Schulterproblem

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      Schulterproblem

      Ich hoffe, es ist okay, wenn ich hier eine relativ spezielle Frage stelle (wobei Probleme mit den Schultergelenken wahrscheinlich nicht so selten sind):

      Bei der typischen TK-Armhaltung habe ich immer Schmerzen, vor allem in der rechten Schulter. Die setzen ein, sobald ich die Arme hinter dem Rücken übereinanderlege und werden im Laufe der Zeit schlimmer. Ob ich die Schultern eher nach vorn runde oder die Schulterblätter möglichst weit zusammenziehe, macht keinen wirklichen Unterschied. Es ist nicht so schlimm, dass ich die Fesselung gar nicht aushalten könnte, auch Suspensionen sind möglich, aber es schränkt mich schon massiv ein und ich würde gern etwas dagegen tun.

      Ich bin eigentlich überdurchschnittlich beweglich und auch nicht unsportlich (mache seit vielen Jahren Yoga), ich kann die Arme relativ weit nach hinten und oben bringen, meine Hände verschränken, wenn ich mit einem Arm von oben und dem anderen von unten greife, die Hände im Reverse Namaste auf dem Rücken zusammenlegen etc., aber die grundsätzliche Flexibilität und sämtliche (Dehn-)Übungen, die mir so einfallen, ändern nichts an dem Problem. ;( Weiß von euch jemand Rat?
      “To live is the rarest thing in the world. Most people exist, that is all.”
      ― Oscar Wilde
      Hm, den Schmerz, der direkt beim Einnehmen der Position auftritt (nur rechts), würde ich als eine Mischung aus stechend und ziehend bezeichnen und im vorderen Bereich des Gelenks verorten.
      Der Schmerz, der mit der Zeit kommt (beidseitig, aber rechts stärker) ist etwas anders, da muss ich noch mal überlegen.
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      ― Oscar Wilde
      Danke schon mal für deine Antworten! Wenn die Unterarme nicht parallel, sondern nur die Handgelenke überkreuz liegen, ist es etwas besser, aber nicht weg.
      Ich muss gestehen, dass Nervenschmerz mir nicht so viel sagt. Wikipedia leitet mich zu Neuralgie weiter, aber der Artikel hilft mir zumindest beim ersten Überfliegen nicht so richtig weiter. Kann man da denn etwas tun oder ist das ein Fall von "Pech gehabt"?

      Edit/Ergänzung: Die folgende Passage in dem Artikel beschreibt es dann wahrscheinlich, meinst du das? "Durch Druck auf den Nerv kommt es zu einer örtlich begrenzten Durchblutungsstörung und damit Stoffwechselstörung, die zu heftigen Schmerzen führt. Typisch ist die rasche Linderung bei Entfernung des mechanischen Problems."
      Quelle: wikipedia.org/wiki/Nervenschmerz
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      ― Oscar Wilde

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nightbird () aus folgendem Grund: Link entfernt

      oft geht es nur um andere Haltungen. probiere Mal aus ob ein anderer Winkel kombiniert mit einer anderen Handhaltung.eteas bringt. ich würde da mit minimalen Haltungsänderungen rumtesten. kannst du einen Schmerzpunkt lokalisieren?
      Dann muss ich da wohl noch ein bisschen experimentieren. Bisher habe ich allerdings keine Position gefunden, in der es nicht auftrat, und ich habe natürlich schon rumprobiert. :(
      Schmerzpunkt ist schwierig. Spontan hätte ich gesagt, vorne-außen am Oberarmkopf, aber jetzt habe ich in der letzten halben Stunde so oft die Arme hinter den Rücken gelegt und versucht, in die Stelle reinzufühlen, dass ich es gar nicht mehr richtig sagen kann. :facepalm:
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      ― Oscar Wilde
      zu dem Schmerz, der direkt am Anfang Auftritt angeht, kann ich nicht viel sagen... Eventuell sind deine Schultern einfach schon etwas überstrapaziert? In dem Fall würde eine Pause ggf gut tun, damit sich die Schulter wieder vollständig regenerieren kann.

