Tattoo als Markierung des Radialisnerv

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      Tattoo als Markierung des Radialisnerv

      Hey ihr lieben :blumen:

      Mir geht seit einiger Zeit eine Idee durch den Kopf und eure Gedanken dazu würden mich interessieren.

      Ich überlege mir ein neues Tattoo stechen zu lassen , welches quasi den Bereich des Oberarms markiert wo Seile nichts zu suchen haben ,bei einem TK .

      Relativ zu Anfang meiner Bondageerfahrungen hatte ich eine massive Fallhand und obwohl körperlich wieder alles okay ist -macht mein Kopf mir Schwierigkeiten sobald Seile in der unteren Hälfte des Oberarms liegen .

      Ich gehöre ganz klar zu der Fraktion " untere Oberarm gehört dem Bunny und Seile haben dort nichts zu suchen ".

      Trotzdem gibt es immer wieder ( insbesondere noch unerfahrene Rigger oder solche die wenig Workshops besuchen ), die Seillagen wirklich unglücklich legen .

      Und obwohl ich ganz sicher kein Bunny bin was den Riggern oft reinredet , in dem Fall sage ich was .
      Denn ansonsten wäre ich die ganze Zeit kopfmäßig bei meinem Arm und könnte mich einfach nicht fallen lassen .

      Da es diese Situationen in den letzten 3 Jahren einfach zu oft gab und es auch die Stimmung kaputt macht wenn man als Bunny seinen Rigger " belehrt " , kam die Idee mit dem tattoo .


      Ich glaube vielen Riggern ist eine visuelle Grenze wortwörtlich mehr vor Augen .
      Damit wäre dann vorm fesseln nurnoch der Hinweis nötig " auf dem speziellen tattoo sind Seile tabu ".

      Ich fände auch die Idee ganz nett dort irgendwas schriftliches zu nutzen .

      " Zum vermeiden von Risiken und Nebenwirkungen fesseln Sie diesen Bereich nicht " :whistling: :D - oder so .


      Was denkt ihr über die Idee allgemein und hättet ihr Ideen , Motiv technisch ?
      Prinzipiell kann man natürlich auch ein " normales " nehmen , denn in erster Linie geht es ja nur um abstecken der Grenzen .


      Liebe Grüße

      NilaRope schrieb:

      Was denkt ihr über die Idee allgemein und hättet ihr Ideen , Motiv technisch ?
      Finde ich super, die Idee (obwohl es nichts für mich wäre, da ich Tattoos zwar bei anderen großartig finde, aber nicht für mich).
      Wie wäre es denn mit einem durchgestrichenen Seil?
      Oder einfach den Worten "Radialisnerv hier!" :gruebel: :pardon:
      Kann man ja alles auch hübsch stechen lassen... :yes:
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Ähhh....sollte jemand der fesselt, schlägt oder sonst was mit Bunny/ Sub macht, nicht sein Handwerk beherrschen?

      Ich persönlich wäre an dem Punkt raus, wo ich darauf achten muss das verantwortungsvoll mit mir umgegangen wird. Als "Versuchskaninchen" eigne ich mich nicht. Mir wäre auch das Risiko zu hoch.
      Da mein Gegenüber weiß was er tut, wie er es tut, ist für mich Grundvorraussetzung damit ich noch auch fallen lassen kann.
      Da hast du auch nur einen Bereich markiert.
      Wenn du jemanden verstehen möchtest,
      höre nicht auf seine Worte
      sondern beobachte sein Verhalten.
      Also da ich ziemlich Regelmäßig fessel , kommt Filzstift für mich nicht so richtig in Frage .

      Zudem habe ich schon einige Tattoos ( auch Bondage ) , so das ich mir darüber im Klaren bin das es für immer ist - und so darf und soll es dann auch sein .

      @dornenspiel es ist nun aber so , das Shibari lernen oft ein langer Weg ist .
      Und die Profis nicht als solche geboren werden . :pardon:

      Die Rigger müssen die Chance haben Erfahrungen zu machen , zu lernen .

