Zwischen den Welten- von leiser Führung zu wortlosem Irgendwas

      Auch Anerkennung, Würdigung und Echo könnte man als Gegenleistung sehen. Das ist vielleicht Definitionssache, aber ich glaube, es hilft weiter, wenn man das so sieht. Damit ist klarer, dass du investierst, aber nicht das zurück bekommst, was du brauchst.

      Im Übrigen ein gutes Beispiel finde ich das 10-Minuten-Knie-Ritual. Mir persönlich würde das als Sub zu blöd werden, wenn dafür nicht regelmäßig ein Feedback in Form von Lob oder Dank kommt. Und als Dom würde ich das Ritual auch wahrnehmen wollen, in Form eines "erledigt" -Berichts. Damit bekomme ich die Bestätigung, ja, sie ist noch meine Sub. Und den Erhalt des Berichts würde ich auch bestätigen um zu zeigen, ja, ich bin noch dein Dom. Das natürlich nur, wenn ich eine kontinuierliche Beziehung will, keine lose Aneinanderreihung von Treffen. Will ich aber Letzteres, würde ich so ein Ritual auch nicht wollen.
      Werde, der du bist. (Pindar)
      Der Keim des Zweifels


      Sich selbst lieben ist wichtig, um den Partner lieben zu können. Allzu oft erwarten wir von unserem Partner, dass er uns die Liebe gibt, die wir uns selbst nicht geben können. Die Erwartungshaltung, dass uns der Partner glücklich macht, lässt jede Beziehung scheitern.

      Ich mache mein persönliches Glück nicht von (m)einem Partner abhängig und begebe mich in einer Beziehung nicht in eine emotionale Abhängigkeit.

      Emotional abhängige Menschen lassen sich aus den falschen Gründen auf eine Beziehung ein. Ich kenne Männer, die sich nur auf eine Beziehung einlassen, um regelmäßig Sex bzw. BDSM zu haben. Und ich kenne Frauen, die sich nur auf eine Beziehung einlassen, weil sie nicht alleine sein können. Emotional abhängige Menschen bauen in Beziehungen ihre Identität und ihren Selbstwert auf dem Partner auf.

      Sie definieren sich über ihren Partner und ihre Beziehung, was wiederum dazu führt, dass sie alles für den Partner tun, unfähig sind, Grenzen zu ziehen und sich in ihrer Beziehung verlieren.
      Emotionale Abhängigkeit führt zu Beziehungen, die so gesund sind wie ein Gin-Tonic und zwei Lines Koks zum Frühstück - oder zur einer D/s Beziehung.

      Leider wird im BDSM Devot oft mit emotionaler Abhängigkeit verwechselt!


      • Sie sind extrem auf die Bestätigung und Anerkennung von anderen Menschen angewiesen.
      • Sie sind im Umgang mit anderen nicht ehrlich und stehen nicht zu ihren wahren Ansichten.
      • Sie sagen nicht das, was sie denken, sondern das, was andere hören wollen.
      • Sie stehen nicht zu ihrer Sexualität oder können diese nicht ausdrücken.
      • Sie haben keine festen Werte, keine klare Meinung und oft keinen eigenen Standpunkt.
      • Jede Entscheidung ist für sie in Ordnung.
      • Sie passen sich immer an.
      • Ihre eigenen Bedürfnisse stellen sie hinter die der anderen.
      • Sie sind davon überzeugt, dass, wenn sie nur nett und fürsorglich genug sind, sie von anderen Menschen dafür geliebt und respektiert werden.
      • Sie investieren viel mehr Zeit, Energie und Gefühle in andere Menschen, als diese in sie.

      Etwas umschreibender Formuliert, wären die genannten Punkte/Zeilen auch eine gute Beschreibung für eine Bilderbuch-Sub im D/s??

      Denke einfach mal darüber nach....
      Das Geheimnis ist nicht, die Schmetterlinge zu jagen, sondern den Garten zu pflegen, so dass sie von alleine kommen - Mario Quintana

      donatin schrieb:

      Ich kenne Männer, die sich nur auf eine Beziehung einlassen, um regelmäßig Sex bzw. BDSM zu haben. Und ich kenne Frauen, die sich nur auf eine Beziehung einlassen, weil sie nicht alleine sein können.
      Finde ich beides nicht verwerflich, wenn ich ehrlich bin. Ist doch okay, wenn es für den jeweiligen Partner auch passt ...

      Ich teile deine Meinung zu dem Devot sein vs. emotionaler Abhängigkeit nicht so ganz, muss ich sagen. Ich finde nicht, dass es so ist. Ich kenne viele Subs, die alles andere als emotional abhängig sind.

      In diesem Fall hier, würde ich eher vermuten, dass sich sie sich in ihn mehr „verguckt“ oder „verliebt“ hat als andersherum und deswegen mehr in die Verbindung/Beziehung investiert/investieren möchte als der Gegenpart. Das würde ich losgelöst von BDSM sehen, sondern als „menschlich“ einstufen. Nur mein Gefühl, liebe @Orchid
      Fragen sind niemals indiskret, nur Antworten sind es zuweilen.
      - Oscar Wilde -
      Liebe @silk_n_desire

      Hmmm, natürlich empfinde ich etwas für mein Gegenüber. Ich würde sagen dass es eine Form des Verliebtsein ist.

      Ich bin von diesem Mann nicht emotional abhängig, dass kann ich sagen.
      Auch bin ich niemand der alle Entscheidungen wortlos hinnimmt und für richtig erachtet. Und ich benötige keine Bestätigung im außen, ich bin eine tolle Frau mit guten Eigenschaften. Anpassungsfähig bin ich nur bedingt.

      Das was in mir brodelt sind die Sachen, die ich nicht verstehe. Ich bin eine Frau die tief fühlt und auch denkt. Mein Kopf ist selten ausgeschaltet.

      Eigentlich ging es mir, als Neuling der sehr schnell reingerutscht ist, darum aufzuzeigen wie sehr mich diese Veränderungen ins Wanken bringen.

      Ich bin plötzlich in meiner Welt angekommen, nur stelle ich in Frage, ob ich mit ihm und seiner wankelmütigen Art, den nächsten Schritt wagen möchte.