      Die anderen Schulterschmerzen sind aber etwas, was IMHO nicht selten beim Bondage auftritt und meistens daran liegt, dass ein TK gefesselt wird, der für dich nicht der richtige ist. In was für einem TK bist du normalerweise? Relevant sind dabei a) Schultern gelocked oder nicht gelocked? b) Positionierung der Lagen - insbesondere: liegt die obere Lage direkt auf dem Delta Muskel, oder weiter unten in der "Kuhle" unter dem Delta Muskel? c) wie sieht's mit der Tension aus? Ist die obere Lage ggf. zu stramm?

      Bei mir ist es so, dass der klassisch gefesselte Osada 2TK bei mir massive Schulterprobleme auslöst. Der ist für mich kaum sustainable dadurch. Grund dafür sind: keine gelockten Schultern, die sich dann natürlich in der Hängung nach oben ziehen (ich habe ziemlich flexible Schultergelenke) und aus den ursprünglichen low hands quasi ungeplante high hands machen. Außerdem liegt bei dem TK in der klassischen Variante durch die Faustregel "avoid the gap" die obere Lage direkt auf dem Delta Muskel, der dann in der vertikalen Hängung natürlich total komprimiert wird.

      Meine Riggerin fesselt bei mir immer die Ricardo Variation des Naka Gote. Mit sorgfältig gelockten Schultern, high Hands und den beiden Lagen direkt unterhalb des delta Muskel. Beim Legen der Hände in die Gote-Position wird genau darauf geachtet, dass die Hände im richtigen Winkel eingedreht sind. Das funktioniert für mich viel viel besser und ich habe dadurch kaum noch Schulter Schmerzen.
      "Du gibst Widerworte X( " – "Nein :miffy: "
      @myownspirit: Da muss ich ganz blöd fragen: Was hat es mit gelocked/nicht gelocked auf sich? Das sagt mir gar nichts. :rot:
      Ich bin ehrlich gesagt in der Theorie nicht so tief drin und kenne mich bei den Varianten nicht aus - ein klassischer TK3, hätte ich gesagt. Wobei mein Rigger auch gern Freestyle fesselt, und die Schmerzen eigentlich immer auftreten, wenn die Arme in ungefähr der Position hinter dem Rücken sind. Auch bei reinen Bodenfesselungen; es liegt nicht am Aufhängen.

      Bei der Position der Lagen werde ich mal genauer darauf achten, ob das einen Unterschied macht - bisher hätte ich gesagt, nein. Zu fest kann gut sein ... Überstrapaziert denke ich nicht, so häufig fesseln wir nicht und machen halt auch oft etwas anderes mit den Armen, damit es nicht immer so auf die Schultern geht.

      @newbarbie: Rechtshänderin. BWS kann natürlich sein ... Wobei ich im letzten Jahr dank einer Verletzung relativ viel Physiotherapie hatte, ich denke, mein Therapeut hätte es erwähnt, wenn da etwas auffällig gewesen wäre. Ansonsten habe ich mit der rechten Schulter auch generell immer mal wieder Probleme, u.a. durch die Arbeit (relativ einseitig belastend).
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      ― Oscar Wilde
      Beschwerden und Schmerzen in der Schulter können durch das Fesseln entstehen. Dies war auch Thema des letzten Workshops den ich besucht habe.

      Klassische TKs werden zum Teil in der so genannten Box Tie Haltung gefesselt. Die Unterarme liegen parallel zu/aufeinander und bilden ein Rechteck. Dies kann eher dazu führen, dass sich die Fesselung verändert, weil z.B. die Arme nicht körpernah gehalten werden können. Positionswechsel der Arme bringt z.B. die Ellbogen weiter weg vom Körper.
      Es gibt jedoch die Möglichkeit, die Arme einzudrehen, an den Körper zu drücken und eine TK mit gekreuzten Händen über oder unter Box Tie Niveau ( High Hands/ Low Hands) zu fesseln. Wichtig ist dabei auch eine stabile Position des Schulterblattes zu beachten.

      Es gibt TKs die dies berücksichtigen und auch " ohne Arme" gefesselt werden können. Fesselungen können individuell angepasst werden. Kontakt zu " Profis" kann ich da nur empfehlen.

