder diese Worte füllt, wie er mag.
      Aber wenn es dir, @mundl1983, darum geht, einfach zu beschreiben, dass du fürsorglich bist, kannst du ruhig bei "Dom" bleiben. Sehr viele Doms sind sehr fürsorglich ;)
      Ich denke aber auch, dass die Etikettierung am Anfang nicht all zu wichtig ist. Und wenn du gerne eine dominante Rolle einnehmen möchtets, ist "Dom" grundsätzlich nicht verkehrt. Genaueres fiindest du dann im Laufe der Zeit raus.


      *klugscheißmodus on* :old:

      RitterSchlag schrieb:

      (Und bei 'asexuell' und 'BDSM-frei' wären wir dann wohl bei 'Mentor'... )
      Nein, das ist immer noch ein Caregiver :D Der asexuelle und BDSM-freie Aspekt kommt dann mehr beim Little rüber. In Amerika hat sich nämlich der Begriff LittleRegressor eingebürgert, der auch langsam nach Deutschland schwappt. Die Bezeichung ist dann nicht CGL (Caregiver, Little), sondern CGLRe (Caregiver, LittleRegressor).

      RitterSchlag schrieb:

      Der Begriff 'Mommy' als Bezeichnung für weibliche Personen in solch einer Beziehung ist mir übrigens noch nie begegnet...
      :gruebel: Dabei ist Mommy tatsächlich absolut üblich. Oder auch MommyDom. Als Gegenstück zum Littleboy oder Ageplay-Jungen.

      *klugscheißmodus off* :engel:
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)

      WaterLily schrieb:

      Caregiver ist ja schon erst mal der Gegenpart eines Littles.
      Ach? Ist das wirklich immer der Gegenbegriff?
      Kann ein Caregiver nicht auch völlig losgelöst vom Begriff Little existieren?
      Ich habe bisher Caregiver als jemanden gesehen, der sich um seine Sub kümmert und für sie sorgt, unabhängig davon, ob sie nun Little ist oder nicht. Und dies nicht nur macht, weil es zum Domsein dazugehört, sondern das aus dem Innersten heraus gern macht und das benötigt.
      Dass der Gegenpart zum Little gern Caregiver genannt wird, ist wieder etwas anderes. Caregiver muss als Gegenpart mMn aber kein Little haben.
      Für mich war immer der Begriff Daddy/Mommy der Gegenbegriff zu Little.


      @mundl1983
      Wie Du daran jedoch sehen kannst, sind die meisten Begriffe im BDSM nicht komplett fest definiert. Insofern macht es oft wenig Sinn, vehement einen Begriff finden zu wollen, der für die eigene Neigung steht.
      Warum ist Dir das so wichtig?
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud

      Feuerpferd schrieb:

      WaterLily schrieb:

      Caregiver ist ja schon erst mal der Gegenpart eines Littles.
      Ach? Ist das wirklich immer der Gegenbegriff?Kann ein Caregiver nicht auch völlig losgelöst vom Begriff Little existieren?
      Das Wort Caregiver ist meines Wissens nach aus dem DDLG entstanden. Als geschlechtsneutrale Bezeichnung für Daddys und Mommys. Man kann dadurch nämlich einfach CGL schreiben statt „DDLG, MDLB, DDLB, MDLG“. Der Begriff entwickelte sich dann aber so, dass damit auch Quasi-DDLG-Beziehungen gemeint sind, in denen kein (ausgeprägtes) Machtgefälle herrscht.

      Natürlich sind alle Begriffe dehnbar und Sprache unterliegt ja auch dem Wandel. Aber wenn man nach „Caregiver BDSM“ googelt, findet man nur Beiträge im Little-Kontext.

      Natürlich darf sich jeder so bezeichnen, wie er möchte. Wenn jemand aber zB mit kindlichen Verhaltensweisen (was auch immer das dann letztendlich bedeutet) nichts anfangen kann, ist Caregiver vielleicht eher der falsche Begriff, weil er damit womöglich eher Littles ansprechen wird. Das muss aber natürlich jeder für sich entscheiden. :)
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)
      Ich möchte mich @Dominantseptakkord (und @Kleine_Sub) anschließen.