      Selbstverständlich erwarte ich das Sie verantwortungsbewusst mit mir umgehen .
      Aber Fehler können passieren und auch wer alle Vorsicht walten lässt - Bondage ist nie 100prozentig sicher .

      Ich habe als Bunny das große Glück gehabt sehr viele Erfahrungen in sehr kurzer Zeit machen zu dürfen .
      Sowohl mit wirklich guten Riggern , aber immer mal wieder auch mit Anfängern .
      Denn wo sollen Sie lernen wenn alle Bunnys nur von den erfahrensten Riggern gefesselt werden möchten ? :gruebel:

      Da ich meinen Körper mitlerweile ziemlich gut in den Seilen kenne , kann ich abschätzen was möglich ist und was nicht . Und bin auch bereit gewisse Risiken mit einzukalkulieren, jedoch darauf bedacht sie so klein wie möglich zu halten .

      Und genau dafür wäre so ein tattoo schonmal eine große Hilfe .
      :)
      @NilaRope wenn dann richtig:

      gaa.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16486/5_A1_03.pdf

      Kapitel 5.2:

      "Die Kennzeichnung von Hindernissen und Gefahrstellen ist durch gelb- schwarze oder rot-weiße Streifen (Sicherheitsmarkierungen) deutlich erkennbar und dauerhaft auszuführen (siehe Abb. 3). Die Streifen sind in einem Neigungswinkel von etwa 45° anzuordnen. Das Breitenverhältnis der Streifen beträgt 1:1. Die Kennzeichnung soll den Ausmaßen der Hindernisse oder Gefahrstellen entsprechen."

      :D
      "I don't exist when you don't see me
      I don't exist when you're not here"
      Für mich, der noch wenig Erfahrung hat als Rigger, wäre eine solche Markierung des Radialisnervs sehr gut. Ich hätte eine optische Markierung. Ob du dies dauerhaft mit einem Tattoo löst. (Müsste dann auch auf beiden Armen sein? :gruebel: ) Oder dir für eine Lehrsession, mit Bodypaint sogar noch mehr Nervenbahnen, die beachtet werden müssen, aufmalst. Für mich wäre es eine große Hilfe.

      Nur musst du mich oder jeden anderen Rigger, der dann an dieser Markierung fesselt trotzdem daraufhinweisen das wieder rückgängig zu machen. Außerdem musst du trotzdem erklären warum gerade dieses Tattoo dort an dieser Stelle ist und warum keine Fesselung dort zu sein hat.

      Ich glaube wenn du dir einfach ein Tattoo stechen lässt, selbst wenn dort steht "Hier bitte nicht fesseln" gibt es trotzdem jemand der sich nicht auskennt. Der wird dich dann fragen was es mit dem Tattoo auf sich hat oder trotzdem dort fesseln.

      Am Ende hast du ein vielleicht schönes Tattoo und musst trotzdem dem Rigger seinen Job erklären. Was ich übrigens nicht schlimm finde. Du kennst deinen Körper besser als jeder Rigger. Außerdem ist die Fesselung am Radialisnerv ein Tabu von dir das der Rigger einzuhalten hat.
      In unserer hektischen Welt muss man gelegentlich innehalten,
      um sich in aller Ruhe etwas Unanständiges auszudenken.
      :coffee:
      B. Traven
      Ich finde deine Idee grossartig :thumbsup: und dachte als Erstes an das Motiv eines "echten Nervs".
      Als Tatoo die Zeichnung des "aufgeschnittenen Arms" (Anatomiezeichnung) mit dem Nerv betont. Und ich würde dazu wahrscheinlich noch einen
      Neurologen zum echten Verlauf des Nervs hinzuziehen.
      Farblich sollte es deutlich sein, ohne sich mit deinen anderen Tatoos zu beissen.

      Ein solches Tatoo würde bei einem Rigger keine Fragen offen lassen :evil:
      Zwischen dem, was ich denke, dem, was ich sagen will, dem, was ich zu sagen glaube und dem, was ich wirklich sage und

      dem,

      was Du hören willst, dem, was du wirklich hörst, dem was du zu verstehen glaubst, dem, was Du verstehen willst und dem, was Du wirklich verstehst, gibt es 9 Möglichkeiten, sich nicht zu verstehen.