      Ps: auch Verkürzungen im Brustbereich können sich auf die Schulter auswirken und sportliche bzw flexible Menschen betreffen.
      Naja Schultern gelocked bedeutet im Prinzip nur, dass die Arme und Schultern in eine Position gebracht werden, in der sich die Sultergelenke blockieren. Du erkennst es daran, dass du nicht mehr richtig mit den Schultern zucken kannst.
      Wenn du allerdings sagst, dass das Problem auch bei reinen Bodenfesselungen auftritt, wird es daran eher nicht liegen.
      "Du gibst Widerworte X( " – "Nein :miffy: "
      Ich kann mir nichts unter TK Haltung vorstellen. Ich habe da aber auf Grund deiner Beschreibung eine Vermutung :D . Wie gut kannst du über Kopf arbeiten? Hast du schnell Schmerzen oder bist du dabei schnell erschöpft? Wenn du es nicht weißt, stell dich mal vor den höchsten Schrank den du findest und hantiert ein bisschen im obersten Fach herum, ohne auf eine Erhöhung oder sonst was zu steigen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sin ()

      Danke euch allen. :blumen: Die verschiedenen Arm- und Handpositionen werde ich mal etwas gezielter austesten. Es wäre echt schön, wenn sich das Problem lösen ließe. :|

      Sin schrieb:

      Ich habe da aber auf Grund deiner Beschreibung eine Vermutung :D .
      Über Kopf zu arbeiten finde ich sehr anstrengend, ebenso Yogahaltungen, bei denen die Arme längere Zeit hoch- oder waagerecht gehalten werden. Was vermutest du denn?
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      ― Oscar Wilde
      Ich denke dein Problem liegt bei deiner Rotatorenmanschette. Deine Beschreibung vom Schmerz, mit der beschrieben Bewegung, deiner wie du sagst guten Beweglichkeit und der Problematik mit dem über Kopf arbeiten passt wie die Faust aufs Auge.

      Das Schultergelenk ist das Gelenk, das im menschlichen Körper die größte Beweglichkeit aufweist. Es ist ein Kugelgelenk und hat in einem guten und gesunden Zustand einen Freiheitsgrad von 360°. Allerdings führt die geringe umliegende knöcherne Sicherung dazu, dass es ebenfalls das instabilste Gelenk ist, welches die größte muskuläre Sicherung benötig. Diese Funktion übernimmt unter anderem die Rotatorenmanschette. Heißt, bei nicht gesunder ausgeprägter Rotatorenmanschette bleibt bei Bewegung oder nicht üblicher Haltung/Dehnung das Schultergelenk nicht da wo es bleiben sollte.

      Gute Nachricht: Das Problem lässt sich ganz leicht beheben und der Aufwand dafür ist total überschaubar. ;)

      Die Rotatorenmanschette besteht aus m. infraspinatus, m. supraspinatus, m. subscapularis und m. teres minor, die wie gesagt im Normalfall dein Schultergelenk stützen und es da halten wo es sein soll. Gerade Leute die extrem beweglich sind haben oft eine sehr schwache Rotatorenmanschette. Dabei ist die Anpassung die für vornehmen musst relativ marginal. Im Vergleich zu anderen Gelenken, z.B. Hüftgelenk, hat das Schultergelenk eine relativ kleine Gelenkpfanne, die den Gelenkkopf hält. Die Rotatorenmanschette stabilisiert das Gelenk und ist weiterhin für die Innen- und Aussenrotation sowie die Abduktion des Armes zuständig. Und da sind wir ja schon bei den von dir beschriebenen Positionen. ;)

      Um das akute Problem los zu werden würde ich dir eine Übungsroutine empfehlen. Die muss auch gar nicht so lange sein und dauert auch nicht länger als 10 Minuten. Wichtig ist auch die Routine ziemlich locker zu machen, im Bereich von 15-20 Wiederholungen pro Satz. Sollte aber trotzdem eine Anstrengungen sein, wenn du nach 20 Wiederholungen ohne Probleme nochmal 20 machst dann reicht die Intensität doch nicht aus.

      4x die Woche

      3 Sätze Cuban Press
      3 Sätze Frontheben
      3 Sätze Seitenheben
      3 Sätze Vorgebeugtes Seitenheben

      Würde ich alles immer nach Gang machen und ohne Pause Cuban Press, Frontheben, Seitenheben, Vorgebeugtes Seitenheben, Cuban Press, Front...

      Die Übungen kannst du alle mal googlen, gibt's in tausend Varianten mit Hanteln, am Kabelzug mit Theraband aber am Ende tun es auch zwei volle Wasserflaschen.