      Für mich ist Individualität ein entscheidender Faktor des Wohlfühlens – und dazu gehört für mich, eine eigene, für mich passende Variante von dem zu finden, was mir zusagt und mich nicht in „gemachte Nester“, sprich irgendwelche Schubladen zu setzen. Von daher erachte ich es als bedeutend zielführender, einen eigenen Weg zu entwerfen und eben die Facetten auszuleben, die dann – gemeinsam – Freude bereiten.

      Ich bediene mich beispielsweise ja auch täglich an der Sockenschublade und greife dennoch zusätzlich zu Hose, Oberteil etc. – also warum sollte ich auf das verzichten, was mir Freude bereitet, nur weil es nicht in der gewählten (Socken-) Schublade ist?

      Schubladen haben zudem feste Maße – wenn ich in der Schublade sitze, dann sitze ich darin und habe bedeutend weniger Handlungsspielraum, als wenn ich mich vor dem Schrank aufhalte und mir die die entsprechenden Parts heraussuche, vielleicht sogar hier und da neue Facetten finde (wo wir zum Thema „Abwechslung“ kämen :P ) und vielleicht auch letztlich unpassende Ideen wieder zurücklegen oder erneut anpassen kann.

      Und ich für meinen Teil bin froh, wenn ich nicht in eine Schublade passe(n muss) und mich entsprechend individuell an den Teilen bedienen kann, die ich für mich als passend erachte :)
      Quod erat demonstrandum - Andernfalls möge der geneigte Leser den Nachweis selbst erbringen.
      Grundsätzlich ist es doch egal wie es sich schimpft......hauptsache man ist zufrieden und glücklich damit!


      Klar....um es erst mal in eine gewisse Richtung und "Schublade" einzusortieren...um Infos zu bekommen sind Begriffe schon gut.

      Caregiver wäre für mich nicht zwingend mit Little verbunden......halt jemand der sich um Sub kümmert - umsorgt.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Danke für die zahlreichen Meinungen und antworten.

      Ja ich glaube es gibt viele Bezeichnungen und jeder hat sein Bild ob es jetzt Dom,Caregiver, oder was auch immer)ist.

      Für mich persönlich und meine bzw unserer Situation vermischt es sich sehr stark.
      Auf meine Frau bezogen bin ich Fürsorglich, beschützend, sie soll sich weiterentwickeln (sexuell mit ihren Daddy aber so wie gestern um Erlaubnis fragen .er ist erfahrener in diesen Sachen und hat auch Angst um sie weil wir beide gerade voll uns drauf einlassen.

      Gleichzeitig habe ich festgestellt das ich bei meiner Frau im Vorspiel sehr devote veranlagt bin aber beim sex an sich selber dreht es sich dann.Meine Frau nimmt auch sehr viel von ihren spiel mit in unsere Beziehung (Ablauf bzw Handlung ) ist auch eine neue Situation.

      Außerhalb unserer Ehe habe ich jetzt schon das eine oder andere erlebt und da bin ich sehr Dominant.
      Gerade in der Ausbildung wenn man es so nennen kann.


      Es schließt sich der Kreis für mich da wieder.

      Für uns ist das alles sehr neu noch und so viele Eindrücke .

      Auch wir man mit manchen Sachen umgeht jeder öffnet sich mehr und geht einen Schritt weiter.

      Wir hatten sehr das Thema vertrauen Offenheit was an Anfang sehr schwer gefallen ist wie das rausgekommen ist, aber wo jetzt auch die nächsten Schritte passieren wird es auch ihr klar das sich das vermischt.
      Ein Freund hat gesagt zwischen Spielpartner und denechten Partner muss es stimmig sein und Handschlag Qualität sein. Dann ist vertrauen da ...

      Das ist zwar noch ausständig da müssen alle bereit sein und das bin ich noch nicht ganz.
      Was aber super funktioniert sie kennt meine Limits auf ihr Spiel und die respektieren sie.

      Es bleibt spannend und ich lehre jeden Tag neues dazu.