      Passagno
      @NilaRope
      eine schöne Idee zur visuellen Unterstützung für den Rigger.
      Bedenke jedoch das der Nerv verlauf nicht zu 100 % bei jedem Menschen gleicht.
      Daher ist eine 100% Aussage über dessen genaue Lage nicht wirklich möglich.

      Besser ist es hier in der Tat angehende Rigger darauf hinzuweisen bzw.
      im besten Falle auch noch Workshops zu empfehlen in denen dies gelehrt wird.
      Zumindest aber mal sich vorab kundig zumachen:
      .sensual-contact.de/bondage-grundlagen/bondage-gesundheit-und-risiken/

      Ich weiß von einem Vorfall eines Erfahrenen Riggers aus den Staaten das Ihm dieses Missgeschick
      auch nach 25 Jahren Erfahrung schon passiert ist.
      Denn wie Eingangs erwähnt ist der Verlauf nicht Millimeter genau bei jeder Person gleich ;) !
      Eine gewisse Gefahr besteht also immer!
      Zumindest kann man das Risiko aber mit einem gewissen soliden Wissen Minimieren!
      :thumbsup:
      Für ein Tattoo sofern es eines sein sollte würde ich Dir empfehlen etwas zu wählen das Dir gefällt.
      Du bist die Person die nachher das Tattoo Ihr leben lang trägt.
      Für dietolle Einstellung zum Teilbereich Erfahrene Rigger, das auch neuere ersteinmal lernen müssen was nur geht
      wenn es auch Subs gibt die sich dazu bereit erklären gibt es ein :blumen: . Kommt leider sehr selten vor eine so tolle Einstellung heutzutage.
      Ich hörte Sie sagen, die Macht ist mit dir !

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      Huhuuu Nila,

      ich finde es insofern genial, weil es für DICH eine tolle Lösung ist und Du dann besser und freier die Fesselungen genießen kannst. Und was genau Du an der „no go“ Stelle als Tattoo haben willst soll ja ganz nach Deinem Geschmack sein.


      Voll interessant ist im Nachhinein für mich, dass mich mein Rigger ganz zu Beginn immer wieder wegen dieser „Fallhand“ Seillage „unterer Oberarm“ befragt hat. Und ich hab als zu der Zeit unwissendes Bunny halt immer wieder und manchmal auch etwas genervt Rückmeldung gegeben in Richtung. Alles Gut, alles Grün (wir nutzen Ampel System)

      Irgendwann hat er es dann einfach akzeptiert, dass die Seile beim TK auf meinem unteren Bereich des Oberarmes wirklich problemlos sind. Hat aber gedauert und jetzt nach fast zwei Jahren bin ich auch schlauer warum er so extrem darauf geachtet hat. (spricht ja eh für ihn)


      Das Fazit daraus ist, dass die Nervenbahnen halt wirklich bei jedem unterschiedlich verlaufen und man sich da rantasten muss. Ich mag beim TK am liebsten das obere Seil auch gut im oberen Bereich und das untere Seil definitiv recht weit unten. Ich bin in der Mitte desOberarmes am empfindlichsten.


      LG Daina
      "Bezwingen kann auch ein Talent, fesseln nur ein Charakter."
      A.Essigmann (1878 - 1937), Schriftsteller
      @dornenspiel interessante Einstellung, doch wo sollen all die erfahrenen Rigger denn herkommen, wenn niemand diesen Weg mit ihnen beschreitet? Ich habe zu meiner Anfangszeit ähnliche Sprüche gehört, nur mit erfahrenen Riggern, die wissen was sie tun...ich fessel doch nicht mit einem Anfänger...das waren noch die nettesten Aussagen.
      Tja, alle diese Menschen, die diese Sicht auf diese Dinge haben sage ich sehr deutlich - seid froh, dass ihr als Anfänger einen Rigger wohl hattest, der sich auf ein Anfänger-Bunny eingelassen hat.

