Plötzlich nicht mehr anonym...

      AleaH schrieb:

      Books schrieb:

      Was passiert denn, wenn du Psychologe bist?
      Auf Grund von Vorurteilen, kann es passieren, dass dem Psychologen, Lehrer, Polizist ... die Kompetenz abgesprochen wird, das Vertrauen verloren gehen kann, ganz allgemein ein Misstrauen entsteht ...
      ... und was dann in der Konsequenz passiert, hängt davon ab, ob man selbstständig, im öffentlichen Dienst oder bei der Bundeswehr beschäftigt, verbeamtet oder privat angestellt ist, ob man neu im Beruf ist und wie sehr man auf Neuaquise angewiesen ist in einem Personenumfeld, in dem man geoutet ist - und wofür genau man geoutet ist.

      Das kann also ganz verschiedene Folgen haben, von denen viele Zeit und Nerven kosten. Und die dazu führen können, dass man die dritte Person, die in Szenario B geplaudert hat, dafür zur Rede stellen oder, wie in GDs Fragestellung angesprochen, sogar dafür sanktionieren möchte. Ich könnte es gut verstehen.
      Fall A: Gut, meine Schuld, sofern da jemand aus Kommentaren im Forum etc. Auf meine Person geschlossen hätte. Erfolgt das Ansprechen darauf als freundlich-interessierte Nachfrage fände ich das wohl ok. Immerhin bewegt sich die Person offenbar im gleichen Umfeld. Schwingt hier eine Drohung mit würde ich deutlich machen, dass sowas wirklich nicht ok ist. Gleiches, wenn hier umfangreichere Recherche nötig war. Das fände ich doch sehr strange.

      Fall B: Geht garnicht. Hier wäre ich deutlich sauer, vor allem dem Dritten gegenüber, der etwas über mich erzählt. Ich hatte so einen Fall schon einmal. Da hat eine Bekannte (durchaus umfangreichere) Daten von mir an eine Firma weitergegeben, die dann mit einem geschäftlichen Interesse auf mich zugekommen ist. Sowohl Firma als auch Bekannte haben meine unangenehmste Seite kennengelernt.

      Und zu den Folgen: Klar machen wir hier nichts Schlimmes/Illegales/etc. Aber es gibt durchaus Arbeitgeber, bei denen man z. B. schon mit etwas so simplen wie unverheiratetem Zusammenleben mit einem Partner Ärger bekommt. Ich will mir nicht vorstellen, was für eine Schmutzkampagne da losgetreten werden kann, wenn es um BDSM geht.
      Interessantes Thema.

      Zu Fall A, ja es ist oftmals ein Leichtes, den Realnamen undandere persönliche Daten im Netz zu finden. Da reichen wie so oft schon erwähntdie Verlinkungen zwischen WhatsApp, Facebook etc. aus. Ich bin selbstvorsichtiger geworden, was den Umgang mit meinen persönlichen Daten angeht.Dabei geht es mir in erster Linie um meine Kinder. Ich möchte nicht, dass sieirgendwann unter dem Gerede auf Grund von Vorurteilen leiden werden. Mir selbstwäre ein unbeabsichtigtes Outing noch ziemlich egal, nun bin ich aber auch ebennicht in einem Beruf tätig, in dem mein Ruf Schaden nehmen könnte...

      Fall B würde mich traurig und wütend machen. Die drittePerson, die Informationen über mich herausgibt, hätte bei mir schlichtweg „verschissen“.
      Meine Chefin ist viele Jahre Gleichstellungsbeauftragte gewesen, legt Wert darauf, dass ordentlich gegendert wird usw. Es wäre also echt kontraproduktiv, wenn man ihr gegenüber als Dom geoutet würde, weil sie es falsch einordnen würde.

      Trotzdem gehe ich auch zu Stammtischen in der Stadt in der ich arbeite und erzähle hier im Forum hin und wieder etwas. Es mag passieren, dass mich jemand erkennt. Mit zunehmendem Alter bin ich jedoch sehr viel gelassener geworden.
      Klar, Punkt b) würde mich nicht erfreuen. Aber es käme sehr auf die Situation an, ob ich mich wirklich darüber aufregen würde.

      Ein sadistisch veranlagter Junglehrer an einer weiterführenden Schule, eine devote Polizistin in leitender Position oder eine polyamore Ärztin oder Krankenschwester in Diensten der katholischen Kirche (es gibt Gegenden, da gibt es faktisch keine anderen Arbeitgeber) ... ja, die sind im eigenen Interesse vermutlich sehr viel vorsichtiger als ich.
      Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will.
      (Gustav Klimt)

      Gentledom schrieb:

      Was denkt ihr wenn euch jemand mit dem ihr in Kontakt steht anschreibt und zu erkennen gibt, dass er euren Realnamen und euren Arbeitgeber kennt. ...


      A: Person hat aufgrund eurer Angaben herausgefunden wer ihr seid und spricht euch mit euren ganzen Namen an und erwähnt wo ihr arbeitet
      B: Person hat sich bei Dritten über euch erkundet und spricht euch mit euren ganzen Namen an und erwähnt wo ihr arbeitet

      Diese Konstellationen kommen immer mal wieder vor und daher bin ich sehr neugierig auf eure Ansichten.
      zu Punkt A: Das könnte ich mir ja nur selbst anlasten, wenn ich mit meinen Daten so umgeh, dass ich einfach identifizierbar bin. Je nachdem was mein Gegenüber am Ende mit den Daten anfangen will, würde ich mir ggf. überlegen, das nächste Mal vorsichtiger zu sein, oder halt nicht, weils OK für mich ist.

      zu Punkt B: Dann hätte ich noch genau 1x Kontakt mit der 3. Person. Nämlich um ihm/ihr mehr als gehörig die Meinung zu geigen.
      Wer meine Daten an Dritte weitergeben will, hat VORHER bei mir nachzufragen.
      Es gibt 2 oder 3 Leute, denen ich soweit vertraue, dass sie nicht jedesmal nachfragen müssen, die kommen nicht aus dem BDSM Bereich, wissen aber Bescheid. Bei diesen Personen bin ich mir aber auch zu 110% sicher, dass es einen triftigen Grund dafür gibt, wenn sie meine realen Daten weitergeben. Sollten sie das machen erfahr ich es auch dann von ihnen noch bevor sich die andere Person zeitlich melden kann.
      Zu Fall A
      Ich bin extrem leicht zu googeln, es reicht mein Vorname, mein Wohnort und die Branche in der ich arbeite. Daher passe ich da mittlerweile auf und gebe bspw. meistens nur einen meiner Spitznamen, der auch als Realname durchgeht her. Da braucht es dann schon etwas mehr Energie um alles herauszufinden.

      Fall B
      Da wäre die 3. Person nicht mehr lange in meinem Umfeld. Ich will auswählen was ich wem erzähle, oder eben nicht.


      Ich gehe recht offen mit meiner Neigung um, muss aber zugeben, dass ich fast nie sage auf welcher Seite ich unterwegs bin und die meisten gehen von der dominanten Seite aus. Das ich Sub bin könnte im beruflichen ggf. negative Konsequenzen haben bzw. Menschen würden da ggf. meine Führungsqualitäten anzweifeln.
      Aber wenn jemand meint mich erpressen zu müssen (um mal vom worst case auszugehen) würde ich klar in die Offensive gehen um mich nicht angreifbar zu machen. Und auch so werde ich mich nicht einschränken. Ich arbeite mit so vielen Menschen zusammen, irgendwann wird mich mal jemand erkennen. Und dann ist das so. Hab mich auch schon vor Kunden geoutet und waren lustige Unterhaltungen die da raus gekommen sind
      Es besteht immer ein Risiko und wir sind alle alt genug um uns dessen bewusst zu sein und es aktiv in Kauf zu nehmen

      Books schrieb:

      Tinilli
      Das sind Gedanken, die ich verstehen kann, die aber im Areal nicht so sind.
      Das Problem dabei ist das man immer von sich selbst ausgeht. Fehlanmahme!
      Das Leben ist anders.
      Also wenn Du mit Areal das echte Leben meinst, dann möchte ich Dir zwar Recht geben, dass es immer anders ist, aber das ist ja gerade das Problem. Es kann gut gehen, es kann Dich aber auch die Existenz kosten, insbesondere, wenn Du einen öffentlichen Beruf hast. Und nicht alle Menschen sind wohlmeinend. Nein, nein.
      Ich gehe dieses Risiko nicht ein und achte auf meine Daten und wem ich welche gebe. Und selbst dann kann auf irrsinnigen Wegen passieren, dass Du plötzlich bekannt bist, weil irgendwer irgendwen kennt und irgendwas gehört hat. Wie Du schon sagst, das Leben ist anders. Es reicht schon der gleiche Nick in unterschiedlichen Foren. Oder ein Admin, der Klarnamen in irgendeinem Portal lesen kann, und dem Du mal in einem anderen Forum die virtuelle Sub ausgespannt hast, ohne es zu wissen. Weil beide einen an der Waffel haben, rennen sie rum und verfolgen Dich. Hab ich schon gehört und glaube ich auch. Hell ist the truth learned too late.
      It's a sad and beautiful world.

