Reportage über Little und Daddy auf Neon

      Reportage über Little und Daddy auf Neon

      Hab heute eine Reportage auf Neon entdeckt die eine Daddy Little Beziehung „erklärt“

      stern.de/neon/herz/liebe-sex/ageplay--mein-wahres-ich-ist-zwei-jahre-alt---eine-reportage-8693026.html?utm_campaign=&utm_source=whatsapp&utm_medium=mweb_sharing

      Wie findet ihr die? Wo würdet ihr sagen geht gar nicht etc.

      (Für den Fall das ich das hier nicht einstellen darf, es irgendwelche (Urheberrechte o.ä.) verletzt bitte löschen.)
      "... der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist,und
      e r i s t n u r d a g a n z M e n s c h, w o e r s p i e l t"

      (Friedrich Schiller)
      Meine Spielwiese ist das nicht, interessant ist der Artikel für mich trotzdem. Einfühlsam geschrieben und keine Effekthascherei, was will man mehr. Ob dadurch die öffentliche Meinung geändert wird, wage ich jedoch zu bezweifeln. Die Protagonisten werden wohl weiterhin eher versteckt bleiben.
      Always happy trails

      Thomas aka Braintickler
      Guten Abend allerseits,

      ich habe mir die Reportage angesehen und ich muss sagen, es hat mir gefallen, was ich gesehen habe.
      Ich bin zwar dieser Spielart nicht geneigt, aber es war für mich sehr interessant zu sehen, wie zwei Menschen ihr Ageplay gestalten, dass die den sexuellen Aspekt völlig ausblenden, dass sie - jeder für sich - quasi in zwei parallele Welten leben. Ist für mich deswegen um einiges noch interessanter, weil ich in meinem Leben BDSM voll in der Partnerschaft integriere, sprich nicht getrennt einen Lebenspartner habe und zusätzlich eine Spielbeziehung. Mag sein, dass für diejenigen unter uns hier, die neben ihrer Partnerschaft eine Spielbeziehung haben, das alles zu sehen nicht so faszinierend ist, aber für mich war es allemal. Dass auch keine Eifersucht vorhanden ist - alle Achtung! Ich glaube, da hätte ich wiederum einige Probleme... :rot: :pardon:

      "Go for it" - um die Worte der Therapeutin aufzugreifen :thumbup:

      Viele Grüße
      Soultouch
      Eine sehr tolle Reportage, finde ich. Vor allem auch die Aussage, dass es nicht um Windeln und Schnuller geht, sondern um die Gefühle und Intimität. Es wird auf die unterschiedlichen Spiel-/Lebensweisen eingegangen, ohne den Zuschauer irgendwie zu erschlagen. Ich lebe meine Little-Seite anders, fühle mich weit älter (weshalb ich ja auch im DDLG zuhasue bin und nicht im ABDL), will als Daddy nur meinen festen Partner haben etc... aber was ich als Kern des Littleseins sehe, wurde da schon sehr schön gezeigt. Das schaffen selbst längere Reportagen nur selten. Und je mehr Reportagen es zu dem Thema gibt, umso mehr Varianten werden ja auch gezeigt.

      Die öffentliche Meinung ändert sich dadurch sicher nicht direkt. Aber es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Und ich finde es mega mutig von "Little" und "Daddy", sich so öffentlich zu zeigen. <3
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)
      Danke an @Amanda für den Link. Ich finde die Reportage auch gut gemacht und begrüße es, dass hier mal über eine Spielart berichtet wird, die selbst in der BDSM-Szene eher ein Außenseiterdasein führt.

      Respekt auch an die beiden Protagonisten, dass sich für so eine Reportage bereit erklärt haben. Auch die Therapeutin, die als Expertin interviewt wurde, fand ich erstaunlich unvoreingenommen und tolerant, keine einzige Andeutung ich Richtung Pathologisierung.

      Was die Auswirkung auf die öffentliche Meinung angeht, wird es wohl ein Tropfen auf dem heißen Stein bleiben. Dazu müsste es solche Reportagen viel öfter geben, was aber wahrscheinlich nicht passieren wird, da die vorgestellte Little/Daddy-Konstellation - wie die Protagonisten selbst sagen - eher selten ist und noch lange nicht so gesellschaftsfähig wie das "klassische" BDSM.
      Das letzte Drittel der Reportage hat mir nicht ganz so gut gefallen, ansonsten fand ich sie bis dahin sehr neutral und informativ.
      In einigen Situation hab ich hier und da guten Bezug zu gewissen Ageplay-Situationen gesehen wie ich sie in meiner Beziehung auch kenne,
      wobei ich in dieser Spielart deutlich älter bin und auch ein anderer Hintergrund da ist. Dennoch eine Sichtweise die mir bisher nie so aufgefallen ist.

      Womit ich allerdings absolut nicht gerechnet hätte ist, das ich die Parallelen zum Petplay bei der vorgestellten Situation so gut wiederfinde.
      Die Überraschung war an der Stelle schon recht groß das diese Spielarten so dicht beieinander liegen können.

      Ich denke die Reportage ist auch für viele sehenswert die das Thema nicht unbedingt direkt interessiert und die einfach gern eine neue Perspektive bekommen.
      Ich hab auch nur vier Hufe...

      Hand aufs Herz kannst mir vertrauen, werd mir sonst einen Muffin ins Auge hauen.

      Big girls cry when their hearts are breaking...
      Meine Spielwiese ist das überhaupt nicht, aber ich fand die Reportage sehr gut gemacht.
      Ohne Vorurteile, nicht reißerisch, sondern einfühlsam und den Ageplayern Raum für ihre Empfindungen gebend.
      Danke für den Link! :blumen:
      Was ich interessant fand, war, dass sie sich genau so verhalten hat, wie ich mir Littles immer vorgestellt habe: Mit verstellter Stimme, einer charakteristischen Gestik, den entsprechenden Accessoires etc.pp.
      Auch, wenn ich inzwischen weiß, dass das bei vielen Littles so nicht der Fall ist.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Die hab ich gestern auch gesehen und dachte noch, das wäre was für´s Forum! :yes:

      Hat mir gut gefallen, auch die Reporterin war interessant. Man hat gemerkt, dass sie trotz vorherigen Informationen nicht wirklich mit SO einem Tag gerechnet hat. Die Nähe zwischen Little und Daddy war sehr schön eingefangen und berührend.
      Ich denke allerdings, dass damit das Klischee bedient wird, dass Ageplay immer so aussieht, mit Windeln usw.
      Ich habe in diesem Forum die Erfahrung gemacht, dass die hier angemeldeten Littles sich klar vom Ageplay distanzieren. Die Reportage hat mich da etwas ins Wanken gebracht...
      Mein Little ist definitiv älter als das dort Dargestellte, und ich kann es auch nicht einfach so ein- und ausschalten.
      Was ich sehr interessant fand, ist, dass sich Little alleine im Littlespace wohl fühlt, Daddy im "Daddyspace" aber ganz und gar nicht. Das hatte ich so überhaupt nicht auf dem Schirm. :huh:
      Wir haben alle irgendeinen Knacks - der Unterschied ist: bei manchen ist er diagnostiziert... :monster:

      Lilly13 schrieb:

      Ich habe in diesem Forum die Erfahrung gemacht, dass die hier angemeldeten Littles sich klar vom Ageplay distanzieren.
      Warum eigentlich? Es gibt so viele Parallelen zwischen beiden Spielarten. Ich mache sehr gerne Ageplay (wo ich zwar kein Baby bin, aber ein älteres Kind, Teenager) , kann mich deshalb auch mit einigen Aspekten des Little-Seins identifizieren, nur nicht in dieser Intensität. Nach meinem Gefühl ist der Übergang ein gradueller und kein prinzipieller.

      Lilly13 schrieb:



      Ich habe in diesem Forum die Erfahrung gemacht, dass die hier angemeldeten Littles sich klar vom Ageplay distanzieren. Die Reportage hat mich da etwas ins Wanken gebracht...
      Aus meiner Erfahrung heraus sage ich, es gibt zwei "Little" Ausprägungen. Einmal ist es die in der Reportage dargestellte. Zum anderen die Variante in der das "Little" schon zum Teenager tendiert. Hier gibt es dann auch, aber sicherlich nicht immer, die Sexuelle Komponente. In den USA grenzt man beide Typen übrigens meist ab. Die "Teen Little" wird im Land der begrenzten Unmöglichkeiten zum "Brat".
      Always happy trails

      Thomas aka Braintickler
      bzgl. Littledasein und Ageplay. Little ist für mich vor allem ein Gefühlserleben. Das sehr schutzbedürftige und schutzsuchende aber auch sehr explorative eines Kindes in ganz unterschiedlichen Ausprägungen. Ageplay ist für mich eine Form der Darstellung. Diese kann mit einem Littlegefühl verbunden sein muss es aber nicht.
      Interessante Sichtweise, @Viva So habe ich das noch nie gesehen, aber gefällt mir ^^

      Wieso DDLGer sich so strikt vom Ageplay abgrenzen und Ageplay als Rollenspiel sehen, verstehe ich nicht. Ich glaube, die Meinung basiert auch nur auf Vorurteilen. Aber LittleSpace und Ageplay ist eigentlich genau das gleiche.

      Was wir halt noch bedenken müssen ist, dass es einen Unterschied zwischen ABDL und DDLG/CGL gibt. Auch wenn es viele Überschneidungen gibt und viele Littles beides sind, sind das dennoch zwei unterschiedliche Communities. (Das Forum aus der Reportage - Traumkinderland - ist für ABDL. Hier und in der Gruppe der Com sind dagegen CGLer).

      ABs fühlen sich sehr klein und ich würde meinen, das Ausleben geht nur richtig mit Littlespace und in "Ageplay-Sessions". Auch wenn manches zB Windeln tragen) in den Alltag übernommen wird.
      Ein DDLG-Little fühlt sich irgendwo zwischen 0 und 17, es gibt oft keine so strickte Trennung zwischen Alltag und Little-Seite, und dadurch funktioniert das auch komplett ohne Littlespace. (Sehr vereinfacht ausgedrückt.)

      Das ist jedenfalls tendenziell so meine Beobachtung. Genaue Definitionen und Abgrenzungen gibt's natürlich nicht.

      Die Reportage bezog sich jedenfalls rein auf ABDL. DDLG wurde da ja nicht mal erwähnt. Find ich aber gut, weil das sonst nur zu Verwirrung beim Zuschauer führt. Das rechtfertigt für mich auch das "Klischee" mit den Windeln. Windeln gehören beim ABDL nunmal fast immer dazu. Und mir bietet es die Möglichkeit, mich abzugrenzen, indem ich sage: Ich bin zwar Little, aber eben kein ABDL. ^^
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      (Oliver Wendell Holmes)
      Wir fanden die Sendung sehr gut gemacht. Ohne Vorurteile, offen und ehrlich.

      Dennoch gab es einen Punkt, in dem ich mit dem Meinigen uneins war.

      Ich merkte an, das es mich nicht wundert wenn ein Außenstehender nicht glauben kann, das es dabei nicht um Sex ginge.
      Insbesondere, weil Little in Rüschen Hemdchen und Halterlosen unterwegs ist.
      Wenn sie sagt sie will Leben wie eine zweijährige, dann solle sie sich auch so anziehen. Kein Mensch lässt eine zwei jährige mit Halterlosen und halbdurchsichtigem Hemd in der Gegend rum laufen.

      Der meinige entgegnete das dies ein Ausdruck von Prinzessin sein ist.

      Meiner Meinung nach wäre es mehr Prinzessin wenn sie ein Kleid angehabt hätte.

      So.

      Im Prinzip ist es mir wurscht was sie an hat und aus Sicht des "Fetisch" kann ich auch sexy Hemd und Stockings damit vereinen, aber es ist schon ein Punkt der bei unbeteiligten für Unverständnis sorgt.

      Wie seht ihr das ?
      Nie gezählte Tage liegen hinter dir,
      in denen der Moment, so oft,
      so wichtig für dich war.
      Es ist doch dein Traum,
      mit dem du diesen Weg gegangen bist,
      deine Gefühle, die dich haben glauben lassen
      und deine Sehnsucht, die dich noch immer
      nicht zu Ruhe kommen lässt.
      Es ist noch immer dein Weg,
      der zu dir gehört.
      Fang dir deine Träume - Staubkind.
      Genau diesen Spruch fand ich sehr Autehntisch und sympathisch.

      Ich kann verstehen das so ein Tag eine schwere Kost ist und das die Eindrücke verarbeitet werden müssen.
      Im Prinzip ist der Spruch auch nur ein Synonym für " muss ich sacken lassen, muss ich verdauen, war anstrengend " .

      :beer:
      Nie gezählte Tage liegen hinter dir,
      in denen der Moment, so oft,
      so wichtig für dich war.
      Es ist doch dein Traum,
      mit dem du diesen Weg gegangen bist,
      deine Gefühle, die dich haben glauben lassen
      und deine Sehnsucht, die dich noch immer
      nicht zu Ruhe kommen lässt.
      Es ist noch immer dein Weg,
      der zu dir gehört.
      Fang dir deine Träume - Staubkind.

      M.J. Craw-Corteaz schrieb:

      Ich kann verstehen das so ein Tag eine schwere Kost ist und das die Eindrücke verarbeitet werden müssen.
      Im Prinzip ist der Spruch auch nur ein Synonym für " muss ich sacken lassen, muss ich verdauen, war anstrengend " .
      Eigentlich erschreckend, dass viele Mainstream-Bürger das als "schwere Kost" empfinden. Wenn man sich vor Augen hält, dass die beiden allem Anschein nach glücklich sind mit dem, was sie tun, und niemand dabei zu Schadem kommt, dann erlebe ich das (zumindest für mich) nicht als "schwere Kost".

      Oder kann man als BDSM-ler auch "betriebsblind" sein und gar nicht (mehr) merken, wie die eigenen Vorlieben auf andere Menschen wirken, wenn man sie allzu offen zeigt? :/
      Ich denke es ist Betriebsblindheit ;)
      Man hat für sich andere Maßstäbe gesetzt. Hat ein anderes Empfinden.
      So wie bei jeder Passion.
      Sei es das extreme Bodybuilding, wo andere sagen das es nicht mehr ästhetisch ist, ein Sport für den man viel Zeit und Energie aufbringt, ein Lebensstil, ein Ernährungsstil.

      Um im BDSM zu bleiben- egal wie aufgeschlossen man ist und wie intensiv oder "weit" man selber Praktiziert - es gibt immer etwas was man als krass empfinden wird.
      Ich finde zum Beispiel das massive malträtieren von Brüsten extrem und bekomme schon vom zuschauen Sympathie Schmerzen, wenn ich sehe wie sie blau und blutig sind, gequetscht werden und mit Nadeln durchstochen.
      Verurteile ich es - nein.
      Aber ich mag es nicht sehen und empfinde es als krass.

      Natürlich sind die beiden glücklich und es sei ihnen gegönnt.
      Aber für jemanden der das noch nie gesehen hat, noch nie davon gehört hat, den Haut das schon mal um.

      Ich hätte mir vor 10 Jahren auch nicht vorgestellt das ich meinem Mann mal den Schnuller in den Mund stecke oder die Windeln Wechsel oder ihn Anal nehme. ( Er sich aber auch nicht das er mal nen KG trägt)
      Da stand ich auch erstmal doof da.

      Warum gibt es denn die ganzen " Hilfe mein Partner kann mit meinem Wunsch nix anfangen " Themen.
      Genau deshalb ;)
      Nie gezählte Tage liegen hinter dir,
      in denen der Moment, so oft,
      so wichtig für dich war.
      Es ist doch dein Traum,
      mit dem du diesen Weg gegangen bist,
      deine Gefühle, die dich haben glauben lassen
      und deine Sehnsucht, die dich noch immer
      nicht zu Ruhe kommen lässt.
      Es ist noch immer dein Weg,
      der zu dir gehört.
      Fang dir deine Träume - Staubkind.