      Zudem nehmen sich alle einen einzigartigen Moment, den es so nie mehr geben wird, den Zauber des allerersten Momentes. Auch wenn jeder neue Rigger wie ein "Erster" oder "Neuer" wirkt, diesen einen Ersten, gibt es nur ein einziges mal. Wenn ich daran denke, dass mein Bunny, welches heute an meiner Seite mit mir diese Reise bestreitet, absolute Einsteigerin war, ich dabei auch so gedacht hätte, wären mir viele tolle Momente und Erinnerungen verwährt geblieben.
      Anmerkung: Dies ist nicht als Angriff zu verstehen, nur als exemplarisches Beispiel, da solche Aussagen sehr häufig fallen, doch auf die Frage wo die ganzen Erfahrungen herkommen sollen, findet man keine zufriedenstellende Antwort.

      Wichtig hierbei ist jedoch, dass es vorher eine klare Kommunikation gibt, damit keine Schäden entstehen. Allerdings muss man auch bedenken, 100% Sicherheit beim Bondage wird es nicht geben. Wer das möchte, sollte nicht fesseln.

      Aber zum Thema.
      Coole Idee @NilaRope aber bedenke, dass der Nerv mit Kompression des Gewebes (Verdrehung und Haltung) wandern kann.
      Aber als grobe rote Linie, an der kein Seil etwas zu suchen hat, eine schöne Idee.
      Viel wichtiger aber ist der Aspekt, den @daina anspricht, es könnte den Kopf aus der Sorge heraus bringen, dass Du nicht immer an den Vorfall denken musst.
      Und es macht beim ersten Fesseln diesen Punkt ein wenig spielerischer, was ja auch gut für die Entspannung ist, wenn man sich noch nicht kennt.

      Man kann diesen Punkt auch ertasten, in der Regel sitzt dieser am Ansatz des Trizeps-Muskels, der doch bei jedem etwas anders liegt. Dazu den Arm strecken und den Muskel anspannen. Eine grobe Lokalisierung kann so schon mal visuell vorgenommen werden, dann setzt man seinen Daumen darunter an und erhöht den Druck weiter, aber nicht, bis die Fingernägel einschneiden...Wenn die Hand anfängt zu kribbeln, hat man wohl den Punkt gefunden, wo nichts liegen darf, was Druck aufbauen kann. (Seilverbau ohne Belastung, heißt aber auch nicht darauf liegen, wenn es am Boden stattfindet)
      Wenn man den Nerv gefunden hat, fängt das Kribbeln binnen von 2-3 Sekunden an. Aufpassen, dass nicht die Schlagader auf der Rückseite mit den Fingern im Gegendruck blockiert wird.
      Das auf beiden Seiten machen, da diese nicht synchron liegen.


      Noch zwei Hinweise allgemeiner Natur, für alle die nicht genau wissen was das mit der Fallhand auf sich hat.
      1. Eine Fallhand, also die Kompression des Radialis, kündigt sich nicht an. Sie wird somit vom Bunny nicht gemerkt. Eine kurze Prüfung der Hände, ob Druck aufgebaut werden kann ist eine nützlichere Variante, da die Motorik schlagartig ausfällt. Kalte oder leicht bläuliche Hände haben nichts mit dem Nerv per se zu tun.
      Kribbeln die Hände, muss dies nicht unbedingt an einer Blockade eines anderen Nerves liegen, das zeigt aber das "Kribbelbild" sozusagen. Ist es klar zu lokalisieren, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Lage ein wenig drückt, die Seile entstressen (Finger einlegen und einmal komplett durchziehen, sodass die Haut und Gewebe sich darunter entspannen kann). Ist das Bild nicht eindeutig, dann auch mal auf den Trapezmuskel schauen, dort geht das Nervenbündel seinen Weg und bei einem TK3 kann es dort schon mal zur Kompression kommen.
      2. Eine Fallhand ensteht auch bei Bodenarbeit. Gerade wenn seitlich auf die Lagen gelegt wird (also Bunny auf das Seil) kann dies den Nerv so weit komprimieren, dass es zur Fallhand kommt)


      In diesem Sinne
      PA
      - Folge nicht einem Pfad, hinterlasse selbst einen -

      NilaRope schrieb:


      Ich gehöre ganz klar zu der Fraktion " untere Oberarm gehört dem Bunny und Seile haben dort nichts zu suchen ".

      Trotzdem gibt es immer wieder ( insbesondere noch unerfahrene Rigger oder solche die wenig Workshops besuchen ), die Seillagen wirklich unglücklich legen .

      Und obwohl ich ganz sicher kein Bunny bin was den Riggern oft reinredet , in dem Fall sage ich was .
      Denn ansonsten wäre ich die ganze Zeit kopfmäßig bei meinem Arm und könnte mich einfach nicht fallen lassen .

      Da es diese Situationen in den letzten 3 Jahren einfach zu oft gab und es auch die Stimmung kaputt macht wenn man als Bunny seinen Rigger " belehrt " , kam die Idee mit dem tattoo .


      Ich glaube vielen Riggern ist eine visuelle Grenze wortwörtlich mehr vor Augen .
      Damit wäre dann vorm fesseln nurnoch der Hinweis nötig " auf dem speziellen tattoo sind Seile tabu ".

      Liebe @NilaRope

      ich verstehe die Gedankengänge nach einer solchen Erfahrung und dass es Zeit braucht diese zu verarbeiten.

      Bitte verstehe folgende Worte als gut gemeinte Anregung und nicht als Kritik :blumen:

      Die Idee mit dem Tattoo kann ich nachvollziehen und wenn es Dir ein besseres Gefühl gibt, diese Stelle zu markieren, hilft es eventuell den Kopf auszuschalten.

      Diese visuelle Markierung schützt Dich jedoch nur bedingt und entbindet Dich nicht von der Verantwortung Dich als Bunny mitzuteilen ( vor allem zu Deinem Schutz) , sowie der klaren ! ( manchmal unangenehmen) Kommunikation zwischen den Fesselpartnern.
      Auch mit unerfahrenen Riggern kann man sich vorab über Blutstausymptomatik und Handfunktionstests unterhalten.

      Ich kenne Rigger, die nicht viel von Kommunikation vorab halten, aber ich kenne auch das Gefühl sich nichts anmaßen zu wollen oder belehrend wirken zu wollen, das Gefühl, eine Fesselung abbrechen zu müssen, weil ich als Bunny zu spät signalisiert habe, dass etwas nicht stimmt.
      Miteinander zu Fesseln, sich "Sicherheit" zu erarbeiten ist jedes mal ein Prozess und nicht beliebig zu reproduzieren mit verschiedenen Personen. Jeder Körper ist anders und Rigger und Bunny müssen sich annähern. Das braucht Zeit.

      Wenn man als Bunny mit einem unbekannten Rigger fesselt, ist dieser auf das Feedback angewiesen. Es ist wichtig zurückzumelden wenn z.b. die Seillage für das Bunny unglücklich liegt ! Egal ob erfahren oder unerfahren.

      Wissen für " Modelle" in Anatomie/Sicherheit/Techniken zur Entlastung werden übrigens in Workshops Ropebottoms vermittelt.

      Dann Frage ich mich manchmal, ob man bei den ersten Fesselungen zum Kennenlernen nicht besser erstmal in eine
      " Trainingssituation" geht .... heisst, man lässt sich erstmal nicht fallen und kann kommunizieren, sowie darauf achten, wie der Körper auf das reagiert, was der Rigger fesselt. Danach lässt sich das Adrenalin bei den " krassen Sachen" vielleicht besser genießen ^^


      Als Rigger wäre mir ein visueller Hinweis zu wenig, ich würde mehr wissen wollen.


      Um eine Grenze festzulegen, Dich aber nicht für ewig auf einen kompletten Satz auf der Haut festzulegen, könntest Du japanische Schriftzeichen, Blüten ( angedeutete Danke oder Zweig) oder ein schönes Wort in Verbindung zum Fesseln zu wählen.


      Viele Grüße
      Sannisa
      Mobil geht leider das zitieren bei mir nicht.

      @Sannisa
      Dann Frage ich mich manchmal, ob man bei den ersten Fesselungen zum Kennenlernen nicht besser erstmal in eine
      " Trainingssituation" geht .... heisst, man lässt sich erstmal nicht fallen und kann kommunizieren, sowie darauf achten, wie der Körper auf das reagiert, was der Rigger fesselt

      An sich ein guter Gedanke, doch es passieren manchmal ganz komische Dinge.
      Als ich mit meinem jetzigen Bunny das erste Mal fesselte (das ist die Dame, von der ich im vorherigen Beitrag schrieb) war sie innerhalb kürzester Zeit in ihrer Welt gelandet und hätte nicht reagieren können. Ich habe das nicht mal provoziert es ist einfach passiert.
      Mein erstes Bunny war über zehn Jahre erfahren, wusste was passieren kann, doch auch bei uns war die erste Verbindung sofort vorhanden und sie hatte gut zu tun, im hier und jetzt zu bleiben.
      Und bei unserem Stammtisch ist ähnliches passiert. Ein paar wollte von einer Riggerin etwas gezeigt bekommen, also stellte sich sein Bunny zur Verfügung, mit dem Ergebnis, dass sie trotz Trainingssituation so tief berührt wurde, dass Tränen flossen. Tränen der Erlösung und Freude, aber in dem Modus könnte sie sich nicht halten.

      Ich behaupte jetzt einfach mal, ohne das über meinen Horizont hinaus bestätigen zu können, wenn das Matching so groß ist, hast Du keine Chance Dich im hier und jetzt zu halten, wenn die Seile die richtigen Trigger treffen, sogar ohne dass der Rigger es provoziert.
      Auch ganz egal wie der Erfahrungsstand des Riggers ist.
      Ich habe es als blutiger Anfänger selbst erlebt, als (so bezeichne ich mich auch heute immer noch) fortgeschrittener Anfänger ebenso.
      Es gibt Menschen, die wohl alleine über Berührung so viel ausstraheln, was nicht zu erklären ist. Sie es selbst noch nicht mal merken oder darüber wissen.
      Und das sage ich, als jemand mit psychologischem Hintergrund, dass es hier eine Ebene gibt, die einfach da ist und mystisch bleibt, zum Glück.

      In diesem Sinne
      PA
      - Folge nicht einem Pfad, hinterlasse selbst einen -
      Das ist mir alles bewusst @PA1976 , auf Bunny wie auf Riggerseite habe ich großen Respekt vor der Emotionalität, die über das Seil kommuniziert werden kann und ich behaupte ja auch nicht, dass das immer geht bzw gewollt ist :)

      Aber: meine Antwort bezog sich auf die Situation, dass ein Bunny mit traumatischen Vorerfahrungen mit einem unbekannten Rigger fesselt. Wenn, wie in diesem Fall der Kopf nicht ausgeschaltet werden KANN, weil die Sorge um den Arm zu groß ist, wäre es zumindest eine Möglichkeit das wegdriften in dieser Situation nicht noch durch z.B. tief emotionale Fesselungen zu forcieren.

      Manche Erfahrungen " helfen" die Sinne zu schärfen und erstmal " wach" zu bleiben.
      Wie sehr schön thematisiert wird, geht die Psyche bei den Seilen eigene Wege.

      Ich kann @NilaRopes Anliegen wunderbar verstehen. Wenn man durch die Seile gesundheitlich massiv beeinträchtigt
      wurde und gleichzeitig die Seile als extrem erfüllend erlebt, stürzt man in einen sehr grossen, psychischen Konflikt.

      Da wir alle die mit den Seilen verbundenen Risiken kennen, gleichzeitig aber eine tiefe Verbundenheit zu den Seilen
      verspüren, suchen wir nach Möglichkeiten, unsere Neigung so vernünftig wie möglich leben zu können. Was tun, wenn
      die Psyche nun immer wieder getriggert wird (mit gutem Grund)?

      Ich finde die Idee eines Tatoos hervorragend für die Psyche. Selbstverständlich wird @NilaRope weiter sehr sorgfältig
      mit sich umgehen und das Tatoo verwehrt ihr keineswegs die völlig normale Kommunikation zu ihrem Rigger. Aber
      für ihre Psyche kann dieses Tatoo genau das Sicherheitsnetz darstellen, das sie braucht, um wieder loslassen zu können.
      Zwischen dem, was ich denke, dem, was ich sagen will, dem, was ich zu sagen glaube und dem, was ich wirklich sage und

      dem,

      was Du hören willst, dem, was du wirklich hörst, dem was du zu verstehen glaubst, dem, was Du verstehen willst und dem, was Du wirklich verstehst, gibt es 9 Möglichkeiten, sich nicht zu verstehen.

      Passagno
      Liebe NilaRope,

      Es zeigt sich doch immer wieder, wie wichtig Reden zwischen dem Aktiven und dem Passiven Part ist.
      Auch ein noch so erfahrener Aktiver kann nicht alles wissen.

      Auch wenn der Nerv nicht bei jedem gleich liegt, fände ich ein Tattoo sehr schön.
      Das von Annimax verworfene Stacheldrahtmotiv würden mir persönlich gefallen oder (in stacheldrahbreite) mehrere Häschen (als Bunnymotiv), die von einer oberen und unteren Linie (Häschenkopf und Häschenfuß) gerahmt werden.

      Danke übrigens für das gute Thema

      Liebe Grüße

      DominusBremen

      PA1976 schrieb:


      @dornenspiel interessante Einstellung, doch wo sollen all die erfahrenen Rigger denn herkommen, wenn niemand diesen Weg mit ihnen beschreitet? Ich habe zu meiner Anfangszeit ähnliche Sprüche gehört
      Jetzt mal langsam!
      Ich habe nirgendwo geschrieben, dass es ein erfahrener Tigger sein muss.
      Meine Aussage war:

      dornenspiel schrieb:

      Ähhh....sollte jemand der fesselt, schlägt oder sonst was mit Bunny/ Sub macht, nicht sein Handwerk beherrschen?

      Ich persönlich wäre an dem Punkt raus, wo ich darauf achten muss das verantwortungsvoll mit mir umgegangen wird
      Da stehe ich nach wie vor hinter.
      Zwischen verantwortungsvoll und erfahren liegen Welten.

      Wo kamen denn bisher erfahrene Rigger her?
      Wenn man genau nachfragt, haben sie sich mit Anatomie auseinander gesetzt, haben erste Hilfe Kurse belegt, haben sich durch Workshops, Stammtische und anderen erfahrenen Riggern ihre Fähigkeiten angeeignet.

      Wenn man es mal mit dem Führerschein vergleicht, ein guter Fahrlehrer lässt den Anwerter erst ins Auto wenn er die Theorie kann.

      PA 1976 schrieb:

      Tja, alle diese Menschen, die diese Sicht auf diese Dinge haben sage ich sehr deutlich - seid froh, dass ihr als Anfänger einen Rigger wohl hattest, der sich auf ein Anfänger-Bunny eingelassen hat.
      Den Satz finde ich in einem Forum für Anfänger mehr als unangebracht.
      Weder als Bunny, noch als Sub, muss man froh sein, wenn sich jemand mit Erfahrung auf einen "einlässt", auch dann nicht, wenn man selber bestimmte Ansprüche hat.

      @NilaRope Das du auf Grund negativer Erfahrungen ein solches Tatoo in Erwägung ziehst, ist vielleicht nachvollziehbar. Vielleicht ist aber auch ein Permanentmarker erst mal eine Lösung, evtl. siehst du es in ein oder zwei Jahren anders.
      Wenn du jemanden verstehen möchtest,
      höre nicht auf seine Worte
      sondern beobachte sein Verhalten.