      Anonym schrieb:

      Ich möchte den Thread mit meiner Geschichte beleben.

      Vor drei Jahren meldete ich mich bei GD in der Community an, weil ich auf eine Kontaktanzeige antworten wollte, die ich ansprechend fand. Daraus entwickelte sich nichts, anderweitig aber schon.

      Erst seit Kurzem habe ich mein Profil in der Com wieder auf Suche umgestellt und ab und an ergeben sich nette Kontakte. Der Kontakt zu einem Dom hat sich allerdings nicht so erfreulich entwickelt. Auf den Gesprächsverlauf möchte ich nur kurz eingehen. Wir haben uns mit unseren realen Vornamen angeschrieben (ich jedenfalls), aber sonst keinerlei personenbezogene Daten preisgegeben. Nachdem wir uns ein weinig ausgetauscht hatten, visierten wir ein reales Treffen an. Der Vorschlag von ihm dazu und der damit verbundene Aufwand erschien mir zu verpflichtend ,so dass ich vorgeschlagen habe, zuerst zu telefonieren und Fotos zu tauschen.

      In der folgenden Nachricht konfrontierte er mich dann u. a. mit meinem vollständigen Klarnamen und meinem Brötchengeber. Ich fiel in eine Art Schockstarre. Obwohl ich sehr sparsam und vorsichtig mit meinen Daten bin und glaube, alle Sicherheitsmaßnahmen zu befolgen, diese Situation! Irgendetwas habe ich offensichtlich nicht beachtet. Vorhaltungen von anderer Seite sind gar nicht nötig, die mache ich mir schon selbst, ich bin da sehr streng mit mir.

      Noch immer habe ich keine Idee, wie es zusammenhängt und wer dahintersteckt. Natürlich könnte ich diesen Mann fragen, woher sein Wissen kommt, aber ich scheue den Kontakt. Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Welche Absicht steckt dahinter? Unter meinem Namen kann man im www schon etwas entdecken. Wenn man es mit BDSM verknüpft und mir Böses will, könnte man es nutzen.
      Ich finde das Verhalten dieses Menschen so unangemessen und unverhältnismäßig. Es wirkt bedrohlich
      und schüchtert mich ein.

      Auch bin ich ziemlich wütend, mag meine Wut über dieses Verhalten, aber nicht zeigen, weil ich dann Konsequenzen befürchte.

      Es nimmt mir meine Unbeschwertheit und vergiftet die Atmosphäre. Alle meine Kontakte in der Com sind fortan potenziell verdächtig.

      Die Nachricht dieses Doms beginnt mit der rhetorischen Frage "Ist das nicht witzig,"
      und weiter führt er aus "dass genau mir diese Verhaltensweisen von Dir im Vorfeld berichtet wurden. Taktisch hinhalten, sich rar machen und irgendwelche Geschichten aus dem Stegreif plaudern."

      Wer ist das Vorfeld? Es bringt meine Fantasie in Schwung. Gibt es etwa doch diese ganz geheimen BDSM-Logen? Werden die Subwesen in einer noch geheimeren Kartei geführt und bewertet und beurteilt?
      Steht da bei mir ein D für " entspricht nicht den Erwartungen" im Sozialverhalten?
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Liebe Anonyme,

      ja Du könntest diesen Mann fragen, woher sein Wissen kommt. Dass Du den Kontakt zu ihm scheust, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich wäre auch geschockt, wenn mir jemand mit einer solchen Nachricht kommen würde! Die Frage ist, ob es nicht besser wäre ihn zu fragen. :gruebel:
      Ich fasse mal zusammen:
      Du fühlst Dich bedroht und eingeschüchtert, bist zugleich wütend und befürchtest Konsequenzen, wenn Du diese Wut auch zeigst.
      Du rätselst, welche Absicht dahinter steckt und Deine Unbeschwertheit im Umgang mit Deinen Kontakten in der Com ist verloren gegangen. Du sprichst sogar von einer vergifteten Atmosphäre.
      Dir ist bewusst, dass man im Netz auch etwas zu Deinem Namen finden und das auch nutzen kann, um Dir zu schaden.
      Du rätselst, woher dieser Mann seine Informationen hat, vermutest gar ganz geheime BDSM Logen oder eine noch geheimere Kartei. ;)

      Für mich liest es sich so, als würde Dich das Thema schon sehr belasten und beschäftigen.

      Okay. Also ich an Deiner Stelle würde diesen Mann anschreiben. Nicht wütend, nicht vorwurfsvoll. Sondern in etwa so:

      Hallo XY,

      ja das finde ich auch witzig, was Du da geschrieben hast.
      Verrate mir doch bitte, wie Du da drauf gekommen bist, ich möchte gerne mitlachen und dazulernen.
      Und wenn Du schon dabei bist, verrate mir doch auch gleich, wer Dir von meinen angeblichen Verhaltensweisen berichtet hat?

      Beste Grüße
      Anonyme
      Lernen durch Schmerz ist nicht angenehm. Aber unglaublich effektiv.
      In der folgenden Nachricht konfrontierte er mich dann u. a. mit meinem vollständigen Klarnamen und meinem Brötchengeber.......


      ich frage mich warum man sowas recherchiert, wenn man den Menschen kennen lernen will?!? und keine böse Absichten hat!

      Klar möglich ist vieles...und wenn ich mich gezielt auf die Suche begebe.......aber das würde in mir schon Mistrauen hervorrufen und das ist keine Grundlage!
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Ich bin ein wenig erstaunt über die Medienkompetenz und die Einseitigkeit mit der einige hier handeln und argumentieren.

      Wenn ich Informationen in den öffentlichen Raum stelle, dann darf ich mich nicht wundern, wenn andere auch Kenntnis über diese Information erlangen. Anders gesagt: Wenn ich mich ins Telefonbuch eintragen lasse, dann darf ich mich nicht wundern, wenn mich jemand anruft.

      Ich gebe ganz offen zu, dass es bei mir im Kennenlernen irgendwann auch dazugehört, mal Google zu bemühen. Das hat für mich nichts mit "Stalking" zu tun, sondern schlicht damit, dass ich gerne weiß, mit wem ich es zu tun habe. Und wie weit ich ihm vertrauen kann. Denn letztlich (und da wären wir bei der Einseitigkeit) habe ich genauso etwas zu verlieren, wie mein Gegenüber. Für mich ist es auch durchaus eine relevante Hintergrundinformation, ob jemand sorgsam mit seinen Daten umgeht, bzw. wie er sich in der Öffentlichkeit präsentiert. Ich bin überzeugter Anhänger des Tit for Tat: Information gegen Information. Allerdings ist es im virtuellen Kennenlernen ziemlich schwierig, jemanden einzuschätzen. Im persönlichen Kontakt ist das dann schon einfacher. Nur ist es dann u.U. schon zu spät.

      Man findet über mich im Netz einiges an Informationen. Das liegt weniger daran, dass ich mein Leben auf Instagram oder sonstwo breit treten würde, sondern ist eher beruflich bedingt. Entsprechend vorsichtig bin ich mit Informationen, mit denen ich leicht zu identifizieren wäre. Ich gestehe meinem Gegenüber durchaus zu, mit dem Wissen, das ich über mich preisgebe, eine Recherche im Internet durchzuführen. Warum auch nicht? Im Zweifelsfall werde ich damit konfrontiert, dass ich irgendwo unvorsichtig war. Und dann wü+rde ich gerne wissen, wo die Lücke ist.

      Solange sich die Suche auf öffentlich zugängliche Daten beschränkt, habe ich kein Recht, mich zu beschweren. Verärgert würde ich erst reagieren, wenn irgendwer versucht, tiefer zu graben und Quellen anzapft, die nicht mehr öffentlich sind. DAS wäre dann Stalking.

      Ich weiß gerne, mit wem ich es zu tun habe. Und erfahrungsgemäß kann man sich trotzdem in Menschen täuschen. Letztlich gestehe ich meinem Gegenüber aber auch zu, das gleiche Bedürfnis zu haben. Ich empfinde es allerdings als ziemlich scheinheilig, Informationen im Netz zu verbreiten und dann Zeter und Mordio zu schreien, wenn irgendjemand das nutzt. Sorry, aber dann müsst Ihr schon ein wenig mehr aufpassen. Und dass Facebook und Whatsapp schlicht Datenkraken sind, sollte mittlerweile wirklich jeder wissen.
      Scot me up, Beamy....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Avargon () aus folgendem Grund: Rächtschraibfählär

      sarabande schrieb:

      Avargon schrieb:
      "Wenn ich mich ins Telefonbuch eintragen lasse, dann darf ich mich nicht wundern, wenn
      mich jemand anruft."

      Wenn ich meinen Namen an der Wohnungstür habe, darf auch jeder der möchte auf meinem Sofa sitzen oder wie soll ich das verstehen!?

      Nein. Aber offenbar verstehen hier einige nicht, dass das Internet öffentlicher Raum ist. Wenn ich mich auf dem Marktplatz stelle und meinen Namen und Adresse rauskrakeele, dazu Nacktbilder auslege und noch die Daten meines Arbeitgebers hinterlege, darf ich mich nicht wundern, wenn jemand diese Informationen aufnimmt und in irgendeiner Art nutzt.
      Wenn Du - um bei Deinem Beispiel zu bleiben - Deinen Namen an der Wohnungstür hast, darfst Du Dich nicht wundern, wenn jemand weiß, wo Du wohnst. Das hat mit Sofa sitzen absolut nichts zu tun.

      Anders formuliert: Hier beklagt sich der ein oder andere darüber, dass persönliche Informationen aufgefunden werden und das sei so beängstigend. Sorry, aber diese Informationen wurden in den beschriebenen Fällen offenbar eben nicht durch Black OPs, Geheimdinstaktionen oder Einbrüche erlangt, sondern von den Betreffenden selbst in der Öffentlichkeit (Internet) platziert. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Leichtfertigkeit gerade diejenigen mit Daten umgehen, die am lautesten nach Datenschutz schreien. Dein Beispiel mit dem Sofa hinkt auf allen vier Pfoten, zeigt aber genau das, was ich immer wieder sehe: Menschen realisieren nicht, dass das Internet eben nicht Teil ihrer Wohnung und erst recht nicht anonym ist. Das Internet ist öffentlich. Und wenn ich mich in einer Kneipe unterhalte, darf ich mich auch nicht wundern, wenn derjenige, der neben mir sitzt, etwas von dem Gespräch mitbekommt.

      Und da kannst Du jetzt gerne verstehen, was Du willst.
      Scot me up, Beamy....
      Ich bin immer wieder erstaunt wie leicht es ist an die echten Namen zu gelangen. Von dem ein oder anderen Mitfori hier kennt man den Klarnamen, weil man sich real kennt. Nun ist man auf der großen Gesichterseite miteinander verbunden - und wie von Geisterhand bekommt man ... kennst du? Nein kenne ich nicht, aber ich erkenne auf den Fotos das es Mitforis sind...mit dem Klarnamen.
      Meinen echten Nachnamen kann ich nicht rausgeben, weil zu selten und die Kombination Vor- und Nachname einmalig ist. Trotzdem kann man sehr leicht ans Ziel kommen, wenn man will.
      Da ich in der Öffentlichkeit arbeite sehe durchaus die Gefahren...
      :) Ein Tag ohne Ihr lächeln, ist ein verlorener Tag. :)

      Andere Anonyme schrieb:

      Manche wissen gar nicht, dass die Fotos, die sie einstellen sie outen können, da sie auf anderen Plattformen/Artikeln/etc. ebenfalls verwendet werden. Schon häufig erlebt, die Person darauf angesprochen ob das so gewollt ist und dann kommt zu 90% "Oh das war mir gar nicht bewusst" und hier sind nicht nur Fotos von der Person gemeint, sondern z.B. auch Tierbilder etc.
      Ein schönes Beispiel ist die bereits erwähnte Gesichterseite. Nicht nur das man dort Freundschaftsvorschläge bekommt, man sollte sich ebenfalls überlegen mit welchen Personen man befreundet ist, gerade wenn es eine öffentliche Seite ist. Wer gezielt sucht und oder einfach nur ein gutes Gedächtnis hat, kann dort anhand der Fotos oft die Realnamen erfahren.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff