Wandel

      Ich habe heute den ganzen Tag Kartons gepackt. Zum Glück hatte ich tolle Unterstützung und es war lustig und es gab gute Gespräche.
      Jetzt ist es abends und ich sitze mit Musik vor meinem Laptop.
      Der Umzug rückt näher. Es sind jetzt nur noch 10 Tage und 3 Arbeitstage.
      Mein erster Umzug war der Auszug von zu Hause und damit der Beginn wirklicher Selbstständigkeit. Es war eine große umgewöhnung und ganz schnell sagte ich, dass ich so schnell mit niemandem mehr zusammen ziehen werde. In den den letzten 3 ½ Jahren ist einiges passiert. Ich habe mich weiterentwickelt und auch verändert. Bin durch unheimlich viel Schmerz/Trauer und auch Glück und Freude gewandert. Dann habe ich diesen wundervollen Mann gefunden und auf einmal war der Wunsch zusammen zu ziehen da. Jetzt machen wir das und ich sitze hier und bin unheimlich unsicher.
      Diese Wohnung war für die letzten Jahre mein Rückzugsort und mein Raum für Freiheit. Hier habe ich mein Bdsm entdeckt und gelebt. Ich habe mich ausgetobt, wenn man so will :D
      Ich bereue diese Zeit nicht und nehme mir viel davon mit. Ein kleiner Teil von mir will diese Freiheit nicht aufgeben.
      Auf der anderen Seite kann ich es kaum erwarten was jetzt kommt.
      Manchmal fühle ich mich etwas verrückt, einerseits die Vorfreude und auf der anderen Seite die Angst/Unsicherheit.

      Danke für die Chance meine Gedanken zu formulieren
      Kreativität ist Intelligenz die Spaß hat *Albert Einstein
      Ich kann das zu 100% nachvollziehen.
      Auch ich kann mir zur Zeit nicht vorstellen, meine Eigenständigkeit, meinen Schutzraum aufzugeben, in dem ich ICH sein kann.
      Aber sag niemals nie :)

      Ich wünsche dir einen guten Start in dein neues Leben :blumen:
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Du beschreibst wunderschön, wie auch bewusste und zielgerichtete Veränderung Aufruhr in der Seele verursacht.

      Der Blick zurück... der Blick nach vorn...
      Erwartung und Trauer...
      Vorfreude und Ängste...

      Die Stimmung switched fast im Sekundentakt.

      Es gilt loszulassen und sich gleichzeitig auf Neues einzulassen.
      Ein Abschied und ein Hallo fast gleichzeitig.

      Lass es einfach zu @Teufelanna :blumen: , denn all diese Gefühle haben jetzt ihre Berechtigung und wollen und sollen auch gefühlt werden.
      Zwischen dem, was ich denke, dem, was ich sagen will, dem, was ich zu sagen glaube und dem, was ich wirklich sage und

      dem,

      was Du hören willst, dem, was du wirklich hörst, dem was du zu verstehen glaubst, dem, was Du verstehen willst und dem, was Du wirklich verstehst, gibt es 9 Möglichkeiten, sich nicht zu verstehen.

      Passagno

      Teufelanna schrieb:

      Manchmal fühle ich mich etwas verrückt, einerseits die Vorfreude und auf der anderen Seite die Angst/Unsicherheit.
      So verrückt ist das gar nicht... ^^

      Veränderungen machen vielen Menschen Angst, auch wenn sie sich 'eigentlich' auf das, was vor ihnen liegt, freuen.

      Das Gewohnte gibt Sicherheit. Sicherheit gibt Schutz und eine gewisse innere Ruhe und Gelassenheit. Während das Gewohnte klar und 'greifbar' ist, stellen Veränderungen einen vor Neues, Unbekanntes. Man weiß nicht so genau, was auf einen zukommt, was einen erwartet, wie es wirklich wird. Wie man sich mit der neuen Situation fühlt und wie man damit umgeht, zeigt sich meist erst, wenn es so weit ist.

      Von daher ist dein innerer Zwiespalt - die Vorfreude auf der einen, die Zweifel auf der anderen Seite - nur logisch. ;)

      Ich wünsche dir, dass sich die Unsicherheit schnell legt und du die neue Situation schon bald nicht mehr als Verlust deiner Freiheit wahrnimmst, sondern den Gewinn von wohltuender Zweisamkeit darin erkennst. :)
      Ich kann dich absolut verstehen, obwohl ich es genau umgekehrt erlebt habe!

      Von zu Hause direkt in eine WG, mit 21 die Geburt meiner Tochter,, die bis zu ihrem 18ten Lebensjahr bei mir gewohnt hat, wechselnde Lebenspartner...
      Meine erste eigene Wohnung, die mir ganz allein gehörte, hatte ich mit 49 Jahren. Es war toll. Mein Rückzugsort, mein Refugium! Es fühlte sich gut an.
      Möchte ich noch einmal zurück und mit einem Menschen zusammenziehen? Ich weiss es nicht!
      Aber du bist jung und ich finde es gut und richtig, dass du dich darauf einlässt.
      Ich denke, Gedanken und Zweifel sind normal.
      Nichts ist in Stein gemeisselt!
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Deine Freude auf deine Zukunft, dein Wehmut, deine Aufregung, alles so klar lesbar.

      Wunderbar wie du dein Gefühlskarusell beschreibst!

      Vielen Dank für's teilhaben lassen.

      Für die Zukunft alles Glück der Welt und eine fabelhafte Gemeinsamzeit gewünscht.

      :blumen:
      Es ist der Weg ,der uns prägt .
      Man muss ihn gehen - dann wird ein Pfad daraus .
      Manchmal schaut man sich um und sieht das wir ihn gerade gelaufen sind , manchmal krumm . Aber es ist unser Weg - was an der nächsten Biegung kommt ist ungewiss , und wir werden es nur erfahren wenn wir weiter gehen . Mit uns , mit den Menschen die uns begleiten wollen und mit unseren Erfahrungen das Leben Bunter machen .
      Liebe @Teufelanna genieße diese großartige Entwicklung für dich , bleibe mutig , bleibe bei dir .
      Toll !
      Wir leben alle unter dem selben Himmel , aber nicht mit dem gleichen Horizont