      2x die Woche

      Aussenrotatoren Stretching
      Dafür nimmst du dir einen Besenstiel und platzierst ihn an deiner hinteren Schulter. Nun greifst du den Stab mit deiner anderen Hand und ziehst den Stab hoch. Mit dieser Übung kannst du super deine Außenrotatoren bearbeiten. Versuch die Übung nicht nur statisch zu halten, sondern auch mal leicht hoch und runter zu wippen.
      Wenn du das bei YouTube eingibst findest du auch Anleitungen.

      Wird während dem Training wahrscheinlich übel weh tun, nach 3 Wochen wird sich aber das Problem vollständig erledigt haben.

      Wenn dir die Übungen nicht gefallen dann such mal nach Rotatorentraining. Gibt es tausende Übungen, oben die Übungen trainieren aber die Schulter mit und für eine ausbalancierte Schulter und deren Funktion macht das auch Sinn + das die Übungen sehr einfach sind. Und keine Angst von 2 Wasserflaschen bekommt man auch nach 40 Jahren keine optisch sichtbaren Muskeln (ist für Frauen ja oft ein Problem) nur eine gesunde Schulter. ;)

      Ich hatte auch mit meiner Rotatorenmanschette Probleme. Nach dem ich das akute Problem gelöst hatte mit dem Plan oben, mache ich heute immer noch oben die Übungen (ohne das Stretching), 2 mal die Woche und hab seit dem nie wieder Probleme mit den Rotatoren.


      Wenn du sehr motiviert bist suchst du noch eine ISO Übung für die Aussennrotatoren raus. Ist aber denke ich kein Muss bei dem Plan. Wenn du nichts findest dann geb mir ne PN, dann schicke ich dir ein paar Youtube Anleitungen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Sin ()

      Bevor du Übungen beginnst - ganz gleich welche - solltest du überlegen, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Am besten natürlich einen Orthopäden, um abzuklären, was da wirklich los ist. Wenn es sich z.B. um eine Entzündung handelt, können Kraft- und Dehnungsübungen erst mal kontraproduktiv sein, und es wäre besser unter Anleitung eines Physiotherapeuten (Krankengymnastik) ganz gezielte Übungen zum Muskelaufbau zu machen. Denn vor Beginn einer Therapie oder Übungen - welche auch immer - sollte zumindest die genaue Diagnose stehen :)
      Es gibt zwei Tragödien im Leben eines Menschen: Wünsche, die sich nicht erfüllen ... und Wünsche, die sich erfüllen!
      (frei nach Oscar Wilde)
      Ja, ich war mit dem Verdacht auf Rotatorenmanschette bei meiner Orthopädin und sie hat es im Grunde bestätigt. Ein MRT hat eine Verengung gezeigt, durch die wohl die Schmerzen kommen. Leider konnte ich wegen anderer gesundheitlicher Probleme noch nicht wirklich etwas dagegen unternehmen (und so richtig viel kann man da wohl eh nicht tun). Die Übungen von Sin hatte ich eine Zeitlang gemacht, bevor die anderen Probleme dazwischenkamen.
      Was ich mich jetzt frage, ist, wo mein letzter Beitrag in diesem Thread geblieben ist, ich bin nämlich sehr sicher, im Mai noch geantwortet und mich bedankt zu haben. :gruebel:
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      ― Oscar Wilde
      Also ich habe auch gesundheitliche Einschränkungen in Sachen Rippen und Knie .
      Dann werden eben Fesselpositionen vorsichtig ausprobiert und daran flexibel angepasst .
      Warum müssen denn die Arme unbedingt auf den Rücken ?
      Das Bondage ist doch nicht schlechter , wenn es verändert wird .
      Ich bekomme eine Bambusstange durch die Seile auf Schulterblatthöhe und lege die Arme in Seithalte auf ; funktioniert wunderbar .
      Ein weiser Spruch eines Riggers:

      Eine Bondage wird ans Bunny angepasst. Nicht das Bunny an die Bondage. :old:



      Ich kann auch keinen TK mit den Armen auf dem Rücken. Man kann den TK auch mit Armen vorne knoten. Oder Ganz ohne Arme. Es gibt auch tolle Alternativen zum TK. Guckst du hier: Alternative Oberkörperfesselung
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -